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Das etwas andere Sommergericht – Schmorgurken-Pfifferlings-Pfanne

Wenn Ihr an typisches Sommergemüse denkt, was fällt Euch da als erstes ein? Bei mir, wie bei wahrscheinlich vielen anderen, sind es Tomaten, Paprika und Zucchini. Lauter Sachen, die ich jetzt ständig im Kühlschrank habe. Das sind ja alles eher südliche Sorten, aber auch hier aus Deutschland gibt es Gemüse, das typischerweise nur im Sommer reift und damit Saison hat. Dazu gehört die norddeutsche Schmorgurke und die Pfifferlinge. Klar, die Pilze gibt es auch in vielen anderen Ländern, aber ich musste erst lernen, dass Pfifferlinge im Sommer Saison haben, weil ich mit Pilzsuche doch eher den Wald im Herbst verbinde. Aber nein, die hellbraunen Köstlichkeiten sind, je nach Wetter natürlich, von Anfang Juli bis Ende September zu finden. Oder eben im Supermarkt käuflich zu erwerben. Und genau dann hat die Schmorgurke auch ihre Hoch-Zeit.

Was liegt da näher, als beides zu kombinieren. Ich hatte das Gefühl, dass das Erdige der Pilze gut mit dem milden Geschmack der Gurke passen würde. Dazu noch ein bisschen Speck und Zwiebeln, die ja auch zu beidem passen und dann Schmand, der noch eine angenehme Säure zur Cremigkeit bringt. Als Kräuter wollte ich Dill und Petersilie nehmen, hatte dann aber blöderweise doch keine mehr im Tiefkühler. Dann eben nur mit Dill, hat aber auch sehr gut geschmeckt. Wer vegetarisch unterwegs sein möchte, dem würde ich statt des Bacons empfehlen, eine aromatische Tomate zu entkernen, zu würfeln und mit den Gurken in die Pfanne zu geben. Sollte auch genug umami ans Gericht geben.

Es ist ein wirklich schönes, aromatisches Gericht für kühlere Sommertage, die es ja prinzipiell in Deutschland immer mal wieder gibt. Macht Euch ruhig auf die Suche nach beiden Zutaten auf Eurem Markt und probiert die Kombination aus! (Und berichtet auch gerne.)

Schmorgurken-Pfifferlings-Pfanne

Zutaten für 2-3 Portionen:
250 g Pfifferlinge, geputzt gewogen (ca. 300 g ungeputzt)
1,5 EL Mehl zum Reinigen der Pilze
Salz, Pfeffer
1 kleine bis mittlere Schmorgurke
1 Zwiebel
100 g Bacon
1 EL neutrales Öl
50 ml Wasser
4-6 EL Schmand
1 Bund Dill
gerne auch 1/2 Bund Petersilie

(1) Die Pfifferlinge putzen. Dafür das Ende vom Stiel und eventuell angetrocknete oder angematschte Teile des Pilzes abschneiden. Groben Schmutz entfernen. In einer großen Schüssel das Mehl mit ordentlich Wasser vermischen. Die Pilze dazu geben und unter ständigem Bewegen wirklich wenige Minuten waschen. Der Dreck wird im Wasser schwimmen. Ein sauberes Küchenhandtuch oder Küchenkrepp bereit legen und die sauberen Pilze aus dem Wasser heben, gut abtropfen lassen und darauf legen. Gut trocknen lassen.
(2) Von der Gurke die Enden abschneiden, schälen und halbieren. Aus den Hälften die Kerne mit Hilfe eines kleinen Löffels entfernen. Die Hälften längs dritteln und in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebel häuten und in feine Würfel schneiden. Den Bacon ebenfalls würfeln.
(3) Eine große Pfanne (mit Deckel oder einer anderen Abdeckung z.B. Silikondeckel) auf hoher Hitze heiß werden lassen. Kein Öl hinein geben! Die Pilze in die Pfanne geben und bei hoher Hitze (Stufe 2,5 von 3) so 5-10 Minuten trocken anbraten. Wenn Wasser austritt, so lange weiter braten bis es verdampft ist. Aus der Pfanne nehmen, in eine Schale geben, leicht salzen und pfeffern. Zur Seite stellen.
(4) Den Herd zurück schalten auf mittlere Hitze. Den Bacon mit dem Öl in die Pfanne geben und ein wenig anbraten. Dann die Zwiebelwürfel dazu geben und in wenigen Minuten glasig dünsten. Jetzt die Gurkenwürfel in die Pfanne. Salzen, pfeffern und 1-2 Minuten andünsten. Das Wasser drauf und mit dem Deckel bedecken. Auf mittel-kleiner Hitze etwa 15 Minuten schmoren lassen bis die Gurken fast gar sind.
(5) Währenddessen den Dill waschen, trocknen und fein hacken.
(6) Nach der Schmorzeit die Pfifferlinge in die Pfanne geben. Den Schmand dazu und gründlich verrühren. Noch einige Minuten garen bis die Gurken gar und die Pfifferlinge warm sind. Den Dill unterrühren. Kosten, ob noch Salz oder Pfeffer fehlt.

Dazu passen Pellkartoffeln, aber ich kann mir auch Rösti oder Bratkartoffeln gut vorstellen.

Genießen!

Gefüllte Schmorgurken mit Kirschtomaten-Sahne-Sauce überbacken

Ich bin ja überrascht, aber momentan finde ich in meinem Studenten-Rewe beim Büro regelmäßig Schmorgurken. Und kaufe sie auch regelmäßig, weil SCHMORGURKEN! Große Schmorgurken-Liebe hier! Nur irgendwie kennt die junge Generation die köstlichen Dinger nicht mehr. Jedes einzelne Mal werde ich an der Kasse vom Kassiererlein (und es ist jedes mal wer anders) gefragt, ob das eine Zucchini sei. Nein, eine Schmorgurke. Ich erkläre dann gerne was das ist und grob, was man damit so köstliches anstellen kann. Nicht so ausführlich, wie ich könnte, es warten ja doch immer noch andere Kunden hinter mir ;-)

Also Schmorgurken! Natürlich werden sie hier regelmäßig angebraten und dann mit Ei drüber gestockt, zum Abendbrot gegessen. Und auch eine Schmorgurkenpfanne vegetarisch oder mit Hack oder Speck sind natürlich gern gesehen auf meinen Tellern. Aber was Neues schadet auch nicht und so begab ich mich auf die Suche. Fündig wurde ich auf der Seite von Rewe. Mit Hack gefüllte Schmorgurke sollte es werden, die mit einer Kirschtomaten-Sauce überbacken wird. Hörte sich spannend an und ist auch schnell vorbereitet. Während die Sauce auf dem Herd köchelt, heizt der Ofen vor und die Schmorgurken werden gefüllt. Effizientes Arbeiten spart Zeit und Energie. Und lecker ist es auch sehr! Wunderbar herzhaft mit einer fruchtigen Sauce und dazu das milde Aroma der warmen Gurken. Großartig!

Überbackene Schmorgurke mit Hack und Tomaten

Zutaten für 2 Portionen:
1 mittlere Schmorgurke
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Zweiglein frischer Rosmarin
1 Zweig frischer Thymian
150 g Kirschtomaten
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
100 g Schlagsahne
250 g Rinderhack
1 kleines Ei
2-4 EL Paniermehl
100 g Feta

(1) Den Ofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine mittlere Auflaufform bereit stellen.
(2) Die Zutaten vorbereiten. Die Gurke schälen, der Länge nach halbieren und mit Hilfe eines kleinen Löffels entkernen. In die Auflaufform legen. Zwiebel und Knoblauchzehe fein würfeln. Die Kirschtomaten halbieren. Die Blättchen der Kräuter vom Stiel streifen und fein hacken.
(3) Das Olivenöl in einer Pfanne bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Hälfte der Zwiebel und des Knoblauchs darin anschwitzen bis sie glasig sind. Tomaten und Kräuter hinein geben, die Sahne dazu schütten. Salzen und pfeffern. Etwa 15 Minuten bei mittelkleiner Hitze köcheln lassen. Abschmecken. Falls die Sauce etwas zu dick wird, ein bisschen Sahne angießen.
(4) Während die Sauce kocht die Gurkenfüllung zubereiten. Zum Hackfleisch die restliche Zwiebel und Knoblauch geben, ebenso das Ei und Paniermehl. Mit Salz und Pfeffer würzen. Gut verkneten. In die beiden Gurkenhälften füllen.
(5) Die Kirschtomaten-Sauce über die Gurken gießen und auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. 20 Minuten garen. Den Käse abtropfen lassen und grob zerbröseln. Den Käse nach der Zeit über den Gurken verteilen und weitere ca. 25 Minuten überbacken lassen.

Dazu passt frisches Ciabatta oder Fladenbrot.

Genießen!

Quelle: Überbackene Schmorgurken mit Hack und Tomaten

Ein Hoch auf die Schmorgurke! – Sahniges Spreewälder Schmorgurken-Gemüse

Bevor ich vorletzte Woche nach 3,5 Wochen endlich wieder Richtung Kassel fuhr, war ich am Freitag vorher noch schnell beim Gemüse-Vietnamesen des Vertrauens und erstand mit Frau Mama (neben 3,5 kg Pflaumen) eine schöne Schmorgurke, die ich gedachte mit nach Mitteldeutschland zu nehmen, weil es hier ja doch eher selten bis gar nicht Schmorgurken zu kaufen gibt.

Jetzt musste das Schätzchen natürlich auch verarbeitet werden, besser wird sie definitiv nicht mit der Zeit im Kühlschrank. Leider hab ich kein wirklich regionales Kochbuch über Mecklenburg-Vorpommern oder Berlin/Brandenburg, das sollte mal geändert werden und so machte ich mich bei den üblichen verdächtigen Seiten im Internet auf die Suche. Bei den Küchengöttern wurde ich fündig und mich lachte das Rezept für Spreewälder Gurkengemüse an. Mit Schinken, mit Sahne, mit Sahne, mit Dill undetwas süß-säuerlich abgeschmeckt. Hört sich ja nicht verkehrt und erinnert ein bißchen an die mecklenburger Version. Nun habe ich die halbe Menge an Sahne durch Milch ersetzt, einfach weil ich zuviel Sahne auf einmal nicht gut vertrage und die Gefahr, dass die Milch ausflockt auch nicht allzu hoch war, da die Sauce mit ein wenig Mehl gebunden wird.

Ein wirklich einfach zuzubereitendes Gericht, dass auch relativ schnell geht, also perfekt für geschäftige Samstage. Eine tolle sahnige süß-saure Sauce, bei der der Dill wirklich perfekt mit seiner leichten anisigen Süße reinpasst. Der feine Gurkengeschmack mit dem leichten salzigen Räuchergeschmack des Schinkens. Großartig! Wird eine meiner Lieblingskombos mit Schmorgurken!

Spreewälder Gurkengemüse

Zutaten für 2 Portionen:
1 große Schmorgurke (ca. 700 g)
1 Zwiebel
100 g Schinkenwürfel
1 EL Rapsöl
Salz, Pfeffer
2 TL Puderzucker
2 TL Mehl
100 ml Sahne
100 ml Milch
1 EL Weißweinessig
3 EL gehackter Dill

(1) Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Von der Schmorgurke die Enden abschneiden, schälen und halbieren. Mit einem Löffel die Kerne rauskratzen. Die Gurkenhälften in 1 cm breite Streifen schneiden.
(2) Das Öl in einer größeren Pfanne bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebel- und Schinkenwürfel darin in 5 Minuten andünsten, dabei aber nicht dunkel werden lassen.

Quelle: KüchengötterSpreewälder Gurkengemüse

Jetzt muss ich es mal zugeben. Ich bin nicht der große Foodphotograph und will es auch gar nicht werden! Ich habe eine doof gelegene Wohnung (so von wegen Himmelsrichtungen), meine Kamera ist nur eine Knipse, normalerweise nehme ich meine Bilder am Wohnzimmerfenster auf, weswegen man die dreckigen Ecken der Fensterleibungen manchmal sieht, habe keine Unmengen an Accessoires und kein Platz für extra Knips-Tischchen. Und ich mag es, mein Essen warm essen. Trotzdem gebe ich mir ein bißchen Mühe, versuche nett anzurichten (eine große Schwäche hier) oder mache tatsächlich kleine Schüsselchen zusätzlich dreckig, um die Gerichte in kleineren ansehnlicheren Portionen zu präsentieren. Naja, an die tollen Bilder von anderen Blogs komme ich nicht ran… Egal! Aber natürlich ess ich die schick angerichteten Mini-Portionen nicht so wie sie auf dem Teller sind, sondern nehme vernünftige Portionen auf großen Tellern und das sieht dann so aus, mit Pellkartoffeln zusammen vermischt:

Danke Frau Gröner für den Anstoß! Mögen vielleicht noch andere Foodblogger bekennen, wie es dann zum Essen wirklich bei ihnen auf den Tellern aussieht? Wir sind doch alle nur normale Esser …

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