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Schneller Rote Bete-Salat mit Feta

Plant Ihr auch manchmal Essen, aber wisst nicht so recht, was man dazu essen könnte? Ein Salat wäre ja ganz nett, aber nicht so was fies sättigendes, aber auch nicht nur einzelne grüne Salatblätter in dünner Vinaigrette…

Dieser Rote Bete-Salat mit Feta ist Eure Rettung! Er ist superfix zubereitet, denn man kann auch die vorgegarte Rote Bete aus dem Supermarkt nehmen und kann sofort gegessen ohne lange Durchziehzeit. Außerdem sind die Zutaten alle im normalen Supermarkt zu bekommen bzw. schon in Eurem Vorratsschrank. Und lecker ist dieser Salat noch obendrein! Das Erdige der Bete wird durch die Säure von Zitrone und Balsamico gut ausgeglichen. Und lasst bloß nicht Feta und Minze weg, die nochmal einen schönen Kontrast reinbringen! Bei uns in der Familie ist er Standard geworden und passt auch wunderbar zum Abendbrot! Also los, worauf wartet Ihr!

Schneller Rote Bete-Salat mit Feta

Zutaten für 4 Portionen:
500 g vorgegarte Rote Bete
1 kleines Bund Petersilie
1-2 Zweiglein Minze
Salz, Pfeffer
1/2 – 1 Zitrone, Saft
2 EL Balsamicoessig
4-6 EL Olivenöl
50 – 100 g Feta

Die Rote Bete grob reiben (per Hand mit der Reibe, mit Hilfe einer Küchenmaschine). Die Petersilie und Minze waschen, gut trocknen, fein hacken und mit der Rote Bete mischen.
Salzen und pfeffern. Alles mit dem Zitronensaft, Balsamico und Olivenöl vermischen. Abschmecken. Zum Schluss den Feta über den Salat krümeln.

Genießen!

Quelle: nach Jamie Oliver „30 Minutes meals“

Pasta alla Genovese aber mit typisch ungarischen Tarhonya

Heute stelle ich Euch ein Gericht, für dass ihr spezielle ungarische Nüdelchens, nämlich Tarhonya braucht oder es aber mit normalen, vielleicht kleineren Nudeln macht. Es ist eine kleine Abwandlung des ligurischen Klassikers „Pasta alla Genovese“, also Nudeln mit Kartoffeln und Bohnen gegart und dann mit schön pfeffrigem Basilikumpesto vermischt. Es ist perfekt für den Spätsommer, wenn die Buschbohnen reif sind und die Kartoffeln langsam aus der Erde kommen.

Aber was sind Tarhonya überhaupt? Tarhonya scheinen typisch für Ungarn zu sein, jedenfalls habe ich noch nicht von ähnlichen Nudeln aus anderen Ländern gehört (aber belehrt mich gerne eines Besseren :-)). Sie sind aus ganz normalem Pastateig mit Mehl und Ei (kein Salz) gemacht, nur dass es ein sehr sehr fester Teig ist, also wesentlich weniger Ei als normal genutzt. Der Teig wird dann auch nicht ausgerollt, sondern entweder an der Wand einer großen, rauhen Holzschüssel gerieben oder, wer Kraft sparen möchte, durch eine grobe Reibe gerieben. Bei ersterer Methode entstehen unterschiedlich große Tarhonya, bei zweiter Variante sind sie einheitlich. Nach dem Trocknen werden die unterschiedlich großen Tarhonya auch für verschiedene Gerichte genutzt, die sehr kleinen sind gut als Suppeneinlage, die gröberen eignen sich als Beilage zu Ragouts oder eben wie für dieses eigenständige Gerichte wie dieses „Tarhonya alla Genovese“.

Und es lohnt sich wirklich dieses Essen mit anderen Nudeln auszuprobieren! Und das Pesto frisch zu machen! Das ist kein Hexenwerk, geht relativ schnell, Ihr wisst was drin ist und es schmeckt so viel besser als sämtliche Versionen aus dem Supermarkt. Es ist auch ein feierabendfreundliches Gericht, das innerhalb von guten 30 Minuten auf dem Tisch steht. Und wenn Ihr Grüne Bohnen aus dem Tiefkühler nehmt, geht es noch schneller, weil die nicht geputzt werden müssen und schneller gar sind als frische. Also wenn Ihr mal Tarhonya im osteuropäischen Supermarkt Eures Vertrauens findet, probiert es dringend aus! Und ich werde mir mal Gedanken machen, was ich sonst noch mit meinen Tarhonya-Vorräten anstellen kann *g*

Tarhonya alla Genovese

Zutaten für 2 Portionen:
100 g Tarhonya
250 g Kartoffeln
200 g Grüne Bohnen
1,5 EL Olivenöl
Salz

Für das Basilikumpesto:
1 EL Pinienkerne
1 Bund Basilikum
1 EL geriebener Parmesan
40 ml Olivenöl
Salz, Pfeffer

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Die Kartoffeln schälen und in größere Würfel schneiden. Von den Bohnen die beiden Enden abknipsen und dann je nach Größe halbieren oder dritteln. Zur Seite stellen. Die Tarhonyamenge in eine Tasse geben, um das Volumen zu ermitteln.
(2) Dann fix das Basilikumpesto zubereiten. Dafür die Pinienkerne in einer kleinen Pfanne ohne Fett bei mittelhoher Hitze goldbraun rösten. Währenddessen öfter an der Pfanne schütteln und dabei bleiben, die verbrennen ziemlich plötzlich und schnell. Die Basilikumblätter abzupfen und zusammen mit den Pinienkernen, Parmesan, Olivenöl, Salz und Pfeffer in einen hohen Becher geben und mit dem Pürierstab kurz fein pürieren. Wenn ihr das Pesto etwas flüssiger haben wollt, gebt noch etwas Öl dazu. Zur Seite stellen.
(3) In einem größeren Topf die 1,5 EL Olivenöl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Das Tarhonya einrieseln lassen und unter Rühren anbraten bis sie ein bisschen braun geworden sind. Dann die Kartoffelstücke dazu geben, salzen. Doppelt so viel Wasser wie Tarhonya darauf gießen, Deckel drauf und etwa 10 Minuten bei mittelkleiner Hitze köcheln lassen. Nach der Zeit die Bohnen zugeben und unterrühren. Bei geschlossenem Deckel garen lassen bis alles gar ist. Öfter mal gucken, ob eventuell noch Wasser zugegeben werden muss. Zum Schluss sollte das Wasser von den Nudeln aufgesaugt worden sein.
(4) Als letztes das Pesto unter das gegarte Gemüse rühren und servieren.

Genießen!

Quelle: nach StreetkitchenGenovai pestós tarhonya

Erfrischender deutscher Gurkensalat

Zwischendurch möchte ich Euch einen kleinen Beilagenklassiker vorstellen, den es, schätze ich, in jeder Länderküche in irgendeiner Form gibt. Heute mal eine deutsche Variante, die ziemlich einfach herzustellen ist. Und an heißen Sommertagen wie Anfang August ein wirklich erfrischendes Mittagessen sind. Dazu gibt es bei mir noch ein paar Kartoffeln, die mit dem Salat zusammen zermanscht werden und ein bisschen Rührei. Ein großartiges Essen, wenn man eigentlich schon was Warmes im Bauch haben will, aber draußen über 30°C herrschen. Auch als Beilage zu Gulasch, egal ob mit Fleisch oder vegetarisch, zu Braten oder Schnitzeln (auch hier wieder egal, ob aus Hähnchen, Schwein, Pilzen, Kürbis oder Blumenkohl) ist er ideal! In Ungarn gibt es Gurkensalat im Sommer eigentlich jede Woche. Also falls ihr mal wieder nicht wisst, was es geben könnte, dieser Gurkensalat passt immer und noch bekommt ihr wunderbar aromatische Gurke zu kaufen!

Deutscher Gurkensalat

Zutaten für 2-3 Portionen:
750 g Gurken
2 TL Salz
1 kleine Schalotte
Pfeffer
2 TL Zucker
2 EL Weißweinessig
250 g Joghurt
1/2 Bund Dill

(1) Von den Gurken die Enden abschneiden und die Gurken schälen. Dünn hobeln und in eine Schüssel geben. Mit dem Salz gut vermischen und mindestens 30 Minuten Flüssigkeit ziehen lassen.
(2) Nach der Zeit die Gurken gut mit den Händen ausdrücken und in eine Schüssel geben. Die Schalotte häuten, fein würfeln und zu den Gurken geben. Den Dill waschen, trocknen, fein hacken.
(3) Jetzt pfeffern, mit dem Zucker bestreuen, Weißweinessig und den Joghurt gründlich unterrühren. Zum Schluss den Dill unterheben und nochmals abschmecken und gegebenenfalls mit Salz, Pfeffer oder Zucker nachwürzen.

Der Salat passt wunderbar als Beilage zu Gulasch aus Fleisch oder Gemüse, diversen Braten oder als Hauptmahlzeit in der Sommerhitze mit Rührei und ein paar Kartoffeln, die mit dem Salat vermischt werden.

Genießen!

Idee nach German AbendbrotGurkensalat

Das perfekte Sommeressen: Zucchini in Olivenöl

Was verbindet ihr mit türkischer Küche? Ich hoffe nicht nur Döner und Fetaaufstriche vom Stand am Supermarkt. Seit ich in Kassel umme Ecke von einem türkischen Supermarkt wohnte, beschäftige ich mich mehr damit. Mittlerweile mache ich Großeinkäufe im türkischen Markt nicht weit weg vom Büro und probiere auch gerne neue Zutaten aus. Letztens wanderte eine Tüte getrocknete Fava-Bohnen in meinen Einkaufskorb, die ich demnächst zu hoffentlich leckeren Köstlichkeiten verarbeiten möchte.

Leider war ich noch nicht in der Türkei, habe aber schon viele Schwärmereien gehört. Vielleicht ändert sich das ja mal. Aber wenn ich schon nicht hinfahre, kann ich wenigstens versuchen türkische Gerichte zu kochen. Schließlich soll die türkische Küche eine der besten weltweit sein. Und steter Quell kulinarischer Inspiration sind Orkide und Orhan Tancgil von „Koch dich türkisch„. Mittlerweile habe ich auch einige ihrer Kochbücher und die Rezepte, die ich bisher ausprobierte, sind alle gelungen und sehr köstlich geworden.

Ich entschied mich für ein schön sommerliches Gericht mit Zucchini, das sowohl warm als auch kalt gegessen werden kann, unkompliziert und schnell in seiner Zubereitung ist. Diese Zeytinyağlı-Gerichte scheinen einem bestimmten Zubereitungsmuster zu folgen, nur die Hauptzutaten werden ausgetauscht, ähnlich wie beim ungarischen Gulasch, das ja neben Fleisch auch mit diversem Gemüse zubereitet werden kann. Zudem ist es noch ein One-Pot-Essen, da alle vorbereiteten Zutaten nur in den Kochtopf geschichtet werden und dann nicht allzu lange geschmort werden. Heraus kommt ein sehr köstlicher Eintopf, dessen Aromen wunderbar harmonieren. Und den ich bestimmt öfter machen werde. (Und wer darauf achtet, es ist auch noch ausversehen vegan.) Eine sehr große Nachkochempfehlung von mir!

Zucchini in Olivenöl – Zeytinyağlı kabak bastı

Zutaten für 3 Portionen:
1 Zwiebel
1,5 EL grober Bulgur
400 g zarte Zucchini
1 große Spitzpaprika
1 Knoblauchzehe
300 g Tomaten (wenn möglich große)
1 TL Salz
1 TL Zucker
1 Prise Chiliflocken (Pul biber)
1 Prise Muskatnuss
4 EL Olivenöl
50 ml Wasser
1/2 Bund Dill

(1) Einen mittelgroßen Topf mit Deckel bereit stellen. Die Zutaten wie gleich beschrieben vorbereiten und auch in dieser Reihenfolge in den Topf schichten. Die Zwiebel häuten, halbieren und in dünne Halbmonde schneiden. Den Bulgur in einem feinen Sieb gründlich waschen, gut abtropfen lassen und über die Zwiebeln streuen. Die Zucchini waschen, trocknen und die Enden abschneiden. Dann mit den Zinken einer Gabel längs Furchen in die Zucchinihaut ziehen. Danach in knapp 1 cm breite Scheiben schneiden. In den Topf geben. Die Spitzpaprika halbieren, Strunk und Kerne entfernen. Quer in dünne Streifen schneiden, auf den Zucchini verteilen. Die Knoblauchzehe häuten, in dünne Scheiben schneiden und im Topf verteilen. Wer mag kann die Tomaten häuten, wen Hautfitzelchen nicht stören, halbiert die Tomaten, entfernt den grünen Strunk und würfelt sie fein. Gleichmäßig über dem übrigen Gemüse verteilen. NICHT RÜHREN!
(2) Zum Schluss mit Salz, Zucker, Pul biber und Muskatnuss würzen. Mit dem Olivenöl und Wasser begießen. Deckel auflegen.
(3) Auf den Herd stellen und bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen, dann die Flamme auf niedrig stellen und 12-15 Minuten köcheln lassen. Dabei ab und an am Topf rütteln oder ihn ruckartig drehen, damit nichts anbrennt.
(4) Den Dill fein hacken und nach dem Ende der Kochzeit unterrühren. Alles noch mit geschlossenem Deckel 10-15 Minuten ruhen lassen.

Warm, bei Zimmertemperatur oder kalt mit frischem Weißbrot und (wer nicht vegan ist) mit einem Klecks Joghurt servieren.

Genießen!

Quelle: Tangcil O. und O., Seiser, K. (Hg.) (2015): Türkei vegetarisch. Brandstätter Verlag. p 97

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