Archiv für den Monat April 2015

Ungarisches Streetfood – Lángos

In meiner Wahrnehmung ist die ungarische Brotkultur nicht sonderlich divers. Zumindest meine Familie isst nur Weizenbrot… Einer Vielfalt wie hier in Deutschland mit Mischbrot, Roggenbrot, richtig dunklem Vollkornbrot bin ich dort noch nicht begegnet. Natürlich gibt es Kleingebäck wie Brötchen (irgendwie werden die dort auch sehr schnell oll) oder Kifli, also Hörnchen, die entweder pur mit Salz oder Kümmel bestreut sind. Kifli habe ich hier auch schon mal nachgebacken, immer noch sehr empfehlenswert *g*

Aber eine Besonderheit hat die ungarische Brotwelt: Lángos. Die gibt es in Ungarn ganz oft an kleinen Buden in den Städten oder auf Wochenmärkten, also Streetfood im klassischsten Sinne. Und das auch wirklich schon bevor der ganze Streetfood-Hype begann. Hier in Deutschland sind Lángos meist auf Volksfesten, Weihnachtsmärkten, Kirmes etc. zu finden. Haltet mal Ausschau danach!
Aber was sind Lángos denn jetzt genau? Es sind Fladen aus Kartoffel-Weizenmehl-Teig, die in tiefem Fett frittiert werden. Und aus diesem Teig kann man auch wunderbar Brot oder Brötchen backen, denn so entstanden die Lángos eigentlich. Früher wurden große Mengen Brotteig angesetzt, damit es auf Vorrat gebacken werden konnte (beim Dorfbäcker, zu Hause hatten die wenigsten einen Ofen) und wenn dann kleine Teigreste übrig waren, wurden die zu dünnen Fladen ausgerollt, entweder in der Restwärme des Ofens mit- oder im heißen Fett ausgebacken. In Ungarn kenne ich sie nur herzhaft, also entweder nur etwas Salz drauf streuen oder mit Knoblauchöl oder einer halben Knoblauchzehe bestrichen. Meine liebste Variante ist mit Saurer Sahne und geriebenem Käse. Und dann ist das schon eine ganze Mahlzeit für mich und kein kleiner Snack mehr *g* Mit der Zeit haben sich aber auch süße Varianten eingeschlichen: mit Marmelade (z.B. Pflaumenmus) oder Zimt-Zucker oder *michschüttel* Nutella … Aber die Geschmäcker sind ja unterschiedlich ;-)

Ich hatte immer so ein bisschen Manschetten davor, Lángos selbst zu machen. Ich stellte es mir unglaublich langwierig vor mit dem Frittieren (nein, ich habe als halbe Ungarin keine grundsätzliche Angst vor heißem Fett). Aber ist es gar nicht. Wenn man etwas plant und die Kartoffeln nicht erst 3 Minuten, bevor man essen möchte, kocht, ist der Teig relativ schnell geknetet. Klar, er muss gehen, aber es ist eh besser nichts alle 2 Minuten nach ihm zu sehen und kann getrost andere Sachen nebenher machen. Das Formen der Lángos ist auch wirklich einfach, nur kurz flach drücken und nach allen Seiten ausziehen. Das Bad im heißen Fett ist ebenfalls ruckzuck erledigt, sie benötigen nur wenige Minuten, so dass auch 8 Lángos für 4 Personen fix gemacht sind. Und dann können schon frische, heiße Lángos genossen werden. Ein Traum! Vielleicht mache ich mal den Teig und friere ihn portionsweise ein, damit ich auch für mich alleine so 1 oder 2 Lángos zum Abendbrot ausbacken kann *grübel*

Und ja, dies ist schon mein zweiter Beitrag zum 73. Bread Baking Day, der diesmal von Susanna von “Mehlstaub und Ofenduft” ausgerichtet wird. Danke für die Mühe! Ich bin gespannt, was da noch für Brote aus aller Herren Länder dabei sind!

Bread Baking Day #73 - Brot aus aller Welt / Breads around the world (last day of submission May 1, 2015)

Lángos – Ungarisches, frittiertes Brot

Zutaten für 8 Stück:
200 g gekochte Kartoffeln
500 g Mehl (405er oder 550er)
1 TL Salz
30 g frische Hefe (3/4 Würfel)
1 TL Zucker
200 ml lauwarmes Wasser oder Milch

Öl zum Ausbacken

Zum Belegen:
feinst gehackter Knoblauch
Saure Sahne
Geriebener Käse
Pflaumenmus (oder andere Marmelade)
Zimt-Zucker
Nutella

(1) Der Kartoffeln durch die Kartoffelpresse drücken oder mit einer Gabel fein zerdrücken. Mit dem Mehl und Salz vermischen.
(2) Die Hefe in ca. der Hälfte des lauwarmen Wassers mit dem Zucker auflösen und ca. 10 Minuten zur Seite stellen bis es anfängt leicht zu schäumen.
(3) Die Hefe mit dem restlichen Wasser zur Mehlmischung geben und mit der Küchenmaschine Stufe 1 (oder den Knethaken des Handrührers) ca. 5 Minuten kneten. Der Teig sollte nicht allzu klebrig sein. Zu einer Kugel formen und in einer mit Folie abgedeckten Schüssel an einem zugfreien Ort ca. 30 Minuten gehen lassen. Er sollte sich verdoppeln.
(4) Den Teig kurz durchkneten. Dann in acht Portionen teilen und diese zu kleinen Kugeln formen. Mit einem sauberen Küchentuch abdecken und nochmal 20-30 Minuten gehen lassen.
(5) In einem breiten Topf oder Pfanne so viel Öl geben, dass es ca. 2 cm hoch steht. Erhitzen bis sich an einem in das heiße Öl gehaltenen Holzlöffel/Holzessstäbchen kleine Blasen bilden.
(6) Die kleinen Teigbällchen mit dem Handballen etwas flacher drücken und dann nach allen Seiten ausziehen. Wenn man kein Nudelholz zum Ausrollen benutzt, bleibt mehr Luft drin und die Lángos somit fluffiger.
(7) Immer ein Lángos in das heiße Öl legen und so lange ausbacken, bis die untere Seite goldbraun ist. Das dauert nur wenige Minuten. Dabei wird sich der Teig in der Mitte aufwölben, damit er dort auch gart mit Hilfe einer Zange o.ä. den Lángos etwas ins Fett tauchen. Umdrehen und auch von der zweiten Seite goldbraun backen. Heraus heben, abtropfen lassen, auf Küchenpapier zwischen lagern.

Jetzt nach Belieben belegen.

Frisch genießen!

Quelle: leicht abgewandelt nach Burgonyás lángos

Schnelle Schokoladen-Muffins – Gyors csokoládé muffinok

Ihr kennt alle das berühmte Lied von Ernie aus der Sesamstraße, so von wegen Kuchen und Gäste? Manchmal geht es einem doch tatsächlich so, dass sich Gäste ankündigen, man aber nichts vorbereitet hat (oder nicht wirklich Zeit/Kraft dazu hatte). Barbara von der Spielwiese hatte letztens in dem blauen sozialen Netzwerk ihr Rezept von Schnelle Schokomuffins gezeigt und es wurde prompt im Hinterkopf gespeichert. Und schon wenige Tage später als sich die Mädels von Station 5 ankündigten habe ich sie schnell in einer Sonntagmorgen-Aktion umgesetzt.

Sie bestehen aus Zutaten, die zumindest ich (fast) immer da habe und sind tatsächlich sehr fix gemacht. Das einzig ätzende und langwierige war das Hacken der Schokolade. Das ist meine zweitunliebste Arbeit in der Küche (die meistgehasste ist Petersiliehacken *seufz*):

Wie immer bei Muffins ist es wichtig, dass die trocknen getrennt von den flüssigen Zutaten vorbereitet werden. Dann werden die flüssigen Zutaten unter die trockenen gerührt. Aber wirklich nur ganz ganz kurz, bis sich der Teig eben verbunden hat. Nur so bleiben die Muffins fluffig. Wenn man länger rührt, werden sie aus mir unbekannten Gründen zäh. Also ernsthaft: nur kurz verrühren.

Und diese Muffins fanden allgemeinen Anklang. Nicht zu süß, aber schön schokoladig. Und manchmal stößt man auf kleine Schokoseen, die von etwas größeren, geschmolzenen Schokostückchen stammen. Die werden ins Repertoire aufgenommen und in Omas Rezept-Buch geschrieben!

Schnelle Schokoladen-Muffins

Zutaten für 12 Stück:

75 g Schokolade

Trockene Mischung:
200 g Mehl
2 TL Backpulver
2 gehäufte EL Kakaopulver
80 g Zucker
1 Prise Salz
1-2 EL Vanillezucker

Flüssige Mischung:
30 g Butter, geschmolzen
200 ml Milch
2 Eier

(1) Zuerst den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze (oder 160°C Umluft) vorheizen. Ein 12er Muffinblech mit Papierförmchen bestücken.
(2) Die Schokolade mit Hilfe eines großen, schweren Messers (oder einfacher einer kleinen Küchenmaschine) hacken.
(3) Jetzt als erstes die trockene Mischung machen. Dafür alle Zutaten in eine größere Schüssel geben und gut vermischen. Dann in einem anderen Gefäß die Butter mit der Milch und Eiern gut verrühren. Die flüssigen zu den trockenen Zutaten geben und wirklich nur ganz ganz kurz mit Hilfe einer Gabel verrühren. Bis der Teig gerade so verbunden, so bleiben die Muffins fluffig und werden nicht zäh. Zum Schluss ganz kurz die gehackten Schokostücken unterrühren. Den Teig gleichmäßig in der Muffinform verteilen.
(4) Für 15-20 Minuten in der Mitte des Ofens backen bis sie oben aufgerissen sind.
(5) 5 Minuten im Blech abkühlen lassen, herausnehmen und komplett abkühlen lassen.

Genießen!

Quelle: Barbaras SpielwieseSchnelle Schokomuffins

Nun werde ich in diesem Leben kein Schokoholic mehr, aber diese Muffins sollten jedes Schokobedürfnis befriedigen und dürfen deswegen beim „Death by chocolate„-Event im Kochtopf ausgerichtet von Sibel von „Insane in the Kitchen“ teilnehmen.

Blog-Event CVIII - Death by Chcolate (Einsendeschluss 15. Mai 2015)

*********************** Magyar ***********************

Van olyan hogy jönnek vendégek, de nincsen otthon semmi ajánlattó. Ilyenkor nagyon praktikus hogy van-e gyors receptek egy kis édességnek. Ezek a csokis muffinok egy olyan recept! A hozzávalóm majdnem mindig vannak itthon. A lényeg a muffin sütésen az hogy a száraz és folyadékos hozzávaló külön kel előre készíteni és csak nagyon röviden össze dolgozni.

Gyors csokoládés muffinok

Hozzávalok 12 darabra:

75 g csokoládé

Száraz keverék:
200 g liszt
2 tk sütőpor
2 pupzott ek kakaopór
80 g cukor
1 csipet só
1-2 ek vanilia cukor

Folyékony keverék:
30 g olvasztott vaj
200 ml tej
2 tojás

(1)Előszór elő melegítünk sütőt 180°C-ra. Egy muffin formában teszünk muffin papírok.
(2) A csokit vágunk kis darabokra.
(3) A száraz keverékhez mindent egy nagyobb tálban össze keverünk. Egy másik kisebb tálban összekeverünk a folyadékos hozzávalók. Most gyorsan és röviden keverünk a folyadékot a száraz hozzávalókhoz. Tényleg csak nagyon röviden hogy épp összejön a tészta. Egyenleten elosztunk a muffin formában.
(4) 15-20 percig közepén a sütöben teszünk és hagyunk sütni meddig-re felszakít a muffin a tetején.
(5) 5 percig hagyunk kihűlni a formában. Kihozunk és egészen kihűl egy rácson.

Jó étvágytok!

Perfekt zum Grillen – Focaccia mit Rosmarin und Meersalz

Es gibt so Tage … Eigentlich brauche ich jeden Tag zwischen 14 und 16 Uhr ’ne Pause, am Besten ein Nickerchen auf dem Sofa. Aber manchmal lässt mich mein Körper nicht schlafen und dann bin ich matschig im Kopf. An solchen Tagen sollte ich weiter auf dem Sofa rumdümpeln, aber irgendwie ist das auch keine Option. Total langweilig und unproduktiv sich vom Fernseher mit der 2783ten Wiederholung von Cold Case und Konsorten berieseln zu lassen.

Aber ich hab doch letztens das FoodTube-Video von Jamie Oliver mit Gennaro Contaldo gesehen, indem die beiden Focaccia gebacken haben. Und wenn ich mich recht entsinne, waren es nicht wirklich viele und ungewöhnliche Zutaten. Also nochmal fix angucken, Zutaten und wichtigste Schritte auf einem Zettel notieren und los geht’s! Denken kann ich im Matschkopf-Zustand nicht wirklich, aber offensichtlich geht unkompliziertes backen mit Zettelhilfe. Also schnell alle Zutaten in die Rührschüssel der Küchenmaschine und 5 Minuten kneten lassen, damit sich das Gerüst des Glutens gut entwickeln kann. Jamie und Gennaro machen das natürlich per Hand, da war ich zu faul für *g* Der Teig ist ein wenig klebrig, aber man muss damit ja auch nicht viel machen, außer gute 40 Minuten gehen zu lassen. Damit die Focaccia schön fluffig wird, sollte der Teig schön vorsichtig behandelt werden. Also den gegangenen Teig einfach mit den Händen grob in Form ziehen und im Bräter noch weiter vorsichtig in die Ecken drücken. Der spaßigste Teil am gesamten Backen ist das Machen der ganzen kleinen Vertiefungen mit den Fingerkuppen, die so typisch für eine Focaccia ist. Im Gegensatz zum Video bin ich relativ pur geblieben und habe nur Rosmarin und Meersalz als Belag genommen. Wichtig bei frischen Kräutern, die man mit im Ofen bäckt, ist, dass man mit ein wenig mit Öl überzieht. So werden sie knusprig und aromatisch, aber verbrennen nicht.

Wenn die Focaccia dann aus dem Ofen kommt, nach einer erstaunlich kurzen Backzeit von nur 20-25 Minuten, ist sie so großartig! Ernsthaft! Flaumig, saftig, würzig, fluffig. Ich sag mal perfekt! Und für ein Brot wirklich schnell und unaufwendig gemacht, so dass man es gut zum nächsten Grillabend backen kann. Aber natürlich geht es auch einfach so, als Beilage für einen Griechischen Salat oder als Sandwich-Grundlage.

Ich befürchte, in Zukunft werde ich noch mehr Focaccias basteln mit unterschiedlichen Belägen, wie wäre es mit Basilikum und Cherrytomätchen oder Gorgonzola und Weintrauben? Oder Walnüsse und Honig? Oder Oliven? Hach, auf in neue Focaccia-Abenteuer!

Focaccia mit Rosmarin und Meersalz

Zutaten für 8-10 Portionen:
500 g Mehl 550
1,5 TL Salz
4,5 EL Olivenöl
325 ml lauwarmes Wasser
7 g Trockenhefe (1 Päckchen)

2 Zweige Rosmarin
ein klitzekleiner Schluck Olivenöl
Meersalz

etwas Polenta zum Ausstreuen der Form

(1) Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben, miteinander verrühren. 1,5 EL Olivenöl hinein gießen. Das lauwarme Wasser mit der Trockenhefe verrühren. Zum Mehl in die Schüssel geben. Per Hand etwa 10 Minuten gründlich kneten, mit der Küchenmaschine 5 Minuten auf der kleinsten Stufe. Der Teig ist etwas klebrig. Rund formen und in der abgedeckten Schüssel 40 Minuten gehen lassen.
(2) Eine große Auflaufform dünn mit der Polenta ausstreuen. Den Rosmarin grob hacken und mit einer Winzigkeit Olivenöl vermischen.
(3) Den Teig vorsichtig grob in die Form der Auflaufform ziehen. Bloß nicht ausrollen, dann geht die ganze Luft raus! In die Form legen und vorsichtig bis in die Ecken drücken. Manchmal kann der Teig widerspenstig sein und sich wieder zurück ziehen. Dann einfach wenige Minuten ruhen lassen und wieder drücken.
(4) Dann mit allen Fingerspitzen viele, viele Vertiefungen in den Teig drücken. 1,5 EL Olivenöl gleichmäßig über der Focaccia verstreichen, dann mit dem Rosmarin bestreuen. Ein Küchenhandtuch mit heißem Wasser nass machen, gut auswringen und über die Auflaufform legen. 45 Minuten gehen lassen bis sich das Teigvolumen verdoppelt hat.
(5) Den Ofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vorheizen.
(6) Noch etwas Meersalz über die gegangene Focaccia streuen und auf die mittlere Schiene in den Ofen geben. 20-25 Minuten backen lassen bis sie goldbraun ist.
(7) Die Focaccia aus dem Ofen holen und die letzten 1,5 EL Oliven noch über das heiße Brot streichen. Mindestens 10 Minuten abkühlen lassen.

Am Besten noch lauwarm essen.

Genießen!

Quelle: FoodTubeHow to make Focaccia

Und weil das hier ja offensichtlich kein deutsches Mischbrot ist, sondern ein italienischer Klassiker aus Ligurien, darf es beim 73. Bread Baking Day mitspielen, der diesmal von Susanna von „Mehlstaub und Ofenduft“ ausgerichtet wird. Danke für die Mühe!

Bread Baking Day #73 - Brot aus aller Welt / Breads around the world (last day of submission May 1, 2015)

Würziges (nicht scharfes *g*) Chili con carne aus dem Slowcooker – Pikáns Chili con carne

Als Zwerg Mitte März hier war, brauchten wir ein Essen, dass sich praktisch von alleine kocht, weil ich in der Schule weilte und sie die Innenstadt unsicher machen wollte. Außerdem hatten sich für nachmittags die Mädels angesagt und da kann man ja auch größere Portionen kochen. Zwerg schlug Chili vor. Perfekt! Nun war im vegetarischen Slowcooker-Buch von Frau Küchenlatein und Frau Frankemöller ein vegetarisches Chili mit Tofu drin, aber mit Tofu muss ich den Mädels nicht kommen, die sind alle Fleischfressende Pflanzen (sie haben noch nicht den Zitronen-Zuckerschoten-Tofu gekostet). Also das Sojabohnenerzeugnis durch Rinderhack ersetzt, aber sonst die Würzung übernommen, nur noch Mais hinzugefügt. Ich mag Mais im Chili con carne. Und weil ich ja eher eine Scharfmimose bin, wurde es nicht gleich richtig scharf gewürzt, die mitessenden Damen haben sich noch selbst Chiliflocken drüber gegeben, mir war es so würzig genug. Leider haben zwei abgesagt, aber trotzdem haben wir es gut geschafft, das Chili samt und sonders zu verputzen. Ich musste sogar schon vorher meine kleine Mittagsportion für den nächsten Tag retten *g*

Und noch eine Premiere brachte dieses Chili con carne mit sich. Da das Rinderhack komplett ausverkauft war, kaufte Zwerg Gulaschfleisch, dass wir durch den Fleischwolf für die KitchenAid jagten. Nun habe ich den auch schon gut ein Jahr, aber noch nie benutzt, weil ich dachte: zu aufwendig, zu langwierig, zu viel Abwasch danach. Aber nee, Pustekuchen! Ging ganz schnell und schwupps hat man frisch durchgedrehtes Hackfleisch in der Schüssel.

Das werde ich in Zukunft öfter machen, da weiß ich wenigstens was da drin ist und kann nicht überall kaufbares Hack produzieren z.B. aus Hähnchen.

Jedenfalls war das Chili wirklich ein großer Erfolg, würzig mit vielfältigen Aromen, die wunderbar harmonieren. Könnte ich ruhig öfter machen und kann es auch jedem anderen empfehlen, der würzige, gesunde Eintöpfe mag.

Würziges Chili con carne aus dem Slowcooker

Zutaten für 4-6 Portionen:
400 g Gulaschfleisch oder Rinderhack
1 Zwiebel
1 Knobauchzehe
etwas Öl
Salz, Pfeffer
1 Paprikaschote
1 Dose Kidneybohnen
1 Dose Wachtelbohnen
1 kleine Dose Mais
150 g Gemüsebrühe
150 ml dunkles Bier
500 ml passierte Tomaten
2 EL Oregano
1 EL brauner Zucker
1 EL entöltes Kakaopulver
1-3 TL Chiliflocken (Pul biber) nach Geschmack
2 TL gemahlener Kreuzkümmel
1 TL geräuchertes Paprikapulver

(1) Falls man Gulaschfleisch benutzt, dieses zuerst durch den Fleischwolf drehen. Die Zwiebel und Knoblauch häuten, beides fein würfeln. Eine große Pfanne auf hoher Flamme erhitzen, einen Schluck Öl darin heiß werden lassen. Das Hackfleisch zugeben, salzen, pfeffern und bei mittelhoher Hitze kräftig anbraten. Die Zwiebelwürfel zufügen und so lange weiterbraten bis sie glasig sind. Dann die Knoblauchwürfelchen und mitdünsten bis sie beginnen zu duften. Das Fleisch sollte jetzt angenehm braun sein. In den Keramikeinsatz des Slowcookers geben.
(2) Die Paprikaschote in mittelkleine Würfel schneiden. den Inhalt der Bohnendosen in ein Sieb gießen und mit fließendem, kalten Wasser nachspülen (reduziert die Windwirkung der Bohnen). Den Mais auch abgießen. Alles zum Hackfleisch in den Slowcooker geben.
(3) Die restlichen Zutaten zugeben, etwas salzen (lieber erst vorsichtig, im Slowcooker intensivieren sich die Aromen sehr und zum Schluss richtig abschmecken), gut verrühren. Deckel drauf und 8 Stunden auf LOW köcheln lassen.

Für alle die keinen Slowcooker haben:

Hack mit Zwiebeln, Knoblauch anbraten. Paprikastücke dazu und mit andünsten. Die Gewürze drauf, mit Bier ablöschen, Gemüsebrühe und Tomatenpassata dazu. Bohnen, Mais rein und 1,5 bis 2 Stunden bei kleiner Hitze schmoren lassen. Abschmecken.

(4) Nochmals abschmecken, auf Schüsselchen verteilen.

Genießen!

Dazu passt Weißbrot oder Reis oder Tacochips. Kann man auch noch verfeinern mit einem Klecks Saurer Sahne obendrauf oder Guacamole.

Quelle: leicht abgewandelt nach Westphal, U., Frankemölle, G. (2014): Slowcooker vegetarisch.

*********************** Magyar ***********************

Egy igazi buli étel, amit elég sokszór már csináltom. Nagyon egyszerü, nagyon könnyü lehet csinálni. Ha túl kévés nektek a chili, még mehet be. Csak én nagyon kényes vagyok a csípős ételekkel ;-) Probáljatok ki, mi nagyon szeretünk!

Pikáns Chili con carne

Hozzávalók 4-6 adagra:
400 g marha vagdalt hús
1 hagyma
1 fokhagyma
1 kaliforniai paprika
olaj
só, bors
2 ek oregánó
1 ek barna cukor
1 ek kakaópór
1-3 tk örölt chili
2 tk római kömény
1 tk édesnemes paprika
150 ml sötét sör
150 ml zöldség alaplé
500 ml passzirozott paradicsom
1 doboz vörös bab (kb. 440 g)
1 doboz fehér bab (kb. 440 g)
1 kis doboz kukorica (kb. 320 g)

(1) A hagymát és fokhagymát kis kockára vágunk. A paprikát közepes kockára. A babok és kukoricát a dobozból öntünk és víz alatt átmosunk.
(2) Egy edényben melegitünk az olajt és barnalunk a húst. Sózunk és borsózunk. Hozzá adunk a hagymát és üvegesre piritunk. Bele fokhagyma és paprika. Most jönnek az oregánó, barna cukor, kakaópór, chili, rómao kömény és édesnemes paprika. Egy kicsit hagyunk sütni. Rá öntünk a sört és hagyunk befözni. Most jöhetnek a babok, kukorica, passzirozott paradicsom és az alaplé. Még egyszer sózunk és borsózunk. Fedő alatt 1,5 – 2 oráig hagyunk kis lángon főzni.
(3) A végén kóstolunk, hiányzik még valamit? Még egy picit csípősebb? Még só?

Tálalunk rízssel, friss kenyérrel vagy Tortilla csip-szel. Még egy kis tejföl vagy guacamole (mexikói avokádókrém) is illik.

Jó étvágyatok!

Es grünt so grün – Endlich Frühling!

Der Frühling ist endlich ausgebrochen! Und gerade kann man der Natur beim Explodieren zu gucken! So faszinierend! Die Bienen summen überall rum, auch am niedlichen Ehrenpreis:

 

Scharbockskraut bildet regelrechte Felder:

Von Bäumen hängen Bommelblüten, bevorzugt an Kirschen:

Löwenzähne kriechen aus jeder Ecke und strahlen uns gelb an:

Noch mehr Blüten, diesmal in zartrosa:

Auch zwischen den Pflasterritzen ist der Frühling angekommen, meist in Form des Frühlingshungerblümchen:

Besonders auf sich aufmerksam macht in kräftigem Pink die Blutpflaume:

Und trotz der Schönheit ist alles vergänglich:

Hühnerbrühe aus dem Slowcooker

So eine Hühnerbrühe brauche ich öfter mal. Da kommen wieder die ungarischen Gene durch. Dort gibt es jeden Sonntag eine klare Fleischbrühe als Vorsuppe und ich befürchte, dass ist nicht nur bei unserer Familie Tradition, sondern in ganz Ungarn. Und gerade für solche Brühen ist der Slowcooker wirklich ideal! Das Fleisch bleibt richtig zart, weil die Suppe nie wallend aufkochen wird. Und das Gemüse hat keine Chance zu verkochen! Und wie gesagt, für mich sehr entspannend, ich muss nicht drauf achten und kann in Ruhe anderen Sachen widmen: Aufräumen, Balkon bepflanzen, das Sofa bekuscheln. Demnächst möchte ich mich mal an asiatische Brühen wagen … Mal gucken, wie das enden wird *g*

Es ist so einfach, aber sofort wird Hühnerbrühe nur noch so gekocht! Probiert es ruhig aus, wenn ihr so ein Gerät Euer eigen nennt :-)

Hühnerbrühe aus dem Slowcooker

Zutaten für 4-6 Portionen:
1 Zwiebel
1 Bund Suppengrün
oder
2 Karotten
1 Stück Knollensellerie
1 Stange Porree
1-2 Petersilienwurzeln
oder
einige Stengel Blattpetersilie
2 getrocknete Tomaten
1 handvoll getrocknete Pilze
2 ganze Hühnerkeulen
2 TL Pfefferkörner
1-2 Lorbeerblätter
3-5 Pimentkörner
Salz

Slowcooker 3,5 Liter

(1) Als erstes das Gemüse vorbereiten. Von der Zwiebel das Wurzelende abschneiden, aber die Schale dran lassen. Die Zwiebel waschen und vierteln. Die Möhren, Knollensellerie und wenn genutzt wird Petersilienwurzel schälen und in mittelgroße Stücke schneiden. Den Porree in dicke Scheiben schneiden. Alles Gemüse gut waschen.
(2) Das Gemüse mit den getrockneten Tomaten, Pilzen, Gewürzen in den Keramikeinsatz des Slowcookers geben. Ein wenig salzen. Obenauf die gewaschenen Hühnerkeulen legen. Mit kaltem Wasser bedecken.
(3) Deckel drauf und 6-8 Stunden bei LOW köcheln lassen.
(4) Das Fleisch und die Gemüse mit einem Schaumlöffel rausholen. Die Brühe durch ein Sieb in einen neuen Topf gießen. Das Fleisch aus den Keulen lösen.

Entweder gleich essen oder auf bevorzugte Art und Weise bevorraten (einfrieren oder einkochen).

Genießen!

Und was wurde jetzt daraus? Ich habe sie tatsächlich nur als reine Suppe gegessen, allerdings noch etwas gepimpt. Noch ein paar Hackklößchen aus dem Tiefkühler darin aufgetaut, noch die obligatorischen Nüdelchens gekocht und einen Teil des gekochten Hühnerfleischs. Hach! Das kann man tatsächlich öfter so essen … *verzücktlächel*

Kürbis-Kichererbsen-Curry aus dem Slowcooker

Kulinarisch ist gerade eine komische Zeit, irgendwie stehe ich zwischen Winter und Frühling. Ja, es gibt Bärlauch und auch schon heimischen Spargel, allerdings zu horrenden Preisen noch. Und ja, manchmal ist mir nach frühlingsleichter Küche und dann ist wieder so usseliges Wetter, dass ich das dringende Bedürfnis nach Schmorgerichten habe. Auch lungerten noch einige Überlebende des Herbstes und Winters in meiner Wohnung rum, wie der Butternutkürbis. Im Oktober oder so gekauft, harrte er im Spankorb hier im Wohnzimmer seiner Verwendung. Jetzt endlich, bevor ich den ersten Spargel esse, sollte es soweit sein. Nun ist ein Butternutkürbis für mich alleine zu groß und er wurde halbiert. Die eine Hälfte wurde im Ofen gebacken und wanderte in wunderbaren Kartoffelbrei, den es für die Lehrerin und mich zu Mecklenburger Grützwurst am Sonntag gab. Die zweite Hälfte sollte zu einem Curry werden, dass ich im neuen kleinen Slowcooker-Freund köcheln wollte:

Der hat nur 1,5 Liter Inhalt und ich mache nicht automatisch 4-8 Portionen damit, die ich dann auch noch irgendwie haltbar machen muss/sollte. Mit ins Curry wanderte auch eine Dose Kichererbsen, noch so ein Schatz aus dem Vorratsschrank, die viel zu selten in meine Gerichte wandern. Und aufgrund dieser beiden Zutaten, die schon viel zu lange in meinen Vorräten schlummern, darf das Curry bei Susanne Magentratzerl Dauerevent „Schatzsuche im Vorratsschrank“ mitspielen. Und noch eine weitere Zutat, nämlich die Milde Currypaste von Patak’s schlummert eigentlich immer in meinem Vorrat. Die ist wirklich lecker und würzig und so einfach zu benutzen. Ich finde, eine von der Firma sollte jeder im Vorrat haben. Erleichtert das Kochen manchmal ungemein!

Das Rezept ist komplett improvisiert, hat aber so gut funktioniert und geschmeckt, dass es auf’s kleine Blog darf. So langsam bekomme ich mehr Routine beim Kochen mit dem Slowcooker. Als nächstes Projekt steht an, ein paar ungarische Lieblingssuppen für den Slowcooker umzumodeln :-) Und falls ihr im Keller auch noch vergessene Kürbisse habt, probiert dieses Curry ruhig mal aus! Einfach, zeitunaufwendig, gesund und extremst köstlich!

Kürbis-Kichererbsen-Curry aus dem Slowcooker

Zutaten für 4 Portionen:
1/2 mittelgroßer Butternutkürbis
1 rote Paprikaschote
2-3 Tomaten
1 Dose Kichererbsen (400 g)
1 große Zwiebel
1 EL neutrales Öl
3 TL Patak’s Milde Currypaste
Salz
3-4 EL Joghurt

Slowcooker 1,5 Liter

(1) Das Gemüse vorbereiten. Den Kürbis schälen und in ca. 1-2 cm große Würfel schneiden. Die Paprikaschote in ca. 1 cm große Würfel schneiden, die Tomate ebenfalls. Die Kichererbsen in ein Sieb gießen und so lange unter fließendem Wasser durchspülen bis das Wasser nicht mehr „schäumt“. Die Zwiebel häuten, halbieren und in dünne Halbmonde schneiden.
(2) In einer mittelgroßen Pfanne das Öl auf hoher Hitze erhitzen. Die Zwiebelstreifen zufügen und andünsten bis sie glasig sind. Die Currypaste hinzufügen und gut anrösten. Den Kürbis mit dazu geben, gut durchrühren. Etwa 150 ml Wasser zufügen und so lange rühren bis die Currypaste keine Klümpchen mehr hat. In den Slowcookereinsatz geben.
(3) Alle anderen vorbereiteten Zutaten in den Keramiktopf geben, außer Joghurt. Leicht salzen.
(4) Slowcooker auf LOW stellen und 4-5 Stunden köcheln lassen. Wenn der Inhalt schon warm vom Anbraten gekocht wird, braucht es weniger Zeit als wenn die Zutaten erst abkühlen auf Raumtemperatur und dann gekocht werden.
(5) Nach der Zeit den Joghurt unterrühren und nochmal 10-15 Minuten kochen (bis der Beilagenreis gar ist). Nochmals abschmecken, ob noch Salz fehlt.

Dazu passt Reis oder Naanbrot oder frisches Fladenbrot.

Genießen!

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