Archiv für den Monat Juni 2015

Ratatouille aus dem Slowcooker

Ein Klassiker der Gemüse-Schmorgerichte! Aus Frankreich! Ratatouille! Als ich es das erste Mal kochte, so als 13jährige, fand ich es nicht so prickelnd. Das lag wahrscheinlich an den Auberginen. Auberginen schmecken nur in einer ganz bestimmten Konsistenz, wenn sie zu kurz gegart werden, kommen sie einem leicht gummiartig vor. Wenn sie allerdings richtig zubereitet wurden, sind sie eine aromatische, cremige Hochköstlichkeit! Na, jedenfalls mochte ich es damals nicht sonderlich und mir fehlte damals auch ein Klops dazu ;-)

Aber Geschmäcker wandeln sind und mittlerweile liebe ich Auberginen, Zucchini sowieso und die Paprikaliebe ist in meinen halbungarischen Genen verankert *g* Und die Kombination als Ratatouille ist eine wirklich gute! Zum Glück kann man das Rezept auch im Slowcooker zubereiten, so dass es noch entspannter ist als ohnehin schon. Durch das langsame Schmurgeln haben die Aromen auch wunderbar Gelegenheit miteinander zu verschmelzen und das Gemüse hat (fast) keine Chance zu verkochen! Der Vorteil bei diesem Gericht ist ja eh, dass es sowohl warm als auch bei Zimmertemperatur genossen werden kann, perfekt für kühle und heiße Sommertage! So ganz ohne tierisches Eiweiß als Beilage komme ich immer noch nicht aus, aber bevorzuge mittlerweile gebratenen Halloumi (aka zypriotischer Quietschekäse).

Ratatouille aus dem Slowcooker

Zutaten für 4 Portionen:
1 große Aubergine
2 kleine Zucchini
1 Zwiebel
2 Paprikaschoten
1 Dose stückige Tomaten (425 ml)
1 TL Tomatenmark
1 Zehe Knoblauch
Salz, Pfeffer
1 – 2 TL Kräuter der Provence
2 EL Olivenöl

Slowcooker 3,5 l
Vorbereitungszeit: 15 Minuten
Zubereitungszeit: 2,5-3,5 Stunden auf HIGH

(1) Die Aubergine in 1 cm große Würfel schneiden, salzen und 2 Stunde stehen lassen. Anschließend mit Küchenpapier trocken tupfen. Die Zwiebel und Knoblauch häuten und sehr fein würfeln. Paprika entkernen und in dünne Streifen schneiden. Die Tomaten mit dem Tomatenmark verrühren, salzen, pfeffern und vorsichtig mit den Kräutern der Provence würzen.
(2) Zuerst die Auberginenwürfel in den Keramikeinsatz geben. Zwiebel, Paprika und Knoblauch obenauf geben. Die Tomatenmischung in das Gemüse rühren.
(3) Mit Öl beträufeln und 1,5 – 2 Stunden auf HIGH garen.
(4) Die Zucchini längs halbieren, in Halbmonde schneiden. Nach der Zeit unter das Gemüse im Slowcooker rühren und weitere 1-1,5 Stunden auf HIGH garen.

Kann warm oder auch kalt gegessen werden. Dazu passt auch ein Spiegel oder gebratener Halloumi. Reis oder frisches Baguette oder einfach pur.

Genießen!

Quelle: Frankemölle, G., Westphal, U. (2014): Slowcooker vegetarisch. p 100

Mediterrane Schafskäsepäckchen vom Grill

Immer nur Fleisch zu grillen, finde ich auch nicht prickelnd. So viel Fleisch braucht mein Körper gar nicht und ich bin schnell übersättigt und habe unbändige Gemüsegelüste. Aber Käse, Käse geht immer! Insbesondere warmer Käse! Und was eignet sich da besser beim Grillen als Schafskäse, der ein wenig in einer köstlichen Marinade ziehen darf.

Diese Päckchen sind schnell gemacht und lassen sich gut vorbereiten. Einfach die Marinade zusammen rühren, abgedeckt kühl stellen bis sie gebraucht wird. Dann einfach den Käse auf passende Alufolie legen, Tomaten-Oliven-Mischung drauf, verschließen und ab auf die Hitze.

Simpel, schnell, köstlich!

Mediterrane Schafskäsepäckchen

Zutaten für 2 Portionen:
200 g Schafskäse
4 schwarze Oliven
3 halbe getrocknete Tomaten in Öl
3-5 Zweiglein Thymian
1 Frühlingszwiebel
1 Knoblauchzehe (hier: confiert)
2 EL Olivenöl
Salz, Pfeffer

(1) Ein Stück Alufolie doppelt legen, dass dann so groß ist, dass ein 200 g Stück Feta hinein passt und sich noch verschließen lässt. Die Auflagefläche des Fetas mit Olivenöl einpinseln.
(2) Die Oliven entkernen, wenn noch einer drin sein sollte, fein hacken. Die Tomaten abtropfen lassen und in feine Würfel schneiden. Vom Thymian die Blättchen abzupfen. Die Frühlingszwiebel putzen und in feine Scheiben schneiden. Die frische Knoblauchzehe häuten und entweder sehr fein hacken oder durchpressen, die konfierte einfach nur mit den anderen vorbereiteten Zutaten in eine kleine Schale geben. Alles mit dem Olivenöl gut verrühren, pfeffern und nur leicht salzen.
(3) Den Feta auf die Alufolie setzen mit der Marinade bedecken und die Alufolie verschließen. So lange stehen lassen bis er gegrillt wird.

Auf den heißen Grill legen und so lange bis der Käse schön weich und würzig ist.

Genießen!

Quelle: Dusy, T. (2010): Sommerküche – Voller Sonne und Aroma. Gräfe und Unzer. München. p 97

Wir retten – Salate zum Grillen: Mediterraner Nudelsalat

Die Abteilung im Supermarkt mit diversesten Fertig-Salaten ist schier unüberschaubar und man findet alles: Kartoffelsalat, Krautsalat, Eiersalat, Coleslaw, deutscher Krautsalat, griechischer Weißkohlsalat, Nudelsalat, Schinkensalat, Heringssalat, Wurstsalat, mit Essig, meistens mit Mayo, in fettreudziert und immer mit komischen Zutaten, die man ehrlich nicht in Salaten braucht. Und das hier ist nur etwa 1/5 der Auswahl in meinem kleinen Supermarkt nebenan:

Speck-Kartoffelsalat scheint beliebt zu sein …

Ich gebe es zu, ich stand letztens auch vor dem Regal und war wirklich kurz davor einen Coleslaw zu kaufen, weil Coleslaw für 1 Person sich fast nicht lohnt zu basteln, wenn man nicht dringend viele Kohlkopfreste im Kühlschrank haben will. Ich habe es dann sein lassen, weil ich doch zu der Einsicht kam, dass mein selbstgemachter Coleslaw wirklich besser schmeckt und gesünder ist.

Nachdem Mitretterin Janke (Jankes Soulfood) ein leicht traumatisches Erlebnis auf einem Grillfest hatte, beschloss unsere Rettungstruppe eben als nächstes Salate, die perfekt zum Grillen sind, zu retten. Nachdem ich ja vor knapp zwei Wochen mit der besten Ärztin tatsächlich den kleinen E-Grill anschmiss, bastelte ich noch schnell einen gewünschten Nudelsalat.

Dieser Mediterrane Pastasalat eignet sich perfekt zum Grillen, weil er kein Dressing mit Mayo hat und so auch nicht allzu schnell kippt, wenn er mal länger als 30 Minuten draußen steht. Außerdem ist er schnell zu machen, gut vorzubereiten und, das Hauptargument, wirklich köstlich! Ich habe bis auf den Rucola und das Dressing schon alles mittags vorbereitet. Abends musste nur noch schnell die Vinaigrette geschüttelt werden (Kleine Gläser sind Dein Freund!) und der Rucola untergerührt werden. Hervorragend!

Mediterraner Pastasalat

Zutaten für 4 Portionen:
250 g Pasta (z.B. Penne)
Salz
100 g schwarze Oliven
100 g getrocknete Tomaten in Öl
125 g Mozzarella (1 Kugel)
(oder 125 g Mozzarella-Kügelchen)
2 Zweige Basilikum
40 g Rucola

Für das Dressing:
2 EL Weißweinessig
Salz, Pfeffer
1 Prise Zucker
5 EL Olivenöl

(1) Die Nudeln in Salzwasser nach Packungsanweisung al dente kochen. Abgießen, mit kaltem Wasser abspülen und abkühlen lassen.
(2) Die Oliven wenn nötig entsteinen und in Viertel schneiden. Die Tomaten aus dem Öl holen, etwas abtropfen lassen und in feine Streifen schneiden. Den Mozzarella auch aus der Flüssigkeit holen und fein würfeln. Die Blätter von den Basilikumstengeln zupfen und in feine Streifen schneiden. Den Rucola waschen, trocken schleudern, grobe Stengel entfernen und ja nach Größe halbieren und dritteln. Alles zusammen mit den abgekühlten Nudeln in einer großen Schüssel mischen.
(3) Zum Schluss das Dressing mischen. Ich gebe alle Zutaten in ein kleines ehemaliges Marmeladenglas und schüttele enthusiastisch. Ansonsten den Essig mit den Gewürzen in ein Schüsselchen geben, gut verrühren und unter Rühren das Olivenöl hinzu fügen. So lange Rühren bis ein etwas cremiges Dressing entstanden ist. Über den Salat geben und gut durchrrühren. Nochmal kosten. Fehlt Salz oder Pfeffer? Nachjustieren.

Sofort servieren.

Genießen!

Quelle: Schneider, R., Hackl, B. (2009): Homemade Party. Gerstenberg Verlag. Hildesheim. p 11

Braucht ihr noch mehr Ideen zum Grillen? Wie wäre es hiermit:

Und was wurde noch gerettet? Hier die weiteren Beiträge (Links werden im Laufe des Tages nachgereicht):

giftigeblonde 

Auberginen-Parmigiana aus dem Slowcooker

Parmigiana di melanzane, italienischer Auberginenauflauf mit viel geschmolzenem Käse. Und geschmolzener Käse macht doch alles besser, oder? Im Original finde ich diese Köstlichkeit ziemlich aufwendig: Auberginen erst anbraten, Tomatensauce kochen, schichten und in den Ofen schieben. Aber es ist sooo lecker! Im „Slowcooker vegetarisch“ sah ich eine Variante, die eben so langsam im Crockpot gekocht wird. Kann das gehen? So ganz ohne Anbraten? Wird der Käse auch schön, wie ich ihn mag und erwarte? Die geneigte Leserschaft merkt, ich war skeptisch.

Soviel kann ich vorweg nehmen: es klappt 1a! Und ist auch sonst ein kinderleichtes Essen. Ich habe es tatsächlich morgens drei Minuten nach dem Aufwachen um 6:18 Uhr zusammen gestellt. Und trotz enormer Verschlafenheit dauerte es nur 5 Minuten. Gut, wer die doppelte Portion im 3,5 l Crockpot machen will mit 5 Stunden Garzeit (der kleine Slowcooker heizt wirklich stärker als der große), braucht vielleicht 10 Minuten. Ihr seht, völlig unkompliziert! Und das Ergebnis ist sehr überzeugend! Toller Auberginengeschmack, typisches Parmigianaaroma und großartigst geschmolzener Käse!

Das wird es öfter geben bei mir und kann es Euch auch nur wärmstens ans Herz legen!

Parmigiana di melanzane aus dem Slowcooker

Zutaten für 2 Portionen:
Olivenöl
1 kleine Aubergine
Salz, Pfeffer
granulierter Knoblauch
(oder 1 frische Zehe, zerdrückt)
1 Kugel Mozzarella
200 ml passierte Tomaten (oder stückige Tomaten)
1 Prise Salz
1/2 TL getrockneter Oregano
25 g Parmesan

Slowcooker: 1,5 l
Vorbereitungszeit: 5-10 Minuten
Zubereitungszeit: 4-5 Stunden auf HIGH

(1) Den Keramikeinsatz des Slowcooker dünn mit Olivenöl ausfetten.
(2) Die Aubergine in fingerdicke Scheiben schneiden (hier mein kleiner Finger). Jede Scheibe von beiden salzen, pfeffern und mit etwas Knoblauch einreiben. Die Mozzarellakugel in so viele Scheiben schneiden wie Auberginen sind und obenauf legen.
(3) Die passierte Tomaten mit Salz, Pfeffer, Zucker und dem Oregano verrühren. Parmesan reiben.
(4) Die Auberginen-Mozzarella-Scheiben möglichst plan in den Einsatz legen und jede Schicht mit Tomatensauce bedecken. Den Parmesan obenauf streuen. Deckel drauf.
(5) 4-5 Stunden (je nach Heizleistung des Slowcookers) auf HIGH garen. Zum Schluss 15 Minuten ohne Deckel ziehen lassen.

Dazu passt frisches Weißbrot.

Genießen!

Quelle: Frankemölle, G., Westphal, U. (2014): Slowcooker vegetarisch. p 96

Für den 3,5 l-Slowcooker, die Zutaten verdoppeln und bei der Kochzeit auf 5 Stunden gehen.

Würzige Tortellini-Tomatensuppe aus dem Slowcooker

So wirklich viele Suppen hatte ich im Slowcooker noch nicht gemacht, außer Grundbrühen. Dabei ist er neben dem Schmoren auch dafür prädestiniert! Also wurde es Zeit mal ein sättigendes Hauptmahlzeitsüppchen aus dem „Slowcooker vegetarisch“ zu kochen. Diese hier schien mir ausreichend zum Mittagessen. Ich meine, was passt besser zu Tomaten als Nudeln? Und dieses Gericht eignet sich perfekt für einen Arbeitstag (mit Zeitschaltuhr auch für länger als halbtags arbeitende Leute). Ich habe alle Zutaten am Abend vorher vorbereitet und ja nach Zustand entweder direkt am Slowcooker abgestellt oder im Kühlschrank zwischen geparkt (das geschnittene Gemüse). Am nächsten Morgen wird alles nur in den Keramikeinsatz geschmissen, angestellt und ab zur Arbeit. Nachdem ich zu Hause war, habe ich nur noch die schon gehobelten Zucchinischeiben und Tortellini hinein gegeben, noch 45 Minuten warten (nach 1 Stunde waren meine Nudeln doch leicht matschig *g*) und fertig ist das Essen. Ich habe nur die Hälfte des Original-Rezeptes gemacht im 1,5l-Slowcooker. Wer mehr Mitesser zu versorgen hat, kann die Zutaten locker verdoppeln und in der 3,5 l -Variante kochen.

Und es ist wirklich köstlich! Würzig, wärmend, sättigend, gesund.

Tortellini-Tomatensuppe aus dem Slowcooker

Zutaten für 2 Personen:
1 kleine Möhre
1/4 rote Paprikaschote
1/2 Zwiebel
1/2 Knoblauchzehe
500 g passierte Tomaten
400 ml Gemüsebrühe
1 EL Tomatenmark
1 TL brauner Zucker
1/2 TL getrockneter Oregano
Salz, Pfeffer
1/2 kleine Zucchini
250 g Tortellini, vorgegart aus dem Kühlfach

Slowcooker: 1,5 l
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Zubereitungszeit: 4 + 1 Stunde auf HIGH,
8 + 1 Stunde auf LOW

(1) Zuerst das Gemüse vorbereiten. Die Möhre putzen und grob raspeln. Die Paprikaschote fein würfeln. Zwiebel und Knoblauch häuten und feinst würfeln. Alle Zutaten inklusive der Gewürze in den Keramikeinsatz des Slowcookers geben und gut verrühren. Kräftig abschmecken.
(2) Die Suppe auf HIGH etwa 4 Stunden garen (LOW 8 Stunden).
(3) Die Zucchini in Scheiben hobeln. Nach der ersten Garzeit zusammen mit den Tortellini und auf HIGH 30-60 Minuten weiter garen.

Genießen!

Quelle: Frankemölle, G., Westphal, U. (2014): Slowcooker vegetarisch. p 70

Schnelle Rubs zum Grillen

Jetzt mal Butter bei die Fische, fast alle von uns kaufen doch dieses vormarinierte Fleisch zum Grillen aus dem Supermarkt oder beim Metzger. Ich nehme mich dabei nicht aus, es ist einfach zu bequem! Erst Recht, wenn man für viele grillen möchte oder die Grillverabredung sehr spontan zustande kommt. Aber irgendwie behagt mir das nicht. Man sieht nicht welche Qualität das Fleisch hat, was in den Marinaden genau drin ist und letztendlich, ob die Marinade überhaupt schmeckt. Auch meine Vorstellung war, dass so Fleisch lange marinieren muss, damit es gut schmeckt. Das stimmt bei manchen Marinaden, aber in der amerikanischen Küche gibt es sogenannte Rubs.

Rubs sind trockene Gewürzmischungen, die kurz vor dem Grillkontakt auf das gewünschte Fleisch oder Gemüse gerieben werden. Daher auch der Name „Rub“ vom englischen „to rub“, also „einreiben“. Das erste Mal aufmerksam auf dieses Konzept wurde ich bei DJ BBQ, der in Kooperation mit Jamie Oliver’s FoodTube-Channel seinen eigenen YouTube-Kanal betreibt. Dort präsentiert er die unterschiedlichsten Grillrezepte, entweder aus dem Smoker oder Kugelgrill, langsam gegarte, große Fleischstücke oder schnelle Steaks und Burger. Aber auch andere essentielle Grillzutaten wie die unterschiedlichsten Saucen, Dips oder Marinaden. Lauter tolle, hochamüsante Videos, bei denen ich sabbernd vor’m Rechner sitze *g* und mir einen eigenen großen Smoker wünsche. Hachz, wenn ich mal groß bin ;-)

Besagter DJ BBQ brachte letztes Jahr ein kleines, aber feines Buch heraus, genannt „The BBQ Book“ (ja, das ist ein Amazon-Link. Nein, ich bekomme kein Geld, wenn ihr dort bestellt.), mit, laut Untertitel, den ultimativen 50 Rezepten, um meine Art zu Grillen zu verändern. Und wenn ich einen vernünftigen Grill hätte, täte es das wahrscheinlich auch. Da sind so coole Rezepte drin, Tipps zum Grillen nach den unterschiedlichen Hitze-Methoden. Er verrät Familienrezepte von seinem Großvater und seiner Frau, außerdem Beilagen und Grundzutaten. Grundmarinaden sind bei ihm eben auch Rubs, die er auf viele Fleischstücke reibt, deren Rezepte er im Buch zeigt. Und zwei davon möchte ich Euch heute vorstellen, die ich schon in vielen von DJ BBQs Videos gesehen habe.

Die beiden Mischungen sind innerhalb weniger Minuten zusammen gemischt und halten sich im Glas monatelang, so dass man im Fall des Grillfalles nur noch das Glas im Vorratsschrank hervor kramen muss, um das Fleisch einzureiben.

Als erstes den „Mix of rad“, „rad“ wird hier als Adjektiv im Sinne von „bombig“ oder „krass“ benutzt. Also macht Euch auf was gefasst! Der Geschmack ist eher erdig, aber trotzdem ein bisschen zitronig-frisch durch die Koriandersamen. Außerdem eine dezente Schärfe durch die türkischen Chiliflocken, wer mag, darf gerne mehr nutzen. Es passt zu Pulled Pork, Pulled Beef, als Burgergewürzmischung, zu Lamm oder Hühnchen. Angeblich sogar auf Grilled Cheese Sandwiches, was auf dieser Seite des Internets noch auszutesten ist.

Mix of Rad

2 EL weicher brauner Zucker (z.B. Muscovado)
1 gehäufter EL Meersalz
1 EL gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL gemahlener Kreuzkümmel
1 EL gemahlener Koriander
1 EL granulierte Zwiebel
1 EL granulierter Knoblauch
1/2 TL englisches Senfpulver
1/2 TL gemahlene Nelke
1/4 TL Chiliflocken (oder mehr)

Alle Zutaten miteinander verrühren. Falls ihr ganzen Kreuzkümmel, Koriander und Pfeffer benutzt, am Besten mit einem Teil des Salzes und/oder Zucker im Mörser fein zerstoßen.

Im Glas an einem dunklen Ort gelagert, hält sich die Mischung monatelang.

Quelle: Stevenson, Ch. (2014): The BBQ Book by Dj BBQ. Penguin. p110

Der „Mix of Awesomeness“, vom englischen Adjektiv „awesome“ wie „großartig“, ist eine fruchtige Mischung, die wunderbar zu hellerem Fleisch wie Hähnchen, Fisch oder auch Gemüse passt. Eine wunderbare Note bekommt es durch das geräucherte Paprikapulver.

Mix of Awesomeness

1/2 Bio-Zitrone, Schale
1/4 Bio-Orange, Schale
3 EL weicher brauner Zucker (z.B. Muscovado)
1 EL Meersalz
1 EL gemahlener schwarzer Pfeffer
1 EL granulierte Zwiebel
1 EL granulierter Knoblauch
1 TL geräuchertes Paprikapulver

Die Schale von der Zitrone und Orange fein abreiben. Mit den restlichen Zutaten gut vermischen. Die Mischung ist noch etwas feucht durch die Schalen und verklumpt dadurch im Glas, aber mit ein wenig enthusiastischem Schütteln wird sie wieder streu- und einreibfähig.

Im Glas an einem dunklen Ort gelagert, hält sich die Mischung monatelang.

Quelle: Stevenson, Ch. (2014): The BBQ Book by Dj BBQ. Penguin. p 108

Ich habe die beiden Mischungen auf Schweinenackensteak und Rückensteak verrieben. Weil ich ja nur einen kleinen Elektrogrill habe noch ein wenig Öl mit auf dem Fleisch verrieben und dann die beste Ärztin grillen lassen:

Und deswegen dürfen die beiden Rubs auch beim CIX. Blogevent „it’s BBQ-time!“ im Kochtopf, ausgerichtet von Sandra „From Snuggs Kitchen„, teilnehmen.

Blog-Event CIX - it's BBQ-time! (Einsendeschluss 15. Juni 2015)
Der besten Ärztin und ich waren richtig begeistert von den Rubs! Sie machen das Fleisch schön würzig und man braucht überhaupt keine Sauce mehr dazu. Es ist so einfach! Really Awesome! Ich werde die beiden Mischungen ab sofort im Vorrat haben und auch mit in den Familiensommerurlaub nach Dänemark nehmen. Keine Fertigmarinade mehr für mich! Und für Zweifler kann man ja eine Portion vorbereiten und als kleines Geschenk mitnehmen.

Eine sehr große Nachbastelempfehlung von meiner Seite!

#12von12 – Ein Sommertag im Juni

 Gestern war wieder der 12. Tag des Monats. Es ist also wieder 12 von 12-Tag. Und ich dachte rechtzeitig dran und habe ein wenig den Tag dokumentiert. Und ich bin bei weitem nicht die einzige, bei Caro von „Draußen nur Kännchen“ gibt es die Liste mit allen Teilnehmern.

Ich konnte tatsächlich relativ lange schlafen und 3 Minuten nach dem Augenaufschlagen empfing mich der Sommerhimmel auf dem Balkon:

Ich brauchte noch ein wenig Zeit zum Wachwerden. Bevor die Verpackung entsorgt wurde, hab ich noch die letzten Krümel der Lieblingsschokolade (Marabou Black mit Salzlakritz) gerettet:

Dann das richtige Frühstück. Es musste schnell gehen, also die voll „gesunden“ Cornflakes:

Danach folgte die morgendliche Gießrunde, damit die Pflanzen den warmen Tag auch gut überstehen:

Danach begoß ich mich selbst im Raum der fallenden Wasser:

So langsam sollte ich mich mal an die Vorbereitungen für den kleinen Grillabend mit der besten Ärztin machen:

Und wegen des abendlichen Grillens wurden das Abendbrot auf den Mittag verlegt. Eine Scheibe Toastbrot, in dem ein Ei gebraten wurde, waren zusammen mit ein paar Gewürzgurken angenehm sättigend:

Das obligatorische Nickerchen. Aufgewacht bin ich pünktlich zur Lieblingszeichentrickserie:

Und dann wartete ich hungrig auf die beste Ärztin, erledigte die letzten Vorbereitungen. Als sie da war, wurde sie prompt zum Grillen verdonnert *g* (ich konnte nicht mehr wirklich gut stehen):

Und endlich essen! Das linke Schweinesteak war mit Mix of Awesomeness eingerieben und das rechte Nackensteak mit dem Mix of Rad. Und es war wirklich total lecker! Die Rezepte bekommt ihr noch in den nächsten Tagen, weil die einfach zu großartig und simpel zu basteln, sind! Außerdem wünschte sich die beste Ärztin einen Nudelsalat und ich bereitete noch marinierten Schafskäse vor:

Zum Platzen gesättigt entspannten wir auf dem mittlerweile angenehm temperierten Balkon im Duft der Petunien und Pelargonien:

Die freitagabendliche Routine: einmal das Gerät auf die Haut setzen und die Spritze in den Körper jagen. (Nein, man gewöhnt sich auch nach 2,5 Jahren nicht dran. Aber gestern Abend tat es im Bauch auch kaum weh …)

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