Weihnachtsessen 2012 – Deliziöses Rosenkohl-Gratin mit Kräuterkrusten-Schweinefilet

Weihnachten gilt ja allgemein als die Zeit der Völlerei, aber irgendwie sind wir da anders gestrickt. Ja, wir versuchen etwas festlicher zu essen, aber es gibt nicht standardmäßig 4-Gänge-Menüs, für die man Dekaden in der Küche braucht ;-) Da achtet Frau Mama extrem drauf, dass ich nicht zu lange in der Küche stehe und wir noch ein wenig Zeit zusammen verbringen können. Und da ich letztes Jahr ja erst aus der Reha abgeholt werden konnte am 24., gab es am Heiligabend nur den von Zwerg gewünschten Kartoffelsalat à la Frau Mama mit fetagefüllten Köfte und Schnitzelchen. Für den zweiten Tag schlug Zwerg auch einen Fish Pie vor, jetzt nicht unbedingt mein Lieblingsessen, aber durch die vermaledeite Krankheit sollte ich mehr Fisch essen.

Aber ich glaube unser aller Highlight war das Essen des 1. Feiertages. Weil unsere Familie ja schon sehr kohlaffin ist, Rotkohl aber manchmal von Zwerg verschmäht wird, hatte ich ein schönes Rosenkohl-Gratin mit Rosmarin und Walnuss nach Frau Kochschlampe angedacht. Aber was dazu? Ich wollte schon was machen, was alle mögen, nicht, dass einer schlechte Laune an Weihnachten wegen des Essens bekommt. Ente mag Zwerg nicht, Hähnchen ist mir nicht festlich genug, richtig gebratenes Rind verschmäht Herr Papa, also bleibt nur Schweinefilet. Und das kann man ja mit einer netten Kräuterkruste noch aufpeppen. Dazu Kartoffelpüree mit einem angenehmen Sellerieanteil und fertig ist das Essen. Das ganze lässt sich auch gut planen und ohne große Hektik kochen. Während der Rosenkohl im Ofen schmurgelt, kann das Filet fertig gemacht werden, dann einfach das Gratin rausnehmen, ein wenig abkühlen lassen und währenddessen, das Filet im Ofen fertig stellen. Und den Kartoffel-Sellerie-Brei kriegt man auch noch schnell zubereitet *g*

Ich war auf die Reaktion der Familie auf das Rosenkohl-Gratin gespannt, weil es den sonst bei uns nur einfach gekocht mit etwas Butter und Muskatnuss gibt. Aber man höre und staune, alle waren begeistert davon! Würzig und doch mild, den Rosenkohl noch wunderbar heraus schmeckend! Allgemeiner Beschluss war, es öfter zu kochen.Danke Frau Kochschlampe!

Zu meiner großen Überraschung ist das Schweinefilet auch wunderbar zart und saftig geworden. Auch die Kräuterkruste mit dem geschmolzenen Käse war großartigst! Also ich habe keine Angst mehr, ein Filet puptrocken zu braten ;-)

Macht es ruhig mal nach, das Rosenkohl-Gratin mit Walnüsschen und Rosmarin ist auch nur zu Kartoffelbrei wunderbar, ich kann es der geneigten Leserschaft nur allerwärmstens ans Herz legen!

Rosenkohlgratin mit Rosmarin

Für 4 Personen:
750g Rosenkohl
2 kleine Zwiebeln
6 Zweige Rosmarin
50g Walnüsse
150ml Sahne
125g Parmesan
Salz, Pfeffer

(1) Rosenkohl putzen, halbieren und 5 Minuten in kochendem Salzwasser blanchieren. Das Kochwasser aufheben, zumindest 200ml davon.
(2) Den Backofen auf 200° vorheizen.
(3) Zwiebel und Rosmarin hacken, Walnüsse in Stücke brechen. Die Drei dann in Olivenöl ca. 2-3 Minuten anbraten und mit dem Rosenkohlsud ablöschen, ein paar Minuten einkochen lassen. Sahne und 100g Käse dazu – der Käse soll schmelzen, aber nicht mehr kochen lassen. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.
(4) Den Rosenkohl in einer feuerfesten Form mit der Sauce übergießen, restlichen Käse rauf und ca. 20-25 Minuten backen.

Zusammen mit Kartoffelpürree und (oder auch nicht) Fleisch der Wahl

genießen!

Quelle: Frau Kochschlampe – Rosenkohlgratin mit Rosmarin

Schweinefilet mit Kräuter-Käse-Kruste

für 4 Portionen:
2 Schweinefilets (600 g)
Salz
Pfeffer
2 EL Öl
60 g junger Gouda
3 EL Paniermehl
je 1 Bund Petersilie und Basilikum
2 gehäufte TL körniger Senf

(1) Schweinefilets waschen und trockentupfen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Im heißen Öl 15-20 Minuten braten, dabei öfter wenden.
(2) Backofen auf 200 Grad vorheizen. (War bei uns schon heiß vom Rosenkohl-Gratin.)
(3) Gouda raspeln. Käse, Paniermehl und Kräuter auf einen Teller geben und vermischen.
(4) Schweinefilets herausnehmen, rundherum mit Senf bestreichen. In der Kräutermischung wälzen, Mischung leicht andrücken. In eine feuerfeste Form legen. Im Backofen auf der mittleren Schiene ca. 5 Minuten überbacken.

Kurz ruhen lassen, in Scheiben schneiden, servieren und

genießen!

Quelle: Küchengötter – Schweinefilet in Kräuterkruste

So, und jetzt wo Weihnachten abgearbeitet ist, widmen wir uns wieder dem Alltagsgeschäft

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4 Kommentare zu “Weihnachtsessen 2012 – Deliziöses Rosenkohl-Gratin mit Kräuterkrusten-Schweinefilet

  1. Miss Jenny 13. Januar 2013 um 18:00 Reply

    Rosenkohl gab es bei uns um die Weihnachtszeit auch öfter! Ich habe aus den resten dann auch einen Auflauf gemacht, allerdings etwas orientalisch angehaucht mit folgenden Zutaten:
    – passierte Tomaten
    – Rosinen
    – Zimt
    – Kardamon
    – Hackfleisch
    – gehackte Mandeln
    Hat sogar meiner Oma geschmeckt, die Rosenkohl eher in Bechamel kennt!
    Liebe Grüße, Miss Jenny

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    • Anikó 14. Januar 2013 um 20:43 Reply

      Die Variante hört sich auch gut an! Wird es das Rezept in Deinem Blog geben?

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  2. […] gerne Frau Kochschlampe zur Rate. Sie hat da wunderbare Arten Rosenkohl zu veredeln, sei es dieses Gratin mit Walnüssen oder in Pasta oder eben im Ofen geröstet. Frau Kochschlampe bastelt Aioli dazu, wir sind ohne auch […]

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  3. […] Variante: simpel gekocht mit Butter und Muskatnuss, in der Rindfleischsuppe, im Ofen geröstet, als Gratin mit Rosmarin, zusammen mit Möhren als Gemüsebeilage oder im Auflauf mit Spätzle. Ihr seht vielfältige […]

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