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Pasta mit Schwarzkohl, Blumenkohl und Walnüssen

Weil der Schwarzkohlsalat geschmacklich so ein voller Erfolg war, hab ich für die folgende Kiste gleich noch ein Bund bestellt. Glücklicherweise lief mir das Rezept von Tracy, die im nördlichen Kalifornien lebt und den Blog „Shutterbean“ betreibt, über den Weg. Ich folge ihr zwar nur über Instagram, aber sehe gerne was sie kreativ so veranstaltet, was sie für ihre Familie mealpreppt (geht das im Deutschen als Verb durch?) und wie sie mit den dunklen Trauermomenten um ihre Mutter umgeht. Es lohnt sich ihr zu folgen :-)

Jedenfalls postete sie letztens ein Pasta-Rezept mit Cavolo nero, das mich sofort ansprach, weil es auch noch Blumenkohl enthält. Und Blumenkohl geht hier bekanntlich immer und in jeder Form *g* Für mich ist dieses Gericht die Quintessenz gesunder, amerikanischer Küche. Es beinhaltet, die von ihnen so geliebten Greens – Wie oft mir amerikanische YouTuber und Blogger gefühlt entgegen schreien, dass ich schon zum Frühstück Unmengen an rohem Grünkohlsalat essen soll ;-) Das Gericht enthält eine große Menge an Veggies, also Gemüse in Blumenkohlform, dazu die „healthy fats“, also gesunden Fette der Walnüsse. Ja, das Essen ist wirklich lecker! Versteht mich bitte nicht falsch. Aber sobald ich bei jeder Mahlzeit nur noch darauf achten soll, von wirklich jeder Komponente (Grün, Gemüse, Fette) eine bestimmte Menge zu mir zu nehmen, vergeht mir der Spaß… Das kommt mir wieder so sehr nach Optimierung des eigenen Lebens vor und darauf reagiere ich allergisch und bockig.

Aber abgesehen davon: es ist ernsthaft lecker! Also haltet ruhig Ausschau nach dem Schwarzkohl oder benutzt simplen Grünkohl und macht dieses schnelle Pastagericht nach!

Pasta mit Cavolo nero, Blumenkohl und Walnüssen

Zutaten für 2-3 Portionen:
200 g Schwarzkohl/Cavolo nero (4-6 Blätter)
12-15 Walnusshälften
1-2 Knoblauchzehen
1/2 mittlerer Blumenkohl
1/2 Zitrone, Saft und Schale
200 g Penne
Salz
2+2 EL Olivenöl
Pfeffer
1 großzügige Prise Chiliflocken
1/8 l Gemüsebrühe
1 große Hand voll geriebener Parmesan

(1) Den Schwarzkohl waschen, trocknen. Den sehr harten unteren Teil der Blattrippen raus und die Blätter in feine Streifen schneiden. Die Walnusshälften grob hacken. Die Knoblauchzehen häuten. Vom Blumenkohl die äußeren Blätter entfernen und dann auf einem großen Brett fein (!) hacken. Das dauert ein bisschen. Von der Zitrone die Schale abreiben und den Saft auspressen.
(2) Wasser für Nudeln aufsetzen. Gut salzen und die Nudeln 1 Minute weniger als nach Packungsanweisung kochen. Eine kleine Wasser aufheben und die Nudeln abgießen.
(3) Während das Wasser für die Pasta heiß wird, eine große Pfanne auf mittelhoher Hitze ebenfalls heiß werden lassen. 2 EL vom Öl erhitzen. Den Blumenkohl mit etwas Salz zugeben und ohne Rühren etwa 5 Minuten braten lassen. Einmal durchrühren und dann in Ruhe weitere 5 Minuten braten, so dass er braun und leicht knusprig wird. In eine Schale geben.
(4) Auf mittlerer Hitze zurück schalten. Das übrige Olivenöl heiß werden lassen. Cavolo nero-Streifen, Walnüsse, Zitronenschale, Chiliflocken, Prise Salz und einige Umdrehungen aus der Pfeffermühle in die Pfanne geben und gut verrühren. Die Brühe zugeben und etwa 5 Minuten dünsten.
(5) Mittlerweile sollten auch die Nudeln gar sein. Zusammen mit dem Blumenkohl und den Zitronensaft unter die Kohlmischung rühren. Mit dem Parmesan bestreuen und durchrühren. Wenn es noch zu trocken sein sollte, etwas vom zurück behaltenen Pastakochwasser unterrühren.

Auf vorgewärmten Tellern verteilen. Eventuell noch etwas mehr Parmesan drüber streuen.

Genießen!

Quelle: ShutterbeanCrispy cauliflower and kale penne

Ein Salat für die kalte Jahreszeit – Schwarzkohlsalat mit Roter Bete und Walnüssen

Kennt ihr Schwarzkohl, auch Cavolo nero genannt? Nee? Ich bislang auch nicht, aber dann sah ich ihn im Angebot meines Biokisten-Dealers „Lotta Karotta“ und konnte nicht umhin 400 g in meine folgende Kiste zu packen! Neue, unbekannte Gemüsesorten probiere ich immer noch zu gerne aus :-)

Gut, Schwarzkohl also! Aber was damit anstellen? Wie wäre es mit einem einfachen lauwarmen Salat zum Testen? Mit wenigen Zutaten, damit der Geschmack nicht verfälscht wird. Ich habe zwar schon öfter Rezepte gesehen, in denen, vornehmlich amerikanische Menschen Grünkohl und Konsorten als Rohkostsalate verarbeitet haben, das ist mir dann doch ’ne Nummer zu hart. Aber leicht angebraten mit ein wenig Knoblauch, Zitronensaft als Säure und ein paar Walnüsschen konnte ich es mir gut vorstellen. Und weil noch gekochte Ringelbete aus dem elterlichen Schrebergarten rumlag, wanderte die auch noch mit rein.

Der Salat war wirklich wunderbar! Und das sage ich, die eigentlich nicht der weltgrößte Salatliebhaber ist… Der Geschmack des Cavolo neros ist allerdings milder als der von deutschem Grünkohl, nicht so sehr kohlig. Und er muss auch nicht so lange gegart werden, so 10 Minuten braten in der Pfanne sind ausreichend. Die Erdigkeit und Süße der gekochten Roten Bete passt wunderbar dazu und auch der angebratene Knoblauch. Den richtigen Gegenspieler dazu bietet die spritzige, fruchtige Säure der Zitrone. Damit müsst ihr nicht geizen und wenn es doch zu viel geworden sein sollte, einfach eine Prise Zucker oder etwas Honig zufügen.

Es lohnt sich nach dem Schwarzkohl Ausschau zu halten, ich habe schon ein nächstes Rezept in petto und hoffe auf eine lange Saison, in der ich noch ein bisschen was ausprobieren kann!

Schwarzkohlsalat mit Roter Bete und Walnüssen

Zutaten für 2 Portionen:
400 g Schwarzkohl
2 Knoblauchzehen
2 + 2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1/2 Zitrone, Saft
evtl. Prise Zucker
1-2 gekochte Rote Bete
1 handvoll Walnüsse

(1) Den Schwarzkohl waschen und trocknen. Die großen Rippen rausschneiden und den Kohl längs in etwa 1cm breite Streifen. Die Knoblauchzehen häuten und fein würfeln.
(2) Eine Pfanne auf mittelhoher Hitze heiß werden lassen. 2 EL Öl darin erhitzen und die Schwarzkohlstreifen zufügen. Salzen, pfeffern. Unter regelmäßigem Rühren zusammen fallen lassen und noch so 5 min braten lassen. Dann die Knoblauchwürfel zufügen und kurz mitbraten lassen bis sie duften.
(3) Währenddessen die Rote Bete in gefällige Würfel oder Scheiben schneiden.
(4) Wenn der Knoblauch mit angedünstet ist, die Hitze unter der Pfanne ausstellen. Den Zitronensaft und das restliche Öl über den Kohl geben. Kosten, ob noch Salz und Pfeffer fehlen. Wenn es zu sauer ist, ruhig eine Prise Zucker dazu streuen. Die Rote Bete unterrühren, so dass sie noch von der Resthitze was abbekommt.

Auf Tellern anrichten und mit zerkrümelten Walnüssen bestreuen.

Genießen!

Das Ende der Wintersuppensaison – Ungarische Wirsingsuppe aka Frankfurti leves

Ungarn lieben Suppe! Und das ist jetzt kein Klischee. Ich kann mich nicht an ein Mittagessen ohne Suppe erinnern. Es gibt bei meinen Tanten immer mindestens zwei Gänge – erst Suppe, dann den Hauptgang. Wobei die Suppe von Brühen (vorzugsweise am Sonntag) bis zu reichhaltigen Eintöpfen reicht, z.B. Gulaschsuppe und dann eben der zweite Gang angepasst wird. Nun ist Winter und ich war selten in meinem Leben bei der ungarischen Familia und kenne dementsprechend wenige winterliche Varianten.

In einem Video von Street Kitchen sah ich ein Rezept für eine Wirsingsuppe mit einem nicht unerheblichen Anteil an Wiener Würstchen. Lustigerweise heißt die Suppe auf ungarisch „Frankfurter Suppe“ hat aber so rein gar nichts mit der Stadt zu tun … Jedenfalls ist noch Winter und diverse Kohlsorten immer noch in Saison. So kam ein kleiner Wirsing in der Gemüsekiste mit und der wollte verbraucht werden. Die Suppe hatte ich schon zu Weihnachten bei den Eltern gekocht, aber so ganz zufrieden waren wir nicht, weil ich den Kohl zu grob geschnitten hatte und er noch Biss hatte. Das war irgendwie falsch. Hier schnitt ich den Kohl feiner und ließ es etwas länger köcheln, so dass alles angenehm weich gegart war. Wer das nicht mag, lässt die Suppe einfach kürzer kochen. Es ist ein wirklich schönes, einfaches Alltagsessen und wer es ungarisch möchte, isst als zweiten Gang einfach Grießbrei, Pfannkuchen oder Mohnnudeln, wie es in ungarischen Mensen gang und gäbe zu sein scheint. Aber auch solo schmeckt diese Frankfurter Suppe hervorragend

Ungarische Wirsingsuppe – Frankfurti leves

Zutaten für 4 Portionen:
350-400 g Wiener Würstchen
500 g Wirsing
1 mittlere Zwiebel
3 Knoblauchzehen
400 g Kartoffeln
2+3 EL Öl
Salz, Pfeffer
1 gestrichener TL Paprikapulver
1 gestrichener TL getrockneter Majoran
1/2 TL Kümmel
1,4-1,6 l Wasser
150 g Schmand
1 TL Mehl

(1) Zuerst alles schnippeln. Die Würstchen in Scheiben schneiden. Vom Wirsing unschöne äußere Blätter und den Strunk entfernen, dann in dünne Streifen schneiden. Diese Streifen je nach Größe nochmal halbieren oder dritteln. Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten, die Zwiebel fein würfeln, die Knoblauchzehe in dünne Scheiben schneiden. Die Kartoffeln schälen und in kleine Würfel schneiden (ca. 1 cm).
(2) In einem großen Topf 2 EL Öl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Würstchenscheiben darin anbraten bis sie etwas Farbe haben. Herausnehmen und zur Seite stellen.
(3) Die Hitze etwas runter stellen und die restlichen 3 EL Öl erhitzen. Darin die Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Die Knoblauchscheiben zugeben und alles etwas Farbe nehmen aber nicht verbrennen lassen. Die Hitze auf mittelhoch stellen und Wirsing und Kartoffeln in den Topf geben und mit anbraten. Paprikapulver, Majoran, Kümmel zum Gemüse geben und pfeffern. Das Wasser aufgießen und salzen. Die Suppe aufkochen lassen und dann bei mittlerer Hitze so lange köcheln bis die Kartoffeln gar sind und der Kohl angenehm weich (ca. 15 Minuten). Das kommt ganz darauf an, wie groß oder klein ihr das Gemüse geschnitten habt.
(4) Während die Suppe kocht den Schmand mit dem Mehl klümpchenfrei verrühren.
(5) Wenn das Gemüse gar ist, 2-3 EL der Suppenflüssigkeit mit dem Mehl-Schmand-Gemisch verrühren, so dass sich die Temperatur angleicht. In die Suppe gießen, gut verrühren und noch 2-3 Minuten köcheln lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die angebratenen Würstchen in den Topf geben und nur noch durchwärmen lassen.

Genießen!

Quelle: Street KitchenFrankfurti leves

Geiler Scheiß – Fenchel-Tomaten-Gratin

Eine sehr zuverlässige Quelle für Essensinspiration ist immer noch Frau Kochschlampe. Regelmäßig kommen Links von Rezepten in meinen Messenger geschwappt mit dem dringenden Hinweis „Musst! Du! Ausprobieren!“.

So auch dieses Rezept für ein Fenchel-Tomaten-Gratin. Die kurze Zutatenliste ließ mich an Frau Kochschlampes Begeisterung ein wenig zweifeln. Aber okay, ich hatte alles da und eh noch keinen Plan, was ich an meinem freien Freitag koche, also ab dafür. Eigentlich ist es auch einfach zuzubereiten, nur zwischendrin kocht der Fenchel locker-flockig vor sich hin, während ich schon die Brösel mixte, was jetzt auch nicht ewig dauert oder ein paar Gerätschaften abwusch. Zuerst kam mir die Menge an Tomate zu wenig vor, aber das passt schon. Und auch die Brösel schienen mir zu viel, aber nee.

Nach dem ersten Kosten kam die Offenbarung: Du meine Güte ist das Geiler! Scheiß! Perfekt weich gegarter Fenchel in angenehmer Tomatensauce und dann die würzig-knusprigen Brösel dazu. Eine großartige Kombination, die es ob der einfachen Zubereitung und wenigen Zutaten bestimmt öfter geben. Macht das wirklich dringend nach!

Fenchel-Tomaten-Gratin

Zutaten für 2 Portionen:
1,5 EL Olivenöl
2 Fenchelknollen
1 Knoblauchzehe
200 g Tomatenstücke aus der Dose
Salz

Für das Topping
40 g Brot
25 g Parmesan, gerieben
kleine handvoll Fenchelgrün
1/2 Zitrone, abgeriebene Schale
kleine handvoll schwarze Oliven ohne Stein

(1) Vom Fenchel das feine Grün abschneiden und zur Seite legen. Den Ende abschneiden und eventuell unschöne äußere Schichten entfernen. Die Knollen halbieren und in dünne Spalten schneiden. Die Knoblauchzehe häuten und fein hacken.

(2) 1 EL Olivenöl in einer Pfanne mit passendem Deckel oder flachen Topf erhitzen. Die Fenchelstücke hineingeben, etwas salzen. Deckel auflegen und bei mittelkleiner Hitze 15 Minuten schmoren. Den Knoblauch zufügen und weitere 10-20 Minuten schmoren bis der Fenchel weich ist (das hängt von der Dicke der Fenchelstücke ab). Die Tomaten zufügen und offen weitere 10 Minuten schmurgeln lassen bis der Fenchel von einer dicken Schicht Tomatensauce ummantelt ist. Alles in eine flache Auflaufform geben.

(3) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

(4) Während der Fenchel kocht das Topping vorbereiten. Dafür die Zutaten bis auf die Oliven in eine Küchenmaschine geben und zu Krümeln zerkleinern. Die Oliven zufügen und grob zerkleinern mit der Puls-Funktion. Die Brösel großzügig über den Fenchel streuen, mit dem restlichen Olivenöl geträufeln und die Auflaufform auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. 20 Minuten backen bis das GRatin goldbraun ist.

Genießen!

Quelle: Fennel & tomato gratin

Bemerkenswertes im Februar

Kulinarisches, Lebensmittel und deren Produktion

Inspiration – Was ich bald ich meiner Küche zaubern möchte

sorry, heute nur mit ungarischen Links, aber fragt ruhig, wenn Euch ein Rezept interessiert:

  • Pogatschen mit Weißkohl drin – Káposztás pogi
  • Und Mohn lauert auch noch im Tiefkühler, ich befürchte der wird zu einem Mohn-Kirsch-Kuchen verbacken – Mákos-meggyes süti
  • Ein bisschen Brot zum Snacken schadet ja nie und passend zum hoffentlich bald beginnenden Frühling mit grünen Kräutern – Zöldfüszeres kenyérke

Politik im In- und Ausland

  • Wenn man sich mal etwas intensiver mit dem deutschen Gesundheitssystem beschäftigt, wie ich es in meiner Umschulung zur Kauffrau im Gesundheitswesen tat, kommt man aus dem Kopfschütteln gar nicht mehr raus. Wenn ich mehr Energie hätte, ich würde in die Politik gehen. In dieser Kolumne beim Spiegel schreibt Tenhagen, dass die von der SPD geforderte Bürgerversicherung doch gar nicht so schlecht, aber nur ein Anfang wäre: „Bürgerversicherung: Was an der Zwei-Klassen-Medizin so schlimm ist
  • Seit letztem Jahr arbeite ich bei pro familia, nicht in der Beratung, ich schmeiße das Büro, aber da wird man so ein bisschen sensibilisiert. Als ich damals erfuhr, dass schon die Erwähnung des Wortes „Schwangerschaftsabbruch“ auf der Homepage eines Gynäkologen unter den Leistungen vom Gesetzgeber als Werbung ausgelegt wird, bin ich echt vom Glauben abgefallen. Zum Glück findet gerade eine öffentliche und politische Debatte über den §219a StGB statt und diese Kolumne bei Spiegel Online fasst meine Gedanken und die meiner Kolleginnen gut zusammen: „Zellen schützen, Frauen quälen
  • Da hat jemand die Rede von Björn Höcke sprachlich analysiert und die Parallelen zur NS-Zeit sind erschreckend: „Die Höcke-Rede in Eisleben“ von La Vie Vagabonde
  • Orbáns Erklärung, dass Ungarn ja die letzte Bastion gegen die „Islamisierung“ Europas sei
  • … Und warum seine Befürchtungen wissenschaftlich-demographisch widerlegt werden können: „Lasst uns wegkommen von Angst und Mythen
  • Und wie Verwandte von ungarischen Politikern (respektive Viktor Orbáns Schwiegersohn) profitieren und zu Geld kommen: The story of how Orban’s son-in-law became rich. Ich bin so ein bisschen besorgt vor den Wahlen im April…

Gesundheit

 

Farbe im Winter: Rote Bete-Süßkartoffel-Salat mit Orange

Wurzelgemüse müssen nicht nur langweilige und beige-braune Kartoffeln, Pastinaken oder Steckrübe sein, es gibt auch in der dunklen Jahreszeit viele Möglichkeiten sich fröhlich, bunte Farbe auf den Teller zu holen, z.B. mit der Hilfe von Süßkartoffeln und Roter Bete. Rote Bete ist nicht nur selbst schön rot (haha!), nein sie färbt auch alles, womit sie in Berührung kommt dunkelrosa, so dass man nach dem Schneiden wie Lady MacBeth höchstpersönlich aussieht. Oder man benutzt einfach dünne Einweghandschuhh ;-) Und die Süßkartoffel bringt auch ein bisschen orangen Sonnenschein auf den Teller neben ihren ganzen Vitaminen und Mineralstoffen. Ihr merkt also, es kann nicht verkehrt sein, die beiden zu kombinieren.

Gefunden habe ich das Rezept im wirklich wunderbaren Buch „Veggiestan“ von Sally Butcher, die darin die Gemüseküche des Nahen Ostens vorstellt. Und glaubt mir, daraus werde ich noch ganz viel kochen! Der Salat ist einigermaßen fix gekocht und braucht auch nicht so viele superexotische Zutaten. Und der Geschmack? Hammer! Wirklich köstlich – die Erdigkeit der Roten Bete wird schön durch die Fruchtigkeit der Orange ausgeglichen. Außerdem helfen die Gewürze und Kräuter zu einer angenehmen, aber subtilen Würze und Frische. Ich war wirklich begeistert von dem Rezept und hoffe sehr, dass ihr es auch ausprobiert. Es lohnt sich wirklich!

Rote Bete-Süßkartoffel-Salat mit Orange

Zutaten für 2-3 Portionen als Beilage:
1 mittelgroße Rote Bete
1 Süßkartoffel
1 mittlere Karotte
je 1 kleine handvoll Petersilie und Minze
1/2 unbehandelte Orange, Saft und Schale
1 kleines Stückchen Ingwer
je 1 große Prise gemahlener Kreuzkümmel und Zimt
2 EL Olivenöl
1 TL Balsamicoessig
Salz, Pfeffer

(1) Die Rote Bete und Süßkartoffel schälen und ca. 1,5 cm groß würfeln. Getrennt voneinander aufbewahren. Die Rote Bete in wenig Salzwasser bei mittlerer Hitze garen, das dauert etwa 35 Minuten. Die Süßkartoffel nach 20 Minuten zugeben und noch 15 Minuten köcheln bis beides weich, aber nicht verkocht ist. Abgießen und abkühlen lassen.
(2) Währenddessen die Karotte schälen und grob raspeln. Die Kräuter waschen, trocknen und fein hacken. Von der halben Orange die Schale fein abreiben und dann den Saft auspressen. Den Ingwer schälen und ebenfalls fein reiben.
(3) Aus dem Orangensaft, -schale, Ingwer, Balsamico und Olivenöl ein Dressing rühren. Mit Salz und Pfeffer würzen.
(4) Die Gemüsewürfel mit Karotten und Kräutern vermischen, das Dressing unterrühren. Und noch kurz ziehen lassen.

Genießen!

Quelle: Butcher, S. (2011): Veggiestan – Der Zauber der orientalischen Gemüseküche. Christian Verlag. p 36

Biokiste KW 4 und 5 und was daraus wurde

 Yeah! Hier herrscht immer noch große Freude über die wöchentliche Gemüsekiste, die von Lotta Karotta geliefert wird und die ich mir mit meiner lieben Kollegin Ute teile. In der ersten Februarwoche bekamen wir wieder 100 g Feldsalat, 400 g Schwarzwurzeln, 2 Gurken, 2 monströse Rote Beten und 1 Blumenkohl:

Ute übernahm die Schwarzwurzeln, die ich zwar sehr liebe, aber auch leider sehr schlecht vertrage *seufz*, ich dafür den Blumenkohl, den Rest teilten wir.

Am Samstag garte ich die Rote Bete in Folie im Ofen, während der Papageienkuchen buk. Dann wurde sie geschält, in kleine Würfel geschnitten, mit Frühlingszwiebel, Apfelessig, Olivenöl, Salz, Pfeffer und ordentlich Dill und Petersilie mariniert. Gab es ein paar Tage als Beilage zum Abendbrot wie zu diesem Sonnenblumenkernbrot mit Rührei.

Am nächsten Tag wurde die Hälfte des Blumenkohls paniert und ausgebacken. Ich liebeliebeliebe panierten Blumenkohl! Dazu hab ich einen Steirischen Kartoffelsalat mit Kürbiskernöl und den Rapunzeln/Feldsalat/Vogerlsalat gemacht. War das lecker!

Den darauffolgenden Donnerstag kam dann die nächste Kiste! Eigentlich wollten wir die Cherrytomaten umtauschen, aber ich hab es nicht rechtzeitig auf die Homepage geschafft und letztendlich waren Ute und ich sehr froh darüber, weil die echt köstlich, schön süß waren! Musste mich zusammenreißen nicht alle auf einmal zu essen ;-) Ansonsten wieder Feldsalat, 2 kleine Köpfe Brokkoli, 6 Möhren, 1 große Süßkartoffel und ein Bund Komatsuna (Japanischer Senfspinat):

Auf den Komatsuna waren wir sehr gespannt, weil wir den beide noch nicht kannten. Ich habe ihn mit Möhre, Paprika, Zuckerschoten und Tofu zu einem thailändisch angehauchten Curry mit Kokosmilch verarbeitet. Der Komatsuna ist auch total lecker, der schmeckt roh so ein bisschen wie der Strunk vom Weißkohl, leicht kohlrabiartig, aber eben als Blattgemüse. Leider sind diese Thai-Aromen so gar nicht meins, sodass ich Thai-Küche erstmal sein lassen. Aber den Japanischen Senfspinat werde ich mal wieder bestellen und eine anderes schönes damit kochen. Wenigstens war es schön bunt:

Am nächsten Tag hab ich aus dem übrigen Blumenkohl, dem Brokkoli, 2 Möhren und den restlichen Zuckerschoten einen Auflauf gebastelt. Das Gemüse hab ich mit einer Käsesauce bedeckt und dann noch geriebenen Cheddar drüber gestreut. War das gut! Aber um optimal zu sein, muss ich mit der Sauce noch ein bisschen experimentieren, aber dann könnte das Rezept (wahrscheinlich in gezeichneter Form, weil hübsch kann der Auflauf nie geknipst werden *g*) hier landen:

In einem unaufmerksamen Moment ist mir doch glatt eine Packung Maultaschen in den Einkaufskorb gehüpft, die natürlich auch verbraucht werden wollte. So gab es mittags nach der Ergotherapie eine Hühnerbrühe mit drei Maultaschen, Möhre, Erbsen und Frühlingszwiebeln. Für den Salat hatte ich mir einen Salat mit Maultaschen vorgestellt, da ja auch immer noch ein paar Rapunzeln ihrer Verwendung harrten. Dafür hab ich die Maultaschen in Scheiben geschnitten und in Butter angebraten. Dann den gewaschenen Feldsalat in eine breitere Schüssel geben, mit klein geschnittenem Gemüse (Paprika, Gurke, Tomate und Frühlingszwiebeln) bestreuen und die Maultaschen dann darauf legen. Mit einem schnellen Honig-Senf-Dressing beträufeln und genießen.

Jetzt ist noch eine Süßkartoffel übrig, mal sehen, was ich mit der anstelle. Vielleicht im Ofen gebackene Süßkartoffel mit einer schönen Füllung? Was würdet ihr damit machen?

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