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Budapest 2018: Besuch im Lieblingsrestaurant „Rosenstein“

Kommen wir endlich zu meinem neuen Lieblingsrestaurant – das „Rosenstein“! Seit es in einer Sendung auf arte vor sieben Jahren erwähnt wurde, wollte ich dort hin und endlich hat es geklappt. Es liegt in einer unscheinbaren Straße, nicht weit vom Keleti Bahnhof, also Ostbahnhof entfernt und war für uns in 20 Minuten zu Fuß von der Ferienwohnung aus zu erreichen.

Wir waren mit unserem ältesten Cousin und seiner Frau verabredet, die verkehrsbedingt ein bisschen später ankamen. So konnten Susi und ich noch die Atmosphäre im Lokal genießen. Wir haben uns sofort sehr willkommen gefühlt. Es war irgendwie ein bisschen wie nach Hause kommen. Der Kellner, der uns hauptsächlich für uns zuständig war, fragte nach Getränkewünschen, mit denen wir die Zeit bis zur Ankunft der anderen beiden überbrücken konnten.

Nachdem wir alle die Karte ausgiebig studiert hatten (ich auch schon die Tage vorher immer mal wieder online *g*) und uns nach langem hin und her entschieden, kamen die folgenden Vorspeisen an unseren Tisch:

Zsidó tojás, übersetzt jüdisches Ei, ist eine Eipastete und wirklich köstlich! Dafür wird in Gänseschmalz gebratene Gänseleber zerdrückt und mit hartgekochten Eiern und Gewürzen gemischt. Muss ich mal ausprobieren!

Außerdem wurde noch Gänseleberpastete serviert, die auch wahnsinnig lecker war. Cremig, sanft und würzig gleichzeitig, perfekt:

Susi und ich sind beide große Suppenliebhaber und bestellten uns ein Süppchen. Ich wollte schon immer mal Matzeknödel kosten und hatte die hausgemachte Rinderbrühe mit einem würzigen Matzeknödel, der eine angenehme Zitronennote hatte (links). Susi wollte eine Kraftbrühe mit Gänseleber (rechts) und war auch äußerst angetan.

Die Frau unseres Cousins wählte als Hauptgang Wildschweinragout mit Rotwein und hausgemachten Kroketten. Sie war sehr begeistert!

(Es tut mir leid, die folgenden beiden Bilder sind, warum auch immer, unscharf *doppelseufz*)

Z. wollte der Gänseleber nochmal eine Chance und wählte die gegrillte Gänseleber mit Tokajer-Sauce. Er war etwas skeptisch, ob des Gargrades (unsere Familie mag ihr Fleisch größtenteils 200%ig tot *g*), fand es aber doch sehr lecker!

Ich entschied mich für Wild, genauer gesagt für geschmorte Hirschkeule in einer pikant süß-säuerlich abgeschmeckten Gemüsesauce mit Semmelknödeln. Ich habe diese Vadas-Sauce schon selbst gemacht und öfters gegessen, aber sooo perfekt noch nie! Meine Güte, unglaublich köstlich!

Susi blieb traditionell und entschied sich für Wiener Schnitzel (richtig mit Kalbsfleisch, nicht Wiener Art) mit Petersilienkartoffeln, die unter dem Schnitzel versteckt waren und einem wirklich großartigen und schneeweißen Weißkohlsalat. Äußerste Zufriedenheit auch dort! Knuspriges, dünnes, gleichzeitig unglaublich zartes Fleisch!

Wir Frauen waren mehr als satt, aber mein Cousin wollte gerne noch eine süße Kleinigkeit. Nach meiner Beratung entschied er sich für ein Stück Flódni. Flódni ist ein jüdischer Schichtkuchen, der mit Apfel, Walnuss, Pflaumenmus und Mohn gefüllt ist und traditionell zu Purim gegessen wird. Vorausschauernderweise brachte der Kellner gleich vier Gabeln mit, damit wir anderen auch kosten konnten. Und das hat sich gelohnt! Eine perfekte Kombination aus fruchtig, nussig und mohnig. Schön saftig, genau richtig süß! Großartiger Kuchen! Ich werde mich mal auf Rezeptsuche begeben und versuchen ihn zu backen!

Meine Wenigkeit bei konzentrierter Foodbloggerarbeit *g*

Am Eingang des „Rosenstein“s ist ein Tresen aufgebaut, an dem man neben Pflaumenschnaps, Wein, hausgemachtem Sirup oder Nudeln auch das Kochbuch des Restaurants käuflich erwerben, das das Vater-Sohn-Gespann geschrieben hat. Die gibt es natürlich in ungarisch aber auch englisch.

Wir waren uns alle vier einig, dass dies ein wunderbarer Abend in einem wirklich großartigen Lokal war. Gemütliche Atmosphäre, sehr aufmerksamer, freundlicher Service und grandioses Essen! Traditionell, aber mit einem gewissen Etwas und hochwertigen Zutaten und immer auch jüdische Spezialitäten auf der Karte. Susi meinte sogar, sie würde am liebsten am nächsten Tag gleich wieder hin. Auch ich hätte nichts dagegen gehabt und kann nur wirklich jedem empfehlen, dort einen Tisch zu reservieren. Wenn wir das nächste Mal in Budapest sind, werden wir definitiv wieder hingehen!

Rosenstein Vendéglö
Mosonyi utca 3 (nahe des Ostbahnhofs)
1087 Budapest, Ungarn

Öffnungszeiten: Montag bis Samstag 12:00 – 23:00 Uhr

Für Schnitzelgelüste ohne Fleisch: Sellerieschnitzel mit Kartoffelsalat ~ Ha kell egy rántott falat húsnélkül: Rántott zeller burgonyasalátával

Die ungarische Hälfte meiner Gene gelüstet es manchmal, nein, eigentlich ziemlich regelmäßig nach Paniertem oder nennen wir es gleich Schnitzel. Frau Mama mag es nicht so gerne, aber sie ist ja auch die biodeutsche in unserer Familie. Nun will ich nicht immer Fleisch für Schnitzel kaufen, das geht ja auch mit Gemüse, wie mit den Zucchini und Blumenkohl bewiesen. Jetzt dümpelte noch eine zu dreiviertel vorhandene Sellerieknolle in meinem Kühlschrank rum, die auch nicht besser wurde. Also schwupps beschlossen sie zu panieren und auszubacken. Wer mag und Muße hat, kann es auch gerne zu Sellerie-Cordon bleu verarbeiten, das war mir zu viel Aufwand. Und weil ich nicht gerne lange am Stück in der Küchen stehen mag/kann, brauchte es eine gut vorzubereitende Beilage. Was bietet sich da besser an als Kartoffelsalat, der ein bisschen durchziehen sollte bis zum Essen?

Mir war nach einem einfachen, vertrauten Salat und so mischte ich schnell Frau Mamas Kartoffelsalat zusammen, immer wieder gut! Im Gegensatz zu den Zucchini sollten die Selleriescheiben einige Minuten vorgekocht, damit sie auch gar werden bevor die Panade verbrannt ist. Der Sellerie wird dadurch angenehm süß. Ich habe die Würzung hier sehr pur gehalten, aber kann mir auch vorstellen, dass ein paar Haselnüsse in den Semmelbröseln oder vielleicht Thymianblättchen noch einen gewissen Pfiff zu den Sellerieschnitzeln geben könnten.

War wirklich lecker und hat mich glücklich gemacht. Leider haben so Gemüseschnitzel in meinem Haushalt die Tendenz sich schnell aufzulösen, wahrscheinlich weil ich immer eins esse, wenn ich in die Küche gehe *g* Sie sind aber auch abgekühlt auch noch zu köstlich!

Sellerieschnitzel

Zutaten für 3 Portionen:
1 mittelgroße Sellerieknolle
Salz
Pfeffer
Mehl
1-2 Eier
Paniermehl/Semmelbrösel

Öl zum Ausbacken

(1) Die Sellerieknolle schälen und in mitteldünne Scheiben schneiden.
(2) Einen kleinen Topf mit Salzwasser aufsetzen. Wenn es kocht, die Selleriescheiben zugeben und ca. 5 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen. Abgießen und gut abtropfen lassen.
(3) Die Panierstraße vorbereiten. In einen Teller (oder Gefrierbeutel) Mehl geben. In einem tiefen Teller die Eier mit etwas Salz verschlagen. In einen dritten Teller (oder tiefere Schüssel) das Paniermehl geben. Die Selleriescheiben etwas pfeffern. Dann erst im Mehl wälzen, mit Hilfe einer Gabel durch das Ei ziehen und zum Schluss in das Paniermehl geben bis die ganze Scheibe gut bedeckt ist. So mit allen Selleriescheiben verfahren.
(4) In einer großen Pfanne so viel Öl heiß werden lassen, dass der Boden so 1-2 cm bedeckt ist. Es ist heiß genug, wenn an einem Holzlöffel, der ins Öl gehalten wird, kleine Bläschen enthusiastisch aufsteigen. Nacheinander die fertig panierten Scheiben bei mittelhoher Hitze ausbacken bis sie auf beiden Seiten goldbraun sind.
(5) Auf einem mit Küchenkrepp bedeckten Teller zwischenlagern bis alle fertig ausgebacken sind.

Dazu passt Kartoffelsalat nach Wahl oder Petersilienkartoffeln oder Kartoffelbrei plus einen frischen Salat.

Genießen!

*********************** Magyar ***********************

A fél magyar génem elég rendszeresen kíván rántott szeletek. De sokszor nincs igazán kedvem ehesz húst venni a boltban. De sok zöldségek is lehet rántani, például cukkini vagy karfiol. Egy levestol még maradott egy 3/4 zellergumót és az se lesz jobb ha még több időt maradt a hütöben. Akkor gyorsan megpucoltam, egy kicsit elöföztem és rantottam. Nagyon finom lett, a zeller kellemes édeskés lett, de nagyon tisztán hagytam az egészet, bisztosan jó illik a rántásban is mogyorómorzsák vagy kakukkfű. Legközelebb!Mellé csináltam burgonyaslátát ahogyan anyukám szokott csinálni, az nekem igazi vigasz étel. Mindketten egy tányeron nagyon jól esett! Probáljatok ki, nem csak csirkemell lehett rántani ;-)

Anyukám burgonya saláta

Hozzávalók 4 adag ebédre:
14-16 közepes burgonya
1 hagyma
1 alma
3-4 csemegeuborka
csemegeuborkalé
só, bors
1 kis korty olaj
még lehet: kockázott sonka vagy föt tojás

100-200 ml tejföl
2-4 tk édesnemes paprika

(1) A burgonyát fözünk a héjában sós vizben kb. 30 percig meddigre puhák. Héjázunk és szeletelünk.
(2) Közben pucolunk a hagymát és finom kockára vágunk. Ugyan azt csinálunk az alma és uborkával csak egy kicsit nagyobb kockára vagjuk. Egy nagyobb tálban teszünk. Hozzá adunk a krumpliszeletek. Jó ózunk, borsózunk. Rá öntünk az uborkalé, k.b. annyit hogy lehet látni a tálalján. Még bele öntünk az olajt és óvatosan össze keverünk. Lefedve hagyunk legalább 1 órát állni.
(3) Mi elött tálalunk összekeverünk a tejföl a paprikával és a saláta alá keverünk. Kóstólunk: hiányzik még só vagy bors?

Jó étvágyatok!

Rántott zeller

Hozzávalók 3 nagyobb adagra:
1 közepes zellergumó

bors
liszt
1-2 tojás
zsemle morzsa

olaj a sütéshez

(1) A zellert hámozunk és közepes méretű szeletekre vágjuk. Sós vízben kb. 5 percig közepes lángon egy kicsit puhább főzünk. Kihozunk és lecsepegtetünk.
(2) Elöre készitünk a rantáshoz: egy tálban tessünk a lisztet, egy mely tányérban összekeverünk a tojást egy kis sóval és a harmadikban teszünk a zsemlemorszát. A zellerszeletek borsózunk és egymás utan lisztezünk, tojásunk és utoljára a zsemlemorzsákban.
(3) Az olajot melegítünk egy nagy serpenyőben és egymás után kisütünk a rántott zellerszeletek. Lecsepegtetünk papír konyhatörlön.

Melegen a salátával vagy kihűlt csak így ehető. Ti tudjátok hogy mivel a legjobban szeretitek a rántott szeletek :-)

Jó étvágyatok!

 

Wie macht man eigentlich? … Panierte Schnitzel

Bei ungarischer Küche denken ja viele sofort an Gulasch. Ist nicht verkehrt, da gibt es tatsächlich viele Variationen, ob aus Schwein, Rind, Hühnchen oder auch Kartoffeln, Pilze, Kürbis. Aber eine andere Zubereitungsweise, die ich unweigerlich mit Ungarn verbinde ist das Panieren. Ich behaupte mal, mindestens alle 3 Wochen steht in jeder ungarischen Familie am Sonntag panierte Schnitzel oder Hühnerteile auf dem Tisch. Zumindest bei meiner ist es so ;-) Und ich finde es nicht schlimm, ich mag es sogar außerordentlich gerne.

So durfte ich natürlich schon als kleines Kind beim Panieren helfen. Gerade für Kinder eine herrliche Arbeit in der Küche: rumgatschen, so wirklich richtiges Essen machen (nicht nur rühren). Die Küche wird danach nicht sauberer aussehen, aber zumindest bleiben die Hände der Eltern vielleicht sauber ;-) Aber es soll ja auch Leute geben, in deren Familie solche Gerichte nicht gekocht wurden. Die dem zukünftigen Ehemann mal selbst Schnitzel braten wollen (ja, ich wurde tatsächlich von einer Freundin mal gefragt, ob ich ihr zeigen könnte, wie man Schnitzel macht *g*). Also nutze ich meinen kleinen Blog und zeige es mal der Allgemeinheit. Ich erhebe nicht den Anspruch des perfekten Wiener Schnitzels, das ist nochmal eine Kunst für sich (die ich leider noch nie kosten durfte), aber panierte Schweineschnitzel kriege ich super hin! Es geht natürlich auch mit Hähnchen oder Pute, je nach Vorliebe!

Allerdings gibt es auch hier ein paar Regeln, die man beachten sollte, aber die sind nicht schwer. Besonders wichtig finde ich die Qualität der Semmelbrösel. Habt ihr Euch mal die gekauften Semmelbrösel angeguckt? Ich finde, die sehen unnatürlich aus, extremst künstlich. Dabei ist es soo einfach die Dinger selbst herzustellen und gleichzeitig kann man noch Brot und Brötchen verwerten, die man sonst vielleicht weg geworfen hätte. Wenn ich Brotstückchen übrig habe, die ich nicht mehr essen mag, schneide oder rupfe ich sie in kleinere Stücke und lasse sie auf einem Tablett so lange an der Luft trocknen bis sie ganz hart sind. Diese getrockneten Stücke schreddere ich in meiner 30 Jahre alten Moulinette, es geht aber auch jeder andere Mixer. Noch schnell durch ein Sieb geben und fertig ist das selbstgemachte Paniermehl. Ich sammele immer etliche Brotreste, bewahre sie in einer Gefriertüte auf und mache dann immer eine Großschredderaktion und habe gleich Paniermehl auf Vorrat.

Um beim Panieren möglichst effektiv zu arbeiten, empfiehlt es sich vorab eine „Panierstraße“ zu bauen, damit man ohne große Umstände alle wichtigen Stationen beisammen hat. Traditionell wird das Paniergut erst in Mehl gewendet, dann mit verschlagenem Ei überzogen und zum Schluss ins Paniermehl gegeben, dann ausbacken.

Auf dem obigen Bild sieht man meine Panierstraße. Das Mehl gebe ich immer in einen relativ großen Gefrierbeutel. Das zu panierende Zeug wird dann nur portionsweise hinein gegeben, den Gefrierbeutel so zuhalten, dass auch ordentlich Luft drin ist und schütteln. Den Trick hab ich mir von Caterina Valente abgeguckt, die ihn mal in einer „alfredissimo“-Sendung zeigte. Kann sich noch einer an die Kochsendung mit Alfred Biolek erinnern? Also durch das Schütteln im Gefrierbeutel spart man eine Menge Mehl und das Fleisch ist gleichmäßig bemehlt und es muss nicht soviel abgeschüttelt werden. In einen tiefen Suppenteller wird dann Ei auf- und mit etwas Salz verschlagen. Für so vier Schweineschnitzel braucht man etwa 2 Eier zum Panieren. Das mehlierte Fleisch wird dann mit Hilfe einer Gabel durch das Ei gezogen. In einem weiteren tiefen Teller (oder bei mir Schüssel) wird das Paniermehl gegeben, wo das Fleisch als letzte Station landet. Durch das Ei vorher, hält das Paniermehl ganz wunderbar. Dabei kann auch noch mit Aromen gespielt werden. Ich habe hier noch ein paar Sesamsamen ins Paniermehl gemischt, aber es gehen auch frische Kräuter wie Thymianblättchen. Ein Tipp noch, versucht das Fleisch nur mit einer Hand anzufassen, damit eben nur eine Hand richtig klebrig wird. Das wird sich leider nicht vermeiden lassen (finden Kinder aber super *g*)!

Und dann hat man fertig panierte Schnitzelchen. Ihr seht, sie müssen nicht hauchdünn sein, wie beim Wiener Schnitzel, aber es schadet auch nicht, sie mit Hilfe eines Topfes/Pfanne zwischen Frischhaltefolie/Gefrierbeutel auf ca. 1 cm Dicke zu klopfen. Dann werden sie einfach schneller gar und die Gefahr, dass die Panade verbrennt während das Fleisch noch roh ist, ist geringer.

Während ihr die letzten Schnitzelchen paniert, könnt ihr schon das Fett in einer Pfanne auf dem Herd heiß werden lassen. Ich bereite immer alles vor, bevor ich mir die Hände dreckig mache. Also Pfanne auf den Herd und geöffnete Ölflasche daneben. Richtig schön wäre ja Butterschmalz zum Ausbacken, aber das ist mir zu teuer. Ich benutze meist Rapsöl, das sich auch gut hoch erhitzen lässt. Ihr seht, der Pfannenboden ist nicht nur dünn mit Öl bedeckt, aber es muss bei Schnitzeln auch nicht 10 cm hoch stehen, so 1-2 cm sind völlig ausreichend, dass das Fleisch schön ausbacken kann. Für Anfänger ist eindeutiger Indikator, ob das Fett heiß genug ist, wenn ihr den Stiel eines Holzkochlöffels rein haltet, sollten dort kleine Bläschen aufsteigen. Man kann auch eine Ecke vom Schnitzelchen ins Fett halten und wenn dann Blasen aufsteigen, hat das Fett die richtige Temperatur. Dann die Schnitzel wirklich vorsichtig ins Fett gleiten lassen! Kleine Kinder sollten jetzt nicht mehr in der Nähe sein. Heißes, spritzendes Fett auf der Haut tut wirklich ernstlich weh! Aber trotzdem keine Angst, mutig sein! Wem es angenehmer ist, kann die Schnitzel gerne mit einer Kochzange o.ä. ins Fett geben, um mehr Platz zwischen sich und der Pfanne zu haben.

Dann die Schnitzel bei mittelhoher Hitze (da muss man mit dem eigenen Herd etwas experimentieren) von beiden Seiten goldbraun ausbacken.

Die fertigen Schnitzelchen mit einer Zange oder Gabel hochnehmen, gut abtropfen lassen und dann auf einem Teller, der mit 2-3 Lagen Küchenkrepp belegt ist, entfetten lassen. Wenn man eine Großfamilie zu verköstigen hat und das Schnitzelausbacken länger dauert, kann man die fertigen Schnitzel auch im 50°C warmen Ofen, warm halten. Ich lege zwischen jede Schicht fertige Schnitzel wieder neues Küchenkrepp, weil fettige, labbrige Schnitzelchen mag niemand.

Und dann kann man sie einfach nur genießen! Warm mit Kartoffel- oder Nudelsalat oder mit Salzkartoffeln und Gemüse dabei oder mit Spargel oder wie bei mir oben gesehen mit aufgebratener Polenta und simpelst gekochten Stangenbohnen. Unsere Familie macht auch gerne mehr Schnitzel, weil wir sie auch kalt (also Raumtemperatur) zwischen zwei Brötchenhälften essen. Dann aber mit Ketchup *g*

Ein Träumchen so ein Schnitzel! Ich liebe es einfach!

Nachtrag:

Die großartige Lisa Neun vom Comic-Blog „Fresh Fish„, den ich gefühlt schon immer lese, ließ mir noch ein kleines Comic per Twitter zukommen: als Klein-Lisa Schnitzel panierte. Danke schön! Ich musste so lachen, weil es GENAU SO ist!

Anjapantes Orangen-Geschnetzeltes

Es passiert manchmal, dass ich mehr Fleisch kaufe als ich für das Gericht brauche, weil ich das Rezept falsch im Kopf haben oder aus welchen Gründen auch immer. Fragt nicht! Und so war letztens irgendwann noch ein einsames Schnitzelchen übrig. Was damit tun an einem Sonntagabend, an dem man nicht sonderlich willig war zu kochen? Hmm, man könnte es in eine Marinade einlegen. Damit es schneller mariniert richtig klein schneiden und die Marinierzeit zu den üblichen Sonntagstelefonaten nutzen. Das eigentliche Kochen ist schneller erledigt als die geneigte Leserschaft „Bob ist mein Onkel“ sagen kann. Es schmeckt wunderbar fruchtig und passt zu Couscous, Reis und noch irgendeine gemüsige Beilage. Schnelle, Faule-Köche Küche :-)

Japanisiertes Orangen-Schnitzelchen

Zutaten für 1 Portion:
1 Schnitzel
1 Orange
3 TL Sake
3 TL Mirin
6 TL Sojasauce
Prise Zucker
1 Frühlingszwiebel
Schluck neutrales Öl

(1) Das Schnitzel in dünne Streifen schneiden. In ein Schüsselchen geben.
(2) Die Orange filetieren, dafür oben und unten ein Stück abschneiden, dass sie gut stehen kann. Dann mit einem scharfen Messer, die Schale samt weißer, bitterer Haut rundherum abschneiden. Die einzelnen Segmente zwischen den Häutchen vorsichtig rausschneiden. Den Saft dabei in dem Schüsselchen mit dem Fleisch auffangen und die Orangenfilets in eine andere geben.
(3) Zum Fleisch noch den Sake, Mirin, Sojasauce und die Prise Zucker geben. Gut mischen und etwa 30 Minuten marinieren lassen.
(4) Währenddessen die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden.
(5) Das Fleisch aus der Marinade nehmen, abtropfen lassen, die Marinade auffangen. In einer Pfanne denn Schluck Öl erhitzen. Das fleisch darin anbraten. Die Frühlingszwiebelstückchen hinein geben und kurz anbraten. Die Marinade dazu geben, etwas einkochen lassen. Die Orangenfilets hinein geben und ohne groß zu rühren, erhitzen.

Mit Reis/Couscous und einer netten Gemüsebeilage/Salat servieren und

genießen!

Katsudon – Japanisches Schnitzel auf Reis

Heute mal was aus Fernost. Mit der japanischen Küche beschäftige ich mich schon länger, auch und erst recht abseits von Sushi. Besonders angefixt bin ich von Donburis, also eine Schüssel gekochter Reis mit einem Topping. Dieses kann aus Fleisch, Fisch oder auch gänzlich vegetarisch sein. Und von wem wurde ich süchtig gemacht? Vom Sasaya in Berlin natürlich ;-)

Wie schon das Okonomiyaki, hab ich auch dieses Gericht aus dem wirklich sehr schönen Buch „Itadakimasu – Guten Appetit auf japanisch„, das japanische Alltagsküche zeigt. Die Japaner essen zwar sehr viel Fisch, aber es gibt eben auch Fleischgerichte, die sehr lecker und einfach zu kochen sind, wie dieses hier.

Zuerst bastelt man sich ein knuspriges Schnitzelchen, köchelt schnell parallel eine wirklich leckere Sauce, die mit Zwiebeln und Erbsen verfeinert wird. Alles wirklich simpel und schnell zu machen und die Sauce finde ich pur schon wirklich köstlich! Passt wunderbar zu einer Schale frisch gekochten Reis und etwas Salat. Wenn die geneigte Leserschaft mal etwas japanisch essen will und nicht unbedingt Algen und Fisch mag, hier das Rezept:

Katsudon – Schweineschnitzel auf Reis

Zutaten für 4 Personen:
450 g Reis

Für die Schnitzel:
4 kleine, dünnere Schweineschnitzel
Pfeffer, Salz
2 EL Mehl
1-2 Eier
50g Paniermehl (oder Panko)
6 EL Öl

Für die Sauce:
300 ml Dashi (oder Gemüsebrühe)
3 EL Sake (oder Sherry)
3 EL Mirin
1 EL Zucker
3 EL Sojasauce
1 mittelgroße Zwiebel, in Streifen geschnitten
4 EL Tiefkühl-Erbsen

4 Eier

(1) Zuerst den Reis kochen und warm halten.

(2) Währenddessen auf drei Tellern das Mehl, die verquirlten Eier und das Paniermehl geben. Die Schnitzel salzen, pfeffern und nacheinander in Mehl, Eiern und Semmelbrösel panieren. In dem Öl ausbraten, auf Küchenpapier entfetten lassen und in etwa 2cm breite, mundgerechte Streifen schneiden.

(3) Die Saucenzutaten ohne die Erbsen vermischen und mit den Zwiebelstreifen zusammen in einen Topf geben. Auf hoher Hitze aufkochen lassen und dann bei mittlerer Hitze so lange weiterköcheln bis die Zwiebeln gar sind. Zuletzt die Erbsen hinzufügen.

(4) Den Reis auf vier Schüsseln verteilen.

(5) Die Streifen eines Schnitzels in eine Pfanne geben, mit einem Ei und 1/4 der Sauce übergießen und kurz stocken lassen. Auf dem Reis anrichten. Mit den restlichen drei Portionen ebenso verfahren und dann …

… genießen!

Quelle: Dehnst F., Schmidt A. (2008): Itadakimasu – Guten Appetit auf Japanisch. Christian

Es eignet sich auf wunderbar für’s Bento, wenn man eine Portion übrig lässt (und nicht so verfressen ist wie ich *g*). Ansonsten kann man auch ein paar Schnitzelchen auf Vorrat machen und fertig gebraten einfriert. Die aufgetauten Schnitzel kann man dann kurz im Ofen wieder knusprig aufwärmen.

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