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Sättigender, aber frischer Pastasalat für warme Sommertage

Ich kann mich über den Sommer momentan nicht beschweren! Meist sind die Temperaturen in einem für mich angenehmen Bereich, die Sonne scheint für mein Empfinden und die Pflänzken auf dem Balkon ausreichend und die große Hitze beschränkte sich auf nur wenige Tage bisher, die ich bei geschlossenen Fenstern gut überstanden habe.

Trotzdem so einige Tage waren dabei, die sich als körperlich anstrengend herausstellten. Und da braucht es Gerichte, bei deren Zubereitung sich das Gehirn nicht sonderlich anstrengen muss, was also schon fast unterbewusst abläuft. Zusätzliche Erschwernis – es muss sättigend sein, also Joghurt mit TK-Blaubeeren vermischen zählt nicht, weil mir erstens den ganzen Nachmittag schlecht wäre, ob es süßen Mittags und ich zweitens nach 45 Minuten wieder Hunger hätte.

Dieser Spaghettisalat, dessen Rezept von Susi ersonnen wurde, ist schon seit gut 10 Jahren im Familienrepertoire und wird immer wieder gerne zu den unterschiedlichsten Gelegenheiten serviert. Im Sommer eignet er sich als sättigendes, lauwarmes Mittagessen oder zum Grillen. Es gab ihn bei uns aber auch schon als Salat auf dem Silvester-Buffet oder ich habe ihn zu Geburtstagssausen mitgebracht. Und immer kam er gut an, weil er durch das zitronige Dressing sehr frisch schmeckt, die Tomätchen bringen die richtige Säure, der kurz vor dem Servieren untergerührte Rucola ist knackig und pfeffrig zugleich. Gleichzeitig ist der Nudelalat durch den Lachsschinken angenehm herzhaft. Eine wirklich schöne Kombination, die ich jedem ans Herz legen kann!

Frischer, sättigender Spaghettisalat

Zutaten für 4 Portionen:
300 g Spaghetti
2 Frühlingszwiebeln
125 g Mozzarella, auseinander zupfen
100 g Räucherlachsschinken, gezupft
250 g Cherry-Tomaten, halbiert
150 g Rucola, grob geschnitten
2 EL Zitronensaft
Salz, Pfeffer, Zucker
6 EL Olivenöl

(1) Die Spaghetti in Drittel brechen und nach Packungsanweisung in Salzwasser kochen.
(2) Währenddessen die Frühlingszwiebeln schräg in dünne Scheiben schneiden und das Dressing zubereiten. Dazu den Zitronensaft mit Salz, Pfeffer und Zucker vermischen bis sich Salz und Zucker aufgelöst haben. Dann unter ständigem Rühren das Olivenöl einrühren bis ein homogenes Dressing entsteht. Unter die abgegossenen, noch heißen Spaghetti die Frühlingszwiebeln und das Dressing geben. Abkühlen lassen bis es lauwarm ist.
(3) Sowohl den Räucherlachsschinken als auch den Mozzarella in die Pasta hinein zupfen. Zwischendurch öfter umrühren, damit der Käse und Schinken sich verteilen. Die Tomaten halbieren, hinein geben. Den Rucola grob zerschneiden und ebenfalls dazu geben. Gut durchmischen und sofort noch lauwarm servieren.

Anmerkung: Kalte Reste können am nächsten Tag für eine halbe Minute in der Mikrowelle aufgewärmt werden.

Genießen!

Pasta mit Mangold-Senf-Sauce

Ich liebe meinen kleinen Balkongarten. Mittlerweile mogeln sich auch einfach hübsche Blümchen dazu, aber trotzdem ist der Gemüseanteil nicht zu unterschätzen. Was sich als einfach und ertragreich herausstellte im Anbau, war Mangold. Der funktioniert 1a im Balkonkasten. Ich bin jedes Mal wieder erstaunt! Und irgendwann hat man wunderhübsche Mangoldblätter, die geerntet und verbraucht werden wollen.

Nur für was? Pasta stand lange nicht mehr auf dem Tisch und die Mangold-Senf-Sauce, die seit ewigen Zeiten in meinem Repertoire ist, hatte ich auch ewig nicht. Geritzt! Und die Sauce ist so einfach zu machen und dabei so köstlich! Auch ein perfektes Arbeitnehmergericht, weil die Sauce parallel zu den kochenden Nudeln gemacht werden kann. Wer nicht genau weiß, was er mit der Mangoldschwemme anfangen kann, diese Sauce solltet ihr ausprobieren!

Pasta mit Mangold-Sanf-Sauce

Zutaten für 2 kleinere Portionen:
250 g Mangold
2-3 Tomaten
1 EL Butter
100 ml Sahne
Schluck Wasser
1 TL mittelscharfer Senf
1 TL scharfer Senf
Salz, Pfeffer

140 g Pasta (hier: Linguini)

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Mangold waschen, etwas abtropfen lassen. Die Blätter in breitere Streifen schneiden, die Stiele in kleinere Würfel. Die Tomaten waschen, abtrocknen, vierteln. Strunk heraus schneiden und die Kerne entfernen. Das Fruchtfleisch in feine Würfel schneiden.
(2) Das Wasser für die Pasta aufsetzen, salzen und die Pasta nach Packungsanweisung al dente kochen.
(3) Währenddessen die Sauce schnell kochen. Die Butter in der Pfanne schmelzen lassen und den Mangold hineingeben. Etwa 4 Minuten andünsten. Währenddessen die Sahne mit etwas Wasser den beiden Senfen, Salz und Pfeffer gut verrühren. Über den Mangold geben. Dann wieder ca. 4 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss nur noch die Tomatenwürfelchen hinein geben und gar ziehen lassen.
(4) Die Pasta abgießen und tropfnass in die Sauce geben. Gut verrühren. Servieren.

Genießen!

Quelle: irgendwo mal aufgeschnappt

Gefüllte Champignons

Was war ich nicht neidisch früher auf die Menschen, die in großen Städten alles an Zutaten bekamen, die das Herz und das auserwählte Rezept begehrten. Was saß ich nicht mit tropfendem Zahn vor „Alfredissimo“-Sendungen und fragte mich, wo ich in Rostock Sojasauce oder Artischocken herbekomme. Wir reden von den 1990er Jahren … Damals waren auch gefüllte, große Champignonköpfe sehr in, nur habe ich sie damals irgendwie nicht bekommen. Es gab nur die normal großen Pilze, die zu füllen eine unendliche Fitzelarbeit gewesen wäre. Aber heutzutage bekomme ich so große Köpfe öfter sogar im Supermarkt nebenan. Und dann werden sie mitgenommen!

Letztens füllte ich sie mit einer netten Spinat-Käse-Mischung, für die nutzte, was noch im Kühlschrank war und es erwies sich als äußerst köstlich! Um ein bisschen mehr knusper zu bekommen, hab ich noch ein paar Semmelbrösel drüber gestreut. Und weil so drei Champignonköpfe nicht wirklich sättigend sind zum Mittagessen, gab es noch BBQ- gewürzte Kartoffelspalten und einen bunten Salat dazu. Gute Kombination! Ernsthaft! So ein paar gefüllte Champignons machen sich bestimmt auch nett als Menü-Vorspeise auf einem kleinen Blattsalat. Probiert es ruhig mal aus und berichtet gerne davon :-)

Gefüllte Champignons

Zutaten für 2  Portionen:
150 g Blattspinat, TK
150 g Ziegenfrischkäse
2 konfierte Knoblauchzehen (oder 1 frische)
3 EL geriebener Parmesan
Salz, Pfeffer
1 + 3 TL Semmelbrösel
6 große Champignons
Olivenöl

(1) Etwa 1,5 Stunden bevor man mit der Zubereitung beginnt, den Spinat aus dem Tiefkühler holen und auftauen lassen.
(2) Den Ofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech (oder Auflaufform, wo alle 6 Pilzköpfe hinein passen) mit Backpapier belegen.
(3) Den Spinat mit den Händen sehr gut ausdrücken, dass möglichst wenig Wasser im Spinat bleibt. Es sollte eine gute handvoll ausgedrückter Spinat sein. Grob hacken und in einer Schüssel geben. Die Knoblauchzehen grob zerdrücken (frischen häuten und pressen oder ganz fein hacken). Alle Zutaten bis auf die 3 TL Semmelbrösel gründlich miteinander verrühren.
(4) Aus den Pilzköpfen die Stiele herausbrechen und die Köpfe putzen. Die Füllung gleichmäßig in den Köpfen verteilen. Das restliche Semmelmehl obenauf streuen. Mit ein wenig Olivenöl begießen.
(5) Ein bisschen Öl auf das Backblech gießen und mit einem Champignonkopf verteilen. Die restlichen Pilze drauf geben. In die Mitte des Ofens schieben und ca. 20-30 Minuten backen je nach Größe. Wenn die Brösel obenauf goldbraun und knusprig sind herausnehmen und servieren.

Dazu passt ein frischer Salat oder Kartoffelspalten. Ich kann mir aber auch Kartoffelbrei vorstellen.

Genießen!

Kovászos zöldbab – Fermentierte Salzbohnen aus Ungarn

Es gibt ja Leute, die oft und gerne grüne Salate in diversesten Variationen als Beilage zu fast sämtlichen Mahlzeiten servieren. Ich kann das nicht. Irgendwie kommt mein Kopf nicht auf die Idee Eichblattsalat zu Pasta zu servieren. Wenn ungekochte Beilagen, dann am allerliebsten eingelegtes Gemüse, da lassen sich meine ungarischen Gene einfach nicht verleugnen! Ich habe immer eingelegtes Gemüse im Haus und 90% der Zeit auch ein geöffnetes Glas im Kühlschrank, seien es eingelegte Rote Bete, Gewürzgurken oder Kürbis. Und jetzt im Sommer ist die perfekte Zeit um fermentiertes Salzgemüse einzulegen. Denn dafür braucht man ein paar Tage ordentliche Wärme. Meine geliebten Kovi ubi kennt die geneigte Leserschaft ja schon, aber letztes Jahr stolperte ich über ein Rezept, in dem nach derselben Methode frische Buschbohnen eingelegt werden. Die schön warmen Tage im September nutzte ich aus, um es mit Bohnen aus dem elterlichen Schrebergarten auszuprobieren. Erstmal nur ein kleine Portion, weil ich doch ein bisschen skeptisch war, ob der rohe Verarbeitung der Bohnen. Und wir wissen ja, dass rohe Böhnchen leicht giftig sind und Bauchprobleme verursachen können. Aber die Gärung in dem leichten Salzwasser macht irgendwas mit den Buschbohnen, dass sie danach sehr bekömmlich sind. Und knackig! Und würzig! Und richtig lecker! Probiert das unbedingt aus!

Ich habe die Junihitze der letzten Zeit genutzt und eine größere Portion angesetzt, die dann hoffentlich ein paar Wochen im Kühlschrank hält. Die Portion vom letzten Jahr hielt im im untersten Kühlschrankfach bis vor ca. 4 Wochen, ihr müsst nur darauf achten, dass ihr die Bohnen mit sauberem Besteck aus dem Glas holt, nicht die Gabel ablecken und auch nicht mit den Fingern in die Flüssigkeit, weil Bakterien von der Haut sich gerne mal in der Flüssigkeit vermehren. Ihr merkt, Sauberkeit ist wichtig und verlängert die Haltbarkeit Eurer eingelegten Köstlichkeiten erheblich! So, und wenn die nächste Hitzewelle angesagt ist, schnell beim Gemüsehändler des Vertrauens Einlegegurken und Buschbohnen erstehen und diese Schätze ansetzen!

Kovászos zöldbab – Fermentierte Salzbohnen

Zutaten für ein 1l-Glas:
500 g grünen Buschbohnen
1 Bund Dill (gerne mit Blüten)
3-5 Knoblauchzehen
1 l Wasser
1 EL Salz
1 TL Pfefferkörner
1 Scheibe Weißbrot

evtl. etwas zum Beschweren

(1) Die Enden der Bohnen abschneiden und die Bohnen halbieren. Alle gut waschen. Den Dill ebenfalls waschen. Die Knoblauchzehen häuten.
(2) Das Wasser in einem kleinen Topf aufkochen und das Salz einrühren bis es sich aufgelöst hat. Zur Seite stellen und etwas abkühlen lassen.
(3) Das Glas gründlich mit Spüli säubern und unter heißem Wasser ausspülen. Auf einem sauberen Handtuch etwas abtropfen lassen.
(4) Jetzt geht es ans Füllen. Die Hälfte des Dills auf den Boden des Glases legen. Dann die Pfefferkörner zufügen. Die Bohnen hinein füllen, sie dürfen ruhig eng liegen. Ein bisschen mit den, natürlich sauberen, Händen stopfen schadet nicht. Zwischendurch die Knoblauchzehen mit hineinlegen. Den Rest vom Dill obenauf. Ebenso die Weißbrotscheibe. Dann das Salzwasser aufgießen bis alles bedeckt ist. Falls das Brot herausgucken sollte, mit einem kleinen Deckel oder Schälchen beschweren, dass alles unter Wasser ist. Locker mit einem Deckel oder Alufolie abdecken, so dass noch Luft ran kommt
(5) Das Glas in eine irdene Schüssel stellen, damit eventuell auslaufende Flüssigkeit nicht Euren Tisch auf dem Balkon einsaut. Alles raus an einen sonnigen Ort stellen und je nach Temperatur 3-5 Tage stehen lassen (je wärmer, desto kürzer). Es sollten kleine Bläschen in der Flüssigkeit entstehen und die Bohnen sich militärgrün verfärben und leicht glasig werden. Wenn das geschehen ist, sind die Bohnen fertig. Brot und Dill entfernen. Die Bohnen (wer mag auch Knoblauchzehen) in ein sauberes, großes Glas geben und die Flüssigkeit durch ein Sieb darüber gießen. Im Kühlschrank lagern.

Wenn ihr die Bohnen immer mit sauberem Besteck entnehmt (Gabel nicht ablecken etc. *g*), dann halten die sich auch einige Monate im Kühlschrank.

Sie passen als Beilage zu diversen Gulascharten, Kurzgebratenem, vielleicht auch Käse?

Genießen!

Quelle: nach Izes életKovászos zöldbab

Spaghetti-Auflauf aus dem Slowcooker

Die Garten- und Ausflugssaison ist ja in vollem Gange! Wer hat bei schönem Wetter schon Lust und, seien die Gartenbesitzer mal ehrlich, Zeit lange in der Küche zu stehen. Die gleißende Sonne, die zwitschernden Vögel, der wispernde Wald, das plätschernde Wasser oder einfach das Unkraut im Garten ziehen einen nach draußen, aber trotzdem möchte zumindest ich eine vernünftige Mahlzeit am Tag haben. Und da kommt wieder mein geliebtes kleines Schmormonster zum Einsatz! Das alte zeit- und energiesparende Prinzip: morgens alles fix in den Slowcooker schichten, anstellen und mittags bzw. abends dann das fertige Essen genießen ohne, dass man weiter einen Gedanken dran verschwenden muss. Für mich unglaublich praktisch!

Nun hab ich Euch ja schon etliche Suppen- und Schmorgerichte, sowohl in vegetarisch als auch mit Fleisch vorgestellt, aber von im Slowcooker gegarten Nudeln hielt ich mich bisher immer fern, weil die ganz gerne verkochen in der langen Zeit. Aber Gabi und Ulrike haben so ein Rezept in ihrem Kochbuch „Slowcooker für 2“ und ihren Rezepten vertraue ich (fast) blind. Und was soll ich sagen: es funktioniert tadellos. Die knapp al dente vorgekochten Spaghetti werden nicht matschig und mit den weiteren würzigen und gemüsigen Zutaten ergibt das einen wirklich schönen Alltagsauflauf, den man gut nach einem Vormittag im Gemüsebeet vertragen kann.

Italienischer Spaghetti-Auflauf

Zutaten für 2-3 Portionen:
125 g Spaghetti
50 g Paprika
2 Frühlingszwiebeln
50 g Erbsen (TK)
50-100 g Wurst- oder Schinken (hier: Schinken)
6-8 Cocktailtomaten

Für den Guss:
2 Eier
150 ml Sahne
75 g geriebener Käse
Salz, Pfeffer
Paprikapulver, getrockneter Oregano

etwas Öl zum Einfetten des Einsatzes

Slowcooker: 1,5 l
Zeit: 3,5-4 Stunden
Stufe: LOW

(1) Den Einsatz des Slowcookers dünn mit Öl einfetten.
(2) Dann das Gemüse vorbereiten. Die Paprika in mittelgroße Würfel schneiden, die Frühlingszwiebeln in Ringe. Die Wurst oder Schinken in kleine Würfel schneiden. Die Cocktailtomaten halbieren.
(3) Die Spaghetti in Salzwasser 1 Minute weniger als angegeben knapp al dente kochen. Die letzten 2 Minuten das Gemüse zugeben. Alles in ein Sieb abgießen und gut abtropfen lassen. Die Spaghetti und Gemüse in den Einsatz des Slowcookers geben, die Schinkenwürfel untermischen und mit den Tomaten belegen.
(4) Alle Zutaten für den Guss gründlich miteinander verrühren. Wenn die Wurst/Schinken sehr salzig ist, weniger Salz verwenden. Die Menge an Paprikapulver und Oregano ganz nach Geschmack, meine ungarischen Gene lassen mich immer ein bisschen mehr davon nehmen. Den Guss auf die Nudeln gießen. Deckel drauf.
(5) 3,5-4 Stunden auf LOW garen lassen bis die Eimasse gestockt und der Käse geschmolzen ist.

Zusammen mit frischem Salat servieren.

Genießen!

Quelle: Frankemölle G., Westphal, U. (2015): Slowcooker für 2. p 48

Frühlingshafter Orient – Grüner Erbsen-Hummus

Ich muss gestehen, ich mag Dips sehr, aber bin kein großer Fan von Hummus. Ja, er ist gesund und schon seit Jahren voll der heiße Scheiß, aber irgendwie komme ich an die klassische Variante nicht ran. Meistens schmeckt es mir zu dumpf, zu erdig ohne frischen Kontrast. Oder ich habe bisher immer die falschen probiert…

Im wirklich schönen Buch „Veggiestan“ von Sally Butcher fiel mir eine Version mit grünen Erbsen auf. Hey, Erbsen magst Du ja. Also eigentlich liebeliebeliebe ich sie und könnte sie jeden Tag essen. Vielleicht machen die mir als Grundzutat ja einen Hummus schmackhaft. Nun musste ich noch Tahin, also die Sesampaste besorgen. Da akut kein türkischer Supermarkt in fußläufiger Entfernung war, versuchte ich es im Supermarkt nebenan. Da ich wenig Lust auf Suchen hatte (er wurde vor kurzem umgebaut) frug ich einen jungen Mitarbeiter. Es folgten große Augen, mehrmaliges Nachfragen, was ich denn bitte suche? Na, Tahin, so orientalische Sesampaste… Er führte mich zum Regal mit den Bio-Lebensmitteln, weil – Originalzitat – „Die komischen Sachen sind immer beim Biozeug zu finden.“ :-D Und war es dann tatsächlich auch *gg* (Für was kann ich Tahin eigentlich noch benutzen? Wäre ja schade, wenn das gute Biozeug ranzig würde…)

Mit vollständigen Zutaten (das meiste ist ja eh im Vorratsschrank) ging es nach Hause und schnell wurde der Hummus für einen bunten Snack-Teller zum Eurovision Song Contest gebastelt. Die Zubereitung benötigt wirklich kaum Zeit und diese Version schmeckt tatsächlich frischer als die klassische mit Kichererbsen. Ein wirklich köstlicher und farbenfroher Dip zu Rohkost. Allerdings würde ich ihn innerhalb von maximal 2 Tagen verbrauchen, weil der Geschmack im Kühlschrank nicht unbedingt besser wird. Also lieber für einen netten gemütlichen Abend mit Freunden zubereiten, wenn er auch verbraucht werden kann. Aber probiert den Dip wirklich mal aus :-)

Grüner Erbsen-Hummus

Zutaten für 3-4 Portionen:
250 g tiefgekühlte Erbsen
1 EL Tahin
Saft und Schale von 1/2-1 Zitrone
1 EL Olivenöl
1 größere Knoblauchzehe
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
einige Stengel Petersilie
Salz, Pfeffer

Zum Servieren:
etwas Olivenöl
eine Prise Cayennepfeffer

(1) Die Erbsen in einem Topf mit Wasser zum Kochen bringen und in etwa 5 Minuten garen bis sie weich sind. Abgießen, unter kaltem Wasser abschrecken und gut abtropfen lassen.
(2) Die Schale einer halben Zitrone fein abreiben, Knoblauch häuten und würfeln, Petersilie waschen, trocknen und grob hacken.
(3) Erbsen, Tahin, Zitronensaft und -schale, Olivenöl, Knoblauch, Kreuzkümmel und Petersilie in einen Mixer geben und kurz pürieren. Wahrscheinlich ist die Masse noch zu fest, also so ca. 1 EL Wasser dazu geben und etwas weiter pürieren bis es den gewünschten Feinheitsgrad erreicht hat. Mit Salz und Pfeffer würzen, in eine Schüssel füllen. Mit Olivenöl und Cayennepfeffer vollenden und servieren.

Genießen!

Quelle: Butcher, S. (2012): Veggiestan. Der Zauber der orientalischen Küche. Christian Verlag. p 123

Gurken-Radieschen-Kartoffelsalat mit Schnitzelchen

Kartoffelsalat muss doch sein, oder? Ich meine, wer mag denn bitte keinen Kartoffelsalat? Es gibt so viele Variationen, dass es für jeden mindestens eine passende gibt – sei es mit Mayo oder ohne, sei es exotisch oder klassisch. Mir war letztens wieder nach Kartoffeln, auch weil die Kartoffeln im Vorratsschrank nicht unbedingt frischer wurden. Und im Kühlschrank lungerte noch ein grummeliger Gurkenrest rum, der endlich verbraucht werden wollte. Und weil Frühling ist, passen auch frische Radieschen wunderbar rein, die dieses mal auch wirklich scharf waren und nicht so lasch wie sonst. Der Clou waren die vom Rezept vorgeschlagenen gerösteten Mandelblättchen – ich hätte wirklich nicht erwartet, dass sie so gut zu dem Salat passen. Für’s warme Brühedressing benutzte ich scharfen, polnischen Senf, der seinem Namen alle Ehre macht und mal locker-flockig alle Bakterien in meiner Nase und Rachen wegätzte ;-)

Ein schön frischer, frühlingshafter Salat, der bestimmt auch gut zum Grillabend passt. Ich buk mir ein paar klassische Schnitzel aus – und wie das geht, wisst ihr ja spätestens seit dieser Anleitung ;-)

Gurken-Radieschen-Kartoffelsalat

Zutaten für 2-3 Portionen:
500 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
1 Prise Kümmelkörner
1 kleine Zwiebel
3 EL Rapsöl
1/2 TL Zucker
125 ml Gemüsebrühe
1 TL scharfer Senf
1 EL Weißweinessig
Salz, Pfeffer
1/3 Salatgurke
1/2 Bund Radieschen
1/2 Bund Petersilie
2 EL Mandelblättchen

(1) Als erstes die Kartoffeln in der Schale mit der Prise Kümmel in Salzwasser gar kochen. Je nach Größe 20-40 Minuten bis sie gar sind. Abgießen und etwas auskühlen lassen.
(2) Während die Kartoffeln abkühlen, das Dressing machen. Dafür die Zwiebel häuten und fein würfeln. In einem kleinen Topf 1 EL Rapsöl erhitzen und die Zwiebelwürfel bei mittlerer Hitze glasig dünsten. Mit Zucker bestreuen, damit er etwas karamellisiert. Mit Gemüsebrühe aufgießen und aufkochen lassen. Die Herdplatte ausstellen. Senf, Weißweinessig und restliches Öl gründlich unterrühren. Gut mit Salz und Pfeffer würzen.
(3) Die Kartoffeln pellen und in dünnere Scheiben schneiden. In einer Schüssel (in die später auch noch die Gurken und Radieschen passen müssen) die Kartoffelscheiben mit dem Dressing übergießen und vorsichtig, aber gründlich verrühren. 30 Minuten ziehen lassen.
(4) In der Zeit die Gurke und Radieschen waschen, gut trocknen. die Gurke halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Die Radieschen ebenso. Die Petersilie fein hacken. Die Mandelblättchen in einer trocknen Pfanne bei mittlerer Hitze goldbraun rösten. Dabei stehen bleiben, das geht schneller als ihr denkt – zwei Sekunden nicht aufgepasst und die Mandeln sind schwarz. Die Gurken- und Radieschenscheiben mit der Petersilie unter den Salat rühren. Ein wenig ziehen lassen, abschmecken, ob noch Salz fehlt und dann mit den Mandelblättchen bestreut servieren.

Genießen!

Quelle: nach Kartoffelsalat mit Radieschen und Gurke

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