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Garten-Pesto-Orgie

Pesto ist ein Teufelszeug! Gute Idee gewesen von den Italienern da auf’m Stiefel. Nein, es ist nicht nur gut zu Pasta (den Geschmack musste ich erst lieben lernen), sondern auch wunderbar als Brotaufstrich unter Käse oder ins Salatdressing oder als Würze zu gedünstetem Gemüse. Die geneigte Leserschaft merkt also, vielseitig dieses Pesto. Und genauso vielseitig sind die Zutaten aus denen ein Pesto zubereitet werden kann. Der Klassiker ist das Pesto alla Genovese, also mit der Kombi aus Basilikum und Pinienkernen. Sehr lecker und vom Groefaz bei den Kochschlampen auch sehr amüsant erklärt, wie und womit es geht. Aber es funktioniert natürlich auch mit anderem Grünzeug, idealerweise mit dem was im eigenen Garten wächst, da kann man sich meist sicher sein, dass es ungespritzt ist. Schon seit Jahren geisterte ein Pesto aus Radieschenblättern durch die Blogs und ich ärgerte mich immer, dass die Blätter der Supermarktradieschen schon leicht angewelkt sind. Aber letztes Jahr war ich ja wirklich lange in Ostseeheimat und auch öfter im elterlichen Garten, so dass ich viele der angebauten Sachen wirklich frisch verarbeiten konnte. Es wurden im Frühjahr bunte Radieschen gesät und endlich hatte ich auch frisches Radieschengrün. Frau Mama sträubte sich sehr dagegen, dass ich das Radieschengrün verarbeiten, weil sie (und auch ich) nur vom Anfassen schon kleine rote Pickelchen an den Händen bekommt. Das liegt an den kleinen Stacheln, die auf den Blättern zum Schutz der Pflanze sitzen. Gleichzeitig wanderte noch Rucola ins kleine Spankörbchen. So machte ich also zwei verschiedene Pestos. Im Bild oben ist vorne das Radieschengrün-Pesto und auf dem hinteren Löffel das Rucola-Pesto. Nun brauchte ich aber so ein paar Grundlagen in Sachen Pesto: Wieviel Grünzeug auf wieviele Nüsschen und wieviel Käse? Nach einigen Recherchen in diversen Blogs, kristallisierte sich das folgende Basis-Pesto-Rezept heraus:

Basis-Pesto-Rezept

40-60 g Grünzeug nach Wahl (Basilikum, Rucola, Petersilie, …)
20-30 g Nüsschen nach Wahl (Pinienkerne, Mandeln, Walnüsse, Haselnüsse, …)
40-60 g geriebenen Parmesan
80-100 g Öl (Olivenöl, Rapsöl, gemischt mit anderen Ölen)
1 Zehe Knoblauch (optional)
Spritzer Zitronensaft (optional)
Salz, Pfeffer

(1) Die grünen Bestandteile waschen, trocken schleudern und grob zerkleinern. Die Nüsse in einer Pfanne ohne Öl anrösten bis sie duften und leicht braun werden. Den Knoblauch abziehen und grob hacken.
(2) Das Grün und die Nüsse in einen hohen Behälter geben und mit einem Pürierstab fein pürieren. Den Käse und einen Teil vom Öl dazu geben und weiter pürieren bis eine festere, feine Paste entsteht.
(3) Diese Paste mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken. Mit soviel Öl verrühren bis die gewünschte Konsistenz entsteht.
(4) In heiß abgewaschene, gut getrocknete Gläser füllen, Oberfläche glatt streichen, mit etwas Öl bedeckt im Kühlschrank aufbewahren. So sollte es ein bißchen (2 Wochen etwa) halten.

Wenn man zuviel Pesto gemacht hat, kann es gerne flachgestrichen eingefroren werden. Zum Auftauen einfach soviel gefrorenes Pesto abbrechen wie gebraucht wird.

Und hier dann noch die Zutaten für jeweils ein kleines bis mittelgroßes Glas des Radieschengrün- und Rucola-Pestos, Zubereitung wie gehabt:

Radieschengrün-Pesto

80 g frische Radieschenblätter
2 Knoblauchzehen
50 g Haselnüsse
80 g geriebener Parmesan
80 ml Rapsöl
guter Schluck Olivenöl
Salz, Pfeffer

Rucola-Pesto

60 g Rucola
30 g Walnüsse und Mandeln
50 g geriebener Parmesan
1 Knoblauchzehe
50 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer

Probiert ruhig mal verschiedene Kombinationen aus, die Geschmacksvielfalt ist toll und vielseitig einsetzbar!

Zum Beispiel kann an einem heißen Sommertag einfach ein paar bunte Tomätchen kleinschneiden, ’ne Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden und eine Kugel Mozzarella klein zupfen. Auf zwei Tellern verteilen. Die gekochten Spaghetti für 2 Portionen grob abgetropft noch im Topf mit ein paar Esslöffeln Pesto (hier die Radieschenblätter-Variante) vermischen. Von dem Spaghettikochwasser ein wenig aufheben, damit die Sauce lockerer wird und nach Bedarf und Konsistenzvorliebe zur Pesto-Spaghetti-Mischung geben. Mit dem kleinen Tomatensalat auf dem Teller mischen und wunderbare Lauwarme Sommer-Pesto-Tomaten-Spaghetti genießen!

Tomatensalat-Pasta

Ich bin jemand der eigentlich jeden Tag eine warme Mahlzeit braucht. Jetzt muss das nicht bei hochsommerlichen Temperaturen unbedingt eine heiß-dampfende Hühnerbrühe sein, auch wenn das als halbe Ungarin natürlich geht und sich jeden Sonntag gehört, wenn ich im Sommer die Verwandtschaft besuche ;-) Aber so für mich koche ich nicht mal eben nach Feierabend ’ne Hühnersuppe.

Was allerdings immer geht an schwül-heißen Tagen, ist ein Tomatensalat und damit der wenigstens lauwarm wird, werden einfach ein paar frisch gekochte Nudeln drunter gemischt. Es ist ein wirklich wunderbares Sommeressen, wenn man Tomaten mag ;-) Er ist superfix zubereitet, gesund und leicht. Wird es bei mir die nächsten Wochen wohl noch öfter geben, wenn das Wetter richtig Sommer macht!

Tomatensalat-Pasta

Zutaten für 2 Portionen:
1 Kugel Mozzarella
2 Frühlingszwiebeln
2 handvoll Tomaten (möglichst bunt gemischt)
1 handvoll Rucola
Salz, Pfeffer
1-2 TL Balsamico-Essig
großer Schluck Olivenöl
Prise Zucker

ca. 200-250 g Pasta (eher Fussili als Spaghetti, der besseren Essbarkeit wegen)

(1) Wasser für die Nudeln aufsetzen. Wenn das Wasser kocht, salzen, Nudeln dazu und laut Packungsanweisung al dente garen.
(2) Den Mozzarella in gröbere Würfel schneiden oder rupfen. Die Frühlingszwiebel putzen, waschen und in feine Ringe schneiden. Tomaten in gefällige Stücke schneiden und dazu geben. Zum Schluß den Rucola waschen, trocknen und in etwas handlichere Stücke schneiden. Alles gut mischen.  Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Den Balsamico und das Olivenöl darüber geben und gut durchmischen.
(3) Die abgetropften Nudeln zu dem Salat geben und

genießen!

Kann man auch in einer größeren Portion als Grillbeilage zubereiten oder ins Büro mitnehmen.

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