Retro-Buffet zum Grand Prix

Ich habe noch keine lange Eurovision- oder Grand Prix-Geschichte. Erst seit ich von zu Hause ausgezogen bin, habe ich Gefallen an diesem, zugegeben manchmal etwas extravaganten und schrulligen, Liederwettbewerb (ja, es geht um die Lieder, nicht um die Sänger oder wie sie tanzen oder wie kurz das Kleidchen ist *g*) gefunden. Ich erinnere mich noch an einen spontanen ESC-Abend mit einem Kumpel in meinem kleinen Göttinger Studentenwohnheimszimmer, wo wir irgendwann den Ton ausschalteten und einen Heidenspaß nur mit den stummen Auftritten hatten. Und das ganz ohne Alkohol ;-) Das sollte man bei der Veranstaltung sowieso von Zeit zu Zeit mal machen …

Na, jedenfalls kenne ich nicht die Tradition der Abendbrot-Buffets zum Grand Prix, einfach weil wir damals zu diesen Zeiten noch kein Grand Prix guckten. Aber gehört hatte ich davon natürlich schon und jetzt endlich mal vorgenommen, es selbst zu machen. Es war in Mini-Ausgabe nur für mich, sozusagen eine One-Woman-ESC-Party angedacht, aber die Eltern sind doch früher als geplant aus dem Garten gekommen und so konnte ich eine normal kleine Ausgabe basteln:

Oben links sind klassische Weintraube-Käse-Spieße und die ersten regionalen Erdbeeren (die im elterlichen Garten beginnen gerade erst mit dem Blühen). Dann ein Teller mit Tomaten-Mozzarella-Spießchen (ohne Basilikum, ist von weißen Kleinstviechern besetzt) und ein Teller mit frischem Olivenbrot, die Schnittchen wahlweise mit selbstgemachtem Kräuterquark oder Kräuterbutter bestrichen. In der unteren Reihe sind die gefüllten Eier, ich glaube, die sind fast obligatorisch für ein ESC-Buffet und daneben ein Schüsselchen mit kleinen Klopsen/Frikadellen/Buletten, die mit Senf und edelsüßem Paprikapulver gewürzt wurden.

Es war ein großer Spaß, hat uns wirklich gut geschmeckt und mehr als satt gemacht. Im Laufe des Abends verschwand auch fast alles bis auf drei Erdbeeren. Und auch der Grand Prix war ganz lustig. So wirkliche Favoriten habe ich nie, mag meistens auch die hoch gehandelten Favoriten nicht (finde das Lied von Ronja Räubertochter aka Loreen immer noch furchtbar) und bin eher für die etwas anderen Lieder. Dieses Jahr mochte ich das Lied von Anouk (*klick* und Youtube-Video öffnet sich), der niederländischen Teilnehmerin sehr gerne. Und auch einige andere waren höchst amüsant: Ukrainerinnen, die sich von zu hoch gewachsenen Amerikaners auf die Bühne tragen lassen oder rumänische Countertenöre, die auf Glitzer-Dracula machen und mit seinen Tänzern, nicht nur die weiblichen Zuschauer erfreuen mochte … Ein großer Spaß! Frau Mama und ich waren fröhlich am Lästern und essen :-) (Herr Papa schlummerte schon selig auf dem Sofa …)

Und damit das hier kein Eintrag ohne Rezept bleibt, noch schnell wie ich die gefüllten Eier bastelte:

Gefüllte Eier

Für 8 halbe gefüllte Eier, 4 Eier in etwa 10 Minuten in kochendem Wasser hart kochen. Abkühlen lassen bis man sie anfassen kann. Vorsichtig pellen und halbieren. Die Eigelbe mit Hilfe eines kleinen Löffels aus den Eihälften holen. Die Eigelbe mit 2 TL Senf, 2 TL Ketchup, Salz, Pfeffer, 3-4 TL Schmand und 3 TL fein gehacktem Dill gründlich vermischen. Das geht am Besten mit einer kleinen Gabel. Die Masse abschmecken, eventuell nachwürzen. In die ausgehöhlten Eiweißhälften gleichmäßig verteilen. Wer mag, kann das mit einem Spritzbeutel tun, hab ich nicht, also tut’s auch ein Löffelchen und mit einer Gabel mach ich ein kleines Muster rein. Fertig.

Genießen!

Variationen: Frühlingszwiebel, Schinken, Gewürzgurke, Paprika (entweder frisch oder geröstet), entkernte Tomaten, Würstchen, Petersilie, Schnittlauch, … Geneigte Leserschaft, seid kreativ und schneidet alles in klitzekleine Würfelchen.

4 thoughts on “Retro-Buffet zum Grand Prix

  1. […] Retro-Buffet zum Grand Prix (… natürlich haben E & ich geschaut! …) Ich habe noch keine lange Eurovision- oder Grand Prix-Geschichte. Erst seit ich von zu Hause ausgezogen bin, habe ich Gefallen an diesem, zugegeben manchmal etwas extravaganten und schrulligen, Liederwettbewerb (ja, es geht um die Lieder, nicht um die Snger oder wie sie tanzen oder wie kurz das Kleidchen ist *g*) gefunden. (…) Und damit das hier kein Eintrag ohne Rezept bleibt, noch schnell wie ich die gefüllten Eier bastelte: (…) from Paprika meets Kardamom https://paprikameetskardamom.wordpress.com/2013/05/19/retro-buffet-zum-grand-prix/ […]

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  2. kitchenroach 1. Juni 2013 um 03:18 Reply

    Gefuellte Eier, mein absoluter Liebling am Buffet. Die heissen hier Devil’s egg.

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  3. […] bereitet Frau Mama immer aus dem Handgelenk und ohne festes Rezept zu, aber hier findet ihr eine Variante dafür. Außerdem noch den heißgeliebten Heringssalat, einen Nudelsalat “Alte Schule” […]

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  4. […] Gefüllte Eier […]

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