Traditionell süddeutsch – Edle Rahmpfifferlinge

Es ist schon fast peinlich: Ich bin Biologin, genauer gesagt Botanikerin, aber bei Pilzen bin ich grottenschlecht. Sowohl im Finden als auch im Erkennen. Ich hatte nie einen Pilzkurs und weiß auch nicht, wo hier in der Gegend gute Pilzstellen sind. Aber dafür müsste ich wahrscheinlich auch wissen, wo so Pilze gerne leben und dann könnte ich die entsprechende Landschaft suchen. Aber was ich weiß, dass Pilze feucht-warmes Wetter mögen und es so ab Sommer so richtig los geht. Dann können Pfifferlinge gefunden werden und ab Spätsommer dann Steinpilze, Maronen und Konsorten. Allerdings sah ich in einer Sendung im Bayerischen Fernsehen, dass Pilze eigentlich keine spezille Saison haben, so findet man auch im Winter an Bäumen Judasohren oder im Frühjahr die begehrten Morcheln. Ihr seht, findige Pilzkenner haben prinzipiell das ganze Jahr zu tun.

Aber wie gesagt, ich gehöre nicht dazu und bin auf Supermarkt- und Wochenmarktware angewiesen. Und momentan gibt es öfter frische Pfifferlinge zu kaufen. Also nahm ich eine Packung mit, ohne genauen Plan, was ich damit anfange. Da fielen mir die Semmelknödel im Tiefkühler ein und dass der eh viel zu voll ist (nicht, dass er wesentlich leerer wird *seufz*). Also irgendwas kochen, was zu den Knödeln passt. Wie wäre es mit DEM süddeutschen, vegetarischen Klassiker: Rahmschwammerl. Ein Rest Sahne war noch im Kühlschrank und Schmand auch. Ich mag es, wenn Sauce eine leicht säuerliche Note hat. Perfekt. Da beim Putzen der Pfifferlinge doch mehr Ausschuss war als gedacht, wurden noch einige von Frau Kochschlampes mitgebrachten Morcheln und der Lieblingsärztin selbstgesammelte und -getrocknete Steinpilze mit reingebraten. Ein wahrlich edles Ragout! Sehr köstlich und dabei doch so einfach zuzubereiten! Kann es auch norddeutschen Muschelschubsern sehr empfehlen nachzukochen und die geneigte Leserschaft aus südlichen Gefilden weiß ja eh, was sie daran hat, oder?

Edle Rahmpfifferlinge

Zutaten für 2 Portionen:
10 g getrocknete Morcheln
10 g getrocknete Steinpilze
250 g geputzte Pfifferlinge
1 Zwiebel
1 kleine Knoblauchzehe
1/2 Bund Petersilie (deutsch, nicht türkisch)
1 EL Butter
Salz, Pfeffer
100 g Sahne
100 g Schmand

(1) Die getrockneten Pilze in eine Schüssel geben und mit kochendem Wasser übergießen. Etwa 60 Minuten stehen lassen. Nach der Zeit die Pilze gut ausdrücken und große Stücke halbieren und dritteln.
(2) Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und beides fein würfeln. Die Petersilie waschen, trocknen und mittelfein hacken.
(3) Die Butter in einer größeren Pfanne bei mittelhoher Hitze schmelzen lassen. Zwiebel und Knoblauch glasig andünsten. Die Pfifferlinge sowie die eingeweichten Pilze in die Pfanne geben und bei hoher Hitze (nicht die höchste Stufe) anbraten. Etwas Salzen und pfeffern. Wenn die Pilze etwas Flüssigkeit lassen die Sahne zufügen und bei mittlerer Hitze weiter garen. Dabei reduziert sich die Sahne. Nach etwa 10 Minuten den Schmand zugeben und gut unterrühren. Die Petersilie zugeben. Kosten, ob noch Salz und Pfeffer fehlt. Servieren.

Dazu passen Semmelknödel, aber auch Nudeln oder Spätzle/Knöpfle.

Genießen!

12 von 12 im August

*ähem* Ja, der 12. August ist schon ein Weilchen her, aber irgendwie war ich in der letzten Zeit ein wenig fotofaul, so dass sie unbearbeitet auf der Festplatte rumdümpelten. Aber endlich konnte ich mich aufraffen und zeige Euch einen angenehm faulen Freitag in der Ostseeheimat. Die Tage davor waren voll und das Wetter am Freitag ungemütlich.

Der Tag begann grau und kühl:

Aber ein Frühstück mit Frau Mama, die extra etwas später zur Arbeit ging, machte den Morgen schöner:

Danach machten wir noch ein paar Besorgungen im Stadtteil, unter anderem meine geliebte Blutgrützwurst, die am allerbesten von dem Metzger im Stadtteil schmeckt:

Frau Mama machte sich danach auf zur Arbeit und ich entdeckte auf der Suche nach einer bestimmten Tasse eine erdbeerige Niedlichkeit im Geschirrschrank:

Mir war schon die ganze Zeit nach Hackschmorkohl also habe ich welchen für die Familie gemacht und meine Portion gleich zum Mittag mit ein paar Kovi ubi gegessen:

Danach ein wenig ausruhen mit den obligatorischen Phineas und Ferb im TV und ein wenig neuerworbenem Lesestoff auf dem Schoß:

Der Nachmittagskeks war ein Hanseat. Ein Muss, wenn ich zu Hause bin:

Der Vorteil, wenn man mal einen Tag in der Woche frei hat? Man kann auch nachmittags ein Muskelentspannungsbad nehmen und so die verspannungsbedingten Kopfschmerzen vertreiben:

Die Bohnen im elterlichen Garten werfen gute Ernte ab, so dass wir fast nicht mehr wissen, wohin damit. Und bevor sie schlecht werden, putze ich sie fix, während ich die Olympischen Spiele im TV gucke und blanchiere sie, damit Frau Mama sie einfrieren kann. Ich finde Bohnenputzen ja eine unglaublich entspannende Arbeit:

Dann trudelten auch die Eltern ein und gemeinschaftlich machten wir den Kartoffelsalat zu Ende, den sich die Lieblingstante für ihren Besuch am nächsten Tag gewünscht hat:

Das Bild nach dem Abendbrot bevor ich mein drittes Stück Kuchen an dem Tag aß. Es war der wunderbare Apfelkuchen von Frau Mamas Lieblingskollegin. So lecker!

Der Abend endete mit Frau Mama im Sessel, Herrn Papa und mir auf dem Sofa und Mr. Lewis und Hathaway im Fernsehen. *hachz* Hathaway! *ggg*

Wer neugierig auf noch mehr Leben am 12. August ist, gucke sich die Links bei „Draußen nur Kännchen“ an.

Werbung für Deutschland – Rostock/Warnemünde zur Hanse Sail 2016

Ist es bei Euch auch so warm, ja man kann durchaus sagen heiß, wie hier in Göttingen? Braucht die geneigte Leserschaft eine kleine Erfrischung und eine frische Brise um die Nase? Dann kommt mit, ich nehm‘ Euch mit auf einen Spaziergang ans Meer nach Rostock/Warnemünde. Und weil gerade die Hanse Sail war, könnt Ihr auch noch gleich ein paar große, beeindruckende Segelschiffe gucken. Was haltet Ihr davon?

Mit der S-Bahn bin ich von unserem Stadtteil 10 Minuten mit der S-Bahn nach Warnemünde gefahren und dort erstmal zum Passagierkai gegangen, der eigentlich das Anlegeterminal für die Kreuzfahrtschiffe ist, jetzt aber der Hauptveranstaltungsplatz für die Hanse Sail in Warnemünde war. Dort lagen einige Segelschiffe, die der interessierte Besucher auch besichtigen und mit ausfahren konnte. Gleich hinter dem Tunneldurchgang lag die „Kruzenshtern„, ein 1926 gebautes Segelschulschiff der russischen Flotte. Irgendwie beeindruckend groß! Das Schiff wurde in Bremerhaven gebaut, lief als „Padua“ vom Stapel und gehörte zur selben Baulinie, wie die berühmte „Pamir„. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging sie allerdings als Reparationsleistung an die Sowjetunion, wo sie nach dem deutschen Kapitän Krusenstern benannt wurde, der gleichzeitig russischer Admiral war.

Weiter nach hinten Richtung Mittelmole waren viele Fressbüdchen aufgebaut und das große Riesenrad, von dem man bestimmt einen großartigen Ausblick über Meer, Strand und Schiffe hat.

Auch auf dem anderen Teil des Passagierkais lagen noch (mindestens) zwei Segelschiffe, das russische Schulschiff „Sedov“ und die polnische „Dar Młodzieży„:

Da wurde es mir dann aber irgendwie zu bunt und zu voll, so dass ich über den Alten Strom Richtung Ortskern ging. Die rechte Seite des Alten Stroms lohnt sich für Leute, die gerne frischen und/oder geräucherten Fisch kaufen wollen, dort liegen die noch aktiven Fischer und bieten ihren Fang an:

Der Klassiker ist es dann Am Strom entlang zu flanieren…

… die Kapitänshäuser bestaunen …

… und ein Fischbrötchen zu essen (meines war mit einer Fischfrikadelle).

Der Strom wird immer weiter und am Ende sieht man schon das Meer, auf dem zur Hanse Sail immer ein paar Segler kreuzen. Ist schließlich auch ihr Job, oder? ;-)

Hübscher Blick über die Molenmauer zum Teepott und Leuchtturm. Und ja, auf den Leuchtturm kann man rauf gegen geringen Eintritt:

Blick auf das Hanse Sail-Geschehen mit beginnenden Menschenmassen (und neugieriger Möwe):

Meer – Wellenbrechersteine – Steuerbord Molenfeuer:

Blick Richtung „Wilhelmshöhe“:

Die Temperatur waren eher kühl und die Sonne ließ sich nicht wahnsinnig oft blicken, aber sich unter dramatischem Himmel durchpusten lassen, ist immer gut:

Zum Glück war der Sand relativ fest, sonst ist das Gehen darauf echt anstrengend:

Viele kleine Segelschiffe auf der Ostsee mit dem Molenfeuer und wogenden Wellen:

So nach zwei Stunden war mir auch kühl genug und die Menschenmassen wurden immer mehr, so dass ich mich langsam auf den Heimweg machte. Nicht ohne nochmal einen Blick auf das Duo Teepott und Leuchtturm zu erhaschen:

Und wenn man nicht dringend die großen Straßen zum Bahnhof zurück nimmt, sondern kleine Gässchen, entdeckt man solche hübschen Häuschen:

Oder die Variante von etwas wohlhabenderen Leuten in hellblau:

Und wer sagt, dass es kein Fachwerk an der Ostseeküste gibt, hier der Gegenbeweis in breit:

Und schwupps war ich am Bahnhof und saß in der S-Bahn Richtung zu Hause bevor es richtig voll wurde :-)

Und seid Ihr etwas erfrischter? Hat es Euch gefallen? Könntet Ihr Euch vorstellen auch mal dort am Strand zu spazieren, Muscheln suchen und Möwen beobachten?

 

Unglaublich gut! – Ungarisches Kartoffelgemüse mit Kovászos uborka

 

Noch ist Sommer und in Ungarn werden bestimmt noch fleißig Kovászos uborka gemacht, die während der heißen Monate in jedem ungarischen Kühlschrank zu finden sind. Dort ist das Wetter aber auch stabil wärmer, so dass auch mehrere Produktionen hintereinander weg möglich sind. Hier in Deutschland freue ich mich über jedes stabilere Hoch, dass Temperaturen von mindestens 25°C über mehrere Tage bringt, damit ich meine heißgeliebten Kovi ubi ansetzen kann. Wie jetzt zum Beispiel *g*

Aber wenn die Gürkchen dann fertig fermentiert sind, was damit anstellen, außer als saure Beilage zu Gulasch und Konsorten zu essen? Meine Quelle der Inspiration in Bezug auf modernisierte ungarische Küche ist sehr häufig der Blog „Chili & Vanilia“ von Zsófi Mautner, die mittlerweile auch Kochbücher schreibt, Herausgeberin ist, Kochvorführungen gibt und überhaupt kulinarisch sehr vielseitig interessiert. Sie versucht die traditionelle ungarische Küche ein wenig zu modernisieren, was ihr gut gelingt, wie ich finde.

Sie zeigte Anfang des Sommers ein Kartoffelgemüse, das mit den Kovi ubi verfeinert wurde und zum Knuspern mit einer Portion Paprikawurst-Krümel bestreut wurde. Uuh! Was für eine Idee! Kartoffelgemüse mag ich eh und dann noch die Gürkchen mit ihrem speziellen Geschmack. Aiaiaiai! Das muss ausprobiert werden!

Wurde es auch und war ein voller Erfolg! Meine Güte ist das Zeug lecker! Cremiges, leicht saures Gemüse, das wunderbar frisch schmeckt durch den Schmand und den Dill, dazu das Knusprige der Wurstkrümel, die mit ihrer geräucherten Note das gewisse Etwas zum Gemüse bringen. Der Vegetarier an sich lässt die Wurstkrümel natürlich weg, aber ich würde dann, glaub ich, Brot mit geräuchertem Paprikapulver, Olivenöl, Majoran schreddern und in einer Pfanne anbraten bis es knusprig ist. So ähnlich wie die Italiener Pangrettato für ihre Pasta basteln.

Aber auf alle Fälle, wenn ihr solche Gurken daheim habt oder welche kaufen könnt (gibt es als Salz-Dill-Gurken o.ä. mit Milchsäuregärung von Hengstenberg oder Spreewald Gurken zu kaufen), macht dieses Gemüse als Hauptgericht zum Mittag! Dringend!

Ungarisches Kartoffelgemüse mit Sommergurken und Kolbászkrümel

Zutaten für 3 Portionen:

Für die Kolbászkrümel:
2-3 Scheiben Roggenbrot
75 g weichere Kolbász
(oder spanische Chorizo)

30 g Butter
2 Knoblauchzehen
750 g neue Kartoffeln
400 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer
1 Lorbeerblatt
150 ml Saure Sahne/Schmand
200 g Kovászos uborka
1 Bund Dill
1/2 TL Rohrzucker
1 EL guter Essig

(1) Als erstes die Kolbászkrümel vorbereiten. Dafür den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Brotscheiben in kleine Würfel schneiden. In einer kleinen Auflaufform in den Ofen geben und in 10 Minuten goldbraun rösten. Dabei ein Auge darauf haben, dass sie nicht verbrennen. Währenddessen die Haut von der Kolbász (oder Chorizo) ziehen und in kleine Würfel schneiden. In einer Pfanne bei mittelhoher Hitze das Fett anbraten und das Fett auslassen. Die Brotwürfel dazu geben und gut verrühren und noch ein bisschen weiterbraten bis die Brotwürfel das würzige Fett aufgesogen haben. Zur Seite stellen.
(2) Das Gemüse vorbereiten. Die Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Die Kartoffeln schälen und in 1/2 cm große Würfel schneiden. Die eingelegten Gurken ebenfalls in 1/2 cm große Würfel. Den Dill fein hacken.
(3) Die Butter in einem Topf zum Schmelzen bringen und die Knoblauchwürfelchen bei mittelhoher Hitze andünsten, aber nicht braun werden lassen. Die Kartoffelwürfel zugeben und gut unterrühren. Mit soviel Gemüsebrühe aufgießen, dass die Kartoffelwürfel nicht ganz bedeckt sind. Salzen, pfeffern und das Lorbeerblatt dazu geben. Deckel drauf und ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis die Kartoffeln gar sind.
(4) Ein Drittel der Kartoffeln mit 1-2 EL Kochflüssigkeit mit Hilfe eines Stabmixers fein pürieren. Ja, das sieht aus wie Kleister, dient dem Andicken des Gemüses, weil es wieder untergerührt wird und fällt beim Essen nicht auf.
(5) Den Topf vom Herd nehmen und sowohl die glattgerührte Saure Sahne als auch die Gurkenwürfel und Dill unterrühren. Nicht mehr kochen lassen, weil sonst die Saure Sahne unschön ausflockt. Zum Schluss mit ein wenig Zucker und Essig abschmecken. Lauwarm oder kalt servieren. Zum Schluss mit den Kolbászkrümeln bestreuen.

Genießen!

Quelle:Chili & Vanilia“ – Kovászos uborkás újburgonyafözelék kolbászmorzsával

Einfach, lecker und gesund – Hähnchenstreifen mit viiel Gemüse aus dem Ofen

Vor nicht allzu langer Zeit entdeckte ich die ungarische Seite „Streetkitchen„, auf der bekannte ungarische Blogger Rezepte in Wort und Bild vorstellen und einmal wöchentlich im ungarischen TV auftreten. Und ich muss sagen, mir gefallen die Videos und Rezepte sehr! Es werden ungarische Klassiker vorgestellt (z.B. DAS ungarische Paprika-Hühnchen schlechthin oder selbstgebackene Retro-Snacks), aber auch Gerichte aus andere Küchen der Welt und auch Streetfood wie hausgemachte Big Macs oder Tandoori Spieße. Für mich eine wirklich schöne Inspirationsquelle mit schon vielen virtuellen Lesezeichen *g*

Bloggerin Dóra präsentierte darin eine Gericht in dem viiiel Gemüse und Hähnchenstreifen in Backpapiertaschen gegart werden. Das war mir für den Tag, aber zu viel Pfriemelei (ich besitze doch keine Bastelgeduld), also wurde kurzerhand alles in eine Auflaufform geschmissen und die Garzeit verlängert.

Und es ist wirklich köstlich! Würzig, leicht, gemüsig aromatisch. Großartig! Und wirklich nicht viel Arbeit (Wenn ich das schon sage!). Schnell in die Auflaufform schmeißen und entspannen, so lange es im Ofen gart. Perfekt für stressige Tage, an denen einem nach Comfort Food ist! Natürlich könnt ihr das Gemüse nach persönlichen Vorlieben und Vorratslage ändern, wichtig ist nur, dass es in etwa gleich große Stücke geschnitten wird, damit sie auch gleichzeitig gar werden. Und gerade jetzt im Spätsommer ist die Auswahl an frischem, regionalen Gemüse ja fast überbordend. Also tobt Euch aus und werdet glücklich mit diesem Essen :-)

Hähnchenstreifen mit viiiel Gemüse aus dem Ofen

Zutaten für 3 große Portionen:

Für die Gewürzmischung:
1 TL Salz
1/2 TL gemahlener Pfeffer
1/2 TL frisch geriebene Muskatnuss
1 TL geräuchertes Paprikapulver mild
1 Prise Chiliflocken

1 Hähnchenbrustfilet (also 1/2, nicht die ganze)
1/2 Paprikaschote
1 mittlere Zucchini
1 größere Karotte
1 handvoll Cocktailtomaten
100 g Erbsen (TK)
Salz, Pfeffer
4 EL Olivenöl
2 EL Wermut oder Weißwein
3 TL Butter
einige Zweiglein Thymian und Rosmarin

Öl für die Auflaufform
Alufolie

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine mittlere Auflaufform dünn einölen.
(2) Zuerst die Gewürzmischung mischen. Dafür Salz, Pfeffer, Muskatnuss, Paprikapulver und Chiliflocken miteinander verrühren. Das gewaschene und getrocknete Hähnchenbrustfilet in Streifen schneiden und in der Gewürzmischung wälzen.
(3) Die Paprikaschote in schmale Streifen schneiden, die Karotte ebenfalls. Die Zucchini halbieren oder dritteln und in breitere Streifen schneiden. Die Cocktailtomaten halbieren. Alles zusammen mit den Erbsen in die Auflaufform geben, mit dem Olivenöl, Salz und Pfeffer gut vermischen. Die gewürzten Hähnchenstreifen dazwischen legen. Den Wermut drüber gießen, Gewürzzweige und Butter darauf verteilen. Mit Folie abdecken und am Rand gut festdrücken. In die Mitte des Ofens geben und ca. 50 Minuten backen lassen bis alles gar ist.

Mit Brot, Kartoffelpüree oder Reis servieren.

Genießen!

Quelle: nach StreetkitchenPapírtasakban sült csirke zöldségekkel

Auberginiges Letscho aus dem Ofen aka Ofen-Ratatouille

Ich bin so ein bisschen verrückt, was Zutaten angeht. So kaufe ich tatsächlich nur Spitzpaprika aus Ungarn und nur im Sommer und auch nur die gelben. Die haben eine angenehme Schalenstärke und sind auch wesentlich aromatischer (für mich). Auch wenn sie an Tantes Paprikaschoten aus ihrem Garten nicht rankommen, aber sie sind besser als nichts ;-) Und so kaufte ich noch ein Netz hübscher gelber Letschopaprika an meinem letzten Tag in Ungarn. Nur Letscho wollte ich damit nicht machen, weil ich es schon zweimal in Ungarn aß. Aber was dann?

Im Buch von Zsofi Mautner, in dem ich auf der Suche nach dem Rezept für die Kovi ubi (ungarische, fermentierte Sommergurken) war, fiel mir ein Rezept für Letscho aus dem Ofen mit Auberginen ins Auge. Nach etwas genauerer Begutachtung ist es doch eine Art Ratatouille, aber hey, wenn mit dem Namen experimentierunfreudige Ungarn geködert werden können, dieses französische Nationalheiliggericht auszuprobieren, ab dafür :-)

Die Zutaten waren ursprünglich für 4-6 Portionen angegeben, also hab ich nur die Hälfte gemacht, die bei mir locker für 3 Portionen ausreichte. Zuerst war ich etwas skeptisch, ob das mit der Zeit im Ofen auch hinkommt, aber wenn die Masse nicht so dick in eine Auflaufform oder Blech gegeben wird, wird es großartig! Sogar die Auberginen bekommen die richtige Konsistenz, wenn man die Würfel nicht gerade grob lässt. Für meine drei Portionen habe ich eine große Auflaufform genommen (ca. 32 x 20 cm), für die doppelte Menge würde ich tatsächlich ein Backblech empfehlen.

Die Zubereitung ist ganz unkompliziert: Gemüse schnippeln (die Tomaten habe ich nur entkernt, nicht gehäutet), dann mit den Gewürzen, Öl und Tomaten aus der Dose vermenge, in eine Auflaufform geben und für ca. 30 Minuten im Ofen vergessen. Es wird wundervoll duften! Und dann wird alles genau den richtigen Garpunkt, genug weich, aber nicht zu sehr. Für mich so gut, dass es das ab sofort öfter geben wird :-) (Und ich vielleicht noch die ein oder andere Portion einwecke!) Große Nachkochempfehlung von mir!

Einfaches Letscho-Ratatouille aus dem Ofen

Zutaten für 2-3 Portionen:
1 kleine Aubergine
1 mittlere Zucchini
1 mittlere Zwiebel
2 größere Tomaten
2 gelbe Spitzpaprika
1/2 Bund glatte Petersilie
1 kleine Dose geschälte Tomaten (ca. 400 g)
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
3 EL Olivenöl

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine große Auflaufform mit Backpapier auslegen.
(2) Das Gemüse waschen und trocknen. Die Aubergine und Zucchini in mittelkleine Würfel schneiden. Die Zwiebel häuten, halbieren und in dünne Halbringe schneiden. Die Tomaten halbieren, grünen Strunk und Kerngehäuse entfernen, dann mittelfein würfeln. Die Spitzpaprika halbieren, Kerne herausnehmen und in längliche Streifen schneiden. Die Petersilie hacken. Alles in eine größere Schüssel geben.
(3) Das Gemüse mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen. Olivenöl und der gesamte Inhalt der Tomatendose darüber geben. Die Tomaten beim verrühren grob zerteilen.
(4) Alles in die Auflaufform geben und für ca. 30 Minuten auf mittlerer Schiene im Ofen garen lassen.

Zusammen mit frischen Fladenbrot servieren.

Genießen!

Quelle: Mautner, Zs. (2014): Főzőiskola – Középfok. libri. Budapest. p 44

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Ti is szeretitek a lecsót? Én nagyon, de csak igazi zöldpaprika Magyarországból, mással nem izlik nekem. De az itt Németországon csak nyáron tudok venni, de akkor sem annyira aromás mint a kertből Nagysápon. És úgy vettem még lecsópaprikát az utolsó szabinapom. Csak mit csinálni belőle? Lecsó már volt kétszer egy hetten belül. De Mautner Zsófi második Főzőiskola könyvben találtam egy recept padlizsános lecsóra, amit nagyon jó hangzott.

És igaza volt az érzésemnek, nagyon jól sikerült és annyira finom lett! Mindenképpen ki kell próbálnátok! Kevés idö kell az elöi munkára és az fél óra a süttőben lehet pihenni :-)

Padlizsános lecsó a tepsiből

Hozzávalók 2-3 főre:
1 kis padlizsán
1 közepes cukkini
1 közepes hagyma
2 nagyobb paradicsom
2 zöldpaprika
1/2 csokor petrezselyem
1 kis doboz hámozott paradicsom (kb. 400 g)
1 tk őrölt római kömény
só, bors
3 ek olíva olaj

(1) A sütőt 200°C előre melegítünk. Egy tepsibe sütőpapírt rakjuk.
(2) A zöldségek mosunk és szárítjuk. A padlizsánt és cukkinit közepes kis kockára vágunk. A hagymát hámozzunk és vékony félkerékre vágjuk. A zöldpaprikák vékony csíkokra vágjuk. A paradicsomot felezünk, a zöld részt és a magok kivesszük és kisebb kockára vágunk. A petrezselymet apróra vágjuk. Mindent egy nagyobb tálban teszünk.
(3) A zöldségek bors, só és romai köménnyel fűszerezünk. Olíva olajt és az egész doboz hámozott paradicsom hozza adjuk. A paradicsomot egy kicsit szét válunk. Jó összekeverünk az egészet és teszünk a tepsibe. Kb. 30 percet sütünk közepes rácson a sütőben.

Kész amikor a padlizsán szép puha és minden illatos. Friss kenyérrel tálalunk!

Jó étvágyatok!

Ein amerikanischer Klassiker – Hackbällchen in Tomatensauce aus dem Slowcooker

Alles, was mit Pasta und Tomatensauce zu tun hat, wird ja automatisch Italien zugerechnet. Aber diese Variante mit Hackbällchen ist nicht traditionell italienisch, sondern wurde in den USA erfunden. Und wird dort fast kultisch verehrt, wie man ja auch an der berühmten Szene aus dem Disney-Film „Susi und Strolch“ sieht:

(Und nein, es ist nicht mein Lieblingsfilm, ich habe um genau zu sein, ein kleines Susi-und-Strolch-Trauma, weil wir das Hörspiel auf langen Fahrten nach Ungarn für meinen Geschmack ein paar mal zu oft gehört haben *g*)

Kommen wir zurück zu den Hackbällchen. Im Slowcooker lassen sie sich ganz entspannt schmurgeln, während man mit den Kindern spielt, den Garten auf Vordermann bringt oder die komplette Wohnung durchwischen. Zum Zeitgewinn kommt noch hinzu, dass die Hackbällchen unglaublich zart werden und die Tomatensauce sehr aromatisch. Dann nur noch schnell Spaghetti kochen und genießen! So einfach, so gut! Zu Recht ein Klassiker der italo-amerikanischen Küche!

Hackbällchen mit Tomatensauce aus dem Slowcooker

Zutaten für 4 Portionen:
1 Karotte
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 Stange Staudensellerie
einige Stengel Basilikum
1 EL Zucker
750 g passierte Tomaten
Salz, Pfeffer

Für die Hackbällchen:
500 g Rinderhackfleisch (oder halb und halb)
1 Ei
Salz, Pfeffer
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 TL Oregano
1-2 EL Semmelbrösel

Olivenöl

Slowcooker: 3,5 l
Temperatur: HIGH (oder LOW)
Zeit: 3-4 Stunden (oder 6-8 Stunden)

(1) Zuerst das Gemüse für die Sauce vorbereiten. Zwiebel und Knoblauchzehe häuten, die Karotte schälen, den Staudensellerie entfädeln und alles fein würfeln. Vom Basilikum die Blätter abnehmen, im Kühlschrank zwischenparken und die Stiele fein schneiden.
(2) Die Hackbällchen machen. Dafür die Zwiebel und Knoblauch häuten und fein würfeln. Zum Hack und Ei in die Schüssel geben, mit Salz, Pfeffer und Oregano würzen. Die Semmelbrösel zugeben und einen Teig kneten. Daraus ca. 20 golfballgroße Bällchen formen.
(3) In einer großen Pfanne etwas Olivenöl auf hoher Temperatur erhitzen. Die Bällchen darin von allen Seiten braun anbraten, sie müssen nicht durch gegart sein. In den Einsatz des Slowcookers geben.
(4) Die Hitze etwas runter schalten und die Zwiebeln, Knoblauch, Möhre, Staudensellerie und Basilikumstiele auf mittelhoher Hitze andünsten. Den Zucker zufügen und etwas karamellisieren lassen. Die passierten Tomaten hinein gießen, kurz aufkochen lassen und über die Hackbällchen in den Slowcooker geben.
(5) Deckel auflegen und auf HIGH 3-4 Stunden (oder LOW 6-8 Stunden) garen.
(6) Kurz vor dem Servieren den Basilikum zerzupfen und unter die Sauce rühren.

Zusammen mit Spaghetti und Parmesan bestreut servieren.

Genießen!

Wer keinen Slowcooker hat, kann es natürlich auch im normalen Topf zubereiten. Dafür die Hackbällchen in einem weiten Topf anbraten, herausnehmen. Im selben Topf das Gemüse andünsten, die passierten Tomaten zugeben, würzen, und ca. 30 Minuten bei mittlerer Hitze garen. Danach die Hackbällchen zugeben und nochmals 30 Minuten zusammen garen bis die Sauce schön sämig und die Bällchen gar sind. Zum Schluss den frischen Basilikum unterrühren. Ihr seht überhaupt nicht schwierig :-)

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