Archiv für den Monat Dezember 2015

So ruhig hier…

Irgendwie ruhig geworden im Blog, oder? Ist mir auch aufgefallen, aber es war nur bedingt freiwillig. Dieser Monat war gesundheitstechnisch wahrlich nicht meiner! Erst funkt mir die MS dazwischen und produziert einen kleinen Schub, der drei Tage lang mit Kortison intravenös behandelt wurde und wer das schon mal mitmachen musste, weiß wie es einem danach geht. Das Kortison saugt einem jegliche Energie aus, dass sogar eine Flunder ein Kugelfisch gegen mich war und Kleinigkeiten wie Spiegelei braten, unglaublich anstrengend wird. Gar kein Spaß! Zum Glück habe ich die beste Familie die Welt, die sich auf den Weg machte, um mich am Wochenende ein wenig zu pflegen und Arbeit abzunehmen. Und das auch noch kurz vor’m Geburtstag *mimimi* *motz*

Und kurz bevor Zwerg Montagvormittag mit dem Zug gen Heimat zurück fuhr, stolperte ich morgens über meine eigene Pyjamahose (die ich an hatte) und legte mich wie ein gefällter Baum da nieder, buchstäblich ein Umfall. Dieser bescherte mir zahlreiche Prellungen, u.a. am rechten Ellenbogen, so dass er per Schiene ruhig gestellt wurde und ich den Arm noch nicht wirklich voll belasten kann und auch tippen am Rechner nicht wirklich Spaß macht.

Also bleibt es auch noch ein paar Tage länger ruhig und ich genieße die Zeit mit der Familie und lasse mich ein wenig betüddeln (Auftrag vom Unfallchirurgen *g*). Wenn hier alles wieder heile und schmerzfrei ist, geht es weiter :-)

Ich wünsche Euch mit dem gestrigen Sonnenaufgang dann jetzt schon stressfreie letzte Vorbereitungen und ein paar ruhige, besinnliche Feiertage im Kreise Eurer Liebsten!

Österreichisches Comfort Food: Überbackene Schinkenfleckerl

Also, wenn die Österreicher eins richtig gut können, dann Comfort Food. Oder sagen wir so, Comfort Food, das meine Bedürfnisse erfüllt, weil die Küche eben so nah an der ungarischen Küche ist. Mich macht wenig glücklicher als zartes Gulasch oder knusprige Schnitzel oder Palatschinken. Aber das sind Sachen, die ein bisschen Vorlaufzeit bzw. Arbeit erfordern und manchmal braucht man unkomplizierte, aber glücklich machende Gerichte.

In einer Gruppe im blauen sozialen Netzwerk zeigte eine Dame einen verführerisch aussehenden Nudel-Schinken-Auflauf, der mich sofort anlachte. Erst hab ich im „Goldenen Plachutta“ nachgesehen, ob er ein Rezept dafür drin hat. Und tatsächlich! Aber irgendwie war mir die Zubereitung zu kompliziert, Eischnee hier, seltsame Schichtung da. Wenn mir mal nach aufwendigerem Comfort Food ist, dann gerne, letzten Sonntag brauchte ich es unkompliziert. Da kam die giftige Blonde ins Spiel, die ein Rezept auf dem Blog hat. Das liest sich schon einfacher! Gekochte Nudeln und Schinken mischen, Guß dazu, ab in den Ofen. Das lässt sich auch wunderbar vorbereiten und im Kühlschrank zwischenparken, damit es nach der Arbeit nur noch in den Ofen geschoben werden muss und schwupps ist ein wunderbarer Auflauf fertig.

Und er schmeckt richtig gut! Perfektes Wohlfühlessen zu dem ein bunter Salat oder eingelegtes Gemüse perfekt passen! Diese großartigen Schinkenfleckerl wird es auf alle Fälle öfter geben!

Überbackene Schinkenfleckerl

Zutaten für 2-3 Portionen:
150 g Fleckerl
200 g Kochschinken (oder anderer gekochter Schinken)
200 g Schmand
1 Ei
Salz, Pfeffer
100 g geriebener Gouda
20 g geriebener Parmesan
1,5 EL Semmelbrösel

Öl für die Auflaufform

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Die Auflaufform dünn mit Öl ausstreichen.
(2) Die Nudeln in reichlich kochendem Salzwasser al dente garen. Abgießen und abschrecken. Den Kochschinken in größere Würfel schneiden. Den Schmand gut mit dem Ei verrühren, salzen und pfeffern. 1 EL des geriebenen Goudas unterrühren. Nudeln, Schinken und Guß gut miteinander vermischen.
(3) In die Auflaufform geben und gleichmäßig verteilen. Mit dem restlichen Gouda und Parmesan bestreuen. Zum Schluss die Semmelbrösel in einer dünnen Schicht drüber geben. Auf der mittleren Schiene in den Ofen geben und ca. 20-30 Minuten backen lassen bis der Auflauf goldbraun und knusprig ist.

Am Besten zusammen mit frischem Salat servieren.

Genießen!

Quelle: giftige BlondeÜberbackene Schinkenfleckerl

Bunter Dezembersonnenaufgang

 Guten Morgen, ihr Lieben!

Wunderbare Sonnenaufgangsfarben im Dezember…

… mit dem Mond, der sich hinter pinken Wolken versucht zu verstecken.

Habt noch ein wunderbares 2. Adventswochenende!

Verwende die Reste! – Wurstgulasch

Es ist immer noch kräftesparende Comfort Food-Week hier angesagt. Und ich hatte noch eine Packung Schlesischer Bockwürste übrig, die ich eigentlich in das Kartoffelgulasch geben wollte, dass der Plan war für den elterlichen Besuch. Dann wurde der Plan aber zugunsten von ungarischer Hurka, die ich bestellt hatte, umgeschmissen und die Würste waren übrig. Hmm. Und da sich vorletztes Wochenende die Erkältung schon ankündigte, brauchte ich was schnelles, dass eben auch noch das übrig gebliebene Zeug im Kühlschrank reduziert. Zusätzlich zu den Würstchen fand auch noch eine Paprikaschote in den Weg ins Gulasch und Mais passte wunderbarst.

Die Zubereitung ist einfach und innerhalb von 45 Minuten kann das Essen auf dem Tisch stehen, wovon 20-30 Minuten unbeaufsichtigt sein können. Zum Paprikapulver im Gulaschansatz gab ich noch etwas Mehl, welches das Ganze leicht und angenehm gebunden hat.

Das Rezept ist an die DDR-Zubereitung angelehnt, die ich zu Kindergarten- und Schulspeisungszeiten wirklich geliebt habe (wie wahrscheinlich alle anderen Kinder auch) und deswegen gehören für mich Spirelli-Nudeln unbedingt dazu! Am Besten einen My zu lange gekocht *g* Also ist das wahrscheinlich auch gut für ein Familienmittagessen, weil meine Schärfetoleranz liegt ungefähr bei der eines Kleinkindes ;-) Alle andere dürfen gerne Schärfe nach Wahl zugeben :-)

Wurstgulasch

Zutaten für 4 Portionen:
500 g Würstchen (Schlesische, Jagdwurst, etc.)
2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Paprikaschote
2 EL Öl
2 TL Paprikapulver edelsüß
1 EL Mehl
3 TL Tomatenmark
400 ml Wasser
1 Lorbeerblatt
1/2 Dose Mais (ca. 150 g)
Salz, Pfeffer, Zucker

(1) Die Würstchen je nach Größe in Scheiben, halbe Scheiben oder Würfel schneiden. Die Zwiebeln und Knoblauchzehe häuten und fein würfeln. Die Paprikaschote waschen und in mittelgroße Würfel schneiden.
(2) Das Öl in einem größeren Topf erhitzen. Die Zwiebelwürfel hinein geben, leicht salzen und bei mittlerer Hitze etwa 5 Minuten andünsten, den Knoblauch zufügen und so lange andünsten bis er duftet. (3) Den Topf vom Herd nehmen, das Paprikapulver zufügen und rühren bis er duftet. Zurück auf den Herd stellen und das Mehl zugeben und gründlich verrühren. Das Tomatenmark zufügen und ebenfalls gut unterrühren. Schluckweise das Wasser zugeben und dabei gut rühren, damit keine Mehlklumpen bleiben.
(4) Jetzt die Wurststücke, Paprika und Lorbeerblatt hinein geben. Mit wenig Salz (die Wurst ist salzig), Pfeffer und etwas Zucker würzen. Deckel drauf und insgesamt 30 Minuten köcheln lassen. Die letzten 10 Minuten den abgetropften Mais zugeben. Nochmals kosten, fehlt Salz, Pfeffer oder Zucker?

So richtig gut schmeckt es nur mit Spirelli-Nudeln, aber es gehen bestimmt auch Kartoffeln.

Genießen!

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