Perfekt zum Grillen – Focaccia mit Rosmarin und Meersalz

24 Apr

Es gibt so Tage … Eigentlich brauche ich jeden Tag zwischen 14 und 16 Uhr ‘ne Pause, am Besten ein Nickerchen auf dem Sofa. Aber manchmal lässt mich mein Körper nicht schlafen und dann bin ich matschig im Kopf. An solchen Tagen sollte ich weiter auf dem Sofa rumdümpeln, aber irgendwie ist das auch keine Option. Total langweilig und unproduktiv sich vom Fernseher mit der 2783ten Wiederholung von Cold Case und Konsorten berieseln zu lassen.

Aber ich hab doch letztens das FoodTube-Video von Jamie Oliver mit Gennaro Contaldo gesehen, indem die beiden Focaccia gebacken haben. Und wenn ich mich recht entsinne, waren es nicht wirklich viele und ungewöhnliche Zutaten. Also nochmal fix angucken, Zutaten und wichtigste Schritte auf einem Zettel notieren und los geht’s! Denken kann ich im Matschkopf-Zustand nicht wirklich, aber offensichtlich geht unkompliziertes backen mit Zettelhilfe. Also schnell alle Zutaten in die Rührschüssel der Küchenmaschine und 5 Minuten kneten lassen, damit sich das Gerüst des Glutens gut entwickeln kann. Jamie und Gennaro machen das natürlich per Hand, da war ich zu faul für *g* Der Teig ist ein wenig klebrig, aber man muss damit ja auch nicht viel machen, außer gute 40 Minuten gehen zu lassen. Damit die Focaccia schön fluffig wird, sollte der Teig schön vorsichtig behandelt werden. Also den gegangenen Teig einfach mit den Händen grob in Form ziehen und im Bräter noch weiter vorsichtig in die Ecken drücken. Der spaßigste Teil am gesamten Backen ist das Machen der ganzen kleinen Vertiefungen mit den Fingerkuppen, die so typisch für eine Focaccia ist. Im Gegensatz zum Video bin ich relativ pur geblieben und habe nur Rosmarin und Meersalz als Belag genommen. Wichtig bei frischen Kräutern, die man mit im Ofen bäckt, ist, dass man mit ein wenig mit Öl überzieht. So werden sie knusprig und aromatisch, aber verbrennen nicht.

Wenn die Focaccia dann aus dem Ofen kommt, nach einer erstaunlich kurzen Backzeit von nur 20-25 Minuten, ist sie so großartig! Ernsthaft! Flaumig, saftig, würzig, fluffig. Ich sag mal perfekt! Und für ein Brot wirklich schnell und unaufwendig gemacht, so dass man es gut zum nächsten Grillabend backen kann. Aber natürlich geht es auch einfach so, als Beilage für einen Griechischen Salat oder als Sandwich-Grundlage.

Ich befürchte, in Zukunft werde ich noch mehr Focaccias basteln mit unterschiedlichen Belägen, wie wäre es mit Basilikum und Cherrytomätchen oder Gorgonzola und Weintrauben? Oder Walnüsse und Honig? Oder Oliven? Hach, auf in neue Focaccia-Abenteuer!

Focaccia mit Rosmarin und Meersalz

Zutaten für 8-10 Portionen:
500 g Mehl 550
1,5 TL Salz
4,5 EL Olivenöl
325 ml lauwarmes Wasser
7 g Trockenhefe (1 Päckchen)

2 Zweige Rosmarin
ein klitzekleiner Schluck Olivenöl
Meersalz

etwas Polenta zum Ausstreuen der Form

(1) Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben, miteinander verrühren. 1,5 EL Olivenöl hinein gießen. Das lauwarme Wasser mit der Trockenhefe verrühren. Zum Mehl in die Schüssel geben. Per Hand etwa 10 Minuten gründlich kneten, mit der Küchenmaschine 5 Minuten auf der kleinsten Stufe. Der Teig ist etwas klebrig. Rund formen und in der abgedeckten Schüssel 40 Minuten gehen lassen.
(2) Eine große Auflaufform dünn mit der Polenta ausstreuen. Den Rosmarin grob hacken und mit einer Winzigkeit Olivenöl vermischen.
(3) Den Teig vorsichtig grob in die Form der Auflaufform ziehen. Bloß nicht ausrollen, dann geht die ganze Luft raus! In die Form legen und vorsichtig bis in die Ecken drücken. Manchmal kann der Teig widerspenstig sein und sich wieder zurück ziehen. Dann einfach wenige Minuten ruhen lassen und wieder drücken.
(4) Dann mit allen Fingerspitzen viele, viele Vertiefungen in den Teig drücken. 1,5 EL Olivenöl gleichmäßig über der Focaccia verstreichen, dann mit dem Rosmarin bestreuen. Ein Küchenhandtuch mit heißem Wasser nass machen, gut auswringen und über die Auflaufform legen. 45 Minuten gehen lassen bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.
(5) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(6) Noch etwas Meersalz über die gegangene Focaccia streuen und auf die mittlere Schiene in den Ofen geben. 20-25 Minuten backen lassen bis sie goldbraun ist.
(7) Die Focaccia aus dem Ofen holen und die letzten 1,5 EL Oliven noch über das heiße Brot streichen. Mindestens 10 Minuten abkühlen lassen.

Am Besten noch lauwarm essen.

Genießen!

Quelle: FoodTubeHow to make Focaccia

Und weil das hier ja offensichtlich kein deutsches Mischbrot ist, sondern ein italienischer Klassiker aus Ligurien, darf es beim 73. Bread Baking Day mitspielen, der diesmal von Susanna von “Mehlstaub und Ofenduft” ausgerichtet wird. Danke für die Mühe!

Bread Baking Day #73 - Brot aus aller Welt / Breads around the world (last day of submission May 1, 2015)

Würziges (nicht scharfes *g*) Chili con carne aus dem Slowcooker – Pikáns Chili con carne

22 Apr

Als Zwerg Mitte März hier war, brauchten wir ein Essen, dass sich praktisch von alleine kocht, weil ich in der Schule weilte und sie die Innenstadt unsicher machen wollte. Außerdem hatten sich für nachmittags die Mädels angesagt und da kann man ja auch größere Portionen kochen. Zwerg schlug Chili vor. Perfekt! Nun war im vegetarischen Slowcooker-Buch von Frau Küchenlatein und Frau Frankemöller ein vegetarisches Chili mit Tofu drin, aber mit Tofu muss ich den Mädels nicht kommen, die sind alle Fleischfressende Pflanzen (sie haben noch nicht den Zitronen-Zuckerschoten-Tofu gekostet). Also das Sojabohnenerzeugnis durch Rinderhack ersetzt, aber sonst die Würzung übernommen, nur noch Mais hinzugefügt. Ich mag Mais im Chili con carne. Und weil ich ja eher eine Scharfmimose bin, wurde es nicht gleich richtig scharf gewürzt, die mitessenden Damen haben sich noch selbst Chiliflocken drüber gegeben, mir war es so würzig genug. Leider haben zwei abgesagt, aber trotzdem haben wir es gut geschafft, das Chili samt und sonders zu verputzen. Ich musste sogar schon vorher meine kleine Mittagsportion für den nächsten Tag retten *g*

Und noch eine Premiere brachte dieses Chili con carne mit sich. Da das Rinderhack komplett ausverkauft war, kaufte Zwerg Gulaschfleisch, dass wir durch den Fleischwolf für die KitchenAid jagten. Nun habe ich den auch schon gut ein Jahr, aber noch nie benutzt, weil ich dachte: zu aufwendig, zu langwierig, zu viel Abwasch danach. Aber nee, Pustekuchen! Ging ganz schnell und schwupps hat man frisch durchgedrehtes Hackfleisch in der Schüssel.

Das werde ich in Zukunft öfter machen, da weiß ich wenigstens was da drin ist und kann nicht überall kaufbares Hack produzieren z.B. aus Hähnchen.

Jedenfalls war das Chili wirklich ein großer Erfolg, würzig mit vielfältigen Aromen, die wunderbar harmonieren. Könnte ich ruhig öfter machen und kann es auch jedem anderen empfehlen, der würzige, gesunde Eintöpfe mag.

Würziges Chili con carne aus dem Slowcooker

Zutaten für 4-6 Portionen:
400 g Gulaschfleisch oder Rinderhack
1 Zwiebel
1 Knobauchzehe
etwas Öl
Salz, Pfeffer
1 Paprikaschote
1 Dose Kidneybohnen
1 Dose Wachtelbohnen
1 kleine Dose Mais
150 g Gemüsebrühe
150 ml dunkles Bier
500 ml passierte Tomaten
2 EL Oregano
1 EL brauner Zucker
1 EL entöltes Kakaopulver
1-3 TL Chiliflocken (Pul biber) nach Geschmack
2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL geräuchertes Paprikapulver

(1) Falls man Gulaschfleisch benutzt, dieses zuerst durch den Fleischwolf drehen. Die Zwiebel und Knoblauch häuten, beides fein würfeln. Eine große Pfanne auf hoher Flamme erhitzen, einen Schluck Öl darin heiß werden lassen. Das Hackfleisch zugeben, salzen, pfeffern und bei mittelhoher Hitze kräftig anbraten. Die Zwiebelwürfel zufügen und so lange weiterbraten bis sie glasig sind. Dann die Knoblauchwürfelchen und mitdünsten bis sie beginnen zu duften. Das Fleisch sollte jetzt angenehm braun sein. In den Keramikeinsatz des Slowcookers geben.
(2) Die Paprikaschote in mittelkleine Würfel schneiden. den Inhalt der Bohnendosen in ein Sieb gießen und mit fließendem, kalten Wasser nachspülen (reduziert die Windwirkung der Bohnen). Den Mais auch abgießen. Alles zum Hackfleisch in den Slowcooker geben.
(3) Die restlichen Zutaten zugeben, etwas salzen (lieber erst vorsichtig, im Slowcooker intensivieren sich die Aromen sehr und zum Schluss richtig abschmecken), gut verrühren. Deckel drauf und 8 Stunden auf LOW köcheln lassen.

Für alle die keinen Slowcooker haben:

Hack mit Zwiebeln, Knoblauch anbraten. Paprikastücke dazu und mit andünsten. Die Gewürze drauf, mit Bier ablöschen, Gemüsebrühe und Tomatenpassata dazu. Bohnen, Mais rein und 1,5 bis 2 Stunden bei kleiner Hitze schmoren lassen. Abschmecken.

(4) Nochmals abschmecken, auf Schüsselchen verteilen.

Genießen!

Dazu passt Weißbrot oder Reis oder Tacochips. Kann man auch noch verfeinern mit einem Klecks Saurer Sahne obendrauf oder Guacamole.

Quelle: leicht abgewandelt nach Westphal, U., Frankemölle, G. (2014): Slowcooker vegetarisch.

*********************** Magyar ***********************

Egy igazi buli étel, amit elég sokszór már csináltom. Nagyon egyszerü, nagyon könnyü lehet csinálni. Ha túl kévés nektek a chili, még mehet be. Csak én nagyon kényes vagyok a csípős ételekkel ;-) Probáljatok ki, mi nagyon szeretünk!

Pikáns Chili con carne

Hozzávalók 4-6 adagra:
400 g marha vagdalt hús
1 hagyma
1 fokhagyma
1 kaliforniai paprika
olaj
só, bors
2 ek oregánó
1 ek barna cukor
1 ek kakaópór
1-3 tk örölt chili
2 tk római kömény
1 tk édesnemes paprika
150 ml sötét sör
150 ml zöldség alaplé
500 ml passzirozott paradicsom
1 doboz vörös bab (kb. 440 g)
1 doboz fehér bab (kb. 440 g)
1 kis doboz kukorica (kb. 320 g)

(1) A hagymát és fokhagymát kis kockára vágunk. A paprikát közepes kockára. A babok és kukoricát a dobozból öntünk és víz alatt átmosunk.
(2) Egy edényben melegitünk az olajt és barnalunk a húst. Sózunk és borsózunk. Hozzá adunk a hagymát és üvegesre piritunk. Bele fokhagyma és paprika. Most jönnek az oregánó, barna cukor, kakaópór, chili, rómao kömény és édesnemes paprika. Egy kicsit hagyunk sütni. Rá öntünk a sört és hagyunk befözni. Most jöhetnek a babok, kukorica, passzirozott paradicsom és az alaplé. Még egyszer sózunk és borsózunk. Fedő alatt 1,5 – 2 oráig hagyunk kis lángon főzni.
(3) A végén kóstolunk, hiányzik még valamit? Még egy picit csípősebb? Még só?

Tálalunk rízssel, friss kenyérrel vagy Tortilla csip-szel. Még egy kis tejföl vagy guacamole (mexikói avokádókrém) is illik.

Jó étvágyatok!

Es grünt so grün – Endlich Frühling!

19 Apr

Der Frühling ist endlich ausgebrochen! Und gerade kann man der Natur beim Explodieren zu gucken! So faszinierend! Die Bienen summen überall rum, auch am niedlichen Ehrenpreis:

 

Scharbockskraut bildet regelrechte Felder:

Von Bäumen hängen Bommelblüten, bevorzugt an Kirschen:

Löwenzähne kriechen aus jeder Ecke und strahlen uns gelb an:

Noch mehr Blüten, diesmal in zartrosa:

Auch zwischen den Pflasterritzen ist der Frühling angekommen, meist in Form des Frühlingshungerblümchen:

Besonders auf sich aufmerksam macht in kräftigem Pink die Blutpflaume:

Und trotz der Schönheit ist alles vergänglich:

Hühnerbrühe aus dem Slowcooker

17 Apr

So eine Hühnerbrühe brauche ich öfter mal. Da kommen wieder die ungarischen Gene durch. Dort gibt es jeden Sonntag eine klare Fleischbrühe als Vorsuppe und ich befürchte, dass ist nicht nur bei unserer Familie Tradition, sondern in ganz Ungarn. Und gerade für solche Brühen ist der Slowcooker wirklich ideal! Das Fleisch bleibt richtig zart, weil die Suppe nie wallend aufkochen wird. Und das Gemüse hat keine Chance zu verkochen! Und wie gesagt, für mich sehr entspannend, ich muss nicht drauf achten und kann in Ruhe anderen Sachen widmen: Aufräumen, Balkon bepflanzen, das Sofa bekuscheln. Demnächst möchte ich mich mal an asiatische Brühen wagen … Mal gucken, wie das enden wird *g*

Es ist so einfach, aber sofort wird Hühnerbrühe nur noch so gekocht! Probiert es ruhig aus, wenn ihr so ein Gerät Euer eigen nennt :-)

Hühnerbrühe aus dem Slowcooker

Zutaten für 4-6 Portionen:
1 Zwiebel
1 Bund Suppengrün
oder
2 Karotten
1 Stück Knollensellerie
1 Stange Porree
1-2 Petersilienwurzeln
oder
einige Stengel Blattpetersilie
2 getrocknete Tomaten
1 handvoll getrocknete Pilze
2 ganze Hühnerkeulen
2 TL Pfefferkörner
1-2 Lorbeerblätter
3-5 Pimentkörner
Salz

Slowcooker 3,5 Liter

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Von der Zwiebel das Wurzelende abschneiden, aber die Schale dran lassen. Die Zwiebel waschen und vierteln. Die Möhren, Knollensellerie und wenn genutzt wird Petersilienwurzel schälen und in mittelgroße Stücke schneiden. Den Porree in dicke Scheiben schneiden. Alles Gemüse gut waschen.
(2) Das Gemüse mit den getrockneten Tomaten, Pilzen, Gewürzen in den Keramikeinsatz des Slowcookers geben. Ein wenig salzen. Obenauf die gewaschenen Hühnerkeulen legen. Mit kaltem Wasser bedecken.
(3) Deckel drauf und 6-8 Stunden bei LOW köcheln lassen.
(4) Das Fleisch und die Gemüse mit einem Schaumlöffel rausholen. Die Brühe durch ein Sieb in einen neuen Topf gießen. Das Fleisch aus den Keulen lösen.

Entweder gleich essen oder auf bevorzugte Art und Weise bevorraten (einfrieren oder einkochen).

Genießen!

Und was wurde jetzt daraus? Ich habe sie tatsächlich nur als reine Suppe gegessen, allerdings noch etwas gepimpt. Noch ein paar Hackklößchen aus dem Tiefkühler darin aufgetaut, noch die obligatorischen Nüdelchens gekocht und einen Teil des gekochten Hühnerfleischs. Hach! Das kann man tatsächlich öfter so essen … *verzücktlächel*

Kürbis-Kichererbsen-Curry aus dem Slowcooker

14 Apr

Kulinarisch ist gerade eine komische Zeit, irgendwie stehe ich zwischen Winter und Frühling. Ja, es gibt Bärlauch und auch schon heimischen Spargel, allerdings zu horrenden Preisen noch. Und ja, manchmal ist mir nach frühlingsleichter Küche und dann ist wieder so usseliges Wetter, dass ich das dringende Bedürfnis nach Schmorgerichten habe. Auch lungerten noch einige Überlebende des Herbstes und Winters in meiner Wohnung rum, wie der Butternutkürbis. Im Oktober oder so gekauft, harrte er im Spankorb hier im Wohnzimmer seiner Verwendung. Jetzt endlich, bevor ich den ersten Spargel esse, sollte es soweit sein. Nun ist ein Butternutkürbis für mich alleine zu groß und er wurde halbiert. Die eine Hälfte wurde im Ofen gebacken und wanderte in wunderbaren Kartoffelbrei, den es für die Lehrerin und mich zu Mecklenburger Grützwurst am Sonntag gab. Die zweite Hälfte sollte zu einem Curry werden, dass ich im neuen kleinen Slowcooker-Freund köcheln wollte:

Der hat nur 1,5 Liter Inhalt und ich mache nicht automatisch 4-8 Portionen damit, die ich dann auch noch irgendwie haltbar machen muss/sollte. Mit ins Curry wanderte auch eine Dose Kichererbsen, noch so ein Schatz aus dem Vorratsschrank, die viel zu selten in meine Gerichte wandern. Und aufgrund dieser beiden Zutaten, die schon viel zu lange in meinen Vorräten schlummern, darf das Curry bei Susanne Magentratzerl Dauerevent “Schatzsuche im Vorratsschrank” mitspielen. Und noch eine weitere Zutat, nämlich die Milde Currypaste von Patak’s schlummert eigentlich immer in meinem Vorrat. Die ist wirklich lecker und würzig und so einfach zu benutzen. Ich finde, eine von der Firma sollte jeder im Vorrat haben. Erleichtert das Kochen manchmal ungemein!

Das Rezept ist komplett improvisiert, hat aber so gut funktioniert und geschmeckt, dass es auf’s kleine Blog darf. So langsam bekomme ich mehr Routine beim Kochen mit dem Slowcooker. Als nächstes Projekt steht an, ein paar ungarische Lieblingssuppen für den Slowcooker umzumodeln :-) Und falls ihr im Keller auch noch vergessene Kürbisse habt, probiert dieses Curry ruhig mal aus! Einfach, zeitunaufwendig, gesund und extremst köstlich!

Kürbis-Kichererbsen-Curry aus dem Slowcooker

Zutaten für 4 Portionen:
1/2 mittelgroßer Butternutkürbis
1 rote Paprikaschote
2-3 Tomaten
1 Dose Kichererbsen (400 g)
1 große Zwiebel
1 EL neutrales Öl
3 TL Patak’s Milde Currypaste
Salz
3-4 EL Joghurt

Slowcooker 1,5 Liter

(1) Das Gemüse vorbereiten. Den Kürbis schälen und in ca. 1-2 cm große Würfel schneiden. Die Paprikaschote in ca. 1 cm große Würfel schneiden, die Tomate ebenfalls. Die Kichererbsen in ein Sieb gießen und so lange unter fließendem Wasser durchspülen bis das Wasser nicht mehr “schäumt”. Die Zwiebel häuten, halbieren und in dünne Halbmonde schneiden.
(2) In einer mittelgroßen Pfanne das Öl auf hoher Hitze erhitzen. Die Zwiebelstreifen zufügen und andünsten bis sie glasig sind. Die Currypaste hinzufügen und gut anrösten. Den Kürbis mit dazu geben, gut durchrühren. Etwa 150 ml Wasser zufügen und so lange rühren bis die Currypaste keine Klümpchen mehr hat. In den Slowcookereinsatz geben.
(3) Alle anderen vorbereiteten Zutaten in den Keramiktopf geben, außer Joghurt. Leicht salzen.
(4) Slowcooker auf LOW stellen und 4-5 Stunden köcheln lassen. Wenn der Inhalt schon warm vom Anbraten gekocht wird, braucht es weniger Zeit als wenn die Zutaten erst abkühlen auf Raumtemperatur und dann gekocht werden.
(5) Nach der Zeit den Joghurt unterrühren und nochmal 10-15 Minuten kochen (bis der Beilagenreis gar ist). Nochmals abschmecken, ob noch Salz fehlt.

Dazu passt Reis oder Naanbrot oder frisches Fladenbrot.

Genießen!

Balkonien 2015 – Die Anfänge

11 Apr
Der Frühling ist endlich richtig da! Warm und Sonne und lange Tage! So langsam startete auch bei mir die Balkonsaison. Mein kleiner Kräutertisch sieht momentan so aus:

Der Rosmarin blüht wie wild (hinten rechts), der Schnittlauch wuchert (vorne links), der Salbei erholt sich auch langsam vom radikalen Rückschnitt (vorne rechts) und auch die Minze tut was sie soll, nämlich neue Ausläufer bilden (hinten mitte). Vor knapp drei Wochen sahen sie noch so aus:

Auch habe ich endlich ein paar Blümchen gepflanzt. Im Supermarkt nebenan gab es einen Alpenmix mit etwas stiefmütterchenartigen Blümchen, einem Vergissmeinnicht und ein paar dickfleischigen Blumen. Leider standen die Namen nicht auf der Packung. So langsam machen sie sich, wachsen, blühen, breiten sich aus:

Dann habe ich auch wieder Erbsen gelegt, das war letztes Jahr irgendwie cool und hat Spaß gemacht zu beobachten:

Leider wagten sie sich bis jetzt noch nicht aus der dunklen, kalten Erde. Ihr liebe, süßen Erbsen! Habt keine Angst, es ist echt nett hier oben an der Sonne. Und Photosynthese tut auch gar nicht weh. Versprochen!

Frau Mama brachte mir ja letztes Jahr Roten Glücksklee mit. Die Anweisung für den Winter war: eintrocknen lassen, nicht gießen, im Frühjahr die Rhizome aus dem Topf holen und in neue Erde geben. Gut. Und dann findet man in dem kleinen Topf solch sehr interessant aussehende Rhizome:

Ich bin ja nicht so der Blattsalatliebhaber, die meisten schmecken mir zu lasch. Aber Rucola mag ich. Aus Rucola kann man auch super Pesto machen und mit verkochen. Also flugs ein paar Samen auf der Erde verteilt und siehe da, nach Ostern zeigten sich die ersten Keimling. Yeah!

Aber das ist natürlich nicht alles. Ich möchte sehr gerne wieder Pelargonien und Petunien haben. Und dann bringt mir Frau Mama noch eine Patisson- (I ❤ Patisson!) und eine Zucchinipflanze mit. Die Zucchini hat letztes Jahr ja richtig Spaß gemacht und gute Erträge geliefert, dass dieses Jahr wieder eine auf den Balkon ziehen darf! Dafür werde ich die Kartoffeln aufgeben. Das war zuviel Schweinkram beim Ernten und Entsorgen am Ende des Sommers … Im langen Balkonkasten werde ich auch versuchen ein wenig Mangold zu ziehen. Und auch die Radieschen gebe ich nicht auf und probiere es dieses Jahr mit Saatband. Vielleicht bekomme ich von Frau Mama auch noch eine Tomate mit … Mal gucken!

Freut Euch auf noch mehr Balkon-Action dieses Jahr!

Dubaier Ofen-Aubergine mit Couscoussalat – Dubaii padlizsán a sütőből kuszkusz salátával

27 Mär

Also ja, es ist wohl jetzt auch kalendarisch Frühling, allein er lässt noch ein wenig auf sich warten. So schneeregnete es hier in der Mitte Deutschlands doch tatsächlich noch. Und bei maximal 7°C Außentemperatur mag ich auch noch nicht so richtig die Balkonsaison einläuten, auch wenn die mehrjährigen Kräuter schon aus ihrem Winterquartier befreit wurden:

Und manchmal brauche ich einfach ein wenig Sommer auf dem Teller! Auf das neue Buch “Reisehunger” von Nicole Stich wurde ich durch Frau Kaltmamsell aufmerksam gemacht, die schon im Februar diese Auberginen machte und mich sofort mit tropfendem Zahn vor dem Bildschirm sitzen ließen. Und da ich Frau Stichs Art zu schreiben und ihre Rezepte sehr zu schätzen weiß, wurde das Buch spontan käuflich erworben. Eine genauere Besprechung des Buches wird es auch noch geben, wenn ich noch mehr Rezepte nachgekocht habe. Und darauf kann sich die geneigte Leserschaft verlassen!

Na, jedenfalls sollten es diese Auberginen sein. Zuerst dachte ich, wahnsinnig aufwendig, nachdem ich die Zutaten sah. Aber nee, eigentlich gar nicht! Auberginen halbieren, einritzen, würzen, in Ofen, umdrehen, kurz nachwürzen, mit Joghurt bestreichen, fertig. Nix wovor man Angst haben müsste. Und das ist sooo gut, wenn es fertig ist! Ich glaube ja, dass viele Leute, die von sich sagen, Auberginen nicht zu mögen, haben sie einfach noch nicht lange genug gegart gegessen. Wenn man dies nämlich nicht tut, bekommen sie leicht eine gummiartige Konsistenz und das ist echt seltsam. Nicht so hier, das Fleisch der Aubergine wird wunderbar cremig. Die Würzung ist großartig: süßlich, nussig, scharf, perfekt mit der minzigen Frische des Joghurts! Ich liebeliebeliebe es einfach! Wird es definitiv öfter geben! Auch wunderbar für ein schönes Abendessen an einem lauen Sommerabend auf dem Balkon.

Nun sollte es für mich nicht nur ein Snack sein, sondern vollwertige Mahlzeit, also noch schnell einen bunten Couscous-Salat dazu gezaubert, der für sich genommen sogar vegan wäre (Wer darauf achten mag). Und zusammen war die Kombination wirklich großartig! Ach, was freue ich mich auf den Sommer und die neuerliche Vielfalt an Gemüsen :-)

Dubaier Ofen-Auberginen

Für 2 Personen als Snack:
2 große Auberginen
2-3 EL Olivenöl
2 TL gemahlener Kreuzkümmel
großzügige Prise Chiliflocken (Pul Biber)
Salz
Pfeffer
2 EL Honig
1,5 EL weißer Sesam
1 Zitrone

Für die Sauce:
1/2 Bund Minze, feingehackt
oder
2 TL getrocknete Minze
200 g Naturjoghurt
Salz

(1) Den Ofen auf 220 !C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Ich habe die Auberginen einfach in meiner großen ungarischen Auflaufform gemacht.
(2) Die Auberginen waschen, trocknen und der Länge nach halbieren. Das Fruchtfleisch der Hälften mehrmals bis zur Schale ein, aber nicht durchschneiden, so dass ein Gittermuster entsteht (siehe Bild unten). Großzügig mit Olivenöl einpinseln, mit Salz, Pfeffer, Chiliflocken und Kreuzkümmel bestreuen. Auberginen mit den Schnittflächen nach unten auf das Backblech legen.  In den Ofen schieben (Mitte) und ca. 20 Minute backen.
(3) Zwischenzeitlich die Joghurtsauce zubereiten. Dafür den Joghurt mit der Minze verrühren und mit Salz abschmecken. Abgedeckt bei Zimmertemperatur durchziehen lassen bis die Auberginen fertig sind.
(4) Nach Ablauf der Zeit das Blech aus dem Ofen holen, die Auberginen umdrehen. Mit dem Honig beträufeln und dem Sesam bestreuen. Nochmals für 15-20 Minuten mit den Schnittflächen nach oben in den Ofen geben. Die Auberginen sollten etwas zusammengeschrumpelt sein, die Schnittfläche appetitlich braun und das Fleisch komplett durchgegart. Ansonsten noch ein paar Minuten weiter garen.
(5) Die fertigen Auberginen mit etwas Zitrone beträufeln und der Joghurt-Minz-Sauce bestreichen.

Das Fleisch der Aubergine ist jetzt so weich, dass es sich wunderbar löffeln lässt.

Genießen!

Quelle: Stich, N. (2015): Reisehunger. Gräfe und Unzer Verlag. München. p188

Einfachster Couscous-Salat

Zutaten für 4-6 Portionen:
125 g Couscous
Salz
1/2 Gurke
1/2 Paprikaschote
2 Frühlingszwiebeln
3-4 Tomaten
Pfeffer
1/2 Zitrone, Saft
2 EL Olivenöl
1/2 Bund Petersilie

(1) Den Couscous in eine Schüssel geben, wo der gesamte Salat dann Platz hat. Etwas salzen. Mit genau demselben Volumen an kochendem Wasser übergießen, wie der Couscous in einer Tasse einnimmt. Die Schüssel abdecken und quellen lassen.
(2) Während der Couscous quillt, das Gemüse schneiden. Die Gurke, je nach Wunsch schälen oder nicht, in mittelkleine Würfel schneiden, ebenso die Tomaten und Paprika. Von den beiden Frühlingszwiebeln die Enden abschneiden und dann in feine Ringe schneiden. Die Petersilie fein hacken. Alles zum Couscous geben. Gut durchrühren.
(3) Mit Salz, Pfeffer, dem Zitronensaft und Olivenöl abschmecken. Etwas durchziehen lassen.

Genießen!

*********************** Magyar ***********************

Sokan nem szeretik a padlizsánt. Gondolom azért mert sohase rendesen főztek. A padlizsánhúsnak nagyon puha kell lennie, akkor a leg finomabb! És sokan nem adnak neki elég időt. Pedig olyan jó és egészséges lehet. Ez a recept egy olyan amivel a legszkeptikusabb embert lehet váltotatni padlizsán rajongóra. Probáljátok ki, igazán nagyon jó és egyszerűen csinálni!

Dubaii padlizsán sütőből

Hozzávalók 2 főre imbiszre:
2 padlizsán
olíva olaj
só, bors
1 kk őrölt római kömény
csipet chili pehely
2 ek méz
1,5 ek szezám
1 citrom

A joghurtszószhoz:
1/2 csokor menta, finomra vágva
vagy 2 tk száritott menta
200 g natúr joghurt

(1) A sütőt előmelegítünk 220°C-ra. Sütőpapírral teregetünk egy tepsire.
(2) A padlizsánt hosszuban felezünk. A feleket be- de nem átvágjuk hogy rácsmintát lehet látni (nézzetek meg a képet). Nagyvonalúan bekennünk olíva olajjal és rá szórunk a sót, bors, romai köményt és chili pehélyel. Forditva tesszünk a tepsire és sütünk a közepén kb. 20 percig.
(3) Közben a joghurtszószt csinálunk. A joghurtot a mentával össze keverünk és ízlésszerint sózunk. Félre teszünk.
(4) A padlizsános tepsi ki hozunk a sütőből és fordítunk. Rá csöpögtetünk a mézet és szórunk a szezámmagok. Vissza teszünk még 15-20 percig a sütőbe. A padlizsánhúsnak most nagyon puha kell lennie.
(5) A végen ízletisünk citromlével és rá kennünk a mentás joghurt.

Ki kanállal nagyon jó lehet enni.

Jó étvágyatok!

Forrás: Stich, N. (2015): Reisehunger. Gräfe und Unzer Verlag. München. p188

Egyszerű kuszkusz saláta

Hozzávalók 4-6 adagra:
125 g kuszkusz

1/2 kígyóuborka
1/2 sárga kaliforniai paprika
2 szál újhagyma
3-4 paradicsomok
bors
1/2 citrom, lé
3 ek olíva olaj
1/2 csokor petrezselyem

(1) A kuszkusz és egy csipet sót egy tálban teszünk a miben az egész salátának van hely. Annyi forró vizet öntünk rá mint a kuszkusz egy pohárban helyet elvisz.  Lefedezünk és hagyunk állni.
(2) Közben elöre készitünk a zöldségek. Az uborka, paradicsom és paprikát kisebb közepes kockára vágunk. Az újhagymát vékony szeletekre. Mindent a kuszkuszhoz teszünk. Sózunk és borsózunk. Együtt az olíva olajjal és citromlével összekeverünk. A végén a petrezselymet finomra vágunk és alá keverünk. Egy kis időt hagyunk állni.

Jó étvágyatok!

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