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Geburtstagssause die II. – Dips zum Reinknien

Ich finde zu einem ordentlichen Partybuffet gehören Dips, vielleicht auch nur deswegen, weil ich die Dinger einfach sehr gerne mag *g* Und dem Geburtstagskind muss es ja schmecken :-)

Hier auf meinem mordsschicken Fensterbrett *seufz* die vier Dips, die wir (mit Fräulein K. zusammen) gezaubert haben:

  • ganz hinten in dunklem pink: Rote Bete-Walnuss-Hummus
  • daneben in orange: Pikante Möhrencreme mit Oliven und Frühlingszwiebeln
  • Joghurt mit Gurke, getrockneten Aprikosen und Minze
  • ganz vorne: Moutabal – libanesische Auberginencreme

Die Möhrencreme und der Joghurt-Dip kamen am Besten an, das Moutabal ist leider etwas untergegangen. Es schmeckt sehr leicht und fruchtig, besticht mit einem farbenfrohen beige, aber zu frischem Fladenbrot wirklich hervorragend! Das Rezept ist aus dem wunderbaren Buch „Tender Vol. 1“ von meinem zweiten Kochbuch-Helden Nigel Slater. Großartiges Buch! Ich liebe es! Anbautipps, Küchentricks, Würzzempfehlungen und viiiele Rezepte zu allen möglichen Gemüsesorten, von Aubergine über Grünkohl, Mangold, Lauch bis Zucchini. Ein Traum! Und weil es das erste Rezept aus dem Buch ist, dass ich kochte und das obwohl ich es schon fast ein Jahr besitze, spielen wir mit bei FoodfreaksDKduW„-Event! Und für Euch das Rezept:

Moutabal – Libanesische Auberginencreme

Zutaten für 2 Personen als leichter Mittagssnack:
2 große Auberginen
Saft 1 Zitronen
2 Knoblauchzehen, zerdrückt (hier: konfierter Knoblauch)
2 EL Tahinipaste (Sesambrei)
3 EL Olivenöl

(1) Den Ofen auf 200°C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(2) Die Auberginen ganz lassen und mit einem scharfen Messer ein paar mal einstechen, damit sie im Ofen nicht explodieren. Auf dem Backblech in den Ofen schieben und 40-50 Minuten backen bis die Haut ganz schwarz ist und die Aubergine sehr weich ist.
(3) Aus dem Ofen holen und soweit abkühlen lassen bis man sie einigermaßen anfassen kann. Die Haut abzuppeln und das Auberginenfleisch mit einer Gabel zermusen. Mit dem Knoblauch, Zitronensaft, Tahini und Olivenöl vermischen und abschmecken.

Am Besten noch lauwarm mit frischem Fladenbrot vom Türken des Vertrauens genießen!

Quelle: Slater, Nigel (2009): Tender Volume I – A cook and his vegetable patch. Fourth Estate London. p 50

Und weil, wie erwähnt, so viele den Joghurtdip mochten, hier nochmal das Rezept, obwohl es schon öfter im Blog aufgetaucht ist. Wegen meiner brauch ich gar nicht mehr zum Abendessen als diesen Dip und frisches Weißbrot (von welcher Nation auch immer gebacken):

Joghurtdip mit Gurke, Minze und Aprikose

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Joghurt, 10%ig
1 Gurke
Salz, Pfeffer
1 handvoll getrocknete Aprikosen/Pflaumen
ca. 10 Minzblättchen

(1) Die Gurke geschält oder ungeschält grob oder fein raspeln, je nach Vorliebe. Etwas salzen, in ein Sieb geben und ca. 30 Minuten Wasser ziehen lassen, macht die Gurkenraspel schön knackig. Die Gurkenraspel gut ausdrücken. Die Aprikosen oder Pflaumen in klitzekleine Würfel schneiden. Die Minzblätter fein hacken.
(2) Den Joghurt in eine Schüssel geben mit den vorbereiteten Zutaten verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Eine Weilchen im Kühlschrank durchziehen lassen.

Genießen!

Passt auch wunderbar beim Grillen im Sommer!

Japanischer Lauchsalat

Auch diesen Monat gibt es wieder einen Garten-Koch-Event bei der Gärtnerin, diesmal zum Thema „Lauch“ (in der Ostseeheimat Porree genannt). Da wollte ich natürlich wieder teilnehmen. Hmmm *grübel* Ich mag Porree, habe schon eine Vorliebe für Zwiebelgewächse, aber kenne ihn vornehmlich als Gemüsebeilage zur den typischen Kartoffel-Fleisch-Gemüse-Sauce-Gerichten oder in Suppen. Es sollte zu so einem Event schon was sein, wo der Porree, die Hauptrolle spielt. Diverse Kochbücher durchgeguckt: Nix, nur Nebenrollen-Gerichte. Also das weltweite Netz durchforstet und dort bei den Küchengöttern bei diesem japanisch angehauchten Lauchsalat (in diesem Zusammenhang hört sich Lauch doch schöner an) gelandet. Ich war zunächst etwas skeptisch, bin nicht unbedingt der größte Freund der japanischen Küche, aber einen Versuch ist (fast) alles wert. Also schnell noch meine experimentierfreudige Freundin M. und Mitbewohnerin M. dazu eingeladen. Heute Vormittag alle Zutaten auf dem Wochenmarkt besorgt und auch im Gewürzladen meines Vertrauens noch Sake (im praktischen 1 Tassen-Format) und Miso-Paste erstanden und dann abends getestet.

Dieser Salat eignet sich wunderbar als Vorspeise zu einem asiatischen Menu oder als Beilage zu Sushi. Das Dressing wird durch das Tahin (nicht sehr japanisch, aber passend) wunderbar nussig, cremig und mild. Passt sicherlich auch als Dip zu gekochten Möhren, Brot und ähnliche oder als Sauce zu gebratener Hähnchenbrust oder Pute. Auch die Mischung des milden Porrees und des scharfen Rettichs ist sehr gelungen, die mit dem Dressing wunderbar harmonieren. Am besten isst man alle Komponent zusammen. Dieser Salat war eine sehr positive Überraschung und wird definitiv mal wieder gemacht!

Lauch

Japanischer Lauchsalat (für 4 Portionen als Vorspeise)

2 Stangen Lauch/Porree
Salz
1 kleiner weißer Rettich
3 EL Sake (wenn nicht vorhanden, trockenen Sherry verwenden)
1 TL Zucker
4 EL Orangensaft
3 EL Tahin
2 EL Misopaste
2 EL Sojasauce
3 EL schwarze Sesamsamen

(1) Vom Porree das Wurzelende und die dunkelgrünen Blätter abschneiden. In 8-10 cm lange Stücke schneiden und waschen. Salzwasser aufkochen und die Porreestücke 8 Minuten kochen lassen (hier: leider eine Winzigkeit zu lang *seufz*). Abgießen und das Kochwasser auffangen.
(2) Während der Porree kocht, den Rettich schälen und ebenfalls in 8 cm lange Stücke schneiden und diese in schmale Stifte.
(3) Für das Dressing den Sake mit den übrigen Zutaten, außer dem Sesam, vermengen. Mit 8 EL warmem Porreekochwasser (hier: nur 6 EL) zu einer geschmeidigen Sauce verarbeiten. Sie sollte nicht zu dünnflüssig sein.
(4) Die gekochten Porreestücke längs halbieren und wie den Rettich in feine Streifen schneiden. Rettich und Porree mit dem Räucherlachs auf vier Tellern anrichten. Mit dem Dressing beträufeln und den schwarzen Sesam darüber streuen.

Anmerkung: Vielleicht ein bisschen viel Dressing, aber den Rest kann man noch gut für anderes verwenden.

Geschmack: ++
Schwierigkeitsgrad: +
Zeit: +

Zutaten: +++

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