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Vegetarischer Kaviar aus Odessa – Baklazhannaya Ikra

Ich habe ja bekanntermaßen eine Vorliebe für die osteuropäische Küche (je nachdem wie eng oder weit man „Europa“ definiert). Natürlich ist mir die ungarische am nächsten, aber auch polnische, rumänische Gerichte, die der Balkanländer und der ehemals sowjetischen Staaten wie die Ukraine, Georgien und Konsorten haben einen großen Platz in meinem Herzen respektive Magen. Irgendwie mag ich ihre Zusammenstellung von Aromen, mag die Verwendung von Roter Bete, Pilzen, Dill, Schmorgerichte, Paprika (wie ginge es ohne bei mir!), Auberginen, Tomaten (!!!), Quark und noch so viel mehr!

Frau Kochschlampe war letztens in ihrem Heim Gastgeberin eines osteuropäischen Abends. Wie gerne wäre ich dabei gewesen! Natürlich unterhielten wir uns vorher über die Speisen. Neben Rote Bete-Brühe mit Klößchen und Quarkkuchen mit kandierten Orangenschalen, einem monströsen Schweinebraten und Pampushky (kleine Brötchen mit intensiver Knoblauchbutter) sollte es Kaviar „Odessa Art“ geben. Nein, jetzt nicht was ihr denkt! Für diesen Kaviar wurden keine Fische operiert oder gar getötet, hierfür wurde nur eine Aubergine richtig weich gebacken und dann mit wenigen anderen Zutaten vermischt.

Und was soll ich sagen! Ein Traum! So großartig das Zeug! Ich habe es einige Tage in Folge auf mein getoastetes Weißbrot zum Frühstück und Abendessen gehabt. Wirklich wichtig ist nur, dass ihr es tatsächlich mindestens ein paar Stunden durchziehen lasst im Kühlschrank. Frisch gemacht schmeckt man jede Zutat sehr stark, zu stark heraus, der Essig ist zu sauer, die Zwiebel zu kneifend, der Knoblauch zu intensiv. Wenn ihr ihm allerdings ein paar Stunden Zeit gebt, verbinden sich die Aromen und alles wird harmonisch.

Baklazhannaya Ikra – Auberginen-Kaviar

Zutaten für 4-6 Portionen:
1 mittelgroße Aubergine
1 kleine Zwiebel
1-2 KnoblauchzehenBrotaufstrich
1 mittelgroße Tomate
1-2 EL Rotweinessig
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 EL Petersilie, gehackt

1 Tag vorher beginnen!

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze stellen. Die Aubergine mit einem Messer von allen Seiten mehrmals anstechen, so explodiert sie nicht. In einer kleinen Auflaufform in den Ofen geben und ca. 1 Stunde backen bis sie ganz weich ist. Herausnehmen und abkühlen lassen.
(2) Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten und sehr fein hacken. Die Tomate vierteln, den grünen Strunk und Kerne entfernen, sehr fein würfeln.
(3) Von der Aubergine den Strunk abschneiden, die Haut entfernen und das Fruchtfleisch mit der Hilfe von zwei Gabeln fein zerteilen. Gut mit den restlichen Zutaten vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Das Behältnis abdecken und einige Stunden in den Kühlschrank stellen zum Durchziehen.

Zum Servieren noch die Petersilie drüber streuen.

Dazu passt am Besten wunderbar frisches Weizenbrot z.B. Sesamkringel oder Pide.

Genießen!

Quelle: Recipeland.comBaklazhannaya Ikra

Und weil ich so wahnsinnig begeistert von dem Odessa-Kaviar bin und es ein wunderbarer Brotaufstrich ist, darf es beim CXXVI. Event im „Kochtopf“ zum Thema „Brotaufstriche aller Art“ mitmachen. Diesmal wird es ausgerichtet von „Kochen mit Diana„. Ich bin ja immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, den Käse oder die Wurst vom Brot zu verbannen und dementsprechend gespannt, was die anderen sich so überlegt haben *hibbel*

Blog-Event CXXVIV – Was aufs Brot! Brotaufstriche (Einsendeschluss 15. April 2017)

Blumenkohl-Spinat-Curry

Es geht stark auf Weihnachten zu. Das ist offensichtlich, denn in den sozialen Medien werde ich mit Plätzchen und Konsorten so überflutet, dass ich fast keine Lust mehr habe, selbst welche zu backen … Da brauche zumindest ich ein herzhaftes Konteressen. In diesem Fall empfehle ich Euch dieses vegetarische, ja sogar vegane Curry, wenn ihr den Joghurt zum Schluss weg lasst. Und gleich kriegt man noch ein paar Vitamine und Wärme verpasst, die zu dieser Jahreszeit ja auch nie verkehrt sind.

Natürlich ist das Curry nicht original indisch, aber dafür köstlich und unkompliziert schnell zubereitet. Probiert es mal aus! Schmeckt wirklich vorzüglich!

Blumenkohl-Spinat-Curry

Zutaten für 2 Portionen:
1/2 kleiner Blumenkohl
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
2 cm Ingwer
2 handvoll Babyspinat
3-4 mittelkleine Tomaten
1 EL Butterschmalz oder Öl
1 gehäufter TL Currypaste
Salz, Pfeffer

Optional: Joghurt zum Servieren

(1) Das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebel und Knoblauch häuten und fein würfeln. Den Ingwer mit Hilfe eines Löffels schälen und fein reiben. Den Blumenkohl in Röschen teilen, die Tomaten in Würfel schneiden. Den Spinat waschen und abtropfen lassen.
(2) Das Fett in einem mittelgroßen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen. Zwiebeln langsam andünsten bis sie glasig sind. Den Knoblauch und Ingwer hinzufügen und kurz mitdünsten bis sie duften. Die Hitze hochschalten und das Curry zugeben. So lange anbraten bis das Curry duftet. Die Tomatenwürfel hinzufügen, einen Schluck Wasser dazu geben, Deckel drauf und bei kleiner Hitze 10 Minuten dünsten.
(3) Den Blumenkohl zugeben. Mit Salz und Pfeffer würzen. Deckel drauf und bei mittlerer Hitze ca. 10 Minuten dünsten. Den Deckel abnehmen und den Spinat unterrühren. So lange köcheln lassen bis er zusammen gefallen und gar ist. Nochmal kosten, ob Salz oder Pfeffer fehlt.

Zusammen mit Reis oder Fladenbrot und eventuell Joghurt servieren.

Entspannt im Herbst – Simple Kürbis-Curry-Suppe aus dem Slowcooker

 

So, nach der letzten doch noch wirklich sehr sommerlichen Woche, ist hier in Göttingen seit gestern Herbst – Kühle, Wolken, Regen. Und schwupps packte mich die Lust auf Suppe. Und da ein von mir gekaufter Butternutkürbis offensichtlich eine schadhafte Stelle in der Schale hatte und deswegen etwas angeditscht war, musste er schnell verarbeitet werden. Und was passt besser zum ersten regnerischen Herbsttag der Saison als Kürbiscremesuppe?!? Weil schon absehbar war, dass ich abends keine Lust zum Kochen am Herd haben werde, wurde der kleine Slowcooker beauftragt. Schnell Gemüse schnippeln, die Zwiebelwürfelchen mit den Curry andünsten, alles mit Brühe in den Einsatz geben und 7 Stunden vor sich hinschmurgeln lassen, während ich ein Nickerchen machte und für die bevorstehende IHK-Abschlussprüfung lernte:

Zum Schluss nur noch pürieren und schon ist die bauchwärmende Suppe für’s Abendbrot fertig. Perfekt! Ich habe mir noch ein paar Rosinen auf die Suppe gestreut und mit etwas Joghurt verfeinert, kann mir aber auch vorstellen, dass karamellisierte Feigen da was hermachen, wenn man das Süppchen Gästen als Vorspeise servieren möchte. Dafür ist der Slowcooker nämlich auch wunderbar geeignet – vor sich hin köcheln, während man selbst noch mit anderen Essenszubereitungen beschäftigt ist.

Kürbis-Curry-Suppe aus dem Slowcooker

Zutaten für 3 Portionen:
400 g Butternutkürbis
2 Kartoffeln (keine festkochende Sorte)
1 mittelgroße Mohrrübe
1 kleine Petersilienwurzel
2 cm frischer Ingwer
1 Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 EL Öl
1 TL Currypulver
Salz, Pfeffer
500 ml Gemüsebrühe

Zum Servieren:
Joghurt/Schmand/Creme fraiche
Rosinen

Slowcooker: 1,5 l
Zeit und Stufe: 3-4 Stunden HIGH oder 7 Stunden LOW

(1) Den Kürbis schälen und die Kerne entfernen. In grobere Würfel schneiden. Die Kartoffeln, Möhre und Petersilienwurzel mit einem Sparschäler schälen und in dünne Scheiben oder kleine Würfel schneiden. Die Schale des Ingwers mit Hilfe eines kleinen Löffels abschaben und fein reiben.  Alles in den Einsatz des Slowcookers geben.
(2) Zwiebel und Knoblauch häuten, fein würfeln. Das Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen, die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Mit Currypulver bestreuen und kurz mitrösten. Alles zum Gemüse in den Slowcooker geben. Mit Salz und Pfeffer würzen, die Gemüsebrühe angießen.
(3) Deckel aufsetzen und dann 7 Stunden auf LOW köcheln lassen.
(4) Die Suppe im Topf mit dem Pürierstab fein pürieren. Je nach gewünschter Konsistenz noch mit etwas Brühe verdünnen.

Auf Teller geben, mit Joghurt und Rosinen verzieren.

Genießen!

Wer keinen Slowcooker hat, kann die Suppe natürlich auch auf dem Herd kochen. Dafür die Zwiebel- und Knoblauchwürfel in einem größeren Topf in 2 EL Öl andünsten, mit Currypulver bestäuben. Das vorbereitete restliche Gemüse dazu geben und kurz mitdünsten. Mit Salz, Pfeffer würzen und Gemüsebrühe aufgießen. Abgedeckt ca. 30 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse weich ist und dann zu einer geschmeidigen Suppe pürieren.

Auberginiges Letscho aus dem Ofen aka Ofen-Ratatouille

Ich bin so ein bisschen verrückt, was Zutaten angeht. So kaufe ich tatsächlich nur Spitzpaprika aus Ungarn und nur im Sommer und auch nur die gelben. Die haben eine angenehme Schalenstärke und sind auch wesentlich aromatischer (für mich). Auch wenn sie an Tantes Paprikaschoten aus ihrem Garten nicht rankommen, aber sie sind besser als nichts ;-) Und so kaufte ich noch ein Netz hübscher gelber Letschopaprika an meinem letzten Tag in Ungarn. Nur Letscho wollte ich damit nicht machen, weil ich es schon zweimal in Ungarn aß. Aber was dann?

Im Buch von Zsofi Mautner, in dem ich auf der Suche nach dem Rezept für die Kovi ubi (ungarische, fermentierte Sommergurken) war, fiel mir ein Rezept für Letscho aus dem Ofen mit Auberginen ins Auge. Nach etwas genauerer Begutachtung ist es doch eine Art Ratatouille, aber hey, wenn mit dem Namen experimentierunfreudige Ungarn geködert werden können, dieses französische Nationalheiliggericht auszuprobieren, ab dafür :-)

Die Zutaten waren ursprünglich für 4-6 Portionen angegeben, also hab ich nur die Hälfte gemacht, die bei mir locker für 3 Portionen ausreichte. Zuerst war ich etwas skeptisch, ob das mit der Zeit im Ofen auch hinkommt, aber wenn die Masse nicht so dick in eine Auflaufform oder Blech gegeben wird, wird es großartig! Sogar die Auberginen bekommen die richtige Konsistenz, wenn man die Würfel nicht gerade grob lässt. Für meine drei Portionen habe ich eine große Auflaufform genommen (ca. 32 x 20 cm), für die doppelte Menge würde ich tatsächlich ein Backblech empfehlen.

Die Zubereitung ist ganz unkompliziert: Gemüse schnippeln (die Tomaten habe ich nur entkernt, nicht gehäutet), dann mit den Gewürzen, Öl und Tomaten aus der Dose vermenge, in eine Auflaufform geben und für ca. 30 Minuten im Ofen vergessen. Es wird wundervoll duften! Und dann wird alles genau den richtigen Garpunkt, genug weich, aber nicht zu sehr. Für mich so gut, dass es das ab sofort öfter geben wird :-) (Und ich vielleicht noch die ein oder andere Portion einwecke!) Große Nachkochempfehlung von mir!

Einfaches Letscho-Ratatouille aus dem Ofen

Zutaten für 2-3 Portionen:
1 kleine Aubergine
1 mittlere Zucchini
1 mittlere Zwiebel
2 größere Tomaten
2 gelbe Spitzpaprika
1/2 Bund glatte Petersilie
1 kleine Dose geschälte Tomaten (ca. 400 g)
1 TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz, Pfeffer
3 EL Olivenöl

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine große Auflaufform mit Backpapier auslegen.
(2) Das Gemüse waschen und trocknen. Die Aubergine und Zucchini in mittelkleine Würfel schneiden. Die Zwiebel häuten, halbieren und in dünne Halbringe schneiden. Die Tomaten halbieren, grünen Strunk und Kerngehäuse entfernen, dann mittelfein würfeln. Die Spitzpaprika halbieren, Kerne herausnehmen und in längliche Streifen schneiden. Die Petersilie hacken. Alles in eine größere Schüssel geben.
(3) Das Gemüse mit Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel würzen. Olivenöl und der gesamte Inhalt der Tomatendose darüber geben. Die Tomaten beim verrühren grob zerteilen.
(4) Alles in die Auflaufform geben und für ca. 30 Minuten auf mittlerer Schiene im Ofen garen lassen.

Zusammen mit frischen Fladenbrot servieren.

Genießen!

Quelle: Mautner, Zs. (2014): Főzőiskola – Középfok. libri. Budapest. p 44

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Ti is szeretitek a lecsót? Én nagyon, de csak igazi zöldpaprika Magyarországból, mással nem izlik nekem. De az itt Németországon csak nyáron tudok venni, de akkor sem annyira aromás mint a kertből Nagysápon. És úgy vettem még lecsópaprikát az utolsó szabinapom. Csak mit csinálni belőle? Lecsó már volt kétszer egy hetten belül. De Mautner Zsófi második Főzőiskola könyvben találtam egy recept padlizsános lecsóra, amit nagyon jó hangzott.

És igaza volt az érzésemnek, nagyon jól sikerült és annyira finom lett! Mindenképpen ki kell próbálnátok! Kevés idö kell az elöi munkára és az fél óra a süttőben lehet pihenni :-)

Padlizsános lecsó a tepsiből

Hozzávalók 2-3 főre:
1 kis padlizsán
1 közepes cukkini
1 közepes hagyma
2 nagyobb paradicsom
2 zöldpaprika
1/2 csokor petrezselyem
1 kis doboz hámozott paradicsom (kb. 400 g)
1 tk őrölt római kömény
só, bors
3 ek olíva olaj

(1) A sütőt 200°C előre melegítünk. Egy tepsibe sütőpapírt rakjuk.
(2) A zöldségek mosunk és szárítjuk. A padlizsánt és cukkinit közepes kis kockára vágunk. A hagymát hámozzunk és vékony félkerékre vágjuk. A zöldpaprikák vékony csíkokra vágjuk. A paradicsomot felezünk, a zöld részt és a magok kivesszük és kisebb kockára vágunk. A petrezselymet apróra vágjuk. Mindent egy nagyobb tálban teszünk.
(3) A zöldségek bors, só és romai köménnyel fűszerezünk. Olíva olajt és az egész doboz hámozott paradicsom hozza adjuk. A paradicsomot egy kicsit szét válunk. Jó összekeverünk az egészet és teszünk a tepsibe. Kb. 30 percet sütünk közepes rácson a sütőben.

Kész amikor a padlizsán szép puha és minden illatos. Friss kenyérrel tálalunk!

Jó étvágyatok!

Drei-Komponenten-Salat: Fenchel plus Orange plus Olivenöl

Große Salatesser sehen anders aus als ich. Irgendwie bin ich kein großer Rohköstler, gegart bekommt mir Gemüse einfach besser. Aber manchmal habe auch ich Lust auf Salat und dann gerne auf richtige Gemüse und nicht unbedingt einzelne grüne Blätter ;-) Im Winter ist es eher häufiger das Verlangen nach Fenchel mit Orange, ein Klassiker! Und dieser Salat ist so schnell gemacht und besteht, abgesehen von Salz und Pfeffer nur eben aus drei Zutaten. Und ist auch ganz schnell gemacht, nur die Fenchelstreifen sollten wirklich nicht allzudick sein. Natürlich könnt ihr den Salat auch mit dünn geschnittener roter Zwiebel und ein paar Nüsschen erweitern, aber auch so simpel ist er schon sehr köstlich!

Einfachster Fenchel-Orangen-Salat

Zutaten für 2 Portionen:
1 größere Fenchelknolle
1 Orange
Salz, Pfeffer
1-2 EL Olivenöl

Den Fenchel putzen und in dünne Streifen schneiden, die grünen Triebe aufbewahren. Mit Salz und Pfeffer bestreuen und per Hand einige Minuten durchkneten bis er weicher wird. Die Orange filettieren, die Orangenfilets je nach Größe halbieren, dritteln oder ganz lassen. Den restlichen Saft aus der massakrierten Orange über dem Salat ausdrücken. Das Olivenöl drüber geben und gut verrühren. Die grünen Fencheltriebe fein hacken und über den Salat streuen.

Genießen!

Sommer für den Winter: Klassisches Pflaumenkompott

Noch findet man doch heimische Pflaumen/Zwetschgen, oder? Ich liebe ja Pflaumen und auch das klassische Pflaumenkompott. Am liebsten esse ich es zu Milchreis oder Grießbrei, aber es passt auch wunderbar zu Pancakes. Ja sicher, man kann es auch im Supermarkt kaufen, aber wenn man es selbst macht, kann man mit unterschiedlichen Gewürzen spielen. Du magst keine Nelken? Lass sie weg! Hast lieber ein wenig fruchtige Ingwerschärfe? Rein damit!  Und letztendlich auch wieder: ich weiß, was drin ist! Keine komischen Zusatzstoffe, keine künstlichen Aromen, keine Süßstoffe.

Und dieses Kompott ist, wie eigentlich alle klassischen Obstkompotte, wirklich einfach zu machen: geputzte, halbierte Pflaumen in das Glas schichten, Gewürze dazwischen, mit einem gekochten Wasser-Zucker-Sirup auffüllen, Deckel drauf und 30 Minuten einkochen. Voila! Schon ist wieder ein Stückchen Sommer in den Winter hinüber gerettet! Für die nächste Saison suche ich schon nach neuen, vielleicht etwas ausgefalleneren Varianten. Seid gespannt!

Klassisches Pflaumenkompott

Zutaten für 1,5 l:
1 kg Zwetschgen (die länglichen Pflaumen)
1 Nelke pro Glas
1 kleines Stück Zimtstange pro Glas
1 Stückchen Sternanis pro Glas
500 ml Wasser
250 g Zucker

3 Weck-Gläser à 500 ml samt Zubehör
oder 2 x 500 ml Gläser und 2 x 290 ml Weck-Gläser
großer Topf, in den alle Gläser reinpassen

(1) Die Pflaumen waschen, trocknen, längs halbieren und Stein entfernen. Das Wasser mit dem Zucker aufkochen und so lange kochen lassen, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Zur Seite stellen. Die Gewürze bereit legen.
(2) Jetzt die Gläser vorbereiten. Mit heißem Spüliwasser gut auswaschen, mit heißem, klarem Wasser gründlich ausspülen. Die Gläser in den Herd stellen, auf 120°C Ober-/Unterhitze stellen und in 15 Minuten sowohl trocknen als eben auch sterilisieren. Dann die Gläser aus dem Ofen holen und auf einem Holzbrett lauwarm abkühlen lassen. Die Deckel und Gummiringe in einem Topf mit Wasser bedecken, einen Schluck Essig hinzu und einige Minuten kochen lassen. So sterben auch dort die Bakterien ab.
(3) Die Pflaumen eng in die Gläser schichten, zwischendurch je 1 Stück der Gewürze pro Glas geben. Zum Schluss die Gläser zur Hälfte bis zwei Drittel mit dem Zucker-Wasser-Sirup auffüllen. Die Glasdeckel und Gummiringe aus dem Wasser holen. Die Gummiringe auf den Glasdeckel ziehen, auf die Gläser setzen mit mindestens zwei gegenüber liegenden Metallklammern befestigen.
(4) In den großen Topf ein altes Küchentuch oder zwei Lagen Küchenkrepp legen. Die Gläser hineinstellen. Wenn der Inhalt der Gläser kalt ist, kaltes Wasser zugießen, wenn er lauwarm ist, lauwarmes Wasser. So viel Wasser zugießen bis die Gläser zu mindestens 3/4 im Wasser stehen. Deckel aufsetzen. Den Herd auf Stufe 4 von 6 stellen und sobald das Wasser kocht, 30 Minuten einkochen lassen. Dabei den Herd auf Stufe 2 von 6 zurück stellen.
Im Einkochautomaten: Wasser wie oben beschrieben und dann bei 90°C 30 Minuten einkochen lassen.
(5) Wenn die Zeit um ist, die Gläser aus dem Wasser holen und auf einem Holzbrett an einem zugfreien Ort vollständig abkühlen lassen. Die Metallklammern entfernen und durch Anheben am Deckel prüfen, ob der Einkochvorgang erfolgreich war. Wenn ja, beschriften und ab damit ins Vorratsregal. Wenn ein Glas offen geblieben sein sollte, schnell verbrauchen und im Kühlschrank aufbewahren oder nochmals einkochen.

Genießen!

Und bei noch mehr Informationsbedarf zum Thema „Einkochen“ einfach hier klicken!

Sommer für den Winter: Gurkensalat im Glas

Gurken, meine große Liebe! Und Gurkensalat erst Recht! Als jemand mit halbem ungarischem Gensatz bin ich praktisch mit Gurkensalat aufgewachsen. Eigentlich gab es zu jedem Sonntagsessen in Ungarn Gurkensalat. Ihr merkt, der spielt eine große Rolle in meinem kulinarischen Leben *g*

Beim blauen, sozialen Netzwerk bin ich Mitglied in einer Gruppe, deren Thema Einkochen und anderweitiges Konservieren ist. Und in den dortigen Dateien blieb mein Blick auf einem Rezept zu Gurkensalat im Glas hängen. Die Idee hört sich ja nicht verkehrt an! Einmal Arbeit haben und dann nur schnell ein Glas öffnen, wenn man eine kleine Beilage braucht. Also fix vorbereitet und eingekocht. Letzten Samstag, nachdem mir noch ein anstrengend-schlaflose Nacht in den Knochen steckte und ich keine Lust zum aufwendigen Kochen hatte, bot sich die Gelegenheit zum Kosten, da es mittags nur schnelle Bratnudeln mit Ketchup und Ei gab. Und was soll ich sagen: tolles Zeug! Er ist natürlich anders als frischer Gurkensalat, aber aufgepimpt mit ein wenig Saurer Sahne und Paprikapulver oder so pur, richtig gut! Für gestresste oder leicht verpeilte Menschen eine sehr anständige Alternative!

Gurkensalat im Glas

Zutaten für knapp 2 l:
3 Salatgurken
1 Zwiebel
je Glas 1/2 Lorbeerblätter
je Glas 1/2 TL Senfkörner
gehackter Dill
200 g Zucker
200 ml Weißweinessig
3 EL Salz
1 l Wasser

Weck-Gläsern mit Gummiringen und Metallklammern
großer Topf oder Einkochautomat

(1) Die Gläser vorbereiten. Mit heißem Spüliwasser gut auswaschen, mit heißem, klarem Wasser gründlich ausspülen. Die Gläser in den Herd stellen, auf 120°C Ober-/Unterhitze stellen und in 15 Minuten sowohl trocknen als eben auch sterilisieren. Dann die Gläser aus dem Ofen holen und auf einem Holzbrett lauwarm abkühlen lassen. Die Deckel und Gummiringe in einem Topf mit Wasser bedecken, einen Schluck Essig hinzu und einige Minuten kochen lassen. So sterben auch dort die Bakterien ab. Bis sie gebraucht werden, im Topf lassen.
(2) Während die Gläser sterilisieren, den Salat vorbereiten. Die Gurken waschen, trocknen, Enden abschneiden und in dünne Scheiben hobeln (Die Küchenmaschine ist Dein Freund!). Die Zwiebel häuten und in dünne Halbringe schneiden. Lorbeerblätter, Senfkörner und Dill bereitstellen.
(3) Zucker, Weißweinessig, Salz und Wasser in einem Topf aufkochen lassen und so lange kochen bis Salz und Zucker aufgelöst sind.
(4) Die Gläser nach folgendem Prinzip befüllen: In die untere Hälfte eng die Gurkenscheiben einschichten, darauf ein paar Zwiebelstückchen, das halbe Lorbeerblatt, 1/2 TL Senfkörner und ca. 1 TL gehackter Dill. Den Rest des Glases dann wieder eng mit Gurkenscheiben auffüllen. Wenn alle Gläser befüllt sind, die Marinade in die Gläser gießen, dass sie zu ca. 3/4 gefüllt sind. Die Deckel samt Gummiringen mit zwei Metallklammern befestigen.
(5) Einen großen Topf, in den die Gläser passen mit einem alten Küchentuch oder zwei Lagen Küchenkrepp auslegen. Die Gläser hinein stellen und so viel lauwarmes Wasser zugießen, dass die Gläser mindestens zu 3/4 im Wasser stehen. (Wenn ihr Gläser stapelt, muss das oberste Glas mindestens 3/4 im Wasser stehen. Es macht nichts, wenn die Gläser komplett von Wasser bedeckt sind, weil kein Wasser eindringen kann.) Deckel auf den Topf und den Herd auf Stufe 4 von 6 stellen, wenn das Wasser kocht, die Temperatur auf Stufe 2 von 6 zurück stellen und 30 Minuten einkochen lassen. Nach der Zeit die Gläser heraus holen und auf einem Holzbrett stehend vollständig abkühlen lassen. Klammern entfernen und prüfen, ob der Einkochvorgang erfolgreich war, indem man die Gläser nur am Deckel hoch hebt. Noch eine Woche ziehen lassen und dann …

Genießen!

Quelle: Rezept aus einer Facebook-Gruppe

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