Archiv der Kategorie: Auf Vorrat

Multifunktionales ungarisches Salatdressing – Eingelegte Rote Bete

Hier gibt es nichts zu sehen heute, bitte weitergehen! Denn eigentlich ist dieses Rezept nichts für einen Blog. Es ist so alltäglich und altbacken, passt überhaupt nicht in die ganzen Rezepte von modernen und überaus gesunden Salaten/Bowls/etc., dass ich es nur für mich aufschreibe, damit ich es nicht vergesse. Weil: ich liebe eingelegte Rote Bete!

Als ich letzten Herbst von meinen Eltern ein großes Paket mit Bunter Bete (rot, weiß, gelb) aus dem Schrebergarten bekam, wusste ich erst nicht, was ich damit machen soll. Auf der Suche nach einem anderen Rezept, bin ich im ungarischen Standardkochbuch aus den 50ern (oder so) von Ilona Horváth über einen „Salatsaft“ gestolpert. Essig, Wasser, Salz und Zucker. Hey, kann ich ja mal mit der gegarten Bete ausm Garten ausprobieren. Schnell zusammen gerührt und weil es zu viel Bete für ein Glas war, habe ich zwei Gläser mit unterschiedlichen Würzungen gemacht.

Und du meine Güte! Das schmeckte so gut! Sowohl die Variante mit frischem Estragon und Korianderkörnern im Glas als auch die simple Version mit ganzen Kümmelkörnchen. Es hielt sich erstaunlich lange im Kühlschrank ohne ein bisschen Schimmel anzusetzen, auch nicht als ich nach 3 Monaten die letzten Reste aß. Klar, dafür ist es wichtig, dass immer nur mit sauberem Besteck die Bete rausgeholt wird, aber das kriege ich gut hin :-) Ansonsten kann dieser „Salatsaft“ auch gut als Grundlage für Krautsalat, eingelegte Paprika oder Gurkensalat genutzt werden. Mit weiteren Gewürzen und Kräutern kann ja immer noch verfeinert werden.

Also hier das Rezept als Erinnerungsstütze für mich und alle anderen dürfen weiter gehen (oder es ausprobieren) *g*:

Ungarisches Salatdressing (Salátalé) Eingelegte Rote Bete

Zutaten für 1 ca. 700 ml Glas:
750 g Rote Bete
Salz
etwas Öl

Gewürze und/oder Kräuter nach Wahl zum Beispiel:
ein Stück frischer Meerrettich
Kümmel
Korianderkörner, Senfsaat, Piment, Pfefferkörner
frische Minze, Estragon, Thymian, Rosmarin, Basilikum

Für das Salatdressing:
150 ml Weißweinessig (5%ig)
300 ml Wasser
2 TL Salz (nach Geschmack)
3 EL Zucker (nach Geschmack)

(1) Die Rote Bete garen. Dafür gibt es zwei Methoden: Die ganze Rote Bete in Salzwasser je nach Größe etwa 45 Minuten bei mittlerer Hitze kochen bis sie weich sind. Abgießen.
Oder den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze anstellen. Die Rote Bete in eine passende Auflaufform legen, mit etwas Öl begießen und salzen. Die Form mit Alufolie abdecken und auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. Je nach Größe der Beten 60-90 Minuten garen bis sie weich sind. Mit einem Messerchen oder Spieß testen.
Die fertig gegarten Rote Beten etwas abkühlen lassen, dann die Haut abziehen und in gefällige Stücke schneiden (Scheiben, Stifte, etc.).
(2) Während die Rote Bete gart das Glas mit Spüliwasser auswaschen und dem heißest möglichen Wasser gründlich ausspülen. Den Deckel ebenfalls. Beides auf einem sauberen Geschirrhandtuch abtropfen lassen.
(3) Die Rote Bete und die Gewürze/Kräuter der Wahl in das Glas schichten.
(4) Das Salatdressing zubereiten. Dafür alle Zutaten in einem Messbecher abmessen und gut verrühren, dass sich Salz und Zucker auflösen. Kosten, ob noch was fehlt und gegebenenfalls nachjustieren. Über die Rote Bete gießen, so dass diese komplett bedeckt ist. Deckel drauf, abkühlen lassen und im Kühlschrank lagern. Am nächsten Tag kann sie schon gegessen werden.

Genießen!

Quelle: Horváth, I.: Szakácskönyv. Ausgabe von 2015. Seite 224

Fermentierte Gelbe Bete und Fenchel

Na, seid ihr auch im Fermentier-Fieber? Das ist ja der heiße Scheiß in letzter Zeit! Dabei ist das eine uralte Technik, um Gemüse und Obst haltbar zu machen. Gemüse mit so viel Salz oder Salzlake vermischt, dass das es durch die guten Bakterien gesäuert wird und durch die entstehende Säure und Salzkonzentration böse Bakterien und Pilze abgetötet werden. So ganz grob gesagt, wer mag kann sich in der einschlägigen Literatur vom Noma oder Sandor Ellix Katz genauer informieren. Vielleicht mach ich das auch nochmal und kann Euch dann einen ausführlicheren Beitrag schreiben.

Und wenn ihr jetzt denkt: „Hä? Fermentiertes habe ich noch nie gegessen!“ vergesst ihr wahrscheinlich das gute, alte Sauerkraut, koreanisches Kimchi ist fermentiert, die ungarischen Sommergurken oder Bohnen ebenfalls, ja auch Sauerteigbrote sind durch Fermentation entstanden oder ganz simpel Joghurt. Neben dem wunderbaren Geschmack der eingelegten Gemüse sind sie auch noch unglaublich gesund durch die guten Bakterien und wirken sich positiv auf unsere Darmflora aus. Versucht es ruhig mal, weil nichts ist einfacher! Prinzipiell braucht Ihr nur Euer Gemüse, Salz und eventuell Wasser. Natürlich könnt Ihr auch noch Eure Lieblingsgewürze zugeben. Wichtig ist nur, dass die Menge Salz 2% dem fertig vorbereiteten Gemüsegewicht entspricht. Dann stellt sich die richtige Umgebung ein, in der die Lactobakterien gut arbeiten können.

Bestellt hatte ich Gelbe Bete und den Fenchel bei meiner Gemüsekiste mit. Und los ging es: Gemüse gründlich waschen und bürsten, hobeln, wiegen und dann 2% Salz hinzugeben. Kneten, kneten, kneten, Flüssigkeit ziehen lassen, ins Glas füllen und verschließen. Wichtig ist, dass das Gemüse von Flüssigkeit bedeckt ist. Wenn das nicht der Fall ist, gießt Ihr es einfach mit 2%iger Salzlake auf, sprich zum Beispiel 5 g Salz in 250 ml Wasser aufgelöst. Ab jetzt heißt es nur warten und gelegentlich übergelaufene Flüssigkeit wegwischen. Das ist aber nicht schlimm, sondern ein gutes Zeichen, dass die Bakterien ihren Job tun und das Gemüse fermentieren. Das sah schon spannend aus: Luftbläschen steigen im Glas auf, schaumige gelbe Flüssigkeit kommt aus dem Glas. Nach etwa 3,5 Wochen war es wesentlich ruhiger geworden im Glas und ich öffnete eins vorsichtig.

Ich wusste ja nicht, was mich geschmacklich erwartet und war sehr überrascht! Im sehr positiven Sinne: das Gemüse war knackig geblieben und sehr angenehm säuerlich geworden. Die Aromen der Gelben Bete und des Fenchels harmonieren unglaublich gut, keiner drängt sich unangenehm in den Vordergrund! Ich bin wirklich komplett begeistert und esse es momentan täglich! Hier ein bisschen zum Mittagessen, dort ein kleines Schälchen zum Abendbrot.

Was würdet ihr damit machen? Wozu würdet ihr es essen oder gar verkochen? Habt ihr Ideen, die mir noch gar nicht gekommen sind?

Probiert es dringend aus! Es ist ernsthaft großartig!

Fermentierte Gelbe Bete und Fenchel

Zutaten für 1 ca. 700 ml Glas:
600 g Gelbe Bete (Bio)
1 große Fenchelknolle (bio)
Salz (2% vom Gewicht des vorbereiteten Gemüses)

(1) Das Gemüse gut waschen und schrubben. Von den Beten das obere und untere Ende abschneiden. Vom Fenchel das Wurzelende entfernen und das Grün abschneiden. Alles fein hobeln und in eine große Schüssel geben
(2) Das vorbereitete Gemüse wiegen. 2% vom Gewicht des Gemüses berechnen (Formel: Salzgewicht = Gemüsegewicht/100*2) und das Salz abwiegen.
(3) Das Salz über das Gemüse geben und 10-15 Minuten einmassieren bis das Gemüse weicher wird und sich Saft bildet.

(4) Das Gemüse 1 Stunde ziehen lassen. Und in der Zeit das Glas vorbereiten. Dafür das Glas mit Spüliwasser auswaschen, mit heißem Wasser nachspülen und in den kalten Ofen stellen. Den Ofen auf 120°C Ober-/Unterhitze stellen. Ab dem Zeitpunkt, wo die Temperatur erreicht ist, das Glas 15 Minuten drin lassen. Glas rausnehmen und abkühlen lassen. Den Deckel ebenfalls gründlich auswaschen und mit heißem Wasser nachspülen.
(5) Nach der Stunde Ruhezeit das Gemüse schön dicht in das Glas packen. Gerne mit der Faust oder einem Stößel festklopfen, damit nicht so viel Luft zwischen den einzelnen Lagen ist und sich noch mehr Flüssigkeit bildet. Nachdem die Hälfte vom Glas gefüllt ist, das übrig gebliebene Fenchelgrün drauf streuen. Das Gemüse möglichst bis zum Rand füllen. Wenn zwischen Deckel und Gemüse noch Platz ist das Gemüse mit sauberen Steinen/Murmeln/etc. beschweren, damit es immer unter der Flüssigkeit ist. Falls sich nicht genügend Flüssigkeit gebildet hat, eine 2%ige Salzlake herstellen und das Gemüse damit aufgießen.
(6) Das Glas verschließen und auf einen Teller in die Küche stellen. 3,5 bis 4 Wochen bei Zimmertemperatur reifen lassen. Es wird Flüssigkeit austreten, also immer den Teller kontrollieren, nicht das die Küche eingesaut wird.

Passt wunderbar als Beilage zum Abendbrot oder herzhafte Ragouts wie Gulasch.

Genießen!

Quelle: eine Sendung von „MDR Garten“ 2019

Hausgemachte ungarische Kolbász (Paprikawurst)

Nach langer Zeit mach ich mal wieder mit bei der Kulinarischen Weltreise von Volkermampft. Da es nach Ungarn geht, ist es für mich mit halbem ungarischen Gensatz Ehrensache mitzuspielen!
Diesmal möchte ich Euch ein Rezept zeigen, das wahrscheinlich nicht viele ausprobieren werden, aber Kolbász ist sozusagen die ungarische Nationalwurst! Es gibt sie jedem noch so kleinen Dorfladen zu kaufen und allgemein in mehreren Varianten, grob unterteilt in mild und scharf. Die berühmteste Version ist wahrscheinlich die aus der Stadt Gyula.

Ich liebe diese Wurst sehr, auch weil sie so vielseitig einsetzbar ist: einfach in dünnen Scheiben auf’s Brot legen, in kleinen Stücken anbraten, um Eier drüber zu schlagen, in siedendem Wasser kochen, in Rakott Krumpli (ungarischen Kartoffelauflauf), als Brösel verarbeitet zu saurem Kartoffelfözelék, als Einlage in Suppe. Und bestimmt gibt es noch mehr Möglichkeiten, die ich noch nicht gekostet habe. Mittlerweile gibt es sie auch relativ regelmäßig, z.B. bei Kaufland.

Und warum haben wir die ausgerechnet selbst gemacht, wenn es sie doch zu kaufen gibt? Die gekaufte ist schon lecker, aber die selbstgemachte von meinem Onkel ist noch besser. Nachdem Schwesterchen und ich uns darüber unterhalten haben, dass wir total gerne mal frische Bratwurst selber machen wollen, war Herr Papa gleich so begeistert von der Idee, dass er bei nächster Gelegenheit einen ordentlich großen Wurstfüller kaufte. Schwester und ich dachten so an 1 kg Bratwurst, Herrn Papa schwebte die Kolbász-Großproduktion vor. Unter 5 kg lohnt sich das doch nicht …

Im Ungarnurlaub letzten September bat ich meinen Onkel dann das Rezept aufzuschreiben. Aus dem Kopf flogen die Zutaten nur so auf’s Blatt und nachdem ich noch ein paar Zubereitungshinweise aus ihm herauskitzeln konnte, fühlten wir uns bereit Kolbász zu machen. Im Heimaturlaub im November war es dann soweit! Wir kauften alle Zutaten und Freitagnachmittag ging es los.

Zuerst habe ich das ganze Fleisch vorbereitet, Silberhäute aus dem Schulterbraten schneiden, das Bauchfleisch von Haut, Knorpeln und Knochen befreien und alles in längliche Streifen schneiden, damit die gut durch den Fleischwolf flutschen. Die Gewürze waren auch schnell abgewogen und vermischt. Wir haben uns an Onkels Anweisung gehalten, die Gewürze grammgenau abzuwiegen und nicht die Masse später noch probieren und eventuell nachjustieren wollen. „Die Angaben stimmen so, wie sie da stehen! Wiegt es genau ab und die Kolbász wird schmecken!“ Und so 5 kg Fleisch sind mal echt eine Hausnummer, wir mussten den Kessel nutzen, der sonst zum Kesselgulaschkochen genommen wird. Um die Gewürzmischung gleichmäßig im Fleisch verteilt zu kriegen, wird es mit lauwarmem Wasser zu einer geschmeidigen Paste verrührt. Und dann gründlichst unter die Fleischmasse geknetet. Das dauert und geht an die Muskeln, ist also gleichzeitig gutes Training *g*

Die fertige Masse in den Darm zu kriegen, gestaltete sich dann doch noch etwas frickeliger als es sonst in Videos aussieht, aber wir haben es mit ein bisschen Übung geschafft! (Fragt aber nicht wie …) Letztendlich war das gar nicht so schwierig und ich fand die ganze Prozedur oddly satisfying *g* Also ich kann mir tatsächlich vorstellen, Wurst, auch andere Sorten, öfter selbst herzustellen. Und ich habe mir zum Beispiel aus einem Schlachte-Kochbuch meiner Tante noch zwei Kolbász-Rezepte abgeschrieben, eine mit Honig, eine mit Dill, die mich sehr angelacht haben.

Herr Papa hat die Würste am nächsten Tag im Garten noch geräuchert und nach dem Kosten brach große Begeisterung aus! Die schmecken tatsächlich so wie von meinem Onkel! Würzig, paprikaig, wunderbar! Den Rest der Wurstmasse, die nicht in den Darm wollte, haben wir als Klopse so gebraten und auch das schmeckte saugeil, auch auf Brot mit Apfel und Käse überbacken. Sie waren einfach sooo gut, dass die 5 kg Wurst zu Weihnachten schon alle waren und Herr Papa und ich nach Weihnachten glatt noch eine Portion gemacht haben *g*

Also, wenn ihr Euch vorstellen könnt Wurst selbst zu machen oder es tatsächlich schon gemacht habt, probiert das Rezept ruhig mal aus, es lohnt sich wirklich sehr!

Blogger Aktion "Die kulinarische Weltreise" von @volkermampft hält in Ungarn

Hausgemachte ungarische Kolbász (Paprikawurst)

Zutaten für ca. 5 kg Wurst:

Für die Gewürzmischung:
110-120 g Salz
100 g Paprikapulver edelsüß
10 g Paprikapulver rosenscharf
25 g gemahlener schwarzer Pfeffer
25 g Knoblauch
gemahlener Kümmel (nach Geschmack)

3 kg Schweineschulterbraten, fertig gewogen
500 g weißer Speck (ungeräuchert)
1,5 kg Schweinebauch (ungeräuchert), fertig gewogen

Schweinedarm Kaliber 30/32

(1) Zuerst die Gewürzmischung vorbereiten. Dafür Salz, Paprikapulver und Pfeffer in einer farbechten Schale abwiegen. Den Knoblauch putzen, wiegen und durch eine Presse dazu geben. Kümmel gebt ihr nach Belieben hinzu oder lasst ihn weg. So viel lauwarmes Wasser zufügen, dass eine geschmeidige Gewürzpaste entsteht.

(2) Dann das Fleisch putzen und klein schneiden. Dafür vom Schulterbraten die Silberhäute außen und innen weg und das Fleisch in längliche Streifen schneiden. Etwaige Knochen und Knorpel vom Bauchfleisch entfernen und ebenso wie den weißen Speck in Streifen schneiden. Abgewogen sollte alles 5 kg ergeben.
(3) Das Fleisch durch die mittelgroße Lochscheibe (6mm) des Fleischwolfes in eine wirklich große Schüssel wolfen. Dabei abwechselnd fette und magere Fleischstücke nehmen, damit es schon so grob durchmischt wird.
(4) Die Därme vorbereiten. Wenn sie in Salz eingelegt waren wie unsere, sie für etwa 30 Minuten in lauwarmem Wasser einlegen. Dabei das Wasser 1-2 mal wechseln. Den Wurstfüller vorbereiten und an einer sicheren Oberfläche befestigen. Eine große Schüssel oder Blech bereit stellen.
(5) An einem kühlen Ort (z.B. geschützter Balkon, kalter Wintergarten) eine relativ große saubere Oberfläche bereit machen oder einen sauberen Besenstiel aufhängen, um die Würste dort trocknen zu lassen, falls sie geräuchert werden sollen.
(5) Die Gewürzpaste zum Fleisch geben und alles gründlich von Hand durchkneten. Das dauert ein bisschen, nicht ungeduldig werden.

(6) Soviel Fleischmasse in den Wurstfüller geben, dass er gut gefüllt ist. Dafür eine handvoll der Masse mit Schmackes in Füller schmeißen, damit möglichst wenig Luft mit in die Därme kommt. Den gespülten Darm auf den passenden Trichter ziehen. Und dann durch angemessen langsames Kurbeln die Wurstmasse in den Darm drücken. Dieser muss von einer zweiten Person festgehalten und geführt werden, damit nicht zu wenig hinein kommt oder zu viel und die Würste dadurch platzen. Das erfordert ein klein bisschen Übung, aber den Dreh kriegt man ziemlich schnell raus. Aus der einen langen Kolbász Würste in gewünschter Länge abdrehen. Wie das geht, zeigt dieses Video sehr gut. Die Enden müssen auch nicht mit Schnur abgebunden werden, sie halten wirklich auch einfach durch 2-3faches drehen. So mit der gesamten Wurstmasse verfahren.

(7) Jetzt könnt ihr die Wurst schon essen, in dem ihr sie bei mittlerer Hitze von allen Seiten durchbratet oder auch in leicht siedendem Wasser kocht. Was zu viel ist, kann gut portionsweise eingefroren werden.
(8) Wer die Möglichkeit und die Lust zum Räuchern hat, lässt sie Würste über Nacht an dem vorbereiteten kühlen Ort liegend (dann 1x wenden) oder besser hängend trocknen.

(9) Dann am nächsten Tag über nicht zu heißem Buchenrauch ca. 3-4 Stunden räuchern. Bei Herrn Papa war der Rauch nur so warm, dass er noch sehr gut die Räucherkammer von außen anfassen konnte. Die Würste sind dann praktisch fertig und können an einem kühlen Ort (Kühlschrank, Balkon im Winter) gelagert werden, damit sie noch weiter trocknen und fester werden.

Genießen!

Rezept von meinem Onkel, der es so von meinem Opa, seinem Schwiegervater, gelernt hat.

Bei der kulinarischen Weltreise nach Ungarn haben auch noch viele andere mitgemacht und es ist eine vielfältige Auswahl zusammen gekommen:

Küchenlatein: Petersilienwurzel-Cremesuppe
Turbohausfrau: Suppe nach Paloczen-ArtL
SilverTravellers: Pörkölt – Ungarisches Gulasch mit Paprika
Küchenmomente: Ungarische Lángos
Backmaedchen 1967: Pogácsa ungarisches Gebäck
zimtkringel: Ungarischer Apfelkuchen Almás pite
Coffee2Stay: Scharfes Paprikahuhn nach ungarischem Vorbild
Fränkische Tapas: Ungarische Fischsuppe mit Aischgründer Karpfen
magentratzerl: Paprikás krumpli
Pane-Bistecca: Töltött Káposzta – Ungarische Kohlrouladen
Brittas Kochbuch: Székelygulyás aka Szegediner Gulasch
Brittas Kochbuch: Lángos aus der Heißluftfritteuse
magentratzerl: Ungarische Paprikapilze
slowcooker.de: Ungarische Mohnbuchteln mit Vanillesauce
Mein wunderbares Chaos: Ungarische Gundel-Palatschinken
Mein wunderbares Chaos: Lángos ganz einfach selber machen
Brittas Kochbuch: Lescó/Letscho
Brotwein: Szegediner Gulasch – Ungarisches Sauerkraut Gulasch
Brotwein: Ungarische Gulaschsuppe Rezept
Mein wunderbares Chaos: Somlauer Nockerl im Glas
Paprika meets Kardamom: Unbekannte ungarische Köstlichkeiten: Dödölle – Schupfnudeln mal anders
volkermampft: Ungarisches Schweinegulasch mit Paprika – Sertes Pörkölt
our food creations: Töltött Paprika – Gefüllte Paprika
our food creations: Túrós Csusza – Quarknudeln
Kaffeebohne: Diós és mákos beigli – Beigel
Möhreneck: Veganes Szegediner Gulasch
Chili und Ciabatta: Ungarische Kastanientorte – Gesztenyetorta
Chili und Ciabatta: Rinder-Pörkölt nach Károly Gundel mit Tarhonya und Gurkensalat
Chili und Ciabatta: Gefüllte Zwiebeln nach Makóer Art
Chili und Ciabatta: Korhelyleves

Blog-Event CLVIII: Kürbis-Frischkäse-Dip

Von dem Kürbis, der für die Kürbis-Zimt-Waffeln angeschnitten wurde, war ja noch eine Hälfte übrig und da mir nicht nach Suppe war, wurde sie kurzerhand mitgebacken und zu einem Dip verarbeitet. Wie schon erwähnt, bin ich eher auf der herzhaften Seite.

So einen ähnlichen Dip hab ich vor 2-3 Jahren schon mal gemacht und war damals sehr begeistert. Nur dachte ich, ich hätte die Zutaten nicht notiert und versuchte es aus der Erinnerung zu rekonstruieren. Ich erinnerte mich an ein Zwiebelaroma, aber nicht zu intensiv und an die Kürbiskerne. Und natürlich musste Kürbiskernöl rein. Als milchige Komponente nahm ich Frischkäse, der Cremigkeit und etwas Säure mitbringt. Nachdem ich den Dip fertig hatte und die Zutaten im Handy notieren wollte, damit ich sie nicht wieder vergessen, habe ich doch noch die alte Variante gefunden *augenroll* Dort war nur anders, dass ich Magerquark und Butter nutze. Trügte mich meine Erinnerung doch nicht komplett…

Und er schmeckt auch in dieser Version wirklich wunderbar! Leichte Süße durch den Kürbis, gegen das die leichte Säure vom Frischkäse einen wunderbaren Gegenpart bildet. Mit dem Cayennepfeffer kommt ein bisschen Schärfe rein, die zwiebelige der Frühlingszwiebel ist zwar wahrnehmbar, aber schön mild. Durch die knusprigen Kürbiskerne und das Kürbiskernöl bringt noch eine besonders nussige Note in den Dip. Ich mag den sehr und hab ihn eigentlich eine Woche lang gegessen, auf Brot, zu Möhrenstiften, zu Gurke oder Kohlrabi.

Und weil der Dip wirklich leicht und einfach zu machen ist, reiche ich ihn ebenfalls beim 157. Blogevent zum Thema „Kür mit Biss“ im „Kochtopf“ ein, der von “ Jenny is baking “ ausgetragen wird.

Blog-Event CLVIII - Kür mit Biss (Einsendeschluss 15. November 2019)

Kürbis-Frischkäse-Dip

Zutaten für ca. 400 ml:
1/2 kleiner Kürbis (ca. 500 g)
-> ca. 250 g Kürbismus
2 EL Kürbiskerne
160 g Frischkäse
1 Frühlingszwiebel
Salz, Pfeffer
Cayennepfeffer
1 EL Kürbiskernöl

(1) Die Kerne aus dem halben Kürbis schaben. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech oder kleine Auflaufform geben und auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze stellen und den Kürbis ca. 1 Stunde backen bis das Fruchtfleisch weich ist. Aus dem Ofen nehmen und etwas Abkühlen lassen. Das Fruchtfleisch mit einem Löffel aus dem Kürbis holen. Mit Hilfe einer Gabel zu feinem Mus zerkleinern.
(2) Während der Kürbis im Ofen ist, schon die anderen Zutaten vorbereiten. Die Kürbiskerne in eine kleine Pfanne geben und auf mittelhoher Hitze unter regelmäßigen Rühren rösten bis sie aufpuffen und gut duften. Sofort in eine kleine Schale schütten und abkühlen lassen. Dann grob hacken. Die Frühlingszwiebel putzen und in feine Ringe schneiden.
(3) Wenn das Kürbismus komplett abgekühlt ist, mit allen vorbereiteten Zutaten gut verrühren. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer etwas pikanter abschmecken. Zum Schluss das Kürbiskernöl drunter rühren. Etwas ziehen lassen.

Passt wunderbar als Dip zu Rohkost oder als Brotaufstrich.

Genießen!

Sketchrecipe #2: Kovászos uborka oder fermentierte Sommergurken

Es ist Sommer! Es sollte warm sein! Es gibt Einlegegurken im russischen Supermarkt des Vertrauens oder auf dem Wochenmarkt! Holt Euer großes Glas raus und fermentiert meine geliebten Kovi ubi, die ungarischen Sommergurken! Los! Hopp hopp!
(Falls jemand das Rezept in schriftlicher Form benötigt: Kovi ubi)

Wir retten … sauer eingelegtes Gemüse auf türkische Art: Karışık Turşu

Meine osteuropäischen Wurzeln lassen sich nicht verleugnen. Ich mag Fleisch, es ist immer Saure Sahne im Kühlschrank und ich habe eine große Vorliebe für eingelegtes Gemüse, egal ob die Essigvariante oder in Salzlake. Noch bevor mir einfällt einen Salat als Beilage zu reichen, sind schon eingelegte Rote Bete, Gurke oder Kürbis auf einem Tellerchen gelandet. Ich liebe das Zeug einfach und in den letzten Jahren begann ich auch, die Lieblingsgemüse selbst einzulegen. Ihr fragt Euch jetzt sicherlich, warum ich mir diese Arbeit mache, wenn es Gewürzgurken, süßsauren Kürbis und Rote Bete auch in jedem Supermarkt zu kaufen gibt. Aber habt ihr mal auf die Zutatenliste geguckt? Bei den konventionellen, deutschen Produkten sind kaum noch unverarbeitete Zutaten drin außer Wasser und Salz, stattdessen findet man diverse Aromen statt Gewürzen wie Senf oder Piment, statt Zucker werden unterschiedliche Abarten wie Fruktose-Glucose-Sirup und Konsorten benutzt. Wo ist denn bitte schön das Problem, da echte Senfkörner reinzuschmeißen und einfach nur Salz und Zucker zu benutzen, anstatt drei unterschiedlich benannter Zuckervarianten? Ich will das alles nicht! Ich will die ganzen E-Stoffe nicht in meinem Körper haben. Ich will die Zutaten eindeutig zuordnen können. Und genau deswegen mache ich mein eigenes Gemüse ein oder wenn ich es kaufe, achte ich genau darauf, was drin ist!

Und zum Glück bin ich nicht die einzige, sondern die Damen (und Herren) von der Rettungstruppe liegen mit mir auf einer Wellenlänge, weswegen wir heute sauer eingelegtes Gemüse und Obst retten. Natürlich habe ich auch die anderen Teilnehmer nach dem Rezept wieder aufgezählt, so dass sich die geneigte Leserschaft wieder viel Inspiration holen kann.

Dieses Mal zeige ich Euch allerdings kein ungarisches oder deutsches Rezept, sondern wende mich der türkische Küche zu, die ich ebenfalls sehr liebe! Türkische Küche ist so viel mehr als Döner und wird zu Recht als eine der besten der Welt genannt. Seit ich im Klein-Ankara Kassels gelebt habe, weiß ich die türkischen Zutaten sehr zu schätzen. Sie kochen sehr gemüselastig, sehr vielfältig und würzig, aber nicht zu abgehoben in den Geschmackskombinationen. Und sie scheinen eingelegtes Gemüse zu mögen, was mir bis dato unbekannt war. Aber beim Durchblättern des großartigen Kochbuchs „Türkei vegetarisch“ von Orhan und Orkide Tançgil fiel mir ihr Rezept für in Essig und Salzlake eingelegtes Gemüse auf, dass sich super für meine damaligen Gemüsereste und die übrig gebliebenen unreifen Tomaten aus dem elterlichen Schrebergarten eignete. Also schnell noch zwei 1,5 l-Gläser besorgt und ab ging es. Was ich etwas amüsant fand, war die Zugabe der einzelnen getrockneten Kichererbsen, aber sie unterstützen wohl die Fermentation. Für dieses Gemüse könnt ihr wirklich viel unterschiedliches Gemüse verwenden, auch wenn ihr Reste habt. Die letzten Bohnen aus dem Garten lohnen sich nicht mehr für eine Suppe, dann rein damit? Es hängen noch vereinzelt grüne Tomaten am Strauch, aber es ist zu kalt zum Reifen? Ihr werdet nicht an einer Solaninvergiftung sterben, wenn ihr sie auch mit reinpackt. Und es ist so einfach zubereitet, braucht nur ein bisschen Zeit zum Reifen. Während der Wartezeit hab ich ein paar Mal wirklich vorsichtig den Deckel geöffnet, da sich doch Gase entwickeln, die auch raus wollen, ich aber keine Lust auf großes Sprudeln in der Küche hatte. Das hat sich bewährt. Und wenn ihr genug gewartet habt,…

… dann kommt großes Geschmacksglück! Noch knackiges Gemüse, leicht säuerlich und salzig. Wirklich sehr angenehm! Ihr müsst nur ernsthaft auf Sauberkeit achten, sowohl bei der Zubereitung als auch beim Herausnehmen des Gemüses. Das Glas gründlich reinigen vor dem Einschichten des Gemüses und zum Herausnehmen nur sauberes Besteck nehmen und die Gabel nicht zwischendurch ablecken, wenn ihr mehrmals ins Glas geht. Dann könnt ihr lange Freude an Eurem eingelegten Gemüse haben, wenn es nicht schon schnell in Euren Mägen verschwindet, weil es so köstlich ist!

Karışık Turşu – Eingelegtes Gemüse auf türkische Art

Zutaten für ein 1,5l Glas:

1 l Wasser
100 ml Apfelessig
80 g grobes Steinsalz (kein Meersalz)
1 kg junges, knackiges Gemüse
(Weißkohl, Rote Bete, unreife Tomaten, Möhren, Einlegegurken,
rohe Brechbohnen, Blumenkohl, Peperoni, Kohlrabi, Paprika etc.)
6-8 getrocknete Kichererbsen
5-6 Knoblauchzehen
10-15 Pfefferkörner
1-2 Lorbeerblätter
2-3 Stengel Dill und/oder Koriander oder Sellerieblätter

(1) Das Glas mit heißem Wasser und Spülmittel gut auswaschen und dann mit heißem Wasser gründlich nachspülen, damit alle Spülmittelreste verschwinden. In den kalten Ofen auf das Gitter legen, den Ofen auf 150°C Ober-/Unterhitze stellen und das Glas 15 Minuten drin lassen ab dem Zeitpunkt, wo die Temperatur erreicht ist. Herausholen und auf einem Holzbrettchen abkühlen lassen.
(2) Als erstes die Lake zubereiten. Dafür das Wasser aufkochen und abkühlen. Dann Essig und Salz einrühren bis sich das Salz aufgelöst hat.
(3) Das Gemüse gründlich waschen und/oder putzen. In etwa gleich große Stücke schneiden. Wenn etwas größer bleibt (z.B. die Einlegegurken) dann mit einem Spieß oder Gabel einstechen, damit die Lake gut eindringen kann. Die Knoblauchzehen schälen.
(4) Die Kichererbsen in das Glas legen. Gemüse, Knoblauchzehen und Pfefferkörner in das Glas schichten. Dabei dicht packen, so dass möglichst wenig Hohlräume entstehen. Obenauf kommen die frischen Kräuter.
(5) Die Salzlake vorsichtig aufgießen, bis alles Gemüse bedeckt und das Glas voll ist. Um alles unter der Oberfläche zu halten mit einem kleinen Schälchen/Tellerchen/Stein beschweren, der auch drin bleibt, wenn der Deckel verschlossen ist. Vorsichtig am Glas schütteln, damit alle Luftbläschen nach oben steigen. Den Deckel verschließen und das Glas 2-3 Tage auf dem Deckel stehend lagern, dann umdrehen und an einem kühleren Ort 3-4 Wochen reifen lassen. Das Glas auf einen tiefen Teller stellen, da etwas Flüssigkeit austreten kann. Manchmal auch wirklich vorsichtig den Deckel öffnen, damit die sich gebildeten Gase, entweichen können.

Wenn das Gemüse fertig ist, im Kühlschrank lagern, damit der Reifeprozess unterbrochen wird. Das Gemüse NUR mit sauberem Besteck aus dem Glas holen, nicht mit den Fingern oder abgelecktem Besteck, dann sollte es auch einige Wochen bis Monate halten.

Passt zu Kurzgebratenem, Frikadellen, Ragouts (egal, ob Gemüse oder Fleisch).

Quelle: Tançgil, O., Tançgil, O., Seiser, K. (Hg.) (2015): Türkei vegetarisch. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 131

Und falls ihr auf den Geschmack gekommen seid, bei den anderen Mitstreitern der Rettungstruppe, gibt es noch mehr Ideen:

Chutney aus unreifen, grünen Tomaten und Äpfeln

Geschrieben im August 2016 *ähem*:

Letztens war ich ja für ein paar Tage in der Ostseeheimat. Und den Sonntag haben wir es tatsächlich geschafft ganz gemütlich und ruhig im Schrebergarten zu verbringen. Frau Mama hat nach Jahren wieder einen Versuch mit Tomaten im Garten gestartet, eine Sorte, die wohl extra für Alaska gezüchtet wurde, mit seinen widrigen Tomatenbedingungen. Leider hat dann doch die Braunfäule bei uns zugeschlagen und die Pflanzen waren nicht zu retten. Wir haben offensichtlich schlechtere klimatische Bedingungen in unserem Schrebergarten als in Alaska ;-) Jedenfalls waren aber viele schöne Tomaten an den drei Pflanzen, nur eben noch grün. Aber ich wollte die jetzt nicht umkommen lassen. Schließlich habe ich schon mal unreife grüne Tomaten ausgebacken. Und das war sehr lecker und hat mich nicht umgebracht *g* Also flugs alle Tomaten geerntet, Restpflanzen im Müll entsorgt und die 2,2 kg Tomaten mit dem Zug nach Hause transportiert.

Dann ging die Recherche los. Was mache ich jetzt damit? Chutney wäre ja mal wieder was und ich würde fündig bei David Lebovitz, dessen Variante mit Äpfeln, Rosinen und Ingwer sich gut anhörte. Und auch einfach zu machen ist: Sachen klein schnippeln, mit restlichen Zutaten in einem Topf vermischen und kochen. Zum Schluss nur noch abfüllen. Da Mr. Lebovitz meinte, es hielte sich nur ca. 4 Wochen im Kühlschrank, habe ich es noch 30 Minuten eingeweckt. So schnell kriege ich 1,5 l doch nicht weg und meine Lieblingsmenschen, denen ich das gerne schenken möchte, wohnen zu weit weg für einen spontanen Chutneyschenkbesuch.

Was das tolle an grünen Tomaten ist, sie müssen nicht extra gehäutet werden. Die Haut löst sich auch beim Chutneykochen nicht ab und man hat somit keine Hautfetzen in dem superaromatischen Chutney. Allerdings ein Tipp noch, wenn ihr es an einem warmen Tag zubereitet, schließt alle Fenster und Türen, schmeißt sofort die Abfälle weg und wascht die benutzten Utensilien schnellstens ab, sonst habt ihr eine Fruchtfliegeninvasion der Extraklasse in Eurer Wohnung. Ich spreche aus Erfahrung *seufz*

Also, wenn Eure Tomaten vor dem kalten Herbst nicht mehr richtig reif werden, das hier ist eine wunderbare Verwendungsmöglichkeit!

Chutney aus Grünen Tomaten und Äpfeln

Zutaten für ca. 1,5 l:
850 g grüne Tomaten
2 feste Äpfel
100 g Schalotten
1/2 frische Chili (gerne auch mehr)
(oder 1-2 getrocknete Chilis, entkernt, zerkrümelt)
65 g kandierter Ingwer
250 ml Apfelessig
160 g goldene Rosinen
180 g brauner Zucker
1 EL Senfsaat
1 TL gemahlener Kardamom
1/2 TL gemahlener Piment
1 Bio-Orange, Schale

(1) Das Gemüse und Obst vorbereiten. Die Tomaten waschen, trocknen und in mittelgrobe Würfel schneiden. Die Äpfel wahlweise schälen oder nicht, Kerngehäuse entfernen und ebenso groß schneiden wie die Tomaten. Die Schalotten häuten, halbieren und in feine Streifen schneiden. Die Chili halbieren, Kerne und Häutchen entfernen und fein würfeln. Den kandierten Ingwer aus der Flüssigkeit nehmen und hacken. Die Schale von der Orange fein abreiben.
(2) Das vorbereitete Gemüse mit den restlichen Zutaten in einem großen Topf (hier 5l Inhalt) mischen. Auf dem Herd bei höherer Hitze zum Kochen bringen, auf mittlere Hitze runter schalten und offen etwa 45 Minuten kochen bis die Konsistenz an Marmelade erinnert. Dabei öfter mal umrühren, damit es nicht am Topfboden ansetzt.
(3) Die Gläser wie im Beitrag über das Einkochen beschrieben vorbereiten. Das Chutney entweder warm oder nach dem Abkühlen einfüllen. In einen großen Topf stellen, mit entsprechend kaltem oder warmem Wasser auffüllen (kaltes Chutney = kaltes Wasser) bis das größte Glas zu mindestens 3/4 im Wasser steht. Den Herd auf mittelhohe Hitze stellen, wenn das Wasser beginnt zu kochen, 30 Minuten einkochen lassen. Sobald die Zeit abgelaufen ist, die Gläser aus dem Wasser holen und auf einem Holzbrett o.ä. vollständig auskühlen lassen. (Nicht auf Glasunterlage o.ä. stellen, durch die Temperaturunterschiede könnten die Gläser springen) Die Klammern von den Weck-Gläsern abnehmen und Probe machen, ob die Deckel halten.

Eins sofort öffnen zum Kosten, die anderen an einem möglichst kühlen, dunklen Platz aufbewahren.

Genießen!

Quelle: David LebovitzGreen Tomato-Apple Chuntey

%d Bloggern gefällt das: