12 von 12 im Februar

Oh  Gott, bald steht schon der 12. März vor der Tür und ich habe noch nicht mal Februar verbloggt. Dabei habe ich momentan ja einiges an Zeit, aber irgendwie verplempere ich die bzw. bin mit anderen Sachen wie Bewerbungen schreiben und den Folgen beschäftigt … Dabei habe ich Euch doch einiges zu erzählen und zeigen und stehe rezeptetechnisch immer noch bei Weihnachten *seufz* Ich reiß mich mal am Riemen, lass YouTube YouTube sein und schreibe ein bisschen *g*

Ich vergaß an dem Sonntag, dass der 12. war, so dass das erste Bild mein Sonntagsfrühstück bestehend aus einer Scheibe Brot mit Frühlingszwiebelrührei, etwas Mango und Kakao war:

Das obligatorische Himmelsbild kam dementsprechend auch später, obwohl ich schon seit 6 Uhr wach war:

Nach dem Frühstück etwas Zahnhygiene:

Ich versuche gerade etwas Ruhe in meinen Kopf zu kriegen durch Meditation, aber irgendwie will das noch keine Gewohnheit werden. Es tut mir gut, aber ich denke einfach nicht dran Hmpf.

Ein Sonntag ist kein Sonntag ohne die „Sendung mit der Maus“ und das Sonntagsmärchen danach.

Mittagessen waren die Reste vom freitäglichen Székely káposzta einfach mit einer Scheibe Brot dazu. Gott, ich liebe dieses Essen!

Danach etwas Entspannung mit einem interessanten Buch – Michael Pollans „Cooked: A natural transformation„.

Auch die Fischies machen schon rabatz und wollen Futter haben. Kriegen sie natürlich!

Teil 2 der sonntäglichen Körperhygiene.

Sisyphos lässt grüßen:

Es gibt nicht nur Sonntagsfrühstück und Sonntagsessen. Nein, bei uns in der Familie auch ein Sonntagsabendbrot. Das wird eine überbackene Schnitte! Darauf von unten nach oben: Brot, dünn Butter, Wurst (an dem Abend rumänische Fleischwurst), Obst nach Wahl, Marmelade-Senf-Mischung, Käse. Das ganze wird in den Ofen geschoben bis der Käse verlaufen ist. Yummie!

Noch ein wenig TV geguckt und gute Nacht!

Ein typischer, unproduktiver langweiliger, erholsamer Sonntag *g*

Französischer Salat zu Heiligabend oder jede andere Party

Wir haben zwar schon Februar, aber weiter geht es jetzt mit der Festtagsberichterstattung, weil da doch einige Gerichte bei waren, die ich der geneigten Leserschaft vorstellen möchte.

Frau Mama beschloss, dass es Heiligabend Kartoffelsalat mit Würstchen geben soll, weil das so schön unaufwendig ist. Nun gut, mir ist es etwas zu wenig feierlich, aber wer bin ich Frau Mama zu widersprechen ;-) Aber damit wenigstens ein bisschen blogbares Material rumkommt, einigten wir uns auf unseren Familienkartoffelsalat und Französischen Salat, den ich nur von ungarischen Feierlichkeiten wie Geburtstags- oder Schulabschlussfesten im Familienkreis kenne. Früher fand ich ihn nicht so prickelnd, mir war es immer zu viel Mayonnaise, die den Geschmack von den ganzen anderen, einfachen aber durchaus köstlichen Zutaten überdeckt hat. Aber seit ich mich so ein bisschen an Mayo gewöhnte, meine eigene gelingsichere, eifreie Version mache und die Zutaten alle frisch vorbereite, mag ich den auch sehr gerne. Nur die Familie musste noch mit einem Praxistest überzeugt werden …

Das Rezept habe ich ein wenig abgewandelt nach dem überaus geschätzten „Österreich vegetarisch“, indem ich noch ein bisschen Apfel ergänzte (ja, ist in der Variante meiner Cousine tatsächlich drin) und ein bisschen an den Mengen der Zutaten schraubte. Sie erschienen mir doch ein bisschen zu wenig für vier Portionen … Es ist einfach und schnell zubereitet, die geneigte Leserschaft sollte nur ein wenig Zeit zum Durchziehen einplanen. Dann schmeckt der französische Salat einfach besser! Frau Mama und ich waren begeistert, der Rest der Mischpoke hielt sich lieber an den Familienkartoffelsalat *g*

Und so sah ein Ausschnitt der Realität an Heiligabend bei uns aus: Schüssel mit Rest Französischem Salat und einer großen Schüssel von Herrn Papa ausgebackenen Schnitzelchen :-)

Französischer Salat

Zutaten für 4 Portionen:

Für das Dressing:
1 Portion eifreie Mayonnaise
Spritzer Worcestersauce
1 EL Schmand
Salz, Pfeffer

Für den Salat:
ca. 250 g gekochtes Gemüse in Würfel geschnitten
(z.B. Karotten, Petersilienwurzeln, Sellerie)
ca. 200 g festkochende Kartoffeln, gekocht, gepellt, in Würfel
1/2 Apfel, gewürfelt
4 EL TK-Erbsen, kurz gekocht
Salz, Pfeffer
Spritzer Zitrone

Zum Garnieren:
Cocktailtomaten
Kresse

(1) Die Mayonnaise zubereiten. Dann die Mayo mit dem Schmand und der Worcestersauce vermischen. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.
(2) Das Gemüse mit den Kartoffeln, Apfelwürfeln und Erbsen vermischen, die Salatsauce unterrühren. Eventuell mit Salz, Pfeffer und einem Spritzer Zitrone abschmecken.
(3) Etwas ziehen lassen. Mit Kresse und Tomätchen garnieren.

Dazu passen Frikadellen jeglicher Couleur, Paniertes aus Fleisch oder Gemüse.

Genießen!

Quelle: Seiser, K., Neunkirchner, M. (2012): Österreich vegetarisch. Brandstätter Verlag. Wien. p222

Den Rest des Abends verbrachten wir gemütlich: neben dem obligatorischen Weihnachtsmärchen, probierten wir Zwergs Geschenk aus *g* Ein spaßiges Spiel, dass wir als Kinder in Ungarn schon liebten :-)

Süße Verführung – Die Buchtel-Challenge

 

Kennt ihr Buchteln? Diese süßen, Brötchen gefüllt mit Marmelade? Ich kenne sie von der ungarischen Seite der Familie, aber vom norddeutschen Teil überhaupt nicht … Aber kann auch einfach daran liegen, dass Frau Mama nicht unbedingt der weltgrößte Freund von süßen Mittagessen ist. Aber auch ich brauche definitiv noch was herzhaftes vorneweg, sonst ist mir den ganzen restlichen Tag übel, bis ich eine Scheibe Salami zwischen die Zähne kriege ;-)

Eigentlich wollte ich die Buchteln schon beim letzten Heimatbesuch machen, aber mein Körper schrie nach Ruhe nach der stressigen Prüfungszeit. Also hab ich schnell Freitagvormittag den Teig angesetzt. Glücklicherweise ließ sich das Rezept unproblematisch halbieren, so dass ich nur vier Buchteln buk. Zuerst kam mir die Zuckermenge im Teig ziemlich wenig vor, aber wenn man bedenkt, dass sie ja noch mit süßer Marmelade gefüllt werden und in einer ausgezuckerten Auflaufform backen, passt das alles sehr gut! Der Teig ist nach dem Kneten noch ein bisschen klebrig, was sich aber beim Gehen verliert. Er lässt sich danach wunderbar verarbeiten.

Probiert es ruhig aus, egal ob zum Nachmittagskäffchen oder als süßes Mittagessen. Süße, fluffige, knusprige Küchelchen. Großartig!

Süße Buchteln mit Marmeladenfüllung

Zutaten für 4 Stück:
200 ml Milch
1/4 Würfel Hefe
200 g Dinkelmehl Type 63025 g weiche Butter
1/2 TL geriebene Bio-Zitronenschale
1/2 Tl Salz
15 g Zucker
1 Ei

Mehl zum Bearbeiten

4 EL feste Konfitüre nach Wahl (hier Brombeer-Vanille)
15 g Butter
1 TL Puderzucker
Butter und Zucker für die Form

(1) Zuerst den Vorteig bereiten. Dafür die Milch lauwarm erhitzen (nicht zu heiß, das mag die Hefe nicht). 4 EL davon abnehmen, die Hefe reinbröseln und verrühren. 2,5 EL des Mehl unterrühren und an einem zugfreien Ort etwa 20 Minuten gehen lassen.
(2) Eine kleine Auflaufform (hier rund mit 20 cm Durchmesser) mit Butter ausfetten und Zucker ausstreuen.
(3) Zum restlichen Mehl die Butter, Zitronenschale, Salz, Zucker und Ei geben. Den Vorteig und übrige Milch unterkneten bis ein leicht klebriger, aber homogener Teig entstanden ist. Eventuell braucht ihr etwas mehr, dann einfach noch 1/2 El oder so dazu geben. Die Schüssel abdecken und an einem zugfreien Ort (z.B. im ausgeschalteten Ofen) etwa 1 Stunde gehen lassen bis sich das Volumen verdoppelt hat.
(4) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(5) Den Teig mit bemehlten Händen nochmal kurz durchkneten. In vier Portionen teilen. Jeden Teil mit bemehlten Händen in einen handtellergroßen Fladen formen, mit 1 EL Marmelade füllen und gut verschließen.
(6) Die Butter schmelzen, die Buchteln kurz dadurch ziehen oder mit bestreichen und in die vorbereitete Auflaufform setzen.
(7) Auf die untere Schiene in den vorgeheizten Ofen setzen und 25-30 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn sie von oben goldbraun sind. Herausnehmen und etwas abkühlen lassen.

Pur oder mit Vanillesauce servieren.

Genießen!

Quelle: Brigitte 02/2017 Seite 143

Und guckt doch auch mal bei den anderen Damen vorbei, die mitgemacht haben:

12 von 12 im Januar – Die ich-bin-krank-und-hab-bald-Prüfung-Edition

Vor zwei Wochen war der 12. Tag des Januars. Und die geneigte Leserschaft weiß, was das bedeutet: ich zeige Euch zwölf Bilder meines Alltags.

Da ich die Woche mit einer fetten Erkältung krankgeschrieben war, weckte mich kein Wecker, sondern nur die verstopfte Nase und der schmerzende Hals.

Ein bisschen frische Luft auf dem Balkon schnappen und feststellen, dass die Balkonpflänzken auch im tiefsten Winter durstig sind.

Dabei gleich das obligatorische Himmelsbild gemacht:

Ich bin meist früher wach als mein Magen, deshalb frühstücke ich auch eher spät:

Danach ein wenig Körperhygiene.

Und den Vormittag nutzen, um ein bisschen zu lernen. Viel war kräftemäßig nicht drin :-/

Auch die Verwandlung zum Koalabärchen wurde weiter voran getrieben:

Für’s Mittagessen wurden nur die Kartoffeln frisch gekocht, die Gehackte Stippe war eingefroren und musste nur aufgetaut und erwärmt werden. Vorräte rocken!

Danach war erstmal entspannen mit einem Kochbuch angesagt. Da lachen mich etliche Rezepte draus an :-)

Na gut, ein bisschen Haushalt! Ich muss sagen, ich liebe meinen Geschirrspüler heiß und innig. Lieber räume ich ihn ein und aus, als andauernd per Hand abzuwaschen. Was für eine Erleichterung!

Abendbrot. Und nein, das ist keine Maracuja auf der Wurst oben rechts, sondern finnische Gurken-Senf-Sauce. So ein geiles Zeug!

Zum Tagesabschluss gab es noch drei Klicks der „Raven Boys“ und das damalige Lieblingsmedikament. Ich liebe es, wenn ich durch die Nase Luft kriege!

Und wer neugierig auf anderer Leute Leben ist, kann gerne bei Caro von „Draußen nur Kännchen“ vorbei schauen, dort gibt es noch viel mehr Januar-12von12 :-)

Herbst auf Rügen – Grenzentesten: Stürmischer letzter Tag

Mein letzter Tag, Frau Kochschlampe blieb noch eine Nacht länger. Es war immer noch stürmisch und der Himmel dramatisch.

Frau Kochschlampe wollte noch ein wenig am Strand rumhühnern, während ich auf Mitbringseljagd ging. Aber zuerst bestaunten wir noch das stürmische Meer vom immer schmaler werdenden Strand aus …

… gingen zur Seebrücke, die mittlerweile gesperrt war. Da waren aber auch wirklich große Wellen, die anrollten.

Ich erledigte die Besorgungen und packte meine Siebensachen, während Frau Kochschlampe dieses Prachtexemplar von Regenbogen knipsen konnte:

Mittag aßen wir nochmal auswärts im „Peter Pane“ an der Strandpromenade. Wir entschieden uns für das Mittagsmenü, bei dem wir mit einem Geldaufschlag zum Burgerpreis noch Pommes und Kaltgetränk bekamen. Ich wählte den „Waldmeister“-Burger, der sehr köstlich war. Aber wieder das alte Problem: es ist immer viel zu viel für meinen Magen und es bleibt leider viel übrig. Die Kinderportion durfte ich leider nicht nehmen, weil sie tatsächlich nur bis 12 Jahren ist. Hmpf. Aber war trotzdem lecker, knusprige Pommes und saftiger, würziger Burger:

Nachmittags begleitete Frau Kochschlampe mich noch zum Bahnhof (sie zog sogar meinen Koffer, danke schön :-*) und ich düste ab Richtung Rostock.

Es waren schöne und entspannte Tage! Frau Kochschlampe ist die beste Reisebegleitung, die ich mir wünschen kann. Und Rügen hat noch so viel mehr, dass sich lohnt zu entdecken. Vielleicht konnte ich Euch ja Lust auf ein paar Tage auf Deutschlands größter Insel machen! Ich war bestimmt nicht das letzte Mal dort!

Adresse:
Peter Pane – Binz Strandpromenade
Strandpromenade 23
18609 Binz

Telefon: 038393 666346
Internet: http://www.peterpane.de/restaurants/binz-strandpromenade/

Herbst auf Rügen – Grenzentesten: Essen in der „Strandhalle“

Am Abend nach dem langen Spaziergang nach Prora hatten wir noch eine Verabredung, auf die ich mich sehr freute. Ich bin kein Mensch, der viele Freunde hat. Ein paar sind allerdings doch vorhanden, nur leider weit verstreut. Aber passenderweise wohnt die beste aller Pharmazeutinnen, die ich vor vier Jahren im Krankenhaus kennenlernte, in Bergen auf Rügen. Und was lag da näher als sich zu treffen, wenn ich schon mal auf der Insel weile. Es war schwierig, aber wir fanden einen Termin und Kati konnte auch für Dienstagabend noch einen Tisch im Restaurant „Strandhalle“ ergattern.

Das Restaurant liegt direkt am östlichen Ende der Promenade und hat einen wunderbaren Blick auf die See. Das Gebäude wurde früher tatsächlich als Winterlager für Strandkörbe genutzt, der Name kommt also nicht von ungefähr.

Wir brauchten ein bisschen, um uns zu entscheiden, aber dann stand der Plan! Frau Kochschlampe entschied sich als erstes für eine Vorspeise namens „Hermelin“:

Das ist eingelegter Camembert mit Kräuterpesto, ein paar speziellen Gewürzen und Weißbrotchips. Frau Kochschlampe fand es sehr gelungen. Wieso habe ich eigentlich nicht gekostet? Jedenfalls ist das Ursprungsrezept tschechisch, aber eben mit Rügener Badejunge, einem Camembert der noch tatsächlich auf Rügen produziert wird, aber die Firma ist am Überlegen, ob sie die Produktion nach Thüringen verlegt, was den Namen aber ad absurdum führen würde … Und der Rügener Badejunge ist tatsächlich der am meisten verkaufte deutsche Camembert. Erstaunlich.

Dann kamen die Hauptgerichte. Ich hatte mir Edel-Labskaus bestellt. Dabei waren neben Medaillons aus Kalbsrücken feines Kräutermatjestatar und Kartoffel-Rote Bete-Stampf auf meinem Teller zu finden, dazu ein Spiegelei und Gewürzgürkchen. Ein großartiges Gericht, wirklich fein und köstlich!

Frau Kochschlampe hatte einen Teil vom veganen Menü: Sous-vide gegartes Wurzelgemüse mit Kräuter-Kartoffelstampf. Hat ihr auch sehr gut geschmeckt!

Ich muss nochmal kurz ein paar Worte zu vegetarischem Essen in Restaurants verlieren. Hier war es jetzt kein Problem für Frau Kochschlampe, die ja lebenslange Vegetarierin ist, etwas zu finden. Das Restaurant war so ambitioniert, dass es sogar ein komplett veganes Menü anbietet. Frau Kochschlampe hätte sich aber gerne etwas mit mehr Käse oder anderen Milchprodukten gewünscht (Ei mag sie in sichtbarer nicht wirklich…). Jammern auf hohem Niveau ;-) Aber in anderen, ich sage mal normalen Restaurants wie beispielsweise Landgasthöfen, ändert sich das Speiseangebot für Vegetarier erst langsam. Ja, natürlich gibt es immer eine vegetarische Sektion, aber seien wir ehrlich, meist besteht die aus Backkartoffel mit Sour Creme, Nudeln mit Gemüsesauce oder überbackenes Gemüse. Dabei gibt es doch so viele schöne vegetarische Gerichte. Das Thema ist momentan wirklich en vogue und nein, nicht alle Vegetarier wollen auswärts panierten Camembert mit Preiselbeeren essen.  Liebe Köche, informiert Euch doch mal, unterhaltet Euch mit Vegetariern, was die sich so kochen, lasst Euch inspirieren von den vielen guten Kochbüchern (Ottolenghi, Mälzer, die „Österreich vegetarisch“-Reihe aus mittlerweile einigen Ländern) und adaptiert die Gerichte passend für Euer Restaurant. Alle Vegetarier und auch Leute wie ich, die ich gerne vielfältige Gemüseküche esse, wären Euch aufrichtig dankbar!

Nun weiter im Menü: Die beste Pharmazeutin von allen bestellte sich Paillard vom Kalb mit Rucolasalat. Ich musste erstmal recherchieren, was das denn sein soll ;-) Dabei handelt es sich um ein besonders dünn plattiertes Stück Fleisch von Rind und Kalb, sogar noch dünner als für’s Schnitzel. Dann wird es gebraten und hier eben auf einem Salat mit Parmesanhobeln und einigen anderen Aromakomponenten serviert. Kati war sehr begeistert!

Ihr Gatte war am Schnellsten fertig mit seiner Auswahl und bestellte „Himmel und Erde“. Kartoffelspeckpüree mit gebratener Blutwurst, Apfelkompott und gebackenen Zwiebeln. Auch da gab es große Begeisterung, ob des Geschmacks!

Ich muss gestehen, ich mag es richtig gern, wenn gute Hausmannskost aus hochwertigen, regionalen Produkten hergestellt wird und eigene Variationen des Kochs einfließen.

Wir drei Damen wünschten uns noch einen Dessert. Dies hier ist Frau Kochschlampes Wahl mit Schokolade in verschiedenen Varianten plus Kokosschaum, der ihr aber ein wenig seifig schmeckte leider. (Ich hab echt vergessen, was es genau war. Sorry!)

Kati und ich wählten die exotisch gewürzte Crème brûlée. Meine erste Crème brûlée! Und die war richtig gut, cremig und knusprig zugleich! Ich war begeistert! Vielleicht versuche ich doch mal, so etwas zu Hause nachzubasteln :-D

Ich hatte viel Spaß an dem Abend, auch wenn wir alle etwas müde waren, und fand das Essen sehr gelungen. Schöne Produkte, gute Umsetzung, richtig guter Geschmack! Das Preis-Leistungsverhältnis fand ich ebenfalls stimmig. Ich kann Euch die „Strandhalle“ sehr empfehlen, wenn ihr Euch mal in Binz seid!

Adresse:
Strandhalle Binz
Strandpromenade 5
18609 Ostseebad Binz

Telefon: 038393 – 31564
Internet: www.strandhalle-binz.de

Herbst auf Rügen – Grenzentesten: Im Sturm nach Prora

Der Sturm, der sich am Vortag ankündigte, brach über Nacht mit voller Wucht herein. Interessanterweise kam der Wind nicht aus Westen, wie es sonst der Fall ist, nein, das Tief näherte sich von Osten und drückte dementsprechend das Wasser Richtung Strand.

Aber kleine Hunde hatten viel Spaß in den Wellen, die am Strand ausrollten:

Das Wellenschauspiel an der Seebrücke war beeindruckend.

Blick auf die Seebrücke von der Promenade aus.

Und man musste aufpassen, nicht von unten nass zu werden, wenn eine Welle an den Brückenpfählen gebrochen wurde.

Die Strandkorbbesitzer gaben sich noch alle Mühe ihre Strandkörbe am oberen Ende des Strandes in Sicherheit zu bringen, aber einige waren offensichtlich nicht weit genug weg vom Wasser:

Nach dem Frühstück machten wir uns auf nach Westen Richtung Prora. Ja genau. Schon wieder wandern *g* Austesten, wie weit mein Körper es schafft, wo die Grenze wirklich ist.

So spazierten wir mal am Strand, mal auf der Promenade. Im schönsten Sonnenschein, bei starkem Wind und rauschenden Wellen.

Und Möwis sind ja immer sehr goldig. Ich fände es ja spannend zu wissen, warum sie am Strand so nah am Auslaufbereich der Wellen rumstanden.

Nach einigen Kilometern erreichten wir Prora, das ein Teil der Gemeinde Binz ist. Prora ist vor allem wegen des Urlaubskomplex‘ bekannt, der zwischen 1936 und 1939 gebaut wurde durch die nationalsozialistische „Kraft durch Freude“-Organisation. Er sollte es bis zu 20.000 Menschen gleichzeitig ermöglichen dort zu urlauben. Allerdings wurde der Bau nicht beendet.

Erst nach dem Krieg um 1950 wurde die Anlage weiter aus- und umgebaut und dadurch zur größten Kasernenanlage der DDR. Im selben Atemzug wurde das gesamte Gebiet dort zur militärischen Sperrzone.

Ich war 1996 auf einem Schulausflug mal dort und es sah wirklich ernstlich trostlos aus damals. Aber der Strand und der Blick auf’s Wasser – der Hammer!

Seit einigen Jahren haben auch Investoren das Potential dieser Lage erkannt und die Objekte sind alle (?) verkauft. Einige Bereiche wurden zu Ferienappartements umgebaut, es gibt ein Hotel, eine Jugendherberge und es wird noch weiter gebaut. In einem alten Teil ist auch ein DDR-Museum untergebracht, in dem wir uns ausruhten bzw. ich meine Beine und eine Kleinigkeit aßen.

Es ist klar, dass das alles, was sich dort momentan ändert, nicht jedem gefällt *g*

Frau Kochschlampe hühnerte nachmittags noch weiter am Strand rum, während ich mich mit lahmen Beinen Richtung Bushaltestelle schleppte und den nächsten Bus nach Binz nahm. Zurück in der Ferienwohnung fiel ich auf dem Sofa erstmal in komatösen Schlaf.

Warum das Ausruhen wirklich notwendig war, könnt ihr dann morgen hier lesen!

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