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Feine Blumenkohl-Käse-Muffins

Hier herrscht ja große Blumenkohlliebe! Immer! Und in (fast) jeder Form! Bei Christina von „Feines Gemüse“ sah ich letzten Sommer herzhafte Blumenkohl-Küchlein, die mit Käse verfeinert und in praktischer Muffingröße gebacken werden. Und weil noch ein Rest Blumenkohl aus der damaligen Biokiste im Kühlschrank der Dinge harrte, wurde er dafür verbraucht. Wenn eine Küchenmaschine genutzt wird, ist der Teig auch ziemlich schnell zusammen gemixt. Ich habe mich an Christinas Empfehlung gehalten, die Muffinformen auszubuttern, was allerdings zu einer längeren Putzaktion derselbigen führte *seufz* Also ich würde Euch dann doch eher zu Silikonmuffinformen raten und hoffe, dass sie sich ohne größere Verluste daraus lösen lassen und dann auch einfacher zu reinigen sind.

Weil ansonsten sind die kleinen Blumenkohl-Küchlein wirklich köstlich! Schön würzig, zart und ein wenig knusprig an der Oberfläche. Sie passen zu frischem, bunten Salat und ich kann sie mir jetzt im Winter wunderbar zu Rapunzeln (Feldsalat) oder Endivie vorstellen. Es lohnt sich wirklich, sie auszuprobieren!

Blumenkohl-Käse-Muffins

Zutaten für 10 Stück:
1 kleiner Blumenkohl (etwa 600 g geputzt)
60 g Emmentaler (oder Cheddar)
40 g Parmesan
2 Eier
2 Zweige Petersilie
2 Zweige Thymian
1 Knoblauchzehe
2 gestr. TL Backpulver
50 ml Buttermilch
30 g Speisestärke
Salz, Pfeffer

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. 10 Silikonmuffinförmchen auf einem passenden Backblech bereit stellen.
(2) Die Zutaten vorbereiten. Den Blumenkohl fein raspeln, wahlweise über eine Vierkantreibe ziehen oder die Küchenmaschine nehmen. Die beiden Käsesorten ebenfalls reiben. Thymianblättchen vom Stengel zupfen und zusammen mit der Petersilie fein hacken. Knoblauch häuten und sehr fein würfeln. Blumenkohl mit Käse, den Kräutern , Eiern und Knoblauch gut vermengen.
(3) Speisestärke und Backpulver vermischen, zusammen mit der Buttermilch zur Blumenkohl-Käse-Masse geben und gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
(4) Den Teig gleichmäßig in den Muffinförmchen verteilen. Auf mittlerer Schiene etwa 30 Minuten backen bis die Muffins goldbraun und etwas knusprig sind.

Die Blumenkohl-Käse-Muffins passen zu einem frischen, bunten Salat oder frisches Brot mit Kräuter-Dip.

Quelle: feines gemüseBlumenkohl-Käse-Muffins

Krumplipogácsa – Einfache ungarische Kartoffelpogatschen

Ich bin ja nicht so der große Geburtstagsfeierer, aber nachdem ich vorletztes Jahr so gar nichts gemacht habe, hatte ich letzten Dezember die Kolleginnen eingeladen zu einem Abend mit ungarischen Köstlichkeiten, die sie sich gewünscht haben. Gleichzeitig wollte nicht zu viel gegessen werden, weil man danach ja immer so schlecht schläft vor lauter Verdauerei. Wir werden alle nicht jünger ;-)

Also machte ich mir Gedanken, welche Köstlichkeiten der ungarischen Küche ich ihnen kochen könnte, von denen ich Euch ein paar Sachen die nächsten Tage vorstelle… Als Hauptgericht wollte ich gerne eine Gulaschsuppe machen und entschied mich dann für die in Deutschland doch weitgehend unbekannte Paloczensuppe mit Grünen Bohnen, Dill und etwas säuerlich abgeschmeckt. Sie war ein so großer Erfolg, dass von guten 3 l Suppe nur 0,6 l übrig blieben. Dabei waren wir nur zu viert *ähem* Probiert die Suppe wirklich gerne mal aus! Es lohnt sich richtig!

Also blieb noch die Vorspeise offen. Dips mit frischem Brot und etwas Gemüse wäre doch nett. Eine Auberginencreme nach dem Rezept aus dem Rosenstein-Kochbuch wollte ich schon länger ausprobieren (und wird gerne als nächstes vorgestellt) und dann noch die Kürbis-Frischkäse-Creme, die ich unglaublich gerne mag. Ein bisschen frisches Gemüse dazu, ein paar Kohlehydrate und fertig. Aber die Kohlehydrate in welcher Form? Pogácsa, also Pogatschen sind ja schon typisch für Ungarn und ich hätte auch mal wieder Lust welche zu backen. Aber auch da gibt es ja mannigfaltige Möglichkeiten: pur, mit Käse, mit Feta, mit Schweinegrieben, Kräutern oder Kartoffeln? Auf YouTube sah ich ein Video für eine Kartoffelvariante, die zum einen sehr köstlich und zum anderen einfach machbar aussahen. Keine übermäßig häufige und lange Gehzeiten, wenige und alltägliche Zutaten plus sie sahen echt fluffig aus! Also fix Zutaten abgeschrieben und besorgt und los ging es!

Die Kartoffeln können schon am Vorteig gekocht und zerquetscht werden, wenn die Arbeit getan ist, ist der Teig ziemlich fix zusammen geknetet und geht an einem zugfreien Ort bis er doppelt so groß geworden ist. Ohne viel Tamtam muss er nur noch relativ dick ausgerollt, eingeschnitten und zu Pogatschen geschnitten werden. Ich habe es mittlerweile aufgegeben runde Pogácsa auszustechen, weil ich die Reste irgendwie doof fand und eckige schmecken genau so gut! Noch kurz abgedeckt ruhen lassen, während ihr schon ein bisschen aufräumen könnt, fix mit einer Ei-Paprika-Mischung bestreichen und ab in den Ofen mit den Schätzen!

Und sie schmecken hervorragend! Schön fluffig, trotzdem ein bisschen knusprig. Ein wirklich großartiges Rezept, dass mit ins Repertoire kommt. Sie können auch gut eingefroren werden und schmecken aufgetaut wie frisch. Ein Träumchen! Die werde ich definitiv öfter machen!

Krumpli pogácsa – Einfache Kartoffelpogatschen

Zutaten für 2 Bleche:
250 g gleichgroße Kartoffeln
(möglichst vorwiegend festkochend oder mehligkochend)
Salz (zum Kochen der Kartoffeln)
500 g Weizenmehl
100 ml Milch
30 g frische Hefe
1 TL Zucker
150 g Butter
1 Ei
2 TL Salz

Zum Bestreichen:
1 Ei
1/2 TL Paprikapulver

(1) Die Kartoffeln als Pellkartoffeln in Salzwasser gar kochen. Wenn sie weich sind, pellen und durch eine Kartoffelpresse drücken oder mit einer Gabel gründlich zerdrücken. 200 g abwiegen und abkühlen lassen.
(2) Das Mehl abwiegen und in eine Schüssel geben. Die Milch auf dem Herd oder in der Mikrowelle lauwarm (!) werden lassen. 50 ml in eine kleine Tasse geben. Die Hefe hinein krümeln, den Zucker und einen Teelöffel vom abgewogenen Mehl hinzu. Gut verrühren, mit etwas Mehl bestäuben und so lange stehen lassen bis die Hefe aufschäumt. Das dauert etwa 10 Minuten.
(3) Butter, Kartoffeln, Ei, restliche Milch und die aufgegangene Hefe zum Mehl geben. Alles in der Küchenmaschine 4-5 Minuten zu einem Teig verkneten, dann das Salz zufügen und nochmals 3 Minuten kneten. Es geht natürlich auch per Hand, dann die Knetzeit verdoppeln. Es sollte ein schön geschmeidiger Teig entstehen, nicht zu fest, aber auch nicht zu weich. Vielleicht müsst ihr noch mit etwas Mehl oder Milch justieren.
(4) Den Teig zu einer Kugel formen und abgedeckt an einen zugfreien Ort stellen und gehen lassen, bis er sich verdoppelt hat. (Bei mir hat es so 45-60 Minuten gedauert, wenn Eure Kartoffeln z.B. noch warm waren, geht es wahrscheinlich schneller.)
(5) Nach der Zeit den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier belegen.
(6) Den Teig aus der Schüssel holen und auf einer leicht bemehlten Oberfläche versuchen rechteckig zu formen. Ihn dann vorsichtig rechteckig und daumendick ausrollen. Dies gelingt besser, wenn ihr in Richtung der Ecken rollte und nicht nur hoch-runter und seitwärts.
(7) Den Teig mit einem scharfen Messer eng diagonal wenige Millimeter tief einschneiden. Dann alles in etwa 5 cm große Vierecke schneiden. Auf den beiden Blechen verteilen. Mit Geschirrtüchern abdecken und nochmals 15 Minuten gehen lassen.
(8) Das Ei zum Bestreichen mit dem Paprikapulver gründlich verrühren. Jede Pogatsche damit bestreichen.
(9) Beide Bleche in den Ofen schieben (hier Schiene 2 und 4). Insgesamt 20-25 Minuten backen. Nach der Hälfte der Zeit die Plätze der Bleche tauschen und einmal in sich drehen, so dass die Pogatschen die zuerst hinten waren, jetzt vorne liegen. Zu Ende backen lassen bis sie goldbraun sind und sich hohl anhören, wenn man auf ihre Unterseite klopft. Auf einem Gitter abkühlen lassen.

Sie passen wunderbar zu diversen Dips, herzhaften Eintöpfen oder feinere Cremesuppen, aber auch zu Ragouts wie Gulasch.

Genießen!

Quelle: Youtube-Kanal von TT konyhájaKrumplis pogácsa (Potato scones)

Gebackener Süßkartoffel-Chorizo-Salat

Süßkartoffeln in der Biokiste *seufz* Ich mag Süßkartoffeln, aber bin da manchmal – nein, eigentlich häufig – ideenlos. Bei Instagram kochte Jette von „Lanis lecker Ecke“ vor einiger Zeit mal einen lauwarmen Salat aus gebackenen Süßkartoffeln und Chorizo. Und das lachte mich sehr an, weil ich auch gerade Chorizo im Kühlschrank hatte, die ich nicht nur pur auf’s Brot essen wollte. Also die Süßkartoffeln fix geschält und grob gewürfelt, die Chorizo in feinere Scheiben und alles für 20 Minuten in den Ofen. Leider ist das zu lange für die Wurstscheibchen und sie wurden fast alle puptrocken. Ich habe wie Jette auch keinen Basilikum in den Salat getan, weil ich es mir ebenfalls nicht vorstellen konnte, aber trotzdem fehlte irgendwas. Während ich kauend am Schreibtisch saß, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Rucola. Bringt Frische, aber auch die nötige Schärfe und ein bisschen Bitter als Kontrapunkt zur Süße des Gemüses. Also fix Süßkartoffeln besorgt und eine Woche später den Salat nochmal für eine Kollegin und mich gemacht. Diesmal hab ich die Wurstscheiben auch erst nach der Hälfte der Süßkartoffelbackzeit in den Ofen gegeben, so dass sie zwar schon ein bisschen ihres Fetts an die Süßkartoffeln ausgelassen haben und knusprig wurden, aber eben nicht komplett ausgetrocknet. So wollen wir das!

Und der Salat ist es wirklich Wert gemacht zu werden! Cremige Süßkartoffeln (die werden ohne Frittieren einfach nicht knusprig) mit knusprig-würzigen Chorizoscheibchen, dazu dann die Frische der Frühlingszwiebel und die süßliche Säure der Tomaten. Großartigst! Er ist ziemlich schnell gemacht, besteht nur aus einfachen Zutaten und ihr müsst keine komplizierten Zubereitungsschritte können. Ihr werdet ihn mögen!

Gebackener Süßkartoffel-Chorizo-Salat

Zutaten für 2-4 Portionen:
2 mittelgroße Süßkartoffeln
Salz, Pfeffer
1 + 4 EL Olivenöl
125 g Chorizo am Stück
(oder ungarische Kolbász)
2 Frühlingszwiebeln
2-4 Tomaten (je nach Größe)
2 EL Balsamico-Essig
1 Prise Zucker
1 kleines Bund Rucola

(1) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen.
(2) Die Süßkartoffeln schälen und in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Auf das Blech geben. Salzen, pfeffern, 1 EL Olivenöl drüber geben. Mit den Händen gut vermischen, die Süßkartoffelwürfel gleichmäßig verteilen. Auf mittlerer Schiene in den Ofen schieben und 20 Minuten backen, bis sie weich und braun sind.
(3) Währenddessen die Chorizo in dünnere Scheiben schneiden und dann halbieren. Nach 10 Minuten Backzeit über die Süßkartoffelwürfel geben. 10 Minuten mitbacken lassen. Wenn die Süßkartoffeln weich sind und die Wurst leicht knusprig, herausnehmen und in eine Schüssel geben.
(4) Die Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Ringe schneiden. Die Tomaten waschen, trocknen, in grobe Würfel schneiden. Beides zu den Süßkartoffeln geben.
(5) Den Balsamico mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker verrühren. Dann die übrigen 4 EL Olivenöl unterrühren. Die lauwarmen Salatzutaten gut damit vermischen.
(6) Zum Schluss den Rucola waschen, trockenschleudern und grob hacken. Unter den Salat rühren und sofort servieren.

Wenn ihr den Salat mit auf Arbeit nehmen wollt, den Rucola noch nicht hinein geben, sondern den Salat in ein Glas füllen und den gehackten Rucola oben auf legen. Erst zur Mittagspause verrühren.

Genießen!

Quelle: nach Lanis lecker EckeSüßkartoffel-Chorizo-Salat

Drei sommerliche Gemüseragouts mit Paprika

Der Sommer ist in vollem Gange! In den Gärten explodiert es geradezu und man weiß gar nicht mehr, wohin mit dem ganzen geerntetem Obst und Gemüse, oder? Eines meiner Lieblingsgemüse ist die Paprika, die technisch gesehen eigentlich ein Obst ist (entsteht aus einer befruchteten Blüte = Frucht). Wenn Pfirsichbaum, Himbeere und Konsorten nicht so viel Platz auf dem Balkon vereinnahmen würden, ich hätte etliche ungarische Spitzpaprikapflanzen angebaut. Und natürlich würde ich Unmengen an Lecsó kochen, wenn ich eigene reife Paprikas hätte.

Natürlich ist Ungarn nicht die einzige Nation in der Paprika gegessen wird, auch wenn das Klischee es vermuten lässt. Andere Länder haben ebenfalls einen hohen Paprikaverbrauch samt ihrer traditionellen Gerichte. Und drei davon möchte ich Euch heute vorstellen. Sie sind alle einfach zuzubereiten und benötigen meist nur Zutaten, die in jedem Supermarkt zu bekommen sind.

Als erstes machen wir einen Ausflug nach Bella Italia und kochen uns eine supereinfache Peperonata, die schnell fertig gestellt ist und dabei superköstlich. Zufällig ist sie auch noch vegan. Wenn man Olivenöl und Salz und Pfeffer nicht mit einrechnet, besteht dieses Paprikaragout aus insgesamt vier Zutaten. Es hat einen leicht süditalienischen Einschlag durch die Rosinen, die sich aber wirklich gut machen. Wer sie partout nicht mag, lässt sie einfach weg :-) Natürlich könnt Ihr auch weiter variieren: noch andere Kräuter zufügen (z.B. Petersilie oder Rosmarin), Knoblauchscheibchen zufügen, vielleicht süß-sauer würzen mit etwas Weißweinessig und Zucker? Oder wie beim ungarischen Letscho einfach ein paar Tomaten zufügen?

Italienische Peperonata

Zutaten für 2 Portionen als Hauptgericht:
2 rote Paprikaschoten
1 gelbe Paprikaschote
1 große Zwiebel
2 EL Olivenöl
3 EL Sultaninen
1 EL frische Thymianblättchen
Salz, Pfeffer

(1) Die Paprikaschoten waschen, trocknen, entkernen, die weißen Innenhäute entfernen und das Fruchtfleisch in 0,5 cm dicke Streifen schneiden. Die Zwiebel häuten, halbieren und ebenfalls in feine Streifen schneiden.
(2) Das Öl in einer Pfanne mit passendem Deckel auf mittlerer Hitze heiß werden lassen. Die Zwiebeln hinein geben und bei niedriger Hitze 10 Minuten dünsten. Die Paprikastreifen und Sultaninen zufügen, salzen und pfeffern und zugedeckt etwa 15 Minuten schmoren lassen. Bei Bedarf ein klitzekleines bisschen Wasser zufügen, falls die Paprikaschoten am Boden ansetzen.
(3) Zum Schluss die Thymianblättchen unterrühren.

Mit Polenta oder frischem Brot und etwaiger Proteinbeilage der Wahl servieren.

Genießen!

Quelle: Bernasconi, C., Bertonasco, L. (2010): La Cucina Verde – Die schönsten italienischen Gemüserezepte. Jacoby & Stuart. 2. Auflage. p133

Die nächste Station unserer Reise dem Paprikaragout hinterher führt uns nach Israel zur Shakshuka. Eine Shakshuka ist ein kräftig gewürztes Paprika-Tomaten-Ragout, in dem Eier mitgestockt werden. In Israel mag man es sehr gerne zum Frühstück, obwohl es eigentlich ein tunesisches Gericht ist. Und auch bei der Shakshuka gibt es wahrscheinlich so viele Varianten wie es Familien gibt. Manche mögen es nur mit frischen Tomaten, manche schärfen ihre Variante entweder mit Harissa, Paprikapulver oder Cayenne, Zwiebel ja/nein, gehört Kreuzkümmel rein? Ihr seht, es gibt fast unendlich viele Möglichkeiten und wir können sie offensichtlich nach unseren Vorlieben zusammen stellen.

Ich orientierte mich an einem Rezept vom Yotam Ottolenghi, das ich für mich Scharf-Mimose entschärfte. Und die Paprika in Streifen statt Würfel schnitt, was das stockende Ei ein bisschen unhübsch machen kann und manchmal unpraktisch beim Essen ist. Ansonsten ist die Shakshuka wirklich einfach und einigermaßen fix gemacht. Sehr gutes Abendessen oder für ein spätes Frühstück (zumindest bei meinem Spätaufsteher-Magen). Leider habe ich auf dem Bild den Joghurt vergessen, das solltet Ihr beim Essen aber nicht, weil der wirklich nochmal den Frischekick gibt und ein bisschen die Schärfe vom Harissa abmildert. Ein wirklich empfehlenswertes Gericht!

Israelische Shakshuka nach Ottolenghi

Zutaten für 3 Portionen:
300 g große Paprikaschoten
2-4 Knoblauchzehen
2 EL Olivenöl
1/2 – 2 TL Harissa (je nach Vorliebe)
2 EL Tomatenmark
1 TL Kreuzkümmel, gemahlen
Salz
300 g reife Tomaten
1 Dose Tomatenfruchtfleisch (400 g)
3-6 Eier
100 g griechischer Joghurt

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Paprikaschoten waschen, trocknen, entkernen und in etwa 0,5 cm breite Streifen schneiden. Diese Streifen je nach Größe halbieren oder dritteln. Die Knoblauchzehen häuten und fein würfeln. Die Tomaten waschen, trocknen und in mittelfeine Würfel schneiden.
(2) In einer großen Pfanne das Olivenöl bei mittelhoher Hitze heiß werden lassen. Die Harissapasta und das Tomatenmark mit dem Kreuzkümmel und dem Knoblauch anbraten. Die Paprikastreifen zufügen, etwas salzen und gut verrühren. 10 Minuten bei mittlerer Hitze garen lassen, bis die Paprika etwas weich geworden ist. Die frische sowie die Dosentomaten zufügen, etwas salzen, zum sanften Köcheln bringen und etwa 10 Minuten offen schmoren. Es sollte eine dicke Sauce entstehen. Kosten, ob die Würzung stimmt.
(3) So viele Vertiefung wie gewünschte Eier in das Shakshuka drücken, je 1 Ei hinein schlagen. Mit einer Gabel vorsichtig das Eiweiß mit der Sauce vermischen, aber nicht das Dotter verletzen. Offen 8-10 Minuten stocken lassen bis das Eiweiß fest ist, aber das Dotter noch flüssig.

Auf den Tellern verteilen und etwas vom griechischen Joghurt drüber geben. Mit frischem Brot servieren.

Genießen!

Quelle: Ottolenghi, Y., Tamimi, S. (2012): Jerusalem. Random House. p 66

Als letztes begeben wir uns an die westliche Seite vom Mittelmeer, genauer gesagt nach Frankreich und versuchen uns an einem Ratatouille. Zumindest an einer Variante, wie sie Mark Bittman in seinem Buch „How to cook everything“ vorstellt. Eigentlich dachte ich, ich hätte hier im Blog schon eine klassische Variante vorgestellt, aber dem scheint nicht so. Vielleicht war es mir zu aufwendig und ich hab stattdessen alle bisherigen Varianten ebenfalls im Ofen gemacht *ggg* Macht nichts, ein unkompliziertes Rezept mehr schadet niemandem und das hier ist so einfach, dass ich es noch vor der Arbeit an einem Donnerstag zubereitet habe. Einfach die Zutaten klein schneiden und in eine Auflaufform schichten. Eine Stunde später hat man ein wunderbares Gemüseragout, dass sowohl warm als auch kalt gegessen werden kann. Sogar auf Brot macht es sich gut. Eine Kollegin, der ich es mitgebracht hatte, bezeichnete es frecherweise als Antipasti ;-) Ich fand auch sehr angenehm, dass keine festgelegte Kräutermischung benutzt wurde, sondern man einfach aus den frischen Kräutern der Saison und/oder des Balkons wählen konnte. Ich benutzte Basilikum, Rosmarin, Thymian, Estragon und Petersilie. Bis auf die Petersilie wuchert alles auf meinem Balkon und es freut sich, wenn ich es ernte und benutze :-)

Dieses Ratatouille lässt sich wunderbar vorbereiten und ich würde es sogar für Gäste kochen, so sehr hat es mich überzeugt. Es funktioniert gut als veganes Gericht alleine, aber auch Feta oder anderer Grillkäse passen oder gegrilltes Lamm?

Dann jetzt ab in den Supermarkt oder auf den Markt und kauft Euch die Zutaten für eines dieser Paprikaragouts! Einfach, schnell, sommerlich, leicht und gesund! Es lohnt sich wirklich!

Ratatouille aus dem Ofen

Zutaten für 4-6 Portionen:
2 rote oder gelbe Paprikaschoten
500 g Aubergine (gerne kleine)
500 g Zucchini
2 Zwiebeln
3-5 Knoblauchzehen
2 große Tomaten
Salz, Pfeffer
2 handvoll frische Kräuter
(z.B. Rosmarin, Thymian, Basilikum, Petersilie, Estragon, Kerbel)
120 ml Olivenöl + etwas zum Einfetten der Auflaufform

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine große Auflaufform dünn mit Olivenöl einfetten.
(2) Das Gemüse vorbereiten. Alles waschen und trocknen. Die Paprikaschoten halbieren, entkernen, in dünne Streifen schneiden, die wiederum halbieren. Von den Auberginen die Enden abschneiden, die Früchte längs halbieren und in dünne Scheiben schneiden. Von den Zucchini ebenfalls die Enden entfernen und die Zucchini in grobe 2 cm große Würfel schneiden. Die Zwiebeln und Knoblauchzehen häuten. Die Zwiebeln in dünne Streifen schneiden, die Knoblauchzehen halbieren. Die Tomaten vierteln, Kerne entfernen und fein würfeln. Die Blättchen der Kräuter von den Stengeln zupfen und mittelfein hacken.
(3) Jetzt geht es ans Schichten. Die Hälfte der Zwiebeln auf dem Boden der Auflauf verteilen. Dann nacheinander die Hälfte der Aubergine, Zucchini, Paprika darüber geben und zum Schluss die Tomatenwürfel. Salzen und pfeffern. Mit der Hälfte der Kräuter bestreuen und einige der halbierten Knoblauchzehen in das Gemüse drücken. Mit der zweiten Hälfte des Gemüses genauso verfahren. Zum Schluss das Olivenöl gleichmäßig über alles gießen.
(4) Die Auflaufform in die Mitte des Ofens schieben und etwa 60 Minuten backen. Dabei ein paar Mal das Gemüse runter drücken, damit es im eigenen Saft schmoren kann.

Kann heiß, warm oder bei Raumtemperatur serviert werden.

Genießen!

Quelle: Bittman, M. (2008): How to cook everything. Double B Publishing Inc. p 373

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