Zum Bekehren gut – Brokkolifrikadellen mit Cacik

 

Es gibt wenig Gemüse, das ich nicht mag. Frau Mama hingegen ist überhaupt kein Fan von Blumenkohl oder Brokkoli. Ich verstehe gar nicht wieso, die sind lecker und gesund. Blumenkohl könnte ich in jeder Variante jederzeit essen! Tolles Zeug! Und vielleicht wäre diese Variante als Frikadelle ein Versuch wert, um Brokkoliverweigerer zu bekehren?

Gesehen hatte ich das Rezept schon, als es eine gute Bekannte bei Facebook postete und dann vor wenigen Wochen nochmal. Ha! Jetzt werden die gemacht! Ich habe den Radieschen-Dip weggelassen und dafür die türkische Variante des Tzazikis nach dem Buch „Türkei vegetarisch“ gebastelt. Die Frikadellen sind einfach gemacht, aber der Teig war ein wenig weich, so dass ich ihn lieber mit Esslöffeln in die Pfanne gegeben und nicht Frikadellen vorgeformt habe.

Und geschmacklich sind die wirklich weit vorne! Mit etwas Salat, Dip und frischem Brot eine Köstlichkeit. Sie können auch noch sehr gut am nächsten Tag im Büro gegessen werden. Probiert es ruhig aus, auch wenn ihr Brokkoli etwas skeptisch gegenüber steht ;-)

Brokkolifrikadellen

Zutaten für ca. 12 Stück:
500 g Brokkoli
1/2 Bund Frühlingszwiebeln
Salz, Pfeffer
2 Eier
100 g Mehl
60 g gemahlene Nüsse (Mandeln oder Haselnüsse)
3 EL Olivenöl

(1) Den Brokkoli in kleinere Röschen teilen. In kochendem Salzwasser in 5-8 Minuten weich garen. Abgießen und gut abtropfen lassen. In eine Schüssel geben und mit einem Kartoffelstampfer  zerstampfen.
(2) Die Frühlingszwiebeln putzen und in feine Ringe schneiden. Zusammen mit den Eiern, Mehl und Nüssen zum Brokkoli geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und zu einem homogenen Teig vermengen.
(3) In einer großen Pfanne erstmal 1,5 EL Öl erhitzen. Mit Hilfe von Esslöffeln 6 Frikadellen in die Pfanne setzen und von jeder Seite in ca. 3-5 Minuten bei mittelhoher Hitze goldbraun braten. Herausnehmen. Das übrige Öl erhitzen und mit dem restlichen Teig genau so verfahren.

Zusammen mit Gurken-Joghurt oder anderem Dip nach Wahl plus Salat servieren.

Genießen!

Quelle: nach „Lecker“ – Gemüsefrikadellen mit Radieschensalsa

Und weil man nicht genug Rezepte für Joghurt-Dips haben kann, hier noch das für eine türkische Variante:

Cacik – Türkischer Gurken-Joghurt

Zutaten für 4 Portionen:
1/2 Salatgurke
1-2 Knoblauchzehen
1 Spritzer Zitronensaft
250 g Joghurt (gerne 10%iger, geht auch 3,5%iger)
Salz, Pfeffer
1/2 TL getrocknete Minze
3 TL gehackter Dill

(1) Die Salatgurke schälen, längs vierteln und die Kerne herausschneiden. Die Viertel in feine Würfelchen schneiden (nicht raspeln, das verletzt mehr Zellwände und es tritt umso mehr Wasser aus) und mit etwas Salz vermischt, in einem Sieb ca. 30 Minuten abtropfen lassen. Dann die Gurkenstückchen gut ausdrücken.
(2) Die Knoblauchzehe pressen mit dem Joghurt, Zitronensaft, Salz, Pfeffer, Minze und Dill verrühren. Die ausgedrückten Gurkenstückchen zugeben und gut verrühren.
(3) Im Kühlschrank lagern bis der Cacik gegessen wird.

Genießen!

Quelle: nach Tancgil, O., Tancgil, O., Seiser, K. (Hrg.) (2015): Türkei vegetarisch. Brandstätter Verlag. Wien. p 18

Ersoffene Wurst – Utopenci

Ist die geneigte Leserschaft auch so ein Abendbrot-Fan wie ich? Das hat sich bei mir erst entwickelt, seit sich mein Immunsystem gegen mich verschworen hat. Irgendwie brauche ich nicht mehr so oft warmes Essen, morgens Müsli und abends das klassisch deutsche Abendbrot bekommen mir gut. Aber manchmal ist es sehr praktisch, wenn was im Kühlschrank, dass nur so pur auf eine Scheibe Brot gelegt werden kann, ohne extra zu schmieren.

Zu einer solchen Variante gehört das tschechische „Utopenci“, zu deutsch „Ersoffene“. Damit ist dünn aufgeschnittene Wurst gemeint, die abwechselnd mit Zwiebeln in ein Glas geschichtet und mit einem würzigen, süß-sauren Essigsud übergossen wird. Man hat also einen Wurstsalat auf Vorrat im Kühlschrank, der sich auch ein bisschen hält und kann sich bei Gelüsten einfach aus dem Glas bedienen. Sehr praktisch, wie ich finde!

Die Vorbereitungen sind schnell gemacht, nur dürfen die Wurst- und Zwiebelscheiben nicht zu dick sein. Die Zwiebel hab ich schnell über den Hobel gezogen, die Wurst in ca. Halbzentimeter dicke Scheiben. Dabei ist die Sorte der Wurst Euren Vorlieben überlassen. Ich hatte eine rumänische Fleischwurst, wie ich sie auch aus Ungarn kenne (Pariser Wurst), die hier als Lyoner durchgehen würde. Ich weiß aber auch, dass Bockwurst benutzt werden kann oder Bierschinken oder Bockwürste oder alles mischen :-) Das einzig negative ist die Warte von mindestens 4 Tagen, die das Utopenci erstmal im Kühlschrank rumlungern muss, damit sich die Aromen hübsch verbinden.

Ihr seht, vollkommen komplikationslos und so köstlich! Wirklich einen Versuch wert für Abendbrotliebhaber!

Utopenci – Ersoffene Wurst

Zutaten für 1 Glas 750 ml:

Für den Sud:
400 ml Wasser
4-6 EL Weißweinessig
1 TL Salz
1,5 TL Zucker
4 kleinere Lorbeerblätter
5-10 Pimentkörner
10 Pfefferkörner
1 Prise Chiliflocken (Pul Biber) (optional)

500 g Wurst (z.b: Fleischwurst, Bockwurst, Bierschinken etc.)
1-2 größere Zwiebeln

(1) Die Zutaten für den Sud in einen kleinen Topf geben und einmal aufkochen lassen. Zur Seite stellen. Der Sud sollte wie intensiv gewürzter Gewürzgurkensud schmecken.
(2) Die Wurst in etwa 0,5cm dicke Scheiben schneiden. Die Zwiebeln häuten und in dünne Scheiben schneiden (oder hobeln. Aber auf die Finger achten!). Abwechselnd in das saubere Glas schichten. Mit dem warmen Sud übergießen. Abkühlen lassen.
(3) Im Kühlschrank 4-7 Tage ziehen lassen.

Zu frischem Brot servieren. Hält sich wohl so drei Wochen im Kühlschrank.

Genießen!

Quelle: Holla, die Kochfee!Utopenci

Blumenkohl-Spinat-Curry

Es geht stark auf Weihnachten zu. Das ist offensichtlich, denn in den sozialen Medien werde ich mit Plätzchen und Konsorten so überflutet, dass ich fast keine Lust mehr habe, selbst welche zu backen … Da brauche zumindest ich ein herzhaftes Konteressen. In diesem Fall empfehle ich Euch dieses vegetarische, ja sogar vegane Curry, wenn ihr den Joghurt zum Schluss weg lasst. Und gleich kriegt man noch ein paar Vitamine und Wärme verpasst, die zu dieser Jahreszeit ja auch nie verkehrt sind.

Natürlich ist das Curry nicht original indisch, aber dafür köstlich und unkompliziert schnell zubereitet. Probiert es mal aus! Schmeckt wirklich vorzüglich!

Blumenkohl-Spinat-Curry

Zutaten für 2 Portionen:
1/2 kleiner Blumenkohl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 cm Ingwer
2 handvoll Babyspinat
3-4 mittelkleine Tomaten
1 EL Butterschmalz oder Öl
1 gehäufter TL Currypaste
Salz, Pfeffer

Optional: Joghurt zum Servieren

(1) Das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebel und Knoblauch häuten und fein würfeln. Den Ingwer mit Hilfe eines Löffels schälen und fein reiben. Den Blumenkohl in Röschen teilen, die Tomaten in Würfel schneiden. Den Spinat waschen und abtropfen lassen.
(2) Das Fett in einem mittelgroßen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebeln langsam andünsten bis sie glasig sind. Den Knoblauch und Ingwer hinzufügen und kurz mitdünsten bis sie duften. Die Hitze hochschalten und das Curry zugeben. So lange anbraten bis das Curry duftet. Die Tomatenwürfel hinzufügen, einen Schluck Wasser dazu geben, Deckel drauf und bei kleiner Hitze 10 Minuten dünsten.
(3) Den Blumenkohl zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Deckel drauf und bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten dünsten. Den Deckel abnehmen und den Spinat unterrühren. So lange köcheln lassen bis er zusammen gefallen und gar ist. Nochmal kosten, ob Salz oder Pfeffer fehlt.

Zusammen mit Reis oder Fladenbrot und eventuell Joghurt servieren.

Hähnchenragout Gärtnerin Art aus dem Slowcooker

Es gibt genau ein Fertiggericht, dem weder Zwerg (meine kleine Schwester) noch ich widerstehen können: Hähnchenfilet Gärtnerin Art. Das ist ein helles Ragout aus angebratener Hähnchenbrust mit diversen Gemüse mit drin. Einfach nur Reis dazu und wir sind glückselig! Aber irgendwie hat uns immer gestört, dass wir das nicht selbst gemacht haben. Dann machte Zwerg in ihrem kleinen Slowcooker ein Hühnerfrikassee-Rezept und meinte, es schmeckt dem geliebten Fertigfutter sehr ähnlich. Daraufhin probierte ich ein wenig aus und – Tadaa! – es gelang! Ja, es ist ein wenig aufwendiger als andere Slowcooker-Rezepte, wo man die Zutaten nur rein schmeißen muss. Aber der Geschmack! Der Geschmack! Würzige Sauce, zartes Hähnchenfilet, köstliches Gemüse! Ich war sehr begeistert! Das wird es ab sofort öfter geben!

Für diejenigen, die es auf dem Herd kochen wollen, würde ich das Fleisch anbraten und zur Seite stellen. Das Gemüse gröber schneiden und in der Gemüsebrühe zusammen mit dem Fleisch langsam garen (so 20 Minuten?) und dann zum Schluss eben die Sahne mit der Stärke vermischen und unterrühren. Petersilie drauf und fertig. Ich weiß, die geneigte Leserschaft kann kochen und auch dieses Gericht für sich für den Herd umbauen. Ich glaube an Euch! :-D

Hähnchenragout Gärtnerin Art

Zutaten für 3 Portionen:
1 große Karotte
70 g grüne Bohnen
150 g Blumenkohl
400 g Hähnchenbrustfilet
Salz, Pfeffer
1 EL Öl
200 ml Gemüse- oder Geflügelbrühe
100 g Sahne
2 TL Speisestärke
1/2 Bund Petersilie

Slowcooker: 1,5 l
Zeit: 4 Stunden plus 30 Minuten
Stufe: LOW plus HIGH

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Die Möhre schälen und in dünne Scheiben schneiden, die Enden von den Bohnen entfernen und je nach Größe halbieren oder dritteln. Den Blumenkohl in kleine Röschen teilen. Das Gemüse in kochendem Salzwasser vorkochen. Erst die Möhrenscheiben für 2 Minuten kochen, dann den Rest zugeben und nochmals 2 Minuten garen. Abgießen und in den Einsatz des Slowcookers geben.
(2) Das Hähnchenbrustfilet waschen, trocknen und in mittelgroße Würfel schneiden. Das Öl in einer Pfanne hoch erhitzen. Die Hähnchenwürfel von beiden Seiten kurz braun braten, dabei wirklich hohe Hitze benutzen und nicht sofort umrühren. Salzen und pfeffern. Herausnehmen und in den Slowcooker geben. Das ganze mit wenig Salz und Pfeffer würzen, Gemüsebrühe zugießen. Deckel drauf und auf LOW 4 Stunden garen lassen.
(3) Die Petersilie fein hacken. Die Sahne mit der Speisestärke klümpchenfrei verrühren.
(4) Nach den 4 Stunden den Slowcooker auf HIGH stellen und die Sahnemischung unterrühren. Deckel drauf und nochmals 30 Minuten zum Andicken garen. Zum Schluss die Petersilie unterrühren und abschmecken.

Mit Reis oder Pellkartoffeln servieren.

Genießen!

12 von 12 im Oktober – Warum es hier so lange ruhig war

Oh Gott, ist mein letzter Beitrag tatsächlich schon vom 30. September? Asche über mein Haupt, aber es ist viel passiert in den letzten drei Wochen! Zuerst war ich mit Frau Kochschlampe in Binz auf Rügen im Urlaub für ein paar Tage und dann kam doch relativ plötzlich ein kleiner tierischer Mitbewohner in mein Leben. Piko ist ein etwa 8 jähriger Chihuahua-Spitz-Mischling, den ich aus dem Tierheim Rostock-Laage zu mir genommen habe. Und es ist eine sehr große Umstellung. Ich muss erstmal meinen Alltag umorganisieren und mit der Fellnase zusammen wieder finden. Aber so langsam nach 2 Wochen geht es wieder normaler bei mir zu. Wobei das Gassigehen schon Kraft erfordert und ich regelmäßig kurz nach 21 Uhr auf dem Sofa wegpenne. Also habt ein wenig Geduld mit mir, es liegen noch viele Rezepte auf Halde und auch vom Sommerurlaub in Ungarn als auch Herbsturlaub in Binz möchte ich Euch viel erzählen.

Aber jetzt erstmal der Versuch von 12 von 12 im OKtober. Es sind nicht ganz so viele Bilder geworden, aber ihr seht ein wenig von der Fellnase (naja, eigentlich ziemlich viel *g*).

Ich scheine einen sehr verpennten Hund adoptiert zu haben, ich bin schon 2 Stunden wach, da schnarcht er immer noch neben meinem Bett oder auf meinem Schoß:

Aber Gassi gehen muss früh morgens sein ….

Irgendwann wird der Turbo eingeschaltet und man hört nur noch tippel-tippel-tippel:

Die ersten Tage durfte er noch mit in die Schule und war erwartungsfroh:

In der Schule war der Schulhund fleißig und lernte mit *g*:

Wieder zu Hause wurde erstmal der Balkon inspiziert, ob es was Neues gibt:

Nachmittägliches gemeinsames Chillen auf dem Sofa:

Auch mit so einer Fellnase darf die eigene Gesundheit nicht vernachlässigt werden und das Spritzen am Mittwoch ist verpflichtend:

Ist es zu verdenken, dass ich ganz verliebt bin in dieses Hunde-Mäuselchen? :-D

So und jetzt muss ich mal nach meinem Essen gucken, dass Du die ganze Wohnung duftet. Interessiert Euch das Rezept für einen Bauerntopf ohne Tüte aus dem Slowcooker?

Ungarisch gefüllte Paprikaschote aus dem Slowcooker

Bald ist die Saison wieder vorbei und meine geliebten ungarischen Spitzpaprika verschwinden wieder bis zum nächsten Sommer aus den hiesigen Supermärkten *seufz* Aber bis dahin schlummert immer eine Packung in meinem Kühlschrank und es wird eine Version der Heiligen Dreifaltigkeit der Spitzpaprika gebastelt.

Irgendwie hatte ich dieses Jahr noch gar keine gefüllte Paprikaschote – dafür aber echt oft Letscho *g* – und deswegen zeige ich Euch mal die etwas veränderte Version, die ich im Slowcooker vor sich hinköcheln lasse. Die Würzung der Füllung ist etwas raffinierter und durch die Zeit im Slowcooker wird das Fleisch wunderbar zart. Ich habe das Gefühl durch das extremst langsame Garen löst sich auch nicht so schnell die Haut der Paprika, so dass das Essen angenehmer bleibt. Sowohl die Mischpoke als auch ich machen sie nur noch so :-) So, und jetzt ab zum Supermarkt mit Euch, schnappt Euch die letzten hocharomatischen Paprikaschoten und schmort Euch diesen Klassiker der ungarischen Küche!

Ungarisch gefüllte Paprikaschote aus dem Slowcooker

Zutaten für 4 großzügige Portionen:
500 g ungarische Spitzpaprika
80 g Langkornreis
600 g gemischtes Hackfleisch
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 Ei
Salz, Pfeffer
2 TL Paprikapulver edelsüß
3 TL gehackte Petersilie

Für die Sauce:
1 Zwiebel
1 EL Öl
1 Prise Zucker
700 g passierte Tomaten
Salz, Pfeffer

Slowcooker: 3,5 l
Zeit und Stufe: 3,5-4,5 Stunden HIGH oder 7 – 8 Stunden LOW

(1) Die Paprikaschoten waschen, trocknen, den Strunk abschneiden und vorsichtig mit den Fingern die Kerne aus dem Innern entfernen. Es wird keiner umkommen, wenn ihr ein paar nicht erreicht und sie drin bleiben ;-)
(2) Den Reis in ein irdenes Gefäß geben, mit soviel Wasser wie Reis bedecken und in der Mikrowelle auf höchster Stufe 4 Minuten vorkochen oder normal im Topf in kochendem Salzwasser 8 Minuten. Abkühlen lassen.
(3) Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Mit dem Hackfleisch, Reis, Ei, Gewürzen und Petersilie gut verkneten. Portionsweise in die Paprikaschoten stopfen und in den Slowcooker legen. Die übriggebliebene Hackmasse zu größeren Bällchen formen und ebenfalls auf die Schoten in den Einsatz legen.
(4) Für die Sauce die Zwiebel fein würfeln. Das Öl in einem Topf erhitzen und die Zwiebel bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Mit Zucker bestreuen und etwas karamellisieren lassen. Die passierten Tomaten zugießen, mit Salz und Pfeffer würzen, aufkochen lassen. In den Slowcooker gießen.
(5) Deckel drauf und ca. 3,5-4 Stunden bei HIGH oder 7-8 Stunden auf LOW garen.

Zusammen mit Kartoffeln und etwas Saurer Sahne servieren.

Genießen!

Wir retten vegetarische Aufstriche: Obazda

 

(Das ist kein hübsches Bild, ich weiß, es musste schnell gehen in der Schule…)

Mögt ihr Brot? Aber doch bestimmt nicht nur pur, sondern mit was drauf, oder? Aber immer denselben Käse oder Wurst wird auf Dauer auch langweilig. Deswegen bieten die Supermärkte eine bunte Auswahl an vegetarischen Brotaufstrichen, sei es Eiersalat oder Käsecremes. Aber meistens haben die Zeugs drin, das ich nicht unbedingt in meinem Körper haben will…

Nun ist ja momentan Oktoberfest in München und überall gibt es typisch bayrisches Essen zu kaufen. Und weil ich mit meinen Mitumschülern jeden Tag frühstücke, schlug ich vor ein bayrisches Weißwurstfrühstück zu machen. Jetzt fange ich nicht an Weißwürste selbst zu basteln, aber den Obazda, den es jetzt eben auch in jedem Supermarkt zu kaufen gibt, der ist sehr einfach selbst zu machen und innerhalb von Minuten fertig! Dafür werden einfach nur Camembert, Blauschimmelkäse und Frischkäse mit Butter und Gewürzen verrührt. Fertig! Dabei ist wichtig, dass es ein reifer Camembert ist, was die meisten, die es im Supermarkt käuflich zu erwerben gibt, nicht sind. Da lässt sich aber Abhilfe schaffen, indem ihr den Käse einfach 2 Tage bei Raumtemperatur in der Küche rumliegen lasst. Camembert und Blauschimmelkäse lassen sich im normalen Haushalt eher schwer herstellen, ich habe simpel keine Reifekammer mit konstanter Temperatur und Luftfeuchtigkeit, aber ich achte auch da auf die Zutaten und den Fettgehalt. Ihr wollt bei Käse keinen reduzierten Fettgehalt, das schmeckt einfach nicht. Frischkäse hingegen könnte man schon selbst herstellen, wie Klaudia von „Kochen mit Herzchen“ zeigt (siehe ersten Link in der Liste), aber dafür hatte ich keine Zeit. Stattdessen achte ich darauf, dass wirklich nur Frischkäse und maximal Salz drin ist und nicht noch zusätzliche Stabilisatoren oder ähnlicher Quatsch. Lest Euch ruhig mal die Zutatenlisten, der unterschiedlichen Marken durch, ihr werdet erstaunt sein.

Jedenfalls ist dieser Obazda wirklich unglaublich lecker! Sogar den Mitumschülern, die sonst keinen Blauschimmelkäse mögen, hat er geschmeckt. Würzig, cremig, perfekt für ein herzhaftes Frühstück (oder Abendbrot *g*). Und es ist wirklich ganz einfach!

Auch meine Mitretter waren nicht untätig und haben sich viele schöne Sachen gekocht (wird nachgetragen):

Bayrischer Käseaufstrich – Obazda

Zutaten für 4 Portionen:
100 g reifer Camembert
100 g Blauschimmelkäse
100 g Frischkäse
1 EL weiche Butter
1/2 TL Paprikapulver edelsüß
1/2 TL Kümmel, gemörsert
Salz, Pfeffer
1/2 Bund Schnittlauch

Von der Hälfte des Camembert die Hälfte der Schale entfernen. Die drei Käsesorten mit der weichen Butter mit Hilfe einer Gabel gut vermischen. Mit Paprikapulver, wenig Salz und Pfeffer würzen. Den Kümmel entweder in einer Mühle mahlen oder mit Mörser zerstoßen und unterrühren. Den Schnittlauch in feine Röllchen schneiden und ebenfalls unterrühren. Mindestens 1 Stunde durchziehen lassen, dann zu frischem Brot, im Idealfall Laugengebäck servieren.

Genießen!

Quelle: So isst der NordenObatzter

Immer noch nicht genug? Vielleicht auch mal mit Fisch? Hier noch ein paar Vorschläge, die hier schon veröffentlicht wurden:

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