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#synchronbacken Nr. 37: Speck-Käse-Oliven-Brot

Es gibt in Kleinbloggersdorf ja regelmäßig wiederkehrende Events, die ich mit Interesse verfolge, aber meist nicht schaffe teilzunehmen.

Letztes Wochenende war wieder ein Synchronbacken angesagt, initiiert von Zorra (1x umrühren bitte) und Sandra von „From snuggs kitchen„. Diesmal suchten sie sich ein herzhaftes Brot vom Plötzblog aus, in dem Käse, Speck und Oliven verarbeitet werden.
Das Brot las sich machbar, ich hatte das Wochenende noch nix vor und das Wetter sollte auch mitspielen. Also steht dem Vergnügen nichts im Wege.

Ein paar Zutaten mussten noch besorgt werden. So hatte ich Angst, dass das Reismehl zu einem größeren Problem werden könnte. Aber denkste Puppe! Im Studenten-Rewe beim Büro bin ich beim Wassermelonenkauf praktisch drüber gestolpert *g* Jetzt muss ich nur noch gucken, wie ich die restlichen 470 g verbraucht kriege ;-) Man kann das Reismehl aber auch durch im Mixer zerkleinerte Haferflocken oder Maismehl ersetzen. Daran soll es also nicht scheitern. Mit dem Mehl wird ein Mehlkochstück zubereitet, das ordentlich Flüssigkeit bindet, dann in den Teig geknetet wird und so das fertige Brot saftiger macht. Es ist wirklich kein Hexenwerk. Der restliche Teig ist eigentlich ganz einfach, braucht einfach nur viel Zeit beim Kneten. Gleich danach kommt er zum langsamen Gehen 12 Stunden in den Kühlschrank. Die Hefe hat also gar keine große Zeit anzuspringen und den Teig großartig aufgehen zu lassen. Am nächsten Tag ist der Teig also nur minimal aufgegangen, aber ziemlich fest geworden. Er wird dann geformt, in die Form gelegt und bei Zimmertemperatur 2,5 Stunden in Ruhe. Dabei geht er noch ein bisschen auf, keine Sorge. Dann noch einschneiden und backen.

Irgendwann duftet es wunderbar herzhaft aus dem Ofen und dann Brot wird braun und knusprig. Das Prachtstück ist sehr feinporig und wie gewünscht saftig. Es schmeckt großartig! Einfach so pur und dann vielleicht noch einen Salat dazu. Perfekt!

Speck-Käse-Oliven-Brot

Zutaten für 1 Kastenform 24 cm Länge:

Für das Mehlkochstück:
30 g Reisvollkornmehl
150 g Milch
12 g Salz

Einlagen für den Teig:
30 g Bacon
60 g Oliven
60 g Hartkäse (z.B. Pecorino, Parmesan…)

Für den Hauptteig:
Mehlkochstück
540 g Weizenmehl Type 550
30 g Roggenmehl Type 1150
240 g Wasser (kalt aus dem Hahn)
3 g Frischhefe
60 g Schmand
30 g Butter (kühlschrankkalt)

Zeit: 2 Tage
Reine Arbeitszeit: ca. 1 Stunde. Ruhezeiten des Teigs: 12 Stunden + 2,5 Stunden.
Tag 1: Mehlkochstück zubereiten, Hauptteig kneten (12 Stunden ruhen lassen)
Tag 2: Teig formen, 2,5 Stunden gehen lassen, ca. 1 Stunde backen

(1) Als erstes das Mehlkochstück vorbereiten. Dafür das Reismehl mit dem Salz und der Milch in einem kleinen Topf gut verrühren, so dass keine Klümpchen entstehen. Die Mischung bei mittelhoher Hitze aufkochen bis eine zähe, puddingähnliche Masse entstanden ist. In eine kleine Schale geben und sofort mit Frischhaltefolie abdecken, damit keine Haut entsteht. So lange bei Zimmertemperatur stehen lassen bis es gebraucht wird (max. 24 Stunden).
(2) Dann die festen Stücke für den Teig vorbereiten. Den Bacon in kleine Würfel schneiden. In eine kleine Pfanne geben und bei mittelhoher Hitze knusprig braten. Ohne das Fett in eine kleine Schale geben und abkühlen lassen. Die Oliven in Scheiben schneiden, den Käse in kleine Würfel.
(3) Für den Hauptteig die Hefe in etwas von den 240 g Wasser auflösen. Alle Zutaten bis auf die Butter und die Einlage in die Schüssel des Standmixers geben. Erst auf niedrigster Stufe 5 Minuten kneten, folgend von 6 Minuten auf der 2. Stufe. Dann die Butter auf 2. Stufe 1 Minute einkneten. Die Olivenscheiben, Speck und Käse zugeben und 1 Minute auf niedrigster Stufe unterkneten.
(4) Den fertigen, etwas klebrigen Teig in eine Schüssel mit Deckel geben und 12 Stunden im Kühlschrank gehen lassen.
(5) Eine Kastenform mit 22-25 cm Länge einfetten oder mit Backpapier auskleiden.
(6) Nach der Zeit im Kühlschrank ist der Teig nur ein bisschen aufgegangen und fest geworden. Den Teig aus der Schüssel holen und auf Länge der Kastenform formen. Mit dem Schluss nach unten in die Form legen und abdecken. 2,5 Stunden bei Zimmertemperatur ruhen lassen.
(7) Den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Dabei ein Backblech unten im Herd mit heiß werden lassen.
(8) Den in der Form noch aufgegangenen Teig mit einer Schere kreuzweise im 45° Winkel einschneiden. Das Brot etwa ins untere Drittel des Ofens stellen. Eine halbe Tasse Wasser auf das heiße Backblech unten schütten, Ofen schnell schließen, damit der Dampf drin bleibt. Die Temperatur auf 230°C runter stellen. Jetzt das Brot 60-70 Minuten backen. Nach 15 Minuten das Blech für den Dampf aus dem Ofen nehmen.

Das hübsch braune Brot aus dem Ofen holen. Aus der Form nehmen und auf den Boden klopfen. Wenn es sich hohl anhört, ist es durchgebacken.
Abkühlen lassen.

Genießen!

Quelle: PlötzblogKäse-Speck-Oliven-Brot

Danke an Zorra und Sandra für`s Ausrichten des Events. Es haben noch weitere mitgemacht und ihre Brote verbloggt:

Sandra von From-Snuggs-Kitchen
Birgit von Birgit D – Kreativität in Küche, Haus & Garten
Kathrina von Küchentraum & Purzelbaum
Tina von Küchenmomente
Martha von Bunte Küchenabenteuer
Manuela von Vive la réduction!
Zorra von 1 x umrühren bitte
Birgit M. von Backen mit Leidenschaft
Tamara von Cakes, Cookies and more
Katrin von Summsis Hobbyküche
Volker von volkermampft
Britta von Brittas Kochbuch
Simone von zimtkringel
Conny von Mein wunderbares Chaos
Janina von Bei Freunden

Erinnerungen an Strasbourg – Flammkuchen mit Tomme und Champignons

Wofür ist das Elsass unter anderem kulinarisch berühmt? Richtig Flammkuchen! Und was aßen wir unter anderem bei unserem Strasbourg-Besuch? Richtig: Flammkuchen! Ich bestellte einen klassischen, Susi entschied sich für die vegetarische Variante mit Champignons und Tomme-Käse. Ich war ein bisschen skeptisch, aber dann beim Kosten doch sehr angetan von der Kombination. Tomme ist meist ein runder Weichkäse, den ich gar nicht so weich finde, der in Frankreich, der Schweiz und Italien hergestellt wird. Dabei kann Kuh-, Schafs- Ziegenmilch benutzt werden. Während ich ihn hier nur bei speziellen Angebotswochen im Supermarkt finde (oder im für mich unpraktisch entfernten Käseladen in der Innenstadt), habe ich in Strasbourg gleich mehrere Varianten im mittelgroßen Supermarkt in der Innenstadt gefunden. Überhaupt der Supermarkt! Was für eine Auswahl an Käse, frischem Gemüse (Löwenzahn, diverse Tomatensorten, Artischocken etc.), Fleisch oder Fisch, sogar frische Austern hätte man kaufen können. Ein Träumchen! Ich möchte hier in Deutschland bitte auch eine solche Auswahl haben!

Zurück zum Flammkuchen. Die Variante in der Binchstub war sehr köstlich mit dem sehr aromatischen Käse und den erdigen Champignons, so dass ich ihn mit meinem mitgebrachten Käse sehr gerne nachbasteln wollte. Zum Glück habe ich ja schon seit knapp 10 Jahren ein sehr einfaches und mehrfach erprobtes Rezept für den Flammkuchen-Teig im Blog. Das kramte ich wieder hervor und benutzte einfach Dinkelvollkornmehl anstatt des hellen Dinkelmehls. Funktioniert 1a. Ich brachte nur noch den Porree als dritte Belagzutat mit rein, weil noch eine einsame Stange aus der Biokiste im Kühlschrank wartete. Und sie passte sehr schön! Der Flammkuchen ist wirklich schnell zubereitet – so lange der Ofen vorheizt, ist der Teig zusammen geknetet und die Zutaten für den Belag geschnippelt. Im heißen Ofen benötigt das ganze dann nur noch maximal 10 Minuten und – Tadaa! – köstlichster Flammkuchen! Ich sollte den Flammkuchen-Friday mal wieder einführen. Wer möchte mitmachen? :-)

Flammkuchen mit Tomme-Käse und Champignons

Zutaten für 2 Flammkuchen:

Für den Teig:
100 g Weizenmehl
100 g Dinkelvollkornmehl
gute Prise Salz
3 EL Rapsöl
125 ml Wasser

Alle Zutaten in eine Schüssel geben und zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Der Teig kann sofort weiter verarbeitet werden oder in Folie eingeschlagen bis zu einer Woche im Kühlschrank bleiben.

Für den Belag:
4 geh. EL Schmand
Salz, Pfeffer
1/2 kleine Stange Porree
4-5 Champignons
ca. 100 g Tomme-Käse in Scheiben
gehackte Petersilie

(1) Den Ofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech dabei im Ofen mit erhitzen.
(2) Vom Porree das Wurzelende abschneiden, die äußere Schicht entfernen und dann in sehr dünne Ringe schneiden. Die Pilze putzen und ebenfalls in richtig dünne Scheiben schneiden.
(3) Für 1 Flammkuchen die Hälfte vom Teig wirklich dünn auf einem Bogen Backpapier ausrollen. Dann mit 2 EL Schmand bestreichen, salzen und pfeffern. Erst die Hälfte vom Porree auf dem Teig verteilen, dann mit Käse belegen und zum Schluss die halbe Champignonmenge gleichmäßig drauf verteilen.
(4) Den Flammkuchen vorsichtig auf das sehr heiße Backblech ziehen und auf mittlerer Schiene des Ofens 7-10 Minuten backen bis der Rand braun und der Käse zerlaufen ist. Die Zeit hängt davon ab, wie heiß Euer Ofen wird und wie dünn ihr den Teig ausgerollt habt. Wenn er fertig ist, mit der Petersilie bestreuen.

Genießen!

Würzige Ajvar-Hackbällchen in Tomatensauce

Irgendwie muss ich mal wieder ins regelmäßige Kochen kommen. Durch Urlaube und Besuche bin ich da irgendwie rausgekommen und ich kaufte einiges an unnötigem Fertigfutter bzw. ging auswärts essen. Das geht beides natürlich ins Geld. Selbst kochen macht doch mehr Spaß und ich weiß einigermaßen, was drin ist.

Um wieder Lust zu bekommen bieten sich ja einfache und einigermaßen schnelle Gerichte an, die ich auch noch am Tag nach einer Fortbildungschaffe zu basteln. Da bieten sich Rezepte aus dem „meine Familie & ich“-Heft „Lecker kochen mit nur 5 Zutaten“ an, aus dem ich schon einige Rezepte kochte. Sie sind was die reine Kochzeit angeht, manchmal sehr ambitioniert, aber wer knackige Zutaten mag, kommt damit hin. Nur ich mag mein Gemüse gerne etwas weicher (nein, nicht verkocht-matschig) und füge gerne ein paar Minuten Bratzeit hinzu. Aber ansonsten funktionieren die Rezepte wirklich gut!

Jedenfalls lachte mich das Rezept für Hackbällchen in Tomatensauce an, da zur Würzung der Bällchen Ajvar benutzt wird und das ganze im Ofen noch mit Feta überbacken. Und etwas mit Käse überbacken ist ja nie verkehrt, oder? Ich war etwas skeptisch, ob die Mini-Klopse ohne Ei oder Semmelbrösel zusammenhalten, aber überhaupt kein Problem. Schwupps waren die Klöpschen geformt und durch gebraten. In die Sauce sollten eigentlich nur Ajvar und eine Zwiebel, um die 5 Zutaten-Regel einzuhalten, aber das war mir zu wenig Gemüse und so schnippelte ich kurzerhand noch eine Zucchini mit rein, die definitiv wunderbar passte! Dazu habe ich mir Naturreis gekocht, aber ich kann es mir auch einfach mit frischem Brot, Couscous/Bulgur und einem grünen Salat vorstellen, wenn man Blattsalate mag. Das Gericht kann es ruhig öfters geben!

Würzige Ajvar-Hackbällchen in Tomatensauce

Zutaten für 2 großzügige Portionen:
1 Zwiebel
1 mittelgroße Zucchini
250 g gemischtes Hackfleisch
1+1 EL Ajvar
Salz, Pfeffer
1 EL Olivenöl
1 Dose stückige Tomaten (400 g)
50 g Feta
einige Basilikumblätter

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Die Zwiebel häuten, halbieren und in dünne Streifen schneiden. Von der Zucchini die Enden abschneiden, längs halbieren. Die Hälften nochmals längs halbieren und dann in ca. 0,5 cm große Würfel schneiden.
(2) Das Öl in einer größeren Pfanne auf mittelhoher Hitze heiß werden lassen.
(3) Das Hackfleisch mit 1 EL Ajvar, Salz und Pfeffer gut verkneten. Zu etwa walnussgroßen Bällchen formen. In der heißen Pfanne 8-10 Minuten von allen Seiten braten. Herausnehmen.
(4) Den Ofengrill auf 250°C vorheizen. Eine kleinere Auflaufform bereit stellen.
(5) Die Zwiebelstreifen und Zucchini in die Pfanne geben, salzen und pfeffern. Bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten dünsten bis sie etwas weicher sind. Die Tomatenstücke aus der Dose und 1 EL Ajvar dazu geben, etwas salzen und pfeffern. Weitere 10 Minuten köcheln lassen. Abschmecken. Die Hackbällchen kurz in die Sauce geben und ein wenig darin erwärmen. Alles in die Auflaufform geben und mit zerkrümeltem Feta bestreuen.
(6) Auf die oberst mögliche Schiene in den Ofen schieben und ca. 10 Minuten grillen lassen bis der Käse ein bisschen gebräunt ist.

Gesamtzubereitungszeit: ca. 50 Minuten

Dazu passt: frisches Brot, Reis, Couscous. Frischer Blattsalat.

Genießen!

Quelle: „meine Familie & ich“ books – Lecker kochen mit nur 5 Zutaten. p 6

Baked spaghetti – Einfachster Spaghettiauflauf mit Mozzarella

Ruhig war es hier die letzten zwei bis drei Wochen. Ich war über Ostern in der Ostseeheimat, dann war die kleine Schwester für eine Woche hier bei mir und Frau Mamas Besuch folgte gleich, so dass ich kaum am heimischen Laptop saß. Und wenn doch, dann habe ich Fotos sortiert (und von vielen vergangenen Urlauben ganz oldschool zum Entwickeln geschickt) und die vom letzten Urlaub in Strasbourg bearbeitet, damit ich Euch auch ein paar Eindrücke von unserer Woche dort zeigen kann. Ich kann schon verraten, ich war sehr begeistert. Wirklich sehrsehr!

Dafür bringe ich Euch heute einen wirklich einfachen Spaghettiauflauf mit, dessen Zutaten zum Großteil in der Speisekammer und vielleicht auf dem Balkon zu finden sind. Also eigentlich sind es nur Nudeln mit Tomatensauce, aber eben wunderbar im Ofen mit Mozzarella gebacken.

Aufmerksam darauf wurde ich durch ein Video auf dem YouTube-Kanal „Everyday Food„, der vom Team des Martha Stewart-Magazins bespielt wird und den ich sehr mag. Es ist ein wirklich schönes Alltagsessen, dass sich wahlweise gut vorbereiten oder schnell nach der Arbeit zubereiten lässt. Durch das Backen im Ofen kommt noch eine schöne Extranote, die normal auf dem Herd gekochte Nudeln mit Tomatensauce so nicht haben. Probiert es ruhig mal aus, einfach und köstlich!

Einfachster Spaghettiauflauf – Baked spaghetti

Zutaten für 2 Personen:
170 g Spaghetti
Salz
1 Dose Tomatenstücke (400 g)
1 EL Olivenöl
1 Mozzarellakugel (125 g)
1 Knoblauchzehe
frischer Basilikum

(1) Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine kleinere Auflaufform bereit stellen.
(2) Ein Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen. Den Knoblauch häuten und fein hacken.
(3) In einem breiteren Topf das Olivenöl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen, die Knoblauchwürfel zufügen und 1 Minute mitbraten bis er duftet. Die Tomaten zugeben, salzen und zum Kochen bringen. Enthusiastisch etwa 12 Minuten köcheln lassen bis die Sauce eingedickt ist.
(4) Zwischenzeitlich die Pasta 5 Minuten vorkochen. Sie wird noch nicht annähernd weich sein. Zurück in den Topf geben. Tomatensauce dazu geben, den Basilikum drüber zupfen und die Hälfte der Mozzarellakugel hinein rupfen. Gut verrühren.
(5) In die Auflaufform geben und mit den restlichen Käse darüber zupfen.
(6) Auf mittlerer Schiene etwa 25 Minuten backen bis der Käse goldbraun ist und der Auflauf an den Seiten blubbert.

Genießen!

Quelle: Martha StewartBaked Spaghetti and Mozzarella

Geiler Scheiß – Fenchel-Tomaten-Gratin

Eine sehr zuverlässige Quelle für Essensinspiration ist immer noch Frau Kochschlampe. Regelmäßig kommen Links von Rezepten in meinen Messenger geschwappt mit dem dringenden Hinweis „Musst! Du! Ausprobieren!“.

So auch dieses Rezept für ein Fenchel-Tomaten-Gratin. Die kurze Zutatenliste ließ mich an Frau Kochschlampes Begeisterung ein wenig zweifeln. Aber okay, ich hatte alles da und eh noch keinen Plan, was ich an meinem freien Freitag koche, also ab dafür. Eigentlich ist es auch einfach zuzubereiten, nur zwischendrin kocht der Fenchel locker-flockig vor sich hin, während ich schon die Brösel mixte, was jetzt auch nicht ewig dauert oder ein paar Gerätschaften abwusch. Zuerst kam mir die Menge an Tomate zu wenig vor, aber das passt schon. Und auch die Brösel schienen mir zu viel, aber nee.

Nach dem ersten Kosten kam die Offenbarung: Du meine Güte ist das Geiler! Scheiß! Perfekt weich gegarter Fenchel in angenehmer Tomatensauce und dann die würzig-knusprigen Brösel dazu. Eine großartige Kombination, die es ob der einfachen Zubereitung und wenigen Zutaten bestimmt öfter geben. Macht das wirklich dringend nach!

Fenchel-Tomaten-Gratin

Zutaten für 2 Portionen:
1,5 EL Olivenöl
2 Fenchelknollen
1 Knoblauchzehe
200 g Tomatenstücke aus der Dose
Salz

Für das Topping
40 g Brot
25 g Parmesan, gerieben
kleine handvoll Fenchelgrün
1/2 Zitrone, abgeriebene Schale
kleine handvoll schwarze Oliven ohne Stein

(1) Vom Fenchel das feine Grün abschneiden und zur Seite legen. Den Ende abschneiden und eventuell unschöne äußere Schichten entfernen. Die Knollen halbieren und in dünne Spalten schneiden. Die Knoblauchzehe häuten und fein hacken.

(2) 1 EL Olivenöl in einer Pfanne mit passendem Deckel oder flachen Topf erhitzen. Die Fenchelstücke hineingeben, etwas salzen. Deckel auflegen und bei mittelkleiner Hitze 15 Minuten schmoren. Den Knoblauch zufügen und weitere 10-20 Minuten schmoren bis der Fenchel weich ist (das hängt von der Dicke der Fenchelstücke ab). Die Tomaten zufügen und offen weitere 10 Minuten schmurgeln lassen bis der Fenchel von einer dicken Schicht Tomatensauce ummantelt ist. Alles in eine flache Auflaufform geben.

(3) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.

(4) Während der Fenchel kocht das Topping vorbereiten. Dafür die Zutaten bis auf die Oliven in eine Küchenmaschine geben und zu Krümeln zerkleinern. Die Oliven zufügen und grob zerkleinern mit der Puls-Funktion. Die Brösel großzügig über den Fenchel streuen, mit dem restlichen Olivenöl geträufeln und die Auflaufform auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. 20 Minuten backen bis das GRatin goldbraun ist.

Genießen!

Quelle: Fennel & tomato gratin

Kürbis-Feta-Strudel – Wirklich einfach und köstlich

Oh Gott, was macht denn der Butternut-Kürbis da noch in der Küche? Wieso hab ich den denn noch nicht verbraucht? Der Bärlauch sprießt doch schon und bald kommt der einheimische Spargel. Also schnell schnell, was überlegen … Es sollte nicht zu mächtig sein, aber auf die üblichen verdächtigen Beilagen wie Kartoffeln, Pasta oder Reis hatte ich keine Lust. Also muss der Kürbis die Hauptrolle spielen. Man könnte ihn ja in irgendwas rollen. In Strudelteig zum Beispiel. Strudel … Strudel hatte ich schon lange nicht mehr. Strudel hört sich nach einem Plan an! Und weil ich zu faul war nochmal wegen Fertigstrudelteig einkaufen zu gehen, aber alle Zutaten für handgemachten Teig im Haus war, hab ich eben den benutzt. Und nein, ich habe nichts verlernt *g*

Der Teig war äußerst kooperativ und ließ sich mehr als bereitwillig dünn ausziehen. Und die Füllung war einfach nur göttlich! Ich musste sehr stark zusammenreißen, sie nicht vorher schon zu vernaschen. Da mir nach Purismus war, bestand die Füllung nur aus geraspeltem und angebratenem Kürbisfruchtfleisch, das mit viel Dill und Petersilie und etwas zerkrümeltem Feta vermischt wurde. Ein bisschen Salz und Pfeffer reichen als Würzung und schwupps Göttlichkeit in der Pfanne. Ich muss mal überlegen, was man damit noch anstellen könnte.

Wichtig ist beim Strudelmachen, dass alles vorbereitet ist, bevor ihr den Teig auszieht. Denn der Teig ist so delikat, dass er keine Wartezeit verträgt. Also Füllung fertig vorbereitet, Butter oder Öl zum Bestreichen bereit stellen, Backblech mit Backpapier belegen und den Ofen vorheizen. Dann kann der große Spaß beginnen!

Und der Strudel war wirklich lecker! Schön blättrig und knusprig, mit saftiger, würziger Füllung. Perfekt! Ich sollte öfter strudeln …
Was ist Eure Lieblingsfüllung? Habt ihr Vorschläge, was ich unbedingt mal ausprobieren sollte?

Kürbis-Feta-Strudel

Zutaten für 4 Portionen:

Für die Füllung:
600 g Butternutkürbis, vorbereitet gewogen
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
je 1 kleines Bund Petersilie und Dill
100 g Feta
3 EL Paniermehl

Für den Strudelteig:
200 g Mehl, Type 405
40 g Pflanzenöl
100 ml lauwarmes Wasser
1 TL Weißweinessig
etwas Pflanzenöl zum Bestreichen des Teiges vorm Ruhen

Olivenöl zum Bestreichen

(1) Zuerst den Kürbis für die Füllung vorbereiten. Den Kürbis waschen oder schälen (je nach Vorliebe) und grob raspeln. In einer großen Pfanne das Olivenöl bei hoher HItze warm werden lassen. Die Kürbisraspel zugeben, salzen, pfeffern. Etwa 15 Minuten unter öfterem Rühren braten bis der Kürbis weich, aber noch nicht zerfallen ist. Zur Seite stellen und den Kürbis komplett abkühlen lassen.
(2) Während der Kürbis abkühlt den Teig zubereiten. Dafür alle Zutaten in eine Schüssel geben und zuerst mit einem Löffel danach mit der Hand gründlich durchkneten. Zwischendurch den Teig mit Schmackes auf die Arbeitsfläche schmeißen, so wird er noch geschmeidiger und etwaige Luftblasen werden rausgeschlagen. Den Teig gut 10 Minuten lang kneten. Zu einer Kugel formen, mit etwas Öl einstreichen, in eine Schüssel legen, mit Folie abdecken und an einem warmen Ort (z.B. Herd mit angeschalteter Lampe) mindestens 1 Stunde ruhen lassen.
(3) Wenn der Kürbis Zimmertemperatur hat, die Kräuter fein hacken und dazu geben. Den Feta grob zerkrümeln und mit den Kräutern zusammen gut unterrühren. Nochmal abschmecken, ob Salz und/oder Pfeffer fehlt.
(4) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(5) Jetzt geht es an das Ausziehen des Teigs. Dafür zuerst eine größere Tischdecke auf dem Esstisch ausbreiten und großflächig dünn einmehlen. Den Teig erst mit der Hand etwas flacher drücken und dann vorsichtig über die Handrücken nach allen Seiten ausziehen. Wenn möglich sollte ein Rechteckt entstehen. Der Teig soll möglichst dünn sein. Dabei aufpassen, dass keine Löcher entstehen. Zum Schluss mit einem Messer nur noch die dicken Ränder abschneiden.

(6) Den Teig vorsichtig dünn mit Olivenöl bepinseln und in den oberen 2/3 gleichmäßig mit dem Paniermehl bestreuen. Dann die Kürbis-Feta-Füllung auf dem Teil mit dem Paniermehl verteilen. Den Teig von den kurzen Seiten her einschlagen, dann mit Hilfe der Tischdecke vorsichtig aufrollen.

Vorsichtig auf das Backblech rollen und mit Olivenöl bepinseln.

(7) Den Strudel auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und ca. 30 Minuten backen bis er goldbraun ist. Nach der Hälfte der Zeit nochmals mit Olivenöl bepinseln.

Herausnehmen, etwas abkühlen lassen und mit etwas Salat servieren.

Genießen!

Quelle: Teig nach Seiser, K., Neunkirchner, M. (2012): Österreich vegetarisch. Brandstätter Verlag. Wien. p200

Und da ich nicht die einzige mit einer großen Strudelliebe bin, haben noch einige andere mitgestrudelt. Guckt doch mal bei ihnen vorbei und lasst Euch inspirieren:
Christine von Anna Antonia – Strudel mit Trockenfrüchten
Birgit von Backen mit Leidenschaft – Apfel-Mandel-Strudel und Ricottastrudel á la Cassata
Sina von Giftigeblone – Strudel mit weißem Mohn, Birnen und Walnüssen
Susanne von Magentratzerl – Börekschnecken mit Zucchini-Schafskäse-Füllung
Petra von Obers trifft Sahne – Bärlauch-Topfenstrudel
Christina von The Apricot Lady – mediterraner Strudel
Susi von Turbohausfrau – Krautstrudel mit Paprikasauce
Ariane von Tra dolce es amaro – Caramelle di strudel con ricotta e frutti di bosco

Ofengeröstete Süßkartoffeln mit Rosenkohl

Ihr kommt von der Arbeit und es kündigt sich Hunger an? Ihr habt Lust auf Gemüse trotz des kalten und ungemütlichen Winters draußen? Dann kommt hier das perfekte Essen für Euch: Süßkartoffeln und Rosenkohl im Ofen geröstet. Saisonal, vitaminreich, einfach vorbereitet und bäckt dann einfach im Ofen vor sich hin, während ihr fix die Küche aufräumt oder die Füße für ein paar Minuten hochlegt. Und das Beste, ihr braucht, abgesehen von Salz und Olivenöl, auch nur drei bis fünf Zutaten. Belohnt werdet ihr mit einem Wohlfühlessen, dass vor Aromen nur so strotzt. Die Süßkartoffel entfaltet ihr wunderbar süß-nussiges Aroma, beim Rosenkohl werden seine leichten Senfaromen durch die Hitze des Ofen freigesetzt. Wenn ihr das fertige Gericht dann noch mit angerösteten Haselnüssen oder Mandeln bestreut und cremigen Feta mit seiner zarten Säure drüber krümelt, ist es perfekt. Also – husch husch – in die Küche mit Euch!

Ofengeröstete Süßkartoffeln mit Rosenkohl

Zutaten für 2 Portionen:
1 große Süßkartoffel (ca. 300 g)
500-600 g Rosenkohl
Salz
Zimt
4 EL Olivenöl

Zum Servieren:
zerkrümelter Feta
geröstete Nüsse

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Süßkartoffel schälen und in ca. 1,5 cm große Würfel schneiden. Den Rosenkohl putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Beides in getrennten Schüsseln mit je der Hälfte vom Olivenöl und Salz vermischen. Die Süßkartoffeln noch zusätzlich mit einer Prise Zimt würzen.
(3) Zuerst die Süßkartoffeln auf eine Hälfte des Blechs geben und auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben. 10 Minuten backen, dann auf der zweiten Hälfte den Rosenkohl verteilen. Weitere 20 Minuten rösten.
(4) Herausnehmen und das Gemüse miteinander vermischen. Mit den gerösteten Nüssen und/oder zerkrümeltem Feta bestreuen.

Genießen!

Quelle: KochkarussellKnusprig gerösteter Rosenkohl und Süßkartoffel aus dem Ofen

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