Blog-Event CLVIII: Kürbis-Frischkäse-Dip

Von dem Kürbis, der für die Kürbis-Zimt-Waffeln angeschnitten wurde, war ja noch eine Hälfte übrig und da mir nicht nach Suppe war, wurde sie kurzerhand mitgebacken und zu einem Dip verarbeitet. Wie schon erwähnt, bin ich eher auf der herzhaften Seite.

So einen ähnlichen Dip hab ich vor 2-3 Jahren schon mal gemacht und war damals sehr begeistert. Nur dachte ich, ich hätte die Zutaten nicht notiert und versuchte es aus der Erinnerung zu rekonstruieren. Ich erinnerte mich an ein Zwiebelaroma, aber nicht zu intensiv und an die Kürbiskerne. Und natürlich musste Kürbiskernöl rein. Als milchige Komponente nahm ich Frischkäse, der Cremigkeit und etwas Säure mitbringt. Nachdem ich den Dip fertig hatte und die Zutaten im Handy notieren wollte, damit ich sie nicht wieder vergessen, habe ich doch noch die alte Variante gefunden *augenroll* Dort war nur anders, dass ich Magerquark und Butter nutze. Trügte mich meine Erinnerung doch nicht komplett…

Und er schmeckt auch in dieser Version wirklich wunderbar! Leichte Süße durch den Kürbis, gegen das die leichte Säure vom Frischkäse einen wunderbaren Gegenpart bildet. Mit dem Cayennepfeffer kommt ein bisschen Schärfe rein, die zwiebelige der Frühlingszwiebel ist zwar wahrnehmbar, aber schön mild. Durch die knusprigen Kürbiskerne und das Kürbiskernöl bringt noch eine besonders nussige Note in den Dip. Ich mag den sehr und hab ihn eigentlich eine Woche lang gegessen, auf Brot, zu Möhrenstiften, zu Gurke oder Kohlrabi.

Und weil der Dip wirklich leicht und einfach zu machen ist, reiche ich ihn ebenfalls beim 157. Blogevent zum Thema „Kür mit Biss“ im „Kochtopf“ ein, der von “ Jenny is baking “ ausgetragen wird.

Blog-Event CLVIII - Kür mit Biss (Einsendeschluss 15. November 2019)

Kürbis-Frischkäse-Dip

Zutaten für ca. 400 ml:
1/2 kleiner Kürbis (ca. 500 g)
-> ca. 250 g Kürbismus
2 EL Kürbiskerne
160 g Frischkäse
1 Frühlingszwiebel
Salz, Pfeffer
Cayennepfeffer
1 EL Kürbiskernöl

(1) Die Kerne aus dem halben Kürbis schaben. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech oder kleine Auflaufform geben und auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze stellen und den Kürbis ca. 1 Stunde backen bis das Fruchtfleisch weich ist. Aus dem Ofen nehmen und etwas Abkühlen lassen. Das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus dem Kürbis holen. Mit Hilfe einer Gabel zu feinem Mus zerkleinern.
(2) Während der Kürbis im Ofen ist, schon die anderen Zutaten vorbereiten. Die Kürbiskerne in eine kleine Pfanne geben und auf mittelhoher Hitze unter regelmäßigen Rühren rösten bis sie aufpuffen und gut duften. Sofort in eine kleine Schale schütten und abkühlen lassen. Dann grob hacken. Die Frühlingszwiebel putzen und in feine Ringe schneiden.
(3) Wenn das Kürbismus komplett abgekühlt ist, mit allen vorbereiteten Zutaten gut verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer etwas pikanter abschmecken. Zum Schluss das Kürbiskernöl drunter rühren. Etwas ziehen lassen.

Passt wunderbar als Dip zu Rohkost oder als Brotaufstrich.

Genießen!

Blog-Event CLVIII: Herbstliche Kürbis-Zimt-Waffeln

Dieses Jahr war mein kulinarischer Einstieg in den Herbst etwas verspätet. Durch den Urlaub bei der ungarischen Familie, der noch ziemlich sommerlich anmutete und die Care-Pakete aus dem elterlichen Schrebergarten mit drei Patisson. Und Patisson sind bei mir immer mit Sommer verbunden. Also so richtig herbstlich war mir nicht zumute. An den Hokkaidos und Butternutkürbissen bin ich, ohne sie eines Blickes zu würdigen, vorbei gegangen.

Letzte Woche war es so weit und ich eskalierte ein bisschen beim Kürbiskauf. Ein Muskat, ein Butternut und ein Spaghettikürbis mussten mit. Natürlich alles in kleinerer Ausführung. Zum Glück halten sich die Herbstkürbisse ja ein bisschen. Der kleine Butternut wurde auch prompt zu zwei Beiträgen für den 157. Blogevent in Zorras „Kochtopf„. Dieses Mal wünscht sich Jenny von „Jenny is bakingKürbisrezepte. Soll sie kriegen!

Blog-Event CLVIII - Kür mit Biss (Einsendeschluss 15. November 2019)

Obwohl ich ja lieber herzhaft als süß unterwegs bin, wollte ich doch Jennys Wunsch nach einem süßen Kürbisrezept erfüllen und ging auf die Suche nach einem Waffelrezept. Weil Waffeln gehen doch immer, oder? Fündig wurde ich bei Jeanny von „Zucker, Zimt und Liebe“ mit ihren süßen Kürbiswaffeln. Da ich für Kürbispüree meinen Kürbis immer nur simpel halbiert in den Ofen schiebe, hab ich die ersten Schritte von Jeanny ausgelassen. Wenn man den Kürbis so trocken gart, wird der Geschmack auch schön intensiv und ich musste keine Flüssigkeit ausdrücken. Diesen Schritt könnt ihr auch gut schon am Vortag machen und das Kürbismus im Kühlschrank lagern.

Wenn das Kürbismus erstmal fertig ist, ist der Waffelteig wirklich schnell zusammen gerührt. Ihr braucht nicht mal technische Unterstützung, ein Schneebesen reicht! Perfekt, wenn man plötzlich Lust auf Waffeln hat. Und die Grundzutaten hat man doch auch fast immer im Vorratsschrank, oder?

Also macht Euch an die Arbeit, denn diese Waffeln sind sehr lecker! Nicht zu süß, schön zimtig und wärmend, ein bisschen knusprig am Rand! Wirklich gut!

Kürbis-Zimt-Waffeln

Zutaten für ca. 8 Waffeln:
1/2 kleiner Hokkaido- oder Butternutkürbis (ca. 500 g)
2 Eier
5 EL Zucker
1 Vanilleschote, Mark
(oder 1 TL Vanillepaste)
60 g Butter, geschmolzen
240 ml Milch
190 g Mehl
2 TL Backpulver
1,5 TL Zimt
1 Prise Salz

Zum Servieren:
Puderzucker, Eis, Ahornsirup, Sahne, Rote Grütze etc. pp.

(1) Folgendes kann gerne auch schon am Vortag erledigt werden. Ein kleines Backblech oder Auflaufform mit Backpapier auslegen. Die Kerne aus dem Kürbis schaben und auf das Blech setzen. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze stellen und ca. 1 Stunde backen bis das Kürbisfleisch weich ist. Dies am besten mit einem spitzen Messerchen prüfen. Wenn es gar ist, dann den Kürbis rausholen und etwas abkühlen lassen. Mit einem Löffel das Fruchtfleisch aus der Schale schaben. 250 g Kürbismus abwiegen. Dieses mit einer Gabel gründlich zerkleinern.
(2) Die Eier in eine große Schüssel schlagen und mit einem Schneebesen gut verquirlen. Den Zucker unterrühren. Ebenso das Kürbismus, Vanillemark, geschmolzene Butter und Milch. Alles hübsch nacheinander.
(3) Dann die trocknen Zutaten vorbereiten. In einer extra Schüssel Mehl mit Salz, Backpulver und Zimt gründlich verrühren. In zwei Portionen unter die flüssigen Zutaten geben und zu einem homogenen, dickflüssigeren Teig verrühren.
(4) Das Waffeleisen vorheizen. Teig hinein geben und bei hoher Hitze backen bis sie knusprig dunkelbraun sind. Die Kürbiswaffeln brauchen ein bisschen länger als die „normalen“, also mal ins Eisen gucken, ob sie schon fertig sind.

Mit Puderzucker bestreut, Ahornsirup beträufelt oder anderer Beilage der Wahl servieren.

Genießen!

Quelle: Zucker, Zimt und LiebeSüße Kürbiswaffeln

Festessen im Herbst: Pulled Duck-Burger mit Feigen-Senf-Sauce

Kennt ihr das Problem der übervollen Vorratsschränke und Tiefkühltruhen? Ja? Da bin ich ja froh, dass ich nicht allein damit bin! Aber mir reicht es jetzt und ich habe mir vorgenommen jedes Wochenende mindestens eine Sache aus dem Tiefkühler zu verbrauchen. Der Großteil darin sind tatsächlich pure Zutaten und nur ein kleiner Teil fertige Gerichte. So kommt es, dass eine im Februar zerteilte Ente ihrer Verwendung harrte. Ich hatte vorsorglich das Brustfleisch, die Keulen und die Karkasse samt Innereien extra eingefroren, so dass ich nicht alles gleichzeitig auftauen muss. Die Karkasse wird demnächst zu einer Entensuppe, vielleicht mit asiatischem Einschlag und mit dem Brustfleisch will ich eine Füllung für chinesische gedämpfte Baos machen. Aber die Keulen *seufz* Ich bin doch nicht so der Fleisch-vom-Knochen-Knabberer… Doch halt! Ich habe doch in dem Lidl-Kochbuch, dass meine zweitälteste Tante in Ungarn für mich besorgt hat, ein Rezept für einen Burger mit abgezupften Entenkeulenfleisch gesehen. Ha!

Das Buch ist nach genauerem Blick ein wirklich schönes Buch, auch wenn es von Lidl produziert wurde. Sie haben das nämlich zusammen mit dem ungarischen Sternekoch Tamás Széll gemacht, der auch auf deren YouTube-Kanal kocht. Der Junge kann wirklich kochen, hat gute, interessante, ein bisschen andere Ideen, eine angenehm-ruhige, präzise Art und kann gut erklären! Ich bin so begeistert, dass ich beim nächsten Budapest-Urlaub in seinem Restaurant „Stand“ essen gehen will!

Zurück zum Burger. Denn den solltet ihr wirklich mal ausprobieren, weil die Zubereitung denkbar einfach ist. Die meiste Arbeit macht der Ofen, der die Entenkeulen und die Zutaten für die Sauce schön langsam gart. 2 Stunden lang müsst ihr Euch gar nicht drum kümmern! Und der Rest der Arbeit geht wirklich schnell: Sauce zusammen rühren, Fleisch abzupfen, Rucola waschen und Burger-Brötchen anbraten. Tadaa! Fertig! Und lecker – zartes Fleisch, süß-säuerlich-schärfliche Sauce, knusprig-weiches Brot plus die Frische und das Pfeffrige des Rucolas. Toll! Toll! Toll!

Pulled duck Burger mit Feigen-Senf-Sauce

Zutaten für 2 Burger:
2 Entenkeulen
Salz, Pfeffer
1 kleine Zwiebel
1-2 Knoblauchzehen
3 Feigen
2 EL Dijon-Senf
2 EL grober Senf
3 Prisen Zucker
1-2 EL Balsamico-Essig
1/2 Bund Rucola
2 Brioche Burger-Brötchen

(1) Die Entenkeulen ordentlich salzen und pfeffern. Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten. Die Zwiebel in Spalten schneiden. Alles in eine kleine Auflaufform legen, etwa 50 ml Wasser zugießen. Mit einem Deckel oder Alufolie abdecken und auf mittlerer Schiene in den Ofen stellen. Den Ofen auf 150°C Ober-/Unterhitze stellen und etwa 2 Stunden langsam schmoren lassen bis das Fleisch richtig weich ist. Mit einem spitzen Messer testen, ob es ohne Widerstand ins Fleisch gleitet.
(2) Die Temperatur im Ofen auf 200°C hoch schalten. Die Feigen je zweimal ein-, aber nicht durchschneiden. In die Auflaufform geben. Zurück in den Ofen schieben und etwa 20 Minuten backen bis die Feigen etwas weich und die Keulen braun sind.
(3) Die Auflaufform aus dem Ofen und die Keulen aus der Form nehmen. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen. Währenddessen die Feigen, Zwiebeln und Knoblauchzehen entweder mit einem großen Messer relativ fein hacken oder in einem elektrischen Zerkleinerer kurz pürieren. In einer Schale mit den beiden Senfsorten, etwas Balsamico vermischen, mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken.
(4) Das Fleisch der Keulen mit den Händen von den Knochen zupfen. Den Rucola waschen, gut trocken schleudern, wenn gewünscht, grob hacken. Die Burger-Brötchen aufschneiden. Etwas von dem Entenfett aus der Auflaufform in einer Pfanne erhitzen und die Anschnittseiten der Burger-Brötchen darin goldbraun braten.
(5) Jetzt die Burger zusammen bauen: Die Schnittflächen der Brötchen mit etwas der Feigen-Senf-Sauce bestreichen, dann etwas Entenfleisch darauf verteilen, wieder etwas Feigen-Senf-Sauce drauf, ordentlich Rucola darauf verteilen und mit der zweiten Brötchenhälfte bedecken.

Genießen!

Quelle: Lidl Ungarn, Széll, T. (2019): Segít a séf. p 55

Gebackener Süßkartoffel-Chorizo-Salat

Süßkartoffeln in der Biokiste *seufz* Ich mag Süßkartoffeln, aber bin da manchmal – nein, eigentlich häufig – ideenlos. Bei Instagram kochte Jette von „Lanis lecker Ecke“ vor einiger Zeit mal einen lauwarmen Salat aus gebackenen Süßkartoffeln und Chorizo. Und das lachte mich sehr an, weil ich auch gerade Chorizo im Kühlschrank hatte, die ich nicht nur pur auf’s Brot essen wollte. Also die Süßkartoffeln fix geschält und grob gewürfelt, die Chorizo in feinere Scheiben und alles für 20 Minuten in den Ofen. Leider ist das zu lange für die Wurstscheibchen und sie wurden fast alle puptrocken. Ich habe wie Jette auch keinen Basilikum in den Salat getan, weil ich es mir ebenfalls nicht vorstellen konnte, aber trotzdem fehlte irgendwas. Während ich kauend am Schreibtisch saß, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Rucola. Bringt Frische, aber auch die nötige Schärfe und ein bisschen Bitter als Kontrapunkt zur Süße des Gemüses. Also fix Süßkartoffeln besorgt und eine Woche später den Salat nochmal für eine Kollegin und mich gemacht. Diesmal hab ich die Wurstscheiben auch erst nach der Hälfte der Süßkartoffelbackzeit in den Ofen gegeben, so dass sie zwar schon ein bisschen ihres Fetts an die Süßkartoffeln ausgelassen haben und knusprig wurden, aber eben nicht komplett ausgetrocknet. So wollen wir das!

Und der Salat ist es wirklich Wert gemacht zu werden! Cremige Süßkartoffeln (die werden ohne Frittieren einfach nicht knusprig) mit knusprig-würzigen Chorizoscheibchen, dazu dann die Frische der Frühlingszwiebel und die süßliche Säure der Tomaten. Großartigst! Er ist ziemlich schnell gemacht, besteht nur aus einfachen Zutaten und ihr müsst keine komplizierten Zubereitungsschritte können. Ihr werdet ihn mögen!

Gebackener Süßkartoffel-Chorizo-Salat

Zutaten für 2-4 Portionen:
2 mittelgroße Süßkartoffeln
Salz, Pfeffer
1 + 4 EL Olivenöl
125 g Chorizo am Stück
(oder ungarische Kolbász)
2 Frühlingszwiebeln
2-4 Tomaten (je nach Größe)
2 EL Balsamico-Essig
1 Prise Zucker
1 kleines Bund Rucola

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Süßkartoffeln schälen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Auf das Blech geben. Salzen, pfeffern, 1 EL Olivenöl drüber geben. Mit den Händen gut vermischen, die Süßkartoffelwürfel gleichmäßig verteilen. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 20 Minuten backen, bis sie weich und braun sind.
(3) Währenddessen die Chorizo in dünnere Scheiben schneiden und dann halbieren. Nach 10 Minuten Backzeit über die Süßkartoffelwürfel geben. 10 Minuten mitbacken lassen. Wenn die Süßkartoffeln weich sind und die Wurst leicht knusprig, herausnehmen und in eine Schüssel geben.
(4) Die Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Die Tomaten waschen, trocknen, in grobe Würfel schneiden. Beides zu den Süßkartoffeln geben.
(5) Den Balsamico mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker verrühren. Dann die übrigen 4 EL Olivenöl unterrühren. Die lauwarmen Salatzutaten gut damit vermischen.
(6) Zum Schluss den Rucola waschen, trockenschleudern und grob hacken. Unter den Salat rühren und sofort servieren.

Wenn ihr den Salat mit auf Arbeit nehmen wollt, den Rucola noch nicht hinein geben, sondern den Salat in ein Glas füllen und den gehackten Rucola oben auf legen. Erst zur Mittagspause verrühren.

Genießen!

Quelle: nach Lanis lecker EckeSüßkartoffel-Chorizo-Salat

Pasta mit Schwarzkohl, Blumenkohl und Walnüssen

Weil der Schwarzkohlsalat geschmacklich so ein voller Erfolg war, hab ich für die folgende Kiste gleich noch ein Bund bestellt. Glücklicherweise lief mir das Rezept von Tracy, die im nördlichen Kalifornien lebt und den Blog „Shutterbean“ betreibt, über den Weg. Ich folge ihr zwar nur über Instagram, aber sehe gerne was sie kreativ so veranstaltet, was sie für ihre Familie mealpreppt (geht das im Deutschen als Verb durch?) und wie sie mit den dunklen Trauermomenten um ihre Mutter umgeht. Es lohnt sich ihr zu folgen :-)

Jedenfalls postete sie letztens ein Pasta-Rezept mit Cavolo nero, das mich sofort ansprach, weil es auch noch Blumenkohl enthält. Und Blumenkohl geht hier bekanntlich immer und in jeder Form *g* Für mich ist dieses Gericht die Quintessenz gesunder, amerikanischer Küche. Es beinhaltet, die von ihnen so geliebten Greens – Wie oft mir amerikanische YouTuber und Blogger gefühlt entgegen schreien, dass ich schon zum Frühstück Unmengen an rohem Grünkohlsalat essen soll ;-) Das Gericht enthält eine große Menge an Veggies, also Gemüse in Blumenkohlform, dazu die „healthy fats“, also gesunden Fette der Walnüsse. Ja, das Essen ist wirklich lecker! Versteht mich bitte nicht falsch. Aber sobald ich bei jeder Mahlzeit nur noch darauf achten soll, von wirklich jeder Komponente (Grün, Gemüse, Fette) eine bestimmte Menge zu mir zu nehmen, vergeht mir der Spaß… Das kommt mir wieder so sehr nach Optimierung des eigenen Lebens vor und darauf reagiere ich allergisch und bockig.

Aber abgesehen davon: es ist ernsthaft lecker! Also haltet ruhig Ausschau nach dem Schwarzkohl oder benutzt simplen Grünkohl und macht dieses schnelle Pastagericht nach!

Pasta mit Cavolo nero, Blumenkohl und Walnüssen

Zutaten für 2-3 Portionen:
200 g Schwarzkohl/Cavolo nero (4-6 Blätter)
12-15 Walnusshälften
1-2 Knoblauchzehen
1/2 mittlerer Blumenkohl
1/2 Zitrone, Saft und Schale
200 g Penne
Salz
2+2 EL Olivenöl
Pfeffer
1 großzügige Prise Chiliflocken
1/8 l Gemüsebrühe
1 große Hand voll geriebener Parmesan

(1) Den Schwarzkohl waschen, trocknen. Den sehr harten unteren Teil der Blattrippen raus und die Blätter in feine Streifen schneiden. Die Walnusshälften grob hacken. Die Knoblauchzehen häuten. Vom Blumenkohl die äußeren Blätter entfernen und dann auf einem großen Brett fein (!) hacken. Das dauert ein bisschen. Von der Zitrone die Schale abreiben und den Saft auspressen.
(2) Wasser für Nudeln aufsetzen. Gut salzen und die Nudeln 1 Minute weniger als nach Packungsanweisung kochen. Eine kleine Wasser aufheben und die Nudeln abgießen.
(3) Während das Wasser für die Pasta heiß wird, eine große Pfanne auf mittelhoher Hitze ebenfalls heiß werden lassen. 2 EL vom Öl erhitzen. Den Blumenkohl mit etwas Salz zugeben und ohne Rühren etwa 5 Minuten braten lassen. Einmal durchrühren und dann in Ruhe weitere 5 Minuten braten, so dass er braun und leicht knusprig wird. In eine Schale geben.
(4) Auf mittlerer Hitze zurück schalten. Das übrige Olivenöl heiß werden lassen. Cavolo nero-Streifen, Walnüsse, Zitronenschale, Chiliflocken, Prise Salz und einige Umdrehungen aus der Pfeffermühle in die Pfanne geben und gut verrühren. Die Brühe zugeben und etwa 5 Minuten dünsten.
(5) Mittlerweile sollten auch die Nudeln gar sein. Zusammen mit dem Blumenkohl und den Zitronensaft unter die Kohlmischung rühren. Mit dem Parmesan bestreuen und durchrühren. Wenn es noch zu trocken sein sollte, etwas vom zurück behaltenen Pastakochwasser unterrühren.

Auf vorgewärmten Tellern verteilen. Eventuell noch etwas mehr Parmesan drüber streuen.

Genießen!

Quelle: ShutterbeanCrispy cauliflower and kale penne

Ein Salat für die kalte Jahreszeit – Schwarzkohlsalat mit Roter Bete und Walnüssen

Kennt ihr Schwarzkohl, auch Cavolo nero genannt? Nee? Ich bislang auch nicht, aber dann sah ich ihn im Angebot meines Biokisten-Dealers „Lotta Karotta“ und konnte nicht umhin 400 g in meine folgende Kiste zu packen! Neue, unbekannte Gemüsesorten probiere ich immer noch zu gerne aus :-)

Gut, Schwarzkohl also! Aber was damit anstellen? Wie wäre es mit einem einfachen lauwarmen Salat zum Testen? Mit wenigen Zutaten, damit der Geschmack nicht verfälscht wird. Ich habe zwar schon öfter Rezepte gesehen, in denen, vornehmlich amerikanische Menschen Grünkohl und Konsorten als Rohkostsalate verarbeitet haben, das ist mir dann doch ’ne Nummer zu hart. Aber leicht angebraten mit ein wenig Knoblauch, Zitronensaft als Säure und ein paar Walnüsschen konnte ich es mir gut vorstellen. Und weil noch gekochte Ringelbete aus dem elterlichen Schrebergarten rumlag, wanderte die auch noch mit rein.

Der Salat war wirklich wunderbar! Und das sage ich, die eigentlich nicht der weltgrößte Salatliebhaber ist… Der Geschmack des Cavolo neros ist allerdings milder als der von deutschem Grünkohl, nicht so sehr kohlig. Und er muss auch nicht so lange gegart werden, so 10 Minuten braten in der Pfanne sind ausreichend. Die Erdigkeit und Süße der gekochten Roten Bete passt wunderbar dazu und auch der angebratene Knoblauch. Den richtigen Gegenspieler dazu bietet die spritzige, fruchtige Säure der Zitrone. Damit müsst ihr nicht geizen und wenn es doch zu viel geworden sein sollte, einfach eine Prise Zucker oder etwas Honig zufügen.

Es lohnt sich nach dem Schwarzkohl Ausschau zu halten, ich habe schon ein nächstes Rezept in petto und hoffe auf eine lange Saison, in der ich noch ein bisschen was ausprobieren kann!

Schwarzkohlsalat mit Roter Bete und Walnüssen

Zutaten für 2 Portionen:
400 g Schwarzkohl
2 Knoblauchzehen
2 + 2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1/2 Zitrone, Saft
evtl. Prise Zucker
1-2 gekochte Rote Bete
1 handvoll Walnüsse

(1) Den Schwarzkohl waschen und trocknen. Die großen Rippen rausschneiden und den Kohl längs in etwa 1cm breite Streifen. Die Knoblauchzehen häuten und fein würfeln.
(2) Eine Pfanne auf mittelhoher Hitze heiß werden lassen. 2 EL Öl darin erhitzen und die Schwarzkohlstreifen zufügen. Salzen, pfeffern. Unter regelmäßigem Rühren zusammen fallen lassen und noch so 5 min braten lassen. Dann die Knoblauchwürfel zufügen und kurz mitbraten lassen bis sie duften.
(3) Währenddessen die Rote Bete in gefällige Würfel oder Scheiben schneiden.
(4) Wenn der Knoblauch mit angedünstet ist, die Hitze unter der Pfanne ausstellen. Den Zitronensaft und das restliche Öl über den Kohl geben. Kosten, ob noch Salz und Pfeffer fehlen. Wenn es zu sauer ist, ruhig eine Prise Zucker dazu streuen. Die Rote Bete unterrühren, so dass sie noch von der Resthitze was abbekommt.

Auf Tellern anrichten und mit zerkrümelten Walnüssen bestreuen.

Genießen!

Vegetarisches Gulasch mit Grünen Bohnen oder Kürbis

Denkt ihr bei Gulasch auch automatisch an leckeres sämiges Rindergulasch, das stundenlang köchelt und das gesamte Haus mit wohligem Duft flutet? Oder an Szegediner Gulasch, das mit Sauerkraut verfeinert wird? Ja, ich auch und ich liebe es. Aber was ist mit den Vegetariern unter uns? Ist denen dieses ultimative Comfort Food verwehrt? Mitnichten! Denn der Ungar an sich paniert nicht nur alles, was nicht bei drei auf den Bäumen ist, er verarbeitet auch viele unterschiedliche Gemüsesorten zu Gulasch :-)

Im Spätsommer und Frühherbst eignen sich besonders gut frische Grüne Bohnen und mein geliebter Patisson-Kürbis dazu. Falls ihr den Namen Patisson nicht kennt, das sind diese lustigen Ufo-Kürbisse, die es in weiß oder gelb gibt. Natürlich muss erst eine Grundlage für die Gulaschsauce gemacht werden. Beim Gulasch mit richtigem Schmorfleisch geschieht dies meist dadurch, dass eine große Menge Zwiebelwürfel sehr langsam bei kleiner Hitze angeschmort werden und dann das Fleisch ja auch noch lange schmort und so die Zwiebeln die sämige Sauce bildet.

Nun sind sowohl Bohnen als auch Kürbis in wesentlich weniger als 30 Minuten gar und so haben die Zwiebeln gar keine Chance zur Sauce zu zerfallen, also muss eine andere Methode her. Die besteht darin, dass man die Zwiebeln mindestens 2x mit etwas Wasser begießt (bei 1 Zwiebel etwa 50 ml) und dann einreduzieren lässt. Beim ersten Mal sind es nur die Zwiebeln oder Zwiebeln + sehr feine Paprikawürfelchen und man wartet bis das Gemüse im Fett wieder hörbar brutzelt. Bevor das zweite Mal Wasser dazu gegossen wird, kommen z.B. Tomaten, Knoblauch, Paprikapulver zu den Zwiebeln. Durch das Wasser wird auch verhindert, dass das Paprikapulver oder der Knoblauch verbrennt und dadurch bitter werden. Gleichzeitig werden eben die härteren Gemüse weich gedünstet, dass sich eine gute Grundlage für den Gulaschsaft bildet. Und auf den kommt es beim Gulasch schließlich an!

Die Bohnenvariante wird nicht gebunden, sondern wer mag, rührt einfach ein bisschen Schmand auf dem Teller unter. Das Kürbisgulasch habe ich mit einem leichten Schmand-Mehl-Gemisch gebunden, wodurch für mich der Wohlfühlfaktor nochmal um ein paar Punkte erhöht wird. Und 1 Teelöffel Mehl auf einen knappen Liter Gulasch finde ich nicht viel :-)

Und es lohnt sich wirklich mal so ein Gulasch mit Gemüse zu machen. Es ist einfach, geht (relativ) schnell und ist so köstlich! Schön würzig und gleichzeitig zart im Geschmack. Wer mag, kann natürlich auch ein bisschen scharfen Paprika dazu geben, aber zuviel würde schnell den feinen Eigengeschmack der Bohnen oder des Kürbis übertünchen. Probiert es ruhig mal aus und berichtet gerne!

Cremiges Gulasch aus Patisson

1 kleiner Patisson
1 Zwiebel
1 kleine Spitzpaprika
1 Knoblauchzehe
2 Tomaten, gerieben
2 EL Öl
1 Lorbeerblatt
3 TL Paprikapulver, edelsüß
Salz, Pfeffer
1 TL getrockneter Majoran
2 EL Schmand
1 TL Mehl

(1) Das Gemüse vorbereiten. Den Patisson halbieren und in etwa 2 cm dicke Scheiben schneiden, Kerne entfernen und die Stücke schälen. Die gewaschene und getrocknete Spitzpaprika halbieren und in ca. 1cm breite Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauch häuten, beides fein würfeln. Die Tomaten über die grobe Reibe reiben, übrig gebliebene Haut wegwerfen, das Fruchtfleisch zur Seite stellen.
(2) Das Öl in einem mittelgroßen Topf bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebeln zugeben und glasig dünsten. Einen großzügigen Schluck Wasser und das Lorbeerblatt zugeben und bei mittlerer Hitze aufs Fett zurück reduzieren lassen, also bis das Wasser verdunstet ist und die Zwiebeln wieder zischen. Knoblauch und Paprikapulver zugeben, schnell verrühren und nochmals einen großen Schluck Wasser zugießen. Wie eben einreduzieren lassen bis das Wasser verdunstet ist.
(3) Dann das Tomatenfleisch, Paprikastreifen und den Kürbis zufügen. Salzen, pfeffern und Majoran hinein streuen. Gut verrühren. Mit soviel Wasser auffüllen, dass es den Kürbis etwa zur Hälfte bedeckt. Deckel drauf und ca. 20 Minuten bei mittelkleiner Hitze schmoren bis der Kürbis glasig und weich, aber nicht verkocht ist. Dabei öfter mal umrühren.
(4) Schmand mit Mehl in einer kleinen Schale klümpchenfrei verrühren. Wenn der Kürbis gar ist, mit etwas untergerührter Gulaschflüssigkeit die Temperatur des Schmand-Mehl-Geschmischs angleichen und alles dann in das Gulasch rühren. Wenige Minuten köcheln lassen bis die Sauce andickt. Kosten, ob noch Salz oder Pfeffer fehlt. Servieren.

Genießen!

Ungarischen Grüne Bohnen-Gulasch – Zöldbab pörkölt

Zutaten für 3-4 Portionen:
500 g Buschbohnen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 Spitzpaprika
1 kleinere Tomate
2 EL Öl
2-4 TL Paprikapulver edelsüß
Salz, Pfeffer
Schmand zum Servieren

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Von den Bohnen die Enden abschneiden und je nach Größe halbieren oder dritteln. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Die Paprikaschote in sehr feine Würfelchen schneiden. Die Tomate halbieren, entkernen und ebenfalls sehr fein würfeln.
(2) Um die Saucengrundlage zuzubereiten, das Öl in einem mittleren Topf bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Zwiebel hinein geben und glasig dünsten. Dann die Paprikawürfel dazu und mit etwa 50 ml Wasser aufgießen. Auf mittlere Hitze zurück schalten und so lange schmurgeln lassen bis das Wasser verdunstet und das Gemüse wieder brutzelt. Dann die Knoblauch- und Tomatenwürfel zufügen. Wenn der Knoblauch duftet das Paprikapulver drüber streuen und wiederum mit ca. 50 ml Wasser aufgießen und wie vorher aufs Fett zurück köcheln lassen.
(3) Die Bohnen hinein geben, salzen, pfeffern und mit soviel Wasser aufgießen, dass die Bohnen halb bedeckt sind. Abgedeckt ca. 15 Minuten schmoren lassen bei mittlerer Hitze bis die Bohnen gar sind. Abschmecken, ob noch Salz und/oder Pfeffer fehlt.

Mit Beilage der Wahl (siehe unten) servieren und zum Schluss den Schmand unterrühren.

Genießen!

Zu beiden Gulaschen passen Tarhonya (Eiergraupen), Nudeln, Spätzle/Knöpfle, Salzkartoffeln oder einfach nur frisches Brot. Auch eingelegtes Gemüse oder Gurken-/Weißkohlsalat machen sich als Beilage wunderbar!

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