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Wärmender Gnocchi-Spargel-Auflauf

(Und ja, das Rezept hab ich während des Corona-Lockdowns letztes Jahr gekocht und diesen Beitrag Ende Juni geschrieben, aber da war es erstens zu spät für Spargel und zweitens zu warm für Auflauf *g*)

Yay! Spargelsaison! Wer konnte es kaum noch erwarten? Endlich wieder frisches Gemüse von heimischen Feldern und es zeichnet sich ein Ende der winterlichen Wurzelgemüse-Sorten ab. Hallelujah!

Aber auch im Frühling kann es noch kühle, regnerische Tage geben, an denen ein Pasta-Auflauf genau richtig ist. Aber trotzdem muss keiner auf Spargel verzichten. Hier zeige ich Euch eine Version mit Gnocchi, die zugegebenermaßen im Supermarkt gekauft wurden, Tomaten und Spargel, die nach einem anstrengenden Tag richtig gut tut. Der zerlaufende Mozzarella tut sein übriges. Ich meine, alles ist besser mit geschmolzenem Käse, nicht? Der ganze Auflauf ist auch nicht zeitaufwendig zuzubereiten, braucht nur ein paar Töpfe. Aber während die Tomatensauce köchelt, bratet ihr fix den grünen Spargel, der nicht mal geschält werden muss und kocht die Gnocchi. Ich sag mal, innerhalb von 45 Minuten habt Ihr den Auflauf heiß blubbernd auf dem Tisch:

Gnocchi-Spargel-Auflauf

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL + 1 EL Olivenöl + etwas zum Einölen der Auflaufform
400 ml Tomatenfruchtfleisch aus der Dose
Salz, Pfeffer, Zucker
500 g grüner Spargel
200 g Gnocchi
125 g Mozzarella (1 Bällchen)

(1) Als erstes die Tomatensauce vorbereiten. Dafür Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. In einem mittleren Topf 1 TL Olivenöl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebelwürfel zugeben und glasig dünsten. Den Knoblauch hinein geben und kurz mitdünsten lassen bis er duftet, das dauert so 30-60 Sekunden. Danach das Tomatenfruchtfleisch aus der Dose hinein kippen, die Dose halb mit Wasser füllen und etwas herum schwingen, damit sich alle Reste im Wasser sammeln und mit in den Topf gießen. Salzen, pfeffern und mit einer Prise Zucker würzen. Deckel auflegen und bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Wenn der Spargel und die Gnocchi fertig sind, die Sauce nochmals abschmecken.
(2) Den Ofen auf 220°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleinere Auflaufform mit etwas Olivenöl einpinseln.
(3) Den Spargel waschen und abtrocknen. Dann von jeder Stange das untere Ende abbrechen, so ist garantiert kein holziger Rest dran. Die Stangen in etwa 4 cm große Stücke schneiden. 1 EL Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen. Die Spargelstücke zugeben und bei mittelhoher Hitze anbraten. Dabei mit Salz, Pfeffer und einer großzügigen Prise Zucker würzen. Nach etwa 10 Minuten sollten sie gar sein, aber noch Biss haben. In die Auflaufform kippen.
(4) In einem kleinen Topf Salzwasser zum Kochen bringen und die Gnocchi nach Packungsanweisung garen. Abgießen, in die Auflaufform geben und mit dem Spargel vermischen. Ebenso die Tomatensauce unterrühren.
(5) Vom Mozzarella die Flüssigkeit abgießen, in Stücke zupfen und auf den Auflauf legen.
(6) Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 20-25 Minuten backen bis der Käse leicht braun ist und die Sauce am Rand schön blubbert.

Genießen!

Quelle: Inspiration durch delicious.magazineone-pot cheesy tomato and gnocchi bake

Hochsommerlich: Pesto aus rohen Tomaten im Schrebergarten

Momentan befinde ich mich ja wieder in der Ostseeheimat und wunderbarerweise stellte sich pünktlich zum Wochenende allerschönstes Sommerwetter ein. Also war klar, dass wir (sprich Frau Mama, Herr Papa und ich) das gesamte Wochenende im Schrebergarten verbringen. Zum Glück hatte Frau Mama noch Urlaub so, dass wir Pläne machten, Listen schrieben, Freitagmorgen alle Einkäufe erledigt wurden, schnell zusammen gepackt (einiges doch vergessen, passt schon *g*) und dann schon am späten Vormittag tief durchatmend im Garten standen und erstmal eine Begutachtungsrunde drehten:

Schöne Rosen!

Uh, die Erbsen sind aber schon weit!

Cool, die Johannisbeeren sind auch schon reif! *haps*

Und die schwarze Version hat’s auch bald geschafft!

Guck mal, die Maulbeeren schaffen es tatsächlich dieses Jahr!

Ahh, ganz viele Erdbeeren!

Und wenn man soviel Zeit mit Staunen verbringt, bleibt nicht mehr so viel zum Kochen übrig bevor der Hunger einen in die Knie zwingt. Und dann ist dieses Rezept ideal! Fertig ist das komplette Essen in der Zeit, die die Nudeln brauchen zum Kochen. Eigentlich ist es eine Art Pesto nur eben aus rohen Tomaten und es hält sich nicht im Kühlschrank, aber mit den frisch gekochten Nudeln gemischt, ergibt sich ein wunderbar lauwarmes Pasta-Gericht. Ist auch gut benutzbar als Pasta-Salat für’s Büro am nächsten Tag, dafür einfach noch ein paar Mozzarella-Stückchen oder Kügelchen unterheben und bei Zimmertemperatur genießen. Auf Anhieb fallen mir auch noch ein paar Variationsmöglichkeiten ein, indem zum Beispiel Oliven mit unter püriert werden oder Feta. Seid kreativ, geneigte Leserschaft! Bei mir wird es das ab sofort öfter geben!

Pesto aus rohen Tomaten

400 g aromatische, reife Tomaten
2 Knoblauchzehen
1/2 Bund Basilikum
3 EL Pinienkerne
4 EL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
Salz, Pfeffer

Die Tomaten waschen und in grobe Würfel schneiden, dabei die Strünke heraus schneiden. Die Knoblauchzehe pellen und ebenfalls grob zerteilen. Die Basilikumblätter von den Stielen zupfen. Tomaten und Knoblauch zusammen mit den restlichen Zutaten in einen hohen Behälter geben und mit einem Stabmixer fein fürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Über die frisch gekochten Nudeln geben, gut durchrühren und

genießen!

Quelle: Schinharl, C. (2012): 1 Nudel – 50 Saucen. GU

Und abends dann die Ruhe mit Vogelgezwitscher und die letzten Sonnenstrahlen genießen.

Einfach, aber sooo gut – Nudeln mit Tomatensauce

Letztes Wochenende feierte ich meinen Geburtstag nach, wozu noch ausführlichere Beiträge und auch paar Photos kommen. Dafür musste natürlich einiges vorbereitet werden, wobei mir freitags die liebe K. half. Danke nochmals dafür! Wir trafen uns mittags bei mir und da hungrig kochen nicht wirklich Spaß macht, wollte ich noch ein schnelles, kleines Mittagessen für uns machen. Da Fräulein K. nicht auf grüne Bohnen steht, die ich eigentlich hier zu verarbeiten wollte, gab es das typischste Sonnabendsessen meiner Familie: Nudeln mit Tomatensauce und Spiegelei. Ja, Spiegelei dazu! Muss sein!

Früher, also zu DDR-Zeiten, hat Frau Mama die Sauce mit Ketchup gemacht und ohne Basilikum und eigentlich auch ganz anders als ich. Aber so mit 11/12 Jahren fing ich an dieses Essen für die Familie zu kochen. Natürlich entwickelte sich diese Sauce in den letzten 20 Jahren (ha, ich bin doch alt *g*). Zuerst benutzte ich nur passierte Tomaten und alles an getrockneten Kräutern was sich in Frau Mamas Vorrat befand und einigermaßen italienisch klang. Aber nach und nach stieg ich auf gröberen Tomatenmatsch um und benutzte lieber frische Kräuter und dann auch nur noch eins und nicht mehr alles, was das Gewürzregal oder Blumentopf her gab. Es wird natürlich auch immer variiert, mal noch andere Gemüse mit rein, mal auch mit Fleischbällchen, aber das hier ist die einfachste Variante, für die ich (fast) immer alles da hab, wenn der Hunger plötzlich zuschlägt.

Einfachste der einfachen Tomatensaucen

Zutaten für 2 Personen:
1 mittlere Zwiebel, in Halbringe geschnitten
1 Knoblauchzehe, fein gehackt
Schluck Öl
1 handvoll Basilikum samt Stielen,
die Stiele fein gehackt
1 EL Tomatenmark
1 kleine Dose Tomatenstücke
Salz, Pfeffer
Prise Zucker

(1) Das Öl in einem kleinen Topf erhitzen und die Zwiebelhalbringe bei mittlerer Hitze weich dünsten. Den Knoblauch und die Basilikumstiele  zugeben und und so lange mit andünsten bis der Knofi duftet. Tomatenmark kurz mit anschwitzen.
(2) Die Dose Tomatenstücke hinzu schütten, salzen und pfeffern. Deckel drauf und bei mittlerer Hitze so lange köcheln lassen wie die Nudeln brauchen. Ab und an umrühren.
(3) Das Wasser für die Nudeln aufsetzen und diese nach Packungsanweisung garen. Die Spiegeleier braten.
(4) Die Sauce vom Herd nehmen. Den Basilikum schnell zerzupfen, unter die Sauce rühren und mit der Prise Zucker abschmecken.

Alles zusammen auf den Tellern verteilen und

genießen!

Und weil es so schnell geht und zumindest mich glücklich macht, wenn der Tag mal wieder doof war, darf die kleine Sauce beim aktuellen Blogevent „Speed cooking“ beim Kochtopf, der von Alex von mein-i-Tüpfelchen ausgetragen wird, teilnehmen.

Blog-Event LXXV - Speed-Cooking (Einsendeschluss 15. März 2012)

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