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Asiatisches Lemon Chicken aus dem Slow Cooker

Der kleine Slowcooker möchte auch gerne im Sommer arbeiten, aber auf schwere Schmorgerichte à la Bœuf bourguignon habe ich da eher keine Lust. Wobei Gulasch geht in diesem halbungarischen Haushalt immer *g* Aber in der warmen Jahreszeit darf es auch gerne was leichteres, asiatisch angehauchtes sein. Nun denkt man bei asiatischen Essen eher an schnelle, kurzgegarte Wokgerichte, aber auch im Slow Cooker lassen sich einige Sachen zubereiten.

Das habe ich gelernt, als es das Buch „The Asian Slow Cooker“ mal bei Amazon als Kindle-Version im Angebot gab. Dort hat die gestresste Mutter Kelly Kwon die Gerichte ihrer Kindheit in stressfreie Varianten für den Slowcooker umgewandelt, die auch gut kochbar mit Baby sind. Und da sind ein paar schöne Rezepte drin, die ich gerne noch ausprobieren will :-) Als erstes habe ich dieses Zitronenhühnchen ausprobiert, weil mit Zitronen kriegt man mich immer! Ich hab das Rezept für den kleinen Slowcooker umgewandelt, weil ich alleine dann doch keine 4 Portionen essen möchte *g* Dies ist jetzt kein Gericht, für das nur alle Zutaten in den Slowcooker geschmissen werden, es muss ein bisschen was vorbereitet werden. Aber auch das dauert nicht ewig und das Ergebnis ist es wirklich wert. Zartes Hühnchen in würzig-zitroniger Sauce. Und durch den Slowcooker hat man noch Zeit eine köstliche Beilage zu zaubern, die ich Euch dann am Freitag vorstelle :-)

Lemon Chicken aus dem Slowcooker

Zutaten für 2 Portionen:
2 halbe Hähnchenbrustfilets (300-350 g)
3 EL + 1 EL Maisstärke
Salz, Pfeffer
2 EL neutrales Öl
1 Knoblauchzehe
2 cm frischer Ingwer
60 ml (1/4 cup) Sojasauce
50 ml Brühe
2 TL Honig
1 TL Sesamöl
1,5 EL Reisessig
1,5 EL Zitronensaft
Zeste von 1/2 Zitrone
1,5 EL kaltes Wasser

Garnitur:
gerösteter Sesam
Frühlingszwiebel in Röllchen

Slowcooker: 1,5 l
Stufe: LOW
Zeit: 3 Stunden

(1) Das Hähnchenbrustfilet waschen, trocken und in mundgerechte Würfel schneiden. In einem großen Gefrierbeutel die 3 EL Maisstärke mit Salz und Pfeffer mischen. Die Hähnchenwürfel hinein geben und gut schütteln bis sie mit der Stärke bedeckte sind. Herausnehmen und dabei die überschüssige Stärke gut abschütteln.
(2) In einer großen Pfanne das neutrale Öl erhitzen und die Hähnchenwürfel bei hoher Hitze von allen Seiten in 2-3 Minuten leicht braun braten. In den Einsatz des Slowcookers geben.
(3) Knoblauch und Ingwer von Schale befreien und fein reiben. In eine kleinere Schüssel geben. Mit der Sojasauce, Brühe, Honig, Sesamöl, Reisessig, Zitronensaft und -zeste gut verrühren. Über das Fleisch in den Slowcooker geben. Deckel drauf und auf Stufe LOW  insgesamt 3 Stunden schmurgeln lassen.
(4) 15-20 Minuten vor Ende der Kochzeit den übrigen Esslöffel Stärke mit den 1,5 TL Wasser verrühren und unter das Fleisch rühren. Auf HIGH stellen und so lange köcheln lassen bis die Sauce andickt. Das ging hier ziemlich schnell.

Mit geröstetem Sesam und Frühlingszwiebelröllchen bestreut auf Reis servieren.

Genießen!

Quelle: nach Kwok, K. (2016): The Asian Slow Cooker. Page Street Publishing Co.

Mohnkuchen mit Zitronencreme

Ein Kuchen zum Wochenende muss ein, oder? Und was hätte ich Lust auf eine einfache, aber saftige Erdbeertorte oder Johannisbeer-Baiser-Torte, jetzt wo der Frühling wirklich da ist und es draußen jeden Tag grüner wird. Aber da müssen wir uns hier in Deutschland noch gedulden, wenn wir die saisonale Früchtchen essen wollen und nicht Importe aus Spanien, Nordafrika oder gar Übersee. Mir wird immer ganz anders, wenn ich auf Instagram die ganzen Leute sehe, die sich jeden Tag Unmengen an Erdbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren und Himbeeren in die Müslischüsseln oder zum Nachmittagssnack packen. Oder gar Wassermelone! Es ist doch nicht mal annähernd warm genug, um Gelüste nach Wassermelone zu entwickeln! Nochmal eine kurze Liste, wann die Früchte bei uns Saison haben (Referenz: Nord- und Mitteldeutschland, Schrebergarten, freie Natur, ohne Gewächshaus):

  • Rhabarber: ab Ende März/April, Hochsaison ab Mai
  • Erdbeeren: frühe Sorten ab Ende Mai
  • Johannisbeeren: wie Name sagt ab Johanni, also Ende Juni.
  • Himbeeren: frühe Sorten ab Mitte/Ende Juni
  • Aprikosen: französische Sorte ab Juni
  • Pfirsiche/Nektarinen: ab Ende Juni aus Südeuropa.
  • Heidelbeeren: im Freiland an Südhängen ab Anfang Juli
  • Brombeeren: ab August bis September
  • Wassermelone: aus dem südeuropäischen Ausland (Frankreich, Italien, Ungarn, Spanien, Türkei) ab Juli

Ich weiß, es ist obsttechnisch momentan mau, außer den lagernden Äpfeln, aber so ist das nunmal Ende des Winters, Anfang des Frühjahrs. Die Pflanzen müssen ja erstmal blühen, von den Bienchen bestäubt werden und ihre Früchte bilden und reifen lassen. Das dauert alles ein bisschen … Und wenn wir sie dann im Sommer frisch vom Feld, oder jedenfalls nicht ganz so weit transportiert, essen können, schmecken sie um sooo vieles aromatischer! Vielleicht wollt ihr auch ein paar Erdbeerpflanzen auf dem Balkon oder Eurem kleinen Garten anbauen, das ist ganz einfach, braucht keinen explizit grünen Daumen und ihr habt dann zur richtigen Zeit die vollreifen Früchtchen :-)

Kommen wir zum Wesentlichen zurück! Auch jetzt zur obstarmen Zeit kann man schöne Kuchen backen. Diesen Mohnkuchen mit Zitronencreme sah ich auf der ungarischen Seite „Streetkitchen„, deren Videos und Rezepte ich sehr schätze und schon einiges nachgebastelt habe. Mohn scheint eine typisch osteuropäische Sache zu sein. Ich sehe oft Rezepte mit ihm in polnischen Kochbüchern und auch aus der ungarischen Küche kenne ich ihn zur Genüge: zu Schupfnudeln, Brotauflauf mit Mohn, im Kuchen, zu Pflaumenknödeln. Dann kann er auch die Hauptzutaten in einem Rührkuchen sein, der dazu noch ohne Mehl auskommt und somit glutenfrei ist. Sowas passiert bisweilen auch hier *g* Zum Schluss wird der fertige Kuchen mit Lemon Curd bestrichen, was nochmal den richtigen Kick gibt. Das Gesamtkunst, dass sich sehr einfach backen lässt, ist nämlich wirklich wunderbar! Zarter, saftiger Kuchen mit angenehmen Mohngeschmack plus die zitronige Frische des Lemon Curd (macht es gerne nach Frau Kochschlampes Rezept, die funktionieren immer). Großartigst! Probiert es unbedingt aus, wenn ihr Mohn mögt!

Mohnkuchen mit Zitronencreme

Zutaten für Springform (Ø 24 cm):
5 Eier
150 g Zucker
150 g Butter, zimmerwarm
200 g gemahlener Mohn
15 g Backpulver
1 Bio-Zitrone, Schale
50 ml Milch
1 Prise Salz
4 El Lemon Curd (selbstgemacht oder aus dem Glas)

Butter zum Einfetten der Form

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier belegen und die Seiten mit Butter einfetten.
(2) Die Eier trennen. Butter und Zucker mit Hilfe der Küchenmaschine oder Handrührer schaumig schlagen. Nacheinander die 5 Eigelb zugeben und gut unterrühren. Den Mohn mit dem Backpulver und Zitronenschale unter die Buttermischung rühren. Zum Schluss die Milch unterrühren.
(3) Die Eiweiß mit einer Prise Salz steif schlagen. Zuerst 1/3 des Eiweißes vorsichtig unter den Mohnteig rühren, dann die restlichen 2/3 wirklich vorsichtig mit Hilfe es Spatel unterheben. Dies geht am Besten, wenn der Teig richtig vorsichtig von außen nach innen unter den Eischnee gehoben wird. So bleibt besonders viel, der ins Eiweiß geschlagenen Luft erhalten und der Kuchen nachher luftig.
(4) Den Teig in die vorbereitete Springform geben, glatt streichen und auf mittlerer Schiene 25-35 Minuten backen. Stäbchenprobe machen, ob er gar ist. Dabei mit einem Zahnstocher oder Schaschlikspieß in die Mitte des Kuchens stechen, wenn das Stäbchen sauber, ohne anhaftenden Teig wieder rauskommt, ist er durch. Den fertigen Kuchen herausholen und komplett abkühlen lassen.
(5) Die Zitronencreme gleichmäßig auf den abgekühlten Kuchen streichen. Noch mit ein bisschen des gemahlenen Mohns zur Dekoration bestreuen.

Genießen!

Quelle: StreetkitchenCitromkrémes máktorta

Mediterran-asiatische Mischung – Zitronen-Tofu mit Zuckerschoten

Es soll ja Leute geben, die können mit Tofu nichts anfangen. Nicht, dass sie es nicht gerne als neues Lebensmittel ausprobieren wollen würden, aber sie wissen (noch) nicht, wie sie es zubereiten können, damit es auch schmeckt und sich nicht die fiesen Tofu-Gerüchte bewahrheiten. So jemand war ich auch mal, aber die hochgeschätzte Frau Kochschlampe nahm mich an die Hand und machte öfter verschiedene Tofu-Zubereitungen, wenn wir uns sahen.

Eine der ersten war dieser sehr zitronige Tofu, der mit knackigen Zuckerschoten zusammen gebraten wird. Und dadurch, dass neben der Zitrone viele dem mitteleuropäischen Gaumen wohlbekannte Aromen, wie Rosmarin, Thymian und Creme fraiche mitspielen, schmeckt es auch nicht so fremd. Die Konsistenz verglich eine Freundin mit der von Feta, also auch nicht komplett unbekannt. Und tatsächlich konnte ich mit dem Gericht auch schon zwei Tofu-Neulinge bekehren, dass sie auch andere Essen mit Tofu für sich selbst in Betracht ziehen, ohne gleich angewidert der Kopf zu schütteln. Natürlich gibt es auch bei Tofu Qualitätsunterschiede und man muss erstmal rausfinden, welche Firma den eigenen Geschmack trifft, aber danach steht dem Tofu-Spaß nichts mehr im Weg :-)

Ein großer Pluspunkt bei diesem Essen ist außerdem, dass es ziemlich schnell gebastelt ist, auch nach stressigen Arbeitstagen. Der Tofu lässt sich wunderbar morgens schnell einlegen, das dauert effektiv vielleicht 10 Minuten. Das ganze Gericht ist dann abends innerhalb von maximal 25 Minuten fertig: Tofu braten, Nudeln kurz kochen, Zuckerschoten kurz mitbraten, mit Creme fraiche eine Sauce rühren und den fertigen Nudeln vermischen.

Glücklich sein!

Zitronentofu-Zuckerschotenpfanne

Zutaten für 2 Portionen:

Für die Tofu-Marinade:
1/2 Bio-Zitrone, Saft und Zeste
1/2 TL Chiliflocken
2 TL frisch gehackte Rosmarinnadeln
2 EL frisch gehacktes Basilikum (hier vergessen)
1 TL frisch gezupfte Thymianblättchen
1 EL Olivenöl
Salz
200 g Tofu in gröberen Würfeln

90 g Mie-Nudeln
1 EL Olivenöl
150 g Zuckerschoten
75 g Creme fraiche

(1) Aus den Zutaten bis Tofu eine Marinade rühren und die Tofu-Würfel einlegen. Mindestens 1 Stunde marinieren lassen. Wenn es länger ist, abdecken und in den Kühlschrank stellen.
(2) Für die Mie-Nudeln Salzwasser zum Kochen bringen und die Nudeln darin 2-3 Minuten kochen. Abgießen und abtropfen lassen.
(3) Währenddessen eine große Pfanne oder Wok erhitzen. Den Tofu samt Marinade zugeben und braten bis er beginnt goldbraun zu werden. Das weitere Olivenöl zufügen und die Zuckerschoten 2-3  Minuten mitbraten. Alles mit dem Creme fraiche mischen und abschmecken.
(4) Die fertigen Nudeln unterrühren und servieren.

Genießen!

Quelle: Kochen für SchlampenZitronentofu-Zuckerschotenpfanne

Großartigstes Zitroneneis

Die ersten Tage mit Hochsommertemperaturen! Hier in der Mitte Deutschlands zum Glück bisher nicht so lange andauernd, aber ich werde alt und so schnelle Wetterwechsel bekommen mir nicht. Sowas gibt immer Matschkopf deluxe *seufz* Aber zum Glück hat ja mal irgendjemand die perfekte Abkühlung von innen erfunden: Eis. Schon letztes Jahr hab ich gegrübelt, ob ich mir eine Eismaschine mit Kompressor anschaffe, um unabhängig zu sein und eben Eis nach meinen Bedürfnissen (laktosearm, nicht zu viel Fett) machen zu können und nicht durch die halbe Stadt zur nächsten vernünftigen Eisdiele fahren zu müssen. Letztes Jahr kam es dann doch nicht dazu, aber dieses!

Ich habe jetzt eine ziemlich schwere, aber praktische Unold Cortina (ich bekomme kein Geld, wenn die geneigte Leserschaft auf den Link klickt, er dient rein zu Informationszwecken), die wunderbares Eis rühren kann. Auch eine eissüchtige Freundin von der Insel Rügen hat sich dieses Modell vor 2 Wochen oder so angeschafft und ich glaube, bei ihrem Eisbedarf hat sich die Anschaffung schon längst amortisiert *g* Mein Eisverbrauch ist leider nicht so hoch, aber das kann sich ja noch steigern … Wenn sie nicht gebraucht wird, schläft sie in meinem Kleiderschrank (so als Idee für diejenigen, die unter chronischem Platzmangel leiden).

Als erstes durfte sie das Super-Zitroneneis von Zorra rühren. Da ich kein großes Talent im Eiercreme machen besitze und mir die Eier zu schade für süßes Rührei sind, suche ich immer Rezepte, die ohne auskommen. Außerdem sollte man Eiscreme auf Ei-Basis ziemlich schell aufbrauchen und das schaffe ich einfach nicht. Aber das cremige Zitroneneis von Zorra ist da perfekt. Die Masse ist schnell zubereitet, kühlt dann über Nacht im Kühlschrank (oder tagsüber, je nachdem wann man sie ansetzt). Wenn sie dann kühl genug ist, in die Eismaschine und je nach Typ in 30 bis 45 Minuten zu richtig schönem Eis rühren lassen. Bei mir hat es tatsächlich nur 35 Minuten gedauert. Ich war richtig erstaunt!

Und lecker ist das Zeug! Großartig! Erfrischend, nicht zu süß, nicht zu sauer, die perfekte Balance! Das Rezept wird definitiv im Repertoire behalten und immer mal ein Löffelchen nach dem Essen genascht *g*

Super-Zitroneneis

Zutaten für ca. 1 Liter Eis:

3 Bio-Zitronen
100 g Zucker
125 ml Zitronensaft
200 g Crème fraîche
200 g Sahne
100 g Milch
1 gestrichener EL Maisstärke
1 Prise Salz

 (1) Die Zitronen abwaschen und trocknen. Dann die Zitronenschale fein abreiben und mit Zucker mischen. Den Saft auspressen und dazu gießen. So lange rühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Crème fraîche und Sahne zur Zitronenmischung geben und umrühren.
(2) Die Maisstärke in der kalten Milch auflösen, diese Mischung unter ständigem Rühren zum Kochen bringen und noch 2-3 Minuten köcheln lassen und zu den restlichen Zutaten geben. Eine Prise Salz unterrühren.
(3) Die Mischung in den Kühlschrank stellen bis sie kalt, dann in die Eismaschine füllen und ca. 30-45 Minuten gefrieren lassen.
(4) Es sollte jetzt schon eine gut essbare Konsistenz haben. Wem es noch zu weich ist, ist eine Aufbewahrungsdose füllen, mit Frischhaltefolie und dem Deckel schließen und im Tiefkühler nachhärten lassen.

Genießen!

Quelle: leicht verändert nach 1 x umrühren bitteSuper-Zitroneneis

 

Buntes Weihnachtsessen – rot, orange, braun, grün, knusprig

Bei uns ist ja traditionell das Essen des ersten Weihnachtsfeiertages das aufwendigste. Leider ist es bei uns immer etwas schwierig zu finden, was allen schmeckt, also die Fleischkomponente. Ente wäre ja traditionell, leider kann Zwerg denen so gar nichts abgewinnen (Gans übrigens auch nicht). Einen schönen Rinderbraten, z.B. ein großes Roastbeef fänden Frau Mama, Zwerg und ich ganz toll. So schön rosa gebraten. Leider ist Herr Papa eher ein Vertreter der Schuhsohlenfraktion, so dass es sich wirklich nicht lohnt da Geld in ein schönes Stück Rind zu investieren. Dieses Jahr schlug Zwerg dann ein Brathähnchen vor. Ja, gut, darauf können wir uns alle einigen. Als Beilagen gab es sehr buntes:

  • grüne Petersilienkartoffeln: Dafür normale Salzkartoffeln kochen, ein Bund Petersilie fein hacken. Die gekochten Kartoffeln abschütten und auf der heißen Herdplatte etwas ausdampfen lassen. Dann ein gutes Stück Butter und die Petersilie zugeben bis die Petersilie etwas zusammen gefallen ist.
  • orange Vanillemöhrchen
  • Rote Bete-Salat mit Feta: Vorgegarte Rote Bete raspeln, Petersilie und etwas Minze fein hacken. Mit Salz, Pfeffer, Olivenöl, Zitronensaft und weißem Balsamico anmachen. Zum Schluss den Feta drüber krümeln und etwas durchziehen lassen.
  • Creme-Champignons: Die cremigen Champignons machten wir zwei Tage hintereinander auf unterschiedliche Art und Weise und uns hat folgende besser geschmeckt – Zwiebelwürfel glasig andünsten, fein gewürfelten Knoblauch dazu schmeißen bis er duftet. Dann die in Scheiben geschnittenen Champignons dazu und die abgezupften Blättchen einiger Thymianzweige, salzen, pfeffern und etwas andünsten lassen bis sie fast gar sind. Dann mit ein wenig Mehl abstäuben, es gut unterrühren und mit Milch auffüllen. Gut durchrühren und so lange köcheln bis eine cremige Sauce entstanden ist und die Champignons gar sind.

Aber das Highlight war für mich wirklich das Hähnchen! Wir haben uns ein Butterhähnchen aus Schleswig-Holstein geleistet, jetzt fragt mich aber nicht, ob die Butter in ihr Futter gemischt bekommen. Und dieses habe ich relativ puristisch auf unserem Hähnchenbräter zubereitet. Einfach nur Salz, Pfeffer, eine halbierte Zitrone in den Bauch und etwas Thymian unter die Haut. Mein größtes Problem, wie bei Frau Neudecker, war immer festzustellen, wann das Hähnchen gar ist, aber noch nicht puptrocken. Irgendwo las ich, dass man beim Hähnchen von 20 Minuten Garzeit je 400 g Fleisch ausgeht plus 20 Minuten extra. Bei unserem fast 2 kg Hähnchen sind das dann 120 Minuten. 100 (5 x20) Minuten für die 2 kg Hähnchen und den restlichen 20 Minuten für die Knusprigkeit. Ich habe den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze benutzt, schon zu oft las ich, dass Umluft zu sehr austrocknet. Also rechtzeitig in den Ofen geschoben und warten und immer mal wieder einen Blick durch die Glastür des Ofens riskiert. Und irgendwie war es nach den 2 Stunden tatsächlich perfekt. Gar, aber noch saftig, fein würzig. Um zu erkennen, ob es gar ist, kann man in die dickste Stelle des Schenkels stechen und gucken, ob klarer Saft austritt. Finde ich manchmal aber schwierig zu erkennen. Jamie Oliver meinte mal in einer seiner Sendungen, dass ein Hähnchen gar ist, wenn man den Schenkel leicht „abbrechen“ könnte, also einfach ein wenig am Beinchen entgegen des Gelenks ziehen und wenn es leicht runterkommen würde, ist das Hähnchen gar.

Und weil es so gut gelungen ist (vielleicht war es auch nur Zufall), darf es beim Event „Hendls für Frau Neudecker“ von „Food for angels and devils“ teilnehmen. Ich hoffe bei den ganzen tollen Ideen und Tipps werden Frau Neudeckers zukünftigen Hähnchen nicht mehr an einer Staublunge sterben ;-)

Hendls für Frau Neudecker

Saftiges Zitronen-Thymian-Brathähnchen

Zutaten für 4 große Portionen:
1 Hähnchen von guter Qualität (ca. 2 kg)
Salz, Pfeffer
1 Zitrone
einige Zweige frischer Thymian

(1) Den Ofen auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
(2) Das Hähnchen innen und außen waschen, gut mit Küchenkrepp abtrocknen. Ordentlich innen und außen salzen und pfeffern. Die Zitrone halbieren und in den Bauch des Hähnchens legen. Das Hähnchen dann mit Brustseite nach oben vor sich legen und vorsichtig mit den Fingern die Haut vom Fleisch lösen, das geht erstaunlich einfach. Unter die gelöste Haut vom Brustfleisch und den Keulen die Thymianzweiglein verteilen.
(3) Das fertig vorbereitete Hähnchen auf einen Hähnchenbräter stellen und in den Ofen stellen. Für 2 Stunden braten.
(4) Das Hähnchen ist gar, wenn klarer Saft aus dem Schenkel kommt, wenn man ihn an der dicksten Stelle anpiekt und sich der Schenkel ganz leicht vom Hähnchen abmachen ließe. Das Hähnchen locker mit Alufolie abgedeckt ca. 15 Minuten ruhen lassen.

Tranchieren und mit den anderen Beilagen

genießen!

In den nächsten Beiträgen zeige ich Euch dann noch die wirklich leckere, aber zu reichhaltige Vorspeise und den spontanen Nachtisch. Seid gespannt!

Erfrischende Hähnchenbrust mit Pfannen-Hummus

Eigentlich brauchen wir alle doch schnelle Gerichte, die innerhalb von 30 Minuten fertig sind, oder? Sei es, dass wir arbeitsbedingt erst spät nach Hause kommen oder alles so hektisch ist im Alltag, dass nicht wirklich viel Zeit zum Kochen bleibt. Dafür ist dieses orientalisch angehauchte Gericht perfekt. Man kann Aggressionen abbauen, weil die Hähnchenbrustfilets mit Hilfe des Nudelholzes platt gemacht werden:

Das hat zwei Vorteile: zum einen werden die Aromen der Minze und der Zitronenschale dadurch schön ins Fleisch einmassiert, andererseits werden die Filets schön gleichmäßig dick und sind dementsprechend auch fixer überall gleichzeitig gar. Und schwupps, hat man schick gebräuntes, zartes, würziges Fleisch. Und in der selben Pfanne kann dann das schnelle Pfannen-Hummus gemacht werden. Dafür ist es praktisch, wenn man so ’ne Dose Kichererbsen im Vorrat hat (die ohne seltsame Zusätze). Die Kichererbsen werden nur erhitzt, würzig abgeschmeckt, etwas zermanscht und fertig ist ein wunderbares Gericht. Auch wenn die Menge an Kichererbsen zunächst wirklich wenig aussieht, keine Sorge, es reicht tatsächlich für 2 Portionen. Noch schönes frisches Brot und ein kleiner Salat dazu. Perfekt!

Erfrischende Hähnchenbrust mit Pfannen-Hummus

Zutaten für 2 Portionen:
2 Hähnchenbrüste
1/2 Bio-Zitrone, Schale und Saft
4 Zweige Minze
Salz, Pfeffer
Olivenöl
1 kleine Dose Kichererbsen
1 1/2 TL Kreuzkümmel
1 TL geräuchertes Paprikapulver
eventuell einige TL Joghurt

(1) Die Hähnchenbrüste waschen und trocknen. Die Minzblättchen abstreifen und fein hacken. Die Zitronenschale fein abreiben. Die Hähnchenbrustfilets auf einen Bogen Backpapier/Pergamentpapier legen, die Minze und Zitronenschale bestreuen, salzen und pfeffern. Einen zweiten Bogen Papier drüberlegen und mit einem Nudelholz auf das Fleisch schlagen, damit sie gleichmäßig dünn werden. So braten sie in der Pfanne schneller und gleichmäßiger durch und die Aromen werden so gleich ins Fleisch einmassiert.
(2) In einer großen Pfanne einen Schluck Olivenöl mit mittelhoher Hitze erwärmen. Die platten Hähnchenbrustfilets einlegen und von beiden Seiten braten bis sie braun sind und das Fleisch gar. Raus nehmen und kurz zur Seite stellen.
(3) Aus der Dose mit den Kichererbsen die Flüssigkeit abgießen und die Kichererbsen noch in die heiße Pfanne geben. Kreuzkümmel, Paprikapulver, Salz und Pfeffer zugeben. Die halbe Zitrone über den Kichererbsen ausdrücken. Erhitzen und gut durchrühren. Dann mit einer Gabel zermusen. Wenn das Pfannen-Hummus zu fest sein sollte, einfach mit ein wenig Joghurt bis zur gewünschten Konsistenz verlängern.

Zusammen mit den Hähnchenbrustfilets und vielleicht frischem Fladenbrot und einem Salat servieren.

Genießen!

Quelle: Donal SkehanLemon and mint griddled chicken with spiced chickpeas and flatbread

Und wer eine Videoanleitung vom schnuckeligen Donal möchte, hier.

Sonntagswürdig: Zitronenhähnchen mit Honigfeigen

Und noch ein Rezept, dass mit der Lieblingscousine ausprobiert wurde, als sie mich Anfang August besuchte. Eigentlich hatte ich schon länger im Kopf es zu kochen, aber mit Besuch machte es nochmal soviel Spaß. Erst Recht, wenn es sowas sonntagsessenwürdiges ist wie dieses Huhn. Ich finde die Idee des Sonntagsessens eigentlich ganz angenehm (genauso wie die des Abendbrots übrigens). Zum Ausklang des Wochenendes und der anstrengenden Woche sich nochmal was richtig gutes Gönnen, eben kein schnell husch-husch Alltagsessen, dass man sich nach der Arbeit zusammen kocht. Sonntags kann es gerne auch etwas aufwendiger sein, etwas länger dauern, damit man sich und seine Lieben auch mal ein wenig verwöhnen kann.

Im August begann ja die Feigen-Saison, zumindest in meinem türkischen Supermarkt umme Ecke und sie hält noch an. Im „Sommerküche„-Buch von Tanja Dusy lachte mich das Rezept vom Zitronenhuhn mit Honigfeigen an. Schnell die Cousine gefragt, was sie davon hält und trotz der Verwendung von Hühnerschenkeln mit Knochen wurde dem Rezept zugestimmt. Die Zubereitung dauert zwar ein bißchen (aber man muss nicht jede Minute neben dem Essen stehen) und erfordert ein wenig zeitliche Planung, ist aber vom Prinzip her tüteneinfach: Marinade vorbereiten – Hähnchen marinieren – Hähnchen anbraten – Hähnchen in den Ofen – Feigen zubereiten – fertig. Das Marinieren benötigt etwas 6 Stunden Zeit, das Hähnchen kann aber auch schon gut am Abend vorher in die Marinade geschmissen werden und im Ofen braucht es ca. 45 Minuten. Genug Zeit wiederum um die Beilage, hier schneller Couscous und die Feigen zuzubereiten und auch die Küche wieder auf Vordermann zu bringen, so dass man nach dem Essen gepflegt ohne schlechtes Gewissen ein Nickerchen machen kann.

Die Lieblingscousine und ich fanden es außerordentlich köstlich! Saftiges, zartes Fleisch, fruchtige Sauce, etwas Säure, etwas Süße durch die Feigen und den Honig. Großartig! Kann es nur jedem Empfehlen mal dringend nachzukochen! Unbedingt sogar!

Zitronenhuhn mit Honigfeigen

Zutaten für 4 Portionen:
4 Hähnchenkeulen
1 große Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/4 Bund Petersilie
1/2 Bund Thymian
1 große Chilischote
1 1/2 Bio-Zitronen
6 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
300 ml Hühner- oder Gemüsebrühe
6 Feigen
2 EL Butter
2 EL Honig

Achtung: Marinierzeit von 6 Stunden!

(1) Die Hähnchenkeulen im Gelenk teilen, gut waschen und trocken tupfen. Zwiebel und Knoblauch häuten und fein würfeln. Kräuter waschen, trocken schütteln, die Blättchen von den Stengeln zupfen und grob hacken. Die Chilischote waschen, halbieren, Kerne und weiße Innenhäute entfernen, in Ringe schneiden. 1/2 Zitrone auspressen. Den Saft mit den Zwiebel- und Knoblauchwürfeln, den Kräutern, Chili und 4 EL Öl mischen. Die Keulenstücke in einen großen Gefrierbeutel geben, die Marinade dazu und gut mit den Händen massieren, damit alle Hähnchenteile mit der Marinade in Berührung kommen. Mindestens 6 Stunden im Kühlschrank marinieren lassen, gerne auch über Nacht.
(2) Den Ofen auf 190°C vorheizen.
(3) Die übrige Zitrone heiß waschen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel-Kräuter-Mischung vom Hähnchen kratzen und auffangen. Die Hähnchenteile salzen und pfeffern.
(4) Restliches Olivenöl in einem Bräter (oder einer Pfanne, die groß genug ist und in den Ofen darf) erhitzen und die Hähnchenteile von allen Seiten hellbraun anbraten. Herausnehmen und eventuell überschüssigen Öl abgießen. Die Zwiebel-Kräuter-Mischung in den Bräter geben und etwa 2 Minuten lang anbraten. Die Brühe angießen, einmal aufkochen lassen und die Hähnchenteile mit der Hautseite nach oben in den Bräter legen. Mit Zitronenscheiben belegen. Offen für 45 Minuten in der Mitte des Ofens (jetzt erst Umluft 175°C) 45 Minuten goldbraun braten.
(5) Etwa 15 Minuten vor Ende die Feigen waschen, trocknen und vierteln. In einer Pfanne die Butter zerlassen und die Feigenviertel auf einer Schnittseite 1 Minute anbraten. Auf die zweite Schnittseite wenden und nochmals 1 Minute braten. Den Honig drüber träufeln, die Feigen kräftig darin schwenken und auf der Hautseite noch ein wenig ziehen lassen. Zum Huhn geben und 2-3 Minuten mitgaren lassen.

Zusammen mit Couscous oder frischem Fladenbrot

genießen!

Quelle: Dusy, T. (2010): Sommerküche voller Sonne und Aroma. Gräfe und Unzer. München. p 227

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