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Schnelle, weihnachtliche Nascherei: Christmas Crunch

Vorletztes Jahr schwirrte ganz kurz vor Weihnachten sogenanntes Christmas Crunch durch meine Instagram-Timeline und wir haben es auch prompt nachgemacht. Fanden wir damals schon sehr geil, diese Mischung aus salzig und süß. Und letztes Jahr stand es für mich wieder auf dem Plan! Einfach, weil es lecker und wirklich unkompliziert zuzubereiten ist. Dazu ist es noch unglaublich vielfältig und jeder kann es nach seinen eigenen Vorlieben zusammen basteln, dabei ist nur essentiell süße und salzige Bestandteile zu mischen. Ich mag zum Beispiel so säuerlich-fruchtige Noten noch und habe einfach ein Tütchen getrocknete Sauerkirschen unter gerührt. Aber ich kann mir auch Cranberries oder klein geschnittene getrocknete Aprikosen schön vorstellen. Aber so lange ihr das Verhältnis vom Volumen der trockenen Zutaten zur geschmolzenen Schokolade und dann eben süß und salzig mit etwas neutraleren Cerealien mischt, wird der Christmas Crunch süchtigmachend schmecken!

Sogar die anfangs sehr skeptischen Kolleginnen waren begeistert und konnten fast nicht davon lassen ;-) Und damit ihr auch rechtzeitig zur Saison eine schön große Portion machen könnt, gibt es das Rezept jetzt schon :-)

Christmas Crunch

Zutaten für ca. 4 l:
3 Tassen Haferkissen
(oder andere nicht zu süße Cerealien)
2 Tassen Mini-Salzbrezeln
(oder zerbrochene Salzstangen)
1/2 Tasse gesalzene Erdnüsse
1/2 Tasse Salzmandeln
1/4 Tasse geschälte, geröstete Pistazien
1/4 Tasse M&Ms
(gerne weihnachtlich rot und grün *g*)
3/4 Tasse getrocknete Sauerkirschen
1 Tasse bunte Streusel
(Einhörner, Sterne, güldene Kügelchen, etc.)
300 g weiße Schokolade

Es geht außerdem:
diverse Nüsse, Popcorn, Schokolinsen, getrocknete Früchte

(1) Ein Backblech mit Backpapier auslegen.
(2) Alle Zutaten bis die Schokolade in einer großen Schüssel gründlich vermischen.
(3) Die weiße Schokolade grob zerbrechen. Entweder über einem Wasserbad (ein bisschen Wasser in einem Topf heiß werden, aber nicht kochen lassen, passende Schüssel drüber, die das Wasser NICHT! berührt) oder in der Mikrowelle (passendes Gefäß, mehrere Mal immer nur für 30 Sekunden erhitzen, damit sie nicht verbrennt, rühren) die Schokolade so lange erhitzen bis sie flüssig ist. Zu den trockenen Zutaten gießen und mit einem Teigspatel gründlich vermischen
(4) Die Masse auf dem vorbereiteten Backblech verteilen und trocknen lassen. Dann in Stückchen brechen und in einer luftdichten Dose lagern.

Genießen!

Quelle: nach Marry KotterWeihnachtliche Rezepte: Christmas Crunch und Eggnogg

Gegen den kulinarischen Winterblues – Steirischer Kartoffelsalat mit Feldsalat

Wo wir letztens schon beim Kürbiskernöl waren, bleiben wir doch gleich dabei! Ich hatte noch Kartoffeln, die vorm Urlaub in Budapest aufgebraucht werden wollten. Es bot sich an, daraus Kartoffelsalat zu basteln, weil ich eh noch Klopse/Buletten/Frikadellen für die kommende lange Zugfahrt braten wollte. Und so langsam setzt auch bei mir die kulinarische Wintermüdigkeit ein und ich sehne mich nach frischem Grün! Da liegt es nahe den Feldsalat, der gerade auch Saison hat, in dem Salat zu schmeißen und das ganze auf steirische Art mit Kürbiskernöl und gerösteten Kürbiskernchen zu machen.

Zum Glück ist das alles einfach und schnell gemacht, mit Zutaten die wahrscheinlich in Eurem Vorratsschrank schlummern. Einzig, die Kartoffeln sollten am Vortag gekocht und gepellt werden, damit sie die richtige Konsistenz für den Salat haben und nicht bei der kleinsten Berührung beim Durchrühren auseinander fallen. Das Dressing ist die klassische lauwarme Brühe-Essig-Variante, die hier auch noch durch ein bisschen Senf verfeinert wird. Das Kürbiskernöl wird wirklich erst zum Schluss über die einzelnen Portionen geträufelt, sonst bekommt der Salat eine seltsame Farbe..

Also, wenn Euch nach frischem Grün gelüstet und Ihr Lust auf Kartoffelsalat habt, diese Variante hilft sehr gut über den kulinarischen Winterblues hinweg! (Und wenn Ihr den Speck weglasst, ist er sogar vegan! *g*)

Steirischer Kartoffelsalat mit Feldsalat

Zutaten für 3 Portionen:
500 g Kartoffeln
(festkochend oder vorwiegend festkochend)
Salz
Prise Kümmel
1 EL Butter
50 g Speck
1 große Zwiebel
25 g Kürbiskerne
125 ml Gemüsebrühe
80 ml Apfelessig
1 EL mittelscharfer Senf
Pfeffer
Zucker
3 handvoll Feldsalat
3 EL Kürbiskernöl

(1) Am Vortag: Die Kartoffeln in kaltem Salzwasser, gewürzt mit einer Prise Kümmel, aufkochen lassen und je nach Größe dann 20-40 Minuten garen bis sie weich sind. Abgießen und etwas abkühlen lassen. Pellen und bis zum nächsten Tag im Kühlschrank lagern.
(2) Am nächsten Tag den Speck und die Zwiebel fein würfeln. Die gekochten Kartoffeln vom Vortag in dünne (etwa 3 mm) Scheiben schneiden. Diese in eine Schüssel geben.
(3) Die Kürbiskerne in einem kleineren Topf bei mittelhoher Hitze (Stufe 2 von 3) unter Aufsicht und gelegentlichem Schütteln rösten bis sie duften und beginnen zu platzen. In ein Schälchen geben und zur Seite stellen.
(4) Die Hitze unter dem Topf auf mittelniedrig zurück schalten. Die Butter und den Speck zusammen reingeben und anbraten bis die Speckwürfel beginnen zu bräunen. Die Zwiebelwürfel hinein geben und mit andünsten.
(5) Mit dem Essig und der Brühe ablöschen. Etwa 3 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Den Senf unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Es darf ruhig etwas intensiver schmecken, die Kartoffeln „schlucken“ noch einiges an Geschmack. Über die Kartoffeln gießen und vorsichtig unterrühren. Mindestens 1 Stunde ziehen lassen, gerne auch länger.
(6) Vor dem Servieren den Feldsalat putzen, waschen und gut trocken schleudern. Unter den Salat rühren. Nochmal kosten, ob Salz oder Pfeffer fehlt

Den Salat auf den Tellern verteilen, jede Portion mit 1 Esslöffel Kürbiskernöl begießen und einigen gerösteten Kürbiskernen bestreuen.

Genießen!

Quelle: HomemadestuffSteirischer Kartoffelsalat mit Feldsalat

Fermentierte Gelbe Bete und Fenchel

Na, seid ihr auch im Fermentier-Fieber? Das ist ja der heiße Scheiß in letzter Zeit! Dabei ist das eine uralte Technik, um Gemüse und Obst haltbar zu machen. Gemüse mit so viel Salz oder Salzlake vermischt, dass das es durch die guten Bakterien gesäuert wird und durch die entstehende Säure und Salzkonzentration böse Bakterien und Pilze abgetötet werden. So ganz grob gesagt, wer mag kann sich in der einschlägigen Literatur vom Noma oder Sandor Ellix Katz genauer informieren. Vielleicht mach ich das auch nochmal und kann Euch dann einen ausführlicheren Beitrag schreiben.

Und wenn ihr jetzt denkt: „Hä? Fermentiertes habe ich noch nie gegessen!“ vergesst ihr wahrscheinlich das gute, alte Sauerkraut, koreanisches Kimchi ist fermentiert, die ungarischen Sommergurken oder Bohnen ebenfalls, ja auch Sauerteigbrote sind durch Fermentation entstanden oder ganz simpel Joghurt. Neben dem wunderbaren Geschmack der eingelegten Gemüse sind sie auch noch unglaublich gesund durch die guten Bakterien und wirken sich positiv auf unsere Darmflora aus. Versucht es ruhig mal, weil nichts ist einfacher! Prinzipiell braucht Ihr nur Euer Gemüse, Salz und eventuell Wasser. Natürlich könnt Ihr auch noch Eure Lieblingsgewürze zugeben. Wichtig ist nur, dass die Menge Salz 2% dem fertig vorbereiteten Gemüsegewicht entspricht. Dann stellt sich die richtige Umgebung ein, in der die Lactobakterien gut arbeiten können.

Bestellt hatte ich Gelbe Bete und den Fenchel bei meiner Gemüsekiste mit. Und los ging es: Gemüse gründlich waschen und bürsten, hobeln, wiegen und dann 2% Salz hinzugeben. Kneten, kneten, kneten, Flüssigkeit ziehen lassen, ins Glas füllen und verschließen. Wichtig ist, dass das Gemüse von Flüssigkeit bedeckt ist. Wenn das nicht der Fall ist, gießt Ihr es einfach mit 2%iger Salzlake auf, sprich zum Beispiel 5 g Salz in 250 ml Wasser aufgelöst. Ab jetzt heißt es nur warten und gelegentlich übergelaufene Flüssigkeit wegwischen. Das ist aber nicht schlimm, sondern ein gutes Zeichen, dass die Bakterien ihren Job tun und das Gemüse fermentieren. Das sah schon spannend aus: Luftbläschen steigen im Glas auf, schaumige gelbe Flüssigkeit kommt aus dem Glas. Nach etwa 3,5 Wochen war es wesentlich ruhiger geworden im Glas und ich öffnete eins vorsichtig.

Ich wusste ja nicht, was mich geschmacklich erwartet und war sehr überrascht! Im sehr positiven Sinne: das Gemüse war knackig geblieben und sehr angenehm säuerlich geworden. Die Aromen der Gelben Bete und des Fenchels harmonieren unglaublich gut, keiner drängt sich unangenehm in den Vordergrund! Ich bin wirklich komplett begeistert und esse es momentan täglich! Hier ein bisschen zum Mittagessen, dort ein kleines Schälchen zum Abendbrot.

Was würdet ihr damit machen? Wozu würdet ihr es essen oder gar verkochen? Habt ihr Ideen, die mir noch gar nicht gekommen sind?

Probiert es dringend aus! Es ist ernsthaft großartig!

Fermentierte Gelbe Bete und Fenchel

Zutaten für 1 ca. 700 ml Glas:
600 g Gelbe Bete (Bio)
1 große Fenchelknolle (bio)
Salz (2% vom Gewicht des vorbereiteten Gemüses)

(1) Das Gemüse gut waschen und schrubben. Von den Beten das obere und untere Ende abschneiden. Vom Fenchel das Wurzelende entfernen und das Grün abschneiden. Alles fein hobeln und in eine große Schüssel geben
(2) Das vorbereitete Gemüse wiegen. 2% vom Gewicht des Gemüses berechnen (Formel: Salzgewicht = Gemüsegewicht/100*2) und das Salz abwiegen.
(3) Das Salz über das Gemüse geben und 10-15 Minuten einmassieren bis das Gemüse weicher wird und sich Saft bildet.

(4) Das Gemüse 1 Stunde ziehen lassen. Und in der Zeit das Glas vorbereiten. Dafür das Glas mit Spüliwasser auswaschen, mit heißem Wasser nachspülen und in den kalten Ofen stellen. Den Ofen auf 120°C Ober-/Unterhitze stellen. Ab dem Zeitpunkt, wo die Temperatur erreicht ist, das Glas 15 Minuten drin lassen. Glas rausnehmen und abkühlen lassen. Den Deckel ebenfalls gründlich auswaschen und mit heißem Wasser nachspülen.
(5) Nach der Stunde Ruhezeit das Gemüse schön dicht in das Glas packen. Gerne mit der Faust oder einem Stößel festklopfen, damit nicht so viel Luft zwischen den einzelnen Lagen ist und sich noch mehr Flüssigkeit bildet. Nachdem die Hälfte vom Glas gefüllt ist, das übrig gebliebene Fenchelgrün drauf streuen. Das Gemüse möglichst bis zum Rand füllen. Wenn zwischen Deckel und Gemüse noch Platz ist das Gemüse mit sauberen Steinen/Murmeln/etc. beschweren, damit es immer unter der Flüssigkeit ist. Falls sich nicht genügend Flüssigkeit gebildet hat, eine 2%ige Salzlake herstellen und das Gemüse damit aufgießen.
(6) Das Glas verschließen und auf einen Teller in die Küche stellen. 3,5 bis 4 Wochen bei Zimmertemperatur reifen lassen. Es wird Flüssigkeit austreten, also immer den Teller kontrollieren, nicht das die Küche eingesaut wird.

Passt wunderbar als Beilage zum Abendbrot oder herzhafte Ragouts wie Gulasch.

Genießen!

Quelle: eine Sendung von „MDR Garten“ 2019

Vegetarischer Kartoffel-Mais-Chowder aus dem Slowcooker

So wirklich koche ich nur am Wochenende, also Freitag, Sonnabend und Sonntag frisch, damit ich montags, dienstags und mittwochs noch die Reste nach bzw. im Büro essen kann. Eben für die Tage vorkochen, an denen ich nach der Arbeit keine Energie mehr habe oder welche für die längeren Nachmittagsschichten aufsparen muss.

Aber manchmal bleibt auch nichts übrig vom Wochenende, weil Besuch da war und das Essen einfach so unglaublich lecker (ich stelle Euch betreffendes definitiv noch vor *g*)… An solchen Tagen hol ich mir dann was von Pizzeria unterm Büro, eine Portion Gemüse-Sushi aus dem Studenten-Rewe nebenan, das wirklich nicht schlecht ist, weil es dort frisch gemacht wird oder simpel Fertigfutter. Aber das geht ganz schön ins Geld und wird irgendwann auch langweilig…

Also kramte ich meinen kleinen Slowcooker wieder raus und suchte in den besten Slowcooker-Kochbüchern nach Rezepten, die zeitlich gut in den Arbeitstag passten, sprich, ich die Zutaten noch vor der Arbeit schnell schnippeln kann und die mittags zu meinem Feierabend fertig sind. Weil ziemlich ungemütliches Wetter angesagt war, also kalt und nass, passt so ein sämiger, amerikanischer Eintopf doch sehr gut. Der vegetarische Kartoffel-Mais-Chowder aus dem „Slowcooker für 2“ (Amazon-Link ohne Affiliate) hat auch nur wenige Zutaten, nix muss extra angebraten werden und wenn ich auf High koche, ist er auch pünktlich zum Nachhausekommen fertig.

Gesagt, getan. Die Kartoffelwürfel hab ich wirklich klein geschnitten auf ca. 0,5 cm, weil Kartoffeln im Slowcooker sehr zickig sein können und lange brauchen. Das Vorbereiten der Kartoffeln hat tatsächlich am Längsten gedauert. Den Rest der Zutaten in den Slowcooker schmeißen, anstellen und etwa 4 Stunden später ist ein wunderbar cremiger Eintopf fertig. Ich hatte noch ein bisschen frische Petersilie im Kühlschrank, die ich feingehackt unterrührte und die wunderbar passte. Ein schön einfaches Rezept, dass ich gerne öfter mache :-)

Kartoffel-Mais-Chowder aus dem Slowcooker

Zutaten für 2 größere Portionen:
300 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend
125 g Mais, gefroren
40 g Mehl
1 kleine Zwiebel oder Schalotte
1 Knoblauchzehe
1/4 TL Thymian, getrocknet
1/4 TL Oregano, getrocknet
500 ml Gemüsebrühe
1 deutsches Bund Petersilie
100 g Sahne
Salz, Pfeffer

Slowcooker: 1,5 l
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Kochzeit: 3-4 Stunden HIGH oder 6-8 Stunden LOW

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Kartoffeln schälen und in feine Würfel schneiden. Zusammen mit dem Mais in Keramikeinsatz geben. Mit dem Mehl bestreuen und gründlich verrühren, so dass jedes kleine Stückchen von Mehl ummantelt ist. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und ebenfalls sehr fein würfeln. Gemeinsam mit dem Thymian, Oregano und der Gemüsebrühe zum Gemüse geben und wiederum sehr gut durchrühren. Besonders an den Kanten des Einsatzes.
(2) Deckel aufsetzen. Und 3-4 Stunden auf HIGH garen (oder 6-8 Stunden auf LOW) bis die Kartoffeln gar sind. Wie schnell oder langsam das passiert, hängt von der Größe der Kartoffelwürfel ab.
(3) Die Petersilie fein hacken.
(4) Zum Schluss die Sahne unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Petersilie unterheben. Sofort servieren.

Genießen!

Quelle: Westphal, U., Frankemölle, G. (2015): Slowcooker für 2. p 41

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