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Mediterran-asiatische Mischung – Zitronen-Tofu mit Zuckerschoten

Es soll ja Leute geben, die können mit Tofu nichts anfangen. Nicht, dass sie es nicht gerne als neues Lebensmittel ausprobieren wollen würden, aber sie wissen (noch) nicht, wie sie es zubereiten können, damit es auch schmeckt und sich nicht die fiesen Tofu-Gerüchte bewahrheiten. So jemand war ich auch mal, aber die hochgeschätzte Frau Kochschlampe nahm mich an die Hand und machte öfter verschiedene Tofu-Zubereitungen, wenn wir uns sahen.

Eine der ersten war dieser sehr zitronige Tofu, der mit knackigen Zuckerschoten zusammen gebraten wird. Und dadurch, dass neben der Zitrone viele dem mitteleuropäischen Gaumen wohlbekannte Aromen, wie Rosmarin, Thymian und Creme fraiche mitspielen, schmeckt es auch nicht so fremd. Die Konsistenz verglich eine Freundin mit der von Feta, also auch nicht komplett unbekannt. Und tatsächlich konnte ich mit dem Gericht auch schon zwei Tofu-Neulinge bekehren, dass sie auch andere Essen mit Tofu für sich selbst in Betracht ziehen, ohne gleich angewidert der Kopf zu schütteln. Natürlich gibt es auch bei Tofu Qualitätsunterschiede und man muss erstmal rausfinden, welche Firma den eigenen Geschmack trifft, aber danach steht dem Tofu-Spaß nichts mehr im Weg :-)

Ein großer Pluspunkt bei diesem Essen ist außerdem, dass es ziemlich schnell gebastelt ist, auch nach stressigen Arbeitstagen. Der Tofu lässt sich wunderbar morgens schnell einlegen, das dauert effektiv vielleicht 10 Minuten. Das ganze Gericht ist dann abends innerhalb von maximal 25 Minuten fertig: Tofu braten, Nudeln kurz kochen, Zuckerschoten kurz mitbraten, mit Creme fraiche eine Sauce rühren und den fertigen Nudeln vermischen.

Glücklich sein!

Zitronentofu-Zuckerschotenpfanne

Zutaten für 2 Portionen:

Für die Tofu-Marinade:
1/2 Bio-Zitrone, Saft und Zeste
1/2 TL Chiliflocken
2 TL frisch gehackte Rosmarinnadeln
2 EL frisch gehacktes Basilikum (hier vergessen)
1 TL frisch gezupfte Thymianblättchen
1 EL Olivenöl
Salz
200 g Tofu in gröberen Würfeln

90 g Mie-Nudeln
1 EL Olivenöl
150 g Zuckerschoten
75 g Creme fraiche

(1) Aus den Zutaten bis Tofu eine Marinade rühren und die Tofu-Würfel einlegen. Mindestens 1 Stunde marinieren lassen. Wenn es länger ist, abdecken und in den Kühlschrank stellen.
(2) Für die Mie-Nudeln Salzwasser zum Kochen bringen und die Nudeln darin 2-3 Minuten kochen. Abgießen und abtropfen lassen.
(3) Währenddessen eine große Pfanne oder Wok erhitzen. Den Tofu samt Marinade zugeben und braten bis er beginnt goldbraun zu werden. Das weitere Olivenöl zufügen und die Zuckerschoten 2-3  Minuten mitbraten. Alles mit dem Creme fraiche mischen und abschmecken.
(4) Die fertigen Nudeln unterrühren und servieren.

Genießen!

Quelle: Kochen für SchlampenZitronentofu-Zuckerschotenpfanne

Shabu-Shabu – Fondue auf japanisch

Seit meinem Geburtstag bin ich ja stolze Besitzerin eines Fondue-Sets, dass am Geburtstag auch gleich mit den Eltern und Freunden eingeweiht wurde. Damals aber ein familienklassisches Fett-Fondue. Nun will das Set auch benutzt werden und ich hatte schon lange Lust mal andere Sachen auszuprobieren. Und im japanischen Kochbuch „Itadakimasu“ (Amazon-Link ohne Vorteil für mich) lief mir Shabu-Shabu über den Weg. Das ist die japanische Variante eines Brühe-Fondues bei dem dünne Fleischläppchen durch die Dashi-Brühe geschwenkt werden und wegen dieses Schwappgeräusches wird das ganze dann eben Shabu-Shabu genannt.

Ich unterbreitete den Vorschlag dem Coladieb und der besten Ärztin von allen, es wurde begeistert aufgenommen und dann fix schon ein Wochenende später umgesetzt. Leider konnte der Coladieb am betreffenden Abend nicht, aber es wurde dann zwei Tage später nachgeholt. Und um eines vorweg zu sagen: es hat uns alle drei begeistert! Das ist so köstlich und macht einfach nur Spaß! Noch dazu ist es einfach zu basteln und die Vorbereitungen dauern nicht ewig.

Die Zutaten werden in Dashi-Brühe pochiert, also die Brühe, die in die japanischen Küche als Grundlage für einen Großteil der Suppen und Sauce dient. Sie ist auch ganz einfach und schnell gemacht, benötigt auch nur zwei Zutaten, zum einen die Kombu-Alge und Bonito-Flocken:

Kombu ist eine essbare Seetangart, die in Nordostasien weit verbreitet ist. Traditionell wird er sowohl in der japanischen als auch koreanischen und chinesischen Küche verwendet. Bonitoflocken sind essentiell für die japanische Küche und bestehen aus geräuchertem, getrocknetem Thunfisch. Durch diese Art der Verarbeitung wird er so holzartig, dass von ihm dann mit einem Hobel die Flocken abgehobelt werden können. Und aus diesen beiden speziellen Zutaten, die aber im gut sortierten Asia-Laden erhältlich sein sollten, wird eine Brühe gekocht. Dabei ist es ganz wichtig, dass die Brühe zu keinem Zeitpunkt richtig kocht, nur so leicht siedet.

Grundrezept Dashi-Brühe

Zutaten für ca. 1,2 l Brühe:
10 g getrocknete Kombu-Alge
1,2 l kaltes Wasser
10-15 g Bonitoflocken

(1) Die Kombu-Alge in einen Topf geben, das Wasser zufügen. Bei mittelhoher Hitze bis ganz kurz vor dem Aufkochen erhitzen. Die Alge herausnehmen. Die Hitze auf die kleinste Stufe stellen.
(2) Die Bonitoflocken dazu geben und etwa 15 Minuten auf kleinster Stufe köcheln lassen. Die Brühe durch ein Sieb abgießen.

Quelle: Kusano, K., Tang, T. (2012): Das Japan-Kochbuch. Verlag Jacoby & Stuart. Berlin. p 20

Man muss die teuren Algen und Bonitoflocken nicht sofort entsorgen, sondern kann sie ein zweites Mal verwenden. Dafür die schon benutzten Zutaten nochmals mit 1,2 l kaltem Wasser aufsetzen, knapp zum Kochen bringen und ca. 5 g neue Bonitoflocken hinzufügen. Wiederum 15 Minuten bei kleinster Hitze kochen lassen.

Und so sah der Tisch nach den Vorbereitungen aus. Es gab diverse Gemüsesorten: Spinat, Karotten, Stange Porree,  Chinakohl und Champignons, außerdem  festen Tofu. Alles sollte geputzt werden und dann in grobe Stücke geschnitten werden.

Neben dem dünn aufgeschnittenen Hähnchenbrustfilet hatte der Coladieb wunderbar durchwachsenes Rinderfilet mitgebracht. Gott, war das Fleisch zart und köstlich! (Und teuer! Meine Güte, ich weiß schon, warum ich eher auf preiswertere Stücke ausweiche *g*)

Zu einem Fondue gehören ja auch Saucen und die Japaner haben sich auch zwei für ihr Shabu-Shabu ausgedacht, die meines erachtens wunderbar dazu passten.

Die erste, die bei uns drei den meisten Zuspruch fand, war die Gomadaresauce, die leicht nussig, cremig schmeckte und auf Sesam als Hauptzutat beruht. Im „Itadakimasu“ wird Tahin, also Sesampaste als Vereinfachung genommen, im „Japan-Kochbuch“ (Amazon-Link ohne Vorteil für mich) werden ganze Sesamkörnchen erst geröstet und dann im Mörser zerstampft. Da ich die Zubereitungsmethode erst gerade eben entdeckte, nahm ich die Faule-Mädchen-Version, die aber wie gesagt auch total lecker ist und bestimmt ebenfalls zu anderen Gerichten passt.

Gomadaresauce

Zutaten für 4 Portionen:
2 Frühlingszwiebeln
4 El Sesampaste (Tahin)
2 TL Sake
2 EL Reisessig
2 TL Zucker
2 TL Sojasauce

Die Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Mit den restlichen Zutaten gut verrühren.

Quelle: Dehnst, F., Schmidt, A. (2008): Itadakimasu – Guten Appetit auf Japanisch. Christian Verlag. München. p 50

Die zweite Sauce ist viel dünnflüssiger und tendiert eher zum Säuerlichen, was aber gut zum pochierten Fleisch passte, wie ich fand. Und in beiden meiner japanischen Kochbücher sind für vier Personen eine unglaubliche Menge an Sauce angegeben, dass ich nicht wusste, was ich mit dem Rest machen sollte. Vielleicht kann mir jemand nochmal erklären, wie das mit den Shabu-Shabu-Zutaten und der Ponzu-Sauce genau funktioniert? Ich fand sie jedenfalls ziemlich lecker und einfach zu kochen war sie allemal.

Ponzu-Sauce

Zutaten für 4 sehr großzügige Portionen:
50 ml Mirin
50 ml Sake
150 ml Sojasauce
100 ml Reisessig
2 TL Dashipulver
50 ml Zitronensaft
1/2 geriebener Rettich

Mirin und Sake zusammen in einem kleinen Topf aufkochen, den Herd ausschalten und die restlichen Zutaten unterrühren.

Quelle: Dehnst, F., Schmidt, A. (2008): Itadakimasu – Guten Appetit auf Japanisch. Christian Verlag. München. p 54

Hier nochmal die Zutaten, die wir für 4 Portionen Shabu-Shabu benötigt haben:

  • 1,2 l hausgemachte Dashi-Brühe
  • 500 g Rinderfilet, in dünne Scheiben geschnitten
  • 2 Hähnchenbrustfilets, in dünnen Scheiben
  • 1 Porreestange, in breitere Ringe
  • 3 Karotten, geschält und in dünnere Scheiben
  • 8 Champignons, halbiert oder geviertelt
  • 200 g TK-Spinat, aufgetaut (frischer ist besser!)
  • 1/2 kleinerer Chinakohl, in ca. 3 cm große Quadrate geschnitten
  • 200 g Tofu, in groben Würfeln

Die vorbereitete Fleisch wird mit Hilfe der Stäbchen in der Brühe geschwenkt (siehe erstes Bild) und die pflanzlichen Zutaten haben wir in kleinen Fondue-Metallkörbchen in der Brühe gegart. Wer die allerdings nicht hat, kann auch alles so in die Brühe geben zum Garen und dann eins nach dem anderen herausfischen. Ein großer Spaß und wunderbar mit lieben Gästen!

Aus der übrig gebliebenen Brühe und den restlichen Zutaten, die wir noch abends schnell darin garten, machte ich mir am nächsten Tag zusammen mit ein paar Mie-Nudeln eine wunderbar stärkende Suppe. Resteverwertung @ its best!

Vegetarische Köfte

Normalerweise bin ich kein großer Freund davon etwas mit Tofu nachzubauen, bloß weil Leute kein Fleisch essen. Also zum Beispiel Tofu-Würstchen, die ich so in diversen Supermarktregalen sehe, finde ich extrem gruselig! Lieber betrachte ich Tofu als eigenständiges Lebensmittel wie Erbsen oder Schnitzel oder Aubergine. Käme ja auch niemand auf die Idee aus Schnitzel einen Kartoffelsalat nachbauen zu wollen, oder? ;-) Aber als ich bei den Jungs von No Kitchen for old men Georges Vegetarische Köfte sah, musste ich die einfach nachbasteln! Der Tofu aus dem Kühlschrank wollte eh dringend verbraucht werden. Der Rest der Zutaten ist auch im Haus (ich stelle fest, vorratstechnisch bin ich gut ausgestattet *g*). Der Teig ist tatsächlich schnell zusammen gemischt mit Hilfe eines Pürierstabs (oder Küchenmaschine). Dann noch ein wenig quellen lassen, Nocken formen und ausbraten. Und sie sind tatsächlich wirklich lecker! Die Köfte sind natürlich nicht zu vergleichen mit Köfte aus Lammfleisch, aber als eigenständiges Gericht ohne den Anspruch so-zu-sein-wie, sind sie echt toll! Perfekte Würzung, wunderbar fluffig und etwas knusprig! Wird es öfter geben, weil sie auch gut kalt gegessen werden können, zum Beispiel im Fladenbrot oder als Picknickbestandteil. Auch wer Manschetten vor Tofu hat, probiert es ruhig mal aus, ist wirklich ernstlich gut!

Vegetarische Köfte

Zutaten für 3 Portionen mit Beilage (hier 17 Nocken):
400 g Tofu
40 g Bulgur
1 EL Rosinen
1,5 EL Tomatenmark
1 handvoll gehackte Petersilie
2 TL Kreuzkümmel/Cumin
1 Nelke (oder 2 Pimentkörner)
1 TL Paprikapulver edelsüß
1 getrocknete Chili
Salz, Pfeffer

Mehl zum Wenden
Öl zum Braten

(1) Den Bulgur in einer Tasse abmessen. Doppelt soviel Wasser wie Bulgur zum Kochen bringen und salzen. Den Bulgur einstreuen, kurz aufkochen lassen, Kochplatte ausschalten und den Bulgur ausquellen lassen. Ruhig mal gucken, wie es ihm geht. Wenn die Platte (wie bei mir) noch lange heiß bleibt, lieber vom Herd nehmen und dort quellen lassen. So nach 10-15 Minuten sollte der Bulgur weich sein. Etwas abkühlen lassen.
(2) Die Rosinen mit etwas kochendem Wasser übergießen und ca. 15 Minuten quellen lassen. Abgießen und abtropfen lassen.
(3) Den Tofu in Würfel schneiden. Den Kreuzkümmel mit der Nelke im Mörser fein mörsern (oder gleich gemahlenes Pulver nehmen). Den Tofu mit den Rosinen, Bulgur und den restlichen Zutaten entweder in einer Küchenmaschine zu einem homogenen Teig verarbeiten oder mit einem Pürierstab bearbeiten. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. den Teig für 30 Minuten in den Kühlschrank geben.
(4) Aus dem Teig Köfte in der Form der Wahl machen. Ich habe mit 2 Esslöffeln 1 EL der Masse abgenommen und dann zu Nocken geformt. Ging einfach und ohne größeres Rumgesaue. Die Köfte in etwas Mehl wälzen (wirklich wichtig, sonst wird es nicht knusprig!). Etwas Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen und die Köfte darin von allen Seiten in etwa 5 Minuten knusprig braun braten.

Genießen!

Quelle: No kitchen for old menVegetarische Köfte

Bei mir gab’s dazu einen Tabouleh und Ajvar mit Joghurt vermischt dazu!

Tabouleh

Zutaten für 4-6 Portionen:
1 Tasse Bulgur
Salz
1 Ochsenherztomaten (oder 3 normale)
1/2 Gurke
1/2 Paprikaschote
3 Frühlingszwiebeln
1 türkisches Bund Petersilie oder 3 deutsche
3-5 Zweige Minze, Blätter
Pfeffer
4 El Olivenöl
2 EL Weißweinessig

(1) 2 Tassen Wasser mit etwas Salz aufkochen. Den Bulgur zugeben, aufkochen lassen, Platte ausstellen und den Bulgur quellen lassen. Falls die Kochplatte noch stark nachheizt, runter ziehen und neben dem Herd etwa 15 Minuten quellen lassen bis der Bulgur weich ist. Etwas abkühlen lassen.
(2) Das Gemüse vorbereiten. Tomate in größere Würfel schneiden, die Paprikaschote ebenfalls. Die Gurke halbieren, die Hälften längs halbieren oder dritteln und dann quer in Würfel schneiden. Die Frühlingszwiebeln vom Wurzelende befreien, waschen und in dünne Ringe schneiden. Die Petersilie und die Minze fein hacken. Der Salat sollte gut grün aussehen! ALso ruhig mutig sein!
(3) Alles mit dem Bulgur gut vermischen. Salzen und pfeffern. Olivenöl und Weißweinessig zufügen, gut vermischen. Etwas durchziehen lassen.

Genießen!

Ist auch ein wunderbarer Grillsalat, Sommersalat für’s Büro oder einfach so als Abendessen!

Gimbap – Koreanisches „Sushi“

So, wozu kann man Tofu Bulgogi noch benutzen? Die letzte Portion wurde tatsächlich extra dafür angesetzt, dass ich am nächsten Abend Gimbap, also das koreanische Sushi mir machen wollte. Mich gelüstete schon seit längerem mal wieder nach Sushi, hatte keine Reisröllchen mehr, seit mir die beste S. von allen es letztes Jahr im September mit ins Krankenhaus brachte. Und da ich hier auch keinen guten Sushiladen kenne bzw. das was ich austesten wollen würde, zu weit weg ist von mir, musste ich halt selbst ran. Ist jetzt auch kein Beinbruch, wenn man nicht auf perfekt geformtes Sushi oder Gimbap besteht. Auf die Fischkomponenten verzichte ich eh gerne (in Mitteldeutschland richtig frischen Fisch zu kriegen, ist fast unmöglich *seufz*) und mache es eben vegetarisch. Auch da gibt es ja genug Optionen und bei den Koreanern noch viel mehr als bei original Sushi. Während der Japaner eher auf Klarheit der Aromen besteht, kombiniert der Koreaner offensichtlich hemmungslos und gerne auch viel würziger. Es können also auch gerne Käse, Schinken, Surimi-Sticks, anderer geräucherter Fisch, Kimchi, andere eingelegte Gemüsesorten wie Klettenwurzeln oder Rettich. Der Phantasie sind so gar keine Grenzen gesetzt! Etwas anders ist auch der Reis gewürzt, nicht süß-säuerlich mit Reisessig und Zucker wie in Japan, sondern eher nussig mit gerösteten Sesamsamen und Sesamöl. Auch wirklich lecker! Der Rest ist wie immer, Reis auf Algen verteilen, füllen, rollen und aufschneiden. Dann einfach genießen! Und es schmeckt wirklich gut und ist so im Nachhinein gesehen, auch nicht wirklich zeitaufwendig. Das Gemüse lässt sich fix schnippeln, das Ei auch schnell braten und andere Füllungen gut vorbereiten oder fertig kaufen. Ich befürchte das wird es in Zukunft häufiger bei mir geben! :-)

Gimbap – Koreanisches Sushi

Zutaten für 3 Rollen, also 2 Personen:

Grundrezept Reis
200 g japanischer Rundkornreis
350 ml Wasser
1/2 TL Salz
1 EL Sesamsamen
1 TL Sesamöl

Für die Füllung:

1 Ei
1 Prise Salz
Sesamöl

1/2 Salatgurke (20-25 cm lang)
1 TL Salz

1 Möhre
1 Prise Salz
Sesamöl

1/4 Portion Tofu Bulgogi

3 Nori-Blätter

(1) Als erstes des Reis kochen. Dafür den Reis in einer Schüssel mit ordentlich Wasser bedecken. Dann den Reis mit den Händen darin rumwirbeln. Wenn das Wasser milchig ist, es abgießen und neues hinzufügen. Die Prozedur so lange wiederholen bis das Wasser klar ist. Das letzte Wasser abschütten und den Reis mit 350 ml Wasser in einem größeren Topf geben. Aufkochen lassen, einmal umrühren, bei niedriger Hitze in 15 Minuten fertig garen.
Oder den Reis gleich in einem Reiskocher kochen.
(2) Während der Reis kocht, die Füllung vorbereiten. Als erstes in einer trockenen kleinen Pfanne die Sesamsamen bei mittelhoher Hitze anrösten bis sie duften und etwas gebräunt sind. Sofort herausnehmen, nicht, dass sie noch nachrösten und verbrennen.
Das Ei mit einer Prise Salz verquirlen. Eine kleine Pfanne erhitzen und etwas Sesamöl hinein geben. Die gesamte Eimasse in die Pfanne geben und ein flaches Omelett braten. Dafür einmal vorsichtig umdrehen, damit beide Seiten etwas Farbe kriegen. Herausnehmen, aufrollen und in lange Streifen schneiden.
Die Möhre schälen, in lange Stifte schneiden. In der noch heißen Pfanne wieder ein kleines bißchen Sesamöl erhitzen und die Möhrenstifte darin anbraten bis sie etwas Farbe haben, aber noch knackig sind. Herausnehmen.
Die Gurke gut waschen und vierteln. Die Kerne heraus schneiden, und die Viertel nochmals halbieren.
Die Tofu Bulgogi-Stücke in schmale Streifen schneiden, etwa so breit die Gurkenstücke.
(3) Den fertigen Reis, etwas abkühlen lassen, vielleicht so 10 Minuten. Dann mit den gerösteten Sesamsamen, dem Salz und dem Sesamöl gut vermischen. Dabei aber vorsichtig rühren, damit der Reis nicht matschig wird.
(4) Eine Sushi-Rollmatte mit Frischhaltefolie umwickeln (dadurch verfangen sich nicht so viele kleine Reiskörner in der Matte, die man nicht mehr rauskriegt.) Ein Schüsselchen mit kaltem Wasser zum Benetzen der Finger bereit stellen. Die Nori-Blätter nacheinander über der heißen Herdplatte haltend (oder in einer großen Pfanne) kurz rösten. Ein Nori-Blatt mit der rauhen Seite nach oben auf die Matte legen. Dann 1/3 der Reismasse auf den unteren 2/3 des Nori-Blattes mit den Fingern verteilen. Dafür die Finger immer mal wieder anfeuchten, weil der Reis sonst gar füchterlich klebt! Dann je 1/3 der Gurkenstreifen, angebratenen Möhren, Tofu Bulgogi-Streifen und Omelettstreifen verteilen. Dann von unten das Nori-Blatt aufrollen. Dabei mit den Fingern versuchen die Füllung an Ort und Stelle zu halten. Wenn das Gimbap aufgerollt ist, mit den Händen nochmals Druck auf die Rolle ausüben, damit das Gimbap auch zusammen hält.
(5) Mit einem wirklich scharfen Messer, dessen Klinge nach jedem Schnitt mit Wasser befeuchtet wird, die Rollen in 2 cm dicke Scheiben schneiden.

Genießen!

Quelle: inspiriert und leicht verändert nach Kou, M., Jung, S., Kim, Y.-A. (2011): Das Korea-Kochbuch. Jacoby  Stuart. Seite 84

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