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Gebackener Süßkartoffel-Chorizo-Salat

Süßkartoffeln in der Biokiste *seufz* Ich mag Süßkartoffeln, aber bin da manchmal – nein, eigentlich häufig – ideenlos. Bei Instagram kochte Jette von „Lanis lecker Ecke“ vor einiger Zeit mal einen lauwarmen Salat aus gebackenen Süßkartoffeln und Chorizo. Und das lachte mich sehr an, weil ich auch gerade Chorizo im Kühlschrank hatte, die ich nicht nur pur auf’s Brot essen wollte. Also die Süßkartoffeln fix geschält und grob gewürfelt, die Chorizo in feinere Scheiben und alles für 20 Minuten in den Ofen. Leider ist das zu lange für die Wurstscheibchen und sie wurden fast alle puptrocken. Ich habe wie Jette auch keinen Basilikum in den Salat getan, weil ich es mir ebenfalls nicht vorstellen konnte, aber trotzdem fehlte irgendwas. Während ich kauend am Schreibtisch saß, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Rucola. Bringt Frische, aber auch die nötige Schärfe und ein bisschen Bitter als Kontrapunkt zur Süße des Gemüses. Also fix Süßkartoffeln besorgt und eine Woche später den Salat nochmal für eine Kollegin und mich gemacht. Diesmal hab ich die Wurstscheiben auch erst nach der Hälfte der Süßkartoffelbackzeit in den Ofen gegeben, so dass sie zwar schon ein bisschen ihres Fetts an die Süßkartoffeln ausgelassen haben und knusprig wurden, aber eben nicht komplett ausgetrocknet. So wollen wir das!

Und der Salat ist es wirklich Wert gemacht zu werden! Cremige Süßkartoffeln (die werden ohne Frittieren einfach nicht knusprig) mit knusprig-würzigen Chorizoscheibchen, dazu dann die Frische der Frühlingszwiebel und die süßliche Säure der Tomaten. Großartigst! Er ist ziemlich schnell gemacht, besteht nur aus einfachen Zutaten und ihr müsst keine komplizierten Zubereitungsschritte können. Ihr werdet ihn mögen!

Gebackener Süßkartoffel-Chorizo-Salat

Zutaten für 2-4 Portionen:
2 mittelgroße Süßkartoffeln
Salz, Pfeffer
1 + 4 EL Olivenöl
125 g Chorizo am Stück
(oder ungarische Kolbász)
2 Frühlingszwiebeln
2-4 Tomaten (je nach Größe)
2 EL Balsamico-Essig
1 Prise Zucker
1 kleines Bund Rucola

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Süßkartoffeln schälen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Auf das Blech geben. Salzen, pfeffern, 1 EL Olivenöl drüber geben. Mit den Händen gut vermischen, die Süßkartoffelwürfel gleichmäßig verteilen. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 20 Minuten backen, bis sie weich und braun sind.
(3) Währenddessen die Chorizo in dünnere Scheiben schneiden und dann halbieren. Nach 10 Minuten Backzeit über die Süßkartoffelwürfel geben. 10 Minuten mitbacken lassen. Wenn die Süßkartoffeln weich sind und die Wurst leicht knusprig, herausnehmen und in eine Schüssel geben.
(4) Die Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Die Tomaten waschen, trocknen, in grobe Würfel schneiden. Beides zu den Süßkartoffeln geben.
(5) Den Balsamico mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker verrühren. Dann die übrigen 4 EL Olivenöl unterrühren. Die lauwarmen Salatzutaten gut damit vermischen.
(6) Zum Schluss den Rucola waschen, trockenschleudern und grob hacken. Unter den Salat rühren und sofort servieren.

Wenn ihr den Salat mit auf Arbeit nehmen wollt, den Rucola noch nicht hinein geben, sondern den Salat in ein Glas füllen und den gehackten Rucola oben auf legen. Erst zur Mittagspause verrühren.

Genießen!

Quelle: nach Lanis lecker EckeSüßkartoffel-Chorizo-Salat

Parmigiana di melanzane – Italienischer Auberginen-Käse-Auflauf

Nachdem ich letztes Jahr durch die Hitze nicht ganz so produktiv in der Küche war und mich viel von Fertigfutter ernährte, geht es mir dieses Jahr wesentlich besser und ich tobe mich mit dem Sommergemüse in der Küche aus. Was ich schon an Schmorgurken verspeist habe, wieviele Zucchini schon in meine Pfanne hüpften und auch etliche Auberginen wurden zu Odessa-Kaviar verarbeitet. Aber so ’ne Aubergine kann ja nicht nur zu Brotaufstrich verwandelt werden, auch als Hauptzutat eignet sie sich hervorragend.

Und die Italiener haben das 100%ig verstanden. Viele ihrer kulinarischen Klassiker basieren ja auf Auberginen, wie zum Beispiel die sizilianische Caponata oder auch ihre Parmigiana di melanzane, also einen Aubgerginen-Käse-Auflauf, der warm oder auch bei Zimmertemperatur gegessen werden kann. Er ist prinzipiell ziemlich einfach zu machen, nur der erste Zubereitungsschritt, die Auberginenscheiben in Fett ausbacken, ist doch ziemlich zeit- und, für mich, kraftaufwendig. Statt also die Scheiben einzeln anzubraten, lege ich alle auf ein Backblech, würze sie, pinsele Olivenöl drauf und parke das Blech für eine halbe Stunde in den Ofen. Während die Auberginen dann dort schön weich und braun werden, habe ich Zeit die Tomatensauce und restlichen Zutaten vorzubereiten. Das Schichten ist das schnell erldigt. Und während der gesamte Auflauf im Ofen schmurgelt, kann die Küche aufgeräumt werden, so dass man nach dem Essen kaum noch Arbeit hat. Ein praktisches, effizientes Gericht! So mag ich das! Und wenn es dann noch soo köstlich ist wie dieses, haben doch alle gewonnen, oder? Also beim nächsten Einkauf ein paar Auberginen und Mozzarella einpacken und los geht’s!

Parmigiana di melanzane

Zutaten für 3-4 Portionen:
2 Auberginen (etwa 450 g)
Salz, Pfeffer
3-5 + 1 EL Olivenöl
1 mittlere Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Prise Zucker
2 Dosen Tomatenfleisch (400 g)
2 Stengel Basilikum
2 Kugeln Mozzarella (ca. 200 g)
50 g Parmesan am Stück

Olivenöl zum Einpinseln der Auflaufform

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze oder 180°C Umluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Die Auberginen waschen und trocknen. Mit einem Brotmesser das grüne Ende abschneiden und die Auberginen dann längs in 0,5 cm dicke Scheiben schneiden. Auf das Blech legen. Von beiden Seiten salzen und pfeffern. Mit den 3-5 EL Olivenöl bepinseln. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen lassen bis sie weich sind.
(2) In der Zwischenzeit die Tomatensauce zubereiten. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten. Beides sehr fein würfeln. 1 EL Olivenöl in einem kleinen Topf bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebelwürfel zufügen, etwas salzen und glasig dünsten. Den Zucker und die Knoblauchwürfel zugeben. Kurz mit andünsten. Die Dosentomaten zufügen und aufkochen lassen. Ab dann etwa 20 Minuten offen köcheln lassen (vielleicht ein Blatt Küchenkrepp als Spritzschutz auflegen). Wenn die Sauce fertig ist, die Blätter vom Basilikum zupfen, grob hacken und unterrühren. Die Sauce nochmal abschmecken. Fehlt Salz, Zucker oder Pfeffer?
(3) Die Mozzarellakugeln in dünne Scheiben schneiden. Den Parmesan fein reiben. Wenn die Auberginenscheiben weich und leicht braun sind, das Blech herausholen und die Temperatur des Ofens auf 180°C Ober-/Unterhitze (Umluft 160°C) senken.
(4) Jetzt geht es ans Schichten. Eine kleinere Auflaufform mit etwas Olivenöl auspinseln. Ein bisschen Tomatensauce auf dem Boden verteilen. Ein Drittel der Auberginenscheiben darauf legen. Diese dann mit 1/3 der Tomatensauce bestreichen. Darauf die Hälfte des Mozzarellas verteilen. Wieder 1/3 der Auberginen, 1/3 der Tomatensauce und die zweite Hälfte des Mozzarellas. Zum Schluss die restlichen gebackenen Auberginenscheiben mit der übrigen Tomatensauce in die Form geben. Mit dem Parmesan bestreuen.
(5) Auf mittlerer Schiene in den Ofen geben und ca. 30 Minuten backen.

Lauwarm oder bei Zimmertemperatur servieren.

Genießen!

Quelle: KüchengötterAuberginenauflauf „Parmigiana di Melanzane“

Blog-Event CLIV: Salat satt – Nahöstlicher Brotsalat

Endlich Sommer! Ja, auch wenn ich die Wärme nicht gut vertrage, von Hitze sprechen wir erst gar nicht, mag ich das Licht, die lauen Abende, das die Natur geradezu übersprudelt und alles vor sich hin wächst und reift. Endlich können wir kulinarisch wieder aus dem Vollen schöpfen!

Und bei vielen Leuten gibt es zur Zeit fast ausschließlich Salate. Aber das kann ich nicht, da sind Susanne von „Magentratzerl“ und ich uns sehr ähnlich. Ich bin ein äußerst schlechter Salatesser und Blattsalate werden bei mir konsequent aus der Biokiste geschmissen, weil ich die einfach nicht verbraucht bekomme … Was geht sind so stückige Gemüsesalat wie z.B. Griechischer Hirtensalat. Ich liebe Tomaten, Paprika und Gurken und gegen Feta kann ich auch überhaupt nichts sagen. Die Variante gibt es öfter zum Abendbrot. Und diese Variante scheint bei den Völkern des östlichen Mittelmeers sehr verbreitet zu sein.

Letztens hatte ich noch ein Stück Fladenbrot übrig, dass ich dann schnell zu einem Brotsalat mit nahöstlichem Einschlag verarbeitete. Bei Brotsalaten gibt es ja zwei Lager, die einen mögen das Brot knusprig im Salat, die anderen eher weich. Ich glaube, ich gehöre zum Team „Knusprig“, wenn das Brot noch so ein paar Röstaromen abbekommt, ein Träumchen! Die üblichen Verdächtigen Tomate, Paprika und Gurke waren natürlich auch vertreten. Und was macht diese Variante jetzt nahöstlich? Das Brot briet in dem Öl zusätzlich mit etwas Kreuzkümmel an, es kam eine sportliche Portion gehackte Petersilie rein und über den fertigen Salat kamen noch eine Prise säuerlicher Sumach. So entstand ein sättigender, leicht säuerlicher, erfrischender Salat, der an heißen Tagen glücklich macht. Am nächsten Tag ist das Brot zwar durchgeweicht, das tut dem Geschmack aber keinen Abbruch, so dass Reste gut mit ins Büro genommen werden können.

Ich bin ja mal gespannt, was noch alles beim von Susanne veranstalteten Blogevent „Salat satt“ in Zorras „Kochtopf“ an Salaten zusammen kommt, die zum Nachmachen animieren und mich eventuell in eine Salatperson verwandeln? Wer weiß ;-)

Blog-Event CLIV - Salat satt (Einsendeschluss 15. Juli 2019)

Nahöstlicher Brotsalat

Zutaten für 1-2 Portionen:
50 g Brot (z.B. Fladenbrot von gestern)
2 + 6 EL Olivenöl
1/2 TL Kreuzkümmel gemörsert
1/2 Paprikaschote
1/3-1/2 Schlangengurke
2 handvoll Cherrytomaten
1 deutsches Bund Petersilie
1 Prise Sumach
Salz, Pfeffer
1/2 Zitrone Saft
100 g Feta

(1) Das Brot in grobe Würfel schneiden. 2 EL Olivenöl in einer Pfanne bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Den Kreuzkümmel und die Brotstücke zugeben und unter gelegentlichem Rühren so lange Braten, bis die Brotstücke braun sind. In eine Salatschüssel geben.
(2) Die Paprikaschote entkernen und die weißen Häutchen rausschneiden. Von der Gurke das Ende abschneiden. Beides in etwa 0,5 cm große Würfel schneiden. Die Cherrytomaten halbieren oder vierteln, je nach Vorliebe. Die Petersilie fein hacken. Alles zum Brot geben. Salzen, pfeffern und mit dem Sumach bestreuen.
(3) Zitronensaft und restliches Olivenöl drüber geben und alles gut verrühren. Zum Schluss den Feta drüber krümeln.

Genießen!

Ungarisches Letscho 2.0

Endlich ist die Saison der aromatischen Spitzpaprika aus Ungarn wieder angebrochen! Und eines meiner liebsten Gerichte damit ist immer noch Letscho/Lecsó, also jenes ungarische Paprika-Tomaten-Ragout, dass es in jeder Saison gefühlt alle zwei Wochen gibt :-) Die klassische Variante habe ich ja schon vor einer gefühlten Ewigkeit im Rahmen der „Heiligen Dreifaltigkeit der ungarischen Spitzpaprika“ vorgestellt. Und daran ist überhaupt nichts falsch, es ist wunderbar frisch gekocht, vielseitig wandelbar, lässt sich 1a einfrieren oder einwecken.

Aber letztens sah ich in einem Video vom ungarischen Kanal „Street Kitchen“ eine Variante mit Reis, die mich sehr ansprach. Die Paprikas werden viel gröber geschnitten und sehr scharf angebraten, so dass sie braune Flecken auf der Haut und damit Extra-Aroma bekommen. Dann kommen die üblichen Verdächtigen dazu und es wird noch eine Hand Reis pro Person unter gerührt. Die Vielfältigkeit bleibt aber dabei auch bestehen, packt noch Wiener Würstchen dazu oder scharfe Paprikawurst (Kolbász, Chorizo) oder lasst ein paar Eier im Lecsó stocken. Oder esst es einfach ganz pur vegan. So viel ist möglich! Und trotzdem steht das einfache, aber köstliche Essen immer noch innerhalb von 45 Minuten auf dem Tisch. Perfekt!

Letscho/Lecsó 2.0

Zutaten für 2 Portionen:
500 g Spitzpaprika
1 Zwiebel
250 g Tomaten
2 EL Öl
1/2 Kaffeetasse Langkornreis
1 Tasse Wasser
Salz, Pfeffer
wahlweise: 50 g Paprikawurst, 50 g Feta, 2 Wiener Würstchen oder 2 Eier

(1) Die Paprikaschoten waschen, trocknen. Die Schoten halbieren, Kerngehäuse und Scheidewände heraus schneiden. Die Hälften dann nochmals halbieren und je nach Größe dritteln oder vierteln. Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Die Tomaten waschen, trocknen, halbieren, Strünke entfernen und die Hälften grob würfeln.
(2) Das Öl in einer mittelgroßen Pfanne (auf die ein Deckel passt) auf hoher Hitze heiß werden lassen. Die Paprikastücke zufügen und bei hoher Hitze so lange anbraten bis sie braune (nicht verbrannte) Stellen auf der Haut kriegen. Die Zwiebelwürfel zufügen und bei mittelhoher Hitze mitbraten bis sie glasig werden. Etwas salzen.
(3) Den Reis und die Tomatenstücke zufügen, salzen und pfeffern und alles gut verrühren. Mit dem Wasser begießen, Deckel auflegen und etwa 25-30 Minuten bei mittlerer Hitze schmoren lassen bis der Reis gar ist.

Wer mag, kann zusammen mit dem Reis in Scheiben geschnittene Paprikawurst (ungarische Kolbász) auf das Letscho legen, oder 5 Minuten vor Ende der Garzeit Feta drüber krümeln, klein geschnittene Würstchen mit erhitzen oder Eier darüber schlagen und unter dem Deckel stocken lassen.

Genießen!

Quelle: nach Street KitchenRizses lecsó virsivel felturózva

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