Strasbourg 2019: Impressionen der Stadt

Die kleine Schwester hat Ende März Geburtstag und ist irgendwie meist zu der Zeit auf Reisen. Da hab ich letztes Jahr vorgeschlagen, ob wir nicht zusammen zu ihrem Geburtstag verreisen wollen. Vielleicht irgendwohin, wo das Wetter zu der Jahreszeit etwas freundlicher ist als in Rostock. Da Susi schon viel rumgekommen ist, war es etwas schwierig ein für sie unbekanntes Ziel zu finden. Aber in Frankreich war sie noch nicht oft – ich übrigens auch nicht – so schlug ich Strasbourg vor. Es ist nicht zu weit von Göttingen weg (knappe 4 Stunden mit der Bahn) und auch aus Rostock kommt man in annehmbarer Zeit mit dem Zug dort hin. Also nichts wie hin!

Wir wollten eine knappe Woche bleiben, weil ich ja durch meine MS nicht so fit bin. Da plane ich zeitlich gerne großzügiger, damit ich auch was von der Stadt sehe und nicht nur Bruchteile. Montag fuhren wir hin und kamen gegen 16 Uhr an. Viel machten wir den Abend nicht mehr, nachdem wir unsere kleine und gemütliche Unterkunft im Herzen der Altstadt bezogen. Wir gingen noch ein bisschen in den nächstgelegenen Supermarkt (französische Supermärkte, so viel beeindruckender!) Lebensmittel besorgen und kauften unser erste Baguette beim Bäcker.

Nach einer erholsamen Nacht und langsamen Morgen zogen wir vormittags los, die Stadt ein wenig zu erkunden. Natürlich als erstes zum berühmten Münster, dass man von fast überall sieht.

Dabei kamen wir am Place Gutenberg mit einer Statue des Namensgebers vorbei. Wir wunderten uns, warum Gutenberg einen eigenen Platz und Statue hier bekam, wurden dann am Mittwoch bei unserer Stadtführung aufgeklärt: Der Herr Gutenberg hat den Buchdruck hier erfunden, bevor er dann in Mainz zum praktischen Teil überging.

Überall in der Stadt sind großartige Fachwerkhäuser zu finden, wie dieses am Münster, dass schon wirklich lange Zeit ein Restaurant ist und wohl sehr gute Flammkuchen macht:

Am Münster vorbei gingen wir weiter und bestaunten noch weitere schnieke Fachwerkhäuser …

… und kamen vorbei an pittoresken Gassen, die auch noch so heißen.

In solchen Gassen verstecken sich auch interessante Läden, sei es ein Laden nur für Bier, Olivenöl und Essige, auch ein Laden mit gefühlt Myriaden Varianten von Fisch in Dosen fanden wir.

Weiter an der Ile entlang schon etwas außerhalb der Altstadt. Wenn man auf Instagram Strasbourg-Accounts folgt, war dieses eines DER In-Motive des Frühlings – Magnolie an Kirche St. Paul.

Zurück Richtung Münster vorbei an schönen Villen vor zartem Grün.

Schöne Plätze mit alten Fachwerkhäusern findet man viele.

Aber nicht nur Fachwerk auch andere Stilrichtungen sind vertreten in dieser Stadt mit ihrer wechselvollen Geschichte. So kann man an den Häusern erkennen, ob es während der deutschen Zeit gebaut wurde oder zu der Zeit als Strasbourg zu Frankreich gehörte. Dieses mit seinen roten Steinen wurde zu französischen Zeiten gebaut, wohingegen die Häuser der deutschen Zeit aus weiß-grauen Steinen sind.

Der zentrale Place Kleber scheint kein natürlich gewachsener Platz zu sein, aber man sieht alle für Strasbourg typischen Baustile, wie das obige Gebäude, aber eben auch Jugenstilhäuser und diese schmalen, schiefen Fachwerkhäuser:

Die Magnolien standen in voller Blüte. Was für beeindruckend große Bäume! (Nur Obacht, wenn man drunter läuft, die herabgefallenen Blütenblätter werden echt glitschig.)

Noch mehr Fachwerk plus Statue ganz in der Nähe unserer Ferienwohnung:

Auch Jugenstilhäuser waren ordentlich vertreten, wie Susi bei einer 2,5 stündigen Free Walking Tour gezeigt wurde:

Blick auf die Stadt mit Ausflugsboot:

Susi machte so eine Bootstour mit und kam am Europäischen Parlament vorbei, dass ich beim nächsten Besuch unbedingt besichtigen will:

Und auch am Lieblingsfernsehsender (gibt es da eigentlich auch Führungen? *grübel*):

Strasbourg ist eine so wunderschöne und irgendwie entspannte Stadt. Ich habe mich sofort wohl gefühlt! Die Innenstadt ist vielfältig und hat genau die richtige Größe für mich, um vieles zu Fuß zu entdecken. Die Geschichte ist wechselvoll und sehr interessant! Die nächsten Beiträge werden sich auch noch um Strasbourg drehen. Ich zeige Euch den romantischen Stadtteil La petite France, das Münster und natürlich was wir an elsässischen Köstlichkeiten aßen. Freut Euch drauf :-)

Würzige Ajvar-Hackbällchen in Tomatensauce

Irgendwie muss ich mal wieder ins regelmäßige Kochen kommen. Durch Urlaube und Besuche bin ich da irgendwie rausgekommen und ich kaufte einiges an unnötigem Fertigfutter bzw. ging auswärts essen. Das geht beides natürlich ins Geld. Selbst kochen macht doch mehr Spaß und ich weiß einigermaßen, was drin ist.

Um wieder Lust zu bekommen bieten sich ja einfache und einigermaßen schnelle Gerichte an, die ich auch noch am Tag nach einer Fortbildungschaffe zu basteln. Da bieten sich Rezepte aus dem „meine Familie & ich“-Heft „Lecker kochen mit nur 5 Zutaten“ an, aus dem ich schon einige Rezepte kochte. Sie sind was die reine Kochzeit angeht, manchmal sehr ambitioniert, aber wer knackige Zutaten mag, kommt damit hin. Nur ich mag mein Gemüse gerne etwas weicher (nein, nicht verkocht-matschig) und füge gerne ein paar Minuten Bratzeit hinzu. Aber ansonsten funktionieren die Rezepte wirklich gut!

Jedenfalls lachte mich das Rezept für Hackbällchen in Tomatensauce an, da zur Würzung der Bällchen Ajvar benutzt wird und das ganze im Ofen noch mit Feta überbacken. Und etwas mit Käse überbacken ist ja nie verkehrt, oder? Ich war etwas skeptisch, ob die Mini-Klopse ohne Ei oder Semmelbrösel zusammenhalten, aber überhaupt kein Problem. Schwupps waren die Klöpschen geformt und durch gebraten. In die Sauce sollten eigentlich nur Ajvar und eine Zwiebel, um die 5 Zutaten-Regel einzuhalten, aber das war mir zu wenig Gemüse und so schnippelte ich kurzerhand noch eine Zucchini mit rein, die definitiv wunderbar passte! Dazu habe ich mir Naturreis gekocht, aber ich kann es mir auch einfach mit frischem Brot, Couscous/Bulgur und einem grünen Salat vorstellen, wenn man Blattsalate mag. Das Gericht kann es ruhig öfters geben!

Würzige Ajvar-Hackbällchen in Tomatensauce

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
1 Zwiebel
1 mittelgroße Zucchini
250 g gemischtes Hackfleisch
1+1 EL Ajvar
Salz, Pfeffer
1 EL Olivenöl
1 Dose stückige Tomaten (400 g)
50 g Feta
einige Basilikumblätter

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebel häuten, halbieren und in dünne Streifen schneiden. Von der Zucchini die Enden abschneiden, längs halbieren. Die Hälften nochmals längs halbieren und dann in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden.
(2) Das Öl in einer größeren Pfanne auf mittelhoher Hitze heiß werden lassen.
(3) Das Hackfleisch mit 1 EL Ajvar, Salz und Pfeffer gut verkneten. Zu etwa walnussgroßen Bällchen formen. In der heißen Pfanne 8-10 Minuten von allen Seiten braten. Herausnehmen.
(4) Den Ofengrill auf 250°C vorheizen. Eine kleinere Auflaufform bereit stellen.
(5) Die Zwiebelstreifen und Zucchini in die Pfanne geben, salzen und pfeffern. Bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten dünsten bis sie etwas weicher sind. Die Tomatenstücke aus der Dose und 1 EL Ajvar dazu geben, etwas salzen und pfeffern. Weitere 10 Minuten köcheln lassen. Abschmecken. Die Hackbällchen kurz in die Sauce geben und ein wenig darin erwärmen. Alles in die Auflaufform geben und mit zerkrümeltem Feta bestreuen.
(6) Auf die oberst mögliche Schiene in den Ofen schieben und ca. 10 Minuten grillen lassen bis der Käse ein bisschen gebräunt ist.

Gesamtzubereitungszeit: ca. 50 Minuten

Dazu passt: frisches Brot, Reis, Couscous. Frischer Blattsalat.

Genießen!

Quelle: „meine Familie & ich“ books – Lecker kochen mit nur 5 Zutaten. p 6

Baked spaghetti – Einfachster Spaghettiauflauf mit Mozzarella

Ruhig war es hier die letzten zwei bis drei Wochen. Ich war über Ostern in der Ostseeheimat, dann war die kleine Schwester für eine Woche hier bei mir und Frau Mamas Besuch folgte gleich, so dass ich kaum am heimischen Laptop saß. Und wenn doch, dann habe ich Fotos sortiert (und von vielen vergangenen Urlauben ganz oldschool zum Entwickeln geschickt) und die vom letzten Urlaub in Strasbourg bearbeitet, damit ich Euch auch ein paar Eindrücke von unserer Woche dort zeigen kann. Ich kann schon verraten, ich war sehr begeistert. Wirklich sehrsehr!

Dafür bringe ich Euch heute einen wirklich einfachen Spaghettiauflauf mit, dessen Zutaten zum Großteil in der Speisekammer und vielleicht auf dem Balkon zu finden sind. Also eigentlich sind es nur Nudeln mit Tomatensauce, aber eben wunderbar im Ofen mit Mozzarella gebacken.

Aufmerksam darauf wurde ich durch ein Video auf dem YouTube-Kanal „Everyday Food„, der vom Team des Martha Stewart-Magazins bespielt wird und den ich sehr mag. Es ist ein wirklich schönes Alltagsessen, dass sich wahlweise gut vorbereiten oder schnell nach der Arbeit zubereiten lässt. Durch das Backen im Ofen kommt noch eine schöne Extranote, die normal auf dem Herd gekochte Nudeln mit Tomatensauce so nicht haben. Probiert es ruhig mal aus, einfach und köstlich!

Einfachster Spaghettiauflauf – Baked spaghetti

Zutaten für 2 Personen:
170 g Spaghetti
Salz
1 Dose Tomatenstücke (400 g)
1 EL Olivenöl
1 Mozzarellakugel (125 g)
1 Knoblauchzehe
frischer Basilikum

(1) Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleinere Auflaufform bereit stellen.
(2) Ein Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Den Knoblauch häuten und fein hacken.
(3) In einem breiteren Topf das Olivenöl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen, die Knoblauchwürfel zufügen und 1 Minute mitbraten bis er duftet. Die Tomaten zugeben, salzen und zum Kochen bringen. Enthusiastisch etwa 12 Minuten köcheln lassen bis die Sauce eingedickt ist.
(4) Zwischenzeitlich die Pasta 5 Minuten vorkochen. Sie wird noch nicht annähernd weich sein. Zurück in den Topf geben. Tomatensauce dazu geben, den Basilikum drüber zupfen und die Hälfte der Mozzarellakugel hinein rupfen. Gut verrühren.
(5) In die Auflaufform geben und mit den restlichen Käse darüber zupfen.
(6) Auf mittlerer Schiene etwa 25 Minuten backen bis der Käse goldbraun ist und der Auflauf an den Seiten blubbert.

Genießen!

Quelle: Martha StewartBaked Spaghetti and Mozzarella

Frühling in der Suppenschale – Erbsen-Kopfsalat-Suppe

So langsam beginnt ja die Salatsaison, also ich meine tatsächlich die Saison der großen grünen Salatköpfe. Nun bin ich ja bekannterweise nicht der größte Freund von grünem Salat. Jedenfalls nicht in kalter Form… Also musste der Kopfsalat aus der Biokiste irgendwie warm verarbeitet werden. Vor einigen Jahren probierte ich ja schon ein Erbsen-Salat-Gemüse, dass in Österreich wohl sehr gerne gegessen wird und war sehr angetan davon. Irgendwie lief mir auf der Seite von „Essen & Trinken“ eine Cremesuppe mit dieser Gemüsekombination über den Weg. Bei Cremesuppen bin ich ja immer erstmal skeptisch, weil etwa 99% aller Rezepte mit Sahne sind und ich Sahne einfach nicht gut vertrage. Aber hier wird – Überraschung! – Ziegenfrischkäse genutzt. Und Ziegenfrischkäse mag ich sehr. Dann geben wir dem Rezept doch mal eine Chance!

Ein großer Pluspunkt ist, dass sie tatsächlich schnell zubereitet ist. Und sie ist vielseitig einsetzbar, in der 2 Personen-Variante macht sie gut satt, hat aber auch das Zeug dazu für 4 Personen als feines Vorsüppchen zu dienen, wenn man sie feiner püriert oder durch ein Sieb passiert. Und sie schmeckt einfach unglaublich gut, frisch, leicht süßlich durch die Erbsen, angenehm säuerlich durch den Ziegenfrischkäse und trotzdem hat man noch was zu kauen. Großartigst!

Erbsen-Kopfsalat-Suppe

Zutaten für 2 größere Portionen:
1 Zwiebel
1 Kopfsalat
2 EL Öl
300 g TK-Erbsen
500 ml heiße Gemüsebrühe
150 g Ziegenfrischkäse
Salz
1 Prise Cayennepfeffer
4 EL Milch

(1) Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Vom Kopfsalat welke Blätter entfernen, den Strunk rausschneiden. Dann den Salatkopf halbieren. Die Hälften nochmal dritteln und dann in feine Streifen schneiden. 1/4 der Salatstreifen (am besten vom feinen Herz) zur Seite legen.
(2) In einem mittelgroßen Topf das Öl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebelwürfel darin glasig andünsten.
(3) Die gefrorenen Erbsen und die heiße Brühe zugeben, zugedeckt aufkochen lassen und 5 Minuten kochen lassen.
(4) 50 g des Ziegenfrischkäses mit der Milch zu einer glatten Creme verrühren.
(5) 4 EL der Erbsen aus der Suppe nehmen und zur Seite stellen. Die Salatstreifen zur Suppe geben und 2 Minuten mitkochen lassen bei mittlerer Hitze.
(6) Die Suppe vom Herd nehmen, den restlichen Ziegenfrischkäse unterrühren und die Suppe dann mit einem Gerät der Wahl fein pürieren. Die Suppe nochmal erhitzen, aber nicht kochen lassen. Mit Salz und Cayennepfeffer würzen. Auf Schalen aufteilen mit den ganzen Erbsen, Salatstreifen und der Ziegenkäsecreme garnieren.

Genießen!

Quelle: Erbsen-Salat-Cremesuppe – Für jeden Tag 4/2016

Rhabarberkuchen mit göttlich-rhabarbiger Puddingcreme

Es ist Frühling! Es ist Rhabarber-Saison! Und da gehört Rhabarberkuchen unbedingt dazu, denn ich liebeliebeliebe Rhabarber! Vor einigen Jahren probierten Frau Mama und ich einen Blechkuchen aus einem alten DDR-Backbuch aus, weil uns die klassische Variante mit Baiser öfters misslang. Der Kuchen war schon fast gar, aber nachdem wir die Baisermasse darauf verteilt und laut Zeit fertig gebacken hatten, war das Innere des Kuchens wieder flüssig. Hmpf! Wir haben bis heute den Fehler nicht gefunden und waren dementsprechend frustriert.

Also probierten wir diesen Kuchen aus, waren begeistert und machten ihn zum letzten Osterwochenende wieder. Und diesmal hab ich aufgepasst und mitgemacht :-) Was mich wirklich erstaunt hat, war die Tatsache, dass man erst den Rhabarber mit Hilfe vom Zucker Wasser ziehen lässt (Osmose ahoi!) und diese Flüssigkeit dann nutzt, um eine Puddingcreme zu kochen. Und dieser Pudding ist sooo unglaublich lecker. Warum sind wir da bisher nicht drauf gekommen?!? Werden wir in der Rhabarbersaison definitiv öfter machen! Jedenfalls waren wir noch skeptisch, als es im Rezept hieß, dass die Butter und Eier in den heißen Pudding gerührt werden. Wird das nicht zu Rührei? Aber nein, eine wunderbare Creme entstand, die die perfekte Unterlage für den Rhabarber bildete.

Ich kann Euch nur dringend ans Herz legen diesen Kuchen auszuprobieren. Leicht knuspriger Teig, cremiger, sehr rhabarberiger Pudding und angenehm weiche Rhabarberstückchen! Wunderbarst!

Rhababerkuchen mit Pudding

Zutaten für 1 Blech:
1 kg Rhababer
250 g Zucker
1 Päckchen Vanillepudding (oder 40 g Stärke + 1/2 TL Vanillemark)
60 g Saure Sahne
50 g kalte Butter
3 Eier

Für den Teig:
500 g Mehl
1 Päckchen Backpulver
175 g Butter
125 g Zucker
Prise Salz
2 TL Vanillezucker
2 Eier
2-3 EL Milch

25 g Butter, geschmolzen
Puderzucker

(1) Den Rhabarber waschen, trocknen und in dünnere Scheiben schneiden. In eine Schüssel geben, mit dem Zucker verrühren und einige Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen, damit der Rhabarber Flüssigkeit lässt.
(2) Nach der Zeit den Rhabarber über einem Sieb abgießen und die Flüssigkeit auffangen. Von der Rhabarberflüssigkeit 3/8 l abmessen (wenn es zu wenig ist, mit Wasser auffüllen). In einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Die Saure Sahne mit dem Puddingpulver (bzw. Stärke und Vanille) klümpchenfrei verrühren. Das Saure Sahne-Gemisch unter Rühren in die kochende Rhabarberflüssigkeit geben. Weiterrühren bis ein Pudding entstanden ist. Dann die Butter und die Eier unter den fertigen Pudding rühren bis eine cremige Masse entstanden ist. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.
(3) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Blech mit Backpapier belegen.
(4) Für den Knetteig das Mehl mit dem Backpulver vermischen. Dann entweder mit reibenden Handbewegungen oder mit Hilfe der Küchenmaschine die Butter mit dem Mehl vermengen bis alles eine krümelige Konsistenz hat. Die beiden Zuckersorten, Salz, Eier und Milch dazu geben und alles zu einem festen Teig kneten. Den Teig mit den Händen gleichmäßig auf dem Backblech verteilen und fest drücken. Dabei einen Rand hochdrücken.
(5) Die Puddingcreme gleichmäßig auf dem Teig verteilen. Dann die abgetropften Rhabarberstücken drüber geben.
(6) Das Blech auf mittlerer Schiene 35-40 Minuten backen.
(7) Wenn der Kuchen fertig ist, sofort mit der geschmolzenen Butter bestreichen und Puderzucker bestäuben.

Genießen!

Quelle: Das Backbuch. Verlag für die Frau. 19. Auflage 1983. p 57 und p 17

Veggie Stirfry mit selbstgemachter Teriyaki Sauce – Garantiert unauthentisch aber lecker

Ich habe mal meinen Foto-Ordner durchgeguckt und mit Erschrecken festgestellt, dass ich gar nicht mehr so viel bloggenswerte Rezepte auf Halde habe. Schande über mich! Nur noch welche, die ich nochmal kochen möchte (auch weil ich mit dem Rezept noch nicht so zufrieden war oder das Bild nicht so hübsch ist) oder die eindeutig nicht in diese Jahreszeit passen. Also müssen ein paar neue Gerichte fabriziert werden und nicht immer dieselben Lieblingsessen gekocht. Wozu bin ich denn sonst immer noch irgendwie Bloggerin.

Davon berichtete ich zusammen mit meinen Essensplänen für das Wochenende auch Frau Kochschlampe. Für Sonnabend war eben gewoktes Gemüse aus einem Großteil des Biokisten-Gemüses. Ich hielt es nicht für weiter bloggenswert, Frau Kochschlampe meinte „Warte mal ab.“. Und Recht hatte sie! Als Würzung bastelte ich noch eine hausgemachte Teriyaki Sauce zusammen, die so simpel ist von der Rezeptur, es ist fast peinlich. Aber im Zusammenspiel mit den ganzen Gemüsen und dem chinesischen Fünfgewürzepulver ist eine wirklich feine Sache bei rumgekommen. Ihr müsst Euch natürlich nicht sklavisch an meine Gemüsemengen halten und könnt ergänzen bzw. weglassen je nachdem was Euer Kühlschrank so hergibt. Das ist ja das herrliche am garantiert-unauthentischen-Kochen: wir können es ändern, wie es uns schmeckt. Ihr mögt keinen Pak Choi? Ersetzt ihn mit Blattspinat oder Mangold. Porree durch Frühlingszwiebeln austauschen, ein paar schickere Pilze als Champignons benutzen oder noch Knoblauch dazu? Ihr mögt das Gemüse eher knackiger? Einfach nicht so lange braten oder länger, wenn ihr es weicher bevorzugt. So ein Gericht ist perfekt, um komische Gemüsereste loszuwerden. Auch bei den Beilagen seid ihr flexibel: Reis dazu kochen, schon gekochten Reis vom Vortag vorher anbraten und alles mischen oder ein paar chinesische Nudeln unterrühren. Wer mag kann noch Tofu mitbraten oder Ei. Es ist so vielfältig! Wunderbar!

Veggie Stirfry mit Teriyaki-Sauce

Zutaten für 2 ordentliche Portionen:
2-3 Möhren
1 rote Paprikaschote
150 g Champignons
1 großer Pak Choi
1 Stange Porree
1 daumengroßes Stück Ingwer
3 EL Sesamkörner
1-2 EL Öl
2 TL Fünfgewürze-Pulver
4-5 EL Teriyaki-Sauce (siehe unten)

(1) Das ganze Gemüse vorbereiten. Die Möhren schälen. Dann je nach Größe halbieren oder dritteln. Die Stücke längs in dünne Scheiben schneiden und diese in dünne Streifen. Die Paprika waschen, entkernen und längs ebenfalls in dünne Streifen schneiden. Diese halbieren. Von den Champignonsstielen das Ende abschneiden, putzen und danach in Scheiben schneiden. Vom Pak Choi das Ende abschneiden und in einzelne Blätter trennen. Diese waschen und trocknen. Den Stiel ca. 2 cm breit schneiden, die Blätter dritteln oder vierteln. Die Porreestange putzen und in ca. 1 cm breite Stücke schneiden. Den Ingwer schälen und sehr fein würfeln.
(2) Eine große Pfanne oder Wok auf hoher Hitze heiß werden lassen. Die Sesamkörner ohne Öl darin unter gelegentlichem Rühren rösten bis sie braun sind und duften. Sofort in ein kleines Schüsselchen umfüllen.
(3) Das Öl in der Pfanne richtig heiß werden lassen. Möhren und Ingwer zufügen und unter Rühren ca. 3 Minuten anbraten. Paprika und Pak Choi-Stengel zufügen und 2 Minuten mitbraten. Porreescheiben und Pilze zugeben. Mit dem Fünfgewürze-Pulver bestäuben und unter Rühren weiter braten. Mit der Teriyaki-Sauce ablöschen. Die Pak Choi-Blätter unterrühren und so lange garen bis die Blätter zusammen gefallen sind und das Gemüse gar ist, aber noch Biss hat.

Mit Reis servieren. Wer mag, kann sich gerne noch ein Spiegelei dazu braten.

Genießen!

Teriyaki-Sauce

Zutaten für ca. 150 ml:
6 El Sojasauce
6 EL Mirin
6 EL Sake
3 TL Zucker

Alle Zutaten gut verrühren bis sich der Zucker aufgelöst hat. Dann je nach Rezept verwenden, z.B. für Hähnchen oder Lachs oder einfach über gebratenes Gemüse und einreduzieren lassen.

Quelle: nach Just One CookbookTeriyaki Sauce

Die restliche Sauce steht im Kühlschrank und harrt ihrer Verwendung. Von den Ergebnissen werde ich dann an dieser Stelle wieder berichten.

Noch nicht viel frisches Gemüse in Sicht – Linsen-Spinat-Auflauf

Seien wir mal ehrlich, so wirklich prall mit einheimischem Gemüse ist es noch nicht, oder? Ja, der Bärlauch wuchert im Buchenwald und der erste deutsche Spargel lugt aus der Erde und wird für ein Heidengeld verkauft, aber ansonsten? Klar, Paprika, Tomaten und Zucchini gibt es aus den südlicheren Gefilden oder Kohl, Rote Bete, Sellerie und Möhren aus dem Lager, aber so richtig jetzt erst gewachsen? Die letzten Feldsalate lassen sich ernten und der Winterspinat muss aus den Beeten raus, damit sie für die neue Aussaat fertig gemacht werden können.

Und was kann man mit dem ganzen Spinat anstellen? Wie wäre es mit diesem überraschend leckeren Auflauf? Erdige Linsen, salziger Feta mit einer fruchtigen Tomatensauce und dem Spinat sind eine wirklich köstliche Kombination, die ich Dank Frau Kochschlampes Empfehlung kennenlernen durfte. Es sieht auf den ersten Blick nach einer komplizierten Zubereitung aus, aber eigentlich ist es ganz einfach, auch wenn man drei Töpfe/Pfannen benötigt. Die einzelnen Schritte lassen sich wunderbar hintereinander weg zubereiten oder wenn man etwas weniger Energie hat wie ich, dann können Tomatensauce und Linsen schon am Vortag vorbereitet werden und am Tag des Essens nur noch schnell den Spinat dünsten und den Auflauf schichten. Und dadurch, dass der Auflauf ein paar Minuten länger im Ofen benötigt, kann währenddessen in der Küche schon klar Schiff gemacht werden. Wer die doppelte Portion machen möchte, kann ihn folgendermaßen schichten: 1/2 Linsen – 1/2 Spinat – Tomatensauce – 1/2 Spinat – 1/2 Linsen – restlicher Feta. Er sieht zwar nicht sonderlich ansprechend aus, aber probiert den Auflauf unbedingt mal aus, der ist zu gut!

Linsen-Spinat-Auflauf

Zutaten für 2 Portionen:
300 ml Gemüsebrühe
150 g Rote Linsen
1 kleines Lorbeerblatt
300 g frischer Spinat (oder 250 g TK-Spinat)
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
100 g Feta
2 TL Olivenöl
1 EL Tomatenmark
1/2 Dose stückige Tomaten (ca. 200 g)
Salz, Pfeffer
1 Prise Chiliflocken
Zucker
Prise Muskatnuss

Olivenöl zum Einfetten der Form

(1) Die Gemüsebrühe in einem Topf zum Kochen bringen, die Linsen und Lorbeerblatt hinzufügen und abgedeckt 10 Minuten bei mittlerer Hitze kochen lassen. Den Topf vom Herd nehmen und die Linsen quellen lassen. Lorbeerblatt entfernen.
(2) Wenn ihr frischen Spinat verwendet, diesen gründlich waschen, tiefgekühlten auftauen. Gut abtropfen lassen. Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Den Feta zerkrümeln. Die Hälfte vom Feta unter die Linsen rühren.
(3) Eine kleinere Auflaufform mit Öl einfetten. Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(4) In einem kleinen Topf 1 TL Olivenöl erhitzen, Zwiebelwürfel glasig andünsten. Die Knoblauchwürfelchen zugeben und kurz andünsten bis sie duften. Dann das Tomatenmark unterrühren und mit anbraten. Die Dosentomaten zufügen, mit Salz, Pfeffer, den Chiliflocken und 1 Prise Zucker würzen. Alles offen etwa 10 Minuten bei mittlerer bis mittelhoher Hitze etwas einkochen lassen.
(5) In einer Pfanne den übrigen 1 TL Olivenöl erhitzen, Zwiebel- und Knoblauch zufügen und andünsten. Den Spinat zufügen und dünsten bis er zusammen gefallen ist bzw. durcherhitzt ist. Mit Salz, Pfeffer und etwas Muskatnuss würzen.
(6) Die Linsenmasse in der Auflaufform gleichmäßig verteilen. Die eingedickte Tomatensauce darauf verstreichen, dann den Spinat darauf geben und mit dem restlichen Feta bestreuen. Auf der mittleren Schiene des Ofen in 30-40 Minuten goldbraun backen.

Genießen!

Quelle: nach einem Rezept von „Engelchens Probierstübchen“ (mittlerweile nur noch per Passwort zugänglicher Blog)

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