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Vegetarischer Kartoffel-Mais-Chowder aus dem Slowcooker

So wirklich koche ich nur am Wochenende, also Freitag, Sonnabend und Sonntag frisch, damit ich montags, dienstags und mittwochs noch die Reste nach bzw. im Büro essen kann. Eben für die Tage vorkochen, an denen ich nach der Arbeit keine Energie mehr habe oder welche für die längeren Nachmittagsschichten aufsparen muss.

Aber manchmal bleibt auch nichts übrig vom Wochenende, weil Besuch da war und das Essen einfach so unglaublich lecker (ich stelle Euch betreffendes definitiv noch vor *g*)… An solchen Tagen hol ich mir dann was von Pizzeria unterm Büro, eine Portion Gemüse-Sushi aus dem Studenten-Rewe nebenan, das wirklich nicht schlecht ist, weil es dort frisch gemacht wird oder simpel Fertigfutter. Aber das geht ganz schön ins Geld und wird irgendwann auch langweilig…

Also kramte ich meinen kleinen Slowcooker wieder raus und suchte in den besten Slowcooker-Kochbüchern nach Rezepten, die zeitlich gut in den Arbeitstag passten, sprich, ich die Zutaten noch vor der Arbeit schnell schnippeln kann und die mittags zu meinem Feierabend fertig sind. Weil ziemlich ungemütliches Wetter angesagt war, also kalt und nass, passt so ein sämiger, amerikanischer Eintopf doch sehr gut. Der vegetarische Kartoffel-Mais-Chowder aus dem „Slowcooker für 2“ (Amazon-Link ohne Affiliate) hat auch nur wenige Zutaten, nix muss extra angebraten werden und wenn ich auf High koche, ist er auch pünktlich zum Nachhausekommen fertig.

Gesagt, getan. Die Kartoffelwürfel hab ich wirklich klein geschnitten auf ca. 0,5 cm, weil Kartoffeln im Slowcooker sehr zickig sein können und lange brauchen. Das Vorbereiten der Kartoffeln hat tatsächlich am Längsten gedauert. Den Rest der Zutaten in den Slowcooker schmeißen, anstellen und etwa 4 Stunden später ist ein wunderbar cremiger Eintopf fertig. Ich hatte noch ein bisschen frische Petersilie im Kühlschrank, die ich feingehackt unterrührte und die wunderbar passte. Ein schön einfaches Rezept, dass ich gerne öfter mache :-)

Kartoffel-Mais-Chowder aus dem Slowcooker

Zutaten für 2 größere Portionen:
300 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend
125 g Mais, gefroren
40 g Mehl
1 kleine Zwiebel oder Schalotte
1 Knoblauchzehe
1/4 TL Thymian, getrocknet
1/4 TL Oregano, getrocknet
500 ml Gemüsebrühe
1 deutsches Bund Petersilie
100 g Sahne
Salz, Pfeffer

Slowcooker: 1,5 l
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Kochzeit: 3-4 Stunden HIGH oder 6-8 Stunden LOW

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Kartoffeln schälen und in feine Würfel schneiden. Zusammen mit dem Mais in Keramikeinsatz geben. Mit dem Mehl bestreuen und gründlich verrühren, so dass jedes kleine Stückchen von Mehl ummantelt ist. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und ebenfalls sehr fein würfeln. Gemeinsam mit dem Thymian, Oregano und der Gemüsebrühe zum Gemüse geben und wiederum sehr gut durchrühren. Besonders an den Kanten des Einsatzes.
(2) Deckel aufsetzen. Und 3-4 Stunden auf HIGH garen (oder 6-8 Stunden auf LOW) bis die Kartoffeln gar sind. Wie schnell oder langsam das passiert, hängt von der Größe der Kartoffelwürfel ab.
(3) Die Petersilie fein hacken.
(4) Zum Schluss die Sahne unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Petersilie unterheben. Sofort servieren.

Genießen!

Quelle: Westphal, U., Frankemölle, G. (2015): Slowcooker für 2. p 41

Pasta mit Schwarzkohl, Blumenkohl und Walnüssen

Weil der Schwarzkohlsalat geschmacklich so ein voller Erfolg war, hab ich für die folgende Kiste gleich noch ein Bund bestellt. Glücklicherweise lief mir das Rezept von Tracy, die im nördlichen Kalifornien lebt und den Blog „Shutterbean“ betreibt, über den Weg. Ich folge ihr zwar nur über Instagram, aber sehe gerne was sie kreativ so veranstaltet, was sie für ihre Familie mealpreppt (geht das im Deutschen als Verb durch?) und wie sie mit den dunklen Trauermomenten um ihre Mutter umgeht. Es lohnt sich ihr zu folgen :-)

Jedenfalls postete sie letztens ein Pasta-Rezept mit Cavolo nero, das mich sofort ansprach, weil es auch noch Blumenkohl enthält. Und Blumenkohl geht hier bekanntlich immer und in jeder Form *g* Für mich ist dieses Gericht die Quintessenz gesunder, amerikanischer Küche. Es beinhaltet, die von ihnen so geliebten Greens – Wie oft mir amerikanische YouTuber und Blogger gefühlt entgegen schreien, dass ich schon zum Frühstück Unmengen an rohem Grünkohlsalat essen soll ;-) Das Gericht enthält eine große Menge an Veggies, also Gemüse in Blumenkohlform, dazu die „healthy fats“, also gesunden Fette der Walnüsse. Ja, das Essen ist wirklich lecker! Versteht mich bitte nicht falsch. Aber sobald ich bei jeder Mahlzeit nur noch darauf achten soll, von wirklich jeder Komponente (Grün, Gemüse, Fette) eine bestimmte Menge zu mir zu nehmen, vergeht mir der Spaß… Das kommt mir wieder so sehr nach Optimierung des eigenen Lebens vor und darauf reagiere ich allergisch und bockig.

Aber abgesehen davon: es ist ernsthaft lecker! Also haltet ruhig Ausschau nach dem Schwarzkohl oder benutzt simplen Grünkohl und macht dieses schnelle Pastagericht nach!

Pasta mit Cavolo nero, Blumenkohl und Walnüssen

Zutaten für 2-3 Portionen:
200 g Schwarzkohl/Cavolo nero (4-6 Blätter)
12-15 Walnusshälften
1-2 Knoblauchzehen
1/2 mittlerer Blumenkohl
1/2 Zitrone, Saft und Schale
200 g Penne
Salz
2+2 EL Olivenöl
Pfeffer
1 großzügige Prise Chiliflocken
1/8 l Gemüsebrühe
1 große Hand voll geriebener Parmesan

(1) Den Schwarzkohl waschen, trocknen. Den sehr harten unteren Teil der Blattrippen raus und die Blätter in feine Streifen schneiden. Die Walnusshälften grob hacken. Die Knoblauchzehen häuten. Vom Blumenkohl die äußeren Blätter entfernen und dann auf einem großen Brett fein (!) hacken. Das dauert ein bisschen. Von der Zitrone die Schale abreiben und den Saft auspressen.
(2) Wasser für Nudeln aufsetzen. Gut salzen und die Nudeln 1 Minute weniger als nach Packungsanweisung kochen. Eine kleine Wasser aufheben und die Nudeln abgießen.
(3) Während das Wasser für die Pasta heiß wird, eine große Pfanne auf mittelhoher Hitze ebenfalls heiß werden lassen. 2 EL vom Öl erhitzen. Den Blumenkohl mit etwas Salz zugeben und ohne Rühren etwa 5 Minuten braten lassen. Einmal durchrühren und dann in Ruhe weitere 5 Minuten braten, so dass er braun und leicht knusprig wird. In eine Schale geben.
(4) Auf mittlerer Hitze zurück schalten. Das übrige Olivenöl heiß werden lassen. Cavolo nero-Streifen, Walnüsse, Zitronenschale, Chiliflocken, Prise Salz und einige Umdrehungen aus der Pfeffermühle in die Pfanne geben und gut verrühren. Die Brühe zugeben und etwa 5 Minuten dünsten.
(5) Mittlerweile sollten auch die Nudeln gar sein. Zusammen mit dem Blumenkohl und den Zitronensaft unter die Kohlmischung rühren. Mit dem Parmesan bestreuen und durchrühren. Wenn es noch zu trocken sein sollte, etwas vom zurück behaltenen Pastakochwasser unterrühren.

Auf vorgewärmten Tellern verteilen. Eventuell noch etwas mehr Parmesan drüber streuen.

Genießen!

Quelle: ShutterbeanCrispy cauliflower and kale penne

Entspannt in der Vorweihnachtszeit – Salisbury Steak

Wie kriegt Ihr das mit dem Weihnachtstrubel so hin? Könnt Ihr gelassen bleiben und reduziert den Arbeitsaufwand oder verfallt ihr in Hektik? Wir versuchen den Stress und die Zeit in der Küche soweit es geht, zu reduzieren. Frau Mama möchte halt gerne so Zeit mit uns verbringen und mich nicht nur in der Küche sehen. Wobei ich da manchmal ja auch kein Problem habe und gerne in der Küche stehe und vor mich hinwerkel *g* (Wozu habe ich sonst diesen kleinen Blog?!?) Es schadet jedenfalls nicht an den Tagen vor Weihnachten einfache, herzhafte Gerichte in petto zu haben (Konteressen bei dem ganzen Süßkram), die sich selbst basteln, während Ihr den Weihnachtsbaum, Weihnachtsbraten oder Weihnachtsgeschenke besorgt.

Diese amerikanische Version eines Klops mit Sauce, genannt Salisbury Steak ist ideal dafür. Die Vorbereitungszeit beträgt maximal 15 Minuten und dann kann es locker 4 Stunden unbeaufsichtigt vor sich hin köcheln. Erfunden wurde es von einem Dr. Salisbury zum Zwecke der Gewichtsreduzierung bei der Diät mit wenig Kohlehydraten. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist es unter dem Namen „Salisbury Steak“ bekannt, auch wenn das für einen Deutschen eher seltsam klingt, weil wir ja mit dem Wort „Steak“ ein anderes Fleischstück assoziieren. Mittlerweile hat es sich zu einem Standardgericht der US-amerikanischen Küche entwickelt und ist im ganzen Land beliebt. Aber nicht nur dort, in einem Buch über japanische Alltagsküche fand ich ebenfalls eine Version unter dem Namen „Hambāgu (ハンバーグ)“, die ich auch nochmal ausprobieren möchte. Schon faszinierend, wie sich so eine einfache Frikadelle mit Sauce doch weltweit durchgesetzt hat.

Dieses Rezept hatte ich in der Facebook-Gruppe „Slowcooker Girls & Boys“ gefunden und muss sagen, es war äußerst schmackhaft und wird definitiv in den Standard aufgenommen. Zartes Fleisch mit einer würzigen Sauce in angenehmer Konsistenz dazu. Als Kind hätte ich es sehr gemocht!

Salisbury Steak

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
100 g Champignons
1/2 Zwiebel
150 ml Brühe
1 EL Ketchup
1 TL Dijon Senf
1 El gehackte Petersilie
1 EL Speisestärke
2 EL kaltes Wasser

Für die Steaks:
400 g Hackfleisch
1 Eigelb
1/2 Zwiebel
2 EL Semmelbrösel
1,5 EL Milch
1/2 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer

1 EL Öl

Slowcooker: 1,5 l
Zeit: 4-5 Stunden
Stufe: LOW

(1) Das Übliche: erst das Gemüse vorbereiten. Von den Champignonstielen die Enden abschneiden, mit einem Tuch den groben Dreck abmachen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel fein würfeln, die Knoblauchzehe ebenfalls. Die Champignonscheiben in den Slowcookereinsatz geben.
(2) Hälfte der Zwiebeln mit Knoblauch mit den übrigen Zutaten der Steaks gut verkneten. Zu 4 flachen Frikadellen formen.
(3) 1/2 EL in einer Pfanne erhitzen und die Frikadellen etwa 3 Minuten pro Seite anbraten und auf die Pilze in den Slowcooker setzen. Das restliche Öl erhitzen, die übrigen Zwiebeln darin glasig andünsten. Mit der Brühe ablöschen. Ketchup und Senf unterrühren. Die Sauce über die Salisbury Steaks in den Slowcooker gießen.
(4) Deckel aufsetzen und ca. 4 Stunden auf LOW garen.
(5) Die Speisestärke mit dem Wasser in einer kleinen Tasse klümpchenfrei verrühren. Die Frikadellen rausnehmen und mit Folie abgedeckt warm stellen. Die aufgelöste Stärke in die Sauce rühren. Slowcooker auf HIGH stellen und offen so lange köcheln lassen bis es andickt.

Die Steaks zusammen mit der Sauce anrichten. Dazu passt Kartoffelbrei/Nudeln und eine Gemüsebeilage oder Salat nach Wahl.

Genießen!

Quelle: aus der Facebook-Gruppe „Slowcooker Girls & Boys“

Natürlich kann das Gericht auch auf einem normalen Herd gekocht werden. Dafür die geformten Frikadellen in einer Pfanne mit Deckel anbraten. Die Klopse rausnehmen und zur Seite stellen. In der Pfanne die Pilze und Zwiebelwürfelchen anbraten, würzen, mit der Brühe ablöschen und die restlichen Zutaten unterrühren bis auf die Stärke und Wasser. Die Frikadellen wieder rein setzen, Deckel drauf und bei mittlerer bis geringer Hitze etwa 20 Minuten schmurgeln bis alles gar ist. Die Klopse rausnehmen, Hitze hochstellen und die mit Wasser verrührte Stärke unterrühren und so lange kochen lassen bis die Sauce andickt. Alles zusammen servieren!

Ein amerikanischer Klassiker – Hackbällchen in Tomatensauce aus dem Slowcooker

Alles, was mit Pasta und Tomatensauce zu tun hat, wird ja automatisch Italien zugerechnet. Aber diese Variante mit Hackbällchen ist nicht traditionell italienisch, sondern wurde in den USA erfunden. Und wird dort fast kultisch verehrt, wie man ja auch an der berühmten Szene aus dem Disney-Film „Susi und Strolch“ sieht:

(Und nein, es ist nicht mein Lieblingsfilm, ich habe um genau zu sein, ein kleines Susi-und-Strolch-Trauma, weil wir das Hörspiel auf langen Fahrten nach Ungarn für meinen Geschmack ein paar mal zu oft gehört haben *g*)

Kommen wir zurück zu den Hackbällchen. Im Slowcooker lassen sie sich ganz entspannt schmurgeln, während man mit den Kindern spielt, den Garten auf Vordermann bringt oder die komplette Wohnung durchwischen. Zum Zeitgewinn kommt noch hinzu, dass die Hackbällchen unglaublich zart werden und die Tomatensauce sehr aromatisch. Dann nur noch schnell Spaghetti kochen und genießen! So einfach, so gut! Zu Recht ein Klassiker der italo-amerikanischen Küche!

Hackbällchen mit Tomatensauce aus dem Slowcooker

Zutaten für 4 Portionen:
1 Karotte
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 Stange Staudensellerie
einige Stengel Basilikum
1 EL Zucker
750 g passierte Tomaten
Salz, Pfeffer

Für die Hackbällchen:
500 g Rinderhackfleisch (oder halb und halb)
1 Ei
Salz, Pfeffer
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL Oregano
1-2 EL Semmelbrösel

Olivenöl

Slowcooker: 3,5 l
Temperatur: HIGH (oder LOW)
Zeit: 3-4 Stunden (oder 6-8 Stunden)

(1) Zuerst das Gemüse für die Sauce vorbereiten. Zwiebel und Knoblauchzehe häuten, die Karotte schälen, den Staudensellerie entfädeln und alles fein würfeln. Vom Basilikum die Blätter abnehmen, im Kühlschrank zwischenparken und die Stiele fein schneiden.
(2) Die Hackbällchen machen. Dafür die Zwiebel und Knoblauch häuten und fein würfeln. Zum Hack und Ei in die Schüssel geben, mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Die Semmelbrösel zugeben und einen Teig kneten. Daraus ca. 20 golfballgroße Bällchen formen.
(3) In einer großen Pfanne etwas Olivenöl auf hoher Temperatur erhitzen. Die Bällchen darin von allen Seiten braun anbraten, sie müssen nicht durch gegart sein. In den Einsatz des Slowcookers geben.
(4) Die Hitze etwas runter schalten und die Zwiebeln, Knoblauch, Möhre, Staudensellerie und Basilikumstiele auf mittelhoher Hitze andünsten. Den Zucker zufügen und etwas karamellisieren lassen. Die passierten Tomaten hinein gießen, kurz aufkochen lassen und über die Hackbällchen in den Slowcooker geben.
(5) Deckel auflegen und auf HIGH 3-4 Stunden (oder LOW 6-8 Stunden) garen.
(6) Kurz vor dem Servieren den Basilikum zerzupfen und unter die Sauce rühren.

Zusammen mit Spaghetti und Parmesan bestreut servieren.

Genießen!

Wer keinen Slowcooker hat, kann es natürlich auch im normalen Topf zubereiten. Dafür die Hackbällchen in einem weiten Topf anbraten, herausnehmen. Im selben Topf das Gemüse andünsten, die passierten Tomaten zugeben, würzen, und ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Danach die Hackbällchen zugeben und nochmals 30 Minuten zusammen garen bis die Sauce schön sämig und die Bällchen gar sind. Zum Schluss den frischen Basilikum unterrühren. Ihr seht überhaupt nicht schwierig :-)

So unglaublich zart – General Tsos Hähnchen aus dem Slowcooker

Der Urlaub ist vorbei und ich bin wieder zurück in meinem Göttinger Alltag. Auch nicht verkehrt :-) Aber jetzt wieder mehr Planung beim Essen und da leistet der Slowcooker immer noch richtig gute Dienste. Schon vor einiger Zeit probierte ich ein asiatisches Gericht aus, dass wahrscheinlich in Amerika erfunden wurde. In einer Slowcooker-Facebook-Gruppe wurde öfters nach General Tsos Hähnchen gefragt und vorgeschwärmt. Na, in so einem Fall bin ich doch gerne Lemming und folgte dem Link so Gabis „Crocky-Blog„. Hört sich einfach an und köstlich! Die Zutaten gefallen mir und auch nix dabei, was ich nicht essen würde. Da ich jetzt keine Familie zu versorgen, halbierte ich das Rezept einfach und köchelte es in meinem kleinen Slowcooker.

Ich war ja so ein bisschen skeptisch. Ein eigentlich schnelles Wok-Gericht sollte ewig im Slowcooker schmurgeln? Aber Oh!Mein!Gott! das Hühnchen war soo unglaublich zart! Ich habe noch nie zarteres Hähnchenfleisch gegessen. Es fiel förmlich auseinander! Auch die Sauce ein Träumchen und alles so unkompliziert zuzubereiten! Das wird es definitiv öfter geben! Kann es nur jedem Slowcooker-Besitzer ans Herz legen!

Dazu empfiehlt sich Reis und ein ich habe noch ein paar gedämpfte Zuckerschoten gemacht. Passte ausgezeichnet!

Und jetzt husch-husch in die Küche mit Euch!

General Tsos Hühnchen aus dem Slowcooker

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
400 g Hähnchenbrustfilet
25 g Speisestärke
Prise Knoblauchgranulat (oder 1/2 kleine, frische Zehe gepresst)
gute Prise Salz
Prise Pfeffer
2 EL Öl

Für die Sauce:
2 EL Hoisin-Sauce
2 EL Sojasauce
2 EL Reisessig
2 EL süße Chilisauce
75 ml Wasser
1/2 Knoblauchzehe, gepresst

Zum Servieren:
gehackte Frühlingszwiebeln (*ähem* vergessen)
Gemüsebeilage nach Wahl
gekochter Reis

Slowcooker 1,5 l
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Garzeit: 4 Stunden auf LOW

(1) Das Hähnchenbrustfilet in mundgerechte Stücke schneiden und in einen größeren Gefrierbeutel geben. Speisestärke mit dem Knoblauchgranulat, Salz und Pfeffer mischen, über das Fleisch geben und gut schütteln bis es sich wie eine Schicht um das Fleisch gelegt hat.
(2) Das Öl in einer Pfanne sehr heiß werden lassen. Überschüssige Speisestärke vom abschütteln und die Fleischstücke im heißen Öl kurz rundum hellbraun braten. Das Fleisch darf innen noch roh sein, es geht nur um die leichte Kruste auf der Außenseite! Hähnchenstücke in den Einsatz des Slowcookers geben.
(3) Alle Zutaten für die Sauce verrühren und zu 2/3 über das Fleisch im Slowcooker gießen. Einmal kurz rühren. Reste Sauce aufbewahren.
(4) Den Deckel aufsetzen und auf LOW 4 Stunden garen. Die restliche Sauce dazu geben und eventuell mit etwas Wasser verdünnen, falls die Sauce zu dick ist.

Mit Reis servieren und gehackten Frühlingszwiebeln garnieren.

Genießen!

Quelle: Crocky-BlogAus dem Slowcooker: General Tsos Hühnchen

Und ich glaube, demnächst versuche ich mal den Klassiker der ungarischen Küche, Paprikahähnchen in einer Slowcooker-Version zu basteln.

Pulled Pork aus dem Slowcooker

Die geneigte Leserschaft fragt sich wahrscheinlich, weswegen ich Euch so ausführlich zeigte, wie ihr Hotdog-Brötchen backen könnt, wie einfach eifreie Mayonnaise zu mixen ist und was alles in den neuen Lieblingscoleslaw kommt.

Schon lange wollte ich mal das vielgepriesene Pulled Pork machen. Das ist ein Gericht aus den Südstaaten, bei dem ein Schweinebraten sehr lange auf sehr niedriger Temperatur gegart wird, bis er nur vom Angucken auseinander fällt. Nachdem man ihn dann problemlos mit den Gabeln auseinander gezupft hat, wird er mit Barbecue-Sauce und Coleslaw in einem Burger-Brötchen serviert. So weit die bekannte Theorie, nur in die Praxis konnte ich es noch nicht umsetzen. Vor zwei Wochen beim Besuch eines Freundes mit Gattin ergab sich die Gelegenheit. Eigentlich in der ehemaligen Bundeshauptstadt lebend, verschlug es sie zu einer Hochzeit in die Mitte Deutschlands. Und wenn sie schon mal hier sind, können sie am nächsten Tag bei mir vorbei gucken. Und ich dachte mir als Gegenpol zum eleganten Hochzeitsessen, serviere ich ihnen handfestes Südstaatenessen.

Da ich keine Lust auf stundenlanges Schmoren im Ofen hatte mit eben der Gefahr, dass es doch trocken wird, habe ich mich für den Slowcooker entschieden. Eine Vorgehensweise fand ich bei Gabi im Crocky Blog, nur als Gewürzmischung benutzt ich den Mix of Rad von DJ BBQ. Und der Rest ist ganz einfach: den Braten mit der Gewürzmischung über Nacht marinieren lassen, mit den wirklich wenigen flüssigen Zutaten in den Slowcooker geben und 7-8 Stunden schmoren lassen. Da ich das ganze als Mittagessen servieren wollte, leistete die kleine Zeitschaltuhr gute Dienste und stellte den Slowcooker schon halb fünf morgens an *g* Eigentlich ist es ein unkompliziertes Essen, wenn man die einzelnen Zubereitungsschritte aufteilt. Als Sauce benutzte ich das letztjährig eingekochte Ajvar, dass sich wunderbar machte und Coleslaw muss ja eh durchziehen, weswegen er schon am Vortag gehäckselt wurde. Nur die Hotdog-Brötchen habe ich frisch am Sonntagvormittag gebacken mit Hilfe des Wunderteigs.

Wir waren alle drei mehr als begeistert! Würzig-zartes Fleisch im fluffigen Brötchen mit dem delikaten Ajvar und zum Schluss getoppt mit dem besten Coleslaw von Welt! Großartigst! Das muss definitiv wiederholt werden! Kann es nur jedem empfehlen! Ein Gedicht!

Pulled Pork aus dem Slowcooker

Zutaten für 6 Portionen:
1,3 kg Schweinenacken am Stück
1/2 Portion Mix of Rad
(oder andere Gewürzmischung nach Wahl, z.B. Cajun)
150 ml Apfelsaft
25 ml Apfelessig

Zum Servieren:
Burger-/Hotdog-Brötchen
Coleslaw
Barbecuesauce oder Ajvar

Slowcooker: 3,5 l
Zeit: 7-8 Stunden auf HIGH
Fleisch sollte mindestens über Nacht marinieren

(1) Das Fleisch waschen, trocknen und großzügig mit Mix of Rad einreiben. In einen Gefrierbeutel legen und mindestens über Nacht in den Kühlschrank legen.
(2) Den Apfelsaft und Apfelessig in den Keramikeinsatz geben, das Fleisch hinein geben. Deckel drauf und auf HIGH 7-8 Stunden garen. Nach der Hälfte der Zeit den Braten umdrehen.
(3) Herausnehmen und in Alufolie eingewickelt 30 Minuten ruhen lassen. Mit Gabeln auseinander zupfen.

Zum Servieren das Fleisch entweder mit der Sauce vermischen oder alles getrennt voneinander im Brötchen stapeln.

Genießen!

Quelle: grob nach Crocky BlogAus dem Slowcooker: Pulled Pork

Und weil es in jeder Hinsicht eine Schweinerei ist, sowohl beim Essen als auch der Braten und heute Montag ist, darf es bei den #Montagsschweinereien der Giftigen Blonden mitspielen :-)

Neuer Liebling – Amerikanischer Coleslaw

 

Krautsalate werden hier heißgeliebt! Das müssen die halben ungarischen Gene sein … Aber auch in anderen Nationen sind Kohlsalat weit verbreitet. Besonders berühmt ist der amerikanische Coleslaw. Da habe ich auch schon eine Variante von Jamie Oliver ausprobiert. War auch lecker, aber irgendwie noch nicht das Richtige. Der von KFC schmeckt doch besser. Irgendwie reichhaltiger. Und das ist der Punkt. Joghurt schön und gesund als Sauce, aber Mayo gibt da einfach mehr Geschmack.

Da habe ich nochmal nach Rezepten geguckt und bin auf „USA Kulinarisch“ fündig geworden, wo Gabi einen Coleslaw nach Art des Hard Rock Cafés zeigt. Sie benutzt nur Kohl und Möhren, aber die Sauce hörte sich gut an. Ja, eine sehr großzügige Menge Mayonnaise, aber auch Zucker und Essig, die dem Ganzen einen netten süßsauren Touch geben sollte. Zucker und Fett sind halt Geschmacksträger, aber dafür ist auch ganz viel gesundes Gemüse mit vielen Vitaminen drin. Die Gemüsepalette erweitere ich gerne noch um Radieschen und Fenchel. Das gibt einerseits Schärfe und einen kleinen anissüßen Touch! Ich mag das sehr :-)

Ich war vom Geschmack so begeistert, dass ich mich echt zusammen reißen musste, nicht den gesamten Salat sofort aufzuessen! Und ich behaupte mal, der schmeckt besser als von KFC! So!

Amerikanischer Coleslaw

Zutaten für 4-6 Portionen:
1 kleiner Spitzkohl
2 Möhren
4 Radieschen
1/2 Fenchelknolle
Salz, Pfeffer

Für das Salatdressing:
150 ml eifreie Mayonnaise
2 EL Weißweinessig
2 EL Zucker
1,5 EL Milch
2 EL Joghurt
Salz, Pfeffer

(1) Das Gemüse vorbereiten. Die Möhren schälen, die Radieschen waschen, das obere und untere Ende abschneiden, vom Fenchel die unschöne, äußere Schicht entfernen, das zarte abschneiden und aufbewahren. Vom Spitzkohl die äußeren Blätter entfernen, halbieren und den Strunk heraus schneiden. Alles entweder per Hand grob raspeln oder durch die grobe Reibe der Küchenmaschine jagen. In eine Schüssel mit Deckel geben.
(2) Für das Salatdressing alle Zutaten klümpchenfrei miteinander verrühren und abschmecken. Zu den restlichen Zutaten geben und gut verrühren. Mindestens über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen.

Genießen!

Quelle:
Sauce nach USA KulinarischHard Rock Cafés Coleslaw
Gemüsekombination nach Jamie Oliver

*********************** Magyar ***********************

A szokásos magyar káposzta saláta nagyon szeretem, de más országok ís imádnak ezek a saláták. Ami a legjobban szeretem az a Kentucky Fried Chicken Coleslaw, de nem mindig pénzet akarok érte fizetni. Valahogyan egyedül is kell csinálni. A zöldségek nem a probléma, de a saláta öntet. Kipróbáltam már joghurttal, de az nem az igazi. Tényleg kell majonéz és cukor és ecet. Persze, a zsír és cukor csodát tesz a ízhez :-) Próbáljatok ki! Olyan finom hogy majdnem mindent egyszerre megettem! Egyböl lett a kedvenc amerikai káposzta salátám!

Amerikai káposzta saláta – Coleslaw

Hozzáválók 4-6 adagra:
1 kis fehér káposzta
2 nagyobb sárgarépa
4 retek
1/2 édeskömény
só, bors

Az öntethez:
150 ml majonéz
2 ek fehérborecet
2 ek cukor
1,5 ek tej
2 ek joghurt
só, bors

A zöldségek pucolunk és mindent nagy lukon reszelünk. Az öntethez mindent hozzáválók csomónékül összekeverünk. A reszelt zöldségek az öntettel összekeverünk, még egyszer kóstolunk és ha kell sózunk és borsózunk. Lefedve legalább egy éjszakát hagyunk a hűtőben állni.

Jó étvágyatok!

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