Kalte Sauerkirschsuppe auf ungarisch

Ein typischer Bestandteil der ungarischen Sommerküche ist neben Lecsó, kalte Obstsuppe, denen Frau Kochschlampe im letzjährigen gemeinsamen Ungarnurlaub komplett verfallen ist. Egal wo wir auswärts essen waren, es wurde (wenn ich mich recht entsinne) immer eine kalte Vorsuppe bestellt. Ganz besonders hat es ihr eine Sauerkirschsuppe meiner Tante M. angetan, die aus frischen (oder TK) Sauerkirschen plus getrockneten Sauerkirschen bestand.  Und auch hier spielt wieder eine der typischen ungarischen Zutaten mit rein. Nein, nicht Paprikapulver, aber saure Sahne. Ganz essentiell um die Suppe ein wenig zu binden.

Ansonsten ist diese erfrischende Suppe wirklich schnell gemacht, braucht nur Zeit um ordentlich ab- und durchzukühlen. Sie schmeckt schön säuerlich und ist eigentlich perfekt für heiße Sommertage (die kommen bestimmt wieder dieses Jahr).
Und für alle, die ein wenig ungarischen Sommer im Kühlschrank und auf dem Teller haben wollen, hier das Rezept:

Kalte Sauerkirschsuppe

Zutaten für 4 Personen als Vorspeise:
25 g getrocknete Sauerkirschen
500 ml Sauerkirschsaft
400 g Sauerkirschen (entsteint gewogen, TK)
3 Nelken
1 Prise Salz
3 EL Zucker (mehr oder weniger, nach Geschmack)
1 Stück Zitronenschale (ca. 4 cm)
100 g saure Sahne
3 TL Mehl

(1) Die getrockneten Sauerkirschen in etwas Sauerkirschsaft für 1-2 Stunden einweichen.

(2) Die restlichen Zutaten bis auf die saure Sahne und das Mehl in einen Topf geben und noch 1/2 l Wasser hinzugeben. Auf hoher Hitze aufkochen lassen und ca. 5 Minuten köcheln lassen.

(3) Währenddessen die saure Sahne mit dem Mehl klümpchenfrei verrühren. Ein paar Esslöffel der heißen Sauerkirschsuppenbrühe dazu geben und gut verrühren. Mit einem Schneebesen möglichst klümpchenfrei in die kochende Suppe rühren. Kurz kochen lassen, dass sie eine Winzigkeit anzieht.

(4) Abkühlen lassen auf Raumtemperatur, danach im Kühlschrank gut durchkühlen lassen. Beim Servieren die Zitronenschale und Nelken rausfischen.

Genießen!

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13 Kommentare zu “Kalte Sauerkirschsuppe auf ungarisch

  1. Alice 18. Juni 2011 um 20:23 Reply

    Die kalten Suppen sind mir in Budapest auch ziemlich oft aufgefallen, aber probiert hab ich keine.. hat irgendwie nie gepasst :/ aber ich denke das werd ich bald mal nachholen, entweder wenn ich es selbst mache (die Kochbücher hab och ja jetzt *g*) oder wenn ich das nächste mal da bin :)

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  2. KochSchlampe 19. Juni 2011 um 13:52 Reply

    Ja, die Obstsuppen habe ich bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit gegessen. Am besten waren die Deiner Tante und die Pfirsichsuppe mit Tokajer bei der Dicken Ente.
    Ich habe natürlich sofort die Suppe nachgebaut und nur insofern abgewandelt als dass ich ein wenig Port mit reingegeben habe und zu den Nelken noch einen Sternanis gegeben habe. Toll.

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  3. la grosse mere 22. Juni 2011 um 19:20 Reply

    TK-Kirschen? Die sind mir bisher immer entgangen. Gibt’s die ganz normal im Supermarkt? *staun*
    ;-)

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  4. Anikó 23. Juni 2011 um 11:13 Reply

    Alice, probier es ruhig aus. Sind wirklich lecker :-)

    Frau Kochschlampe, freut mich sehr, dass es geschmeckt hat :)

    La grosse mere, kannte sie auch nicht, aber hier beim Edeka um die Ecke, gibt es die ganzjährig. Vielleicht einfach mal Augen offen halten, weil die Suppe lohnt sich wirklich :-)

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    • Anne 9. Juli 2011 um 09:24 Reply

      Gut, dass du mich dran erinnerst, die hatte ich mir eigentlich bereits im letzten Sommer vorgenommen :)
      Weißt du zufällig, inwieweit Kirschallergiker mit der Suppe ein Problem haben?

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      • Anikó 9. Juli 2011 um 12:43

        Hallo Anne, hab leider keine Erfahrung mit Kirschallergikern. Ich denke mal es kommt drauf an, ob die Kirschen roh oder gekocht sind? (Kenne zumindest das Phänomen bei Tomatenallergikern: roh nein, gekocht ja) Ich würde aber vorsichtshalber eher vorsichtig sein und die betroffenen Mitesser ausführlichst befragen oder sie nur für Dich selbst kochen :-)

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  5. […] Phasen gibt, so seine kalte Suppenkultur entwickelt. Natürlich kenne ich die berühmteste kalte ungarische Suppe aus Sauerkirschen, verfeinert mit Saurer Sahne. Exzellent! Aber da Frau Mama ja nicht sonderlich tolerant auf […]

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  8. […] sogar ein täglicher Bestandteil des Mittagstischs, die obligatorische Sonntagsbrühe,  kalte Obstsuppe an heißen Tagen oder einfache Gemüsesuppe? Großartig! Ich liebe sie alle! Im jüdischen Kochbuch […]

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  11. […] gemeinsamen Urlaub vor sieben Jahren sehr auf den Geschmack und auch ich liebe sie, am meisten die Sauerkirschsuppe. Aber es können auch Pfirsiche, Äpfel, Aprikosen benutzt werden. Richtig wichtig ist nur die […]

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