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Zucchini-Schnitzel mit knuspriger Kräuter-Panierung

Meine kleine Schwester hat gar nicht so unglaublich viele Kochbücher, aber sie bemerkte, dass sie wenig aus denen kocht. Also hat sie sich vorgenommen jede Woche ein beliebiges aus dem Regal zu ziehen und ein Rezept daraus zu kochen.

Als erstes Buch wählte sie „Gartenküche“ von Hans Gerlach und Susanne Bingemer, das wir beide haben, da es ein Geschenk unserer Mutter war. Es ist auch ein schönes Buch: nach Jahreszeiten aufgeteilt, mit Tipps für den Anbau von Obst, Gemüse und Kräutern. Und natürlich Rezepte für die vielen unterschiedlichen Sorten. Vorspeisen, Nachspeisen, Hauptspeisen, schnelle Küche, Gerichte für Gäste, Alltagsessen – alles vorhanden! Und daraus suchte Susi ein Zucchinischnitzel aus, das mit Schinken vorm Panieren umwickelt wird und viele Kräuter in die Semmelbrösel kommen. Sowohl an Schinken als auch an Kräutern könnt ihr nehmen, was Ihr mögt, Susi hatte Kochschinken und fand es lecker, ich mit meinem Schwarzwälder Schinken auch sehr gut! An Kräutern benutzt, was Ihr da habt, Petersilie, Schnittlauch, aber auch Thymianblättchen, feingehackter Estragon oder Rosmarin funktionieren super oder alles wild gemischt :-)

Die Zubereitung ist dann auch ein Klacks: die Panierstraße aufbauen, also Mehl, Ei, Brösel in einzelne Teller, Zucchini in dicke Scheiben schneiden, mit dem Schinken umwickeln und panieren. Ab ins heiße Öl und goldbraun backen. Dazu ein schön bunter Tomatensalat und glücklich werden. Und die Zucchini sind wirklich wunderbar, schön zartes und gleichzeitig knuspriges Gemüse mit dieser wunderbaren Rauchnote vom Schinken – wunderbarst! Probiert es aus! (Und berichtet dann gerne davon *g*)

Zucchini-Schnitzel mit Kräuter-Panierung

Zutaten für 2 Portionen:
2 mittelgroße Zucchini
Salz, Pfeffer
ca. 6 Scheiben Schinken (Rohschinken oder Kochschinken)
1 kleine handvoll Kräuter
(z.B. Petersilie, Estragon, Thymian, Rosmarin, Zitronenmelisse)
3-4 EL Mehl
1 Ei
Schluck Milch
4 EL Semmelbrösel


(1) Die Zucchini waschen und trocknen. Die Enden abschneiden und die Früchte längs je nach Größe in 3-4 dicke Scheiben schneiden. Von beiden Seiten etwas salzen und pfeffern. Die gewürzten Zucchinischeiben vorsichtig mit dem Schinken umwickeln. Zur Seite legen.
(2) Die Kräuter waschen, gut trocknen und relativ fein hacken.
(3) Jetzt die Panierstraße aufbauen. Dafür in einem Teller das Mehl geben, in den zweiten tiefen Teller das Ei mit dem Schluck Milch geben, etwas salzen und gut verschlagen. Im dritten tiefen Teller oder breiterer Schüssel die gehackten Kräuter mit den Semmelbröseln vermischen.
(4) In einer tieferen Pfanne das Öl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen (hier Stufe 2 von 3). Einen Teller mit Küchenpapier auslegen.
(5) Jetzt die umwickelten Zucchinischeiben panieren: zuerst im Mehl wenden, überschüssiges Mehl abklopfen, dann in das Ei geben und mit Hilfe einer Gabel wenden, so dass beide Seiten mit Ei bedeckt sind. Danach in das Paniermehl geben und wieder unter Wenden von beiden Seiten mit den Bröseln bedecken. Ein bisschen andrücken. So mit allen Zucchinischeiben verfahren. Manchmal löst sich die Panierung, weil der Schinken ein bisschen abfällt, aber das ist nicht schlimm.
(6) Wenn das Öl heiß genug ist (Test: am in das Öl gehaltene Stück Holz, z.B. Kochlöffel, sollten enthusiastisch kleine Bläschen aufsteigen), 2-4 panierte Zucchinischeiben (je nach Größe) vorsichtig in das Öl legen und von beiden Seiten in einigen Minuten goldbraun ausbacken. Vielleicht müsst ihr die Hitze auf mittlere Stufe runter drehen. Alle Scheiben nacheinander braten und dann auf dem mit Küchenpapier ausgelegten Teller abtropfen lassen.

Zusammen mit Tomatensalat, einen Joghurtdip und frischem Brot servieren.

Genießen!


Quelle: Gerlach, H., Bingemer, S. (2011): Gartenküche – Frischer genuss rund ums Jahr. Gräfe und Unzer. München. p 119

Pasta der fünf P – Pasta mit Schinken, Erbsen und Sahne

Jeder braucht doch ein Repertoire an schnell und einfach zu kochenden Gerichten, die man ohne groß nachzudenken noch nach Feierabend basteln kann, oder? Bei mir sind es meist Kindheitsessen wie Senfei oder simple Nudeln mit Tomatensauce, aber auch die meisten meiner geliebten ungarischen Gemüseragouts, wie Erbsengemüse, Kürbisgemüse oder Tomatenkohl sind einfach und schnell gemacht.

Und bestimmt gehört auch dieser Klassiker der Pastaküche in Italien zu der Kategorie. An frischen Zutaten muss man eigentlich nur den Kochschinken besorgen, aber Erbsen dümpeln doch bei jedem im Tiefkühler rum, oder? Parmesan ist doch auch so ein Grundnahrungsmittel, dass irgendwie immer in meinem Kühlschrank ist. Und selbst wenn eine Zutat nicht da sein sollte, kann sie bestimmt ohne großen Aufwand im nächsten Supermarkt besorgt werden.

Und warum heißt das jetzt Cinque Pi, also Pasta der fünf P? Weil prinzipiell die Hauptzutaten auf italienisch mit P beginnen: Parmesan, Panna (Sahne), Piselli (Erbsen), Proscuitto (Kochschinken) und wenn man Pennenudeln, dann auch die, nur bei mir war es F wie Fussili *g*

Kocht dieses Nudelgericht ruhig nach, schnell, einfach und dazu noch richtig köstlich! Nicht umsonst ein Klassiker der italienischen Küche!

Pasta Cinque Pi

Zutaten für 2 Portionen:
160 g Pasta (Penne oder Fussili)
Salz
1 kleine Zwiebel
6-8 Scheiben Kochschinken
1 EL Butter
4 handvoll Erbsen, TK
4 EL Sahne
Muskatnuss
Pfeffer
Parmesan, viiiel

(1) Salzwasser für die Nudeln aufsetzen und diese dann gemäß Packungsanweisung al dente kochen.
(2) Die Zwiebel fein würfeln. Den Schinken in mittelgroße Würfel schneiden.
(3) Die Butter in einer größeren Pfanne schmelzen lassen. DIe Zwiebeln darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Die Erbsen in die Pfanne geben und 2-3 Kellen des Nudelkochwassers dazu gießen.
(4) Den Schinken und die Sahne hinein geben und etwas köcheln lassen. Mit etwas Muskat und Pfeffer würzen. Nur wenig salzen.
(5) Wenn die Nudeln gar sind, diese mit Hilfe eines Sieblöffels tropfnass in die Sauce geben und gut durchrühren.
Pasta auf die Teller verteilen und sofort mit seeehr viel frisch geriebenem Parmesan vermischen.

Genießen!

Quelle: 1x umrühren bitteCinque Pi

Würzige Raclette-Kartoffeln aus dem Slow Cooker

Der Winter hat zugeschlagen und irgendwie gehört zu Winter für mich Raclettekäse. Supermärkte denken da übrigens ähnlich, so ab Februar ist Raclettekäse doch aus deren Angebot verschwunden, oder? Zum Glück ist dieser Käse ein bisschen haltbar, so dass um diese Jahreszeit eigentlich immer eine Packung in meinem Kühlschrank ihrer Verwendung harrt. Meistens mach ich nur Grilled Cheese Sandwiches damit, also den Käse zwischen zwei Scheiben Brot legen und dann langsam bei maximal mittlerer Temperatur braten bis das Brot knusprig braun und der Käse angenehm zerlaufen ist. Natürlich kann auch anderes damit gemacht werden, z.B. klassisches Raclette, aber dafür fehlen mir definitiv eine höhere Anzahl von Mitessern und ein Raclettegerät. Im neuen Slow Cooker-Buch von Gabi Frankemölle „Langsam kocht (überall) besser“ lachten mich dagegen ihre Raclette-Kartoffeln an, die mit den Klassikern des Raclette-Essens aufwarten: Kartoffeln, Schinken, Zwiebelchen und natürlich dem Käse. Gesehen, im Kopf durchgegangen, was ich noch brauche, an einem Mittwochmorgen vor der Arbeit schnell das kleine Schmormonster befüllt. Gut, geschrubbt hatte ich die Kartoffeln schon am Vorabend, aber das Schnippeln und Zusammenschmeißen dauerte morgens maximal 10 Minuten. Bei Kartoffeln im Slow Cooker bin ich ja immer ein bisschen skeptisch, aber hier völlig unberechtigt! Total würzige, zarte Kartoffeln, der Käse, der bis zum Boden durchläuft, wird sogar braun. Ein wirklich wunderbares Gericht!

Würzige Raclette-Kartoffeln aus dem Slow Cooker

etwas Butter
600 g kleine Kartoffeln (vorwiegend festkochend)
80 g Raclettekäse
50 g Schinken
2 Frühlingszwiebeln
1 kleine Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer

Slowcooker: 1,5 l
HIGH: 3,5 bis 4,5 Stunden
LOW: 8-9 Stunden

(1) Den Einsatz des Slow Cookers dünn ausbuttern.
(2) Die Kartoffeln unter fließedem Wasser gut abbürsten. In mundgerechte Stücke schneiden, je kleiner sie sind, desto schneller sind die gar (hier ca. 1,5 cm Kantenlänge). In den Slow Cooker geben.
(3) Den Käse grob reiben, den Schinken fein würfeln, die Frühlingzwiebeln putzen und in dünnere Ringe schneiden. Von jedem etwa 1/4 abnehmen und zur Seite stellen. Den Rest unter die Kartoffeln rühren. Alles gut pfeffern, aber nur leicht salzen (Schinken und Käse haben schon genug Würze),
(4) Deckel drauf und auf HIGH 3,5 bis 4,5 Stunden garen, auf LOW 8-9 Stunden.

Testen, ob die Kartoffeln gar sind. Herausnehmen und mit frischem Salat oder sauer eingelegtem Gemüse servieren.

Genießen!

Quelle: Frankemölle, G. (2017): Langsam kocht (überall) besser. p 20

 

Österreichisches Comfort Food: Überbackene Schinkenfleckerl

Also, wenn die Österreicher eins richtig gut können, dann Comfort Food. Oder sagen wir so, Comfort Food, das meine Bedürfnisse erfüllt, weil die Küche eben so nah an der ungarischen Küche ist. Mich macht wenig glücklicher als zartes Gulasch oder knusprige Schnitzel oder Palatschinken. Aber das sind Sachen, die ein bisschen Vorlaufzeit bzw. Arbeit erfordern und manchmal braucht man unkomplizierte, aber glücklich machende Gerichte.

In einer Gruppe im blauen sozialen Netzwerk zeigte eine Dame einen verführerisch aussehenden Nudel-Schinken-Auflauf, der mich sofort anlachte. Erst hab ich im „Goldenen Plachutta“ nachgesehen, ob er ein Rezept dafür drin hat. Und tatsächlich! Aber irgendwie war mir die Zubereitung zu kompliziert, Eischnee hier, seltsame Schichtung da. Wenn mir mal nach aufwendigerem Comfort Food ist, dann gerne, letzten Sonntag brauchte ich es unkompliziert. Da kam die giftige Blonde ins Spiel, die ein Rezept auf dem Blog hat. Das liest sich schon einfacher! Gekochte Nudeln und Schinken mischen, Guß dazu, ab in den Ofen. Das lässt sich auch wunderbar vorbereiten und im Kühlschrank zwischenparken, damit es nach der Arbeit nur noch in den Ofen geschoben werden muss und schwupps ist ein wunderbarer Auflauf fertig.

Und er schmeckt richtig gut! Perfektes Wohlfühlessen zu dem ein bunter Salat oder eingelegtes Gemüse perfekt passen! Diese großartigen Schinkenfleckerl wird es auf alle Fälle öfter geben!

Überbackene Schinkenfleckerl

Zutaten für 2-3 Portionen:
150 g Fleckerl
200 g Kochschinken (oder anderer gekochter Schinken)
200 g Schmand
1 Ei
Salz, Pfeffer
100 g geriebener Gouda
20 g geriebener Parmesan
1,5 EL Semmelbrösel

Öl für die Auflaufform

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Auflaufform dünn mit Öl ausstreichen.
(2) Die Nudeln in reichlich kochendem Salzwasser al dente garen. Abgießen und abschrecken. Den Kochschinken in größere Würfel schneiden. Den Schmand gut mit dem Ei verrühren, salzen und pfeffern. 1 EL des geriebenen Goudas unterrühren. Nudeln, Schinken und Guß gut miteinander vermischen.
(3) In die Auflaufform geben und gleichmäßig verteilen. Mit dem restlichen Gouda und Parmesan bestreuen. Zum Schluss die Semmelbrösel in einer dünnen Schicht drüber geben. Auf der mittleren Schiene in den Ofen geben und ca. 20-30 Minuten backen lassen bis der Auflauf goldbraun und knusprig ist.

Am Besten zusammen mit frischem Salat servieren.

Genießen!

Quelle: giftige BlondeÜberbackene Schinkenfleckerl

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