Frühlingshafter Orient – Grüner Erbsen-Hummus

Ich muss gestehen, ich mag Dips sehr, aber bin kein großer Fan von Hummus. Ja, er ist gesund und schon seit Jahren voll der heiße Scheiß, aber irgendwie komme ich an die klassische Variante nicht ran. Meistens schmeckt es mir zu dumpf, zu erdig ohne frischen Kontrast. Oder ich habe bisher immer die falschen probiert…

Im wirklich schönen Buch „Veggiestan“ von Sally Butcher fiel mir eine Version mit grünen Erbsen auf. Hey, Erbsen magst Du ja. Also eigentlich liebeliebeliebe ich sie und könnte sie jeden Tag essen. Vielleicht machen die mir als Grundzutat ja einen Hummus schmackhaft. Nun musste ich noch Tahin, also die Sesampaste besorgen. Da akut kein türkischer Supermarkt in fußläufiger Entfernung war, versuchte ich es im Supermarkt nebenan. Da ich wenig Lust auf Suchen hatte (er wurde vor kurzem umgebaut) frug ich einen jungen Mitarbeiter. Es folgten große Augen, mehrmaliges Nachfragen, was ich denn bitte suche? Na, Tahin, so orientalische Sesampaste… Er führte mich zum Regal mit den Bio-Lebensmitteln, weil – Originalzitat – „Die komischen Sachen sind immer beim Biozeug zu finden.“ :-D Und war es dann tatsächlich auch *gg* (Für was kann ich Tahin eigentlich noch benutzen? Wäre ja schade, wenn das gute Biozeug ranzig würde…)

Mit vollständigen Zutaten (das meiste ist ja eh im Vorratsschrank) ging es nach Hause und schnell wurde der Hummus für einen bunten Snack-Teller zum Eurovision Song Contest gebastelt. Die Zubereitung benötigt wirklich kaum Zeit und diese Version schmeckt tatsächlich frischer als die klassische mit Kichererbsen. Ein wirklich köstlicher und farbenfroher Dip zu Rohkost. Allerdings würde ich ihn innerhalb von maximal 2 Tagen verbrauchen, weil der Geschmack im Kühlschrank nicht unbedingt besser wird. Also lieber für einen netten gemütlichen Abend mit Freunden zubereiten, wenn er auch verbraucht werden kann. Aber probiert den Dip wirklich mal aus :-)

Grüner Erbsen-Hummus

Zutaten für 3-4 Portionen:
250 g tiefgekühlte Erbsen
1 EL Tahin
Saft und Schale von 1/2-1 Zitrone
1 EL Olivenöl
1 größere Knoblauchzehe
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
einige Stengel Petersilie
Salz, Pfeffer

Zum Servieren:
etwas Olivenöl
eine Prise Cayennepfeffer

(1) Die Erbsen in einem Topf mit Wasser zum Kochen bringen und in etwa 5 Minuten garen bis sie weich sind. Abgießen, unter kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
(2) Die Schale einer halben Zitrone fein abreiben, Knoblauch häuten und würfeln, Petersilie waschen, trocknen und grob hacken.
(3) Erbsen, Tahin, Zitronensaft und -schale, Olivenöl, Knoblauch, Kreuzkümmel und Petersilie in einen Mixer geben und kurz pürieren. Wahrscheinlich ist die Masse noch zu fest, also so ca. 1 EL Wasser dazu geben und etwas weiter pürieren bis es den gewünschten Feinheitsgrad erreicht hat. Mit Salz und Pfeffer würzen, in eine Schüssel füllen. Mit Olivenöl und Cayennepfeffer vollenden und servieren.

Genießen!

Quelle: Butcher, S. (2012): Veggiestan. Der Zauber der orientalischen Küche. Christian Verlag. p 123

Gurken-Radieschen-Kartoffelsalat mit Schnitzelchen

Kartoffelsalat muss doch sein, oder? Ich meine, wer mag denn bitte keinen Kartoffelsalat? Es gibt so viele Variationen, dass es für jeden mindestens eine passende gibt – sei es mit Mayo oder ohne, sei es exotisch oder klassisch. Mir war letztens wieder nach Kartoffeln, auch weil die Kartoffeln im Vorratsschrank nicht unbedingt frischer wurden. Und im Kühlschrank lungerte noch ein grummeliger Gurkenrest rum, der endlich verbraucht werden wollte. Und weil Frühling ist, passen auch frische Radieschen wunderbar rein, die dieses mal auch wirklich scharf waren und nicht so lasch wie sonst. Der Clou waren die vom Rezept vorgeschlagenen gerösteten Mandelblättchen – ich hätte wirklich nicht erwartet, dass sie so gut zu dem Salat passen. Für’s warme Brühedressing benutzte ich scharfen, polnischen Senf, der seinem Namen alle Ehre macht und mal locker-flockig alle Bakterien in meiner Nase und Rachen wegätzte ;-)

Ein schön frischer, frühlingshafter Salat, der bestimmt auch gut zum Grillabend passt. Ich buk mir ein paar klassische Schnitzel aus – und wie das geht, wisst ihr ja spätestens seit dieser Anleitung ;-)

Gurken-Radieschen-Kartoffelsalat

Zutaten für 2-3 Portionen:
500 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
1 Prise Kümmelkörner
1 kleine Zwiebel
3 EL Rapsöl
1/2 TL Zucker
125 ml Gemüsebrühe
1 TL scharfer Senf
1 EL Weißweinessig
Salz, Pfeffer
1/3 Salatgurke
1/2 Bund Radieschen
1/2 Bund Petersilie
2 EL Mandelblättchen

(1) Als erstes die Kartoffeln in der Schale mit der Prise Kümmel in Salzwasser gar kochen. Je nach Größe 20-40 Minuten bis sie gar sind. Abgießen und etwas auskühlen lassen.
(2) Während die Kartoffeln abkühlen, das Dressing machen. Dafür die Zwiebel häuten und fein würfeln. In einem kleinen Topf 1 EL Rapsöl erhitzen und die Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Mit Zucker bestreuen, damit er etwas karamellisiert. Mit Gemüsebrühe aufgießen und aufkochen lassen. Die Herdplatte ausstellen. Senf, Weißweinessig und restliches Öl gründlich unterrühren. Gut mit Salz und Pfeffer würzen.
(3) Die Kartoffeln pellen und in dünnere Scheiben schneiden. In einer Schüssel (in die später auch noch die Gurken und Radieschen passen müssen) die Kartoffelscheiben mit dem Dressing übergießen und vorsichtig, aber gründlich verrühren. 30 Minuten ziehen lassen.
(4) In der Zeit die Gurke und Radieschen waschen, gut trocknen. die Gurke halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Radieschen ebenso. Die Petersilie fein hacken. Die Mandelblättchen in einer trocknen Pfanne bei mittlerer Hitze goldbraun rösten. Dabei stehen bleiben, das geht schneller als ihr denkt – zwei Sekunden nicht aufgepasst und die Mandeln sind schwarz. Die Gurken- und Radieschenscheiben mit der Petersilie unter den Salat rühren. Ein wenig ziehen lassen, abschmecken, ob noch Salz fehlt und dann mit den Mandelblättchen bestreut servieren.

Genießen!

Quelle: nach Kartoffelsalat mit Radieschen und Gurke

Einfache, gelingsichere Grießklößchen für die Sonntagssuppe

Wie die geneigte Leserschaft sicherlich weiß, liebeliebeliiiebe ich Suppen! Ich mag Suppen mit Stückchen, nicht so sehr cremige. Und am allerliebsten mag ich die schöne Sonntagsbrühe in Ungarn, die die Tanten jeden Sonntag frisch aufsetzen mit Fleisch und grob geschnittenem Gemüse. Stundenlang simmert sie dann vor sich hin in einem riesigen Pott und kann so ihr volles Aroma entfalten. Blöderweise lohnt sich das für mich alleine nicht, jedenfalls nicht regelmäßig. Aber wenn ich dann mal einen großen Topf Hühnerbrühe ansetze, um ihn einzukochen, wird mindestens eine Portion sofort gegessen.

Aber immer nur mit Suppennüdelchens (die richtigen gibt es eh nur in Ungarn und sind IMMER zu lang, um sie unfallfrei zu essen *g*) ist langweilig, also bin ich öfter auf der Suche nach anderen Varianten der Suppeneinlage. Im ungarischen Standardkochbuch wurde ich fündig und probierte die Grießklößchen aus. Ich hatte auch schon andere Rezepte mit Grieß ausprobiert, aber war damit irgendwie unzufrieden. Sie brauchten entweder Ruhezeit und waren mir von der Konsistenz zu fest. Aber die hier hörten sich gut an, wenn auch wiederum nicht mit ultragenauen Zutatenangaben (mein innerer Naturwissenschaftler zuckt dabei immer zusammen), aber die kann man bei dem Rezept gar nicht geben, weil Eier ja nie genau gleich groß sind und je nachdem wie fest ihr die Klößchen wollt, mehr oder weniger Grieß zugebt. Die Masse wird relativ weich verarbeitet, aber wenn ihr Euch unsicher seit, ob es hält, lasst einen Probekloß simmern. Weiterhin wichtig ist, dass die die übrigen Zutaten relativ vorsichtig unter den steifen Eischnee hebt, damit er nicht zusammenfällt und die Fluffigkeit verliert.

Aber das hört sich jetzt alles wilder als es in echt ist! Traut Euch einfach: sie sind einfach gemacht, brauchen nicht viel Zeit! Belohnt werdet ihr mit zart-fluffigen, aromatischen Grießklößchen, die perfekt in eine klare Sonntagsbrühe passen!

Grießklößchen zur Suppeneinlage

Zutaten für ca. 10 Klößchen:
1 Ei
1 Prise Salz
1 kleiner TL zimmerwarme, weiche Butter
1 Prise Backpulver
40-50 g Weichweizengrieß
einige Stengel glatte Petersilie, fein gehackt

Das Ei trennen. Das Eiweiß mit einer Prise Salz in einer sehr sauberen, fettfreien Schüssel steif schlagen. Das Eigelb gründlich mit der Butter und dem Backpulver verrühren. Die Eigelbmasse vorsichtig unter das Eiweiß heben, ebenso den Grieß und die Petersilie bis eine nicht zu weiche, aber auch nicht feste Masse entsteht. Während man in einem weiten Topf Salzwasser zum Garen der Grießklößchen aufsetzt, kann der Grieß in der Masse ein wenig aufquellen.

Wenn das Wasser kocht, die Hitze herunter schalten auf mittelklein und warten bis das Wasser nur noch simmert. Mit der Hilfe von zwei Teelöffeln, die im Wasser befeuchtet werden kleine Nocken abstechen und 5-8 Minuten im simmernden Wasser ziehen lassen bis sie etwa das Dreifache ihrer Ursprungsgröße erreicht haben. Bei mir passen so 5 Klößchen auf einmal in den Topf. Mit Hilfe eines Schaumlöffels heraus nehmen und dann in der fertigen Brühe servieren.

Genießen!

Quelle: Horváth, I. (1955): Szakácskönyv. überarbeitete Ausgabe von 2015. Szalay könyvek.p 75

Lauwarmer Auberginen-Fenchel-Salat aus dem Slowcooker

Für den letzten Sonntag stand das Bepflanzen meiner Balkonkästen auf dem Plan. Endlich ist es warm genug, damit es Spießer-Geranien und Petunien und anderen hübschen Blümchen auf dem Balkon gut geht :-) Und weil mein Rücken nach so einer längeren Aktion nicht gerne noch stundenlang in der Küche steht, wollte ich was im Slowcooker machen. Da kam mir die Facebook-Seite von BBC Good Food gerade recht, die ihrer Gefolgschaft auf Facebook vegetarische Rezepte für den Slowcooker präsentierte. Und die Aubergine aus dem Slowcooker lachte mich sofort an!

Die Zutaten mag ich alle, in der Kombination hatte ich sie noch nicht und schon etwas sommerlich. Nun gibt es ja Leute, die der Aubergine sehr skeptisch gegenüber stehen, aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Menschen bisher einfach immer nur unzureichend gegarte Auberginen vorgesetzt bekommen haben. Wenn man der lila Eierfrucht wirklich Zeit gibt – sei es im Slowcooker oder im normalen Topf – wird sie cremig-zart mit wunderbarem Aroma. Ich kann nur jeden Auberginenskeptiker ermuntern, dem tollen Gemüse nochmal eine Chance zu geben.

Für diesen lauwarmen Salat wird das vorbereitete Gemüse roh in den Einsatz des Slowcookers geschichtet, gewürzt mit zusätzlich Korianderkörnchen und getrockneten Tomaten. Das gibt so ein richtig schönes Aroma zusätzlich zum Fenchel. Es duftet schon wunderbar aus dem Slowcooker, aber wenn die geneigte Leserschaft dann noch das frisch-würzige Dressing mit den Massen an Kräutern und Kapern darüber träufelt und mit dem salzigen Feta und knusprigen Mandeln bestreut – Ein Traum! Wirklich! Diesen lauwarmen Salat würde ich sofort als Vorspeise zu einem sommerlichen Menü servieren. Er macht wirklich was her, sowohl geschmacklich als auch optisch!

Lauwarmer Auberginen-Fenchel-Salat aus dem Slowcooker

Zutaten für 3 als Vorspeise (oder 2 als kleines Hauptgericht):
2 EL Olivenöl
1 kleine rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 kleine Aubergine (ca. 250 g)
1 kleine Fenchelknolle
150 g Kirschtomaten
3 halbe sonnengetrocknete Tomaten (ohne Öl)
1 TL Koriandersaat
Salz, Pfeffer

Für das Dressing:
1/2 kleines Bund Petersilie
1/2 kleines Bund Schnittlauch
2-4 Stengel Basilikum
1 TL Kapern
1/2 Zitrone, Saft
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

Zum Bestreuen:
50 g Feta
25 g gehobelte Mandeln

Slowcooker: 1,5 Liter
Zeit: 3-4 Stunden auf HIGH oder 6-8 Stunden auf LOW

(1) 1 El Olivenöl in den Slowcooker geben. Die Zwiebel und Knoblauch häuten. Die Zwiebel in dünne Halbringe schneiden, den Knoblauch durch die Presse geben. Beides zu unterst in den Keramikeinsatz geben und miteinander verrühren. Den grünen Teil der Aubergine entfernen und sie längs in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden. Mit dem restlichen Öl bestreichen. Von der Fenchelknolle die äußere Schicht abmachen, halbieren, Strunk heraus und in dünne Streifen schneiden. Die getrocknete Tomaten ebenfalls in kleine Stücke schneiden. Die Tomaten halbieren. Auf die Zwiebelmischung die Hälfte der Auberginenscheiben legen, die Hälfte des Fenchels, der frischen und getrockneten Tomaten verteilen. Mit Salz, Pfeffer und der Hälfte des Korianders würzen. Dann die zweite Hälfte der Zutaten genau so schichten. Deckel drauf und auf HIGH 3,5 bis 4 Stunden garen oder bis die Auberginen wirklich weich sind. (Wer mehr Zeit hat, kann gerne 6-8 Stunden LOW nehmen)
(2) Für das Dressing die Kräuter grob hacken und mit dem restlichen Dressing mit Hilfe eines Pürierstab oder Blitzhackers ein cremiges, würziges Dressing mixen.
(3) Die Mandelblättchen in einer trockenen Pfanne bei mittlerer Hitze unter öfterem Umrühren goldbraun rösten. Aufpassen, dass sie nicht verbrennen, das geht schneller als man denkt.
(4) Die Auberginen mit einem Schaumlöffel aus der Form holen (die Flüssigkeit aus der Form wäre zu viel für den Salat), nett auf einem großen oder mehreren kleinen Tellern anrichten. Das Dressing drüber träufeln, den Feta darüber zerkrümeln und mit den Mandelblättchen bestreuen. Servieren.

Genießen!

Quelle: BBC Good Food – Slow cooker aubergines

Für den 3,5 l Slowcooker einfach nur die Zutaten verdoppeln und die Kochzeit etwas verlängern.

Macht was her – Spargel-Grüne Soße-Quiche

Seit dem 2. Mai stehe ich wieder in Lohn und Brot. Yay! Und was soll ich sagen?!? Es macht unglaublich Spaß! Die Kollegen sind nett, die Aufgaben vielfältig, der Arbeitsbereich der Kollegen sehr spannend.

Zum Einstand wollte ich den Kollegen eine kulinarische Kleinigkeit mitbringen und da bot sich der Termin der großen Teambesprechung letzte Woche an, bei dem alle zugegen waren. Und da Frühling ist, was passt da besser als Spargel? Nun haben wir im Büro nur eine Mikrowelle zum Aufwärmen, es sollte also ein Gericht sein, das am Besten bei Zimmertemperatur gegessen werden kann. Eine Spargel-Quiche ist doch eine nette Idee. Da fehlte aber noch ein wenig Raffinesse, also entschloss ich mich einige Grüne Soße-Kräuter mit im Guß zu versenken, denn was als Einzelkomponenten zu Pellkartoffeln passt, schmeckt (meist) auch in der Quiche. Gesagt, getan! Leider ist es gerade nicht so einfach für mich an frische Grüne Soße-Kräuter zu kommen, aber der Edeka bei der Arbeit hat sie in gefrorener Form aus Frankfurt vorrätig. Ha! (Ja, ich weiß, alle Frankfurter den letzten Satz bitte vergessen…)

Also schnell alles nach dem Standardrezept vorbereitet. Ja, natürlich hätte ich mich dem Erzfeind Mürbeteig stellen können, aber das Risiko wollte ich nicht eingehen, wenn ich für neue Kollegen koche… Die geneigte Leserschaft kann alle Schritte bis zur fertigen Quiche gleich nacheinander machen, ich teilte es wegen der Kraft und dazwischen kommenden Arbeitszeit auf. Vormittags buk ich den Boden vor und röstete die Spargelstangen, abends dann nur noch schnell den Guß zusammenrühren, alles in den vorgebackenen Boden verteilen und backen. Zum Glück muss man ja beim Backen nicht pompomswedelnd daneben stehen, sondern kann sich entspannt auf dem Sofa lang machen und „Mord ist ihr Hobby“ gucken *g*

Und war die Quiche gut! Meine Güte! Sie duftete frisch aus dem Ofen schon so gut, dass es an ein Wunder grenzt, dass sie es im Ganzen ins Büro schaffte :-D Und der Geschmack war wirklich toll! So großartig, dass ich gleich zwei Tage nochmal eine kleine Variante nur für mich buk, damit ich Bilder machen kann, um Euch das Rezept zu präsentieren! Ich kann jedem ein Nachbacken nur wärmstens ans Herz legen, nutzt die Chance so lange noch Spargelsaison ist!

Spargel-Grüne Soße-Quiche

Zutaten für eine XX cm-Form:

Für den Teig:
100 g Quark
4 EL Öl
4 EL Milch
große Prise Salz
200 g Mehl
1 TL Backpulver

evtl. Butter zum Einfetten der Form
Blindbackbohnen

Für die Füllung:
700 g Spargel
Salz, Zucker
200 g Schmand
200 g geriebener Käse (z.B. Emmentaler oder Gouda)
2 Eier
50 g gehackte Grüne Soße-Kräuter (hier TK)
Salz, Pfeffer

(1) Zuerst den Ofen vorheizen auf 180°C. Wenn ihr eine Springform benutzt, den Boden mit Backpapier belegen und die Seiten dünn mit Butter einfetten. Wenn ihr eine Quicheform benutzt, einfach nur Backpapier bereitlegen.
(2) Den Teig vorbereiten. Dafür die Zutaten in eine große Schüssel geben und zuerst mit einem Löffel, dann mit Hilfe Eurer Hände verkneten. Den Teig zu einer Kugel formen und zur Seite legen. Den Teig auf einer großen, leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn ausrollen, so dass er in die Quicheform passt und auch die Ränder bedeckt sind. Den ausgerollten auf das Nudelholz rollen und mit dessen Hilfe in die vorbereitete Quicheform legen und leicht festdrücken. Den Teig mit einer Gabel öfter einstechen. Ein weiteres Stück Backpapier darauf legen und die Blindbackbohnen darauf verteilen. Auf mittlerer Schiene in den vorgeheizten Ofen geben und 15 Minuten backen. Dann heraus holen und etwas abkühlen lassen. Die Blindbackbohnen entfernen (kann man gut aufheben und wieder verwenden).
(3) In der Zwischenzeit den Spargel putzen. Dafür die Enden abbrechen (dann bleibt nix holziges an der Stange) und dann schälen. Auf ein kleines Backblech oder Auflaufform legen. Leicht mit Salz und Zucker bestreuen und nachdem der Boden vorgebacken ist, den Spargel einschieben und ebenfalls 15 Minuten rösten. Herausnehmen.
(4) Während der Spargel röstet und der Boden etwas abkühlt, den Guß vorbereiten. Dafür den Schmand mit den Eiern und den Kräutern verrühren, Käse unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf dem vorgebackenen Boden gießen.
(5) Den Spargel ansprechend auf dem Guß verteilen und etwas eindrücken. Die Quiche auf mittlerer Schiene in den Ofen geben und 35-40 Minuten backen.

Herausholen und etwa 15-20 Minuten abkühlen lassen.

Genießen!

Perfekte Vorspeise für ein Frühlingsmenü – Spargelsalat mit Tomaten-Kräuter-Vinaigrette

Endlich ist es warm und fühlt sich richtig wie Frühling an! Die Vögel zwitschern, die Bäume sind schön grün, die Blumen blühen in den Gärten, meine Erdbeeren im Balkonkasten auch. Und der Spargel ist auch auf dem Höhepunkt seiner Saison!

Wie gerne würde ich mal ein frühlingshaftes Menü für Gäste zaubern, aber da ich meist alleine esse, begnüge ich mich mit den einzelnen Komponenten, die ich dann eben als Hauptgericht esse *g*

Diesen Salat bereitete ich zu, weil Jeanette von „Cuisine Violette“ im 130. Blogevent vom Kochtopf nach frühlingshaftem Genuss fragt. Und definitiv gehört Spargel für mich zum Frühling. Früher mochte ich nur die grüne Variante, mittlerweile auch die weiße sehr gerne. Spargel kann man ja auch gut einfrieren (schälen und einfach die rohen Stangen in den Kälteschlaf schicken), was ich in meinem ersten Jahr mit Tiefkühlschrank auch gemacht habe, alleine hatte ich außerhalb der Saison überhaupt keine Lust darauf. Ich hab ihn dann kurz vor dem Start der neuen Saison im darauffolgenden Jahr gegessen und gelernt, dass es sich für mich nicht lohnt so hochsaisonale Zutaten einzufrieren. Auch Rhabarberkuchen zu backen, käme mir außerhalb seiner Saison nicht in den Sinn …
Blog-Event CXXX - Genuss des Fruehlings (Einsendeschluss 15. Mai 2017)

Aber zurück zum Spargelsalat. Es finden sich ja schon einige Rezepte zum königlichen Gemüse hier im Blog und ich wollte gerne was neues präsentieren. Fündig wurde ich im Buch „Wochenmarkt“ von Elisabeth Raether, in dem etliche ihrer ZeitMagazin-Kolumnen nach Jahreszeiten sortiert, versammelt sind. Ein wirklich schönes Buch! Und darin schwärmt Frau Raether von einem Rezept mit von Mr. Ottolenghi. Und mit Ottolenghi macht man ja nie was verkehrt! Das Rezept ist auch relativ fix gebastelt, braucht keine super exotischen Zutaten und macht echt was her, sowohl auf dem Teller als auch auf der Zunge! Ich sag Euch, so ein geiler Scheiß! Großartigst! Den Salat MÜSST ihr dringend ausprobieren!

Spargelsalat mit Tomaten-Kräuter-Vinaigrette und Ziegenkäse

Zutaten für 4 Portionen als Vorspeise oder 2 als Hauptgang:
1/2 rote Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1/2 EL Balsamico
2 EL Weißweinessig
4 EL Olivenöl
Salz
500 g grüner Spargel
1 EL Petersilie
1 EL Dill
1 EL Minze
200 g Tomaten
Pfeffer
100 g Ziegenfrischkäse

(1) Die rote Zwiebel häuten und fein würfeln, in ein Schüsselchen geben. Die Knoblauchzehe ebenfalls häuten und mit dem Messer zerdrücken. Zusammen mit dem Balsamico, Weißweinessig und Olivenöl zu den Zwiebeln geben, etwas salzen, gut verrühren. Zur Seite stellen.
(2) Einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Vom Spargel die Enden abbrechen. Den Spargel in das kochende Wasser geben und 2 Minuten kochen. Abgießen und mit kalten Wasser abschrecken. Trocken tupfen.
(3) Die Kräuter fein hacken und zur Vinaigrette geben. Die Tomaten halbieren, entkernen und das Fruchtfleisch fein würfeln. Gut mit dem restlichen Dressing verrühren und mit Pfeffer abschmecken.
(4) Eine Grillpfanne bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die möglichst trockenen Stangen quer zu den Rillen in die Pfanne legen. Von beiden Seiten grillen bis sie Grillspuren haben und köstlich duften.
(5) Die Spargelstangen auf Tellern arrangieren, die Tomaten-Kräuter-Vinaigrette darüber verteilen und den Ziegenfrischkäse drüber bröseln.

Genießen!

Quelle: Raether, E. (2015): Wochenmarkt. Die frischen einfachen Rezepte aus dem ZEIT Magazin. Bloomsbury. Berlin. p 64

#12von12 im Mai – Freier Freitag

Der 12. des Monats, die geneigte Leserschaft, weiß was das heißt :-) Und wer neugierig auf weitere Einblicke in Alltage anderer ist, klicke doch bitte rüber zu „Draußen nur Kännchen„.

Seit zwei Wochen brauche ich wieder einen Wecker (ihr dürft jetzt raten weswegen *g*), aber freitags hat er frei und ich auch. Sprich ich konnte ausschlafen. Und nachdem ich gegen 8 Uhr wach wurde, bin ich dann halb zehn endlich aufgestanden …

… um zu frühstücken.

Eigentlich wollte ich nur meine kleine Springform unterm Herd hervor holen, aber das wurde eine größere Aktion, weil der Boden auf einmal verschwunden war. Zum Glück hab ich ihn doch gefunden :-)

Das obligatorische Himmelsbild. Sehr grau, aber trotzdem warm.

Symbolbild: Badaction.

Danach folgte Küchenaction. Nein, hier wurde nicht nur das gestrige Mittagessen vorbereitet, sondern noch ein Spargelsud zum Abendbrot ausgekocht und Pellkartoffeln plus Ei für die heutigen Rakott krumpli.

Jedes Mal, wenn ich mein Schlafzimmer lüfte, fällt mein Blick auf die Knospen der Himbeere und ich beschwöre sie: „BLÜH! ENDLICH!“

Mittags wurde es Zeit für die Physiotherapie. Auf dem Weg dorthin ließ ich mich vom Flieder kurz anduften. Physio war anstrengend wegen der schwülen Luft draußen, aber tat trotzdem gut.

Danach waren alle Bewohner des Haushalts hungrig. Die Fischies bekamen ihre Wasserflöhe und Flockenfutter, ich die Spargel-Grüne Soße-Quiche, die ich vormittags gebacken hatte. Geiler Scheiß, sag ich Euch!

Danach war es Zeit zum Ausruhen. Ich bin glatt nochmal weggepennt…

Abendbrot: Spargelsud mit Ei-Grieß plus zwei Toastbrote.

Danach ließ ich den Tag Tag sein, guckte „Oben“ *schnüff* und die obligatorisch freitägliche Talkshow vom NDR, wobei ich allerdings einschlief auf dem Sofa und kurz vor Mitternacht gen Bett wankte. – Nächtelchen!

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