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Schnelle, exzellente Räucherlachs-Kräuter-Lasagne

Ein Vorteil von dem blöden Kranksein ist, dass ich mal wieder länger in der Heimat verweile und somit auch Zwerg (meine kleine und jüngere Schwester) öfter sehen kann. Sie wohnt (zum Glück *g*) nicht mehr bei meinen Eltern, ist aber jeden Sonntag da und jetzt wo ich da bin, auch an ihren freien Tagen, die sie aufgrund ihres Jobs an unterschiedlichen Wochentagen hat. Dann kochen wir zusammen, gucken zusammen TV (bevorzugt Kochsendungen *g*) und leisten uns einfach gegenseitig Gesellschaft :-) Entspannte Tage für uns beide …

Letzten Donnerstag hatte Zwerg auch frei und schlug vor, ob wir nicht eine Räucherlachs-Kräuter-Lasagne. Hmm, erstens bin ich nicht der weltgrößte Lachsfan und dauert Lasagne nicht zu lange (wer Zwerg kennt, weiß dass sie gerne etwas später erscheint, auch wenn noch ein ganzes Mahl geköchelt werden muss *g*). Sie versicherte mir, dass es schnell ginge, immerhin sei das Rezept aus der „Lust auf Genuss“ vom Juli mit schnellen Rezepten. Na dann … Sie hat unterwegs alles besprgt und ab dafür! Und es ging wirklich schnell! Also für eine Lasagne ;-) Zuerst dachte wir, dass die Schnittlauch-Bechamel-Menge zu wenig sei, aber beim Essen stimmte das Saucen.Lasagnenverhältnis. Wir haben auch nur die halbe Rezeptmenge an Räucherlachs genommen, was mir sehr entgegen kam, aber wer mehr auf den Fisch steht, nimmt ruhig die von den Zeitschriftenleuten vorgeschlagene Menge. Eine kleine Vitamindosis bekommt noch durch ein paar Zucchini-Streifen, die wirklich wunderbar passen. Und wirklich so schnell, dass es auch noch gut nach der Arbeit gebastelt werden kann. Probiert es ruhig aus!

Schnelle Räucherlachs-Kräuter-Lasagne

Zutaten für 4 Portionen:
12 Lasagneblätter
2 Schalotten
1 El Butter
1 EL Mehl
300 ml Milch
1/2 Bund Schnittlauch
Salz, Pfeffer
frisch geriebene Muskatnuss
2 mittlere Zucchini
250 g geräucherter Lachs (Original: 500 g)
50-100 g Käse (Gruyere laut Rezept, hier Maigouda)

(1) Ofen auf 200 °C (Umluft 180°C) vorheizen. Eine größere Auflaufform bereit stellen.
(2) Zuerst die Bechamelsauce ansetzen. Dafür die Schalotten pellen und in feine Würfel schneiden. Die Butter in einem kleinen Topf schmelzen lassen und die Schalottenwürfelchen glasig andünsten. Das Mehl hinzugeben, gut verrühren und den Topf vom Herd nehmen. Schluckweise die Milch zugeben und immer gut rühren, damit keine Klümpchen entstehen. Sobald die ganze Milch unter gearbeitet ist, die Milch bei kleiner Hitze etwa 15 Minuten köcheln lassen, dabei öfter umrühren, damit sie nicht am Boden ansetzt. Zwischendurch den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und den Schnittlauch unter die fertige Sauce rühren.
(3) Während die Sauce kocht, die Zucchini waschen und in Julienne (feine lange Streifen) schneiden. Die Lasagneblätter in kochendem, gesalzenem Wasser nach Packungsanweisung garen. Die letzten 30 Sekunden die Zucchinistreifen dazu geben und kurz blanchieren lassen. Abgießen und abtropfen lassen. Den Käse reiben.
(4) Jetzt geht es ans Schichten, hier passten je 3 Lasagneblätter pro Schicht. Zuerst ein paar Esslöffel der Sauce auf dem Boden verstreichen, die drei Lasagneblätter darauf legen, dann eine Schicht Räucherlachs, ein Drittel der Zucchinistreifen und wieder ein bißchen Sauce. So weiter schichten bis alle Zutaten verbraucht sind. Mit Lasagneplatten abschließen und zum Schluss noch etwas Sauce auf der Pasta verteilen. Den Käse drüber streuen und in den Ofen geben.
(5) 5-10 Minuten backen bis der Käse geschmolzen ist (hier etwas länger, weil wir ihn auch gerne etwas gebräunt mögen).

Mit einem frischen Salat zusammen

genießen!

Quelle: Lust auf Genuss 07/2012

Geburtstagssause die III. – Kleinigkeiten zum Wegschnabulieren

Das Phänomen ist doch allgemein bekannt: Eigentlich sind alle schon satt, aber so Kleinigkeiten passen immer noch :-) Also wurden ein paar Kleinigkeiten gezaubert, die wirklich köstlich waren, schnell zuzubereiten sind und sich wirklich gut mit den Fingern essen lassen.

Als erstes möchte ich Euch diese kleinen Blätterteigschnecken gefüllt mit Spinat und Feta vorstellen. Die Idee ist von Christina und wurde in meiner Küche umgesetzt von meiner lieben Schulfreundin S. Und die Dinger sind echt der Hammer, selbst die doppelte Menge in kleinen Schneckchen gebastelt, waren morgens 5 Uhr weg :-) Wirklich wichtig ist, dass man den Blätterteig mit einem wirklich scharfen Messer schneidet, sonst quetscht man ihn nur und er geht nicht mehr so schön auf im Ofen. Ein idealer Snack!

Spinat-Feta-Blätterteigschnecken

Zutaten für ca. 40 Mini-Schnecken:
2 Rollen Blätterteig aus dem Kühlregal
400 g TK-Blattspinat
400 g Feta
4 Eier
Salz, Pfeffer
2-3 EL Milch

(1) Den Ofen auf 200°C vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
(2) Zuerst die Füllung machen. Dafür den Spinat auftauen lassen und gut ausdrücken. Den Feta hinzukrümeln, gut salzen und pfeffern. Zwei Eier hinein geben und alles gut miteinander vermischen. Die beiden restlichen Eier trennen und die Eigelb mit der Milch verschlagen.
(3) Eine Rolle Blätterteig entrollen und von der langen Seite her (also längs) einmal halbieren. Von den beiden schmalen Blätterteigstücke die unteren zwei Drittel mit der Spinat-Feta-Mischung belegen. Vorsichtig aufrollen und die Naht gut fest drücken. Die Rollen mit der Eigelb-Milch-Mischung bepinseln und mit einem wirklich, richtig scharfen Messer in 1,5 cm breite Stücke schneiden. Diese vorsichtig mit der Schnittseite nach unten (also die Spinat-Feta-Füllung guckt nach oben) mit 2-3 cm Abstand auf die Backbleche verteilen.
(4) In den Ofen schieben und ca. 20 Minuten backen.  Mit dem restlichen Teig ebenso verfahren.

Genießen!

Quelle: New Kitch on the BlogSpinat-Feta-Schnecken

Als zweiten neuen Snack kam noch spontan ein persischen Kräuter-Omelett dazu, dass ich beim 8. Hamburg kocht-Treffen bei Heidi kennenlernte und mich spontan darin verliebte. Gott, ist das gut! Diese vielen Kräuter, traumhaft! Es ist ein bißchen Arbeit die ganzen Kräuter zu zupfen und dann zu hacken, aber es lohnt sich wirklich! Zum Glück konnten Schuldfreundin S. und ich uns die Arbeit teilen, so dass jede das machen konnte, was ihr noch am meisten Spaß macht dabei. Ich zupfte geduldig die Kräuterblättchen von den Stengeln und S. zerhackte sie mit viel Liebe fein (kann die Arbeit immer noch nicht leiden!). Kann mir auch gut vorstellen dieses Omelett für mich selbst mal abends zu machen mit entsprechend weniger Kräutern und gröber gehackt. Die Mischung der Kräuter ist auch super: viel Petersilie, ein bißchen Koriander, etwas zwiebeliger Schnittlauch und Minze für den frischen Geschmack. Eigentlich sollten noch Kurkuma, Walnüsse und Berberitzen rein, hab ich aber drauf verzichtet, war auch so sehr sehr lecker! Wer Kräuter mag und das Prinzip einer italienischen Firttata oder spanischen Tortilla mag, wird die Dinger lieben.

Kuku sabzi – Persisches Kräuter-Omelett

Zutaten für 1 große Pfanne oder 6 Personen als Vorspeise:
2 türkische Bund Petersilie oder 4 deutsche Bunde
1 Bund Dill
1/2 Bund Koriander
1/2 türkisches Bund Minze oder 1 ganzes deutsches
1 Bund Schnittlauch
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe (hier: konfiert)
5 Eier
1 EL Mehl
1 TL Backpulver
Salz, Pfeffer
ordentlich Öl

(1) Zuerst die Kräuter vorbereiten. Dazu von allen Kräuter die Blätter abzupfen, Stengel sind hier nicht willkommen, und in eine Salatschleuder geben. Waschen und gut schleudern. Die Kräuter portionsweise mittelfein hacken und in eine Schüssel geben.
(2) Die Zwiebel und Knoblauch pellen, fein würfeln und in etwas Öl in der Pfanne andünsten bis sie weich sind. Zu den Kräutern geben. Das Mehl und Backpulver zu den Kräutern in die Schüssel geben, gut salzen und pfeffern. Die Eier darüber schlagen und alles gut verrühren zu einer geschmeidigen Masse.
(3) Einen ordentlichen Schluck Öl (sollte gut den Boden der Pfanne bedecken) in der Pfanne heiß werden lassen. Dann die Kräuter-Ei-Masse hinein geben und glatt streichen. Bei mittlerer bis kleinerer hitze langsam stocken lassen. Das dauert ein Weilchen. Nur Geduld! Wenn auch die Oberfläche fest geworden ist, einen großen Teller oder Tablett auf das Omelett legen, umdrehen und dann die noch ungebackene Seite vorsichtig wieder in die Pfanne gleiten lassen. Noch einige Minuten weiterbraten bis es fest ist.
(4) Wieder auf einen Teller stürzen und in 6-8 Tortenstücke schneiden.

Genießen!

Quelle: abgewandelt nach Heidis Rezeptheftchen zum Persischen Kochen

Und weil ich meine Pappenheimer hier aus Kassel kenne und sie erstaunlicherweise die Auberginenröllchen wirklich richtig gerne mögen, habe ich für sie noch die dreifache Menge nach dem altbewährten Rezept gebastelt, dieses Mal aber wirklich mit Thymian, was doch ’nen Tick besser schmeckt als mit Oregano. Hach, die waren aber auch wirklich gut!

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