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Veggie Stirfry mit selbstgemachter Teriyaki Sauce – Garantiert unauthentisch aber lecker

Ich habe mal meinen Foto-Ordner durchgeguckt und mit Erschrecken festgestellt, dass ich gar nicht mehr so viel bloggenswerte Rezepte auf Halde habe. Schande über mich! Nur noch welche, die ich nochmal kochen möchte (auch weil ich mit dem Rezept noch nicht so zufrieden war oder das Bild nicht so hübsch ist) oder die eindeutig nicht in diese Jahreszeit passen. Also müssen ein paar neue Gerichte fabriziert werden und nicht immer dieselben Lieblingsessen gekocht. Wozu bin ich denn sonst immer noch irgendwie Bloggerin.

Davon berichtete ich zusammen mit meinen Essensplänen für das Wochenende auch Frau Kochschlampe. Für Sonnabend war eben gewoktes Gemüse aus einem Großteil des Biokisten-Gemüses. Ich hielt es nicht für weiter bloggenswert, Frau Kochschlampe meinte „Warte mal ab.“. Und Recht hatte sie! Als Würzung bastelte ich noch eine hausgemachte Teriyaki Sauce zusammen, die so simpel ist von der Rezeptur, es ist fast peinlich. Aber im Zusammenspiel mit den ganzen Gemüsen und dem chinesischen Fünfgewürzepulver ist eine wirklich feine Sache bei rumgekommen. Ihr müsst Euch natürlich nicht sklavisch an meine Gemüsemengen halten und könnt ergänzen bzw. weglassen je nachdem was Euer Kühlschrank so hergibt. Das ist ja das herrliche am garantiert-unauthentischen-Kochen: wir können es ändern, wie es uns schmeckt. Ihr mögt keinen Pak Choi? Ersetzt ihn mit Blattspinat oder Mangold. Porree durch Frühlingszwiebeln austauschen, ein paar schickere Pilze als Champignons benutzen oder noch Knoblauch dazu? Ihr mögt das Gemüse eher knackiger? Einfach nicht so lange braten oder länger, wenn ihr es weicher bevorzugt. So ein Gericht ist perfekt, um komische Gemüsereste loszuwerden. Auch bei den Beilagen seid ihr flexibel: Reis dazu kochen, schon gekochten Reis vom Vortag vorher anbraten und alles mischen oder ein paar chinesische Nudeln unterrühren. Wer mag kann noch Tofu mitbraten oder Ei. Es ist so vielfältig! Wunderbar!

Veggie Stirfry mit Teriyaki-Sauce

Zutaten für 2 ordentliche Portionen:
2-3 Möhren
1 rote Paprikaschote
150 g Champignons
1 großer Pak Choi
1 Stange Porree
1 daumengroßes Stück Ingwer
3 EL Sesamkörner
1-2 EL Öl
2 TL Fünfgewürze-Pulver
4-5 EL Teriyaki-Sauce (siehe unten)

(1) Das ganze Gemüse vorbereiten. Die Möhren schälen. Dann je nach Größe halbieren oder dritteln. Die Stücke längs in dünne Scheiben schneiden und diese in dünne Streifen. Die Paprika waschen, entkernen und längs ebenfalls in dünne Streifen schneiden. Diese halbieren. Von den Champignonsstielen das Ende abschneiden, putzen und danach in Scheiben schneiden. Vom Pak Choi das Ende abschneiden und in einzelne Blätter trennen. Diese waschen und trocknen. Den Stiel ca. 2 cm breit schneiden, die Blätter dritteln oder vierteln. Die Porreestange putzen und in ca. 1 cm breite Stücke schneiden. Den Ingwer schälen und sehr fein würfeln.
(2) Eine große Pfanne oder Wok auf hoher Hitze heiß werden lassen. Die Sesamkörner ohne Öl darin unter gelegentlichem Rühren rösten bis sie braun sind und duften. Sofort in ein kleines Schüsselchen umfüllen.
(3) Das Öl in der Pfanne richtig heiß werden lassen. Möhren und Ingwer zufügen und unter Rühren ca. 3 Minuten anbraten. Paprika und Pak Choi-Stengel zufügen und 2 Minuten mitbraten. Porreescheiben und Pilze zugeben. Mit dem Fünfgewürze-Pulver bestäuben und unter Rühren weiter braten. Mit der Teriyaki-Sauce ablöschen. Die Pak Choi-Blätter unterrühren und so lange garen bis die Blätter zusammen gefallen sind und das Gemüse gar ist, aber noch Biss hat.

Mit Reis servieren. Wer mag, kann sich gerne noch ein Spiegelei dazu braten.

Genießen!

Teriyaki-Sauce

Zutaten für ca. 150 ml:
6 El Sojasauce
6 EL Mirin
6 EL Sake
3 TL Zucker

Alle Zutaten gut verrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann je nach Rezept verwenden, z.B. für Hähnchen oder Lachs oder einfach über gebratenes Gemüse und einreduzieren lassen.

Quelle: nach Just One CookbookTeriyaki Sauce

Die restliche Sauce steht im Kühlschrank und harrt ihrer Verwendung. Von den Ergebnissen werde ich dann an dieser Stelle wieder berichten.

„Und auf die Schnelle noch ’ne Fischfrikadelle“

Na, wer von Euch kennt die Textzeile und hat sofort den Refrain im Kopf?

https://www.youtube-nocookie.com/embed/KfWyo2mqXnw

„Nordisch wohoohoo Nordisch by nature“ *mitgroove* Das ist wahrscheinlich einer der Songtexte, die ich noch dement im Altersheim mitsprechen kann *ggg*

Und ja, es lässt sich nicht verleugnen. Ich bin ein Muschelschubser, ein Fischkopp, ich bin Norddeutsche. Man merkt es meinem Temperament an, meiner Sprachmelodie, manchmal fließen einfach norddeutsche Wörter mit ein, mit denen der Rest des deutschsprachigen Raums überhaupt nix anfangen kann. Wobei es ja auch in Norddeutschland himmelweite Unterschiede gibt, Ostfriesen sprechen ganz anders als Vorpommeraner, aber da liegen ja auch locker-flockig 600 km zwischen. Anders als es das Klischee eines Norddeutschen vermuten lassen würde, mag ich Fisch nicht sonderlich. Nur wenige Sorten in nur wenigen Zubereitungsarten und sobald eine Gräte in Sichtweite kommt, bin ich raus. Wohingegen ich nicht mehr sichtbar verarbeiteten Fisch in Form von Frikadellen sehr gerne mag und mir öfter welche aus der Tiefkühltruhe des Supermarktes mitnehme.

Aber das muss doch auch alleine bastelbar sein. Ohne allzu großen Aufwand. Und eventuell sogar leckerer? Da ich im Gegensatz zu Fleischfrikadellen kaum Erfahrung in der Zubereitung von Fisch habe, brauchte ich ein Rezept. Nach langer Zeit stöberte ich mal wieder im „Heimat„-Buch von Tim Mälzer, Sabine von „Hamburg kocht!“ meinte, dass da ganz schöne Rezepte drin seien. Und ja, da sind etliche Sachen drin, die mich sehr ansprechen :-) Unter anderem eben die Fischfrikadellen.

Sie sind nicht aufwendig in ihrer Zubereitung und wenn man eine Küchenmaschine nutzt, statt den Fisch fein zu hacken, geht es noch schneller. Nur fix die weiteren Zutaten unter den Fisch kneten, Frikadellen formen, in Semmelbrösel wenden und vorsichtig ausbraten. Und der Geschmack erst! Würzig, frisch, kräuterig, überhaupt nicht unangenehm fischig, sehr herzhaft! Wirklich perfekte Fischfrikadellen!

Fischfrikadellen nach Tim Mälzer

Zutaten für 6 Stück:
450 g Seelachsfilet, küchenfertig und entgrätet
2 Frühlingszwiebeln
4 Zweige Dill
1/2 Bio- Zitrone
1 Eigelb
2+4 EL Semmelbrösel
1 TL Tomatenmark
1 TL Senf, scharf
Salz, Pfeffer
ca. 5 EL Öl

(1) Den Fisch entweder mit dem Messer per Hand sehr fein hacken oder in einer Küchenmaschine pulsen bis der Fisch zerkleinert, aber kein Mus ist. Frühlingszwiebeln längs vierteln und fein schneiden. Dill hacken und die Zitronenschale fein abreiben.
(2) Den Fisch, Dill und Zitronenschale mit dem Eigelb, 2 EL Semmelbröseln, Tomatenmark, Senf, Salz und Pfeffer gründlich vermischen. 6 etwa gleichgroße Frikadellen formen. Das restliche Semmelmehl in einen tiefen Teller geben, die Frikadellen vorsichtig darin wälzen.
(3) In einer großen Pfanne das Öl auf hoher Hitze heiß werden lassen. Die Frikadellen vorsichtig hinein geben, damit sie nicht zerbrechen und von jeder Seite etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze braten. Herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen und servieren.

Dazu passt vielerlei: Kartoffel- oder Nudelsalat, Pommes frites, grüner Salat, diverse Gemüsebeilagen.

Genießen!

Quelle: Mälzer, Tim (2014): Heimat: Kochbuch. Mosaik. p 103

Indische Kürbis-Linsen-Suppe

Ich muss noch meine ganzen herzhaften Suppenrezepte loswerden, bevor der Frühling mit milden Temperaturen gänzlich ausbricht und die Suppenlust vergeht. Wobei Suppenlust bei mir nie vergeht, als halbe Ungarin fast unmöglich ;-) Und bevor die letzten Kürbisse aus den Lagern verbraucht sind, möchte ich Euch diese wirklich wunderbare indische Linsensuppe vorstellen, die ich auf dem YouTube-Kanal von „Food with Chetna“. Chetna Makan ist Inderin, die in Großbritannien lebt und dort bekannt wurde durch ihre Teilnahme am „Great British Bake Off“. Mittlerweile hat sie drei Kochbücher geschrieben und betreibt eben ihren YouTube-Kanal, den sie mit authentischen indischen Rezepten und wunderbaren Kuchen füllt. Dort entdeckte ich die Linsensuppe mit Kichererbsen und Spinat, die sehr vielversprechend aussah. Nur bin ich nicht der weltgrößte Kichererbsen-Fan und ersetzte ihn einfach mit etwas Butternutkürbis, der noch seiner Verwendung harrte.

Die Suppe ist ziemlich schnell und einfach zubereitet – indische Küche muss nicht kompliziert und zeitaufwendig sein. Dazu ist sie noch gesund und kostengünstig, wenn ihr den Joghurt zum Schluss weglasst sogar vegan. Dabei könnt ihr das Süppchen so scharf oder mild würzen, wie es Euch beliebt. Ich werde diese Suppe in Kürze definitiv wieder kochen, weil sie wirklich richtig köstlich ist und noch ein kleiner Butternut in der Küche wartet. Und kann es Euch auch nur dringend ans Herz legen! Auf die nächste Suppe dürft Ihr Euch auch freuen, eine sehr ungarische *g*

Indische Kürbis-Linsen-Suppe mit Spinat

Zutaten für 4-6 Portionen:

400 g Butternutkürbis; vorbereitet gewogen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 kleines Stück Ingwer
1 EL neutrales Öl
1 TL Kreuzkümmel
1/2 TL Chiliflocken
150 g Rote Linsen
400 g Dose gewürfelte Tomaten
700-800 ml Gemüsebrühe
80 g TK-Spinat
Salz, Pfeffer

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Den Butternut schälen und in ca. 1,5-2 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Die Knoblauchzehe und Ingwer schälen und beides fein reiben. Die Linsen in einer Schüssel mit Wasser bedecken, kurz durchwirbeln (etwaige schlechte absammeln) und das Wasser abgießen. Den Spinat in ein Sieb geben und mit heißem Wasser übergießen, so dass er auftaut.

(2) Das Öl in einem größeren Topf erhitzen und den Kreuzkümmel darin anbraten bis er duftet. Die Zwiebelwürfel zugeben und bei mittelhoher Hitze mitdünsten bis sie etwas braun werden. Knoblauch, Ingwer und Chiliflocken hinein geben und etwa 1 Minuten anbraten. Kürbis, Linsen, Tomaten und Brühe in den Topf geben. Umrühren und abgedeckt aufkochen lassen. Ab dem Zeitpunkt bei mittelkleiner Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen. Den aufgetauten Spinat zugeben und noch ca. 5 Minuten garen lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Auf Tellern verteilen und wer mag einen Klecks Joghurt obenauf geben.

Genießen!

Quelle: Chetna Makan – Delicious Lentils, Chickpea and Spinach soup

Kulinarische Weltreise – Kroatien: Blitva

Die kulinarische Weltreise begibt sich auf die nächste europäische Station: Kroatien. War ich widerum noch nie, obwohl es ja ganz nah an Ungarn dran ist. Aber dafür ist die ungarische Verwandtschaft regelmäßig dort, weil es das nächste Meer von dort aus ist und für ungarische Verhältnisse auch nicht ganz so teuer, wie andere Küstenländer. Leider hab ich mich nie genauer über ihre kulinarischen Erfahrungen ausgetauscht… Aber wenn ich an kroatische Küche denke, habe ich eher ein Bild der jugoslawischen Küche vor mir mit großen Einflüssen aus der osmanischen und österreichischen Küche. Ich habe sofort den Geschmack von Cevapcici und Duvec-Reis auf der Zunge, auch den von Ajvar und Fisch aufgrund ihrer langen, wirklich hübschen Küstenlinie. Aber das ist wahrscheinlich Restaurantküche für Gäste, nichts was die Kroaten oft in ihrem Alltag kochen. Da muss es, wie wahrscheinlich bei allen, schnell und einfach gehen.

Weil in der Biogemüsekiste Mangold angekündigt war, suchte ich nach Rezepten mit eben dem. Und wurde fündig in der dalmatinischen Küche. Dalmatien ist ein historischer Landstrich, der sich über Kroatien, Albanien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Serbien und den Kosovo erstreckte. Heute wird der Begriff, der schon seit dem 1. Jahrhundert existiert, nur noch in Kroatien und einen kleinen Teil Montenegros verwand. Dort scheinen die Leute traditionell ein Mangold-Kartoffel-Gemüse zu gegrilltem Fisch, der an der zerklüfteten Küste hoffentlich noch reichlich zu finden ist, zu essen.

Und dieses Gericht war eine Offenbarung für mich. Ich hätte im Leben nicht gedacht, dass diese wirklich wenigen und alltäglichen Zutaten so wohlschmeckend werden. Die Zubereitung ist denkbar einfach und schnell, innerhalb von maximal 45 Minuten steht Euer Essen auf dem Tisch. Also wenn der Mangold im Garten sich anschickt die Macht zu übernehmen, schickt ihn mit diesem Rezept auf Euren Teller!

Blogger Aktion

Blitva – Mangold-Kartoffelgemüse aus Dalmatien

Zutaten für 2 Portionen:
300 g Kartoffeln
Salz
500 g Mangold
1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
4 EL Olivenöl
Pfeffer

(1) Die Kartoffeln schälen, in kleinere Stücke schneiden und in Salzwasser gar kochen. Abgießen.
(2) Währenddessen den Mangold waschen und grob schneiden. Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten und fein würfeln.
(3) In einem größeren Topf ein EL des Olivenöls bei mittlere Hitze erhitzen. Die Zwiebelwürfel glasig dünstig, aber nicht braun werden lassen. Den Mangold zufügen und zusammen fallen lassen, dabei etwas salzen. Den Deckel auflegen und den Mangold etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen bis die Stiele weich und süßlich sind.
(4) Die Kartoffeln und den gehackten Knoblauch hinzufügen. Die Kartoffeln etwas im Topf zerdrücken und alles gut miteinander verrühren. Das restliche Olivenöl hinüber gießen und mit Pfeffer würzen. Fehlt noch Salz?

Zu gegrilltem Fisch oder Grillkäse servieren.

Genießen!

Quelle: Blitva – dalmatinischer Mangold

Jetzt bin ich noch gespannt, was die an deren Teilnehmer der Weltreise so gezaubert und erlebt haben, hier findet ihr die Zusammenfassung. (wird nachgereicht, sobald die Zusammenfassung online ist)

Die kulinarische Weltreise: Italien – Pasta mit Mangold und Speck

 

Seid ihr reiselustig? Entdeckt ihr gerne neue Länder und Kulturen? Ich bin da so ein bisschen zwiegespalten. Einerseits sehe ich mir wirklich gerne Neues an, erkunde Landschaften, koste andere Aromen, andererseits kann ich mich dort am besten entspannen, wo ich alles in- und auswendig kenne, meine Beine den Weg alleine finden, ohne dass der Kopf sich anstrengen muss. Außerdem erschwert mir die MS das Reisen aus unterschiedlichsten Gründen doch ein bisschen …

Nichtsdestotrotz, wenn ich in bestimmte Ecken der Welt schon nicht so leicht physisch kommen kann, hole ich mir die Welt eben kulinarisch nach Hause. Und da bin ich nicht die einzige, die das gerne macht. Volker von „Volker mampft“ ruft deswegen zur „kulinarischen Weltreise“ auf!

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise von @volkermampft

Und da bin ich gerne dabei! Jeden Monat ein neues Land, eine neue Herausforderung! Für diesen Monat fängt es leicht an mit Bella Italia. Und zu Italien haben wir doch alle irgendeine Verbindung, selbst wenn wir noch nicht da waren, oder? Sei es Pizza, Pasta, Wein, Kunst, Geschichte – Italien hatte und hat so viel Einfluss auf viele Bereiche unseres Lebens. Und auch wenn ich erst einmal dort war (Du liebe Güte, auch schon fast 20 Jahre her) liebe ich dieses Land einfach!

Aber was koche ich jetzt für den Event? Wenn möglich etwas, dass auch einen Teil des Gemüses meiner Biokiste verbraucht. Eigentlich wollte ich gerne etwas aufwendigeres wie selbstgemachte Ravioli basteln, aber dann kam das Leben und zwei Mangoldstauden dazwischen. Nach ein bisschen Recherche im Netz stieß ich auf ein italienisches Rezept, in dem Mangold mit Speck kombiniert wird. Das war mir neu, klassischerweise wird Mangold bei mir gerne mit Feta kombiniert. Und es gab keine wirklich saucige Komponente im Rezept, wie Sahne oder passierte Tomaten. Die deutsche Saucenliebhaberin in mir war skeptisch ;-) Aber hey, probieren wir es aus. Der Mangold wird zuerst in Salzwasser gekocht und roch das gut. Ich wusste gar nicht, dass kochender Mangold so wunderbar duftet! Die eigentliche Sauce ist so schnell geköchelt, wie die Pasta braucht. Ihr seht, ein perfektes Feierabendgericht. In 30-40 Minuten steht Euer Essen fix und fertig auf dem Tisch :-)

Und der Geschmack ist wirklich wunderbar! Herzhaft, angenehm Speck-rauchig mit dem zarten Mangold und doch noch etwas Biss durch die Möhrenwürfel. Die Tomaten bringen eine schöne, unaufdringliche Fruchtigkeit mit rein. Auch war es nicht zu trocken, wie von mir befürchtet, es hatte genau die richtige Konsistenz. Ich war wirklich positiv überrascht und wird ins Repertoire aufgenommen!

Pasta mit Mangold und Speck

Zutaten für 2 Portionen:
180 g Pasta (z.B. Fussili)
250 g Mangold
50 g Speck/Pancetta
1 kleine Zwiebel
1 Karotte
1 mittlere Tomate
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zum Servieren:
Parmesan, frisch gerieben

(1) Salzwasser in einem größeren Topf zum Kochen bringen. Währenddessen den Mangold vorbereiten. Die Stiele in dünne, die Blätter in breitere Streifen schneiden. In einem Sieb unter laufendem Wasser waschen. In den Topf mit dem kochenden Salzwasser geben und etwa 5 Minuten köcheln lassen. In ein Sieb abgießen, mit kaltem Wasser abschrecken und abtropfen lassen.
(2) Währenddessen die anderen Zutaten schneiden. Den Speck in kleine Würfel. Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Die Karotte schälen und in kleine Würfel schneiden. Die Tomaten waschen, abtrocknen, halbieren. Die grünen Strünke aus den Hälften schneiden und das Fruchtfleisch mittelfein würfeln.
(3) Das Wasser für die Nudeln aufsetzen und die Nudeln nach Packungsanweisung bissfest garen.
(4) Das Olivenöl in einer Pfanne erhitzen. Den Speck und Zwiebel darin anbraten bis die Zwiebeln etwas goldig sind. Tomaten- und Karottenwürfel zugeben, etwas salzen und pfeffern. Einige Minuten köcheln lassen bis die Tomaten zerfallen und die Möhren gar, aber noch bissfest sind.
(5) Den abgetropften Mangold untermischen und etwa 10 Minuten bei kleiner HItze in der Sauce ziehen lassen. Nochmal kosten, ob Salz und Pfeffer fehlen.
(6) Vor dem Abgießen der Nudeln etwas vom Kochwasser mit einer Tasse abschöpfen. Die Pasta in ein Sieb abgießen und noch tropfnass unter die Sauce rühren. Wenn die Sauce zu trocken sein sollte, etwas vom Pastawasser zugießen.

Auf Tellern verteilen und mit frisch geriebenem Parmesan bestreuen.

Genießen!

Quelle: Pasta con bietola e pancetta

Ofengeröstete Süßkartoffeln mit Rosenkohl

Ihr kommt von der Arbeit und es kündigt sich Hunger an? Ihr habt Lust auf Gemüse trotz des kalten und ungemütlichen Winters draußen? Dann kommt hier das perfekte Essen für Euch: Süßkartoffeln und Rosenkohl im Ofen geröstet. Saisonal, vitaminreich, einfach vorbereitet und bäckt dann einfach im Ofen vor sich hin, während ihr fix die Küche aufräumt oder die Füße für ein paar Minuten hochlegt. Und das Beste, ihr braucht, abgesehen von Salz und Olivenöl, auch nur drei bis fünf Zutaten. Belohnt werdet ihr mit einem Wohlfühlessen, dass vor Aromen nur so strotzt. Die Süßkartoffel entfaltet ihr wunderbar süß-nussiges Aroma, beim Rosenkohl werden seine leichten Senfaromen durch die Hitze des Ofen freigesetzt. Wenn ihr das fertige Gericht dann noch mit angerösteten Haselnüssen oder Mandeln bestreut und cremigen Feta mit seiner zarten Säure drüber krümelt, ist es perfekt. Also – husch husch – in die Küche mit Euch!

Ofengeröstete Süßkartoffeln mit Rosenkohl

Zutaten für 2 Portionen:
1 große Süßkartoffel (ca. 300 g)
500-600 g Rosenkohl
Salz
Zimt
4 EL Olivenöl

Zum Servieren:
zerkrümelter Feta
geröstete Nüsse

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Süßkartoffel schälen und in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden. Den Rosenkohl putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Beides in getrennten Schüsseln mit je der Hälfte vom Olivenöl und Salz vermischen. Die Süßkartoffeln noch zusätzlich mit einer Prise Zimt würzen.
(3) Zuerst die Süßkartoffeln auf eine Hälfte des Blechs geben und auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. 10 Minuten backen, dann auf der zweiten Hälfte den Rosenkohl verteilen. Weitere 20 Minuten rösten.
(4) Herausnehmen und das Gemüse miteinander vermischen. Mit den gerösteten Nüssen und/oder zerkrümeltem Feta bestreuen.

Genießen!

Quelle: KochkarussellKnusprig gerösteter Rosenkohl und Süßkartoffel aus dem Ofen

Der perfekte Party-Snack – Flammkuchenschnecken

Die nächste Partysaison steht an! Seid ihr Karnevalsjecken? Verkleidet ihr Euch gerne und steht an der dann Rosenmontag an der Straße oder feiert gar bei Euch zu Hause eine Faschingsparty? Ich muss gestehen, ich bin da sehr norddeutsch geraten: bei uns heißt das Fasching und feiert man nur bis zur 6. Klasse ;-) Ich bin einfach niemand, der auf Knopfdruck Partylaune hervor zaubern kann und will. Dabei hat Frau Mama damals für mich echt schöne Kostüme genäht, ich erinnere mich gerne an mein Goldmarie-Kleid im Kindergarten oder das 20er-Jahre-Kleid aus der 5. Klasse oder das superniedliche Clownskostüm für Klein-Anikó zum Fasching in der Kinderkrippe:

Also falls ihr zu einer Party eingeladen seid und gerne was mitbringen wollt, möchte ich Euch diese Flammkuchenschnecken ans Herz legen! Ich buk sie für die Eröffnungsfeier unserer Beratungsstelle im August auf Vorschlag der Chefin, die sehr begeistert von den Schneckchen ist. Und ich bin es jetzt auch! Sie sind sehr schnell gemacht und schmecken hervorragend! Knuspriger Teig mit cremig-würziger Füllung! Die Flammkuchenkombination Speck-Zwiebel-Schmand ist nicht umsonst ein Klassiker! Und damit etwaige Vegetarier auf der kleinen Party nicht zu kurz kamen, habe ich auch noch eine zweite Variante mit Oliven und halbgetrockneten Tomaten gemacht, die auch sehr wohlschmeckend geriet. Jedenfalls waren nach der Party alle Schnecken weg und bei mir sind die definitiv im Repertoire gelandet! Natürlich ist Eurer Phantasie keine Grenze gesetzt und ihr könnt die Füllung ganz nach Euren Gelüsten und Vorräten gestalten. Mal sehen, was bei mir als nächstes rein wandert …

Flammkuchenschnecken

200 g Frischkäse
125 g Schinken
2 Zwiebeln
Salz, Pfeffer
1 Packung Blätterteig aus der Kühlung (275 g)

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft (falls ihr zwei Bleche gleichzeitig backen wollt) vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen.
(2) Den Frischkäse in eine Schüssel geben. Den Schinken fein würfeln. Die Zwiebeln häuten, halbieren und ebenfalls fein würfeln. Zum Frischkäse geben, mit wenig Salz aber ordentlich Pfeffer würzen und gut verrühren.
(3) Den Blätterteig aus dem Kühlschrank holen und auf einem stabilen Brett entrollen. Die Füllung gleichmäßig dünn darauf verstreichen, dabei am oberen Rand ca. 1 cm Rand lassen. Von der langen Seite her aufrollen.
(4) Die Rolle mit einem scharfen Messer in ca. 2 cm dicke Schnecken schneiden. Auf das Backblech legen. Auf mittlerer Schiene ca. 30 Minuten bis sie goldbraun sind. Abkühlen lassen.

Genießen!

Tomaten-Oliven-Schnecken

200 g Frischkäse
12 Oliven
10-12 halbe, weiche getrocknete Tomaten
1 handvoll Basilikumblätter
Salz, Pfeffer
1 Packung Blätterteig aus der Kühlung (275 g)

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft (falls ihr zwei Bleche gleichzeitig backen wollt) vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen.
(2) Den Frischkäse in eine Schüssel geben. Die Oliven, Tomaten und Basilikum fein hacken. Mit Salz und Pfeffer zum Frischkäse geben und gut verrühren.
(3) Den Blätterteig aus dem Kühlschrank holen und auf einem stabilen Brett entrollen. Die Füllung gleichmäßig dünn darauf verstreichen, dabei am oberen Rand ca. 1 cm Rand lassen. Von der langen Seite her aufrollen.
(4) Die Rolle mit einem scharfen Messer in ca. 2 cm dicke Schnecken schneiden. Auf das Backblech legen. Auf mittlerer Schiene ca. 30 Minuten bis sie goldbraun sind. Abkühlen lassen.

Genießen!

 

 

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