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Vegetarischer Kaviar aus Odessa – Baklazhannaya Ikra

Ich habe ja bekanntermaßen eine Vorliebe für die osteuropäische Küche (je nachdem wie eng oder weit man „Europa“ definiert). Natürlich ist mir die ungarische am nächsten, aber auch polnische, rumänische Gerichte, die der Balkanländer und der ehemals sowjetischen Staaten wie die Ukraine, Georgien und Konsorten haben einen großen Platz in meinem Herzen respektive Magen. Irgendwie mag ich ihre Zusammenstellung von Aromen, mag die Verwendung von Roter Bete, Pilzen, Dill, Schmorgerichte, Paprika (wie ginge es ohne bei mir!), Auberginen, Tomaten (!!!), Quark und noch so viel mehr!

Frau Kochschlampe war letztens in ihrem Heim Gastgeberin eines osteuropäischen Abends. Wie gerne wäre ich dabei gewesen! Natürlich unterhielten wir uns vorher über die Speisen. Neben Rote Bete-Brühe mit Klößchen und Quarkkuchen mit kandierten Orangenschalen, einem monströsen Schweinebraten und Pampushky (kleine Brötchen mit intensiver Knoblauchbutter) sollte es Kaviar „Odessa Art“ geben. Nein, jetzt nicht was ihr denkt! Für diesen Kaviar wurden keine Fische operiert oder gar getötet, hierfür wurde nur eine Aubergine richtig weich gebacken und dann mit wenigen anderen Zutaten vermischt.

Und was soll ich sagen! Ein Traum! So großartig das Zeug! Ich habe es einige Tage in Folge auf mein getoastetes Weißbrot zum Frühstück und Abendessen gehabt. Wirklich wichtig ist nur, dass ihr es tatsächlich mindestens ein paar Stunden durchziehen lasst im Kühlschrank. Frisch gemacht schmeckt man jede Zutat sehr stark, zu stark heraus, der Essig ist zu sauer, die Zwiebel zu kneifend, der Knoblauch zu intensiv. Wenn ihr ihm allerdings ein paar Stunden Zeit gebt, verbinden sich die Aromen und alles wird harmonisch.

Baklazhannaya Ikra – Auberginen-Kaviar

Zutaten für 4-6 Portionen:
1 mittelgroße Aubergine
1 kleine Zwiebel
1-2 KnoblauchzehenBrotaufstrich
1 mittelgroße Tomate
1-2 EL Rotweinessig
1 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer
1 EL Petersilie, gehackt

1 Tag vorher beginnen!

(1) Den Ofen auf 180°C Ober-/Unterhitze stellen. Die Aubergine mit einem Messer von allen Seiten mehrmals anstechen, so explodiert sie nicht. In einer kleinen Auflaufform in den Ofen geben und ca. 1 Stunde backen bis sie ganz weich ist. Herausnehmen und abkühlen lassen.
(2) Die Zwiebel und Knoblauchzehen häuten und sehr fein hacken. Die Tomate vierteln, den grünen Strunk und Kerne entfernen, sehr fein würfeln.
(3) Von der Aubergine den Strunk abschneiden, die Haut entfernen und das Fruchtfleisch mit der Hilfe von zwei Gabeln fein zerteilen. Gut mit den restlichen Zutaten vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Das Behältnis abdecken und einige Stunden in den Kühlschrank stellen zum Durchziehen.

Zum Servieren noch die Petersilie drüber streuen.

Dazu passt am Besten wunderbar frisches Weizenbrot z.B. Sesamkringel oder Pide.

Genießen!

Quelle: Recipeland.comBaklazhannaya Ikra

Und weil ich so wahnsinnig begeistert von dem Odessa-Kaviar bin und es ein wunderbarer Brotaufstrich ist, darf es beim CXXVI. Event im „Kochtopf“ zum Thema „Brotaufstriche aller Art“ mitmachen. Diesmal wird es ausgerichtet von „Kochen mit Diana„. Ich bin ja immer auf der Suche nach neuen Möglichkeiten, den Käse oder die Wurst vom Brot zu verbannen und dementsprechend gespannt, was die anderen sich so überlegt haben *hibbel*

Blog-Event CXXVIV – Was aufs Brot! Brotaufstriche (Einsendeschluss 15. April 2017)

Rotkohlsalat à la Frau Mama

 
Ich liebe Kohl! Und ich liebeliebeliebe Rotkohl! Die geschmorte Variante könnte ich wöchentlich essen. Aber auch als Rohkost ist er lecker, sei es im Coleslaw oder eben in dieser Version. Den kenne ich schon von Kindheit an, wahrscheinlich ein Rezept der besten Oma der Welt. Eigentlich ist es auch ganz einfach zu machen, lohnt sich nur nicht für 2 Portionen. Wo gefühlt die kleineren Rotkohlköpfe 2 kg wiegen … Aber selbst für uns vier guten Esser ist der Salat aus ca. 1 kg Rotkohl schon sehr gut ausreichend.

Und Rotkohl ist unglaublich gesund, glaubt man nicht. Die Anthocyane, die die rot-lila Farbe hervorrufen, wirken entzündunghemmend, ein Erwachsener kann mit 100 g Rotkohl schon die Hälfte seines Vitamin C-Tagesbedarfs decken¹. Auch 200% der empfohlenen Tagesdosis an Vitamin K wird durch diese geringe Menge gedeckt. Außerdem enthält er noch ordentliche Menge an Selen, Magnesium und Kalium. Wirklich nicht zu verachten! Sein hoher Gehalt an Ballaststoffen hat dann zusätzlich noch eine positive Auswirkung auf die vielleicht etwas träge Verdauung². Und weil das Gemüse so unglaublich gesund ist, darf dieser Salat beim CIV. Blogevent vom KochtopfRezepte für die Figur“ mitspielen, diesmal auf Seiten der schlanken Figur.

Probiert diesen Rotkohlsalat wirklich mal aus, es lohnt sich!

Blog-Event CIV - Rezepte fuer die Figur

Rotkohlsalat à la Frau Mama

Zutaten für ca. 8 Portionen:
1/2 mittelgroßer Rotkohl (ca. 1 kg), Strunk entfernt
2 Äpfel
Salz
1/2 Bio-Zitrone, Schale
1 Orange, Saft
2 EL Zucker
1 handvoll Rosinen

(1) Den Rotkohl mit einer Reibe oder Küchenmaschine fein raspeln. Mit kochendem Wasser begießen und so lange stehen lassen bis das Wasser abgekühlt ist. Dann gut ausdrücken, entweder mit den Händen (Gummihandschuhe sind praktisch so lange man keinen Fetisch für lila Hände hat *g*) oder in der Kartoffelpresse.
(2) Die Äpfel schälen, entkernen und ebenfalls fein reiben. Zusammen mit den Rosinen zum Rotkohl geben.
(3) Den Salat etwas salzen (braucht erstaunlicherweise wirklich nicht viel), Zucker und Zitronenschale unterrühren. Zum Schluss den Orangensaft dazu geben. Alles gut vermischen!
(4) Einen Tag kühl durchziehen lassen.

Genießen!

Passt zu vielerlei: diverseste Braten (Ente, Schwein, Huhn), zu Fisch, als einfacher Rohkostsalat zum Abendbrot oder in Wraps oder oder oder …

Quelle: Familienrezept

¹ Lebensmittel Warenkunde – Rotkohl
² Eat Smarter – Warenkunde Rotkohl

Herr werden über die Zucchinischwemme: Süßsaure Curry-Zucchini

 

Jetzt ist es amtlich! Bei meinen Eltern ist die Zucchinischwemme angekommen! Plötzlich ohne jedwede Vorwarnung entwickeln sich Herkuleskeulen! Gut, es kann auch sein, dass meine Eltern einfach nicht genau genug gucken und nicht rechtzeitig ernten. Aber so ist das halt, wenn man meist nur am Wochenende im Garten ist…

Jedenfalls müssen die ja irgendwie verbraucht werden. Frau Mama ist da eine Winzigkeit einfallslos, also muss ich ran *g* Nun sind wir auch nur zu dritt und es sind wirklich viele Zucchini, die sich nicht so lange lagern lassen bis wir sie in ordentlichen Speisen verarbeiten können. Also auf Vorrat einlegen! Die Lieblingstante gab uns letztes Jahr ein Glas mit einem leckeren süßsauren Zucchinisalat, der wunderbar als Beilage zum Abendbrot oder Braten passte. Also flugs bei der Lieblingstante nachgefragt und sie schickte mir ein Photo des Rezeptzettels per Smartphone zu.

Da ich doch ein paar Schwierigkeiten mit der Schrift hat – Liest die geneigte Leserschaft auch „gepulte Zucchini“? – und es doch relativ knapp gehalten wurde, nochmal fernmündlich nachgefragt. Eigentlich ganz einfach: alles kleinschnippeln, im größten Topf mit den restlichen Zutaten 24 Stunden ziehen lassen, einige Minuten kochen lassen und in blitzsaubere Gläser füllen. Fertig. Na, das kriegen Frau Mama und ich doch hin. Bei uns sind tatsächlich die beiden größten Zucchinikeulen drauf gegangen, aber auch etliche Gläser köstliche süßsaure Curryzucchini wurden gefüllt. Das reicht locker bis zum nächsten Jahr :-)

Und damit Henriette von „Lanis Lecker Ecke“ ein wenig mehr Motivation kriegt ihre Gartenköstlichkeiten zu ernten und verbrauchen, macht dieses Rezept auch bei ihrem Blogevent „Sommer, Sonne, Erntezeit“ mit.

Süßsaure Curry-Zucchini

Zutaten für ca. 5l:
3 kg Zucchini, geputzt und in kleine Würfel geschnitten gewogen
0,5 kg Zwiebeln, geputzt und in kleine Würfel geschnitten gewogen
je 1 rote, gelbe, grüne Paprikaschote, in kleine Würfel geschnitten
1-2 handvoll Sellerieblätter, feingehackt
1-2 Knoblauchzehen, gehäutet und in feinen Scheiben
1 EL Salz
3 Tassen Zucker
3 Tassen Kräuteressig
4 TL Senfkörner
4 TL Currypulver

(1) Die Gemüsezutaten in einen grooßen Topf geben. Salz und Zucker drauf, gut durchrühren. Dabei kommt schon die erste Flüssigkeit aus dem Gemüse. Die Gewürze und den Kräuteressig ebenfalls dazu geben und gut durchrühren. Abdecken und an einem kühlen Ort 24 Stunden ziehen lassen.
(2) Am nächsten Tag die Twistoff-Gläser vorbereiten. Die Gläser und Deckel gut mit heißem Spüli-Wasser auswaschen, mit klarem heißem Wasser ausspülen. Die Gläser in den Ofen stellen. Ofen auf 120°C Ober-/Unterhitze stellen. Sobald die Temperatur erreicht ist, die Gläser darin 15 Minuten trocknen und sterilisieren lassen. Die Deckel auf einem sauberen, unbenutzten Handtuch abtropfen lassen.
(3) Den Topf auf den Herd stellen, bei mittelhoher Hitze zum Kochen bringen und 5-10 Minuten köcheln. Öfter mal umrühren, damit alles gleichmäßig gart.
(4) Wenn alles vorbereitet ist, die Zucchini gekocht, die heißen Gläser vorsichtig aus dem Ofen holen, auf ein Holzbrett o.ä. stellen. Mit Hilfe eines breiten Trichters, einer kleinen Kelle und Löffel die Zucchinimasse samt Flüssigkeit einfüllen bis ca. 1 cm unter dem Rand. Den Deckel drauf, fest zudrehen und etwa 10 Minuten auf den Deckel stellen. Umdrehen und abkühlen lassen. Die Deckel sollten im Laufe des Abkühlens knacken und somit ein Vakuum bilden.

Haltbarkeit: ca. 6 Monate sagt die Lieblingstante, wenn man sauber gearbeitet hat. Aber benutzt Euren gesunden Menschenverstand, wenn ihr ein Glas öffnet und der Inhalt kommt Euch komisch vor.

Passt wunderbar zu Käse, als Grillbeilage, zum Abendbrot, zu vielem.

Quelle: Kollege der Lieblingstante

Pizza gegen Steuerfrust

Steuererklärungen zu machen ist eine äußerst lästige Angelegenheit. Erst Recht für mich, die sich soo überhaupt nicht auskennt und teilweise nicht mal den Überblick über ihre eigenen Versicherungen hatte. Letzteres hat sich geändert mittlerweile, aber Steuererklärungen mach ich immer noch nicht gerne. Habe aber zum Glück einen guten Freund, Jurist, der sich gerne in sowas reinfrickelt und das dann auch gegen Essensbezahlung bei lieben, unwissenden Freundinnen (in diesem Fall moi *g*) übernimmt. Jetzt möchte man so einem Freund ja nicht nur ’ne simple Salamipizza servieren, es darf schon etwas vielfältiger sein. Trotzdem hatte ich keine Lust noch groß einkaufen zu gehen oder ewig in der Küche zu stehen. Also sollte es ein einfacher Teig sein, der nicht ewig gehen muss und die Tomatensauce wollte ich auch nicht extra kochen, das wird eh meist zu viel für ein Backblech.

Beim Pizzateig wurde ich in „Der goldenen Plachutta“ (großartiges Kochbuch, für Standardsachen, für Alltag, für ein paar Freunde, für sophisticated Dinner, für wirklich alles!) fündig. Einfaches Weizenmehl Type 405 (finde in der Nähe kein Mehl Tipo 00 oder Semolina *seufz*), nicht allzu ewige Gehzeiten und, wie ich fand, die perfekte Menge an Mehl für einen dünnen Teig, der knusprig werden kann auf dem Blech. Und das wurde er tatsächlich, überhaupt nicht durchgeweicht. Der Teig ließ sich auch wunderbar dünn ausrollen und war wirklich die perfekte Menge für ein Backblech. Ich bin begeistert! Die Tomatensauce schaute ich mir von einem Studienkumpel ab, der sich aus Liebeskummer über einen längeren Zeitraum nur von selbstgemachter Pizza ernährte (Tatsächlich! Mehrmals täglich, über mehrere Monate hinweg!). Er verrührte einfach Tomatenpüree (Passata) mit etwas Knoblauch, Salz, Pfeffer und getrocknetem Oregano. Perfekt! Gut dosierbar, schnell und lecker!

Wie schon gesagt, ich wollte einen vielfältigen Belag und hab mich ein wenig von Jamie Oliver aus seinem „Jamie at home“ inspirieren lassen. Es sollten vier verschiedene Varianten werden, zwei davon sind für Vegetarier geeignet, zwei mit ein wenig Tier. Aber trotz allem wurde alles nur dünn mit wenig unterschiedlichen Zutaten belegt, damit das Aroma der einzelnen Zutaten gut raus kommt und die Pizza noch knusprig bleibt. Auf dem unteren Bild sieht die geneigte Leserschaft die gestrigen Varianten:

  • auf 12 Uhr Zucchinischeiben mit scharfer ungarischer Salami
  • auf 3 Uhr angebratene Auberginenscheiben mit frischem Basilikum
  • auf 6 Uhr angebratene Pilze mit frischem Thymian
  • auf 9 Uhr Proscuitto mit frischem Rucola und Parmesanspäne

Wirklich sehr fein! Und bis zur nächsten Pizza werde ich nicht so lange warten. Der Teig lässt sich ja wunderbar portionsweise einfrieren, die Sauce ist schnell gemacht und für mich alleine brauch ich ja auch keine vier verschiedenen Beläge ;-) Wird und sollte es öfter geben!

Pizzateig für Faule

Zutaten für 1 Blech (2-4 Portionen):
300 g Mehl
20 g  Hefe
3 EL Olivenöl
1 TL Salz

(1) Das Mehl in eine größere Schüssel geben und eine Mulde in die Mitte drücken. Das Salz auf dem Mehlrand verteilen.
(2) In einem Schüsselchen die Hefe in 50 ml lauwarmem Wasser auflösen. Das Öl zugeben.
(3) Die Hefemischung in die Mehlmulde gießen. Mit einer Gabel nach und nach die Flüssigkeit mit dem Mehl vom Rand verrühren. Nach und nach 100 ml kaltes Wasser (eventuell etwas mehr oder auch weniger, kommt auf das Mehl, Wetter, Belichtung in der Küche an *g*) zufügen. Wenn der Teig zu fest für die Gabel wird, auf Handbetrieb wechseln. Den Teig 5 Minuten lang gut durchkneten bis ein fester, gut durchgearbeiteter Teig entstanden ist. Zu einer Kugel formen, mit etwas Mehl bestäuben. Die Schüssel mit Frischhaltefolie abdecken und an einem warmen Ort 30-60 Minuten gehen lassen bis der Teig seine Größe verdoppelt hat.
(4) Den fertig gegangenen Teig auf einem Backpapier auf Größe des Backblechs ausrollen. Auf das Backblech legen zusammen mit dem Backpapier und nochmals 10 Minuten gehen lassen.

Ganz nach Lust und Laune belegen.

Quelle: Plachutta, E., Plachutta M. (2012: Der goldene Plachutta. Brandstätter. Seite 261

Tomatensauce für extrem Faule

Zutaten für 1 Blech:
1 (konfierte) Knoblauchzehe, fein zermust
Salz, Pfeffer
2 TL getrockneter Oregane
4-6 EL Tomatenpüree (Passata)

Deadsimple: Alle Zutaten gut mischen und gleichmäßig auf dem Pizzateig verstreichen.

Vorschlag für 4 verschiedene Beläge

Reicht für 1 Blech:
2 Mozzarellakugeln

2-4 Champignons
einige Zweiglein Thymian

1/2 kleine Zucchini
5-6 Scheiben scharfe Salami

3 Scheiben Proscuitto
1 handvoll gewaschener Rucola
einige Späne Parmesan

1/2 kleine Aubergine
einige Basilikumblätter

Salz, Pfeffer
Olivenöl

(1) Ofen auf 240 °C vorheizen.
(2) Für den Belag erst die Zutaten ein wenig vorbereiten. Die Pilze putzen und in feine Scheiben schneiden. Die Aubergine und Zucchini waschen und in dünne Scheiben schneiden. Alles nacheinander in einer großen Pfanne in etwas Olivenöl bei höherer Hitze anbraten. Salzen und pfeffern.
(3) Den Mozzarella zerrupfen und gleichmäßig auf der Tomatensauce bestrichenen Pizza verteilen. Auf einem Viertel die Scheiben Proscuitto legen. Ein anderes Viertel mit Auberginenscheiben belegen. Das dritte Viertel mit den Pilzen belegen und auf dem letzten Teil erst die Zucchinischeiben und darauf die Salamischeiben legen, damit die Salami schön knusprig wird.
(4) In den unteren Teil des Ofens schieben und etwa 15 Minuten backen. Ich hab um ehrlich zu sein nicht wirklich auf die Uhr geguckt, es roch irgendwann gut, nach gesehen und noch ein wenig backen lassen bis der teig goldbraun war und der Käse richtig schön zerlaufen.
(5) Zum Schluss auf den Proscuitto-Teil noch den frischen Rucola und die Parmesanspäne verteilen. Auf die Champignons kommen noch die abgezupften Blättchen des frischen Thymians und als letztes die Basilikumblätter auf die Auberginenscheiben.

Alles in gerechte Stücke teilen und

genießen!

Und weil es wunderbar passt und wirklich lecker war, machen meine Pizza und ich beim „We ♥ Pizza„-Event, ausgerichtet von Luna’s Philosophy im Kochtopf. Ich bin ja gespannt, welche Varianten da noch aufkommen, die wir dann alle in der nächsten Zeit in diversesten Blogs bewundern können! Luna, eine wirklich schöne Idee für den Event :-)
Blog-Event LXXXVI - We ♥ Pizza (Einsendeschluss 15. April 2013)

Ligurischer Kartoffelsalat

Es wird Zeit, dass ich mal wieder an einem Event teilnehme. Da kam mir der von Sus ausgerichtete Bohnen-Event bei der Gärtnerin gerade recht. Buschbohnen warfen die paar Bohnenpflanzen im Kleinstgarten reichlich ab, fast zu reichlich für die Mitgärtnerin und mich. Sie hat, während ich im Urlaub war, schon 5 Tüten eingefroren und als ich zurück kam, waren immer noch mehr als genug Bohnen dran. Was also machen mit den länglichen Köstlichkeiten. Butterbohnen (Bohnen in Salzwasser gekocht, mit Butter geschwenkt, fertig!) liebe ich über alles, aber hey! ich schreibe einen Blog, da sollte ich ein paar neue Sachen vorstellen.

Im Buch „Frau am Herd“ von Sarah Wiener fand ich ein Rezept für Kartoffelsalat, dass angeblich aus Ligurien stammt und nach grünen Bohnen verlangt, perfekt! Allerdings wurde dort noch Thunfisch als Zutat mit aufgeführt, hmm! Bin ich ja eigentlich so der Fan von … Aber ich hatte noch eine Dose im Vorratsschrank, kann also nicht schaden, die zu opfern. Anstatt grüner Bohnen, hab ich die sich farblich doch gut tarnenden gelben Buschbohnen genommen (grüne waren aus im Kleinstgarten). Für’s Photo nicht optimal, aber der Geschmack! Ich sag’s Euch, eine Offenbarung! Diesen Salat muss die geneigte Leserschaft dringend ausprobieren!

Er ist einigermaßen schnell gemacht für einen Kartoffelsalat, da er nicht stundenlang durchziehen muss, auch das Essig-Öl-Dressing und die Kapern haben wunderbar zu den Kartoffeln gepasst, wo ich doch vorher sehr skeptisch war. Ein wirklich leichter, sommerlicher Salat, der voll und ganz als alleinige Speise reicht. Ich hatte von allen Zutaten ein bisschen weniger genommen, da doch nicht mehr so viele  Kleinstgarten-Kartoffeln im Vorratsschrank waren, wie gehofft. Und da ich Hunger hatte, hab ich gleich den ganzen, köstlichen Salat verputzt *g*
Aber für Euch das Rezept für 4 Portionen:

Garten-Koch-Event August 2009: Bohnen [Einsendeschluß: 31.08.2009]

Ligurischer Kartoffelsalat mit Bohnen und Thunfisch

Zutaten für 4 Portionen:
500 g festkochenden Kartoffen
500 g grüne Bohnen (hier: gelb, aber grün ist optisch einfach schöner)
300 g Thunfisch aus der Dose, im eigenen Saft eingelegt
1 EL Kapern

Für das Dressing:
3 EL weißer Balsamico-Essig (hier: Weißweinessig)
4 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

(1) Die Kartoffeln ungeschält in Salzwasser garen. Pellen und in Scheiben schneiden.
(2) Während die Kartoffeln kochen, die Bohnen putzen und in kochendem Salzwasser in 7-10 Minuten (hier: hat etwas länger gedauert) bissfest garen. Abgießen und kalt abschrecken.
(3) Den Thunfisch gut abtropfen lassen.
(4) Aus den Zutaten für das Dressing in einem Marmeladenglas (Gott, geht das leicht so!) das Dressing schütteln!
(5) Kartoffeln, Bohnen und Thunfisch auf einer Platte schnieke anrichten. Die Kapern drüber streuen und mit dem Dressing beträufeln.

Sofort genießen!

Quelle: Wiener, S. (2008): Frau am Herd. Knaur Verlag. München

Geschmack: ++++
Zutaten: ++
Zeit: ++
Schwierigkeitsgrad: +

Knödel-Spinat-Terrine

Angeschnittene Knödel-Spinat-Terrine

Angeschnittene Knödel-Spinat-Terrine

Beim aktuellen Event im Kochtopf  „Sülze, Pasteten, Terrinen„, ausgerichtet von Nathalie, wollte ich dringendst mal wieder teilnehmen, nachdem ich einige Events haben verstreichen lassen aufgrund zeitlicher Engpässe.

Blog Event XLVI - Sülzen, Pasteten, Terrinen (Abgabeschluss 15. Juni 09)

Sülzen esse ich erst seit Februar diesen Jahres, davor hätte man mich diesem seltsamen Glibber wirklich jagen können … Seitdem beschäftige ich mich intensiver mit dem Themen der Nebenprodukte vom Schlachten und träume davon mal eine Sülze so richtig fies aus Ohren, Schnauze und Füßen zu kochen. Aber vorerst bleibt es doch wohl bei dem Traum. Für den Event verließ mich dann doch der Mut … Eigentlich wollte ich eine süße Beeren-Joghurt-Terrine zaubern, aber weil ich nicht so für Süßes bin, kam mir das Rezept für eine Knödel-Spinat-Terrine aus der aktuellen „meine Familie & ich“ (07/2009) sehr recht. Alles bei was ich liebe: Spinat (unser Kleinstgarten schüttet uns regelrecht zu damit), Semmelknödel (bin zwar Norddeutsche, aber die finde ich äußerst schmackhaft) und natürlich das unverzichtbare Ei zum Spinat :) Und mit meinem lieben Besuch vom letzten Wochenende war auch eine dankbare Abnehmerin gefunden.

Also machten wir uns Samstagabend dran … Leider lief alles ein Wenig chaotisch ab *g* 800 g Spinat sind rein mengenmäßig im Rohzustand fast zuviel für meine Spüle und auch die Zubereitung der Knödelmasse hätte man besser organisieren können und wir hätten wahrscheinlich nicht halb soviel Kochutensilien verbraucht wie es letztendlich der Fall war *über sich selbst den kopf schüttel*
Hier also ein paar essentielle Tipps zum guten Gelingen und schicken Aussehen:

  • Den Spinat wirklich gut, so richtig gut ausdrücken! Er sollte wirklich trocken sein!
  • Den Spinat grob klein schneiden, verteilt sich dann besser in der Knödelmasse und lungert nicht nur an 2-3 Stellen der Terrine rum.
  • Das Abschmecken des fertigen Terrinenteiges im Rohzustand nicht vergessen! Wobei das nachwürzen der fertig gebackenen Terrine auch gut funktioniert.

Wenn man das beachtet (oder auch nicht, wie wir) kommt wirklich ein göttliches Geschmackserlebnis bei raus! Soo großartig! Auch wenn die Konsistenz etwas feucht war … Wir konnten fast nicht genug von kriegen, nur ist sie sehr sättigend (Und wir hatten vorher noch zwei kleine Antipasti *g*). Kann ich nicht beschreiben, muss man schmecken ;-) Probiert es jedenfalls dringend aus! Also ich werde es garantiert nochmal kochen!

Gebackene Knödel-Spinat-Terrine

Zutaten für 4 Portionen:
800 g Blattspinat
Salz
4 Brötchen vom Vortag
2 Ziwebeln
120 g Butter
Pfeffer
ca. 200 ml Milch
4 Eier Größe M
geriebene Muskatnuss
4 wachsweich gekochte Eier (6 Minuten)

(1) Spinat putzen und gründlich waschen (Sand zwischen den Zähnen macht definitiv keinen Spaß!). Einen Topf mit Salzwasser aufsetzen und den Spinat eine 1/2 Minute im kochenden Salzwasser blanchieren. Kalt abschrecken und gut ausdrücken (ich würde ich zusätzlich noch grob hacken). Die Brötchen in 1 cm große Würfel schneiden und die Zwiebeln häuten und fein würfeln.
(2) 1 EL der Butter in einer Pfanne erhitzen und die Zwiebelwürfelchen darin glasig dünsten. Den Spinat zugeben und kurz mitdünsten. Salzen und pfeffern. Die Spinatmasse herausnehmen.
Wieder 1 EL Butter in die Pfanne geben und 1 handvoll der Brötchenwürfel darin knusprig rösten. Die Milch erwärmen und über die ungerösteten Brotwürfel gießen.
(3) Den Ofen auf 180° vorheizen (Umluft 170°). Eier trennen und die Eiweiße steif schlagen. Übrige Butter schaumig schlagen, die Eigelbe einzeln unterrühren.
(4) Die gerösteten und eingeweichten Brötchenwürfel mit dem Spinat unter die Eigelbmasse ziehen und den Eischnee unterheben. Die Masse mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
(4) Eine Kastenform (30 cm Länge) mit Backpapier auslegen. Die Hälfte der Masse einfüllen und die gepellten Eier darauflegen. Mit der restlichen Masse bedecken.
(5) Form in ein tiefes Backblech (hier: große Auflaufform) stellen und 2 l Wasser angießen. Die Terrine im Ofen auf der unteren Schiene ca. 40 Minuten backen. Dann 10 Minuten abkühlen lassen und aus der Form stürzen oder heben. Terrine in Scheiben schneiden und servieren.

Dazu: Kräuterquark o.ä.

Quelle: meine Familie & ich 7/2009, Seite 36

Geschmack: ++++
Zeit: +++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: +++

Sellerieflan

Sellerieflan

Sellerieflan

Endlich komme ich mal wieder dazu an einem Blogevent teilzunehmen, nachdem der November und Dezember doch stressig waren. Und der „Knollensellerie“-Event im Gärtnerblog betreut durch Barbara kam mir gerade recht! Barbara, danke für die Ausrichtung!

Knollensellerie

Ich liebe Knollensellerie! In jeder Form! Roh, als Salat, gekocht in Suppen, gebacken im Ofen, paniert und frittiert, vollkommen egal! Aber für den Event wollte ich was anderes, nicht das allbekannte. Also bin ich auf die Suche gegangen. Erst die Kochbücher durchforstet, hmm nix. Dann bei den Küchengöttern gesucht und fündig geworden! Ein Sellerieflan lachte mich an! Aber halt, was ist denn bitte in Flan? Schnell bei dem online-Lexikon nachgeguckt: Ha, das ist eigentlich nur eine Art Pudding. Sollte doch zu machen sein :) Die Zutaten waren auch alle da. Also losgelegt!

Die Zubereitung hört sich komplizierter als es letztendlich ist. Eigentlich muss man nur den Sellerie kochen mit Sahne und Eiern vermischen. Ein geschlagenes Eiweiß drunter heben und ab in die Förmchen damit :) Warum auch immer, irgendwie gestaltet sich das Aufschlagen des Eiweißes bei mir immer kompliziert. Wird irgendwie nie richtig steif bzw. hat dann unten noch flüssige Bestandteile *grummel* Habe den Verdacht, dass es auch an den Behältnissen liegt in denen ich es aufschlage, weil ich dort mit keinem Schneebesen der Welt vernünftig in alle Ecke/Rundungen komme. Brauche doch dringend noch so normale Rührschüsseln *g*

Aber ich schweife ab. Die vorgesehen 4 Förmchen mit 200 ml Fassungsvermögen gibt mein Haushalt leider nicht her, stattdessen hab ich mein Muffinbackblech bemüht und einfach kleine Flans (Flane? Fläne? Wie ist denn bitte der Plural?) gebacken. Ging auch sehr gut. Als kleine Abwandlung habe ich ein wenig gehackte Petersilie dem Teig hinzugefügt. Kam mir doch ein wenig farblos vor.

Als Resultat bekam ich wunderbare kleine Flans, die cremig-leicht auf der Zunge zergingen und eine feine Sellerienote hatten. Toll! Dazu eine milde Tomatensauce und die Vorspeise ist perfekt! Sie schmecken auch lauwarm oder kalt, perfekt für mehrgängige Menues :) Solltet ihr unbedingt mal nachkochen!

Sellerieflan (für 4 Personen als Vorspeise)

500 g Knollensellerie
1 EL Butter
100 ml Geflügelbrühe (hier: Gemüsebrühe)
Salz
1/4 TL Fünfgewürz-Pulver
3 Eier
100 g Sahne
Cayennepfeffer

hier: zusätzlich 2 TL gehackte Petersilie

(1) Die Sellerie schälen und würfeln. Die Butter in einem Topf erhitzen und die Selleriewürfel anbraten. Mit Salz und Fünfgewürzepulver würzen. Die Brühe angießen und im offenen Top 10-15 Minuten weich kochen.
(2) 4 Förmchen á 200 ml Inhalt buttern (hier: 8 Muffinblechmulden). 1 Ei trennen und das Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen. Den Backofen auf 200° vorheizen. Den gekochten Sellerie (inklusive der restlichen Kochflüssigkeit) mit der Sahne, dem Eigelb, den restlichen Eiern und der gehackten Petersilie pürieren. Mit Salz und Cayennepfeffer würzen. Den Eischnee unterheben und die Masse in die Förmchen gießen.
(3) Im Ofen 30 Minuten backen. Kurz abkühlen lassen und stürzen.

Heiß, lauwarm oder kalt servieren!

Dazu: Tomatensauce

Quelle: Küchengötter

Geschmack: ++++
Zeit: ++
Zutaten: ++
Schwierigkeitsgrad: ++

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