Archiv der Kategorie: Slowcooker/Crockpot

Lauwarmer Auberginen-Fenchel-Salat aus dem Slowcooker

Für den letzten Sonntag stand das Bepflanzen meiner Balkonkästen auf dem Plan. Endlich ist es warm genug, damit es Spießer-Geranien und Petunien und anderen hübschen Blümchen auf dem Balkon gut geht :-) Und weil mein Rücken nach so einer längeren Aktion nicht gerne noch stundenlang in der Küche steht, wollte ich was im Slowcooker machen. Da kam mir die Facebook-Seite von BBC Good Food gerade recht, die ihrer Gefolgschaft auf Facebook vegetarische Rezepte für den Slowcooker präsentierte. Und die Aubergine aus dem Slowcooker lachte mich sofort an!

Die Zutaten mag ich alle, in der Kombination hatte ich sie noch nicht und schon etwas sommerlich. Nun gibt es ja Leute, die der Aubergine sehr skeptisch gegenüber stehen, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Menschen bisher einfach immer nur unzureichend gegarte Auberginen vorgesetzt bekommen haben. Wenn man der lila Eierfrucht wirklich Zeit gibt – sei es im Slowcooker oder im normalen Topf – wird sie cremig-zart mit wunderbarem Aroma. Ich kann nur jeden Auberginenskeptiker ermuntern, dem tollen Gemüse nochmal eine Chance zu geben.

Für diesen lauwarmen Salat wird das vorbereitete Gemüse roh in den Einsatz des Slowcookers geschichtet, gewürzt mit zusätzlich Korianderkörnchen und getrockneten Tomaten. Das gibt so ein richtig schönes Aroma zusätzlich zum Fenchel. Es duftet schon wunderbar aus dem Slowcooker, aber wenn die geneigte Leserschaft dann noch das frisch-würzige Dressing mit den Massen an Kräutern und Kapern darüber träufelt und mit dem salzigen Feta und knusprigen Mandeln bestreut – Ein Traum! Wirklich! Diesen lauwarmen Salat würde ich sofort als Vorspeise zu einem sommerlichen Menü servieren. Er macht wirklich was her, sowohl geschmacklich als auch optisch!

Lauwarmer Auberginen-Fenchel-Salat aus dem Slowcooker

Zutaten für 3 als Vorspeise (oder 2 als kleines Hauptgericht):
2 EL Olivenöl
1 kleine rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 kleine Aubergine (ca. 250 g)
1 kleine Fenchelknolle
150 g Kirschtomaten
3 halbe sonnengetrocknete Tomaten (ohne Öl)
1 TL Koriandersaat
Salz, Pfeffer

Für das Dressing:
1/2 kleines Bund Petersilie
1/2 kleines Bund Schnittlauch
2-4 Stengel Basilikum
1 TL Kapern
1/2 Zitrone, Saft
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zum Bestreuen:
50 g Feta
25 g gehobelte Mandeln

Slowcooker: 1,5 Liter
Zeit: 3-4 Stunden auf HIGH oder 6-8 Stunden auf LOW

(1) 1 El Olivenöl in den Slowcooker geben. Die Zwiebel und Knoblauch häuten. Die Zwiebel in dünne Halbringe schneiden, den Knoblauch durch die Presse geben. Beides zu unterst in den Keramikeinsatz geben und miteinander verrühren. Den grünen Teil der Aubergine entfernen und sie längs in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Mit dem restlichen Öl bestreichen. Von der Fenchelknolle die äußere Schicht abmachen, halbieren, Strunk heraus und in dünne Streifen schneiden. Die getrocknete Tomaten ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Die Tomaten halbieren. Auf die Zwiebelmischung die Hälfte der Auberginenscheiben legen, die Hälfte des Fenchels, der frischen und getrockneten Tomaten verteilen. Mit Salz, Pfeffer und der Hälfte des Korianders würzen. Dann die zweite Hälfte der Zutaten genau so schichten. Deckel drauf und auf HIGH 3,5 bis 4 Stunden garen oder bis die Auberginen wirklich weich sind. (Wer mehr Zeit hat, kann gerne 6-8 Stunden LOW nehmen)
(2) Für das Dressing die Kräuter grob hacken und mit dem restlichen Dressing mit Hilfe eines Pürierstab oder Blitzhackers ein cremiges, würziges Dressing mixen.
(3) Die Mandelblättchen in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze unter öfterem Umrühren goldbraun rösten. Aufpassen, dass sie nicht verbrennen, das geht schneller als man denkt.
(4) Die Auberginen mit einem Schaumlöffel aus der Form holen (die Flüssigkeit aus der Form wäre zu viel für den Salat), nett auf einem großen oder mehreren kleinen Tellern anrichten. Das Dressing drüber träufeln, den Feta darüber zerkrümeln und mit den Mandelblättchen bestreuen. Servieren.

Genießen!

Quelle: BBC Good Food – Slow cooker aubergines

Für den 3,5 l Slowcooker einfach nur die Zutaten verdoppeln und die Kochzeit etwas verlängern.

Klassiker aus Österreich – Gekochter Tafelspitz mit Bouillonerdäpfeln

Klassiker sind ja nicht umsonst Klassiker, oder? Einer der österreichischen Küche ist gekochte Tafelspitz, der zusammen mit in der Brühe gekochten Kartoffeln serviert wird. Tafelspitz haben die Eltern schon öfter gemacht und wird gern gegessen, so dass Frau Mama eines Tages mit einem Stück ankam, das sie eigentlich einfrieren wollte. Aber wieso einfrieren, wenn Töchting, also ich, es langsam im Schmormonster garen und dann noch Bouillonkartoffeln aus Frau Mamas momentanem Lieblingskochbuch („Wiener Küche“ von Frau Zii) zum Abendessen machen kann. Sozusagen ein Sonntagsessen zum Wochenanfang.

Gesagt, getan. Den Tafelspitz habe ich rechtzeitig am Vormittag aufgesetzt und auch das Gemüse für die Bouillonkartoffeln kann im selben Atemzug mit geputzt und geschnitten werden. Das entspannt die Arbeit am Abend. Die Garzeit des Tafelspitz im Schmormonster mag erstmal abschrecken, aber so eine Brühe wird ja mit kaltem Wasser aufgesetzt und da braucht der Topf einfach eine Weile, bis der ganze Inhalt auf Temperatur kommt, aber das ist auch voll okay, weil sich so die Aromen wunderbar entfalten und ich muss ja nicht pompomsschwingend daneben stehen ;-) Die Brühe kann schon ein Tag vorher zubereitet werden, nur dran denken, dass ihr das Fleisch dann mit Brühe bedeckt aufbewahrt, damit es nicht austrocknet. Denn das kann erstaunlich schnell gehen.

Die Bouillonkartoffeln an sich sind dann erstaunlich einfach zuzubereiten. Und es ist eine wunderbare Methode, um den Geschmack der Brühe zu verstärken. Dafür werden nämlich die Kartoffeln und noch ein wenig Suppengrün in der fertigen Brühe gegart, durch das Suppengrün wird der Geschmack der Brühe intensiviert, der gleichzeitig von den Kartoffeln beim Garen angenommen wird. Einfachste Kochphysik und ein Träumchen! In Frau Ziis Rezept werden in den letzten Minuten noch ein paar junge Möhrchen mitgegart, die perfekt dazu passen. Sie laugen nicht aus, genau der richtige Gargrad, nicht mehr knackig, aber auch nicht verkocht.

Eine wirklich schöne Kombination und zurecht ein Klassiker: zartes, aromatisches Rindfleisch, milde Brühe und zartes Gemüse. Perfekt! Wird es definitiv öfter geben!

Gekochtes Rindfleisch mit Bouillonerdäpfeln

Zutaten für 4-6 Portionen:
750 g Tafelspitz
1 Zwiebel
2 Möhren
1 Stück Sellerie
1 Pastinake oder Petersilienwurzel
1 TL Pfefferkörner
1 Lorbeerblatt
4 Pimentkörner
Salz
ca. 1-1,5 l Wasser

Slowcooker: 3,5 l
Zeit: 7-8 Stunden auf HIGH, 14 Stunden auf LOW

(1) Das Gemüse vorbereiten. Zwiebel mit Schale waschen, Wurzelende knapp abschneiden und halbieren. Möhren, Sellerie und Petersilienwurzel schälen und in mittelgroße Stücke schneiden. Das Gemüse zuerst in den Einsatz des Slowcookers geben. Die Pfefferkörner, Lorbeerblatt und Piment zugeben, ebenso 1-2 TL Salz. Den Tafelspitz obenauf legen und das kalte Wasser angießen.
(2) Den Deckel aufsetzen und entweder 7-8 Stunden auf HIGH oder etwa 14 Stunden auf LOW garen bis das Fleisch zart ist.
(3) Das Fleisch herausnehmen und bis zur Verwendung in einer Schüssel mit Wasser/Brühe bedeckt abkühlen lassen. So trocknet das Fleisch nicht aus. Die Brühe durch ein Sieb in einen größeren Topf gießen und kosten, ob noch Salz fehlt, eventuell nachsalzen.

Die Brühe ihrem Verwendungszweck zukommen lassen.

Für die Bouillonerdäpfel:
ca. 750 g festkochende Kartoffeln
2 Möhren
1 Stück Knollensellerie
1 Pastinake
1-1,25 l fertige Rindsbrühe
Salz, Pfeffer
6 junge Möhrchen
1/2 Stange Porree/Lauch
1 Bund Petersilie

(1) Das Gemüse vorbereiten. Die Kartoffeln, Möhren, Sellerie und Pastinake schälen. Die Kartoffeln in nicht zu kleine Würfel, das restliche Gemüse in halb so große Würfel wie die Kartoffeln schneiden. Das Gemüse waschen.
(2) 1 l der Brühe zum Kochen bringen. Die Kartoffeln und Wurzelgemüse hineingeben, salzen, pfeffern. Mit soviel Brühe auffüllen, dass das Gemüse knapp bedeckt ist. Das Gemüse ca. 15 Minuten bei mittlerer Hitze kochen bis die Kartoffeln weich sind, aber noch nicht zerfallen.
(3) Währenddessen die jungen Möhren schälen und den Porree in dünne Ringe schneiden. Die Petersilie fein hacken. 5 Minuten vor Ende der Garzeit die Möhren und Porreeringe in die Brühe geben.
(4) Den Tafelspitz in dünne Scheiben schneiden und zum Schluss mit in die heiße Brühe geben zum Erwärmen.

Das Fleisch mit der Brühe und dem Gemüse servieren. Ein wenig Petersilie drauf streuen.

Genießen!

Quelle: Bouillonerdäpfel nach Zimmel, S. (2015): Wiener Küche. Dorling Kindersley. München. p 83

Partysuppe entspannt – Gulaschsuppe aus dem Slowcooker

Seid ihr Silvester-Partytiere oder lasst ihr es gemütlich angehen? Ich bin ja der totale Silvestermuffel und verbringe den Abend am liebsten mit meiner Familie zu Hause. Leckere Kleinigkeiten zum Essen, alberne Unterhaltungen und hoffentlich gutes TV-Programm. Wir sind da sehr genügsam :-)

Meine deutschen Großeltern allerdings! Die haben in 50er und 60ern aber offensichtlich wilde Silvesterfeiern geschmissen:

Meine Großeltern 1956:

Ha! Das Photographieren von Essen ist keine neumodische Erfindung:

Jungejungejunge! Leider kann ich die beste Oma von allen nicht mehr fragen, was es damals genau zu Essen gab, aber bestimmt waren Mitternachtssuppen schon beliebt. Ich meine, wer könnte einer schön herzhaften Suppe widerstehen, wenn er verfroren aus der Kälte kommt, nachdem alle Raketen und Böller abgeschossen sind. Und ich glaube, ein bisschen Alkohol im Körper kann den Schmacht auf so ein Gericht auch steigern ;-)

Aber wenn man schon eine Party schmeißt, ist man auch froh, wenn sich manche Sachen von selbst erledigen. Und da kommt der Slowcooker ins Spiel. Während ihr die Wohnung auf Vordermann bringt und dekoriert und andere Kleinigkeiten zubereitet, schmurgelt diese Gulaschsuppe langsam im Slowcooker vor sich hin und ihr müsst Euch nicht drum kümmern, außer maximal 20 Minuten in die Vorbereitungszeit investieren. Die nächsten 8-10 Stunden könnt ihr den Slowcooker getrost vergessen.

Und die Suppe ist wirklich lecker und schmeckt tatsächlich ungarisch. Ich habe Gabis Rezept nur durch die Zugabe der Petersilienwurzel geändert, weil die nunmal an ungarische Suppen gehört. Wenn ihr also zufällig Petersilienwurzeln seht, greift dringend zu! Sie sollten momentan auf jedem Wochenmarkt oder in osteuropäischen Supermärkten zu finden sein. Sie bringen ein angenehm Aroma in die Suppe wie sonst kein anderes Gemüse. Merkt man, dass ich so ein bisschen verliebt in die Petersilienwurzel bin? Ansonsten ist das Fleisch wunderbar zart, das Gemüse noch angenehm bissfest und nicht zerkocht. Der Sud wird schön würzig durch die lange Zeit im Slowcooker, so dass die Aromen sich richtig gut miteinander verbinden können. Ich war sehr begeistert! Wird es öfter geben!

Wer jetzt allerdings keinen Slowcooker sein eigen nennt, der kann trotzdem eine tolle Gulaschsuppe kochen. In diesem Beitrag zeige ich, wie es auch auf dem normalen Herd geht.

Gulaschsuppe aus dem Slowcooker

Zutaten für 4-6 Portionen:
250 g Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
250 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
250 g Möhren und Petersilienwurzel gemischt
2 Paprikaschoten
500 g Schweinegulasch
2,5 EL Butterschmalz oder Schmalz
1 Tl Paprikapulver rosenscharf
4 TL Paprikapulver edelsüß
2 EL Tomatenmark
750 – 900 ml Brühe (oder Wasser)
Salz, Pfeffer
1 TL Kümmel

Zum Servieren:
feingehackte Petersilie
Saure Sahne
frisches Brot

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Die Kartoffeln und Wurzelgemüse schälen und in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Aus den Paprikaschoten die Kerne entfernen und in ca. 1,5-2 cm große Würfel schneiden.
(2) 1 EL Butterschmalz in einer großen Pfanne erhitzen. Die Würfel der Kartoffeln und Wurzelgemüse bei hoher Hitze anbraten.  In den Einsatz des Slowcookers geben, Deckel drauf und auf HIGH stellen.
(3) Einen weiteren EL des Butterschmalz‘ in der Pfanne erhitzen. Das Fleisch bei hoher Hitze von allen Seite braun anbraten. In den Einsatz geben.
(4) Den Rest Butterschmalz wieder in der Pfanne erhitzen, diesmal auf mittlerer Hitze. Die Zwiebelwürfel langsam anbraten bis sie leicht braun sind. Die Pfanne vom Herd nehmen und die beiden Sorten Paprikapulver unterrühren. Ebenso den Knoblauch. Wieder auf den Herd stellen. Das Tomatenmark gut hinein rühren und so lange braten bis das Paprikapulver duftet, aber nicht verbrennt, sonst wird es bitter. Mit einem großzügigen Schluck der Brühe ablöschen und alles in den Slowcookereinsatz geben.
(5) Die Paprikaschotenstückchen hinzufügen, mit Salz, Pfeffer und Kümmel würzen. Die restliche Brühe zugießen und umrühren. Deckel drauf und 8-9 Stunden auf LOW garen oder 4-5 Stunden auf HIGH. Oder bis die Kartoffeln und Möhren/Petersilienwurzeln gar sind.

Auf den Tellern dann mit der Petersilie und Saurer Sahne garnieren.

Genießen!

Quelle: Crocky-BlogGulaschsuppe ungarisch

Entspannt in der Vorweihnachtszeit – Salisbury Steak

Wie kriegt Ihr das mit dem Weihnachtstrubel so hin? Könnt Ihr gelassen bleiben und reduziert den Arbeitsaufwand oder verfallt ihr in Hektik? Wir versuchen den Stress und die Zeit in der Küche soweit es geht, zu reduzieren. Frau Mama möchte halt gerne so Zeit mit uns verbringen und mich nicht nur in der Küche sehen. Wobei ich da manchmal ja auch kein Problem habe und gerne in der Küche stehe und vor mich hinwerkel *g* (Wozu habe ich sonst diesen kleinen Blog?!?) Es schadet jedenfalls nicht an den Tagen vor Weihnachten einfache, herzhafte Gerichte in petto zu haben (Konteressen bei dem ganzen Süßkram), die sich selbst basteln, während Ihr den Weihnachtsbaum, Weihnachtsbraten oder Weihnachtsgeschenke besorgt.

Diese amerikanische Version eines Klops mit Sauce, genannt Salisbury Steak ist ideal dafür. Die Vorbereitungszeit beträgt maximal 15 Minuten und dann kann es locker 4 Stunden unbeaufsichtigt vor sich hin köcheln. Erfunden wurde es von einem Dr. Salisbury zum Zwecke der Gewichtsreduzierung bei der Diät mit wenig Kohlehydraten. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist es unter dem Namen „Salisbury Steak“ bekannt, auch wenn das für einen Deutschen eher seltsam klingt, weil wir ja mit dem Wort „Steak“ ein anderes Fleischstück assoziieren. Mittlerweile hat es sich zu einem Standardgericht der US-amerikanischen Küche entwickelt und ist im ganzen Land beliebt. Aber nicht nur dort, in einem Buch über japanische Alltagsküche fand ich ebenfalls eine Version unter dem Namen „Hambāgu (ハンバーグ)“, die ich auch nochmal ausprobieren möchte. Schon faszinierend, wie sich so eine einfache Frikadelle mit Sauce doch weltweit durchgesetzt hat.

Dieses Rezept hatte ich in der Facebook-Gruppe „Slowcooker Girls & Boys“ gefunden und muss sagen, es war äußerst schmackhaft und wird definitiv in den Standard aufgenommen. Zartes Fleisch mit einer würzigen Sauce in angenehmer Konsistenz dazu. Als Kind hätte ich es sehr gemocht!

Salisbury Steak

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
100 g Champignons
1/2 Zwiebel
150 ml Brühe
1 EL Ketchup
1 TL Dijon Senf
1 El gehackte Petersilie
1 EL Speisestärke
2 EL kaltes Wasser

Für die Steaks:
400 g Hackfleisch
1 Eigelb
1/2 Zwiebel
2 EL Semmelbrösel
1,5 EL Milch
1/2 Knoblauchzehe
Salz, Pfeffer

1 EL Öl

Slowcooker: 1,5 l
Zeit: 4-5 Stunden
Stufe: LOW

(1) Das Übliche: erst das Gemüse vorbereiten. Von den Champignonstielen die Enden abschneiden, mit einem Tuch den groben Dreck abmachen und in Scheiben schneiden. Die Zwiebel fein würfeln, die Knoblauchzehe ebenfalls. Die Champignonscheiben in den Slowcookereinsatz geben.
(2) Hälfte der Zwiebeln mit Knoblauch mit den übrigen Zutaten der Steaks gut verkneten. Zu 4 flachen Frikadellen formen.
(3) 1/2 EL in einer Pfanne erhitzen und die Frikadellen etwa 3 Minuten pro Seite anbraten und auf die Pilze in den Slowcooker setzen. Das restliche Öl erhitzen, die übrigen Zwiebeln darin glasig andünsten. Mit der Brühe ablöschen. Ketchup und Senf unterrühren. Die Sauce über die Salisbury Steaks in den Slowcooker gießen.
(4) Deckel aufsetzen und ca. 4 Stunden auf LOW garen.
(5) Die Speisestärke mit dem Wasser in einer kleinen Tasse klümpchenfrei verrühren. Die Frikadellen rausnehmen und mit Folie abgedeckt warm stellen. Die aufgelöste Stärke in die Sauce rühren. Slowcooker auf HIGH stellen und offen so lange köcheln lassen bis es andickt.

Die Steaks zusammen mit der Sauce anrichten. Dazu passt Kartoffelbrei/Nudeln und eine Gemüsebeilage oder Salat nach Wahl.

Genießen!

Quelle: aus der Facebook-Gruppe „Slowcooker Girls & Boys“

Natürlich kann das Gericht auch auf einem normalen Herd gekocht werden. Dafür die geformten Frikadellen in einer Pfanne mit Deckel anbraten. Die Klopse rausnehmen und zur Seite stellen. In der Pfanne die Pilze und Zwiebelwürfelchen anbraten, würzen, mit der Brühe ablöschen und die restlichen Zutaten unterrühren bis auf die Stärke und Wasser. Die Frikadellen wieder rein setzen, Deckel drauf und bei mittlerer bis geringer Hitze etwa 20 Minuten schmurgeln bis alles gar ist. Die Klopse rausnehmen, Hitze hochstellen und die mit Wasser verrührte Stärke unterrühren und so lange kochen lassen bis die Sauce andickt. Alles zusammen servieren!

Unkompliziert perfekt winterlich: Balkan-Kohltopf aus dem Slowcooker

Die Zeit der Eintöpfe und Schmorgerichte ist schon seit ein paar Wochen über uns und was passt das besser als den kleinen Slowcooker wieder rauszuholen. Aber so wirklich weit weg war er bei mir auch in der warmen Jahreszeit nicht, weil mir die Schmormonster doch so einiges an Kraft und Zeit spart.

Jetzt im Winter ist es offensichtlich vorbei mit der herrlichen Pracht an frischem Gemüse wie Zucchini, Aubergine und Tomaten, die leeren Töpfe auf dem Balkon sehen schon traurig vereinsamt aus. Aber dafür gibt es die anderen leckeren Lagergemüse wie diverse Kohl- oder Kürbissorten. Warum also nicht nutzen und leckere Schmorgerichte daraus zaubern.

Im „Slowcooker für 2“ ist ein Rezept enthalten, dass mich frappierend an den geliebten Hackschmorkohl erinnert, nur dass die Kartoffeln schon drin sind und die Würzung sich eher am Balkan orientierte mit Ajvar und Paprikapulver. Prinzipiell ist es auch schnell zusammen gestellt. Wer jetzt morgens aber nicht zu solche koordinativen Leistungen wie unfallfreies Kartoffelhobeln fähig ist, kann die Zutaten schon am Abend vorher vorbereiten, kühl zwischenlagern und am Morgen schnell in den Einsatz geben und anstellen.

Und nach der Arbeit (oder Ausflug, Gartenarbeit etc.) wird man mit einem wunderbar würzigen, sättigenden Eintopf, der herrlich von innen wärmt, belohnt.

Balkan-Kohltopf aus dem Slowcooker

Zutaten für 2 größere Portionen:
1 EL Butter
200 g Kartoffeln
200 g Weiß- oder Spitzkohl
Salz, Pfeffer
1 Prise Kümmel
1/2 bis 1 TL Paprikapulver edelsüß
1 EL Öl
250 g Hack
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
125 ml Wasser
50 g Ajvar

Zum Servieren:
50 g Feta

Slowcooker: 1,5 l
Stufe und Zeit: 6-6,5h auf LOW oder 3,5h auf HIGH

(1) Zuerst den Einsatz des Slowcookers mit der Butter einfetten.
(2) Das Gemüse vorbereiten. Die Kartoffeln schälen und in 2 mm dünne Scheiben hobeln. In den Keramikeinsatz schichten, leicht salzen und pfeffern. Den Kohl in ca. 3 mm dicke Streifen schneiden, mit Salz, Pfeffer und Kümmel etwas durchkneten und auf die Kartoffeln geben.
(3) Zwiebel und Knoblauch häuten. Zwiebel fein würfeln, Knoblauch durch die Presse drücken. Das Öl in einer Pfanne erhitzen und das Hack mit Zwiebel und Knoblauch darin krümelig braten. Mit Salz, Pfeffer und dem Paprikapulver würzen und in den Slowcooker auf die Kohlstreifen geben.
(4) Das Wasser gut mit dem Ajvar verrühren und über den Kohltopf gießen.
(5) Deckel aufsetzen und auf HIGH ca. 3,5 Stunden garen lassen.
(6) Den Feta über das Hack krümeln und servieren.

Genießen!

Quelle: Westphal, U., Frankemölle, G. (2015): Slowcooker für 2. p 55

Hähnchenragout Gärtnerin Art aus dem Slowcooker

Es gibt genau ein Fertiggericht, dem weder Zwerg (meine kleine Schwester) noch ich widerstehen können: Hähnchenfilet Gärtnerin Art. Das ist ein helles Ragout aus angebratener Hähnchenbrust mit diversen Gemüse mit drin. Einfach nur Reis dazu und wir sind glückselig! Aber irgendwie hat uns immer gestört, dass wir das nicht selbst gemacht haben. Dann machte Zwerg in ihrem kleinen Slowcooker ein Hühnerfrikassee-Rezept und meinte, es schmeckt dem geliebten Fertigfutter sehr ähnlich. Daraufhin probierte ich ein wenig aus und – Tadaa! – es gelang! Ja, es ist ein wenig aufwendiger als andere Slowcooker-Rezepte, wo man die Zutaten nur rein schmeißen muss. Aber der Geschmack! Der Geschmack! Würzige Sauce, zartes Hähnchenfilet, köstliches Gemüse! Ich war sehr begeistert! Das wird es ab sofort öfter geben!

Für diejenigen, die es auf dem Herd kochen wollen, würde ich das Fleisch anbraten und zur Seite stellen. Das Gemüse gröber schneiden und in der Gemüsebrühe zusammen mit dem Fleisch langsam garen (so 20 Minuten?) und dann zum Schluss eben die Sahne mit der Stärke vermischen und unterrühren. Petersilie drauf und fertig. Ich weiß, die geneigte Leserschaft kann kochen und auch dieses Gericht für sich für den Herd umbauen. Ich glaube an Euch! :-D

Hähnchenragout Gärtnerin Art

Zutaten für 3 Portionen:
1 große Karotte
70 g grüne Bohnen
150 g Blumenkohl
400 g Hähnchenbrustfilet
Salz, Pfeffer
1 EL Öl
200 ml Gemüse- oder Geflügelbrühe
100 g Sahne
2 TL Speisestärke
1/2 Bund Petersilie

Slowcooker: 1,5 l
Zeit: 4 Stunden plus 30 Minuten
Stufe: LOW plus HIGH

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Die Möhre schälen und in dünne Scheiben schneiden, die Enden von den Bohnen entfernen und je nach Größe halbieren oder dritteln. Den Blumenkohl in kleine Röschen teilen. Das Gemüse in kochendem Salzwasser vorkochen. Erst die Möhrenscheiben für 2 Minuten kochen, dann den Rest zugeben und nochmals 2 Minuten garen. Abgießen und in den Einsatz des Slowcookers geben.
(2) Das Hähnchenbrustfilet waschen, trocknen und in mittelgroße Würfel schneiden. Das Öl in einer Pfanne hoch erhitzen. Die Hähnchenwürfel von beiden Seiten kurz braun braten, dabei wirklich hohe Hitze benutzen und nicht sofort umrühren. Salzen und pfeffern. Herausnehmen und in den Slowcooker geben. Das ganze mit wenig Salz und Pfeffer würzen, Gemüsebrühe zugießen. Deckel drauf und auf LOW 4 Stunden garen lassen.
(3) Die Petersilie fein hacken. Die Sahne mit der Speisestärke klümpchenfrei verrühren.
(4) Nach den 4 Stunden den Slowcooker auf HIGH stellen und die Sahnemischung unterrühren. Deckel drauf und nochmals 30 Minuten zum Andicken garen. Zum Schluss die Petersilie unterrühren und abschmecken.

Mit Reis oder Pellkartoffeln servieren.

Genießen!

Ungarisch gefüllte Paprikaschote aus dem Slowcooker

Bald ist die Saison wieder vorbei und meine geliebten ungarischen Spitzpaprika verschwinden wieder bis zum nächsten Sommer aus den hiesigen Supermärkten *seufz* Aber bis dahin schlummert immer eine Packung in meinem Kühlschrank und es wird eine Version der Heiligen Dreifaltigkeit der Spitzpaprika gebastelt.

Irgendwie hatte ich dieses Jahr noch gar keine gefüllte Paprikaschote – dafür aber echt oft Letscho *g* – und deswegen zeige ich Euch mal die etwas veränderte Version, die ich im Slowcooker vor sich hinköcheln lasse. Die Würzung der Füllung ist etwas raffinierter und durch die Zeit im Slowcooker wird das Fleisch wunderbar zart. Ich habe das Gefühl durch das extremst langsame Garen löst sich auch nicht so schnell die Haut der Paprika, so dass das Essen angenehmer bleibt. Sowohl die Mischpoke als auch ich machen sie nur noch so :-) So, und jetzt ab zum Supermarkt mit Euch, schnappt Euch die letzten hocharomatischen Paprikaschoten und schmort Euch diesen Klassiker der ungarischen Küche!

Ungarisch gefüllte Paprikaschote aus dem Slowcooker

Zutaten für 4 großzügige Portionen:
500 g ungarische Spitzpaprika
80 g Langkornreis
600 g gemischtes Hackfleisch
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Ei
Salz, Pfeffer
2 TL Paprikapulver edelsüß
3 TL gehackte Petersilie

Für die Sauce:
1 Zwiebel
1 EL Öl
1 Prise Zucker
700 g passierte Tomaten
Salz, Pfeffer

Slowcooker: 3,5 l
Zeit und Stufe: 3,5-4,5 Stunden HIGH oder 7 – 8 Stunden LOW

(1) Die Paprikaschoten waschen, trocknen, den Strunk abschneiden und vorsichtig mit den Fingern die Kerne aus dem Innern entfernen. Es wird keiner umkommen, wenn ihr ein paar nicht erreicht und sie drin bleiben ;-)
(2) Den Reis in ein irdenes Gefäß geben, mit soviel Wasser wie Reis bedecken und in der Mikrowelle auf höchster Stufe 4 Minuten vorkochen oder normal im Topf in kochendem Salzwasser 8 Minuten. Abkühlen lassen.
(3) Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Mit dem Hackfleisch, Reis, Ei, Gewürzen und Petersilie gut verkneten. Portionsweise in die Paprikaschoten stopfen und in den Slowcooker legen. Die übriggebliebene Hackmasse zu größeren Bällchen formen und ebenfalls auf die Schoten in den Einsatz legen.
(4) Für die Sauce die Zwiebel fein würfeln. Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Mit Zucker bestreuen und etwas karamellisieren lassen. Die passierten Tomaten zugießen, mit Salz und Pfeffer würzen, aufkochen lassen. In den Slowcooker gießen.
(5) Deckel drauf und ca. 3,5-4 Stunden bei HIGH oder 7-8 Stunden auf LOW garen.

Zusammen mit Kartoffeln und etwas Saurer Sahne servieren.

Genießen!

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