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Sommer für den Winter: Klassisches Pflaumenkompott

Noch findet man doch heimische Pflaumen/Zwetschgen, oder? Ich liebe ja Pflaumen und auch das klassische Pflaumenkompott. Am liebsten esse ich es zu Milchreis oder Grießbrei, aber es passt auch wunderbar zu Pancakes. Ja sicher, man kann es auch im Supermarkt kaufen, aber wenn man es selbst macht, kann man mit unterschiedlichen Gewürzen spielen. Du magst keine Nelken? Lass sie weg! Hast lieber ein wenig fruchtige Ingwerschärfe? Rein damit!  Und letztendlich auch wieder: ich weiß, was drin ist! Keine komischen Zusatzstoffe, keine künstlichen Aromen, keine Süßstoffe.

Und dieses Kompott ist, wie eigentlich alle klassischen Obstkompotte, wirklich einfach zu machen: geputzte, halbierte Pflaumen in das Glas schichten, Gewürze dazwischen, mit einem gekochten Wasser-Zucker-Sirup auffüllen, Deckel drauf und 30 Minuten einkochen. Voila! Schon ist wieder ein Stückchen Sommer in den Winter hinüber gerettet! Für die nächste Saison suche ich schon nach neuen, vielleicht etwas ausgefalleneren Varianten. Seid gespannt!

Klassisches Pflaumenkompott

Zutaten für 1,5 l:
1 kg Zwetschgen (die länglichen Pflaumen)
1 Nelke pro Glas
1 kleines Stück Zimtstange pro Glas
1 Stückchen Sternanis pro Glas
500 ml Wasser
250 g Zucker

3 Weck-Gläser à 500 ml samt Zubehör
oder 2 x 500 ml Gläser und 2 x 290 ml Weck-Gläser
großer Topf, in den alle Gläser reinpassen

(1) Die Pflaumen waschen, trocknen, längs halbieren und Stein entfernen. Das Wasser mit dem Zucker aufkochen und so lange kochen lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Zur Seite stellen. Die Gewürze bereit legen.
(2) Jetzt die Gläser vorbereiten. Mit heißem Spüliwasser gut auswaschen, mit heißem, klarem Wasser gründlich ausspülen. Die Gläser in den Herd stellen, auf 120°C Ober-/Unterhitze stellen und in 15 Minuten sowohl trocknen als eben auch sterilisieren. Dann die Gläser aus dem Ofen holen und auf einem Holzbrett lauwarm abkühlen lassen. Die Deckel und Gummiringe in einem Topf mit Wasser bedecken, einen Schluck Essig hinzu und einige Minuten kochen lassen. So sterben auch dort die Bakterien ab.
(3) Die Pflaumen eng in die Gläser schichten, zwischendurch je 1 Stück der Gewürze pro Glas geben. Zum Schluss die Gläser zur Hälfte bis zwei Drittel mit dem Zucker-Wasser-Sirup auffüllen. Die Glasdeckel und Gummiringe aus dem Wasser holen. Die Gummiringe auf den Glasdeckel ziehen, auf die Gläser setzen mit mindestens zwei gegenüber liegenden Metallklammern befestigen.
(4) In den großen Topf ein altes Küchentuch oder zwei Lagen Küchenkrepp legen. Die Gläser hineinstellen. Wenn der Inhalt der Gläser kalt ist, kaltes Wasser zugießen, wenn er lauwarm ist, lauwarmes Wasser. So viel Wasser zugießen bis die Gläser zu mindestens 3/4 im Wasser stehen. Deckel aufsetzen. Den Herd auf Stufe 4 von 6 stellen und sobald das Wasser kocht, 30 Minuten einkochen lassen. Dabei den Herd auf Stufe 2 von 6 zurück stellen.
Im Einkochautomaten: Wasser wie oben beschrieben und dann bei 90°C 30 Minuten einkochen lassen.
(5) Wenn die Zeit um ist, die Gläser aus dem Wasser holen und auf einem Holzbrett an einem zugfreien Ort vollständig abkühlen lassen. Die Metallklammern entfernen und durch Anheben am Deckel prüfen, ob der Einkochvorgang erfolgreich war. Wenn ja, beschriften und ab damit ins Vorratsregal. Wenn ein Glas offen geblieben sein sollte, schnell verbrauchen und im Kühlschrank aufbewahren oder nochmals einkochen.

Genießen!

Und bei noch mehr Informationsbedarf zum Thema „Einkochen“ einfach hier klicken!

Spätsommer auf dem Backblech: Pflaumendatschi mit Mandelstreuseln

Ich wollte mal wieder Kuchen backen, wobei die Gelüste ja nicht allzuoft an die Tag treten bei mir (auch wenn das gerade nicht so wirkt mit den Cookies im vorhergehenden Beitrag *g*). Meistens wird der Wunsch durch die Größe des Kuchens und die Anzahl der vorhandenen Esser (nur meine Wenigkeit) zunicht gemacht. Aber als die Lieblingscousine kam, war die Gelegenheit da. So wurde ihr das Buch „Basic baking“ in die Hand gedrückt mit der Aufforderung sich etwas auszusuchen. Sie wollte was mit Obst und deshalb schlug ich den Zwetschgendatschi mit Walnussstreuseln vor, aber die Walnüsse schreckten sie ab. Ach, das ist doch das geringste Problem. Da sind wir doch flexibel und nehmen Mandeln! Und da es keine Zwetschgen gab, sondern nur Pflaumen (siehe unten, eher rund und der Stein lässt sich schwer entfernen), wurden kurzer Hand diese genommen und einfach auf Zwetschgengröße zurecht geschnitten.

So prinzipiell ist der Kuchen auch einfach gemacht, es benötigt nur etwas Zeit zum Gehen des Hefeteiges. Aber die Zeit lässt sich gut nutzen, um die Früchte zu halbieren und entsteinen. Und heraus kommt ein wirklich leckerer Kuchen, bei dem die etwas säuerlichen Pflaumen wunderbar harmonieren mit den süßen Streuseln. Lieblingscousine und ich waren begeistert! Sie hat noch einige Stücke mitgenommen für zu Hause und ich noch ein Viertelblech eingefroren. Funktioniert super, nur die Streusel sind nach dem Auftauen nicht mehr knusprig, aber das lässt sich knapp verknusern ;-) Ich kann nur empfehlen den dringend mal auszutesten!

Pflaumendatschi mit Mandelstreuseln

Zutaten für 1 Blech (ca. 20 Stück):

Für den Teig:
350 g Mehl
1 Prise Salz
50 g Zucker
ca. 180 ml Milch
30 g frische Hefe
50 g weiche Butter
1 Ei

Für den Belag:
2 kg Zwetschgen/Pflaumen
130 g kalte Butter
100 g Mehl
100 g gemahlene Mandeln (oder Walnüsse)
1 TL Zimt
130 g brauner Zucker

Backpapier fürs Blech

(1) Mehl mit Salz und Zucker in einer Schüssel verrühren. Die Milch lauwarm werden lassen, die Hefe hinein bröseln, umrühren . Die Butter in Stücke schneiden und ebenfalls in die Milch geben. So wird sie richtig schön weich.
(2) Die Milchmischung mit dem Ei zum Mehl geben und mit einem Knethaken so lange bearbeiten, bis der Teig richtig zäh wird und nicht mehr am Schüsselrand haftet. Den Teig mit einem Tuch abdecken und an einem zugfreien, warmen Ort ca. 1 Stunde gehen lassen.
(3) Zwischenzeitlich die Zwetschgen vorbereiten. Waschen, trocknen, halbieren und den Stein entfernen. Auch die runden Pflaumen können benutzt werden, diese einfach je nach Größe vierteln oder sechsteln bis die Stücke in etwa so groß wie Zwetschgenhälften sind.
(4) Das Backpapier auf dem Blech auslegen. Den Teig nochmal kurz durchkneten. Dann entweder mit bemehlten Fingern oder einem bemehlten Nudelholz auf dem Blech ausrollen. Nochmal das Tuch drüber legen und 15 Minuten ruhen lassen.
(5) Zwischenzeitlich die Streusel machen. Dafür die kalte Butter in kleine Stücke schneiden. Mit Mehl, Nüssen, Zimt und Zucker  mit den Fingerspitzen zerreiben und leicht zusammendrücken, so lange bis kleine Streusel entstehen.
(6) Den Ofen auf 200°C vorheizen (Umluft 180°C ohne Vorheizen). Zwetschgen dicht an dicht auf dem Teig legen und die Streusel darauf verteilen.
(7) Den Kuchen auf der mittleren Schien ca. 35 Minuten backen. Abkühlen lassen und mindestens handwarm

genießen!

Quelle: Schinharl, C., Dickhaut, S. (2000): Basic baking. GU. p 75

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