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Gegen den kulinarischen Winterblues – Steirischer Kartoffelsalat mit Feldsalat

Wo wir letztens schon beim Kürbiskernöl waren, bleiben wir doch gleich dabei! Ich hatte noch Kartoffeln, die vorm Urlaub in Budapest aufgebraucht werden wollten. Es bot sich an, daraus Kartoffelsalat zu basteln, weil ich eh noch Klopse/Buletten/Frikadellen für die kommende lange Zugfahrt braten wollte. Und so langsam setzt auch bei mir die kulinarische Wintermüdigkeit ein und ich sehne mich nach frischem Grün! Da liegt es nahe den Feldsalat, der gerade auch Saison hat, in dem Salat zu schmeißen und das ganze auf steirische Art mit Kürbiskernöl und gerösteten Kürbiskernchen zu machen.

Zum Glück ist das alles einfach und schnell gemacht, mit Zutaten die wahrscheinlich in Eurem Vorratsschrank schlummern. Einzig, die Kartoffeln sollten am Vortag gekocht und gepellt werden, damit sie die richtige Konsistenz für den Salat haben und nicht bei der kleinsten Berührung beim Durchrühren auseinander fallen. Das Dressing ist die klassische lauwarme Brühe-Essig-Variante, die hier auch noch durch ein bisschen Senf verfeinert wird. Das Kürbiskernöl wird wirklich erst zum Schluss über die einzelnen Portionen geträufelt, sonst bekommt der Salat eine seltsame Farbe..

Also, wenn Euch nach frischem Grün gelüstet und Ihr Lust auf Kartoffelsalat habt, diese Variante hilft sehr gut über den kulinarischen Winterblues hinweg! (Und wenn Ihr den Speck weglasst, ist er sogar vegan! *g*)

Steirischer Kartoffelsalat mit Feldsalat

Zutaten für 3 Portionen:
500 g Kartoffeln
(festkochend oder vorwiegend festkochend)
Salz
Prise Kümmel
1 EL Butter
50 g Speck
1 große Zwiebel
25 g Kürbiskerne
125 ml Gemüsebrühe
80 ml Apfelessig
1 EL mittelscharfer Senf
Pfeffer
Zucker
3 handvoll Feldsalat
3 EL Kürbiskernöl

(1) Am Vortag: Die Kartoffeln in kaltem Salzwasser, gewürzt mit einer Prise Kümmel, aufkochen lassen und je nach Größe dann 20-40 Minuten garen bis sie weich sind. Abgießen und etwas abkühlen lassen. Pellen und bis zum nächsten Tag im Kühlschrank lagern.
(2) Am nächsten Tag den Speck und die Zwiebel fein würfeln. Die gekochten Kartoffeln vom Vortag in dünne (etwa 3 mm) Scheiben schneiden. Diese in eine Schüssel geben.
(3) Die Kürbiskerne in einem kleineren Topf bei mittelhoher Hitze (Stufe 2 von 3) unter Aufsicht und gelegentlichem Schütteln rösten bis sie duften und beginnen zu platzen. In ein Schälchen geben und zur Seite stellen.
(4) Die Hitze unter dem Topf auf mittelniedrig zurück schalten. Die Butter und den Speck zusammen reingeben und anbraten bis die Speckwürfel beginnen zu bräunen. Die Zwiebelwürfel hinein geben und mit andünsten.
(5) Mit dem Essig und der Brühe ablöschen. Etwa 3 Minuten bei mittlerer Hitze köcheln lassen. Den Senf unterrühren. Mit Salz, Pfeffer und Zucker abschmecken. Es darf ruhig etwas intensiver schmecken, die Kartoffeln „schlucken“ noch einiges an Geschmack. Über die Kartoffeln gießen und vorsichtig unterrühren. Mindestens 1 Stunde ziehen lassen, gerne auch länger.
(6) Vor dem Servieren den Feldsalat putzen, waschen und gut trocken schleudern. Unter den Salat rühren. Nochmal kosten, ob Salz oder Pfeffer fehlt

Den Salat auf den Tellern verteilen, jede Portion mit 1 Esslöffel Kürbiskernöl begießen und einigen gerösteten Kürbiskernen bestreuen.

Genießen!

Quelle: HomemadestuffSteirischer Kartoffelsalat mit Feldsalat

Geröstete Kichererbsen – Die gesunde Alternative zu Chips

Seid ihr beim abendlichen Snack eher die Süßen oder gehört ihr zur salzigen Fraktion? Oder kennt ihr solche Gelüste gar nicht? Wenn man meine Gelüste auf einer Waage darstellen würde, wären sie ziemlich ausgeglichen mit einer ganz leichten Tendenz Richtung „Salzig“. Nun kenne ich aber tatsächlich Leute, denen Schokolade, Kuchen, Kekse etc. herzlich egal sind. Erstaunlich, oder?

Einer dieser Menschen, eine liebe Kollegin war natürlich auch zu meinem kleinen Geburtstagsessen im Dezember eingeladen. Da ich für die anderen aber Christmas Crunch und Kekse nach der reichhaltigen Suppe als kleinen Abschluss geplant hatte, braucht ich für die Süßverschmäherin eine Alternative. Mir sind schon öfter gebackene Kichererbsen über den Weg gelaufen, aber ich habe mich nie getraut, die zu machen, weil: Was wenn die total doof schmecken? Dann müsste ich alles alleine essen. Aber mit noch einem anderen herzhaften Snack in der Hinterhand, machte ich sie fix.

Und es ist tatsächlich total einfach! Die Kichererbsen aus der Dose befreien, abspülen, gut abtropfen und abtrocknen. Wer mag kann noch die Häutchen wegzupfen, das macht sie noch feiner. Dann werden sie einfach so lange in den Ofen geschoben bis sie knusprig sind. Das dauert eher 50 Minuten als 10, aber es muss ja keiner pompomswedelnd daneben stehen. Zum Schluss werden sie noch mit Euren Lieblingsgewürzen vermischt und tadaa – fertig!

Und wirklich lecker! Und knusprig! Sie halten sich auch ein bisschen und sind nicht nach 2 Tagen ungenießbar! Wer also #TeamHerzhaft ist und gerne was gesundes neben dem Lieblingsfilm knabbern will, das hier ist Euer Rezept:

Geröstete Kichererbsen

Zutaten für 1-3 Portionen:
1 kleine Dose gekochte Kichererbsen (ca. 230 g Abtropfgewicht)
1 EL Olivenöl
2 große Prisen Salz
1 TL Paprikapulver (z.B. geräuchert und edelsüß gemischt)
(oder andere Gewürze nach Geschmack, z.B. Curry)

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Kichererbsen in ein Sieb gießen und gut mit kaltem Wasser abspülen. Abtropfen lassen. Dann auf ein Küchenhandtuch geben und gut abtrocknen, indem die untere Hälfte des Handtuchs über die Kichererbsen geschlagen und gut gerubbelt wird. Die sich dadurch ablösenden Häutchen wegsammeln. Je weniger Häutchen an den Kichererbsen haften, desto bekömmlicher sind sie.
(3) Die Kichererbsen mit dem Olivenöl vermischen und auf das Backblech geben. Dann auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 45-60 Minuten backen. Zwischendurch regelmäßig wenden. Ab 45 Minuten öfter mal kosten, ob sie schon knusprig sind.
(4) Sobald sie fertig sind mit dem Salz und dem Paprikapulver vermischen.

Genießen!

Quelle: KüchenchaotinGeröstete Kichererbsen

Vegetarischer Kartoffel-Mais-Chowder aus dem Slowcooker

So wirklich koche ich nur am Wochenende, also Freitag, Sonnabend und Sonntag frisch, damit ich montags, dienstags und mittwochs noch die Reste nach bzw. im Büro essen kann. Eben für die Tage vorkochen, an denen ich nach der Arbeit keine Energie mehr habe oder welche für die längeren Nachmittagsschichten aufsparen muss.

Aber manchmal bleibt auch nichts übrig vom Wochenende, weil Besuch da war und das Essen einfach so unglaublich lecker (ich stelle Euch betreffendes definitiv noch vor *g*)… An solchen Tagen hol ich mir dann was von Pizzeria unterm Büro, eine Portion Gemüse-Sushi aus dem Studenten-Rewe nebenan, das wirklich nicht schlecht ist, weil es dort frisch gemacht wird oder simpel Fertigfutter. Aber das geht ganz schön ins Geld und wird irgendwann auch langweilig…

Also kramte ich meinen kleinen Slowcooker wieder raus und suchte in den besten Slowcooker-Kochbüchern nach Rezepten, die zeitlich gut in den Arbeitstag passten, sprich, ich die Zutaten noch vor der Arbeit schnell schnippeln kann und die mittags zu meinem Feierabend fertig sind. Weil ziemlich ungemütliches Wetter angesagt war, also kalt und nass, passt so ein sämiger, amerikanischer Eintopf doch sehr gut. Der vegetarische Kartoffel-Mais-Chowder aus dem „Slowcooker für 2“ (Amazon-Link ohne Affiliate) hat auch nur wenige Zutaten, nix muss extra angebraten werden und wenn ich auf High koche, ist er auch pünktlich zum Nachhausekommen fertig.

Gesagt, getan. Die Kartoffelwürfel hab ich wirklich klein geschnitten auf ca. 0,5 cm, weil Kartoffeln im Slowcooker sehr zickig sein können und lange brauchen. Das Vorbereiten der Kartoffeln hat tatsächlich am Längsten gedauert. Den Rest der Zutaten in den Slowcooker schmeißen, anstellen und etwa 4 Stunden später ist ein wunderbar cremiger Eintopf fertig. Ich hatte noch ein bisschen frische Petersilie im Kühlschrank, die ich feingehackt unterrührte und die wunderbar passte. Ein schön einfaches Rezept, dass ich gerne öfter mache :-)

Kartoffel-Mais-Chowder aus dem Slowcooker

Zutaten für 2 größere Portionen:
300 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend
125 g Mais, gefroren
40 g Mehl
1 kleine Zwiebel oder Schalotte
1 Knoblauchzehe
1/4 TL Thymian, getrocknet
1/4 TL Oregano, getrocknet
500 ml Gemüsebrühe
1 deutsches Bund Petersilie
100 g Sahne
Salz, Pfeffer

Slowcooker: 1,5 l
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Kochzeit: 3-4 Stunden HIGH oder 6-8 Stunden LOW

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Kartoffeln schälen und in feine Würfel schneiden. Zusammen mit dem Mais in Keramikeinsatz geben. Mit dem Mehl bestreuen und gründlich verrühren, so dass jedes kleine Stückchen von Mehl ummantelt ist. Die Zwiebel und Knoblauchzehe häuten und ebenfalls sehr fein würfeln. Gemeinsam mit dem Thymian, Oregano und der Gemüsebrühe zum Gemüse geben und wiederum sehr gut durchrühren. Besonders an den Kanten des Einsatzes.
(2) Deckel aufsetzen. Und 3-4 Stunden auf HIGH garen (oder 6-8 Stunden auf LOW) bis die Kartoffeln gar sind. Wie schnell oder langsam das passiert, hängt von der Größe der Kartoffelwürfel ab.
(3) Die Petersilie fein hacken.
(4) Zum Schluss die Sahne unterrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Petersilie unterheben. Sofort servieren.

Genießen!

Quelle: Westphal, U., Frankemölle, G. (2015): Slowcooker für 2. p 41

Wärmendes für kalte Tage: Indische Linsen aus dem Slowcooker

Warum habe ich meine Slowcooker eigentlich so ewig nicht benutzt? Es wird mal wieder Zeit! Weil praktisch sind die ja schon, nicht? Im besten Fall einfach alle Zutaten hinein geben, anstellen und für ein paar Stunden vergessen, während man das Aquarium putzt, die gesamte Wohnung wischt, im chaotischsten Regal der Wohnung Ordnung schafft, Klamotten aussortiert oder einfach auf dem Sofa entspannt :-)

Dass ich diese Linsen gekocht habe, ist zwar schon eine Weile her, aber ich werde sie sehr bald wieder machen, weil sie mir in wirklich guter Erinnerung geblieben sind und ernstlich lecker waren! Die Zubereitung ist denkbar einfach – alle Zutaten in den Keramiktopf werfen. Und der Clou ist das Tarka, eine Würzpaste, die zum Schluss über die Linsen geträufelt werden. Aber auch die ist innerhalb von 5 Minuten gebraten. Ihr seht, alles nicht kompliziert! Und wer mag, kann dann sogar noch das typische Naan-Brot selbst machen :-)

Und wenn ihr diesen Beitrag lest, wird mein kleiner Slowcooker diese Linsen schon geköchelt haben, während ich im Büro saß :-)

Linsen indischer Art mit Fladenbrot

Zutaten für 2-3 Portionen:
125 g Rote Linsen
1 kleine rote Zwiebel
1/4 TL Kurkuma
1/4 TL Kreuzkümmel, grob zerstoßen
100 g Tomaten, stückig aus der Dose
300 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer

Für die Würzpaste:
1 cm Ingwer
1 Knoblauchzehe
1 TL Sonnenblumenöl
1 TL braune Senfsaat
1/4 TL Kreuzkümmel, grob gemahlen
1 Prise Kurkuma

Zum Servieren:
2-3 EL Joghurt
Koriander- oder Petersilienblätter
Naan (indisches Brot)

Slowcooker: 1,5 l
Zeit: LOW 6-8 Stunden, HIGH 4 Stunden

(1) Die Linsen waschen, abtropfen lassen, in den Einsatz des Slowcookers geben. Die Zwiebel häuten und sehr fein würfeln. Zusammen mit den Gewürzen, Tomaten und Gemüsebrühe zu den Linsen geben. Mit Salz und Pfeffer würzen.
(2) Den Deckel aufsetzen und 6-8 Stunden auf LOW garen, bis die Linsen weich sind.
(3) Kurz bevor die Linsen fertig das Tarke vorbereiten. Den Ingwer und Knoblauchzehe schälen und beides sehr fein würfeln. Das Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen, alle Zutaten zugeben und etwa 2 Minuten bei mittelhoher Hitze unter Rühren anbraten.
(4) Einen Teil der Linsen aus dem Slowcooker nehmen und pürieren. Wieder unter die anderen Linsen rühren. Dann alles in Suppenschüsseln mit dem Tarka und Joghurt servieren. Frisches Brot wie indisches Naan oder Pitabrote passen wunderbar!

Genießen!

Quelle: Frankemölle, G., Westphal, U. (2015): Slowcooker für 2. p

Kartoffel-Bohnen-Salat nach ligurischer Idee

Die Bohnensaison ist in vollem Gange, also die der frischen Bohnen, egal ob Stangen- oder Buschbohnen. Habt ihr noch andere Sorten im Garten stehen? VIelleicht Feuerbohnen oder die Borlotti-Variante? Lasst ihr sie ausreifen, um Saatgut für’s nächste Jahr zu gewinnen? Ihr merkt, ich liebe Bohnen! Meine Eltern hatten auch schon immer eine nicht unerhebliche Anzahl an Quadratmetern ihres Schrebergartens den Buschbohnen verschrieben. Aber irgendwie wurden daraus immer nur Butterbohnen, also simpel in Salzwasser gekocht und dann Butter drüber. Ist zwar immer noch mein allererstes Essen in der Bohnensaison, aber es gibt noch sooo viel mehr, was man mit den länglichen Geschmacksbomben anstellen kann. Jetzt sind hier auf dem Blog schon viele Rezepte, geht mal einfach über die Suche, aber irgendwie haben sich in letzter Zeit so viele neue, leckere Gerichte angesammelt, dass ich prompt mal eine Themenwoche „Grüne Bohnen“ angesetzt habe. Ihr werdet also von heute bis Freitag jeden Tag eine neue bohnige Köstlichkeit präsentiert bekommen. Seid gespannt!

Zum Start zeige ich Euch einen schön frischen Kartoffel-Bohnensalat. Es gibt ja den Klassiker der ligurischen Küche, bei dem unter die Nudeln auch noch Kartoffeln und Grüne Bohnen mit Pesto gemischt werden. Sonst bin ich ja kein Fan von Kohlehydrate plus Kohlehydrate, aber das Gericht mag ich echt gern. Nun hatte ich köstliche Böhnchen aus dem elterlichen Schrebergarten mitgenommen und irgendwas sollte damit passieren. Und auch der Basilikum auf dem Balkon wucherte und wurde nicht gänzlich von nimmersatten Räupchen gefressen. Warum also nicht alles zu einem Kartoffelsalat nach der ligurischen Grundidee kombinieren, nur eben ohne die Pasta.

Gesagt, getan! In einer essen & trinken las ich noch den Tipp, Basilikumblätter vor der Verarbeitung zum Pesto zu blanchieren. Das wurde durch kurzes Eintauchen in das kochende Bohnenwasser glatt ausprobiert und tatsächlich war das Dressing danach hübsch dunkelgrün und unglaublich basilikumpfeffrig. Den Trick merke ich mir!

Der Salat an sich war dann auch total köstlich! Die Kombination mit Kartoffeln, Bohnen und dem frischen Dressing war großartig und schmeckte auch noch am nächsten Tag im Büro! Zum Grillen geht er bestimmt auch gut.

Und weil ich ja finde, dass Paniertes am allerbesten zu Kartoffelsalat passt, gab es bei mir ausgebackenen Patisson, den ich heiß und innig liebe! (Auch wenn die Stücke hier auf dem Teller eher nach Fisch aussehen *g*)

Kartoffel-Bohnen-Salat nach ligurischer Idee

Zutaten für 3 Portionen:
1 Zwiebel
Salz
1 Prise Zucker
3+3 TL Weißweinessig
500 g grüne Bohnen
5 mittlere Kartoffeln
Prise Kümmelkörner
3 handvoll Basilikum
Pfeffer
1 EL neutrales Öl
6 EL Olivenöl
Schluck Wasser

(1) Die Zwiebel häuten, in feine Würfel schneiden und in ein Schälchen geben. Mit einer Prise Salz, Zucker und 3 TL Weißweinessig verrühren und marinieren lassen. Zur Seite stellen.
(2) Die Enden der Bohnen abschneiden und dann die Bohnen je nach Größe halbieren oder ganz lassen. Waschen. In kaltem Salzwasser aufsetzen. Und ab dem Zeitpunkt des Kochens, die Flamme auf mittlere Hitze zurück schalten und in ca. 10 Minuten fertig garen, bis sie zwar noch bissfest sind, aber nicht mehr quietschen. Durch ein Sieb abgießen.
(3) Während die Bohnen kochen die Kartoffeln in kaltem Wasser mit Salz und dem Kümmel als Pellkartoffeln aufsetzen. In 25-30 Minuten gar kochen. Abgießen und ein bisschen abkühlen lassen.
(4) Für das Dressing die Basilikumblätter mit einem Sieblöffel für wenige Sekunden in das kochende Wasser der Bohnen halten. In einem  Sieb unter fließendem Wasser abkühlen. Vorsichtig aber gut trocknen. Die blanchierten Blätter mit etwas Salz, Pfeffer, dem restlichen Weißweinessig und dem neutralen Öl in einen kleinen Häcksler geben und fein pürieren. Dann das Olivenöl unterrühren. Mit einem Schluck Wasser verrühren, um es ein wenig geschmeidiger zu machen. Zur Seite stellen.
(5) Für den Salat die Zwiebeln samt Marinierflüssigkeit in eine ausreichend große Schüssel geben. Die noch warmen Bohnen darauf geben, verrühren, damit die Zwiebelwürfel in der Restwärme ein wenig garen können. Die Kartoffeln pellen und in mittelfeine Scheiben schneiden. Zu den restlichen Zutaten geben. Das Dressing darüber geben, salzen, pfeffern und alles vorsichtig miteinander verrühren.
(6) Abgedeckt ca. 1 Stunde ziehen lassen. Nochmal abschmecken, ob noch Salz oder Pfeffer fehlt.

Genießen!

Der Salat kann solo sehr gut gegessen werden, es passt aber auch Paniertes wie Patisson oder ein Schnitzelchen dazu, gerne auch gekochtes Ei.

„Und auf die Schnelle noch ’ne Fischfrikadelle“

Na, wer von Euch kennt die Textzeile und hat sofort den Refrain im Kopf?

https://www.youtube-nocookie.com/embed/KfWyo2mqXnw

„Nordisch wohoohoo Nordisch by nature“ *mitgroove* Das ist wahrscheinlich einer der Songtexte, die ich noch dement im Altersheim mitsprechen kann *ggg*

Und ja, es lässt sich nicht verleugnen. Ich bin ein Muschelschubser, ein Fischkopp, ich bin Norddeutsche. Man merkt es meinem Temperament an, meiner Sprachmelodie, manchmal fließen einfach norddeutsche Wörter mit ein, mit denen der Rest des deutschsprachigen Raums überhaupt nix anfangen kann. Wobei es ja auch in Norddeutschland himmelweite Unterschiede gibt, Ostfriesen sprechen ganz anders als Vorpommeraner, aber da liegen ja auch locker-flockig 600 km zwischen. Anders als es das Klischee eines Norddeutschen vermuten lassen würde, mag ich Fisch nicht sonderlich. Nur wenige Sorten in nur wenigen Zubereitungsarten und sobald eine Gräte in Sichtweite kommt, bin ich raus. Wohingegen ich nicht mehr sichtbar verarbeiteten Fisch in Form von Frikadellen sehr gerne mag und mir öfter welche aus der Tiefkühltruhe des Supermarktes mitnehme.

Aber das muss doch auch alleine bastelbar sein. Ohne allzu großen Aufwand. Und eventuell sogar leckerer? Da ich im Gegensatz zu Fleischfrikadellen kaum Erfahrung in der Zubereitung von Fisch habe, brauchte ich ein Rezept. Nach langer Zeit stöberte ich mal wieder im „Heimat„-Buch von Tim Mälzer, Sabine von „Hamburg kocht!“ meinte, dass da ganz schöne Rezepte drin seien. Und ja, da sind etliche Sachen drin, die mich sehr ansprechen :-) Unter anderem eben die Fischfrikadellen.

Sie sind nicht aufwendig in ihrer Zubereitung und wenn man eine Küchenmaschine nutzt, statt den Fisch fein zu hacken, geht es noch schneller. Nur fix die weiteren Zutaten unter den Fisch kneten, Frikadellen formen, in Semmelbrösel wenden und vorsichtig ausbraten. Und der Geschmack erst! Würzig, frisch, kräuterig, überhaupt nicht unangenehm fischig, sehr herzhaft! Wirklich perfekte Fischfrikadellen!

Fischfrikadellen nach Tim Mälzer

Zutaten für 6 Stück:
450 g Seelachsfilet, küchenfertig und entgrätet
2 Frühlingszwiebeln
4 Zweige Dill
1/2 Bio- Zitrone
1 Eigelb
2+4 EL Semmelbrösel
1 TL Tomatenmark
1 TL Senf, scharf
Salz, Pfeffer
ca. 5 EL Öl

(1) Den Fisch entweder mit dem Messer per Hand sehr fein hacken oder in einer Küchenmaschine pulsen bis der Fisch zerkleinert, aber kein Mus ist. Frühlingszwiebeln längs vierteln und fein schneiden. Dill hacken und die Zitronenschale fein abreiben.
(2) Den Fisch, Dill und Zitronenschale mit dem Eigelb, 2 EL Semmelbröseln, Tomatenmark, Senf, Salz und Pfeffer gründlich vermischen. 6 etwa gleichgroße Frikadellen formen. Das restliche Semmelmehl in einen tiefen Teller geben, die Frikadellen vorsichtig darin wälzen.
(3) In einer großen Pfanne das Öl auf hoher Hitze heiß werden lassen. Die Frikadellen vorsichtig hinein geben, damit sie nicht zerbrechen und von jeder Seite etwa 5 Minuten bei mittlerer Hitze braten. Herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen und servieren.

Dazu passt vielerlei: Kartoffel- oder Nudelsalat, Pommes frites, grüner Salat, diverse Gemüsebeilagen.

Genießen!

Quelle: Mälzer, Tim (2014): Heimat: Kochbuch. Mosaik. p 103

Sketchrecipes #1 – Summer Pasta Salad

Und mit diesem ersten gezeichneten Rezept nehme ich am Event „All kinds of Nudelsalat“ von „Dynamite Cakes“ teil.

Wie ich sehe, ist der Scan des Bildes auch nicht so gut, es sieht leicht verschwommen aus (oder kann ich nur nicht richtig gucken?). Aber das ist gut zu wissen, dann scanne ich es nochmal in einer höheren Auflösung und mach es bei den kommenden Bildern gleich besser :-) Ich hoffe, die geneigte Leserschaft kann es trotzdem lesen. Wie gefällt es Euch? Könnt ihr mit solchen gezeichneten Rezepten was anfangen oder findet ihr es total unpraktisch? Lasst mir doch gerne einen Kommentar da :-)

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