Tofu Bulgogi

Momentan interessiere ich mich sehr für die fernöstliche Küche, genauer gesagt, die koreanische, japanische und vietnamesische. Irgendwie gelüstet es mich eher danach und nicht unbedingt nach europäischer. Seltsam, oder? Ich könnte öfter Tofu essen und habe ein seltsames Verlangen nach Reis. So wird auch die entsprechende Literatur studiert (haha, die Akademikerin kommt durch *g*). Nun habe ich japanische Speisen abseits von Sushi schon im hochgeschätzten Sasaya (*seufz* *hachhachhach* Mag einer meiner Berliner Leute mal für mich dort essen gehen?) essen dürfen, aber habe noch nichts authentisch koreanisches oder vietnamesisches gekostet. Ich habe auch keine Ahnung, wie bestimmte Sachen angerichtet werden oder bestimmte Zutatenkombinationen schmecken, das kann ich mir in der europäischen Küche besser vorstellen. Aber trotzdem wird fleißig ausprobiert.

Eins davon war das Tofu Bulgogi, dass Frau Kochschlampe letztens bastelte. Bulgogi ist bei den Koreanern würzig marinierte dünne Rindfleischstreifen, die dann von allen gemeinsam am Tisch gegrillt werden. Nun ist Frau Kochschlampe ja nicht die größte Fleischesserin von Welt und bastelte es mit Tofu nach, was mir auch sehr entgegen kam, weil ich auch meine Liebe zu Tofu entdeckte und eh weniger Fleisch essen möchte. Also alle Zutaten besorgt und schnell die Marinade zusammen gerührt. Das ist nicht besonders schwierig und das fein geriebene Obst gibt noch eine wirklich angenehm fruchtige Note hinzu. Und wenn der Tofu erstmal mariniert ist, ist die restliche Zubereitung auch ganz einfach: Tofuscheibchen ohne Zwiebeln anbraten, Marinade samt Zwiebeln drüber, einreduzieren lassen und genießen. Am besten mit einer Schüssel Reis und entweder eingelegtem Gemüse oder andersweitig zubereitetes Gemüse dazu. Stilecht wäre Kimchi, der typisch koreanische eingelegte, würzig-pikante Chinakohl, aber da hab ich mich immer noch nicht rangetraut, ich Scharfmimose ich *g* So hatte ich letztens Möhren-Kinpira gemacht, auch sehr lecker. Aber hier erstmal das Rezept für den Tofu Bulgogi und als nächstes zeige ich der geneigten Leserschaft, wofür man es noch benutzen kann …

Tofu Bulgogi

Zutaten für 4 Portionen:
400 g Tofu, der festeste, der gefunden werden kann (sonst halt selber pressen)

4 Frühlingszwiebeln, in Ringen
3 Knoblauchzenen, in feinen Scheiben
1/2 Zwiebel, in Halbringen
1 TL frisch geriebener Ingwer (gehäuft)

160 ml dunkle Sojasauce
4 EL Sesamöl, aus geröstetem Sesam
6 EL brauner Zucker
1 TL Pfeffer, schwarz
1/2 TL koreanische Chilipaste
4 EL Mirin
2 EL Reisessig
1/2 Apfel/Birne, gerieben mit Haut
(oder 2 TL Marmelade z.B. Pflaumenmus)

Mehr Öl zum Braten (hier gerne Perilla-Öl)

(1) Tofu in dünne Scheiben schneiden, wahrscheinlich am besten, wenn der vorher einmal längs halbiert wird. Tofuscheibchen in eine Schüssel oder in eine Auflaufform legen und mit Ingwer, Knoblauch, Frühlingszwiebeln und Zwiebeln bedecken.
(2) Aus den restlichen Zutaten eine Marinade herstellen, dabei sehr gut mixen. Über den Tofu gießen – er sollte schon bedeckt sein und  marinieren lassen. Es hat auch schon nach 1 Stunde Marinieren geschmeckt, aber 8 Stunden und mehr schaden auch nicht.
(4) Tofu aus der Marinade fischen, die Zwiebeln abstreifen. Öl in einer großen Pfanne erhitzen und die Tofuscheiben darin braten – keine doppelten Schichten, eventuell in 2 Runden braten. Tofu mit der Marinade und den Zwiebeln begießen, gerade so viel, dass die Scheiben bedeckt sind. Solange weiterbraten, bis die Marinade deutlich reduziert ist und der Tofu karamellig-braun.

Mit einer Schüssel Reis und andersweitiger Gemüsebeilage servieren und

genießen!

Quelle: Kochen für SchlampenTofu Bulgogi

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8 Kommentare zu “Tofu Bulgogi

  1. magentratzerl 26. Juni 2013 um 11:49 Reply

    Oha! Ich renne grade mal los, Tofu holen.

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  2. marco 26. Juni 2013 um 15:35 Reply

    Ich liebe Bulgogi! Es gehört vermutlich zu einem der wenigen Gerichte, das ich fast tagtäglich essen könnte :) Mit Tofu habe ich es noch nie nie ausprobiert, das müsste ich wohl echt mal nachholen, obwohl ich eigentlich eher ein Fleischtiger bin. Hat hier aber ne ganz tolle Karamell-Farbe bekommen finde ich!

    Dein Möhren-Kinpara schaut auch lecker aus! Bei Kimchi gehts mir nämlich wie dir ;) letztes Mal gab’s bei mir Gurken-Ingwer-Wasabi-Salat. Zwar nicht koreanisch, aber hat trotzdem wunderbar geschmeckt!

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  3. Anikó 26. Juni 2013 um 18:50 Reply

    Viel Spaß beim Nachbasteln, Magentratzerl!

    marco, probier Du die Tofu-Version aus und ich mach die Rindvariante :-) Bin ja kein Vegetarier. Und da bin ich ja froh, dass ich nicht die einzige Scharf-Mimose bin *g* Das Kinpira ist tatsächlich super! Gibt es bei mir regelmäßig!

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  4. hafensonne 27. Juni 2013 um 11:18 Reply

    Schreib grad Einkaufszettel… was ist „Mirin“??

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    • hafensonne 2. Juli 2013 um 09:11 Reply

      OK: Zu kleine Flasche Kikkoman gekauft, mit indonesischer Ketjap Manis teilsubstituiert –> fail. Trotz weggelassenem Zucker (substituiert mit Kleckschen Honing) SÜSS!! Tofu durch Biolammlachs substituiert –> super! (Der Kapitän so: Kochst Du jetzt ernsthaft Tofu??) Ingwer vergessen –> substituiert durch Kollegin Zitronenschale.
      Insgesamt also durchaus schmackhaft, aber Obacht mit der Sojasauce! Evtl. noch einmal Zweitversuch wagen…

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  5. […] Tofu Bulgogi – tolles Zeug! Im letzten Artikel schon gezeigt wie man es macht und eben traditionell mit Reis essen kann. Geht aber auch als Sandwichbelag sehr gut (zum Abendbrot, für’s Büro). In meinem Fall ist das meist Fladenbrot vom Türken umme Ecke und dazu noch ein großes Salatblatt und frische Tomaten, aber stelle mir auch Paprikastreifen oder Gurkenscheibchen oder mit Eischeiben sehr schön vor. Und wenn die wahnsinnig würzige Sauce in das Brot einzieht – großartig! […]

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  6. […] wozu kann man Tofu Bulgogi noch benutzen? Die letzte Portion wurde tatsächlich extra dafür angesetzt, dass ich am nächsten […]

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  7. […] die Dauer am warmen Herd ist meist sehr begrenzt. Ideal! So ist ein Standard in meiner Küche das Tofu Bulgogi geworden, ich liebe es heiß und innig und bastele es regelmäßig. Nur an den Beilagen scheitere […]

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