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Ungarn 2016: Ausflug nach Keszthely an den Balaton

Unser Ferienhaus lag zwar im schönsten und ruhigsten Nichts, aber trotzdem kann man mit relativ kurzer Fahrtzeit durch sommerliche Hügellandschaft einige hübsche Ausflugsziele erreichen. Eines möchte ich Euch heute vorstellen.

An einem angenehm warmen, aber nicht zu heißen Tag fuhren wir nach Keszthely, eine kleine Stadt am Westufer des Balatons, den größten See Mitteleuropas. Ich war schon wirklich ewig nicht am Plattensee und freute mich sehr auf den Ausflug!

Keszthely (ausgesprochen: Käßthäj) hat ca. 21.000 Einwohner. Der Ort ist seit der Römerzeit besiedelt und brachte seine eigene Kultur hervor, die sich besonders durch ihr Kunsthandwerk hervor tat.

Heutzutage ist es eines der Tourismuszentren am See und hat eine schick aufgehübschte Fußgängerzone in der barocken Innenstadt.

Der Hauptplatz ist schön hergerichtet mit einem Gymnasium

… und einem Brunnen vor dem Rathaus.

Es gibt einiges an Wasser in der Stadt, eben nicht nur den See, sondern auch als Brunnen.

Die Fußgängerzone ist angenehm breit, zumindest an dem Tag im Juli nicht zu voll. Und mit einigen interessanten Geschäften.

Ein interessantes, altes Haus (Renaissancezeit?):

Dieses verlassene Haus würde ich ja gerne kaufen, renovieren und eine coole Pension oder so daraus machen *seufz* *träum*

Von der Fußgängerzone jedenfalls kommt man direkt auf das Schloss der Grafenfamilie Feštetićs. Ein beeindruckendes Tor weist den Weg:

Das Schloss in seiner vollen Pracht!

Während die Eltern und ich uns draußen umsahen und ausruhten, stromerte Susi im Schloss rum…

… und kletterte auf den hohen Turm, von dem man einen grandiosen Ausblick hat: über die Dächer Keszthelys, …

… über den Park …

… bis zum See.

Vom schloss aus kommt man auch gut zu Fuß runter zum Balaton und kann dort entweder am Strand baden oder eine Bootsfahrt machen mit einem restaurierten Schiff.

Und genießt einfach den Blick auf Kestzhely …

… das Strandbad …

… und den Badacsony (ein Tafelberg am Balaton und vulkanischen Ursprungs).

Wir konnten Segler beobachten, die Wolken und Wellen. Total entspannend!

Wieder an Land angekommen wurden wir von Enten- und Schwanenfamilien begrüßt.

Und während Frau Mama und Susi sich noch umguckten, kauften Herr Papa und ich Eis bzw. einen Kürtöskalács (Baumstriezel, Chimney cake, Baumkuchen), der dann im Ferienhaus genüsslich verspeist wurde. Diese Dinger sind einfach göttlich!

Das war ein schöner, erholsamer Urlaub! Aber ich freue mich auch schon auf dieses Jahr, wenn ich wieder mehr Zeit bei und mit der Familie verbringen kann. Mal sehen, was ich Euch dann so berichten kann :-)

Nicht ungern auf Møn, Dänemark – Tag IV: Park Liselund

 Diesen Morgen weckte mich Zwerg kurz nach sechs. Ich hätte gut noch weiter schlafen können. Aber hey, wenn ich schon mal wach schnell raustapsen und das obligatorische Bild machen. Bitte beachtet das elegant springende Reh:

Nach einem faulen Vormittag mit Bebbiekatze und Stickrahmen gingen Frau Mama und ich noch ein Stück nach links, um einen der typisch dänischen Straßenstände zu begutachten. Dort konnte man verschiedene Dinge käuflich erwerben: Steine, Zwiebeln, Sukkulenten, Donnerkeile und Honig:

Auch das Meer ein Stückchen weiter rechts vom Ferienhaus wurde kurz inspiziert. Heute mal grau:

Nach dem Mittagessen (Bratkartoffeln mit Eiern und Speck) durfte ich noch kurz nickern, dann machten wir einen Ausflug in den romantischen Park Liselund am Nordostufer Møns.

Das Grundstück wurde 1784 von einem Antoine Bosc de la Calmette samt Gattin Elizabeth Iselin gekauft und nach der geliebten Ehefrau benannt. Sie planten es sehr liebevoll und detailgenau, konnten sich aber nicht mehr allzu lange daran erfreuen.

Jedenfalls erbauten sie 1793 das weltweit einzige Schloss mit Reetdach, auch wenn es ein kleines, aber niedliches ist:

Mehrere andere Häuser wurden ebenfalls erbaut, wie zum Beispiel die Schweizer Hütte, die dem Parkaufseher als Wohnung diente:

Der Park ist angenehm groß, aber nicht zu groß mit einigen Teichen …

… in denen sich Spiegelungen zeigen, wenn das Wasser nicht gerade von jagenden Hechten und deren Beute aufgewühlt wird:

Während die beiden Angler Herr Papa und Zwerg sich den Fischen widmeten, guckten Frau Mama und ich uns die Ufervegetation an. Mädesüß liegt blühend in den letzten Züge und duftet aber immer noch betörend:

Ein weiteres Gebäude auf dem Parkgelände ist das Norweger Haus. Von dieser Seite sieht es eher düster aus …

… aber der Ausblick und das Rauschen der Brandung sind unbezahlbar! Ich finde es ja immer wieder erstaunlich, wenn man an der Küste auf einmal Wälder mit stattlichen Buchen findet:

Die Leute wussten schon, warum sie ihren Park dort anlegten. Leider haben so Steilküsten aber auch die dumme Angewohnheit dann und wann abzubrechen, so auch hier zweimal geschehen, wodurch das Aussehen des Parks verändert wurde.

So düster das Norweger Haus auch auf der Seeseite aussieht, so hyggelig haben sie in einen Hügel eingebaut:

Große Mode der damaligen Zeit waren offensichtlich Chinesische Teepavillons. Sind mir auch aus Potsdam Sanssouci oder Kassel Wilhelmshöhe bekannt:

Zum Abschluss setzten wir uns in das Café des Neuen Schlosses und genossen ein Stückchen Nachmittagskuchen mit Getränk der Wahl. Den Zitronenkuchen (Citron kage) kann ich sehr empfehlen und auch sonst ist das Café  schnucklig mit sehr nettem, zuvorkommendem Personal.

Ein schöner, ruhiger, entspannter Ausflug! Es ist ja alles nicht so weit voneinander entfernt und nicht eine Spur hektisch. Ich mag das sehr!

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