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Sommer! Sommer! Sommer!

Die nächste Hitzewelle rollt an. Die kommenden Tage soll es ja doch einen µ wärmer werden. Solche Tage erfordern besonderes Essen. Nicht die üblichen Standards und eigentlich hat man ja auch besseres zu tun als stundenlang noch zusätzliche Wärme in der eh schon warmen Küche zu produzieren. Außerdem ist es ja viel lustiger sich mit Freunden im Garten zu treffen, ein Picknick zu machen oder im Freibad/am Strand rumzulungern. Ein Standard in meiner Küche und auch in vielen anderen Länderküchen sind kalte Suppen. Meistens schnell zu machen und wenn sie erstmal kühl sind, können sie ganz schnell gegessen werden. Hier erstmal die Suppen, die ich bisher testete, allesamt sehr zu empfehlen:

Dieses Jahr geht die Suche nach kalten Suppen weiter. Die Tage werden ich eine baltische Variante mit Rote Bete basteln! Und wenn ihr noch schöne kennt, sagt mir ruhig Bescheid und ich probiere gerne aus!

Es soll ja Leute geben, die können sich wochenlang mittags von grünem Salat mit anderen gemüsigen Zutaten ernähren. Ich nicht. Mein Körper mag braucht ein paar Kohlehydrate, im Idealfall wenigstens lauwarm (wenn es keine kalte Suppe ist *g*).

 Grillen mag ich ja ganz gerne, auch wenn ich für mich alleine eher selten den Grill anschmeiße. Meine eine Bratwurst geht in der Pfanne viel schneller und unaufwendiger ;-) Aber mit der Familie oder Freunden grille ich sehr gerne und auch dafür haben sich schon einige Rezepte angesammelt, seien es Burger, ein paar Marinaden oder Sauce:

 Zum Grillen gehören natürlich auch Beilagensalate. Natürlich können auch die oben schon erwähnten Salatvariationen gemacht werden, aber auch ohne Kohlehydrate gibt es tolle Salate:

Und ganz wichtig bei der Hitze für jeden mit einem Minimalanteil an ungarischen Genen:

Kovászos uborka!

Ich liebe sie und endlich ist es mal über ein paar Tage warm genug, dass sofort eine Portion angesetzt wurde. Meine allerersten Kovi ubi! Bin ich gespannt, ob es klappt! Natürlich nicht in ungarischer Großfamiliengröße, aber so 500 g Gurken sollte selbst ich in annehmbarer Zeit wegfuttern können ;-)

Also habt viel Spaß beim Sommer! Lasst die Seele baumeln, genießt die Wärme, tankt ein wenig Vitamin D und futtert Euch an den gesunden Früchten und Gemüsen des Sommers voll!

Andere Ländere, andere kalte Suppen – Gazpacho

Yeah, yeah, yeah! Sommer! Yeah, yeah, yeah! *sing* – Und ich hoffe, es ist noch wunderbares Wetter, wenn dieser Beitrag online geht. – Und wenn es warm ist, will man nicht unbedingt noch heiße Suppen essen (Tut der Ungar an sich aber trotzdem). Und so hat wohl jedes Land, in dem es einigermaßen heiße Phasen gibt, so seine kalte Suppenkultur entwickelt. Natürlich kenne ich die berühmteste kalte ungarische Suppe aus Sauerkirschen, verfeinert mit Saurer Sahne. Exzellent! Aber da Frau Mama ja nicht sonderlich tolerant auf Fructose reagiert, ist es schwierig Obstsuppen zu kochen, auch wenn sie die sehr gerne mag. Aber andere Länder, andere kalte Suppe – recherchiere ich mal in heißen Ländern.

Ein Klassiker ist ja die südspanische Gazpacho, eigentlich auch ein Arme-Leute-Essen bei dem altes Brot und ein Zuviel an Tomaten aufgebraucht wird. Und eigentlich ist es auch übertrieben zu sagen, dass man diese Suppe kocht, die rohen Zutaten werden ja eigentlich nur püriert. Diese Gazpacho-ähnliche Suppe fand ich im wunderbaren Buch „Sommerküche“ von Tanja Dusy. Da ist die Zubereitung auch einen µ aufwendiger, weil die Tomaten erst noch gehäutet werden und zusammen mit einer Hälfte des angerösteten Brots durchgekühlt werden bevor die Mischung mit dem restlichen Gemüse püriert wird. Ich war ja sehr skeptisch, wie leicht oder schwer sich rohe Paprika und Gurken pürieren lassen, aber erstaunlicherweise ist das ganz leicht und ziemlich schnell hat man eine Suppe in schöner Konsistenz. Wie die traditionelle Version, wird auch hier zum Schluss ein wenig Paprika klein gewürfelt und als Einlage zusammen mit geröstetem Brot drüber gestreut, damit man noch was zum Knuspern hat.

Und ich war ernsthaft überrascht, wie wirklich ernstlich köstlich diese Suppe ist! Und sättigend und gesund und erfrischend! Meine Güte, was will die geneigte Leserschaft mehr! Wobei natürlich der überragende Geschmack mein Hauptargument zur dringenden Nachbastelempfehlung ist!

Gazpacho-sehr-ähnliche-kalte-Suppe

Zutaten für 4 Portionen:
150 g Weißbrot vom Vortag (2 Brötchen)
2 Knoblauchzehen
8 EL Olivenöl
750 g Tomaten
3 EL Weißweinessig (hier: Apfelessig)
1 rote Paprikaschote
1/2 Salatgurke
150 ml Gemüsebrühe
8 EL kaltes Wasser
Salz, Pfeffer
edelsüßes Paprikapulver
rosenscharfes Paprikapulver
2-3 Prisen Zucker
1 kleine gelbe Spitzpaprika
4 Stängel Basilikum

(1) Das Brot in kleine Würfel schneiden. Die Knoblauchzehen abziehen und fein hacken. 4 EL Olivenöl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, das Brot und die Hälfte des Knoblauchs dazu geben und bei mittlerer Hitze unter Rühren goldbraun braten, anschließend auf Küchenpapier abtropfen lassen.
(2) Als nächstes die Tomaten enthäuten. Dafür diese kreuzweise einritzen, mit kochendem Wasser übergießen und einige Minuten (etwa 2-3) ziehen lassen. Dann die Tomaten häuten, vierteln, Kerne mit dem Stielansatz heraus schneiden. Das Tomatenfleisch grob schneiden und mitsamt dem dabei anfallendem Saft mit dem Essig, restlichen Öl und Knoblauch und der Hälfte des gerösteten Brots mischen. Etwa 30 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen.
(3) Die rote Paprikaschote waschen, halbieren, Kerne und weiße Innenwände entfernen, grob würfeln. Salatgurke schälen (hier vergessen), längs halbieren und die Kerne mit einem Löffel heraus kratzen. Dann das Gurkenfleisch in kleine Stücke schneiden. Paprika- und Gurkenwürfel zusammen mit der Tomaten-Brot-Mischung, der Brühe und den Eiswürfeln (oder kaltem Wasser) fein pürieren. Mit Salz, Pfeffer, den beiden Paprikapulvern und dem Zucker würzen. Die Suppe im Kühlschrank mindestens 2 Stunden durchkühlen lassen.
(4) Die kleine Spitzpaprika waschen, putzen und in feine Würfelchen schneiden. Basilikum waschen und trocken schütteln. Die Basilikumblätter vom Stengel zupfen und in feine Streifen schneiden. Mit den Paprikawürfeln mischen.

Die Suppe auf Tellern oder Schüsseln verteilen. Die restlichen Brotwürfel und die Paprika-Basilikum-Mischung darauf streuen und

genießen!

Quelle: Dusy, T. (2010). Sommerküche – Voller Sonne und Aroma. GU. München. Seite 110

Ich hoffe einfach mal, der Sommer bleibt noch ein bißchen, so dass ich auch die kalte-Suppen-Kultur weiterer Länder erkunden kann. Russland scheint in der Hinsicht auch Recht spannend zu sein :-)

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