Leb‘ gefährlich! – Senfeier mit Curry

Die Woche war anstrengend! Und da es nicht niederstreckend heiß war am Wochenende und ich noch die Eier von glücklichen Hühnern des Mitumschülers hatte, musste ich das absolute Lieblingsessen-seit-schon-immer kochen: Senfei. Aber nicht das übliche Familienrezept, sondern eine sommerlich-exotische Variante hatte es mir angetan. Gefunden habe ich diese mal wieder bei Herrn Paul im „Deutschland vegetarisch“, wo in die Senfsauce noch Würfelchen frischer Gurke kommen und man nach Geschmack auch noch Currypulver mit anbraten kann.

Und was soll ich sagen? Zum Süchtigwerden gut! Die Sauce ist sowohl im Geschmack als auch der Konsistenz vielschichtig. Durch die Gurken- und Zwiebelwürfelchen hat man was zu kauen und die Senfkörner geben einen netten Knuspereffekt. Die Sauce schmeckt eben nicht nur nach Senf, sondern bekommt durch das Currypulver und den Schmand süßliche und säuerliche Aromen!

Eine dicke Nachkochempfehlung von mir! Diese Variante wurde instant in mein Standardrepertoire aufgenommen!

Curry-Gurken-Senfei

Zutaten für 2 Portionen:
4 Eier
Salz
1+1 Spritzer Weißweinessig
100 g Gurke
1 kleine Zwiebel
1 EL Butter
1/2 TL Senfsaat
1 TL Currypulver, mild
1 EL Mehl
100 ml Gemüsebrühe
200 ml Milch
3 TL mittelscharfer Senf
2 gehäufte TL Schmand
1 Prise Zucker

1 kleines Beet Kresse
Kartoffeln nach Wahl als Beilage

(1) Als erstes die Kartoffeln wie gewünscht aufsetzen und garen. Für die Eier Wasser mit etwas Salz und 1 Spritzer Essig zum Kochen bringen. Die Eier anpieken und je nach gewünschtem Härtegrad 6-8 Minuten kochen. Herausnehmen und in kaltem Wasser abkühlen lassen.
(2) Vom Gurkenstück nur jeden zweiten Streifen abschälen. Halbieren, mit Hilfe eines kleinen Löffels entkernen und in feine Würfel schneiden. Die Zwiebel häuten und ebenfalls fein würfeln.
(3) Die Butter in einem Topf bei mittelhoher Hitze aufschäumen lassen. Gurken-, Zwiebelwürfel, Senfkörner und Currypulver darin andünsten bis das Gemüse glasig ist. Mit dem Mehl bestäuben und gut verrühren. Den Topf vom Herd nehmen und unter Rühren nach und nach die Brühe und Milch eingießen, so dass keine Klümpchen entstehen. Immer weiter rühren und 2 Minuten kochen lassen. Dann den Senf und Schmand unterrühren. Mit einem Spritzer Essig, Salz und Zucker abschmecken.
(4) Die gepellten Eier mit den Kartoffeln (Bratkartoffeln, Kartoffelbrei, Salzkartoffeln) mit der Sauce anrichten.

Genießen!

Quelle: Paul, S., Seiser, K. (Hg.) (2013): Deutschland vegetarisch. Christian Brandstätter Verlag. Wien. p 85

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7 thoughts on “Leb‘ gefährlich! – Senfeier mit Curry

  1. Kirsten 21. Juli 2015 um 21:35 Reply

    Hallo Anikó,

    oha, mit diesem Rezept hast du gleich meine Aufmerksamkeit. Senfeier sind auch schon immer mein Lieblingsessen. Bei mir in der Familie werden sie allerdings mit einer „dunklen“ Senfsauce gemacht (das Dunkle kommt durch gebräuntes Mehl), an die auch Zwiebel, Speckwürfel und die Brühe von sauren Gurken kommen. Die weiter verbreitete Variante mit heller Senfsauce esse ich aber auch sehr gern.

    Deswegen, und weil ich außerdem alles mit Curry mag, ist mir völlig unerklärlich, wie ich dieses Rezept im „Deutschland vegetarisch“ bisher noch nicht mal beachtet habe… Muss ich schnell ändern!

    Liebe Grüße,
    Kirsten

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    • Jana 11. August 2015 um 18:18 Reply

      Das klingt ja super lecker und wird unbedingt nachgekocht!
      Die Variante von Kirsten kenne und liebe ich auch.
      Heißt bei uns „saure Eier“ – wobei sie ja süßsauer sind.
      Genauso wie „saure Kartoffelstückchen“, die ähnlich zubereitet werden.

      Liebe Grüße,
      Jana

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      • Anikó 11. August 2015 um 21:35

        Die Kartoffelstückchen interessieren mich jetzt aber auch! Kannst Du verraten, wie die genau gemacht werden?

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      • Jana 11. August 2015 um 22:12

        Na klar, gerne:

        Rohe Kartoffeln (festere Sorte), in Stückchen schneiden und in einem großen Topf in Wasser kochen. In der Zeit Zwiebeln und Speck (Fett) in kleine Stückchen schneiden, in Butter braten – Mehl drüber und das dann alles in den Topf geben (wenn die Mehlschwitze nicht ausreicht, um die „Suppe“ schön dicklich werden zu lassen, einfach noch eine machen). Daran kommt dann noch etwas Salz, etwas mehr Zucker und der Sud von süßlichen Gewürzgurken.
        Nun noch ein paar Eier verquirlen und in die Suppe rühren (bei der Mehlschwitze auch bedenken, dass die Eier dann noch binden) und kleingestückelte Gewürzgurken dazugeben.
        Fertig ist mein Lieblingsgericht :-)

        Wenn sich das Wetter hier etwas abgekühlt hat, kann ich es auch gerne mal kochen und ein Foto nachreichen.
        Aktuell befinde ich mich bei 30 Grad (22:12 Uhr) im unfreiwilligen Kochstreik und kam heute eigentlich nur einmal wieder auf Deinen Blog, um wenigstens ein paar leckere Gerichte zu sehen.

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      • Anikó 11. August 2015 um 22:17

        Oh, danke für die Anleitung 😊 Ich bin echt froh, dass es hier kühler ist und ich nicht jeden Tag 30 Grad und mehr habe. Kann das total verstehen, dass Du da in Kochstreik getreten bist. Hoffe für Dich, dass es bald wieder erträglicher wird!

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    • Anikó 11. August 2015 um 21:34 Reply

      Ich glaube, die Variante kenne ich von unsere alten, leider schon lange verstorbenen Nachbarin, die das oft gekocht hat, wenn sie mal auf uns aufgepasst hatten. Aber irgendwie konnte ich mich da als Kind nicht dran gewöhnen, vielleicht sollte ich Deiner Version nochmal eine Chance geben :-)

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  2. Food Memo 24 | Alles ist gut. 16. Juni 2016 um 08:52 Reply

    […] nach dem Rezept von Anikó. Sehr lecker!!!  Mustard eggs with curry by this recipe from Anikó. So […]

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