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Wir retten – Salate zum Grillen: Mediterraner Nudelsalat

Die Abteilung im Supermarkt mit diversesten Fertig-Salaten ist schier unüberschaubar und man findet alles: Kartoffelsalat, Krautsalat, Eiersalat, Coleslaw, deutscher Krautsalat, griechischer Weißkohlsalat, Nudelsalat, Schinkensalat, Heringssalat, Wurstsalat, mit Essig, meistens mit Mayo, in fettreudziert und immer mit komischen Zutaten, die man ehrlich nicht in Salaten braucht. Und das hier ist nur etwa 1/5 der Auswahl in meinem kleinen Supermarkt nebenan:

Speck-Kartoffelsalat scheint beliebt zu sein …

Ich gebe es zu, ich stand letztens auch vor dem Regal und war wirklich kurz davor einen Coleslaw zu kaufen, weil Coleslaw für 1 Person sich fast nicht lohnt zu basteln, wenn man nicht dringend viele Kohlkopfreste im Kühlschrank haben will. Ich habe es dann sein lassen, weil ich doch zu der Einsicht kam, dass mein selbstgemachter Coleslaw wirklich besser schmeckt und gesünder ist.

Nachdem Mitretterin Janke (Jankes Soulfood) ein leicht traumatisches Erlebnis auf einem Grillfest hatte, beschloss unsere Rettungstruppe eben als nächstes Salate, die perfekt zum Grillen sind, zu retten. Nachdem ich ja vor knapp zwei Wochen mit der besten Ärztin tatsächlich den kleinen E-Grill anschmiss, bastelte ich noch schnell einen gewünschten Nudelsalat.

Dieser Mediterrane Pastasalat eignet sich perfekt zum Grillen, weil er kein Dressing mit Mayo hat und so auch nicht allzu schnell kippt, wenn er mal länger als 30 Minuten draußen steht. Außerdem ist er schnell zu machen, gut vorzubereiten und, das Hauptargument, wirklich köstlich! Ich habe bis auf den Rucola und das Dressing schon alles mittags vorbereitet. Abends musste nur noch schnell die Vinaigrette geschüttelt werden (Kleine Gläser sind Dein Freund!) und der Rucola untergerührt werden. Hervorragend!

Mediterraner Pastasalat

Zutaten für 4 Portionen:
250 g Pasta (z.B. Penne)
Salz
100 g schwarze Oliven
100 g getrocknete Tomaten in Öl
125 g Mozzarella (1 Kugel)
(oder 125 g Mozzarella-Kügelchen)
2 Zweige Basilikum
40 g Rucola

Für das Dressing:
2 EL Weißweinessig
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker
5 EL Olivenöl

(1) Die Nudeln in Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen. Abgießen, mit kaltem Wasser abspülen und abkühlen lassen.
(2) Die Oliven wenn nötig entsteinen und in Viertel schneiden. Die Tomaten aus dem Öl holen, etwas abtropfen lassen und in feine Streifen schneiden. Den Mozzarella auch aus der Flüssigkeit holen und fein würfeln. Die Blätter von den Basilikumstengeln zupfen und in feine Streifen schneiden. Den Rucola waschen, trocken schleudern, grobe Stengel entfernen und ja nach Größe halbieren und dritteln. Alles zusammen mit den abgekühlten Nudeln in einer großen Schüssel mischen.
(3) Zum Schluss das Dressing mischen. Ich gebe alle Zutaten in ein kleines ehemaliges Marmeladenglas und schüttele enthusiastisch. Ansonsten den Essig mit den Gewürzen in ein Schüsselchen geben, gut verrühren und unter Rühren das Olivenöl hinzu fügen. So lange Rühren bis ein etwas cremiges Dressing entstanden ist. Über den Salat geben und gut durchrrühren. Nochmal kosten. Fehlt Salz oder Pfeffer? Nachjustieren.

Sofort servieren.

Genießen!

Quelle: Schneider, R., Hackl, B. (2009): Homemade Party. Gerstenberg Verlag. Hildesheim. p 11

Braucht ihr noch mehr Ideen zum Grillen? Wie wäre es hiermit:

Und was wurde noch gerettet? Hier die weiteren Beiträge (Links werden im Laufe des Tages nachgereicht):

giftigeblonde 

Leichte, fixe Pasta mit Fenchel, Rucola und Zitrone

Auch wieder nach Hugh Fearnley-Whittingstall (wieder ganz langsam und genüsslich aussprechen *g*). Ich habe es noch während der letzten „Irks-ist-das-kalt-und-grau-und-eklig-und-schneeig-draußen“-Phase gekocht, aber ich brauchte so dringend mal was frisches grünes auf dem Teller und hatte absolut gar keine Lust mehr auf Schmorgerichte. Und diese Pasta ist wirklich fix gekocht. Nur den Fenchel dünsten, Rucola darin zusammen fallen lassen und superfrische Zitronenschale dazu. Mit etwas Creme fraiche und den Nudeln verrührt und fertig! Ich behaupte mal, in 30 Minuten ist man durch damit. Und schmecken tut es: großartigst! Das etwas senfige Aroma des Rucolas mit der frische der Zitrone und dem fencheligen Fenchel (wie beschreibt man am besten Fenchelgeschmack?), wirklich toll! Wird es öfters geben und ist perfekt für den Feierabend!

Pasta mit Fenchel, Rucola und Zitrone

Zutaten für 2 Portionen:
1 große Fenchelknolle
1 EL Raps- oder Olivenöl
1 Knoblauchzehe, in Scheibchen
150 g Tagliatelle , Papardelle etc.
2-3 handvoll Rucola
Fein geriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
3 EL Creme fraiche (hier: Schmand)
Salz, Pfeffer
Parmesan

(1) Einen ausreichend großen Topf mit Salzwasser für die Pasta aufstellen, damit sie kochen kann, während die Sauce fertig gestellt wird.
(2) Den Fenchel indem man die trockenen, äußeren 1 bis 2 Schichten entfernt und ihn dann in dünne Scheiben schneiden.  Das Öl in einer großen Pfanne über mittlerer Hitze erhitzen.  Den Knoblauch und Fenchel hinein geben und etwa 10 Minuten dünsten, bis der Fenchel gar ist.
(3) Wenn der Fenchel fast gar ist, die Nudeln in das kochende Salzwasser geben und kochen bis sie al dente ist.
(4) Den Rucola zum Fenchel geben bis er zusammen gefallen ist. Dann die Zitroneschale und das Creme fraiche hinzuügen. Gut umrühren bis das Creme fraiche das Gemüse ummantelt. Mit Salz und Pfeffer würzen.
(5) Die Pasta abgießen, mit der Fenchelsauce mischen und sofort mit Parmesan bestreut servieren.

Genießen!

Quelle: Fearnley-Whittingstall, H. (2011): River Cottage Veg Everyday. Bloomsbury. p 262

Garten-Pesto-Orgie

Pesto ist ein Teufelszeug! Gute Idee gewesen von den Italienern da auf’m Stiefel. Nein, es ist nicht nur gut zu Pasta (den Geschmack musste ich erst lieben lernen), sondern auch wunderbar als Brotaufstrich unter Käse oder ins Salatdressing oder als Würze zu gedünstetem Gemüse. Die geneigte Leserschaft merkt also, vielseitig dieses Pesto. Und genauso vielseitig sind die Zutaten aus denen ein Pesto zubereitet werden kann. Der Klassiker ist das Pesto alla Genovese, also mit der Kombi aus Basilikum und Pinienkernen. Sehr lecker und vom Groefaz bei den Kochschlampen auch sehr amüsant erklärt, wie und womit es geht. Aber es funktioniert natürlich auch mit anderem Grünzeug, idealerweise mit dem was im eigenen Garten wächst, da kann man sich meist sicher sein, dass es ungespritzt ist. Schon seit Jahren geisterte ein Pesto aus Radieschenblättern durch die Blogs und ich ärgerte mich immer, dass die Blätter der Supermarktradieschen schon leicht angewelkt sind. Aber letztes Jahr war ich ja wirklich lange in Ostseeheimat und auch öfter im elterlichen Garten, so dass ich viele der angebauten Sachen wirklich frisch verarbeiten konnte. Es wurden im Frühjahr bunte Radieschen gesät und endlich hatte ich auch frisches Radieschengrün. Frau Mama sträubte sich sehr dagegen, dass ich das Radieschengrün verarbeiten, weil sie (und auch ich) nur vom Anfassen schon kleine rote Pickelchen an den Händen bekommt. Das liegt an den kleinen Stacheln, die auf den Blättern zum Schutz der Pflanze sitzen. Gleichzeitig wanderte noch Rucola ins kleine Spankörbchen. So machte ich also zwei verschiedene Pestos. Im Bild oben ist vorne das Radieschengrün-Pesto und auf dem hinteren Löffel das Rucola-Pesto. Nun brauchte ich aber so ein paar Grundlagen in Sachen Pesto: Wieviel Grünzeug auf wieviele Nüsschen und wieviel Käse? Nach einigen Recherchen in diversen Blogs, kristallisierte sich das folgende Basis-Pesto-Rezept heraus:

Basis-Pesto-Rezept

40-60 g Grünzeug nach Wahl (Basilikum, Rucola, Petersilie, …)
20-30 g Nüsschen nach Wahl (Pinienkerne, Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, …)
40-60 g geriebenen Parmesan
80-100 g Öl (Olivenöl, Rapsöl, gemischt mit anderen Ölen)
1 Zehe Knoblauch (optional)
Spritzer Zitronensaft (optional)
Salz, Pfeffer

(1) Die grünen Bestandteile waschen, trocken schleudern und grob zerkleinern. Die Nüsse in einer Pfanne ohne Öl anrösten bis sie duften und leicht braun werden. Den Knoblauch abziehen und grob hacken.
(2) Das Grün und die Nüsse in einen hohen Behälter geben und mit einem Pürierstab fein pürieren. Den Käse und einen Teil vom Öl dazu geben und weiter pürieren bis eine festere, feine Paste entsteht.
(3) Diese Paste mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Mit soviel Öl verrühren bis die gewünschte Konsistenz entsteht.
(4) In heiß abgewaschene, gut getrocknete Gläser füllen, Oberfläche glatt streichen, mit etwas Öl bedeckt im Kühlschrank aufbewahren. So sollte es ein bißchen (2 Wochen etwa) halten.

Wenn man zuviel Pesto gemacht hat, kann es gerne flachgestrichen eingefroren werden. Zum Auftauen einfach soviel gefrorenes Pesto abbrechen wie gebraucht wird.

Und hier dann noch die Zutaten für jeweils ein kleines bis mittelgroßes Glas des Radieschengrün- und Rucola-Pestos, Zubereitung wie gehabt:

Radieschengrün-Pesto

80 g frische Radieschenblätter
2 Knoblauchzehen
50 g Haselnüsse
80 g geriebener Parmesan
80 ml Rapsöl
guter Schluck Olivenöl
Salz, Pfeffer

Rucola-Pesto

60 g Rucola
30 g Walnüsse und Mandeln
50 g geriebener Parmesan
1 Knoblauchzehe
50 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer

Probiert ruhig mal verschiedene Kombinationen aus, die Geschmacksvielfalt ist toll und vielseitig einsetzbar!

Zum Beispiel kann an einem heißen Sommertag einfach ein paar bunte Tomätchen kleinschneiden, ’ne Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden und eine Kugel Mozzarella klein zupfen. Auf zwei Tellern verteilen. Die gekochten Spaghetti für 2 Portionen grob abgetropft noch im Topf mit ein paar Esslöffeln Pesto (hier die Radieschenblätter-Variante) vermischen. Von dem Spaghettikochwasser ein wenig aufheben, damit die Sauce lockerer wird und nach Bedarf und Konsistenzvorliebe zur Pesto-Spaghetti-Mischung geben. Mit dem kleinen Tomatensalat auf dem Teller mischen und wunderbare Lauwarme Sommer-Pesto-Tomaten-Spaghetti genießen!

Tomatensalat-Pasta

Ich bin jemand der eigentlich jeden Tag eine warme Mahlzeit braucht. Jetzt muss das nicht bei hochsommerlichen Temperaturen unbedingt eine heiß-dampfende Hühnerbrühe sein, auch wenn das als halbe Ungarin natürlich geht und sich jeden Sonntag gehört, wenn ich im Sommer die Verwandtschaft besuche ;-) Aber so für mich koche ich nicht mal eben nach Feierabend ’ne Hühnersuppe.

Was allerdings immer geht an schwül-heißen Tagen, ist ein Tomatensalat und damit der wenigstens lauwarm wird, werden einfach ein paar frisch gekochte Nudeln drunter gemischt. Es ist ein wirklich wunderbares Sommeressen, wenn man Tomaten mag ;-) Er ist superfix zubereitet, gesund und leicht. Wird es bei mir die nächsten Wochen wohl noch öfter geben, wenn das Wetter richtig Sommer macht!

Tomatensalat-Pasta

Zutaten für 2 Portionen:
1 Kugel Mozzarella
2 Frühlingszwiebeln
2 handvoll Tomaten (möglichst bunt gemischt)
1 handvoll Rucola
Salz, Pfeffer
1-2 TL Balsamico-Essig
großer Schluck Olivenöl
Prise Zucker

ca. 200-250 g Pasta (eher Fussili als Spaghetti, der besseren Essbarkeit wegen)

(1) Wasser für die Nudeln aufsetzen. Wenn das Wasser kocht, salzen, Nudeln dazu und laut Packungsanweisung al dente garen.
(2) Den Mozzarella in gröbere Würfel schneiden oder rupfen. Die Frühlingszwiebel putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Tomaten in gefällige Stücke schneiden und dazu geben. Zum Schluß den Rucola waschen, trocknen und in etwas handlichere Stücke schneiden. Alles gut mischen.  Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Den Balsamico und das Olivenöl darüber geben und gut durchmischen.
(3) Die abgetropften Nudeln zu dem Salat geben und

genießen!

Kann man auch in einer größeren Portion als Grillbeilage zubereiten oder ins Büro mitnehmen.

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