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Blog-Event CLV – Mezze: Türkischer Weißkraut-Möhrensalat

Im „Kochtopf “ wird wieder ein Blog-Event ausgetragen. Juhuu! Dieses Mal möchte Susan von „Labsalliebe“ eine grandiose Mezze-Tafel. Nein, natürlich soll nicht jeder eine komplette Tafel mit nahöstlichen Köstlichkeiten füllen (darf es aber gerne *g*), es reicht wenn eine Kleinigkeit mitgebracht respektive gebloggt wird und wir so eine große, virtuelle Orient-Party feiern können.

In einer der letzten Biokisten hatte ich einen schönen Spitzkohl drin, aber wusste lange nicht, was ich damit anstellen soll. Nach ungarischen Krautnudeln war mir bei der Hitze nicht und Sauerkraut ansetzen zu anstrengend. Aber der Kohl wurde ja auch nicht besser im Gemüsefach. Beim Blättern im hochgeschätzten Buch „Türkei vegetarisch“ fiel mir der Weißkohl-Möhren-Salat auf. Und so ein türkischer Coleslaw passte gut als Beilage zu meinen weiteren Essensplänen für’s Wochenende. Dieser Salat besteht nicht nur aus Kohl, Möhren und Mayo, wie gefühlt die amerikanische Variante – nein! – der hier wird mit Walnusskernen und Dill verfeinert. Die Sauce bleibt dabei aber sehr einfach mit einem Hauptanteil türkischem/griechischem Joghurt und einer Winzigkeit Mayonnaise. Weil ich gerade keinen Joghurt da hatte, aber dafür einiges an Schmand, habe ich einfach den benutzt :-) Rezepte sind zum Variieren da, nicht?

Den gesamten Weißkraut-Möhren-Salat kann ich Euch nur wärmstens ans Herz legen! Er ist schnell gemacht, besteht aus Zutaten, die es in jedem Supermarkt gibt und er braucht keine Ruhezeit, kann also sofort genossen werden. Passt super zu Gegrilltem, Frikadellen jeglicher Couleur, herzhaften Aufläufen oder einfach so zum Abendbrot. Ein paar Tage hält er sich auch gut im Kühlschrank! Großartiger Salat!

Blog-Event CLV - Mezze (Einsendeschluss 15. August 2019)

Türkischer Coleslaw mit Walnüssen

Zutaten für 6-8 Portionen:
500 g Weiß- oder Spitzkohl
1/2 EL Salz
2 kleine Möhren
2-3 Stengel Dill
80 g Walnusskerne
150 g 10%iger Joghurt (oder Schmand)
2 EL Mayonnaise
Prise Pfeffer

(1) Den Kohl putzen, dafür die äußeren unschönen Blätter entfernen und den Strunk raus schneiden. Den Kohl fein schneiden oder hobeln. Mit dem Salz bestreuen und den Händen kräftig mehrere Minuten durchkneten, damit er mürbe und saftig wird. 10-15 Minuten stehen lassen.
(2) In der Zwischenzeit die Möhren schälen und grob raspeln, die Walnusskerne grob und den gewaschenen, getrockneten Dill fein hacken. Den Joghurt mit der Mayonnaise verrühren.
(3) Alles zum Kohl geben, mit etwas Pfeffer würzen und gut vermischen.

Mit ein paar Walnüssen und Dill garnieren. Kann sofort serviert werden.

Genießen!

Quelle: nach Tancgil O., Tancgil, O., Seiser, K. (Hg.) (2015): Türkei vegetarisch. Brandstätter Verlag. p 132

Countdown Bags

Wir sind keine großen Silvester-Partyanimals. Ich mag die Kälte nicht, ich mag den Lärm der Böller nicht und erzwungene Gute Laune schon gar nicht. Lieber mach ich es mir mit meinen liebsten Menschen zu Hause gemütlich :-) Wenn es kein Raclette oder Fondue gibt, bereiten wir gerne ein kleines Buffet zu Silvester, damit sich jeder seine Favoriten aussuchen und man noch gut den ganzen Abend mal hier oder dort eine Kleinigkeit schnabulieren kann. Neben den obligatorischen gefüllten Eiern …

… wollte Frau Mama dieses Jahr etwas neues Ausprobieren, das sie in einem Rezeptheftchen von Dr. Oetker fand, sogenannte Countdown Bags. Das sind Täschchen aus Kartoffelhefeteig, die mit einer würzigen Spitzkohl-Speck-Nüsschen-Mischung gefüllt sind. Ist ein wenig aufwendiger, aber darf es ja für Silvester mal sein. Und zum Glück musste ich ja nicht alles alleine basteln und die einzelnen Schritte können auch wunderbar entzerrt werden. So haben wir die Füllung schon am Tag zuvor vorbereitet und einfach kühl gestellt. Der Teig verhält sich auch sehr kooperativ, möchte nur genügend Mehl auf der Arbeitsfläche und dem Nudelholz haben. Dadurch, dass wir nicht so große Förmchen zum Ausstechen hatten, wurden es ein paar mehr Countdown Bags. Sie schmecken wunderbar würzig und zart. Fanden allgemeine Zustimmung bei allen Familienmitgliedern :-) Auch noch am nächsten Tag!

Hier das Buffet in seiner ganzen Herrlichkeit angerichtet auf dem elterlichen Herd. Auf 12 Uhr die Countdown Bags, auf 2 Uhr Klopse, es folgt eine kleine Käseplatte, eingelegte Fisolen, auf 6-7 Uhr der traditionelle selbstgemachte Heringssalat und auf 11 Uhr eine Schüssel heißgeliebter Käsesalat. In der Mitte finden sich die gefüllten Eier. Hach, es war ein Fest!

Countdown Bags

Zutaten für ca. 14 Stück
350 g mehligkochende Kartoffeln
100 ml Milch, zimmerwarm
450 g Weizenmehl
1 Packung Trockenhefe
1 TL Zucker
2 TL Salz
1 Ei

Für die Füllung:
300 g Spitzkohl
50 g Speckwürfel
1 EL Butter
1 TL Zucker
Salz
1 TL Curry
Pfeffer
1 TL Schwarzkümmel
75 g Creme fraiche
50 g gehackte Haselnüsse

Zum Bestreichen:
1 Eigelb
1 EL Milch

Zum Bestreuen:
1 EL Schwarzkümmel

(1) Die Kartoffeln waschen und ca. 30 Minuten in Salzwasser garen, pellen und durch eine Kartoffelpresse drücken. Abkühlen lassen.
(2) Das Mehl mit der Trockenhefe gründlich in einer größeren Schüssel vermischen. Die übrigen Zutaten für den Hefeteig hinzufügen und mit den Knethaken in 5 Minuten zu einem glatten Teig verarbeiten. Falls der Teig zu feucht sein sollte, noch etwas Mehl unterkneten, falls zu trocken noch einen wirklich winzigen Schluck Milch. Die Schüssel zudecken und den Teig an einem warmen, zugfreien Ort etwa 1-1,5 Stunden gehen lassen bis er sich sichtbar vergrößert hat.
(3) Währenddessen die Füllung zubereiten. Die Spitzkohl putzen und in feine Streifen schneiden. Die Speckwürfel mit der Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze anbraten. Spitzkohl, Salz, Pfeffer, Curry und Schwarzkümmel zugeben und in etwa 5 Minuten bissfest dünsten bei mittelhoher Hitze. Das Gemüse in eine Schüssel geben. Creme fraiche und Haselnüsse hinzufügen, gut unterrühren und abkühlen lassen.
(4) Ein Backblech mit Backpapier belegen. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(5) Den Teig auf einer gut bemehlten Oberfläche gut durchkneten und ca. 1/2 cm dick ausrollen. Mit Hilfe eines großen Glases (oder Schüsselchen) daraus ca. 14 Kreise (Durchmesser etwa 12 cm) ausstechen. 1-1,5 EL der Spitzkohlfüllung auf einer Hälfte der Kreise verteilen und die leere Seite überklappen. Dabei den Rand schön festzwicken.
(6) Für die Eistreiche das Eigelb mit der Milch gut verquirlen. Die gefüllten Halbkreise damit bestreichen und mit etwas Schwarzkümmel bestreuen. An einem warmen Ort noch ca. 10 Minuten gehen lassen.
(7) Zum Backen in die Mitte des ofens schieben und etwa 20 Minuten backen bis sie goldbraun sind.

Warm oder bei Zimmertemperatur servieren.

Genießen!

Quelle: Dr. Oetker – Weihnachtliches Backvergnügen. p 14

Den Rest des Abends verbrachten wir auf Zwergs Wunsch mit Gesellschaftsspielen. Und das Spiel „Regatta – Unsere Ostsee“ hat sogar Spaß gemacht *g* Alles in allem ein schöner, ruhiger Jahreswechsel!

 

Bayrisch Kraut – Klassiker der Beilagenküche

Ich lebe nicht nur im Klein-Ankara oder Klein-Moskau Göttingens, nee offensichtlich auch Klein-Warschau. Die polnische Gemeinde hier ist nicht zu unterschätzen. Sie ist offensichtlich so kaufkräftig, dass es sich für einen Anbieter polnischer Wurstwaren und anderer Lebensmittel lohnt hier einmal wöchentlich einen Verkaufswagen vorbei zu schicken, der auch tatsächlich jeden Dienstagnachmittag von etlichen Damen und Herren erwartet wird. Ich habe es nur mitbekommen, weil ich zufällig einen Tag später aus der Arbeit gekommen bin und da einige mir bekannte Kunden sah. Und weil der Wagen gerade um die Ecke bog, habe ich die Chance ergriffen und ein paar schlesische Köstlichkeiten käuflich erworben. Und ich muss sagen, diese Würste waren wirklich sehr gut. Sogenannte Sonntagskrakauer habe ich zum Abendbrot gekocht und in Letscho mitgegart. Die oben sichtbare Bauernkrakauer nur in etwas Öl gebraten. Köstlich!

Aber nur gebratene Wurst ist auch kein richtiges Mittagessen für mich. Kartoffelbrei passt ja eh zu fast allem und an gemüsigem, war mir nach Kohl. In meinem alten Kindergarten, in dem auch zu Schulzeiten noch mittags essen ging, gab es manchmal Bayrisch Kraut, also etwas süßlicher Kohl. Das fand ich damals schon lecker und hat mich nicht mehr losgelassen. Also schnell in den weiten des Internets gesucht und bei den Küchengöttern fündig geworden. Das Rezept las sich gut. Und es war auch wirklich gut! Einfache, stressfreie Zubereitung (nicht nicht in 5 Minuten, habe ich aber auch nicht „schnell“ behauptet) und Geschmack wirklich vorzüglich! Probiert es ruhig aus, es lohnt sich!

Bayrisch Kraut

Zutaten für 4 Portionen als Beilage:
1 mittlerer Spitzkohl
(oder 1/2 Weißkohl)
1 Zwiebel
50 g durchwachsener Räucherspeck
2 EL Schmalz (Gans, Schwein, Butter)
1,5 EL Zucler
1/4 l Brühe
Salz, Pfeffer
1 TL Kümmel
2 EL Weißweinessig
1 Apfel
1 TL Speisestärke

(1) Die äußeren Blätter vom Kohl entfernen, ihn halbieren und den Strunk rausschneiden. Die Hälften in dünne Streifen schneiden. Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Den Speck ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Den Apfel vierteln, entkernen und fein würfeln.
(2) In einem größeren Topf das Schmalz erhitzen, den Speck und Zwiebel darin anbraten bei mittelhoher Hitze. Den Zucker zufügen und leicht karamellisieren. Die Brühe zugießen, mit Salz, Pfeffer, Kümmel und dem Essig würzen. Circa 3 Minuten köcheln lassen.
(3) Apfelstückchen und Kohlstreifen in den Topf geben und 30-40 Minuten zugedeckt bei schwacher Hitze schmoren lassen.
(4) Die Stärke in einer kleinen Tasse mit 3 TL kaltem Wasser anrühren und unter das fertige Kraut rühren. Einmal aufkochen lassen und nochmals kosten, ob noch etwas fehlt.

Zusammen mit Kartoffeln, Kartoffelbrei und z.B. Bratwurst oder Klops servieren.

Genießen!

Quelle: KüchengötterBayrisch Kraut

Typisches Samstagessen – Hackschmorkohl

Noch ein traditionelle Samstagmittagessen. Wir sind ja eine typisch deutsche Mittagesserfamilie. Wenn es mittags nichts vernünftig warmes gibt, wird Herr Papa leicht grumpfig. Und sonnabends muss es bei uns nichts aufwendiges sein, da ist eh meist noch groß genug zu tun: einkaufen, aufräumen, Bad putzen, Blumen umtopfen, saugen, Wäsche waschen etc. Da bleibt für Mittag weder viel Zeit, noch viel Platz im Kopf. Das sollte dann einfach, unaufwendig und einigermaßen schnell zu köcheln sein.

Eines meiner absoluten Lieblingsessen sind ja Kohlrouladen. Dieser gebratene, schön braune Kohl!?! Ein Traum! Aber wenn man schlicht weder die Zeit noch die Lust noch die Personenanzahl zum erfolgreichen Kohlrouladen-Pfriemeln hat, ist Hackschmorkohl eine wunderbare Alternative. Einfach die Kohlstreifen bei hoher Hitze mit Geduld und wenig Rühren braun anbraten, Hack seperat anbraten und würzen, alles zusammen schmeißen und ein bißchen schmoren lassen, fertig. Und soo lecker! Ich liebe es einfach!

Hackschmorkohl

Zutaten für 4 Portionen:
3/4 Spitzkohl
neutrales Öl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
400 g Hackfleisch nach Wahl
Salz, Pfeffer
Kümmel
1 TL Paprikapulver edelsüß
300 ml + 2EL Wasser
3 TL Maisstärke

(1) Den Spitzkohl in feine Streifen schneiden. Die Zwiebel und Knoblauch häuten, Zwiebel halbieren und in Ringe schneiden, Knoblauch fein hacken.
(2) Einen großzügigen Schluck Öl in einem großen Topf richtig heiß werden lassen. Den Kohl zufügen und bei hoher Hitze (hier Stufe 5 von 6) braun braten. Dafür nicht zu oft rühren und Geduld haben. Wenn der Kohl braun ist, mit Salz, Pfeffer und Kümmel (Menge nach Wunsch) würzen.
(3) Gleichzeitig in einer Pfanne etwas Öl erhitzen und das Hackfleisch krümelig anbraten. Sobald das Fleisch ein wenig angenommen hat und die Zwiebel und Knoblauch zugeben. Mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver würzen. So lange braten lassen bis das Fleisch braun ist. Wenn Wasser austritt ist das auch okay und es muss nicht so lange gebraten werden bis es verdunstet ist.
(4) Die komplette Fleischmasse zu dem gebräunten Kohl geben. Gut verrühren. 300 ml Wasser zufügen, Deckel drauf und bei mittel-schwacher Hitze schmoren lassen. Bei Spitzkohl dauert es etwa 20-25 Minuten bis er gar ist. Ruhig zwischendurch mal kosten.
(5) Am Ende der Garzeit die Hitze hochdrehen. Die Maisstärke mit 2 EL Wasser klümpchenfrei in einer kleinen Schale verrühren. In den Hackschmorkohl geben und so lange kochen lassen bis die Sauce ein wenig andickt.

Mit Kartoffeln servieren und

genießen!

Wenn man wie ich alleine lebt, kann trotzdem die ganze Portion gekocht werden und dann zwei Portionen einfrieren. Geht wunderbar, kein Geschmacksverlust.

Bunte Gartenminestrone mit Grießnocken

Jetzt können im Garten noch die letzten Sommergemüse geerntet werden. Die letzten Zucchini, Spitzkohl, Rote Bete, Bohnen, Zwiebeln, Möhren und Pastinaken. Das ist nur das, was im elterlichen Schrebergarten dieses Jahr wuchs. Was ist denn bei der geneigten Leserschaft so zu finden? Und irgendwie wird ja doch alles gleichzeitig reif und man kann gar nicht so viele unterschiedliche Gerichte kochen und vor allem genießen wie man Gemüsesorten geerntet hat, oder? Was bietet sich da besser an als alles zu einer minestroneartigen Suppe zu verkochen? Da kann man alles rein tun was man will, auch gerne Bohnen aus der Dose (oder vorgekocht), Tiefkühlerbsen, halt alles was weg will und gerade Saison hat. Das ist ja gerade das wunderbare an solchen Suppe, sie sind so super saisonal und dazu gesund.

Normalerweise werden in Minestrone ja Nudeln mit gegart, aber Frau Mama fand in einer Zeitschrift ein Rezept für Grießnocken, dass sie mal austesten wollte, weil sie die Erinnerung an die Grießnockensuppe ihrer Oma (also meiner Uroma) überkam und wir aber kein passendes Rezept bisher im Familienrepertoire hatten. Aber ist doch kein Problem zu der Gemüsesuppe Grießklößchen zu basteln. Wichtig ist dabei offensichtlich die Butter im Teig und dass der Teig 60 Minuten Zeit zum Quellen hat, dann halten die Nocken auch gut. Völlig unkompliziert, nur ein bißchen Zeitplanung nötig.

Insgesamt ist die Suppe sehr schön geworden und die Nocken hätte ich schon so pur ohne irgendwas essen können. Auch der Restfamilie hat die Suppe sehr gut geschmeckt, auch wenn kein totes Tier drin war ;-) Auch aufgewärmt schmeckte sie abends und zwei Tage später noch allen wunderbar! So gut und einfach kann improvisieren sein.

Bunte Gemüsesuppe mit Grießnocken

Zutaten für 8 Portionen:

Für die Grießnocken:
90 g Butter (zimmerwarm)
100 g Grieß
2 Eier
Salz, Pfeffer
Muskatnuss gerieben
etwas Gemüsebrühepulver (Bio, ohne Hefeextrakt)

Für die Suppe:
4 Möhren
2 Kartoffeln
1/2 Spitzkohl
1 Fenchel
1 mittelgroße Zucchini
1 Maiskolben
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
Olivenöl
Salz, Pfeffer
3 Cherrytomaten
1 handvoll Basilikumblätter

(1) Zuerst den Teig für die Grießnocken machen. Dafür die Butter mit dem Grieß und Eiern gut vermischen, wer gerne manscht per Hand, ansonsten mit einem Handrührgerät. Gut mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen. 1 Stunde stehen lassen, damit der Grieß quellen kann.
(2) In der Zwischenzeit die Zutaten für die Suppe vorbereiten. Möhren und Kartoffeln schälen, die Möhren in Scheiben schneiden, die Kartoffeln in etwa so große Stücke wie die Möhren. Den Spitzkohl von den äußeren etwas unschönen Blättern befreien, nochmals halbieren, dass man zwei Viertel Spitzkohle hat und den Strunk großzügig rausschneiden. Die Viertel in feine Streifen schneiden. Den Fenchel putzen, halbieren, Strunk rausschneiden und in dünne Streifen schneiden. Von der Zucchini die Enden abschneiden und in mittelgroße Würfel schneiden. Den Maiskolben von den eventuell vorhandenen äußeren Blättern befreien. Auf das breitere Ende stellen und mit einem scharfen Messer vorsichtig und doch beherzt die Körner von oben nach unten abschneiden. Zwiebel und Knoblauch häuten, beides fein würfeln. Die Tomaten vierteln und grüne Strünke entfernen.
(3) In einem großen Topf einen großzügigen Schluck Olivenöl bei mittelhoher Hitze warm werden lassen. Die Zwiebelwürfel glasig dünsten darin, dann den Knoblauch zufügen und so lange anbraten bis er duftet. Die Möhren und Kartoffeln hineingeben, kurz mitdünsten. Dann die Spitzkohlstreifen und Fenchel, Zucchini und Mais. So lange bei höherer Hitze andünsten bis der Kohl anfängt zusammen zu fallen. Tomatenviertel zufügen. Gut salzen und pfeffern. Etwa 500 ml Wasser angießen. Jetzt noch nicht komplett mit Wasser oder Brühe bedecken, weil noch die Brühe hinzukommt, in denen die Grießklößchen gegart werden.
(4) Während das Gemüse im großen Suppentopf andünstet einen mittelgroßen Topf mit Wasser (plus Gemüsebrühpulver) oder Gemüsebrühe aufsetzen, gut 1 l sollte es schon sein. Zum Kochen bringen, dann auf niedrige Hitze runter stellen. Mit einem (oder zwei, wer ordentliche Nocken haben will) Teelöffel aus dem gequollenen Grießteig Nocken in die simmernde Brühe geben. Sie sinken erst auf den Boden. Vorsichtig mit einem Holzspatel im Topf rühren, damit nichts auf dem Boden anbrennt. Wenn sie nach oben steigen noch 10 bis 15 Minuten bei niedriger Hitze ziehen lassen. Wenn sie fertig sind, die Grießnocken aus der Brühe nehmen und zwischenparken. Die Brühe zur Suppe gießen.
(5) Wenn es noch nicht genug Flüssigkeit in der Suppe sein  sollte, noch etwas Wasser nach füllen. Deckel drauf und köcheln lassen bis das Gemüse gar ist, aber noch nicht zerkocht. Das dauert etwa 30 Minuten. Währenddessen die Basilikumblätter in feine Streifen schneiden.
(6) Die Grießnocken zur Suppe geben, nochmal warm werden lassen. Mit Basilikum bestreuen und servieren.

Genießen!

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