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Klassischer Grünkohl westfälischer Art

Es ist Herbst! Es ist kühler, es regnet mehr und die Schmorgerichtrezepte lauern im Schrank und wollen alle gekocht werden. Ein Klassiker der deutschen Herbst-Winter-Küche ist ja der Grünkohl, den es in vielen regionalen Varianten gibt. In Teilen Schleswig-Holstein werden die Beilagenkartöffelchen noch karamellisiert, von meiner Oma kenne ich es mit Birne und Kassler und es gibt die Version von Gabis Schwiegermutter, die die Kartoffeln zeit- und geschirrsparend gleich im Grünkohl mitkocht.

Eigentlich bereitet Gabi das Gericht im Slowcooker zu, aber ich weiß noch, dass ich damals zu spät angefangen habe und deswegen das ursprüngliche Rezept für Grünkohl westfälischer Art auf dem normalen Herd gekocht habe. Und das geht auch wunderbar! Ja, der frische Grünkohl muss erst vorbereitet werden, also waschen, putzen, zerrupfen und blanchieren, aber wenn man jetzt nicht gerade 3 kg Kohl verarbeiten will, geht das auch relativ schnell. Das Schmoren des Kohls ist dann ziemlich einfach. Nach und nach kommen die weiteren Zutaten dazu und auch die Kartoffeln. Es ist also mehr ein Eintopf als ein typisch deutsches Drei-Komponenten-Gericht. Und dieser Eintopf ist so köstlich, dass er gerade danach schreit, dass ich ihn diesen Herbst nochmal koche mit dem schönen Roten Grünkohl von meinem Biokisten-Dealer des Vertrauen „Lotta Karotta„. Würzig, rauchig, von innen wärmend – perfekt an ungemütlichen Herbsttagen!

Klassischer Grünkohl westfälischer Art

Zutaten für 4 Portionen:
1 kg frischer Grünkohl
1 Zwiebel
2 EL Butterschmalz
1 EL Zucker
Salz, Pfeffer
300 ml Brühe
1 EL scharfer Senf
1 kg Kartoffeln
2 Kasslerkoteletts
2 Knacker
1 EL Haferflocken (fein)

(1) Als erstes den Grünkohl vorbereiten. Dafür den Grünkohl im Waschbecken in viel Wasser waschen. Das Grün dann von den einzelnen Blättern abstreifen und grob zerrupfen. Einen großen Topf mit Salzwasser aufkochen lassen. Dann den Grünkohl, gerne auch portionsweise, hinein geben und ca. 5 Minuten blanchieren. Herausnehmen und in einem Sieb abtropfen lassen.
(2) Die Zwiebel häuten und fein würfeln. Das Butterschmalz in einem größeren Topf schmelzen lassen. Die Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. Mit dem Zucker bestreuen und diesen etwas karamellisieren lassen. Den blanchierten Grünkohl zugeben, die Brühe aufgießen. Mit Salz, Pfeffer und dem Senf würzen. Deckel drauf und bei mittlerer Hitze schmoren.
(3) Die Kartoffeln schälen und in mittelgroße Würfel schneiden.
(4) Nach 30 Minuten die Kasslerkoteletts drauf legen. Nach 45 Minuten Schmorzeit die Kartoffeln unterrühren. Und wenn der Kohl 1 Stunde schmorte, die Knacker in den Topf geben.
(5) Nach insgesamt 1,5 Stunden Schmorzeit das Fleisch und die Wurst aus dem Topf nehmen und abgedeckt zur Seite stellen. Die Haferflocken unter den Grünkohleintopf rühren und noch 10 Minuten köcheln lassen, damit er ein bisschen eindickt. Nochmal kosten, ob Salz oder Pfeffer fehlt und gegebenenfalls nachwürzen.

Den Eintopf zusammen mit dem Fleisch und der Wurst servieren. Gerne mit einem zusätzlichen Klecks Senf.

Genießen!

Quelle: nach Langsam kocht besserGrünkohl westfälische Art aus dem Slowcooker

Variation in Rot – Schaschlik aus dem Slowcooker

Ich habe lange nichts mehr über meinen Slowcooker geschrieben, oder? Er wurde jetzt auch schon länger nicht mehr benutzt, allerdings nicht, weil ich ihn vergessen hätte oder auf einmal doch doof fände. Nein, schlicht und einfach der Tiefkühler ist proppenvoll. Ich muss dort erstmal wieder Platz schaffen durch Wegessen, bevor ich neue Familienportionen im Slowcooker köchle. Wobei ich ja momentan noch ganz begeistert bin vom Einkochen und auch mal versuchen möchte z.B. Rinderrouladen oder fertige Suppen (z.B. Linsensuppen) einzuwecken. Aber auch Gemüsebrühe muss ich mal wieder auf Vorrat machen und werde dafür den Slowcooker verwenden. Ich werde berichten wie das Experiment ausgegangen ist.

In einer Kochgruppe des sozialen Netzwerks kochte jemand Schaschlik aus dem Topf ohne extra aufgespießt zu werden und das sah dermaßen gut aus, dass das Ziel des Kochs erreicht wurde und sich ein sofortiger Haben-Will-Hunger bei mir einstellte. Das Rezept ist von der Homepage der „Essen & Trinken“ und hörte sich einigermaßen einfach an. Und weil es lange im Ofen schmoren sollte, habe ich kurzerhand das Rezept für den Slowcooker umgemodelt. Die Sauce und das Fleisch habe ich schon am Vorabend vorbereitet und im Kühlschrank zwischengelagert. Am nächsten Morgen wurden die Zutaten nur im Slowcooker zusammen geschmissen, Slowcooker an und mittags war köstlichst zartes und würziges Schaschlik fertig. Perfekt! Das fertige Mittagessen war dann doch irgendwie eine Variation in rot. Statt der vorgeschlagenen Pommes zauberte ich ein paar paprikalastige Kartoffelspalten und Möhrensalat. Tolles Essen, sag ich Euch! Und damit nicht nur Slowcooker-Besitzer dieses köstliche Schaschlik machen können, habe ich auch noch die Zubereitungsweise im Ofen mitangegeben. Probiert es ruhig mal aus, es ist wirklich gut!

Schaschlik aus dem Slowcooker

Zutaten für 6 Portionen in einem 3,5l-Topf:
700 g Schweineschulter
3 Zwiebeln
2 El Butterschmalz (oder Öl)
1 El Currypulver
1 El edelsüßes Paprikapulver
1 El rosenscharfes Paprikapulver
200 g Tomatenmark
500 ml Gemüsebrühe
1 kleine Dose gehackte Tomaten (400 g)
3 Lorbeerblätter
Salz Pfeffer
Muskat
2 El Orangenmarmelade

(1) Die Schweineschulter von Fett und Sehnen befreien, in größere, mundgerechte Würfel schneiden. Zwiebeln häuten und achteln.
(2) Butterschmalz/Öl in einem Topf erhitzen, das Fleisch in zwei Portionen rundherum bei mittelhoher braun anbraten, in den Keramikeinsatz des Slowcookers geben. Danach die Zwiebeln ebenfalls goldbraun anbraten. Zum Fleisch geben.
(3) Das Curry- und beide Paprikapulver kurz im Bratfett anrösten bis sie duften. Das geht wirklich schnell. Aufpassen, dass es nicht anbrennt. Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten. Gemüsebrühe und Tomaten zufügen und kurz aufkochen lassen. Zum Fleisch und den Zwiebeln in den Slowcooker geben. Die Sauce mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss abschmecken. Lorbeerblätter dazu geben.
(4) Den Slowcooker-Einsatz mit dem Deckel bedecken. Auf HIGH stellen und 3,5-4 Stunden langsam schmoren lassen.

~ Wer keinen Slowcooker hat, macht es bis hier her in einem Bräter, heizt den Ofen auf 150 °C Ober-/Unterhitze (oder 130°C Umluft) vor. Dann den Bräter für 3 Stunden auf der 2. Schiene von unten langsam schmoren lassen. ~

(5) Nach der Zeit kosten, ob das Fleisch zart ist und die Sauce die gewünschte Konsistenz hat. Wenn sie etwas zu flüssig ist, noch bei offenem Deckel einkochen lassen. Zum Schluss die Orangenmarmelade unterrühren.

Dazu passen Pommes oder auch knusprige Kartoffelspalten aus dem Ofen. Auch ein frischer Salat, entweder Möhre wie oben oder Gurkensalat oder ungarischer Weißkrautsalat machen sich wunderbar.

Genießen!

Quelle: Essen & Trinken 01/2013

Perfekt für’s Brunch – Schneller, saftiger Kräuter-Kasslerbraten

Zu einem Brunch gehören außer Brot und Aufschnitt und Käse und Marmelade ja auch noch eine warme Komponente, sonst wäre es ja nur ein verspätetes Frühstück. Wie schon erwähnt funktioniert mein Hirn morgens nur im Standardmodus, große Denk- und Konzentrationsprozesse sind nicht wirklich möglich ;-) Zum Glück übernahm Frau Mama die Aufgabe diesen Kasslerbraten zu braten, sie ist viel eher ein Morgenmensch als ich. Und außerdem hat sie nicht so viel gegen das Hacken von Petersilie wie ich ;-)

Für einen Braten ist dieses Kassler wirklich schnell gemacht. Er benötigt nicht viel Vorbereitung und dann auch nur 30 Minuten im Ofen. Dafür wird er im Bratschlauch gegart. Hätte ich ja nicht gedacht, aber Frau Mama hatte tatsächlich Bratschlauch in der Schublade, noch mit DMark-Preisschild ;-) Sie hat ihn nur noch nie benutzt, weil sie der Plaste nicht so vertraute in Bezug auf die Ofenhitze. Aber hey, irgendwann ist immer das erste Mal! Also flugs den Braten in den Bratschlauch bugsiert, auf’s Blech in den heißen Ofen und eine halbe Stunde später war ein wunderbar saftiger Braten fertig. Und er behielt seine Saftigkeit noch die nächsten Tage beim Aufwärmen. Sehr dünn aufgeschnitten, ist der Kasslerrücken auch total lecker als Brotbelag. Kann den Braten wirklich nur wärmstens empfehlen!

Schneller, saftiger Kräuter-Kasslerbraten

Zutaten für 6 Portionen:
2 Bund glatte Petersilie
1 k Kasslerrücken ohne Knochen
3 TL mittelscharfer Senf
50 ml Wasser

ca. 50 cm Bratschlauch

(1) Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160°C Umluft) vorheizen. Den Bratschlauch an einem Ende nach Packungsanweisung verschließen.
(2) Die Petersilie waschen, Blätter von den Stielen zupfen und fein hacken. Die Hälfte davon zur Seite stellen. Die restliche Petersilie auf einem Schneidbrett verteilen. Den Kasslerrücken rundherum mit dem Senf bestreichen und in der Petersilie wälzen. In den Bratschlauch geben und auf ein Backblech setzen. 50 ml Wasser dazu geben. Das zweite Ende des Schlauchs verschließen. Mit einem Messer 3 Löcher in die Oberseite pieken. Im unteren Drittel des Ofens 30 Minuten garen.
(3) Kassler aus dem Ofen nehmen. Die restliche Petersilie auf einem Brett verteilen und den Braten wieder darin wenden.

Kassler entweder warm oder lauwarm oder kalt

genießen!

Quelle: essen & trinken „Für jeden Tag“ 04/2014 Seite 24

Wenn der Grill schon heiß ist …

Im Sommer wird bei meinen Eltern im Garten ziemlich regelmäßig gegrillt, nur ich bin außen vor, weil ich knappe 500 km vom elterlichen Garten entfernt wohne … Jetzt war ich aber mal wieder da und das Wetter war perfekt: Sonne, ein bißchen Wind (was Muschelschubser so als „bißchen“ bezeichnen), angenehme  Temperaturen. Einfach wunderbar! Und weil ich nicht sooft zum Grillen komme, hatte ich mal wirklich Lust dazu und auch um ein paar aufwendigere Sachen zu testen. Glücklicherweise war auch Frau Mama nicht abgeneigt, da sie gerade ein Heft mit lauter Sommer-Rezepten und sie die gegrillten Schweinerippchen mit Schwarzbier-Marinade anlachten. Gut! Perfekt! Ich habe dann auch noch das Heft durchgeblättert und wurde auch von einigen Rezepten angelacht, sei es der Brotsalat mit Gemüse oder die Honigmarinade mit Sesam, die ich mir zu Hähnchen sehr gut vorstellen konnte, das ja für Zwerg noch zuzubereiten war. Und so hatte jedes Gericht mindestens einen Bestandteil, der auf dem Grill zubereitet wurde. Ich meine, wenn der Grill schon mal glüht, sollte man es auch ausnützen …

Bei Rippchen hatte ich bisher immer Manschetten, komische Knochen und wer weiß wie die Fleischkonsistenz ist. Nee, nee! Aber in letzter Zeit hab ich öfter wirklich gut aussehende Rippchen gesehen und gedacht: einmal sollte man alles mal kosten. Zuerst werden die Rippchen (Im Bild auf 11 Uhr) vorgegart, damit sie nicht so ewig auf dem Grill brauchen und das Fleisch auch schön zart wird. Währenddessen wird die Marinade zubereitet, die auch ohne Fleisch schon ziemlich geil schmeckt! Dann einfach die Rippchen auf den Grill schmeißen, ordentlich mit Marinade bestreichen (Frau Mama war etwas zögerlich, mit einem Löffel ist es einfach unpraktisch) und noch ’ne Viertelstunde grillen. Und sie sind wirklich göttlich! Würzig und zart! Perfekt!

Gegrillte Schweinerippchen

Zutaten für 4 Personen, wenn es noch anderes Gegrilltes gibt:
1 kg Schweinerippchen
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Olivenöl
75 ml dunkles Bier
1/2 EL Ketchup
1/2 EL Tomatenmark
1 TL flüssiger Honig
1/2 EL scharfer Senf (idealerweise Dijonsenf)
1/2 EL Worcestersoße
1 TL Paprikapulver
Salz, Pfeffer
einige Spritzer Tabasco

(1) Zuerst die Rippchen vorbereiten. Diese waschen, die Zwiebel pellen, halbieren. Den Knoblauch auch pellen und halbieren. Die Rippchen mit der einen Hälfte der Zwiebel und des Knoblauchs, Salz und Pfeffer und einen Topf geben, mit kaltem Wasser bedecken und aufkochen lassen. Dann bei kleiner bis mittlerer Hitze ca. 30 Minuten simmern lassen.
(2) Zwischenzeitlich die Marinade klöppeln. Dafür die restliche Hälfte von Zwiebel und Knoblauch fein würfeln. In einem kleinen Topf das Olivenöl erhitzen. Die Zwiebelwürfel glasig andünsten, die Knoblauchwürfel zugeben und auch etwas andünsten bis sie duften. Das Bier zugießen und etwas einreduzieren lassen. Vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen.
(3) Ketchup, Tomatenmark, Honig und Worcestsoße zufügen und gut verrühren. Mit dem Paprikapulver, Salz, Pfeffer und Tabasco abschmecken.
(4) Die Rippchen aus dem Sud nehmen und trocken tupfen. Auf den heißen Grill legen und 15-20 Minuten grillen. Dabei fleißig von allen Seiten mit der Marinade bestreichen.

In Stücke geteilt servieren und

genießen!

Quelle: LandIdee – Die neue Sommerküche. Seite 26

Als eine sättigende Salatbeilage lachte mich der Brotsalat (im Bild auf 2 Uhr) an, zu dem noch eine Menge Paprika und Tomaten gegeben werden. Eigentlich kommt in die Salatvinaigrette noch Sardellen und Kapern, aber leider hatten wir die zu Hause vergessen, sonst hätte es in Verbindung mit Honig noch eine wirklich nette sü-saure Note gegeben. Zwerg fand den Salat etwas zu unsauer, aber ihre sauer-Grenze liegt auch wesentlich höher als die der Rest der Familie ;-) Ich fand ihn wirklich lecker und schmeckt auch noch am nächsten Tag. Wer darauf achtet, dem sei auch gesagt, dass diese Version vegetarisch, ja sogar vegan ist …

Brotsalat mit Gemüse

Zutaten für 4 Personen:
250 g Kirschtomaten
2 gelbe Paprikaschoten
2 Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
400 g Baguette vom Vortag
5 EL Olivenöl
2-3 EL weißer Balsamico
Salz, Pfeffer
1 handvoll Basilikum

(1) Die Tomaten waschen, putzen und halbieren. Die Paprikas waschen, halbieren, vom Kerngehäuse und weißen Innenwänden befreien und in dünne Streifen schneiden. Die Zwiebel abziehen, halbieren und in dünne Halbringe schneiden. Den Knoblauch pellen und halbieren. Das Brot in dünne Scheiben schneiden.
(2) Das Brot auf dem Grill rösten, bloß aufpassen, dass es nicht zu dunkel wird und dann mit den halbierten Knoblauchzehen einreiben.
(3) Den Basilikum in Streifen schneiden. Alle Zutaten in eine große Schüssel geben. Salzen, pfeffern. Olivenöl und Balsamico drüber geben und gut vermischen, das geht tatsächlich am Besten mit den eigenen Händen.

Genießen!

Quelle: etwas abgewandelt nach LandIdee – Die neue Sommerküche. Seite 92

Nun ist Zwerg nicht der größte Fan von Knochen oder Fett im Fleisch, sprich die Rippchen wurden von ihr verschmäht. Dann noch schnell Hähnchenbrust (im Bild in der Mitte) eingelegt. Dafür suchte ich mir die Honigmarinade mit hohem Sesamanteil aus, sowohl Sesamöl als auch Sesamsamen wurden verwendet. Am Besten mariniert das Fleisch über Nacht, aber 30 Minuten reichen auch, wenn es wirklich schnell gehen soll. Uns allen hat das Fleisch wirklich gut geschmeckt. Süß-salzig-würzig-nussig, wunderbar saftig! Man sollte nur beim Grillen aufpassen, dass das Fleisch nicht verbrennt, weil der Honig doch ziemlich schnell verbrennt, also Obacht! Aber die Marinade wird es bei mir öfter auf das Grillgut schaffen!

Honig-Sesam-Marinade

Für etwa 500 g Fleisch:
3 EL flüssiger Honig
1 EL Sojasauce
1 EL Zitronensaft
2 EL Sesamöl
1 Knoblauchzehe, sehr feingehackt
wenig Tabasco
1 EL Sesamsamen

Die Zutaten gut miteinander verrühren. In einen Gefrierbeutel geben, die Fleischstücke dazu (Schwein, Hähnchen) hinzufügen, Tüten schließen und die Marinade etwas ins Fleisch kneten. Dann mindestens 30 Minuten bis über Nacht im Kühlschrank zwischenparken.

Dann wie gewohnt grillen. Dabei aber aufpassen, dass es nicht verbrennt, passiert bei dem hohen Honiganteil gern schnell. Es schmeckt wunderbar süßlich-würzig-nussig. Toll, toll, toll!

Quelle: LandIdee – Die neue Sommerküche. Seite 19

Den Grillgemüse-Salat (im Bild auf 7 Uhr) haben wir letztes Jahr schon gemacht, nach einer Idee von Jamie Oliver. Dafür wird einfach Gemüse der Wahl auf den Grill geschmissen, schön gebräunt und gegart, klein geschnitten und mit einer Vinaigrette angemacht. Alles mögliche Gemüse ist geeignet dafür (Zucchini, Aubergine, Fenchel, Pilze, Frühlingszwiebeln etc.), aber besonders lecker werden gegrillte Paprika. Die Paprikastücke dafür auf der Hautseite auf den Grill legen und so lange dort belassen bis die Haut tiefschwarz ist. Dann lässt sie sich leicht mit den Händen ablösen, die Paprika ist angegart und süß und hat ein wunderbares Aroma. Großartig! Das hier ist eine sehr einfache Grundversion, die natürlich gerne noch erweitert oder verändert werden kann. Als Salatsauce hatten wir nur Zitronensaft, Olivenöl, Salz und Pfeffer. Es fehlten, um ehrlich zu sein noch frische Kräuter, aber der Basilikum ist komplet im Brotsalat entschwunden, den Thymian aus Frau Mamas Steingarten hatte ich irgendwie nicht vergessen und andere passende Kräuter fanden sich leider nicht im Garten (Schnittlauch schon zu alt, Petersilie noch nicht groß genug, Estragon passte nicht). Aber ich fand’s auch so ganz lecker, kam wenigstens der gegrillte Geschmack der einzelnen Gemüsesorten gut zur Geltung.

Grillgemüse-Salat

Zutaten für 4 Personen:
1 mittelgroße Zucchini
2 kleine Auberginen
1 große Fenchelknolle
1 rote Paprikaschote
1 gelbe Paprikaschote
1/2 rote Zwiebel
1/2 Zitrone
4 El Olivenöl
Salz, Pfeffer

(1) Die Gemüse vorbereiten. Erstmal alles waschen. Von der Paprika die vier Seiten abschneiden und die Kerne samt weißen Innenwänden entfernen. Die Auberginen und Zucchini längs in mitteldicke Scheiben schneiden. Vom Fenchel die Spitzen abschneiden und aufheben, das Wurzelende ganz knapp abschneiden. Dann den Fenchel ebenfalls in dickere Scheiben schneiden durch das Wurzelstück damit die verschiedenen Schichten gut zusammenhalten. (2) Das Gemüse auf den heißen Grill legen. Die Paprikaschoten auf die Hautseite bis diese wirklich rabenschwarz ist. Die anderen Gemüse sollten bei öfterem Wenden eine schöne braune Farbe und Muster bekommen und schon weicher sein. Alles vom Grill nehmen.
(3) Von den Paprikaschoten die Haut abziehen, wenn andere Gemüsestücke etwas zu dunkel geraten sind, die Stellen abkratzen. Alles Gemüse in Würfel schneiden. Die halbe rote Zwiebel in feine Würfelchen schneiden.
(4) Alles in einer Schüssel gut vermengen. Den Saft und die Schale der halben Zitrone zugeben. Ebenso das Olivenöl. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Genießen!

Natürlich können auch noch gerne Kräuter mit rein wie Basilikum oder Thymian oder Rosmarin oder Petersilie, aber hatte ich leider nicht da. Ansonsten passen bestimmt auch ein paar Tomätchen oder Oliven. Vielleicht Feta drüber krümeln?

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