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Baked spaghetti – Einfachster Spaghettiauflauf mit Mozzarella

Ruhig war es hier die letzten zwei bis drei Wochen. Ich war über Ostern in der Ostseeheimat, dann war die kleine Schwester für eine Woche hier bei mir und Frau Mamas Besuch folgte gleich, so dass ich kaum am heimischen Laptop saß. Und wenn doch, dann habe ich Fotos sortiert (und von vielen vergangenen Urlauben ganz oldschool zum Entwickeln geschickt) und die vom letzten Urlaub in Strasbourg bearbeitet, damit ich Euch auch ein paar Eindrücke von unserer Woche dort zeigen kann. Ich kann schon verraten, ich war sehr begeistert. Wirklich sehrsehr!

Dafür bringe ich Euch heute einen wirklich einfachen Spaghettiauflauf mit, dessen Zutaten zum Großteil in der Speisekammer und vielleicht auf dem Balkon zu finden sind. Also eigentlich sind es nur Nudeln mit Tomatensauce, aber eben wunderbar im Ofen mit Mozzarella gebacken.

Aufmerksam darauf wurde ich durch ein Video auf dem YouTube-Kanal „Everyday Food„, der vom Team des Martha Stewart-Magazins bespielt wird und den ich sehr mag. Es ist ein wirklich schönes Alltagsessen, dass sich wahlweise gut vorbereiten oder schnell nach der Arbeit zubereiten lässt. Durch das Backen im Ofen kommt noch eine schöne Extranote, die normal auf dem Herd gekochte Nudeln mit Tomatensauce so nicht haben. Probiert es ruhig mal aus, einfach und köstlich!

Einfachster Spaghettiauflauf – Baked spaghetti

Zutaten für 2 Personen:
170 g Spaghetti
Salz
1 Dose Tomatenstücke (400 g)
1 EL Olivenöl
1 Mozzarellakugel (125 g)
1 Knoblauchzehe
frischer Basilikum

(1) Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleinere Auflaufform bereit stellen.
(2) Ein Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Den Knoblauch häuten und fein hacken.
(3) In einem breiteren Topf das Olivenöl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen, die Knoblauchwürfel zufügen und 1 Minute mitbraten bis er duftet. Die Tomaten zugeben, salzen und zum Kochen bringen. Enthusiastisch etwa 12 Minuten köcheln lassen bis die Sauce eingedickt ist.
(4) Zwischenzeitlich die Pasta 5 Minuten vorkochen. Sie wird noch nicht annähernd weich sein. Zurück in den Topf geben. Tomatensauce dazu geben, den Basilikum drüber zupfen und die Hälfte der Mozzarellakugel hinein rupfen. Gut verrühren.
(5) In die Auflaufform geben und mit den restlichen Käse darüber zupfen.
(6) Auf mittlerer Schiene etwa 25 Minuten backen bis der Käse goldbraun ist und der Auflauf an den Seiten blubbert.

Genießen!

Quelle: Martha StewartBaked Spaghetti and Mozzarella

Sättigender, aber frischer Pastasalat für warme Sommertage

Ich kann mich über den Sommer momentan nicht beschweren! Meist sind die Temperaturen in einem für mich angenehmen Bereich, die Sonne scheint für mein Empfinden und die Pflänzken auf dem Balkon ausreichend und die große Hitze beschränkte sich auf nur wenige Tage bisher, die ich bei geschlossenen Fenstern gut überstanden habe.

Trotzdem so einige Tage waren dabei, die sich als körperlich anstrengend herausstellten. Und da braucht es Gerichte, bei deren Zubereitung sich das Gehirn nicht sonderlich anstrengen muss, was also schon fast unterbewusst abläuft. Zusätzliche Erschwernis – es muss sättigend sein, also Joghurt mit TK-Blaubeeren vermischen zählt nicht, weil mir erstens den ganzen Nachmittag schlecht wäre, ob es süßen Mittags und ich zweitens nach 45 Minuten wieder Hunger hätte.

Dieser Spaghettisalat, dessen Rezept von Susi ersonnen wurde, ist schon seit gut 10 Jahren im Familienrepertoire und wird immer wieder gerne zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten serviert. Im Sommer eignet er sich als sättigendes, lauwarmes Mittagessen oder zum Grillen. Es gab ihn bei uns aber auch schon als Salat auf dem Silvester-Buffet oder ich habe ihn zu Geburtstagssausen mitgebracht. Und immer kam er gut an, weil er durch das zitronige Dressing sehr frisch schmeckt, die Tomätchen bringen die richtige Säure, der kurz vor dem Servieren untergerührte Rucola ist knackig und pfeffrig zugleich. Gleichzeitig ist der Nudelalat durch den Lachsschinken angenehm herzhaft. Eine wirklich schöne Kombination, die ich jedem ans Herz legen kann!

Frischer, sättigender Spaghettisalat

Zutaten für 4 Portionen:
300 g Spaghetti
2 Frühlingszwiebeln
125 g Mozzarella, auseinander zupfen
100 g Räucherlachsschinken, gezupft
250 g Cherry-Tomaten, halbiert
150 g Rucola, grob geschnitten
2 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer, Zucker
6 EL Olivenöl

(1) Die Spaghetti in Drittel brechen und nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen.
(2) Währenddessen die Frühlingszwiebeln schräg in dünne Scheiben schneiden und das Dressing zubereiten. Dazu den Zitronensaft mit Salz, Pfeffer und Zucker vermischen bis sich Salz und Zucker aufgelöst haben. Dann unter ständigem Rühren das Olivenöl einrühren bis ein homogenes Dressing entsteht. Unter die abgegossenen, noch heißen Spaghetti die Frühlingszwiebeln und das Dressing geben. Abkühlen lassen bis es lauwarm ist.
(3) Sowohl den Räucherlachsschinken als auch den Mozzarella in die Pasta hinein zupfen. Zwischendurch öfter umrühren, damit der Käse und Schinken sich verteilen. Die Tomaten halbieren, hinein geben. Den Rucola grob zerschneiden und ebenfalls dazu geben. Gut durchmischen und sofort noch lauwarm servieren.

Anmerkung: Kalte Reste können am nächsten Tag für eine halbe Minute in der Mikrowelle aufgewärmt werden.

Genießen!

Spaghetti-Auflauf aus dem Slowcooker

Die Garten- und Ausflugssaison ist ja in vollem Gange! Wer hat bei schönem Wetter schon Lust und, seien die Gartenbesitzer mal ehrlich, Zeit lange in der Küche zu stehen. Die gleißende Sonne, die zwitschernden Vögel, der wispernde Wald, das plätschernde Wasser oder einfach das Unkraut im Garten ziehen einen nach draußen, aber trotzdem möchte zumindest ich eine vernünftige Mahlzeit am Tag haben. Und da kommt wieder mein geliebtes kleines Schmormonster zum Einsatz! Das alte zeit- und energiesparende Prinzip: morgens alles fix in den Slowcooker schichten, anstellen und mittags bzw. abends dann das fertige Essen genießen ohne, dass man weiter einen Gedanken dran verschwenden muss. Für mich unglaublich praktisch!

Nun hab ich Euch ja schon etliche Suppen- und Schmorgerichte, sowohl in vegetarisch als auch mit Fleisch vorgestellt, aber von im Slowcooker gegarten Nudeln hielt ich mich bisher immer fern, weil die ganz gerne verkochen in der langen Zeit. Aber Gabi und Ulrike haben so ein Rezept in ihrem Kochbuch „Slowcooker für 2“ und ihren Rezepten vertraue ich (fast) blind. Und was soll ich sagen: es funktioniert tadellos. Die knapp al dente vorgekochten Spaghetti werden nicht matschig und mit den weiteren würzigen und gemüsigen Zutaten ergibt das einen wirklich schönen Alltagsauflauf, den man gut nach einem Vormittag im Gemüsebeet vertragen kann.

Italienischer Spaghetti-Auflauf

Zutaten für 2-3 Portionen:
125 g Spaghetti
50 g Paprika
2 Frühlingszwiebeln
50 g Erbsen (TK)
50-100 g Wurst- oder Schinken (hier: Schinken)
6-8 Cocktailtomaten

Für den Guss:
2 Eier
150 ml Sahne
75 g geriebener Käse
Salz, Pfeffer
Paprikapulver, getrockneter Oregano

etwas Öl zum Einfetten des Einsatzes

Slowcooker: 1,5 l
Zeit: 3,5-4 Stunden
Stufe: LOW

(1) Den Einsatz des Slowcookers dünn mit Öl einfetten.
(2) Dann das Gemüse vorbereiten. Die Paprika in mittelgroße Würfel schneiden, die Frühlingszwiebeln in Ringe. Die Wurst oder Schinken in kleine Würfel schneiden. Die Cocktailtomaten halbieren.
(3) Die Spaghetti in Salzwasser 1 Minute weniger als angegeben knapp al dente kochen. Die letzten 2 Minuten das Gemüse zugeben. Alles in ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen. Die Spaghetti und Gemüse in den Einsatz des Slowcookers geben, die Schinkenwürfel untermischen und mit den Tomaten belegen.
(4) Alle Zutaten für den Guss gründlich miteinander verrühren. Wenn die Wurst/Schinken sehr salzig ist, weniger Salz verwenden. Die Menge an Paprikapulver und Oregano ganz nach Geschmack, meine ungarischen Gene lassen mich immer ein bisschen mehr davon nehmen. Den Guss auf die Nudeln gießen. Deckel drauf.
(5) 3,5-4 Stunden auf LOW garen lassen bis die Eimasse gestockt und der Käse geschmolzen ist.

Zusammen mit frischem Salat servieren.

Genießen!

Quelle: Frankemölle G., Westphal, U. (2015): Slowcooker für 2. p 48

Spaghetti mit cremiger Lauch-Speck-Sauce

Schnelle Küche ist doch bei uns allen ein großes Thema, oder? Wer hat schon Zeit (und seien wir ehrlich, auch Lust) jeden Tag groß zu kochen? Aus unerfindlichen Gründen lag in meinem Kühlschrank eine große Porreestange rum. Wofür ich die gekauft hatte? *schulterzuck* Ich weiß es simpel nicht mehr. Aber auch drei Scheiben Bacon waren noch von etwas anderem übrig und wurden nicht besser mit der Zeit. Und dann kam ein Tag mit Spätschicht an dem partout noch nicht wusste, was ich mir für’s Mittagessen machen sollte. Also schnell improvisiert, Nudeln gab es auch lange nicht mehr und sogar einen Schluck Alkohol versenkt (kann Wermuth schlecht werden?). Innerhalb von 30 Minuten steht eine wunderbar cremige Sauce, die perfekt zu den Spaghetti passte auf dem Tisch. Großartig nach einem stressigen Tag :-)

Spaghetti mit cremiger Lauch-Speck-Sauce

Zutaten für 2-3 Portionen:
1 große Stange Lauch (Porree)
3-5 Scheiben Bacon
1 Knoblauchzehe
1 EL Butter
1 Schluck Wermuth (Weißwein)
100 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
200 g Saure Sahne (oder Schmand)

250 g Spaghetti

(1) Von der Lauchstange das Ende abschneiden, halbieren und in 0,5 cm dicke Halbringe schneiden. Die Baconscheiben in dünne Streifen schneiden. Den Knoblauch häuten und ganz fein würfeln.
(2) Das Salzwasser für die Nudeln aufsetzen. Wenn es kocht die Spaghetti zufügen und al dente garen. Sie sollten etwa zur selben Zeit fertig wie die Sauce.
(3) Die Butter zusammen mit dem Bacon in eine große Pfanne geben und auf hoher Hitze so lange braten bis der Bacon etwas knusprig ist. Den Knoblauch zufügen und kurz andünsten bis er duftet. Dann die Porreeringe zugeben und kurz mit anbraten. Salzen, pfeffern und dem Schluck Wermuth ablöschen. Den Wermuth verkochen lassen und die Gemüsebrühe zufügen. Etwa 10 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen bis der Porree gar ist. Die Saure Sahne unterrühren.
(4) Die abgetropften Spaghetti unter die fertige Sauce rühren.

Genießen!

Schnell und gut vorzubereiten: Spaghetti-Mangold-Frittata

Praktikum: Stressiger Vormittag und ich komme erst am späten Mittag bzw. frühen Nachmittag nach Hause. Da muss schnelles Essen auf den Tisch, am Besten schon teilweise vorbereitet, so dass ich so halb verhungert wie ich meist bin, nur noch kurz in der Küche stehen muss. Diese Frittata ist perfekt, die Spaghetti können schon am Vortag gekocht werden, der Mangold ist schnell vom Balkon gepflückt und geschnitten. Während die Mangoldfüllung zusammen fällt, schnell die Ei-Mischung mixen. Ich war ja erstaunt, wie gut der Mangold dieses Jahr auf meinem Balkon wuchs, dafür waren ja die Erbsen eher ein Reinfall.

Alles in allem, ein unaufwendiges, leichtes Sommeressen, dass auch wirklich gut nach Feierabend gezaubert werden kann. Und ich befürchte noch gesund dazu ;-) Und ja, köstlich, sehr köstlich sogar. Das ist ja das Wichtigste!

Spaghetti-Mangold-Frittata

Zutaten für 2 Portionen:
ca. 100 g Spaghetti
einige Blätter Mangold
1 Frühlingszwiebel
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz, Pfeffer
Muskatnuss
1 handvoll geriebener Parmesan
3 Eier

1 kleine Pfanne mit Deckel

(1) Die Spaghetti in kochendem Salzwasser laut Packungsanweisung al dente garen. Das kann auch schon am Tag vorher passieren.
(2) Die Mangoldblätter waschen, gut abtropfen lassen. Die Stiele schmaler schneiden, die Blätter in breitere Streifen. Die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden. Die Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Das Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen und die Frühlingszwiebeln andünsten. Knoblauchwürfelchen zugeben und so lange mitbraten bis sie zu duften beginnen. Den Mangold zugeben, salzen und pfeffern. So lange braten bis er zusammen gefallen ist. Mit etwas frisch geriebener Muskatnuss würzen. Die gekochten Spaghetti dazu geben und gut verrühren. Einigermaßen plan und fest in die Pfanne drücken.
(3) Den Parmesan mit den Eiern verschlagen, ebenfalls salzen und pfeffern.
(4) Die Eier gleichmäßig über die Spaghetti-Mangold-Mischung gießen. Deckel drauf und bei mittlerer Hitze so lange stocken lassen bis die Masse von unten goldbraun ist. Das dauert ca. 10 Minuten, vielleicht sogar ein bisschen länger. Dann die Frittata mit Hilfe des Deckels drehen und von der anderen Seite wieder goldbraun backen.

Zu einem frischen grünen oder Tomatensalat servieren.

Genießen!

Quelle: Idee nach Stich, N. (2015): Reisehunger. Gräfe und Unzer. München

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