Impro-Kochen: Spanisches Hoppelpoppel

Spanisches Hoppelpoppel

Spanisches Hoppelpoppel

Hoppelpoppel ist ein lustiges Wort, oder? Nachdem es letzte Woche in der Mensa ein Gericht mit diesem Namen gab, musste ich erstmal recherchieren. Wikipedia gab (mal wieder) die Antwort: ein Berliner Gericht, bei dem Kartoffel- und Bratenreste zusammen mit Eiern und Sahne gebraten werden.  Hmm, Bratkartoffeln mit Ei? Kommt mir doch sehr bekannt vor … Ist bei uns in der Familie eigentlich Standard bei Bratkartoffeln, sprich wir haben schon immer Hoppelpoppel gegessen *g* Es ist ein perfektes Resteessen nach der Arbeit, falls man zu viele Kartoffeln am Vortag gekocht hat.

Ich hatte noch ein paar Kartoffeln vom Essen mit den Kollegen übrig, die dann gleich mit mit ein paar Scheiben Chorizo, daher das „Spanische Hoppelpoppel“ *g* und Eiern verarbeitet wurden. Dazu den übrig gebliebenen Gurkensalat. Großartiges, einfaches, schnelles Essen, genau richtig für den Feierabend. Man hat auch soviele Variationsmöglichkeiten, egal ob man noch einen Rest Schinken hat oder Braten vom Wochenende oder ganz ohne tierische Anteile kann ich es mir vorstellen. Die Gewürze können ebenfalls variiert werden wie man will, der eine mag Kümmel, der andere Majoran lieber, noch ein anderer mag lieber in die italienische oder indische Richtung gehen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Leider ist es mal wieder kein sonderlich ansehnliches Essen *seufz*

Hoppelpoppel-Grundlage

Hoppelpoppel-Grundlage

Spanisches Hoppelpoppel (1 Portion)

2-4 gekochte Kartoffeln vom Vortag (je nach Hunger)
1 Zwiebel
3-5 Scheiben Chorizo
2 Eier
Salz und Pfeffer

(1) Die Zwiebel würfeln, die Chorizoscheiben ebenfalls grob würfeln. Die Kartoffeln in etwas dickere Scheiben schneiden.
(2) Die Chorizo in einer Pfanne auslassen. Ein wenig Olivenöl hinzufügen und die Zwiebeln zugeben. Bei mittlerer Hitze glasig werden lassen. Aus der Pfanne nehmen.
(3) Hitze hochschalten und die Kartoffeln, wenn möglich einlagig in die Pfanne geben. So lange braten bis sie angebräunt sind. Das kann ein wenig dauern. Nicht ungeduldig werden! Dann die Zwiebel-Chorizo-Mischung wieder zugeben. Kurz weiter braten lassen.
(4) Die Eier in die Pfanne schlagen und so lange garen bis sie den gewünschten Stockungsgrad erreicht haben. Gut salzen und pfeffern.

Dazu: Gewürzgurken, Gurkensalat, gemischter Salat, Weißkohlsalat, Blattsalate, …

Geschmack: +++
Zeit: +
Zutaten: +
Schwierigkeitsgrad: ++

Hoppelpoppel plus Gurkensalat

Hoppelpoppel plus Gurkensalat

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10 Kommentare zu “Impro-Kochen: Spanisches Hoppelpoppel

  1. porcelinablue 12. März 2009 um 11:36 Reply

    Ich kenn das ganze als Bauernfrühstück, dann aber mit Speckwürfeln. Bratenreste stelle ich mir toll drin vor…leider hab ich so selten welche.

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  2. Anikó 12. März 2009 um 11:38 Reply

    @ porcelinablue: Habe auch eher selten bis gar nicht Braten im Topf, aber vielleicht wäre das ein Grund mal nen anständigen Sonntagsbraten zu zaubern ;-)

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  3. lamiacucina 12. März 2009 um 20:16 Reply

    die ganze Familie ass schon immer Hoppelpoppel und keiner wusste davon ? Umso besser schmeckt es jetzt allen :-)

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  4. Anikó 12. März 2009 um 20:33 Reply

    @ lamiacucina: Ja, wirklich! Was wäre es ein Spaß als Kind gewesen ein Gericht mit diesem Namen zu essen :-)

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  5. kochschlampe 13. März 2009 um 10:18 Reply

    Als Berlinerin kann ich nur anmerken, dass sowas tatsächlich bei den Einheimischen unter Hoppelpoppel läuft.
    Im Gegensatz zu so dämlichen Bezeichnungen wie Telespargel für den Fernsehturm, die kein Mensch je benutzen würde.

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  6. Wienermaedel 13. März 2009 um 18:32 Reply

    Ja, wirklich, dieses Resteessen gibt es in allen Küchen und alle nennen es natürlich anders: Tiroler Gröstl, Grenadiermarsch (mit Nudeln) usw.

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  7. Anikó 13. März 2009 um 22:14 Reply

    @ kochschlampe: Oh, das ist gut zu wissen. Hat Wiki doch nicht immer unrecht ;) Kenne auch ein paar Berliner und ja, keiner sagt Telespargel zum Fernsehturm … Oh man, ich muss mir dringend mal wieder Berlin antun *seufz*

    @ Wienermaedel: Grenadiermarsch? Gröstl? Kann mir unter den Namen gar nichts vorstellen. Kannst ja mal kochen und dann drüber schreiben ;-)

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  8. lavaterra 14. März 2009 um 07:49 Reply

    Ich kenne dieses Gericht auch unter dem Namen Gröstl. Ein sehr bodenständiges Essen und wenn man es selbst macht, unübertroffen lecker.

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  9. rike 14. März 2009 um 14:54 Reply

    Hoppelpoppel hat mir in der Kantine erst mal die Schuhe ausgezogen, als wir hier nach Berlin gezogen sind. Im Schwäbischen kannte ich das nur als Bauernfrühstück, dann gerne auch mit Geschnetzeltem darin statt Speck oder Schinken. Dafür immer mit Essiggurke. Lecker, sollte ich mal wieder machen, das kann die Kantine irgendwie nie so gut…

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  10. tardis19 15. März 2009 um 17:38 Reply

    Hmm ich liebe ja eigentlich Kartoffeln, aber Bratkartoffeln kann ich schon seit einiger Zeit irgendwie nicht mehr wirklich was abgewinnen. Hatte ich irgendwann glaube ich einfach einmal zu oft.

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